Haunold Schuchler der Ältere

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Haunold (I.) Schuchler, auch Haunold Schuchler der Ältere oder Haunold I. Schüchler(* vor 1335; † nach 1361) war Bürgermeister der Stadt Wien.

Herkunft und Familie

Die Familie Schuchler (auch Schüchler) bestand aus Kaufleuten, Laubenherren und Hausgenossen, teils lebte sie von Einkünften aus Haus- und Grundbesitz. Es handelte sich um eine Ratsbürgerfamilie, die in Wien von ca. 1300-1461 nachgewiesen ist und 1461/1467 ausstarb. Die Familie war ca. 1337- 1461/1467 im Besitz eines Hauses am Kienmarkt (heute: Konskriptionsnummer 454 (Wien 1), ungefähre Lage: Vorlaufstraße 2 / Marc-Aurel-Straße 5 und 6) und besaß außerdem umfangreiche Gütern (Häuser, Weingärten, Zinse) in der damaligen Stadt Wien und ihrer Umgebung. So gehörten ihnen zum Beispiel um 1358 der Neideckerhof). Verschiedene Angehörige der Familie bekleideten städtische Funktionen. Die Schuchler waren mit weiteren Ratsbürgerfamilien verschwägert, darunter die Familie Chrannest, die Familie Eslarn, die Familie auf der Säul, die Familie Vierdung und die Familie Würffel.[1]

Heinrich (II.) Schuchler (Lebensdaten unbekannt, belegt 1318-1341) war 1338 und 1340-1341 Münzmeister sowie 1340 Ratsherr in Wien.[2] Er hatte Söhne[1]:

  • Leopold Schuchler, 1349 Stadtrichter,
  • Hans (I.) Schuchler, 1356 Judenrichter,
  • Heinrich (III.) Schuchler (Lebensdaten unbekannt, belegt 1357-1393), Besitzer eines Meierhofs und Gartens im Werd[2] und
  • Haunold (I.) Schuchler.

Haunold (I.) Schuchler war dreimal verheiratet[3]:
∞ in 1. Ehe mit Christine (belegt 1338-1345)[4],
∞ in 2. Ehe mit Katrei (belegt 1345-1355) und
∞ in 3. Ehe mit Elsbet ((belegt 1358-1359), der Tochter von Jakob (II.) Poll.
Er war der Vater des Bürgermeisters Haunold (II.) Schuchler.
Mit seinem Urenkel Haunold (IV.) Schuchler (†1461 / 1467)) starb die Familie aus.[1]

Leben

Haunold (I.) Schuchler war 1342 Stadtrichter, 1345-1348 Judenrichter sowie 1357/58 und 1360/61 Bürgermeister der Stadt Wien. Am 17. Mai 1354 ist er als Bürgermeister oder "Vizebürgermeister" belegt.[3] Er besaß das Haus am Kienmarkt, einen Hof vor dem Kärntnertor und zahlreiche Weingärten vor den Mauern im Nordwesten von Wien (so zum Beispiel in Ottakring, Hernals, Dornbach und Sievering). Südlich von Wien gehörten ihm Weingärten in Enzersdorf, Mödling und Achau). Schuchler förderte 1360 den Erweiterungsbau der Salvatorkapelle.[3]

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 vgl. Felix Czeike (Hrsg.): Schuchler. In: Historisches Lexikon Wien. Band 5, Kremayr & Scheriau, Wien 1997, ISBN 3-218-00547-7, S. 155.
  2. 2,0 2,1 vgl. Felix Czeike (Hrsg.): Schuchler Heinrich (II.). In: Historisches Lexikon Wien. Band 5, Kremayr & Scheriau, Wien 1997, ISBN 3-218-00547-7, S. 155.digital
  3. 3,0 3,1 3,2 vgl. Felix Czeike (Hrsg.): Schuchler Haunold I.. In: Historisches Lexikon Wien. Band 5, Kremayr & Scheriau, Wien 1997, ISBN 3-218-00547-7, S. 155.
  4. Lt. ist sie 1335-1338 belegt, vgl. Schuchler Haunold der Ältere, Website Stadt Wien, Wiener Bürgermeister - Lebensdaten, eingesehen am 4. November 2017