Heinrich Pehm

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Heinrich Pehm (* 11. Juli 1835 in Maiersdorf; † 17. Mai 1915 in Himberg war Lehrer und Musiker, sowie Gründer der FF Hennersdorf.

Leben und Wirken

Heinrich Pehm, wurde am 11. Juli 1835 in Maiersdorf, einem Ort der Gemeinde Hohe Wand, als Sohn eines Oberlehrers geboren. Da der Vater bald starb, konnte er selbst die Ausbildung zum Lehrer nur unvollständig machen. Trotzdem unterrichtete er 1852 bereits in Muthmannsdorf. Die Ausbildung konnte er erst 1853 und 1854 in Wien abschließen. Da er sein Lehrbefähigungszeugnis jedoch erst 1965 erhielt, war er vorher als Unterlehrer in Fischau und Gumpoldskirchen tätig, wo er auch seine Frau Franziska Höbl kennenlernte und 1868 heiratete. Mit ihr hatte er zwei Töchter und einen Sohn.

In Gumpoldskirchen engagierte er sich stark für das Musikleben im Ort. So wurde im Jahr 1862 auf seine Initiative die Gumpoldskirchner Liedertafel, dem Vorgänger des heutigen Gumpoldskirchner Männerchors MACH4, gegründet.

Im Jahr 1868 wurde er Schulleiter der Schule in Leopoldsdorf und zeitgleich auch Regens chori an der Pfarrkirche Hennersdorf, ein Amt dass er bis ins Jahr 1891 innehatte.

In Hennersdorf begann er selbst, eine Ortschronik zu verfassen. In dieser ist vermerkt, dass er am 14. Juni 1871 zum Hennersdorfer Oberlehrer ernannt wurde. Die Schule wurde damals einklassig geführt, wo auch vermerkt wurde, dass er im Schuljahr 1874/75 200 Schüler in dieser einen Klasse allein unterrichten musste. Im Jahr 1876 hielt er auch zusätzliche Vorträge über das Metrische Maßsystem, das im Jahr davor international eingeführt wurde. Damit nicht genug, war er auch im Hennersdorfer Gemeinderat Ausschussmitglied.

Auf seine Initiative wurde im 1880 die Freiwillige Feuerwehr Hennersdorf gegründet, sowie deren Feuerwehrmusikkapelle[1]. Bezeugt wurde deren Existenz beipielsweise bei der Glockenweihe der Pfarrkirche oder den Feiern anlässlich der Vermählung des Kronprinzen Rudolf und Stephanie im Jahr 1881. Die Dauer der Existenz der Feuerwehrmusik ist nicht bekannt.

Im Jahr 1891 übernahm Pehm eine Oberlehrerstelle in Himberg, die er bis 1904 innehatte.

Am 17. Mai 1915 starb Pehm in Himberg an Herzlähmung.

Im Laufe seines Lebens erhielt Pehm zahlreiche Auszeichnungen der Gesangsverein, der Feuerwehr und auch im Schuldienst. Seine höchste Auszeichnung war sicherlich das Goldene Verdienstkreuz des Kaisers im Jahr 1905. Seine weitverzweigte Familie brachte drei Komponisten hervor, darunter sein Enkel Hans Toifl.[2]

Literatur

Einzelnachweise

  1. Christian Fastl: Heinrich Pehm. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 1, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2002, ISBN 3-7001-3043-0.
  2. Christian Fastl: Hans Toifl. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5; Druckausgabe: Band 5, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2006, ISBN 3-7001-3067-8.