Paul Holzkäufl

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Paul Holzkäufl oder Paul Holzkäuffel (* im 14. Jahrhundert; † nach 27. April 1402[1]) war im 15. Jahrhundert Bürgermeister der Stadt Wien.

Herkunft und Familie

Über Paul Holzkäufls Herkunft ist nichts bekannt. Sein Wappen zeigt im schräggeteilten Schild einen schräglinks gestellten Halbmond mit den Spitzen nach oben.[1]

Paul Holzkäufl war viermal verheiratet, er überlebte alle seine Ehefrauen[1]:
∞ in 1. Ehe mit Kristein (Christine) (belegt zwischen 1370 und 1372, der Tochter von Ortolf mit der Gevatterin aus seiner Ehe mit einer Frau namens Engel,
∞ in 2. Ehe mit Margret (belegt 1377, der Tochter von Thomas Swaeml (belegt 1351-1392) aus dessen Ehe mit Kristein (Christine) (belegt 1351-1356),
∞ in 3. Ehe mit Kristein (Christine), (belegt zwischen 1382 und 1395), der Witwe von Berchtold Süß genannt Altenperger.
∞ in 4. Ehe mit Elspet, die in seinem Testament erwähnt wird.

Leben

Paul Holzkäufl wird erstmals am 6. April 1367 urkundlich genannt. Er übte zahlreiche öffentliche Funktionen aus, so war er 1368 Steuerherr und 1367, 1375, 1387/88 und 1397/98 Ratsherr der Stadt Wien sowie 1374 Bürgerspitalsmeister, 1376 Kämmerer, 1374-1376 und 1379-1381 Grundbuchsverweser und 1380 Judenrichter. 1376-1379, 1381-1386, 1396 und 1399-1400 war er außerdem der Bürgermeister der Stadt Wien. Seine Amtsperioden als Bürgermeisters erfuhren nur durch die Ära von Michael Geukramer eine einschneidende Unterbrechung. In seine Amtszeit fällt der Beschluss der Ratswahlordnung vom 24. Februar 1396.[1]

Paul Holzkäufl war sehr vermögend und verfügte über einen großen Haus- und Grundbesitz. So besaß er am Kienmarkt drei Häuser, weitere vier Häuser in anderen Teilen der Stadt Wien und vier weitere Häuser außerhalb der Stadt Wien sowie einen Hof zu Ebersdorf und einige Weingärten in Sievering, Nußdorf, am Nussberg, bei Guntramsdorf und vor dem Stubentor.[1]

In seinem Testament bestimmte er den Verkauf eines seiner Häuser zur Einrichtung einer Stiftung für Dürftige, denen jährlich ein Bad und ein Mahl gereicht werden sollte.[1]

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 vgl. Felix Czeike (Hrsg.): Holzkäuffel Paul. In: Historisches Lexikon Wien. Band 3, Kremayr & Scheriau, Wien 1994, ISBN 3-218-00545-0, S. 528.