Massenkarambolage auf der Südautobahn 1989

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Die Massenkarambolage auf der Südautobahn am 21. September 1989 war eine Massenkarambolage auf der Südautobahn A2 im Bereich der Bezirksgrenze zwischen Mödling und Baden mit ca. 100 beteiligten Fahrzeugen.

Lage

Das Unfallgebiet erstreckte sich auf die Fahrbahnen zwischen Traiskirchen und Wiener Neudorf in beiden Fahrtrichtungen. Es herrschte dichter Bodennebel. Eine erste Meldung traf von der Autobahngendarie Tribus vom Posten in Tribuswinkel um 8:39 Uhr bei der Bezirksalarmzentrale Mödling (Florian Mödling) ein. Gemeldet wurde der Brand mehrerer Fahrzeuge zwischen Traiskirchen und Wiener Neudorf und dass die Autobahn komplett blockiert sei und damit gesperrt sei. Angefordert wurden mehrere Feuerwehren da die Fahrzeuge der FF Traiskirchen im Stau festsitzen würden.

Einsatzablauf

Es wurden sofort von der BAZ Mödling , die Feuerwehren Wiener Neudorf, Mödling, Biedermannsdorf und Vösendorf. Als erstes fuhr ein Tanklöschfahrzeug von Wiener Neudorf um 8:42 als Geisterfahrer auf die Autobahn auf. Trotz der Sperre kamen noch immer einzelne Fahrzeuge aus dem vordersten Unfallbereich frei und kamen den Geisterfahrern entgegen, was aber glücklicherweise zu keinen Zwischenfällen führte. Auch ein zweites Tankfahrzeug folgte kurz danach. Das erste der beiden Fahrzeuge wurde aber durch einen LKW-Unfall auf der Gegenfahrbahn aufgehalten, da eine Person eingeklemmt war. Das zweite sollte zum Brand weiterfahren, wurde aber durch einen weiteren LKW-Unfall auf der Gegenfahrbahn gestoppt. Erst das vierte Fahrzeug kann zum tatsächlichen Brand eines LKW und zwei PKW, die mittlerweile in Vollbrand stehen, vordringen und brauchen ca. 20 Minuten zum Löschen dieser Fahrzeuge.

In der Zwischenzeit wird eine Erkundungsfahrt auf der südwärts führenden Fahrbahn durch den Einsatzleiter durchgeführt. Hier sind alle drei Fahrspuren und der Pannenstreifen voll verstaut. Zahlreiche Einzelunfälle aus drei bis vier Fahrzeugen blockieren die Fahrbahnen. Die wenigen Verletzten konnten bald abtransportiert oder verarztet werden. Der Großteil waren Sachschäden.

Ein ähnliches Bild bot sich auch in Fahrtrichtung Wien, wo noch weitere Fahrzeuge in Brand geraten sind. Diese wurden durch Feuerwehren aus dem Bezirk Baden gelöscht.

Ein Freiräumen der Straße bzw. einer Hilfeleistung bei Unfallfahrzeugen war jeweils nur nach Rücksprache mit der Gendarmerie, die voll eingesetzt war, möglich, um die Unfallaufnahmen nicht zu behindern. Verletzte wurden teilweise notdürftig von Feuerwehrmitgliedern versorgt, bis sich der Notartzt ihrer annehmen konnte. Weitere kleinere Schwierigkeiten am Rande ergaben sich beispielsweise durch das Durchlotsen eines Gefangenentransports oder Hilfeleistung an sowjetischen Botschaftsangehörigen, dern Fahrzeug ebenfalls durch den Unfall nicht mehr fahrtüchtig war.

Der Einsatz dauerte bei einigen Feuerwehren bis in die Nachmittagsstunden.

Quelle