Friedrich Pirckmayer

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Friedrich Pirckmayer (* 16. Dezember 1835 in Schärding; † 16. Mai 1909 in Salzburg[1]) war Direktor des Salzburger Landesarchivs.

Leben

Friedrich Pirckmayer war das siebente Kind von Anton Pirckmayer eines kaiserlichen Rentmeisters. Um sich selbst um die Kinder kümmern zu können, wechselte aber sein Vater nach Linz in eine nicht so belastende, aber auch nicht so angesehene Position eines Rechnungsbeamten bei der k.k. Kameral-Bezirksverwaltung.

In Linz besuchte Pirckmayer die Volksschule und vier Jahre Gymnasium. Beim Militär danach wurde er aufgrund seines jugendlichen Alters noch nicht genommen, sondern nur vorgemerkt. Als sein Vater jedoch unverhofft starb, war ihm durch die geringe Witwenpension der Mutter der Eintritt in die Pionierschule in Tulln nicht möglich. So trat er in die Rechnungskanzlei des 14. k.u.k. Infantrieregiments ein, wo er aber bald darauf in das 6. Ulanen-Regiment versetzt wurde. Aber schon 1852 im Alter von 17 Jahren wurde er wegen Umstrukturierungen beim Militär wieder entlassen.

Einen neuen Posten fand er zunächst in Pregarten (damals Prägarten) beim k.k. Bezirksgericht als Schriftführer. 1853 wurde er als Kanzleipraktikant an der k.k. Polizeidirektion zugelassen. Im Sommer versah er in Bad Ischl Dienst. Im Folgejahr wurde er nach Wien k.k. Gendarmerie und später seinem Wunsch entsprechend nach Salzburg an die k.k. Polizeidirektion versetzt. Kurz vor dem Standortwechsel davor heiratete er. Seine Frau starb jedoch 1860. 1861 heiratete er ein zweites Mal, Amalie Matiegka. Mit ihr hatte er mehrere Kinder.

Als durch den entfallenen Passzwang innerhalb Österreichs sämtliche Polizeidirektionen abgeschafft wurden, verlor er wieder seine gut bezahlte Position und er war auf ein geringes Grundgehalt angewiesen. 1867 musste er seine Beamtenlaufbahn als Offizial zweiter Klasse bei der provisorischen Landesregierung neu beginnen und hocharbeiten. Er leitete auch diese Stelle bei der Hilfsämterdirektion, wurde aber nie offiziell zu derem Direktor ernannt. Verbunden mit dieser Position war auch die Betreuung des Landesarchivs, das sich nach den Franzosen und Bayern in einem sehr schlechten Zustand befand. Es war eine Tätigkeit, die sein Interesse zunehmend erweckte und er sich einen Ruf als Archivar und Geschichtsforscher aufbaute. 1875 gelang es ihm nach langer Überzeugungsarbeit ein erster Schritt zu einer Organisation des Archivs. Im Jahr 1883 wurde er zum Korrespondenten der k.k. Zentralkommission ernannt, was aber nur einer ideellen Wertschätzung enztsprach, finanziell aber kein Zubrot brachte. 1896 erfolgte eine Reorganisation der Zentralkommission, die ihm die Position eines Archivdirektor brachte.

1901 wurde zum Regierungsrat ernannt und ohne seinem Zutun in Pension geschickt. Neben seiner Tätigkeit das Landesarchiv auf solide Beine zu stellen, benutzte er seine kurzen Urlaube um auch Gerichtsarchive, wie jene von St. Johann im Pongau, Taxenbach, Sankt Michael im Lungau und andere zu durchforsten. In seinem Nachruf wurden um seine Verdienste zu würdigen auch die Zahlen genannt, wie die Abschrift von 1.600 Urkunden oder die Zettelregesten mit 10.000 Nummern. Neben der archivarischen Tätigkeit, sind auch seine Publikationen, die nur teilweise veröffentlicht wurden, zu erwähnen.

1909 erlitt Pirckmayer einen Schlaganfall, von dem er sich nicht mehr erholte und am 14. Mai starb.

Publikationen (Auszug)

Quelle

Einzelnachweise

  1. Friedrich Pirckmayer im Salzburgwiki abgerufen am 13. November 2017