Herma Haselsteiner

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Herma Haselsteiner (* 1. Jänner 1916 in Ebbs[1], Nordtirol; † 2. September 1982 in Bozen, Südtirol) war Lehrerin, Musikpädagogin und Initiatorin zahlreicher Volkskulturinitiativen, wie des Tiroler Volksmusikvereins.

Leben und Wirken

Herma Haselsteiner, in Innsbruck geboren, wurde Lehrerin und begann 1938 an der Hauptschule in Wörgl mit der Lehrtätigkeit als Hauswirtschafts- und Handarbeitslehrerin[2]. An dieser Schule gründete sie den Wörgler Mädchenchor, der vor allem die Pflege und Erhaltung des einheimischen Volksliedes zum Ziel hatte, das sie in der damaligen Eisenbahnerstadt Wörgl, das sich durch seine Bevölkerung aus zahlreichen Ländern zusammensetzte, in Gefahr sah.[3] Mit diesem Chor errang sie im Jahr 1948 beim 1. Österreichischen Bundesjugendsingen in Wien den ersten Preis. Das konnte sie 1950 wiederholen. In der Folge trat sie mit diesem Chor bei zahlreichen Konzerten und Rundfunkveranstaltungen im In- und Ausland auf. Bei offiziellen Besuchen wichtiger Persönlichkeiten in Tirol wurde auch der Chor eingeladen.

Bei Radio Tirol gestaltete sie in den 1950er Jahren eín Voksmusik-Wunschkonzert und die Sendungen In der Bauernstub'n.

Beruflich stieg sie zur Landesschulinspektorin auf und zog nach Innsbruck, hielt aber ihrem Chor die Treue.

Durch ihre gemeinsamen Interessen traf sie mit dem gleichgesinnten Sepp Landmann zusammen, der ihr bei der Jubiläumsveranstaltung "Zwanzig Jahre Wörgler Mädchenchor" am 6. Mai 1966 in Wörgl als Sprecher fungierte. Mit ihm gründete sie noch im Dezember des selben Jahres den Tiroler Volksmusikverein.[4] Sie war auch die este Vorsitzende des Vereins.

Sie starb am 2. September 1982 in Bozen, wo sie auch begraben liegt.

Privat hatte sie einen Sohn, den Bauunternehmer und Politiker Hans Peter Haselsteiner.

Würdigung

Ihr zu Ehren wird der Preis beim Alpenländischen Volksmusikwettbewerb als Herma-Haselsteiner-Preis benannt.

Einzelnachweise

  1. Tirol lebendig erinnert: Vom Weihrauch zur Familienstiftung, Haymon Verlag
  2. Herma Haselsteiner gründet Mädchenchor abgerufen am 2. Jänner 2017
  3. Wolfgang Fürweger: Hans Peter Haselsteiner - Biografie, 2014, Verlag Ueberreuter, Online
  4. Über den Verein beim Tiroler Volksmusikverein abgerufen am 1. Jänner 2017

Weblinks