Christoph Ungnad

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Christoph (von) Ungnad (* im 15. Jahrhundert, vor 1429; † 1481) war ein "innerösterreichischer" Rat von Friedrich III.

Herkunft und Familie

Christoph (von) Ungnad stammte aus einer Adelsfamilie des Herzogtums Kärnten[A 1]. Seine Familie war im östlichen Teil (bei Wolfsberg und St. Paul im Lavanttal) begütert, sie besaß landesfürstlichen Lehensbesitz und außerdem Lehen des Erzstiftes Salzburg und des Hochstiftes Bamberg.[1]

Christoph (von) Ungnad war einer der Söhne von Wulfing von Ungnad († vor 1429) aus dessen 2. Ehe mit Margarethe von Dümmersdorf. Durch die erste Ehe seines Vaters war die Familie mit den Herren von Kraig verwandt.[1] Er hatte mehrere Brüder, darunter Johann (I.) Ungnad von Sonnegg († 1461). Um 1460 heiratete er eine Tochter des kaiserlichen Rates Hans von Frauenberg zum Haag.[2]

Leben

Christoph (von) Ungnad war zunächst in Diensten von Erzherzog Albrecht VI. von Österreich ("Albrecht dem Freigiebigen), um 1460 wechselte er zu Kaiser Friedrich III. Er löste Jan Witowec als Burggraf der Festung Ober-Cilli bei Cilli ab. Während Friedrichs zweiter Romreise gehörte er dem steirischen Verweserregiment an, während der Baumkircherfehde kämpfte er für den Kaiser gegen Andreas Baumkircher.[2] Christoph von Ungnad hatte enge Kontakte mit der Adelsfamilien von Weißpriach und den Fronachern, außerdem zu Sigmund Prüschenk.[2]

Literatur

  • Paul-Joachim Heinig: Kaiser Friedrich III. (1440–1493) in seiner Zeit. Studien zum 500. Todestag am 19. August 1493/1993 (= Forschungen zur Kaiser- und Papstgeschichte des Mittelalters. Bd. 12) Böhlau, Köln u. a. 1993, ISBN 3-412-03793-1, siehe Bd. 1, S. 179f. (Rezension)

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 vgl. Paul-Joachim Heinig: Kaiser Friedrich III. (1440–1493) in seiner Zeit, 1993, Bd. 1, S. 178
  2. 2,0 2,1 2,2 vgl. Paul-Joachim Heinig: Kaiser Friedrich III. (1440–1493) in seiner Zeit, 1993, Bd. 1, S. 179

Anmerkungen

  1. Das Herzogtum Kärnten umfasste damals nur Teile des späteren Bundeslandes Kärnten. Teile von diesem befanden sich damals noch unter der Herrschaft der Grafen von Görz und des Erzstiftes Salzburg