Hans Aufschring

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Hans Aufschring, genannt der Waldteufel († 24. Jänner 1371, Wien[1] ) ist eine Hauptfigur der Wiener Sage um den "Engelbrunnen auf der Wieden". Angeblich war er ein gefährlicher Räuber, der im Spätmittelalter im Wienerwald sein Unwesen getrieben haben soll, bis ihm der Sage nach eine Wiener Fassbindertochter das Handwerk legte.

Leben nach der Beschreibung in den Sagen

Im 14. Jahrhundert macht der gefürchtete Räuber Hans Aufring den Wienerwald unsicher, wobei er sich bevorzugt im Gatterhölzl herumtreibt. Aber auch im Gasthaus des "Teufelsmüllers", der sein Komplize ist, ist er oft anzutreffen. Dort stellt ihm Elsbeth, die Tochter eines Faßbinders aus der späteren Vorstadt Wieden eine Falle. Beide Männer werden gefangen genommen und nachdem sie unter der Folter viele Verbrechen gestanden haben, am 24. Jänner 1371 in der Stadt Wien am Hohen Markt hingerichtet. Elsbeth heiratet Sebastian Gundtl, den jungen Wirt des Wirtshauses "zum Wilden Mann" in der späteren Kärntnerstraße (Wien 942, Kärntnerstraße 17). Zur Erinnerung an ihre Heldentat wird später der Engelbrunnen auf der Wieden errichtet.[2]

Merkmale der Figur des "Waldteufels"

Nach der Beschreibung in der Sage ist "der Waldteufel" mit einer Reihe von Merkmalen beschrieben, die für gefährliche Räuber typisch sind. Er wird wegen seiner körperlichen Kräfte gefürchtet, und niemand kann ihn bei einem Kampf á la "Mann gegen Mann" überwinden. Seine Gegner durchbohrt er mit zwei Klafter langen Spießen und trägt sie dann noch wie "Feldhühner" eine Weile mit sich herum, ehe er sie mit dem höhnischen Ruf "Futter für die Raben!" von sich wirft. Bei seiner Hinrichtung ruft er der gaffenden Zuseherschaft zu: "Futter für die Raben!", und der Henker, der das Urteil vollstreckt, tut dies unter Zittern.[2] Seine Gefangennahme allerdings steht zu dieser Beschreibung im Widerspruch, können ihn Elsbeth und ihre Helfer doch recht leicht überwältigen.

Primärliteratur

  • Johann Szegö: In Wien ist der Teufel los. Die Wahrheit über Wiens sagenhafte Orte. Wien: Metroverlag 2015, ISBN 978-3-99300-236-7

Texte online

Sekundärliteratur

Einzelnachweise

  1. vgl. Johannes Sachslehner: Sagenhafter Wienerwald, 2007, S. 81
  2. 2,0 2,1 vgl. Johannes Sachslehner: Sagenhafter Wienerwald, 2007, S. 80f.