Rudolfsquelle

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Tafel bei der Fassung im Wald bei Kirchschlag

Die Rudolfsquelle ist eine Quelle in Kirchschlag bei Linz nach dem Kronprinzen Rudolf benannt.

Quelle

Die Quelle befindet sich im Wald bei Kirchschlag. Sie führt mineralhaltiges Wasser und fließt ganzjährig mit annähernd gleicher Stärke.

Die Fassung der Quelle stammt aus dem Jahr 1860. Begeisterung für das Wasser zeigte schon Adalbert Stifter, der in der Nähe an einigen seiner Werke schrieb. Emmerich Hoke, ein aus Linz stammender Rechtsanwalt[1] beschreibt in seinen Erinnerungen an Kirchschlag um 1870 die Quelle:

„Diese in kristallklarer Frische sprudelnde, in poetischer Einsamkeit liegende Quelle!“

Emmerich Hoke

Auch die Oberösterreichischen Heimatblätter schreiben:

„Nur noch in Schweden sollen Wasser ähnlicher Art und von gleicher chemischer Reinheit vorkommen — mit einem unermesslich großen, heilsamen Einfluss!“

Bis in das Jahr 1900 wurde das Quellwasser auch von einem Landwirt aus Kirchschlag nach Linz ausgeliefert.

In den Jahren 1999 und 2000 wurde die Quelle neu gefasst und ein Denkmal an Pater Pio, der ebenfalls für unerklärliche Heilungen verehrt wird, errichtet und mit der Quelle neu eingeweiht.

Legende

Der Legende nach soll an dieser Stelle der heilige Wolfgang auf einem Stein gekniet und gebetet haben. Als der Stein mehrmals entfernt wurde, aber auf geheimnisvolle Weise immer wieder an diesen Punkt zurückkehrte, erkannte man die Heiligkeit des Platzes. der Stein gilt als Kopfwehstein, auf den man den schmerzenden Kopf legen kann und Heilung erhofft.

Nach einer anderen Legende soll der Heilige Rupert ebenfalls hier verweilt haben. Der Stein soll gleichfalls immer auf dem gleichen Platz verblieben sein. In der Nähe entstand aus einer Heilquelle ein Heilbad. Das alte Badhaus wurde in der Zwischenzeit in ein Wohnhaus umgebaut.

Einzelnachweise

  1. Kienzle Lily im Großen Sängerlexikon Band 4

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