Burg Heinfels

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Die Burg Heinfels, auch Heunfels liegt oberhalb des gleichnamigen Ortes in Osttirol, Republik Österreich. Sie wird aufgrund ihrer Position gerne als "Königin des Pustertals" betitelt und gilt heute als Wahrzeichen des östlichen Pustertals. Im Mittelalter war sie eine wichtige Residenz der "Albertinischen Linie" der Grafen von Görz-Tirol, die seit ca. 1278 bis 1500 über die Grafschaft Görz herrschten.

Geschichte - Ergänzung

Die Burg Heinfels unter den Grafen von Görz

Im 13. Jahrhundert kam Burg Heinfels als Erbe in den Besitz der Grafen von Görz bzw. Görz-Tirol. Bei der Herrschaftsteilung zwischen Meinhard II. und Albert I. kam sie in den Besitz von Letzterem. Bei der Herrschaftsteilung von 1303 fiel sie an Alberts gleichnamigen Sohn. In der Folge war sie eine wichtige Residenz der Grafen von Görz.

Während der Konflikte um die Nachfolge des Grafen Heinrich IV. von Görz(-Tirol)[1] um 1454/55 wurde dessen Witwe Catharina de Gara vorübergehend auf der Burg Heinfels interniert.[2]

Nach Beendigung des "zweiten" Krieges um das Erbe der Grafen von Cilli (1459-1460) mussten die Grafen Johann II. und Leonhard, die ihrem Vater Heinrich als Herrscher über die Grafschaft Görz nachgefolgt war, im Friedensvertrag von Pusarnitz vom 25. Jänner 1460 alle ihre Gebiete östlich der Lienzer Klause an Kaiser Friedrich III. abtreten, darunter auch die bisherige Hauptresidenz Lienz mit Schloss Bruck. In der Folge löste die Burg Heinfels, die unter Graf Johann ausgebaut wurde, das Schloss Bruck als Hauptresidenz ab.[3]

Literatur

  • Wilhelm Baum: Die Grafen von Görz in der europäischen Politik des Mittelalters. Klagenfurt: Kitab, 2000
  • Beatrix Pinzer – Egon Pinzer: Burgen, Schlösser und Ruinen in Nordtirol, und Osttirol. Edition Löwenzahn, Innsbruck, 1996, ISBN 3-7006-2122-3, S. 200-202

Einzelnachweise

  1. Numerierung nach Wilhelm Baum: Die Grafen von Görz, 2000, S. 224-240 und Alois Niederstätter: Österreichische Geschichte 1278–1411. Die Herrschaft Österreich. Fürst und Land im Spätmittelalter. Verlag Ueberreuter, Wien 2001, S. 250
  2. vgl. Wilhelm Baum: Die Grafen von Görz, 2000, S. 241
  3. vgl. Wilhelm Baum: Die Grafen von Görz, 2000, S. S. 248f.