Michael Geukramer

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Michael Geukramer (* im 14. Jahrhundert; † 1400[1]) war Bürgermeister der Stadt Wien.

Herkunft und Familie

Michael Geukramer, der Sohn von Berthold Geukramer (belegt zwischen 28. Februar 1329 und 15.August 1348), entstammte einer Handwerkerfamilie. Er war zweimal verheiratet.[1] :
∞ in 1. Ehe mit Kathrei († vor 10. April 1356);
∞ in 2. Ehe mit Christine (belegt 1377-1379), der Tochter von Leopold Polz (Poltz) (belegt zwischen 1342 und 1375), einem Bürgermeister der Stadt Wien aus dessen Ehe mit einer Elisabeth.

Seine Tochter Agnes (urkundlich belegt 1400-1423) heiratete Rudolf Angerfelder, einen anderen Wiener Bürgermeister.[2].

Leben

Michael Geukramer ist erstmals am 10. April 1356 urkundlich belegt. Er war 1386-1395 Bürgermeister der Stadt Wien. Seine Amtszeit, die mit der Zeit der Alleinherrschaft von Herzog Albrecht III. von Österreich ("Albrecht mit dem Zopfe'") nach der Schlacht bei Sempach zusammenfällt, war der Beginn einer neuen Ära für Wien. In dieser erhielten die Handwerker unter den Wiener Bürgern endgültig Zugang in die höchsten städtischen Ämtern, was mit dem Wiener Ratswahlprivileg von 1396 rechtlich festgelegt wurde. In seine Ära fallen außerdem der Bau der Karmeliterkirche Am Hof, die als letzte große Kirche für einen der Bettelorden errichtete wurde, sowie der Neubau des Langhauses der Kirche Maria am Gestade und der Ausbau der (alten) Universität.[1]

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 vgl. Felix Czeike (Hrsg.): Geukramer Michael. In: Historisches Lexikon Wien. Band 2, Kremayr & Scheriau, Wien 1993, ISBN 3-218-00544-2, S. 528.
  2. vgl. Rudolf Angerfelder, Stadt Wien, Wiener Bürgermeister - Lebensdaten, eingesehen am 3. November 2017