Attila

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Attila († 453) war von 434 (als Mitherrscher zusammen mit seinem Bruder Bleda) bzw. 444/445 (als Alleinherrscher) bis zu seinem Tod "König" der Hunnen. Als Zentrum seines Machtbereichs gilt das Gebiet des heutigen Ungarns, wo die Hunnen im 5. Jahrhundert ein kurzlebiges Reich errichten konnten, das unter ihm die größte Machtentfaltung erlebte, aber bereits kurz nach seinem Tod wieder zusammenbrach.

Attila in Legende und Sage

Attila gilt als das historische Vorbild für die legendäre Figur des Königs Etzel im mittelhochdeutschen "Nibelungenlied" und in der "Dietrichepik". In den nordischen Versionen dieser Werke findet er sich in der Figur des Herrschers Atli. Daneben haben sich auch einige lokale Sagen zu seiner Figur entwickelt.

Attilas Grab

Eine Sage erzählt, dass Attila nach seinem Tod zunächst in Hainburg, einer Stadt im heutigen Bundesland Niederösterreich, EU-Land Österreich[A 1], beigesetzt wurde. Um den Ort der Grabstätte geheim zu halten, wurden die drei Männer, die sie "geschaufelt" hatten, danach getötet. Trotzdem wurde das Geheimnis gelüftet, worauf die Hunnen ihren toten König wieder ausgruben und nach Italien brachten, wo er ein zweites Mal beigesetzt wurde. Dieses Mal funktionierte die Geheimhaltung.[1] In diese Attila-Sage dürfte die Legende um die Beisetzung des Westgotenkönigs Alarich eingeflossen sein.

Einzelnachweise

  1. vgl. Leander Petzoldt (Hrsg.): Attilas Grab. In: ders.: Sagen aus Österreich. Wiesbaden: MarixVerlag 2007, ISBN 978-3-86539-118-6, S. 211

Anmerkungen

  1. Hainburg befindet sich direkt an der Grenze zur Slowakei, die mehrere Jahrhunderte Teil des ungarischen Königreiches war. Attila, dessen Reich auf dem Areal des ungarischen Königreiches sein Zentrum gehabt haben dürfte, gilt als Vorfahre der Arpaden, der ersten ungarischen Königsdynastie. Dies könnten die Gründe dafür sein, dass Attila in der Sage eine Grabstätte in Hainburg hat.