Emil Jaksch

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Emil Jaksch (* 24. Februar[1] 1918 in Wien; † 24. Mai 2014) war Grafiker.

Leben und Wirken

Emil Jaksch, der 1918 in Wien geboren ist, wuchs in Gumpoldskirchen, wo seine Mutter beheimatet war, auf. Seine Neigung zur Grafik stammt von seinem Vater, der auch Porträtist war. Sein Studium an der Kunstgewerbeschule in Wien begann er 1934.

Er erhielt zwar noch im Jahr 1939 ein Stipendium, um in Florenz studieren zu können. Um die Kosten für die Fahrt zu sparen, ging er zu Fuß nach Florenz. Als er allerdings in der Stadt ankam, bekam er die Verständigung zur Wehrmacht einzurücken. Somit fuhr er mit der Eisenbahn wieder nach Hause um den Wehrdienst anzutreten.

Im Jahr 1947 konnte er sein Studium mit Diplom abschließen. Dazu musste er allerdings nebenbei mit Arbeiten, wie mit dem Fahrrad Milch auszuführen, seinen Unterhalt verdienen. Nach dem Studium begann er als Schriftgrafiker und schrieb beispielsweise für zahlreiche deutsche Städte die Chroniken neu, die im Laufe des Krieges verloren gingen. Wohnhaft war er zu dieser Zeit wieder in Gumpoldskirchen. So ist belegt, dass er im Jahr 1957 von der FF Biedermannsdorf ein Rüstauto der Type Perl abkaufte.[2]


Entwurf des wappens stammt von Emil Jaksch

Ende der 1960er Jahre kaufte er in Wiederfeld im Bezirk Waidhofen an der Thaya einen Bauernhof und zog mit seiner Familie in diesen Ort, in dem er sich bald integrierte. Für die neu entstandene Gemeinde Waidhofen an der Thaya-Land im Zuge der Gemeindereform 1970 entwarf er ein Gemeindewappen. Auch Bilder der zahlreichen Bildstöcke restaurierte er. Es entstanden auch einige Landschaftsbilder in der neuen Heimat. Im Stadel veranstaltete er Kulturevents.

Eine Krippe aus Scheibbs erweiterte er laufend mit Figuren aus dem Waldviertel. Dazu gehörten beispielsweise Bandlkramer, eine Spinnerin oder ein Glasbläser. Für die Stadt Waidhofen führte er 35 Jahre die Stadtchronik in Form des Goldenen Buches.[3]

Er starb am 24. Mai 2014 im 97. Lebensjahr. Bestattet wurde er in Buchbach.

Kurioses

Da er üblicherweise im Laufe der Jahr für die Gemeinde die Ehrenbürgerurkunden schrieb, fand der Bürgermeister keinen anderen Künstler. So kam er in die Situation auch seine eigene zu schreiben, indem er sich mit dem Bürgermeister einigte:

„Ich machs um's halbe Geld und den Rest vertrinken wir!“

Emil Jaksch

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. WIR GEDENKEN IN GROSSER DANKBARKEIT abgerufen am 10. Jänner 2017
  2. Chronik 1957 der FF Biedermannsdorf abgerufen am 10. Jänner
  3. Generationswechsel beim "Goldenen Buch" in den Bezirksblättern vom 18. Jänner 2010 abgerufen am 10. Jänner 2017

Weblinks