Thomas Tiefenbacher

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Thomas Tiefenbacher (* 16. Februar 1892 in Maria Luggau; † 21. Juni 1970) war ein Kärntner Heimatforscher, Historiker, Volkskundler und Schriftsteller.

Leben

Thomas Tiefenbacher ist der Rotte Teiefenbach als ältestes Kind einer Bauernfamilie aufgewachsen. Im Ersten Weltkrieg diente er als Frontsoldat und geriet in russische Gefangenschaft, aus der er gegen Kriegsende flüchten konnte. Im Jahr 1928 übernahm er den Hof seiner Eltern. Er hatte selbst sieben Kinder von denen aber fünf im Kindesalter durch Krankheit oder Unfall sterben. Darüber starb auch seine Frau. Während des Zweiten Weltkrieges heiratete er nochmals. Aus dieser Ehe stammen vier Kinder.

Im Jahr 1943 wurde er vor die Entscheidung gestellt, entweder die Stelle als stellvertretenden Ortsgruppenleiters anzunehmen oder einzurücken. Er entschied sich zu Hause zu bleiben. Für diese Entscheidung wurde er nach dem Krieg von den Engländern, die als Besatzungsmacht in Kärnten waren neun Monate in einem Lager für ehemalige Nationalsozialisten interniert.[1]

Neben seinem Beruf als Landwirt war er auch Geschichts- und Heimatforscher, Erwachsenenbildner und Schriftsteller. Da ihm ein Studium nicht möglich war, bildete er sich nur autodidaktisch weiter, indem er Urkunden sammelte und zahlreiche Archive besuchte. Er publizierte in verschiedenen Kärntner und Osttiroler Medien. Von seiner Heimatgemeinde Mari Luggau verfasste er eine Gemeinde Chronik, sowie das Luggauer Wallfahrtsspiel Das Bildstöckl im Lesachtal.

Im Jahr 1952 wurde er in der damals selbständigen Gemeinde Maria Luggau Ehrenbürger.

Er starb im Jahr 1970.

Im zu Ehren trug die Volksschule Maria Luggau ab 1988 seinen Namen. Diese wurde allerdings im Jahr 2011 zugunsten eines Bildungszentrums in St. Lorenzen geschlossen.<refLesachtal: Bildungszentrum eröffnet auf ORF-Kärnten vom 2. Juni 2012 abgerufen am 8. Mai 2017</ref>

Literatur

  • Österreichischer Alpenverein: Alpingeschichte kurz und bündig: Das Lesachtal, 2011, S.32f (Online)

Einzelnachweise

  1. Thomas Tiefenbacher, Kriegsteilnehmer im Tagblatt vom 10. Juni 2014 abgerufen am 8. Mai 2017

Weblinks