Berufsvereinigung Bildender Künstler Sektion Steiermark

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Die Berufsvereinigung Bildender Künstler Sektion Steiermark ist die steirische Landesorganisation der Berufsvereinigung der bildenden Künstler Österreichs und damit die regionale Standesvertretung bildender Künstler.

Geschichtliches

Ursprünglich waren in der Berufsvereinigung Künstler aus allen Teilen Österreichs vertreten. 1979 gründete Hannes Pirker die neue BV Sektion Steiermark und wurde deren Präsident.[1] Aus politischen Gründen verließ er 1982 die Gruppe, die sich daraufhin auflöste. 1991 kam es zur Wiedergründung.

Der Stahlbildhauer Hannes Pirker, selbst seit 1975 Inhaber der Galerie "KuL - Kunst und Literatur" in Bruck an der Mur, organisierte einmal jährlich eine Gemeinschaftsausstellung steirischer Künstler in dieser Galerie. Pirker verstand die BV als eine Art Standesvertretung ähnlich einer Gewerkschaft. Zur Existenzsicherung der freischaffenden Künstler versuchte er, bei öffentlichen Bauten die 2-Prozent-Klausel für künstlerische Ausgestaltung durchzusetzen, scheiterte aber mit diesem Vorhaben. 1996 stellte er deshalb seinen Sitz zur Verfügung und übergab Franz Wieser das Amt des Präsidenten. Zu dieser Zeit zählte die BV Steiermark 47 Mitglieder, viele davon im Alter von über 70 Jahren.

Wieser versuchte, die Zahl der Mitglieder zu erhöhen, um den Forderungen an die öffentliche Hand mehr Nachdruck zu verleihen. Er organisierte Ausstellungen und besuchte viele Kollegen, um sie von der Sinnhaftigkeit einer Mitarbeit zu überzeugen. So konnte die Zahl der Mitglieder verdreifacht werden.

Im Jahr 1997 gelang es, wieder einen jährlichen Termin im Künstlerhaus Graz für die BV zu bekommen. Um den Mitgliedern weitere Ausstellungsmöglichkeiten zu eröffnen, wurden Ausstellungen in Schloss Burgau, Schloss Kornberg und Schloss Freiberg organisiert. In den Jahren 1999 bis 2003 bemühte sich Franz Wieser, eine Galerie in Graz zu führen. Dieses Vorhaben musste jedoch aus finanziellen Gründen aufgegeben werden.

2003 übergab Wieser sein Amt an Gabriele Foissner-Weinländer. Sie initiierte eine vierteljährliche Zeitung „BV News“ und einen ebenfalls vierteljährlich stattfindenden Jour fixe. Organisiert werden gemeinsame Ausstellungsbeteiligungen und die Zusammenarbeit mit ausländischen Künstlervereinen. 2004 wurde die Galerie im Sensenwerk Deutschfeistritz als Ausstellungsort der BV Steiermark hinzugewonnen. Mit Januar 2009 ging die Präsidentschaft von Gabriele Foissner-Weinländer auf Beate Landen-Karlhuber über, ab 2014 übernahm Armin W. Nima-Ruckerbauer dieses Amt.

Die BV Steiermark heute

Derzeit (Stand 2015) zählte die BV rund 130 Mitglieder, die auf den Gebieten Malerei, Grafik, Fotografie, Bildhauerei, Digitalkunst und Installation arbeiten. Der amtierende Präsident (Stand 2015) ist Armin W. Nimra-Ruckerbauer. Diese Mitgliedschaft gilt als Berufsnachweis für bildendende KünstlerInnen.

Literatur

  • Walter Zitzenbacher, Wolfgang Arnold, Hans R. Gutjahr: Landeschronik Steiermark, Verlag Christian Brandstätter, 1988
  • Club Carriere - Enzyklopädie des Erfolges Juni 2004, Verlag Algoprint Verlags AG, 2004, ISBN 978-3-95226-892-6

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Interview Hannes Pirker