Österreichische Eishockey-Meisterschaft 1931/32

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Eishockey in Österreich bis 1938
Österreichische Eishockey-Meisterschaft
1930/31   -   1931/32   -   1932/33
Spieltyp: Scheibe
Austragungsort: Wien und Niederösterreich
Dauer: 14.12.31 bis 21.02.1932
Veranstalter: Österreichischer Eishockeyverband, Wien
Teilnehmeranzahl: 25
Meister: Pötzleinsdorfer Sport Klub, Wien
Vizemeister: Wiener Eislauf Verein
Hinweise:
  • Für das Eishockey nach 1938 siehe den betreffenden Artikel Eishockey in der Wikipedia.
Hinweis: Eventuell können aufgrund unterschiedlicher Quellen für die Zeit bis 1938 die in diesem Projekt hier meistens sehr detailliert recherchierten Angaben von den oft deutlich allgemeineren Angaben in der Wikipedia etwas abweichen.
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Die Eishockey-Meisterschaft 1931/32 ist die zehnte Meisterschaft des OeEHV, in der mit der Scheibe gespielt wird.


Geschichte

  • Erstmalig wurde im OeEHV in der Saison 1922/23 die Österreichische Eishockey-Meisterschaft mit der Scheibe gespielt. Die Provinzvereine werden von Jahr zu Jahr stärker, spielen aber bei der Meisterschaft kaum eine Rolle. Die meisten Vereine können die Kosten für eine Beteiligung an den Spielen nicht aufbringen. Die Meisterschaftsabläufe werden laufend geändert. Der Verband hat erhebliche Probleme, mit den Vereinen klar zu kommen. Auch in dieser Saison spielen nur drei Vereine aus der Provinz mit um den Meistertitel.


Österreichische Eishockey-Meisterschaft 1931/32

Meisterschaft

Wurde zu Beginn jedes Jahr vom Verband die Einteilung der Meisterschaft geändert, blieb die Einteilung jetzt auch im dritten Jahr grundsätzlich bestehen. Die Gruppen A und B der 1. Klasse umfassen jeweils fünf Vereine. Auf Grund von Kritiken aus den Vereinen über den Endspiel-Modus wird eine Klasse Endspiele eingerichtet, in der die beiden ersten Mannschaften der beiden Gruppen der 1. Klasse um die österreichische Eishockey-Meisterschaft spielen. In der 2. Klasse haben die Gruppen A und B ebenfalls je fünf Vereine, in der Gruppe B also einen mehr. Die Reserveklasse spielt auch in zwei Gruppen mit je 4 Mannschaften.


Von einer Endspielgruppe hatte man sich spannende Spiele versprochen. Und dazu kam es auch. Die Spielergebnisse sind unter der Tabelle eingefügt. Das wichtigste Spiel war wohl das zwischen dem Wiener Eislauf Verein und dem Pötzleinsdorfer Sport Klub. Vor rund 5000 Zuschauern gewann der PSK 2:1. Selbst in den Durchgängen des Engelmann-Platzes in Wien standen Zuschauer. Erstmals seit Beginn der Scheibenmeisterschaft hieß ein Eishockey-Meister in Österreich nicht Wiener Eislauf Verein, sondern Pötzleinsdorfer Sport Klub, der sonst der ewige Zweite war.



Teilnehmer 1931/32

Verein
Cottage Eislauf Verein (CEV )
Eislauf Verein Stockerau (Stockerau)
Eishockeysektion Sportclub Hakoah (Hakoah)
Eishockeysektion Sportclub Hakoah II (Hakoah)
Eislaufverein St. Pölten (St. Pölten)
Hockeyclub Währing (HC Währing
Hockeyclub Währing II (HC Währing)
Mödlinger Eislauf Club (MEC)
Österreichischer Wintersport Club (ÖWSC)
Österreichischer Wintersport Club II (ÖWSC)
Pötzleinsdorfer Sport Klub (PSK )
Reichsbund Wien (Reichsbund)
Sportclub Bernhard Altmann (Altmann)
Sportclub Siemens (Siemens)
Training Eisclub (TEC)
Verein für Bewegungsspiele (VfB)
Verein für Bewegungsspiele II (VfB)
Wiener Allround Sport Club (Allround)
Wiener Allround Sport Club II (Allround)
Wiener Athletiksport Club (WAC)
Wiener Bewegungssport Club (WBC)
Wiener Bewegungssport Club II (WBC)
Wiener Eishockey Club (WEC)
Wiener Eishockey Club II (WEC)
Wiener Eislauf Verein I (WEV )


1. Klasse

Gruppe A

Eishockeyspiele

Datum Spielort Mannschaften Art Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
16. Dezember 1931 Wien, WEV-Platz HC Währing - CEV M 12:0(2.0,5-0,5-0) s.u.
23. Dezember 1931 Wien, WEV-Platz Hakoah - CEV M 2:1(2-0,0-0,0-1) s.u.
30. Dezember 1931 Wien, WEV-Platz HC Währing - VfB M 5:0(3-0,0-0,2-0) s.u.
08. Jänner 1932 Wien, WEV-Platz WEV - VfB M 11:0(2-0,5-0,4-0) s.u.
09. Jänner 1932 Wien, WEV-Platz WEV - CEV M 15:00(5-0,8-0,2-0) s.u.
11. Jänner 1932 Wien, WEV-Platz Hakoah - VfB M 2:2(1-1,0-0,1-1) s.u.
13. Jänner 1932 Wien, WEV-Platz Hakoah - HC Währing M 1:4(0-1,1-2,0-1) s.u.
13. Jänner 1932 Wien, WEV-Platz CEV - VfB M 3:2(1-0,1-1,1-1) s.u.
15. Jänner 1932 Wien, WEV-Platz Hakoah - WEV M 1:18(0-7,0-6,1-5) 200 s.u.
18. Jänner 1932 Wien, WEV-Platz WEV - HC Währing M 7:1(3-0,4-1,0-0) s.u.



Spiel 16. Dezember 1931 HC Währing - Cottage EV M-Spiel

  • Schiedsrichter: Ulrich Lederer (WEV)
  • Team HCW: u.a. Franz Csöngei, Anton Emhart, Oskar Nowak, Willibald Stanek, Cech, Lambert Neumayer,
  • Das Meisterschaftsspiel auf dem WEV-Platz zwischen dem HCW und dem CEV endete mit 12:0(2.0,5-0,5-0) Toren. Beim CEV fehlten der erkrankte Eisermann und Groebsch, der als Zuschauer anwesend war. Die Währinger zeigten ein fintenreiches Kombinationsspiel. Auch im letzten Drittel, als Schneefall einsetzte und die Scheibe schwer zu spielen war, konnte der HCW noch seine Tore erzielen. Der CEV konnte heute nicht mithalten. Die Tore für den HCW schossen Csöngei (3), Emhart (3), Neumayer (2), Nowak (2), Stanek und Cech.


Spiel 23. Dezember 1931 CEV - Hakoah M-Spiel

  • Schiedsrichter: Alfred Revy
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen dem CEV und Hakoah endete mit 1:2(0-2,0-0,1-0). Das Tor für den CEV schoss Eisermann. Für Hahoah traf zweimal Winter. Die besten Spieler Hakoahs waren Perger, Winter und Kettner.


  • Spiel 30. Dezember 1931 HC Währing - VfB M-Spiel
  • Schiedsrichter: Wollner
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen dem HCW und dem VfB endete 5:0(3-0,0-0,2-0) Die Tore für die Währinger schossen Willibald Stanek, Otto Emhart, Oskar Nowak, Franz Csöngei und Lambert Neumayer. Die Währinger waren, wie das Resultat schon zeigt, sehr überlegen.


Spiel 08. Jänner 1932 WEV - VfB M-Spiel

  • Schiedsrichter: Ing. Langfelder
  • Das Meisterschafsspiel zwischen dem WEV und dem VfB ging 11:0(2-0,5-0,4-0) aus. Die Mannschaft des VfB spielte fast ausschließlich in der Verteidigung ihres Tores. Die Torschützen für den WEV waren Walter Sell (5), Karl Kirchberger (3), Friedrich Demmer (2) und Jaques Dietrichstein.


Spiel 09. Jänner 1932 WEV - CEV M-Spiel

  • Schiedsrichter: Willy Moser
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen dem WEV und dem CEV endete mit 15:00(5-0,8-0,2-0) Toren. Der CEV trat nur mit 5 Spielern an. Bei der größe des CEV ist dieses unverständlich. Aber selbst wenn die komplette Mannschaft angetreten wäre, so hätte dieses am Ergebnis nicht viel verändert. Im Laufe des Spiels schied Jaques Dietrichstein aus dem Spiel aus und beide Mannschaften hatten dann 5 Aktive auf dem Eis. Am Toreschießen beteiligte sich die gesamte Mannschaft und selbst Tormann Weiss entfernte sich zeitweise vom Tor.
Nachtrag 13. Jänner 1932: Der CEV war gezwungen, mit 5 Spielern anzutreten
Zu der Kritik zu dem Antreten mit nur fünf Spielern nahm der CEV jetzt Stellung. Fünf Spieler waren erkrankt und man bat den WEV, dass Spiel zu verlegen. Hiermit war der WEV aber nicht einverstanden. Auch der Verband erklärte sich nicht bereit, einer Verschiebung des Spieles zuzustimmen. Bei einem Nichtantritt des CEV bei dem Spiel gegen den WEV hätte der Verein somit zusätzlich noch eine Strafe vom Verband erhalten. Er musste daher mit fünf Spielern antreten. Die fünf Erkrankten sind zwischenzeitlich wieder genesen und bis auf Freund, der verreist ist, wird die Mannschaft zum nächsten Spiel wieder komplett antreten.


Spiel 11. Jänner 1932 Hakoah - VfB M-Spiel

  • Schiedsrichter: Ing. Langfelder
  • Das Meisterschafsspiel zwischen Hakoah und dem VfB endete mit 2:2(1-1,0-0,1-1) Toren unentschieden. Im ersten Drittel konnte Fluß das Führungstor für Hakoah einschießen. Walter gelang dann der Ausgleichstreffer für den VfB. Im zweiten Drittel zeigten beide Mannschaften gleichgute Leistungen und es fiel kein Tor. Im letzten Drittel konnte Wildam in den letzten Minuten den Führungstreffer für den VfB erzielen. Die Hakoah-Anhänger unter den Zuschauern sahen diesen Treffer teilweise als irregulär an und sie demonstrieten. Es kam teilweise auch zu Handgreiflichkeiten zwischen den Fans beider Vereine. Die Ordner auf dem WEV-Platz mussten einschreiten und für Ruhe sorgen. Durch Perger stellte Hakoah dann noch den Ausgleich zum 2:2 her. Schiedsrichter Ing. Langfelder war bei de Leitung des Spieles etwas zu nachsichtig.


Spiel 13. Jänner 1932 HC Währing - Hahkoah M-Spiel

  • Schiedsrichter: Ulrich Lederer
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen dem HCW und Hakoah gewann der HCW mit 4:1(1-0,2-1,1-0) Toren. Beim HCW fehlte der kranke Spieler Franz Csöngei. Bei Hakoah fehlte der Tormann Max, der durch Glanz, früher Sportclub Fair, ersetzt wurde. Die Treffer für Währing erzielten Oskar Nowak (2), Cech und Willibald Stanek. Den Treffer für Hakoah konnte Fluß erzielen. Hakoahs beste Spieler waren Winter, Fluß und Wittmann, beim HCW Lambert Neumayer und Oskar Nowak. Der HCW hat sich mit diesem Sieg erst einmal in der Tabelle vor den WEV gesetzt.



Spiel 13. Jänner 1932 CEV - VfB M-Spiel

  • Schiedsrichter: Aigner
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen dem CEV und dem VfB gewann überraschenderweise der CEV mit 3:2(1-0,1-1,1-1) Toren. Im ersten Drittel konnte Caucig für Cottage den Führungstreffer erzielen. Im zweiten Drittel gelang Wildam der Ausgleich für den VfB. Pelzmann schoss dann den erneuten Führungstreffer. Im letzten Drittel konnte Wildam erneut ausgleichen. Man rechnete schon mit einem Unentschieden, als Eisermann das Siegestor zum 3:2 machte. Bester Spieler auf dem Platz war der Tormann von Cottage Kramer.


Spiel 15. Jänner 1932 WEV - Hakoah M-Spiel

  • Schiedsrichter: Loria
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen dem WEV und Hakoah endete vor 200 Besuchern mit 18:1(7-0,6-0,5-1) Toren. Für den WEV trafen Friedrich Demmer (5), Josef Göbl (4), Reinl (4), Karl Kirchberger (2), Walter Sell, Jaques Dietrichstein und Karl Rammer. Das Tor für Hahoah erzielt Fluß unter der Mithilfe von Weiss, der die Scheibe vom Schlittschuh ins Tor abspringen ließ.


Spiel 18. Jänner 1932 WEV - HC Währing M-Spiel

  • Schiedsrichter: Hans Aigner
  • Im Meisterschaftsspiel zwischen WEV und HCW war das Ergebnis 7:1(3-0,4-0,0-1). Einige Hundert Zuschauer waren gekommen, die überwiegend Währinger Fans waren. Leider versagte der Tormann Springinsfeld bei den Währingern. Dieser so talentierte Eishockeyspieler versagte völlig aus Respekt vor dem Gegner. Ausgerechnet in diesem so wichtigen Meisterschaftspiel passierte dieses. Da man dieses bei den WEV-Stürmern erkannt hatte, wurde aus allen Lagen geschossen und ja auch getroffen. Von Trauttenberg und Reinl kamen so auch von der Mitte des Platzes zum Erfolg. Demmer und von Trauttenberg waren die besten Akteure auf Seiten des WEV. Karl Kirchberger spielte heute eher blass. Er zankte mit den gegnerischen Spielern und revanchierte sich für kleine Fouls so ungeschickt, dass der Schiedsrichter dieses voll mitbekam. Im zweiten Drittel bekam er für zwei Minuten einen Ausschluss und im letzten Drittel gar für fünf Minuten. Einem internationalen Spieler sollte soetwas nicht passieren, insbesondere, das der WEV schon mit sieben Toren zu diesem Zeitpunkt führte. Csöngei von den Währingern war auf Grund seiner gerade abgeklungenen Erkältung noch nicht voll dabei.
Im ersten Drittel erzielten Karl Kirchberger, Hans von Trautenberg und Walter Sell die Tore. Emhart hatte für Währing eine große Chance, konnt sie aber nicht umsetzen. Da das Eis durch den Bodennebel nicht trochnete, ließ man die Fläche mit einem Traktor befahren und mittels eines Hobels das Eis wieder spiegelglatt machen. Hierdurch fiel die Pause mit 20 Minuten etwas länger aus. Auch im zweiten Drittel traf der WEV viermal ins Währinger Tor. Die Schützen waren in der Reihenfolge Friedrich Demmer, Reinl, Reinl und Hans von Trauttenberg. Das letzte Drittel brachte dann die Überraschung des Spiels. Die Währinger wurden stärker und konnten sogar einen Ehrentreffer erzielen. Eine Kombination Csöngei-Nowak kam vor das Wiener Tor und Oskar Nowak versenkte die Scheibe. Danach kam der bereits erwähnte Ausschluss von Karl Kirchberger nach einem Foul von ihm. Dieses gab eine gewisse Aufregung bei den Beteiligten.


Tabelle

Platz Mannschaft Spiele gew. unent. verl. Tore G-Tore Punkte Bemerkungen
1 Wiener Eislauf Verein 4 4 0 0 51 2 8 Qualifikation Endrunde
2 Hockeyclub Währing 4 3 0 1 22 8 6 Qualifikation Endrunde
3 Eishockeysektion Sportclub Hakoah 4 1 1 2 6 25 3
4 Cottage Eislauf Verein 4 1 0 3 4 31 2
5 Verein für Bewegungsspiele 4 0 1 3 4 21 1 Abstieg 2. Klasse




Gruppe B

Eishockeyspiele

Datum Spielort Mannschaften Art Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
14. Dezember 1931 Wien, WEV-Platz ÖWSC - Allround M 7:1(0-1,4-0,3-0) s.u.
18. Dezember 1931 Wien, Engelmann-Platz PSK - ÖWSC M 7:1(0-0,4-1,3-0) s.u.
18. Dezember 1931 Mödling WAC - MEC M 1:0 s.u.
23. Dezember 1931 Wien, Engelmann-Platz PSK - Allround M 16:00(3-0,8-0,5-0) s.u.
30. Dezember 1931 Mödling, Kunsteisbahn MEC - Allround M 7:0 500
11. Jänner 1932 Mödling, Kunsteisbahn MEC - ÖWSC M 1:0(0-0,0-0,1-0) s.u.
13. Jänner 1932 Wien, Engelmann-Platz PSK - WAC M 5:0(2-0,1-0,2-0) 1000 s.u.
16. Jänner 1932 Mödling, Kunsteisbahn PSK - MEC M 5:3(2-0,2-2,1-1) 800 s.u.
17. Jänner 1932 Semmering WAC - ÖWSC M 1:0( ) s.u.
18. Jänner 1932 Wien, WAC - Allround M 7:0(1-0,2-0,4-0) s.u.


  • Spiel 14. Dezember 1931 ÖWSC - Allround M-Spiel
Schiedsrichter: Willy Moser
Das Meisterschaftsspiel auf dem WEV-Platz zwischen derm ÖWSC und Allround endet mit 7:1(0-1,4-0,3-0) Toren. Die Tore für den ÖWSC schossen Bidla (4), Ditfurth (2) und Eisenstein. Im ersten Drittel spielte Allround gut und konnte dort auch seinen Treffer erzielen. Danach war der ÖWSC überlegen im Spiel.


Spiel 18. Dezember 1931 PSK - ÖWSC M-Spiel

  • Schiedsrichter: Aigner
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen dem PSK und dem ÖWSC endete 7:1(0-0,4-1,3-0). Der Erlös des Spieles geht an die Armen von Wien zusammen mit dem Schaulaufen vor diesem Spiel auf der Kunsteisbahn Engelmann. Hans Tatzer spielt zum ersten Mal wieder nach seinem Niederschlag durch Hromatka beim Spiel in Wien gegen den LTC Prag. Die Tore für den PSK schossen Hans Ertl (3), Ernst Schmucker (2), Hans Tatzer und Albert Trappl. Das Tor für den ÖWSC erzielte Kegler. Beim PSK gefielen Hans Ertl und der wiedergesende Hans Tatzer. Beim ÖWSC waren es Rehammer und Ing. Zadrazil.


Spiel 18. Dezember 1931 WAC - MEC M-Spiel

  • Schiedsrichter:
  • Team MEC: Tor: Matzenauer, Verteidiger: Havel, Gutschereiter, Sturm: Gröger, Losert, Winkler, Ersatz: Kerb, Pummer, Perl, Steffinger,
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen WAC und MEC endete 1:0.


Spiel 23. Dezember 1931 PSK - Allround M-Spiel

  • Schiedsrichter:
  • Im Meisterschaftsspiel auf dem Engelmannplatz in Wien siegte der PSK gegen Allround mit 16:00(3-0,8-0,5-0) Toren. Die Tore für den PSK schossen Hans Ertl (4), Hans Tatzer (4), Ernst Schmucker (2), Franz Henhapel (2), Schüssler (2), Konrad Glatz und Hans Schneider.


Spiel 30. Dezember 1931 MEC - Allround M-Spiel

  • Schiedsrichter: Aigner,
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen MEC und Allround endete 7:0(2-0,2-0,3-0). 500 Zuschauer waren gekommen, um die Mannschaften anzufeuern.

Spiel 13. Jänner 1932 PSK - WAC M-Spiel

  • Schiedsrichter: Wollner
  • Das Meisterschaftsspiel des PSK gegen den WAC auf dem Engelmann-Platz endete mit 5:0(2-0,1-0,2-0) Toren für den PSK. 1000 Besuche waren gekommen, um dieses entscheidende Spiel in de Gruppe B der 1. Klasse der österreichischen Eishockey-Meisterschft 1931/32 zu sehen. Der WAC hatte sich auf ein Defensivspiel eingestellt. Die Pötzleinsdorfer zeigten sich zu jeder Zeit überlegen. Wegen einer Verletzung musste Hans Ertl im letzten Drittel ausscheiden. Vorher war er der überragende Spieler auf dem Eis. Hans Ertl schoss zwei und Ernst Schmucker drei Tore. Als der WAC begann härter zu spielen musste Dr. Schenner zweimal für fünf Minuten auf die Bank. Wondra im Tor des WAC spielte gut, war auf seinem neuen Posten aber etwas zu waghalsig.


Spiel 11. Jänner 1932 MEC - ÖWSC M-Spiel

  • Schiedsrichter: Wollner
  • Das Meisterschaftsspiel auf der Kunsteisbahn in Mödling zwischen MEC und ÖWSC endete 1:0(0-0,0-0,1-0). Der ÖWSC trat mit zwei Ersatzleuten an, da Ditfurth und Bidla fehlten. im ersten Drittel war der Wintersportclub noch stärker im Angriff, aber schwach in den Torschüssen, zu sehen. Die Mödlinge waren zaghaft. Im zweiten Drittel änderte sich das Bild. Der MEC griff stärker an und waren immer öfter vor dem Tor des Wintersportclubs zu sehen. Ingenieur Zadrazil konnte aber alle Schüsse abwehren. Dann konnte Winkler (MEC) ein Tor einschießen. Es wurde aber nicht anerkannt, da vorher abgepfiffen worden war. Im letzten Drittel wurde fast ausschließlich auf das Tor der Wiener gespielt. Erst in den letzten Minuten gelang es dem Mittelstürmer des MEC das Siegestor einzuschießen.
Unangenehm fielen die Zuschauer in Mödling auf. Mehrere hundert Zuschauer veranstalteten Schreikonzerte und griffen verbal auch den Schiedsrichter Wollner an, der jedoch eine einwandfreie Leistung bei Leiten des Spieles zeigte. Zeitweilig waren Unterbrechungen des Spieles notwendig, damit sich die Zuschauer wieder beruhigen konnten. Es bleibt zu hoffen, dass dieses Verhalten der Zuschauer nicht bei weiteren Spielen auftritt.


Spiel 16. Jänner 1932 PSK - Mödling M-Spiel

  • Schiedsrichter:
  • Das Meisterschaftsspiel fand auf der Kunsteisbahn in Mödling zwischen dem PSK und dem MEC statt. Vor 800 Zuschauern siegte der PSK mit 5:3(2-0,1-1,2-2) Toren. Die Mödlinger wehrten sich heftig und der PSK musste sich schon anstrengen, um die Punkte nach Hause zu bringen. Die Torschützen für den PSK waren Hans Tatzer (2), Hans Ertl, Kurt Stuchly und Ernst Schmucker. Für Mödling schoss Kerb alle drei Tore.


Spiel 17. Jänner 1932 WAC - ÖWSC M-Spiel

  • Schiedsrichter:
  • Auf dem Semmering fand das Meisterschaftsspiel des WAC gegen den ÖWSC statt, welches der WAC mit 1:0( ) gewann. Das Tor für den WAC schoss Winter. Beim Praterklub zeigte der Torhüter Lichtschein ein gutes Spiel, der für den erkrankten Kahane eingesprungen war. Auch Winter un Dr. Roedl müssen hier genannt werden. Beim ÖWSC zeigte Bidla eine gute Leistung.


Spiel 18. Jänner 1932 WAC - Allround M-Spiel

  • Schiedrichter: Loria
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen WAC und Allround endet mit 7:0(1-0,2-0,4-0) Toren. Lichtenstein war für den verletzten Kahane im Tor beim WAC. Die Treffer erzielten Roman Winter (5), Wondra und Moizischek.


Tabelle

Platz Mannschaft Spiele gew. unent. verl. Tore G-Tore Punkte Bemerkungen
1 Pötzleinsdorfer Sport Klub 4 4 0 0 33 4 8 Qualifikation Endrunde
2 Wiener Athletiksport Club 4 3 0 1 9 5 6 Qualifikation Endrunde
3 Mödlinger Eislauf Club 4 2 0 2 11 6 4
4 Österreichischer Wintersport Club 4 1 0 3 8 10 2
5 Wiener Allround Sport Club 4 0 0 4 1 37 0 Abstieg 2. Klasse


Entscheidungsspiel Sieger Gruppe A gegen Sieger Gruppe B

Eishockeyspiele

Datum Spielort Vereine Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
25. Jänner 1932 Wien, WEV-Platz WEV - WAC 4:0 (2:0,0:0,2:0) s.u.
27. Jänner 1932 Wien, WEV-Platz HC Währing - WAC 3:2 (1:1,1:0,1:1) s.u.
29. Jänner 1932 Wien, Engelmann-Platz PSK - WEV 2:1(1:0,1:0,0:1) 5000 s.u.
03. Februar 1932 Wien, WEV-Platz WEV - HC Währing 2:0 (1:0,1:0,0:0) 300 s.u.
05. Februar 1932 Wien, Engelmann-Platz PSK - WAC 6:0 (4:0,2:0,0:0) s.u.
10. Februar 1932 Wien, Engelmann-Platz PSK - HC Währing 4:1 (2:0,1:0,1:1) 500 s.u.

Spiel 25. Jänner 1932 WEV - WAC M-Spiel *Schiedsrichter: Willy Moser

  • Karl Kirchberger und Walter Sell waren nicht im WEV-Team vertreten. Dieses machte sich im Auftreten des WEV bemerkbar. Das Meisterschaftsspiel zwischen dem WEV und dem WAC endet mit 4:0(2-0,0-0,2-0) Toren. Im ersten Drittel erzielte der WEV durch Karl Rammer und Josef Göbl die Treffer. Im zweiten Drittel war die Verteidigung des WAC besonders stark und so fiel kein Treffer. Im letzten Drittel waren die Torschützen Josef Göbl und Friedrich Demmer. Auf WEV-Seite waren Josef Göbl und Rammer die besten Spieler, beim WAC waren dieses Winter und Dr. Roedl. Der WAC spielte gut, war aber im Abschluss zu schwach.


Spiel 27. Jänner 1932 HC Währing - WAC M-Spiel

  • Schiedsrichter: Aigner
  • Das Meisterschaftspiel zwischen HC Währing und WAC endete 3:2 (1:1,1:0,1:1). Es spielten zwei völlig gleichwertige Mannschaften um die Endrunde in der diesjährigen Meisterschaft. Der WAC hatte heute wenig Glück. Winter wurde nach dem ersten Tor am Auge verletzt und musste in der Unfallstation behandelt werden. Erst kurz vor Spielende konnte er wieder in das Match eingreifen. Wondra erlitt einen Schlittschuhbruch, was sehr selten vorkommt. Der beste Spieler bei Währing war Csöngei, der auch zwei der Treffer erzielte. Emhart spielte heute nicht so egoistisch und konnte ebenfalls ein Tor einschießen. Die Torschützen des WAC waren Wondra und Winter.


Spiel 29. Jänner 1932 PSK - WEV M-Spiel

  • Schiedsrichter:
  • Team PSK: Tor: Karl Oerdögh, Verteidiger: Kurt Stuchly, Johann Gartner, 1. Sturm: Hans Tatzer, Hans Ertl, Ernst Schmucker, 2. Sturm: Hans Schneider, Konrad Glatz, Franz Henhapel,
  • Team WEV: Tor: Weiss, Verteidiger: Jaques Dietrichstein, Hans von Trauttenberg, 1. Sturm: Walter Sell, Friedrich Demmer, Karl Kirchberger, 2. Sturm: Josef Göbl, Karl Rammer, Reinl,
  • Waler Sell und Friedrich Demmer waren erkrankt, sind jetzt aber wieder voll einsatzfähig. Das Meisterschaftsspiel zwischen dem PSK und dem WEV endete vor 5.000 Zuschauern mit 2:1(1:0,1:0,0:1) Toren. Von Beginn an drängte der PSK nach vorne. Man versuchte es mit Weitschüssen. Zeitweilig spielte der WEV mit drei Verteidigern. In der 13. Minute unternahm Ertl einen Vorstoß und schoss aus größerer Entfernung auf das Tor. Die Scheibe wurde von Weiss seinem Schläger abgelenkt und glitt ins Tor. Der Führungstreffer der Pötzleinsdorfer war erzielt. Im zweiten Drittel spielte der WEV stärker. Dann aber drängte der PSK wieder stärker aufs Tor des WEV. Hans Tatzer überspielte die Verteidigung, Weiss musste ihm daher entgegenlaufen und wehrte die Scheibe, aber leider ungenügend ab. Diese holte sich Ernst Schmucker und schoss zum zweiten Tor für den PSK ein. Im letzten Drittel ging der PSK zurück in die Verteidigung. Hierdurch war es dem WEV möglich, verstärkt anzugreifen. Das Spiel wurde härter. Kirchberger und Ertl mussten jeweils zweimal auf die Strafbank. In der 6. Minute konnte Hans von Trauttenberg Csöngei im Tor des PSK überspielen und einschießen. Es kam zum obligatorischen Seitenwechsel im letzten Drittel. In der Restzeit fiel aber kein Treffer mehr. Das Publikum war begeistert. Es war die erste Niederlage des WEV in dieser Meisterschaft.


Spiel 03. Februar 1932 WEV - HC Währing M-Spiel

  • Schiedsrichter: Wollner
  • Der WEV spielt gegen den HCW in der Meisterschaft bei 300 Zuschauern mit 2:0(1-0,1-0,0-0) Toren. Der Tormann Springinsfeld beim HCW leistete eine gute Arbeit. Csöngei war der beste Feldspieler. Im ersten Drittel konnte Walter Sell den Führungstreffer erzielen. Im zweiten Drittel erhöhte Friedrich Demmer auf 2:0. Im letzten Drittel sah der WEV schon arg abgekämpft aus. Es gab keinen Treffer mehr.



Spiel 05. Februar 1932 PSK - WAC M-Spiel

  • Schiedsrichter: Aigner
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen dem PSK und dem WAC endete mit 6:0(4:0,2:0,0:0) Toren. Im ersten Drittel schossen die Tore Ernst Schmucker, Hans Tatzer, Hans Ertl und wieder Hans Ertl. Im zweiten Drittel waren Hans Ertl und Ernst Schmucker erfolgreich. Im letzten Drittel schaffte es der WAC, das kein Tor mehr bei ihm eingeschossen wurde.


Spiel 10. Februar 1932 PSK - HC Währing M-Spiel

  • Schiedsrichter: Aigner
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen dem PSK und dem HCW fand auf dem Engelmann-Platz in Wien statt. Der PSK gewann das spiel vor 500 Zuschauern mit 4:1(2:0,1:0,1:1) Toren. Im ersten Drittel konnte Ernst Schmucker den Führungstreffer erzielen. Danach schaffte Hans Ertl das zweite Tor für den PSK. Im zweiten Drittel erhielten Spieler beider Mannschaften Auszeiten. Hans Ertl schoss den dritten Treffer für den PSK ein. Im letzten Drittel wurde das Match erheblich härter. Es gab wieder Ausschlüsse für beide Mannschaften. Der Torwart des PSK Oerdögh verursachte ein Eigentor und verhalf Währing damit zu ihrem einzigen Treffer. Ernst Schmucker stellte dann den Endstand von 4:1 für die Pötzleinsdorfer her. Mit diesem Sieg hat Pötzleinsdorf die Meiterschaft gewonnen.
Selten gab es ein Eishockeyspiel, bei denen soviele Ausschlüsse zu verzeichnen waren. Beim PSK wuden Stuchly und Ertl, bei Währing Stanek, Neumayer und Vojta ausgeschlossen und das sogar häufiger. Immer war der Grund ein böse aussehendes Foul. Man hatte eigentlich erwartet, dass das Spiel freundschaftlicher verläuft. Oerdögh, der Torwart vom PSK spielt bei Währing im Landhockey und beides sind Vereine, die über Hernals zu Hause sind. Die 500 Zuschauer bei einem Spiel zeigen, dass die Pötzleinsdorfer über einge große Anhängerschaft verfügen. Bei besserem Wetter wären sicherlich doppelt so viele gekommen. Die besten Spieler beim PSK waren Hans Tatzer und Hans Ertl, bei den Währingern war es der Torwart Springinsfeld und Franz Csöngei. Pötzleinsdorf hat gleichzeitig mit seinem 10jährigen Vereinsjubiläum den Meistertitel geholt. Ein besseres Geschenk konnte sich der Verein nicht machen.



Tabelle

Platz Mannschaft Spiele gew. unent. verl. Tore G-Tore Punkte Bemerkungen
1 Pötzleinsdorfer Sport Klub 3 3 0 0 12 2 6 Österreichischer Eishockey-Meister 1931/32
2 Wiener Eislauf Verein 3 2 0 1 7 2 4
3 Hockeyclub Währing 3 1 0 2 4 8 2
4 Wiener Athletiksport Club 3 0 0 3 2 13 0




2. Klasse

Gruppe A

Eishockeyspiele

Datum Spielort Mannschaften Art Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
14. Dezember 1931 Wien, WEV-Platz WEC - Rbd Wien M 3:2(1-1,0-1,2-0) s.u.
28. Dezember 1931 Wien, WEV-Platz WEC - Siemens M 4:1( ) s.u.
25. Jänner 1932 Wien, WEV-Platz Siemens - Rbd Wien M 7:1(3-1,1-0,3-0) s.u.
28. Jänner 1932 St. Pölten EV St. Pölten - Rbd Wien M 6:0 s.u.
14. Februar 1932 St. Pölten EV St. Pölten - WEC M 0:1 s.u.
21. Februar 1932 St. Pölten EV St. Pölten - Siemens M 1:1 s.u.


Spiel 14. Dezember 1931 WEC - Rbd Wien

  • Schiedsrichter: Langfelder
  • Der WEV spielte gegen den Reichsbund Wien in der Meisterschaft mit 3:2(1-1,0-1,2-0) Toren. Die Torschützen für den WEV waren Kailich (2) und Schneider. Da der Reichsbund scharf spielte gab es einige Ausschlüsse.

Spiel 28. Dezember 1931 WEC - Siemens M-Spiel

  • Schiedsrichter: Wollinger
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen dem WEC und der Firmenmannschaft Siemens endete 4:1( ). Die Tore für den WEV schossen Kohn (2) und Katlich (2). Benesch im Tor des WEC zeichnete sich besonders aus.

Spiel 25. Jänner 1932 Siemens - Reichsbund Wien M-Spiel

  • Schiedsrichter: Laurer
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen Siemens und Reichsbund Wien endete mit 7:1(3-1,1-0,3-0) Toren. Der Reichsbund verlor beim Stand von 1:5 seinen Tormann durch eine Kieferverletzung. Ein Feldspieler musste seinen Platz einnehmen. Die Torschützen von Siemens waren Schmitt (4), Pruscha (2) und Hunjacek.

Spiel 28. Jänner 1932 EV St. Pölten - Rbd Wien M-Spiel

  • Schiedrichter:
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen St. Pölten und Reichsbund Wien wurde vom Moba mit 6:0 und 2 Punkten strafbeglaubigt. Das zuerst angesetzte Spiel beider Mannschaften am 17. Jänner 1932 wurde vom Moba bereits mit der Neuaustragung beglaubigt.


Spiel 14. Februar 1932 EV St. Pölten - WEC M-Spiel

  • Schiedsrichter:
  • Das Meisterschafsspiel zwischen St. Pölten und WEV endete 0:1. Das zuerst angesetzte Spiel am 31. Jänner 1932 wurde vom Moba mit Neuaustragung beglaubigt.


Spiel 21. Februar 1932 EV St. Pölten - Siemens M-Spiel

  • Schiedsrichter:
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen St. Pölten und Siemens endete 1:1. Das für den 3. Jänner 1932 zuerst angesetzte Spiel war vom MOBA mit Neuanstragung beglaubigt worden.




Tabelle

Platz Mannschaft Spiele gew. unent. verl. Tore G-Tore Punkte Bemerkungen
1 Wiener Eishockey Club 3 3 0 0 8 3 6 Aufstieg in 1. Klasse
2 Eislaufverein St. Pölten 3 1 1 1 7 1 3
3 Sportclub Siemens 3 1 1 1 9 6 3
4 Reichsbund Wien 3 0 0 3 3 16 0




Gruppe B

Eishockeyspiele

Datum Spielort Mannschaften Art Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
23. Dezember 1931 Wien, WEV-Platz WBC - Altmann M 9:1(3-0,4-0,2-1) s.u.
30. Dezember 1931 Wien, WBC - TEC M 1:0(0-0,0-0,1-0) s.u.
01. Jänner 1932 Stockerau TEC - Stockerau M 3:2(1-1,2-1,0-0) s.u.
17. Jänner 1932 Stockerau Stockerau - Altmann M 4:0(1-0,2-0,1-0) s.u.
20. Jänner 1932 Wien, WEV-Platz TEC - Altmann M 4:0
13. Februar 1932 Stockerau WBC - Stockerau M 2:2

Spiel 23. Dezember 1931 WBC - Altmann M-Spiel

  • Schiedsrichter: Wollner,
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen dem WBC und der Firmenmannschaft Altmann endete mit 9:1(3-0,4-0,2-1) Toren auf dem WEV-Platz in Wien. Die Tore für den WBC schossen Huschka (5), Hanka (2) und Sommer (2). Den Treffer für Altmann verwandelte Bettelheim.


Spiel 30. Dezember 1931 WBC - TEC M-Spiel

  • Schiedsrichter: Willy Moser
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen dem WBC und dem TEC endete 1:0(0-0,0-0,1-0). Zwei Drittel waren torlos. Im letzten Drittel fiel in der letzten Minute der Treffer für den WBC. Der Torschütze war Neumayer, der berühmte Fußballspieler von Siemens, der für den WBC im Eishockey spielt.


Spiel 01. Jänner 1932 Stockerau - TEC M-Spiel

  • Schiedsrichter: Willy Moser
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen Stockerau und dem TEC endete 2:3(1-1,1-2,0-0). Die Torschützen des TEC waren Metelka (2) und Stelzer. Für Stockerau waren Lederer und Nickel erfolgreich.


Spiel 17. Jänner 1932 Stockerau - Altmann M-Spiel

  • Schiedsrichter: Willy Moser
  • Das Meisterschaftsspiel vor 300 Zuschauern zwischen Stockerau und Altmann in Stockerau endete mit 4:0(1-0,2-0,1-0) Toren. Für Stockerau waren die Torschützen Lederer (2), Nickl und Brenninger. Man hatte gutes Eis. Die Stockerauer waren jederzeit Herr des Spiels.
Zum 3. Jänner 1932 und zum 10. Jänner 1932 war das Spiel schon angesetzt gewesen und jeweils vom MOBA mit Neuaustragung beglaubigt worden.


Tabelle

Platz Mannschaft Spiele gew. unent. verl. Tore G-Tore Punkte Bemerkungen
1 Wiener Bewegungssport Club 3 2 1 0 12 3 5 Aufstieg Gruppe A
2 Training Eisclub 3 2 0 1 7 3 4
3 Eislauf Verein Stockerau 3 1 1 1 8 5 3
4 Sportclub Bernhard Altmann 3 0 0 3 1 17 0



Reserve-Klasse

Gruppe A

Eishockeyspiele

Datum Spielort Mannschaften Art Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
28. Dezember 1931 Wien, WEV-Platz Hakoah II - WBC II M 1:0
06. Jänner 1932 Wien, WEV-Platz Hakoah II - Allround II M 3:0(1-0,1-0,1-0) s.u.
06. Jänner 1932 Wien, WEV-Platz WAC II - WBC II M 1:1(1-0,0-0,0-1) s.u.
13. Jänner 1932 Wien, Allround II - WBC II M 0:12
20. Jänner 1932 Wien, WEV-Platz WAC II - Allround II M 5:1
01. Februar 1932 Wien, WEV-Platz Hakoah II - WAC II M 3:3


Spiel 06. Jänner 1932 Allround II - Hakoah II M-Spiel

  • Schiedsrichter: Laurer
  • Das Spiel der Resevermeisterschaft zwischen Allround und Hakoah endete 0:3(0-1,0-1,0-1). Die Tore schossen Perger (2) und Wittmann.

Spiel 06. Jänner 1932 WAC II - WBC II M-Spiel

  • Schiedsrichter: Stern
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen WAC II und WBC II endete 1:1(1-0,0-0,0-1).



Tabelle

Platz Mannschaft Spiele gew. unent. verl. Tore G-Tore Punkte Bemerkungen
1 Eishockeysektion Sportclub Hakoah II 3 2 0 1 7 3 5 Gruppensieger
2 Wiener Athletiksport Club II 3 1 2 0 9 5 4
3 Wiener Bewegungssport Club II 3 1 1 1 13 2 3
4 Wiener Allround Sport Club II 3 0 0 3 1 20 0





Gruppe B

Eishockeyspiele

Datum Spielort Mannschaften Art Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
23. Dezember 1931 Wien, WEV-Platz ÖWSC II - WEC II M 3:1
06. Jänner 1932 Wien, WEV-Platz HC Währing II - WEC II M 11:0( )
25. Jänner 1932 Wien, WEV-Platz VfB II - WEC II M 0:1 s.u.
27. Jänner 1932 Wien, WEV-Platz HC Währing II - VfB II M 5:2 s.u.
03. Februar 1932 Wien, WEV-Platz ÖWSC II - VfB II M 4:0
21. Februar 1932 Semmering ÖWSC II - HC Währing II M 5:1(2-1,2-0,1-0) s.u.


Spiel 25. Jänner 1932 VfB II - WEC II M-Spiel

  • Schiedsrichter:
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen VfB II und WEC II endete 0:1. Das zuerst angesetzte Spiel am 27. Dezember 1931 wurde auf Anordung vom MOBA mit Neuaustragung beglaubigt.


Spiel 27. Jänner 1932 HC Währing II - VfB II M-Spiel

  • Schiedsrichter:
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen HCW II und VfB II endete 5:2. Das zuerst am 18. Jänner 1932 angesetzte Spiel wurde vom Moba mit Neuaustragung beglaubigt.


Spiel 21. Februar 1932 HC Währing II - ÖWSC II M-Spiel

  • Schiedsrichter: Willy Moser
  • Das Meisterschaftsspiel auf dem Eispaltz des Hotels Panhans, Semmering, zwischen den Reservemannschaften von Währing und Wintersportclub endete mit 1:5(1-2,0-2,0-1) Toren. Der Österreichische Wintersport Club ist damt Meister der Reserveklasse 1931/32 geworden.


Tabelle

Platz Mannschaft Spiele gew. unent. verl. Tore G-Tore Punkte Bemerkungen
1 Österreichischer Wintersport Club II 3 3 0 0 12 2 6 Gruppensieger
2 Hockeyclub Währing II 3 2 0 1 17 7 4
3 Wiener Eishockey Club II 3 1 0 2 2 14 2
4 Verein für Bewegungsspiele II 3 0 0 3 2 10 0



Meisterschaftsausschreibung des Österreichischen Eishockeyverbandes 1931/32

Die Allgemeinen Bestimmungen der Meisterschaft des Vorjahres bleiben vollinhaltlich in Kraft, mit Ausnahme des § 8. Der Text ist nachstehend aufgeführt, der 8 beinhaltet die neue Fassung. Der Punkt B: "Sonderbestimmungen für die Meisterschaft 1931/32" ist in der neuen Fassung unten angegliedert.[1]


A. Allgemeine Bestimmungen

  • § 1 Teilnehmer

Der Österreichische Eis-Hockey Verband schreibt eine "Meisterschaft von Oesterreich" im kanadischen Eishockey aus, an welcher alle Verbandsvereine mit einer oder mehreren Mannschaften teilnahmesberechtigt sind. Der Vorstand des OeEHV ist jeoch berechtigt, eine Mannschaft ohne Angabe von Gründen nicht zur Meisterschaft zuzulassen. Vereine, welche an der Meisterschaft teilnehmen, sind verpflichtet, ihre stärkste Mannschaft antreten zu lassen.

  • § 2

Alle Spiele sind nach den Regeln und Vorschriften des Oesterreichischen Eis-Hockey Verbandes auszutragen und dürfen nur von Verbandsschiedsrichtern geleitet werden (Ausnahme § 6). Die vom Verband entsendeten Schiedsrichter müssen bedingungslos anerkannt werden (siehe § 6).

  • § 3 Austragung, Wertung, Platzwahl

Die Vereine werden in Klassen und innerhalb derselben in Gruppen von höchstens sechs Vereinen eingeteilt. Innerhalb jeder Gruppe spielt jeder Verein einmal gegen jeden anderen der selben Gruppe. Die Meisterschaft wird nur in zwei Klassen ausgetragen. Sieger einer Gruppe ist jene Mannschaft, die die meisten Punkte erzielt. Ein Sieg zählt zwei, ein unentschiedenes Spiel einen Punkt. Haben zwei Vereine einer Gruppe gleiche Punktzahl, entscheidet die größere Anzahl der Siege; ist diese gleich, ist das bessere Torverhältnis; bei gleichem Torverhältnis die Anzahl der geschossenen Tore maßgebend. Als Torverhältnis ist der größere Zahlenwert des Quotienten "Anzahl der geschossenen Tore, gebrochen durch Anzahl der erhaltenen Tore" anzusehen. Die Platzwahl wird nach Nennschluß durch das Los bestimmt, doch kann ein Verein der Platzwahl verlustig gehen (siehe § 14).

  • § 4 Nennung

Nennungen sind unter Beischluss des Nenngeldes und unter Einhaltung der Nennungsfrist schriftlich an den OeEHV zu richten. Nachnennungen werden nicht berücksichtigt.

  • § 5 Wettspieltermine

Die Wettspieltermine werden durch den Verband festgesetzt, den Vereinen ist jedoch freigestellt, die Spiele auch schon vor dem festgesetzten Termin auszutragen. Das Recht der Terminfestsetzung steht dann dem platzwahlberechtigten Verein zu.

  • § 6 Schiedsrichter

Ist der entsendete Schiedsrichter nicht erschienen oder erkrankt der amtierende plötzlich, so ist das Spiel von einem anwesenden Verbandsschiedsrichter zu leiten. Sind mehrere Verbandsschiedsrichter anwesend, so ist vorerst unter ihnen ein solcher zu wählen, der keinem der beiden Vereine angehört. Ist ein solcher nicht vorhanden oder wird keine Einigung erzielt, so entscheidet unter den Anwesenden das Los. Ein Ablehnungsrecht steht den beteiligten Vereinen nicht zu. Ist der besetzte Schiedsrichter zur Zeit des festgesetzten Spielbeginns (ohne Wartezeit) noch nicht am Platze, so haben die Vereine unverzüglich den Ersatzschiedsrichter zu bestimmen, so dass dieser in der zehnten Minute de Wartezeit seine Tätigkeit aufnehmen kann. Eine Austragung eines Meisterschaftsspieles unter Leitung eines Nichtverbandsschiedsrichters ist unzulässig. Ausgenommen hiervon sind Spiele bei denen ein Verein zum Austragungsorte hinreisen musste; solche Spiele können bei Nichterscheinen des besetzten und fehlen jeden anderen Verbandsschiedsrichters auch nach Einigung der beiden Vereine durch einen Nichtverbandsschiedsrichter geleitet werden.

  • § 7 Wettspielzeit

Die Meisterschaftsspiele dürfen nicht vor acht Uhr und nicht nach 21 Uhr 30 beginnen. Bei Wettspielen zwischen zwei Vereinen mit dem Sitze an verschiedenen Orten ist der Wettspielbeginn derart festzulegen, dass der reisende Verein seinen Heimatort nicht vor 7 Uhr 30 verlassen und dort nicht nach Mitternacht eintreffen muß.

  • § 8 Meister, Siege, Ehrenzeichen

Die in den Gruppen an erster Stelle placierten Vereine erhalten den Titel "Gruppensieger . Klasse 193.". Insolange kein Verein aus den Bundesländern (mit Ausnahme von Wien und Niederösterreich) an der Meisterschaft teilnimmt, kämpfen um die Meisterschaft von Oesterreich die Erst- und Zweitplacierten jeder Gruppe der ersten Klasse in einer Schlussrunde jeder gegen jeden (anlaog § 3). Der Sieger dieses Bewerbes erhält den Titel "Meister von Oesterreich 19.." und 10 Ehrenzeichen. Der Verein ist berechtigt, für Spieler, welche mindestens an der Hälfte der Meisterschaft teilgenommen haben, gegen Ersatz der Kosten, weitere Ehrenzeichen vom Verbande anzusprechen.

  • § 9 Aufstieg, Abstieg, Gruppeneinteilung

Aus jeder Gruppe der II. Klasse steigt der erstplacierte Verein in die I. Klasse auf, aus jeder Gruppe der I. Klasse der letztplacierte Verein in die II. Klasse ab. Die Placierung ergibt sich aus dem Endstand der letztausgetragenden Meisterschaft. Scheidet ein Verein einer Gruppe der I. Klasse aus dem Wettbewerb aus, unterbleibt ein Abstieg aus dieser Gruppe. Eine Erhöhung der Teilnehmer einer Gruppe über sechs Vereine kann erst ein Jahr nach Beschlussfassung in Kraft treten.

Die Einteilung in die Gruppen der I. und II. Klasse wird vom Verbande vorgenommen, gegen dessen Entscheidung kein Einspruch erhoben werden kann. Bei Einteilung der Vereine in die Gruppen ihrer Klasse ist darauf zu achten, daß Vereine gleicher Spielstärke nicht in dieselbe Gruppe eingeteilt werden dürfen. Richtungsgebend für die Spielstärke ist die Placierung in den Gruppen der abgelaufenen Meisterschaft. Ein Austausch der Zusammensetzung der Gruppen ist anzustreben. Die auf- und absteigenden Vereine sind in die Gruppen durch Los einzuteilen.

  • § 10 Beglaubigung von Wettspielen

Die Beglaubigungen werden auf Grund der Spielberichte und eventuellen Mitteilungen vom MOBA vorgenommen. Ordnungsgemäß durchgeführte Spiele werden mit dem tatsächlich erzielten Torverhältnis beglaubigt.

Nicht mit dem erzielten Torverhältnisse sind insbesonders die Spiele in folgenden Fällen zu beglaubigen:

a) ein Verein tritt nicht an: Resultat 6:0 für den Gegner
b) beide Vereine treten nicht an: Resultat 0:0. Punktverlust für beide;
c) der angesetzte Spieltermin wird vom platzwählenden Verein nicht eingehalten: 6:0 für den Gegner (Ausnahme § 11);
d) eine Mannschaft ritt ab oder das Spiel wird aus Verschulden einer Mannschaft abgebrochen: 6:0 für den Gegner, falls dieser nicht die Beglaubigung mit dem tatsächlich erzielten Torverhältnis innerhalb von acht Tagen nach dem Spiel verlangt;
e) beide Mannschaften treten ab oder das Spiel wird aus Verschulden beider Mannschaften abgebrochen: Resultat 0:0, Punktverlust für beide Vereine;
f) Erstrebung unerlaubter Vorteile (durch Aufstellung unberechtigter Spieler usw.): 6:0 für den Gegner, falls dieser nicht die Beglaubigung mit dem tatsächlich erzielten Torverhältnis innerhalb acht Tagen nach dem Spiel verlangt;
g) Erstrebung unerlaubter Vorteile durch beide Mannschften: 0:0, Punktverlust für beide;
h) Abbruch des Spieles ohne Verschulden einer Mannschaft oder eines Vereins: Entweder Neuaustragung oder Nachtragsspiel. Wurden zwei volle Spielzeiten ausgetragen, kann nur ein Nachtragsspiel angeordnet werden (Spielberechtigung im Nachtragsspiel siehe § 12);
i) ein oder beide Vereine sind disqualifiziert oder suspendiert: Punktverlust für den betreffenden Verein, selbst für den Fall, daß an dem ursprünglich angesetzten Spieltermin nicht gespielt werden konnte (Tauwetter, Platzschwierigkeiten, Verlegung im Einvernehmen mit dem Gegner usw.);
k) scheidet ein Verein aus der Meisterschaft aus
I vor Austragung der Hälfte seiner Meisterschaftsspiele in seiner Gruppe, sind alle von ihm erzielten Ergebnisse zu streichen;
II nach Austragung mindestens der Hälfte seiner Meisterschaftsspiele werden alle von ihm noch nicht ausgetragenen Spiele 6:0 für den Gegner beglaubigt;
l) liegen bei einem Wettspiel Verschulden beider Vereine vor, die nach den obenstehenden Bestimmungen zu einer Strafbeglaubigung führen müssen, ist das Spiel mit 0:0 und Punktverlust für beide Vereine zu beglaubigen;
m) in allen Fällen höherer Gewalt ist von einer Strafbeglaubigung abzusehen und ein neuer Termin festzusetzen. Ein Gleiches gilt auch für den Fall des Nichtfeststellung eines Schuldtragenden.
  • § 11 Nichtantreten der Mannschaft, Spielfähigkeit des Platzes

Ist eine Mannschaft fünfzehn Minuten nach dem festgesetzten Wettspieltermin nicht angetreten, verliert sie die Punkte. Ist das Spielfeld durch eine andere Spieldisziplin in Anspruch genommen, gilt eine Mannschaft als angetreten, wenn sich ihre Spieler, deren Pässe dem Schiedsrichter bereits übergeben wurden, in Spielbekleidung am Spielfelde aufhalten. Der Gegner darf sich nicht weigern, unmittelbar nach Freimachung des Platzes anzutreten. Eine Mannschaft hat solange in Spielbereitschaft zu verbleiben, bis der Schiedsrichter eine endgültige Entscheidung über die Spielfähigkeit des Platzes gefällt hat.

  • § 12 Spielberechtigung

An Meisterschaftsspielen dürfen nur solche Spieler teilnehmen, welche beim Verbande ordnungsgemäß gemeldet sind und in einem Orte Oesterreichs ihren ordentlichen Wohnsitz haben. Oesterreichische Staatsbürgerschaft ist nicht Bedingung. Spieler, welche das sechzehnte Lebensjahr noch nicht vollendet haben, dürfen an Meisterschaftsspielen (ausgenommen Jugendkonkurrenzen) nicht teilnehmen.

Hat ein Spieler für irgend einen Verein an der Meisterschaft teilgenommen, darf er für keinen anderen Verein in der laufenden Meisterschaft tätig sein. Bei abgebrochenen oder zu wiederholenden Spielen sind für einen Verein im Nachtragsspiele (restliche Spielzeit oder volle Zeit) nur jene Spieler spielberechtigt, die bereits am Tage des nicht vollendeten Spieles die Spielberechtigung für den Verein besaßen. Ferner darf bei Austragung einer restlichen Spielzeit nur die gleiche Spieleranzahl antreten, die den Verein beim seinerzeitigen Wettspielabbruch zur Verfügung stand.

  • § 13 Proteste

Meisterschaftspiele "unter Protest" können nicht ausgetragen werden. Erhebt ein Verein vor dem Spiel beim Schiedsrichter einen Protest, hat der Schiedsrichter nach seinen Bestimmungen zu entscheiden, ob der Protest zu Recht besteht oder abzuweisen ist. Kann der Schiedsrichter vor Anpfiff nicht entscheiden, ob dem Protestierenden recht zu geben ist, dann darf er das Spiel nicht leiten, aber auch der Verein darf keinerlei Spiel gegen den betreffenden Gegner austragen, widrigenfalls er sich des Protestrechtes begibt.

Der Protest wird vom Verbande entschieden, wurde er zu Unrecht eingebracht, dann wird der Verein so behandelt, als ob er nicht angetreten wäre. Alle Proteste sind vor Spielbeginn auf dem Berichte des Schiedsrichters zu vermerken und vom protestierenden Verein zu unterfertigen (Mannschaftsführer oder Sektionsleiter).

  • § 14 Rücktritt von der Meisterschaft

Tritt ein Verein von der Meisterschaft vorzeitig zurück, werden seine noch ausstehenden Spiele gemäß § 10, Punkt k, beglaubigt. Kann als Ursache des Ausscheidens nicht höhere Gewalt nachgewiesen werden, verliert ein vorzeitig ausscheidender erstklassiger Verein seine Zugehörigkeit zur I. Klasse (unbeschadet seiner Placierung); ein zweitklassiger Verein wird für die Dauer eine Jahres von der Teilnahme an der Meisterschaft ausgeschlossen.

Tritt ein Verein zu einem Meisterschaftsspiel nicht an und verlangt der Gegner statt Strafbeglaubigung eine Austragung des Spieles, kann der Verband den nicht angetretenen Verein verhalten, zu einem vom Verbande festgesetzten Termin das Spiel als Meisterschaftsspiel auszutragen. Der Verein ist bis zur Austragung dieses Spieles suspendiert; wird das Spiel bis zu einem festgesetzten Termin nicht ausgetragen, gilt der Verein als aus der Meisterschaft ausgeschieden.

Für disqualifizierte oder suspendierte Vereine tritt die Vorschrift über das unbedingte Antreten nicht in Kraft. Kommt es zur Zwangfestsetzung eines Spieles durch den Verband, hat der nicht schuldtragende Verein Platzwahl.

  • § 15 Unberechtigte Spieler, vorzeitige Spielbeendigung

Die Aufstellung eines Spielers, welcher nicht versichert oder nicht herzuntersucht ist oder eines Juniors unter 16 Jahren zieht keinen Punktverlust (§ 10, f,g), sondern lediglich Bestrafung nach sich.

Tritt eine Mannschaft vor Spielschluss ab oder wird das Spiel aus Verschulden einer Mannschaft oder eines Vereines abgebrochen, so sind alle Spieler der schuldtragenden Mannschaft bis zu ihrem Erscheinen vor dem Verbande suspendiert.


  • § 16 Reservemeisterschaften, Spielberechtigung, Titel

Für die Meisterschaften der II und aller folgenden Mannschaften eines Vereines ist die Klassenzuteilung seiner ersten Mannschaft richtungsgebend, aber nicht ausschließlich bestimmend.

Eine Beschränkung der Spielberechtigung von Spielern für Reservemannschaften mit Ausnahme § 12 (Meldebestimmungen, Alter usw.) besteht nicht, doch sollen Spieler der ersten Kampfmannschaft eines Vereines in Spielen der Ersatzmannschaften nicht aufgestellt werden.

Titel und Preise für die Sieger in den Reservemeisterschaften werden nicht vergeben.


  • § 17 Schlußbestimmung

In allen in diesen Meisterschaftsausschreibungen nicht vorgesehenen Fällen steht dem Verbande des OeEHV das alleinige und unanfechtbare Recht zu, zu entscheiden und auszulegen.


Sonderbestimmungen für die Saison 1931/32

  • § 1 Klasseneinteilung
Für die Meisterschaft 1931/32 sind auf Grund der Ergebnisse der Meisterschaft 1930/31 für die Klassen wie folgt nennungsberechtigt:
1. Klasse: WEV, WAC, ÖWSC, PSK, MEC, HWC, VfB, Hakoah, Allround, PSV.
2. Klasse A: WEC, CEV, St. Pölten, Reichsbund, WBC, Stockerau, Siemens, Altmann, Fair, so wie alle bis zum Nennungsschluss neu aufgenommenen Vereine und eventuell einige spielstarke Reserven; die Spiele der Reserven sind keine Punktekämpfe, sondern nur Pflichtspiele.
R.Klasse: Die Reserven der vorgenannten Vereine.
  • § 2 Auf- und Abstieg.
Aus der Klasse 1 steigt aus jeder Gruppe der Letztplacierte (zusammen zwei Vereine) in die 2. Klasse ab, dagegen steigen aus jeder Gruppe der Klasse 2 der Erstplacierte (zusammen zwei Vereine) in die Klasse 1 auf. Scheidet ein Verein einer Gruppe der Klasse 1 aus dem Wettbewerb aus, unterbleibt ein Abstieg aus dieser Gruppe (siehe § 9 der Allgemeinen Bestimmungen). Bei Punktegleichheit der Letztplacierten entscheidet das Torverhältnis nur dann, wenn die betreffenden Vereine alle Wettspiele ausgetragen haben. Hat einer der beiden weniger Spiele ausgetragen, so rangiert er automatisch hinter dem anderen Verein.


  • § 3 Nenngeld, Nennungsschluss
Das Nenngeld für eine Mannschaft der Klasse 1 beträgt S 20, für eine Mannschaft der übrigen Klassen S 10.
Nennschluss ist der 21. November 1931, 24.00 Uhr. Nennungen sind schriftlich unter Beischluss des Nenngeldes an die Verbandsadresse Wien I, Kohlmarkt 5, zu richten.
  • § 4 Fahrtvergütung, Pflichtkarten, Absagen
Der platzwahlberechtigte Verein ist nicht verpflichtet, dem Gegner eine Fahrvergütung zu gewähren, vorausgesetzt, dass die Spiele am Sitz des platzwahlberechtigten Vereines ausgetragen werden.
Der platzwahlberechtigte Verein ist verpflichtet, dem Gegner mindestens 24 Stunden vor dem Spielbeginn 12 Pflichtkarten für Spieler, Ersatzleute und Funktionäre zu übergeben. Dem Schiedsrichter sind an der Kasse zwei Karten zu hinterlegen.
Absagen eines vereinbarten Wettspieles, für welche triftige Gründe vorhanden sind, muss der Gegner nur dann zur Kenntnis nehmen, wenn sie spätestens 36 Stunden vor dem festgesetzten Wettspielbeginn bei der von ihm bekanntgegebenen Anschrift eingelaufen sind. Von der Absage ist der Wettspielreferent in gleicher Weise zu verständigen.


Nichtantreten bei Spielen der Provinzvereine: Tritt bei Meisterschafts- oder Freundschaftsspielen ein Wiener Verein in der Provinz gegen einen dortigen Verein bezw. ein Provinzverein in Wien gegen einen Wiener Verein ohne rechtzeitige Absage (Siehe Meisterschaftsausschreibung, Abschnitt B, § 4) nicht an, so hat der nichtantretende Verein den Betrag der Fahrtspesen (3. Klasse Personenzug hin und zurück) für 10 Personen beim Verbande binnen einer Woche zu deponieren. Dieser Betrag wird nach Entscheidung des Verbandes dem anderen Verein entweder zur Absolvierung eines Spieles gegen einen nicht am gleichen Ort ansässigen Verein zur Verfügung gestellt, oder ihm gutgeschrieben.[2]


  • Regeländerung "Zahl der Ersatzspieler"
Die Bestimmungen über die Anzahl der an einem Spiele teilnehmenden Spieler werden dahingehend abgeändert, dass statt zweier Ersatzfeldspieler nunmehr drei solcher Spieler an einem Spiele teilnehmen können. Die Gesamtzahl besteht nun aus 10 Spieler, und zwar einem Tormann, einem Tormannersatz und acht Feldspielern (inklusive drei Ersatzleute). Die Regel, das während des Spieles sich nur ein Tormann und fünf Feldspieler auf der Spielfläche befinden dürfen, bleibt nach wie vor aufrecht. Diese neue Bestimmung tritt ab heute in Kraft. Ob diese Bestimmung auch in ausländischen Spielen bereits vor dem Kongress, der im Februar stattfindet, zu gelten hat, wurde bei der Internationalen Eishockeyliga angefragt.[3]
  • Fahrtentschädigung: In der Angelegenheit der Fahrtentschädigung St. Pölten - Fair wurde entschieden, dass beide Verbände die Hälfte der Kosten zu tragen haben. St. Pölten hat daher an Fair (eventuell im Wege des Verbandes) den Betrag von S 33 bis längstens 15. Dezember 1930 zu zahlen, widrigenfalls automatisch die Suspens verhängt wird.
Nach Verordnung der Internationalen Eishockeyliga tritt die Änderung sofort in Kraft[4].
  • 1. Auslosung
Die Auslosung wird in der Zeitschrift "Der Eishockeysport" vom 28. November 1930 veröffentlicht. Die fünf Endtermine der Runden werden später bekanntgegeben. Die Endtermine gelten für die Spiele Stockerauer EV und St. Pölten (siehe Punkt 2) nur dann, wenn in diesem Zeitabschnitte Natureis zustande kommt. Fällt ein Spiel mangels Natureis aus, so wird hierfür vom Wettspielreferenten unbeschadet der innerhalb der nächstfolgenden Runden festgesetzten Spiele ein eigener Termin bestimmt.
Die Festsetzung der Spiele der 1. Runde wird versuchsweise der freien Vereinbarung zwischen den Vereinen überlassen. Bei Nichtbewährung werden die Wettspiele der übrigen Runden vom Referenten festgesetzt werden.
  • 2. Austragungsort
Die Spiele sind im allgemeinen von den Vereinen anlässlich der Trainingsabende auf dem WEV-Platz zu absolvieren. Die Spiele gegen WEV, PSK, MEC, Stockerau und St. Pölten sind ohne Rücksicht auf die Platzwahl auf den Plätzen dieser Vereine auszutragen. Ausnahme für die Spiele gegen WEV, PSK und Mödling: siehe Nr. 3, Wettspielreferat, "Anmeldung von Wettspielen", Abschnitt D, § 2 Absatz 2, Ausnahme bezüglich der Rundentermine für Spiele gegen Stockerauer EV und St. Pölten: siehe vorstehenden Punkt 1.
Die Vereine Stockerau und St. Pölten werden angewiesen, für den Fall das ein angesetztes Spiel abgesagt wird, hiervon bis längstens 4 Stunden vor dem angesetzten Wettspielbeginn die Telefonnummer U19-9-92 (Schaffer) in Kenntnis zu setzen. Ebenso wird der Wiener Gegner verpflichtet, sich unter der gleichen Tel-Nr. zu erkundigen, ob das Spiel eventuell abgesetzt wurde. Die Nichteinhaltung dieser Bestimmung hat zur Folge, das der schuldtragende Verein zum Ersatz der tatsächlichen Kosten (Fahrauslagen für den gegnerischen Verein und Schiedsrichter oder Platzspesen) herangezogen wird.

3. Fahrtvergütung

Für die Spiele gegen Mödling, Stockerauer EV und St. Pölten wird hinsichtlich der Fahrtvergütung folgendes festgesetzt: Hat der Provinzverein die Platzwahl, dann hat der Gastverein die Fahrtspesen aus Eigenem zu tragen. Hat der Wiener Verein die Platzwahl, so hat ihm der Provinzverein die tatsächlichen aufgelaufenden Fahrtspesen (3. Klasse Personenzug hin und zurück) für höchstens 10 Personen zu vergüten.
Ist zu einem Spiel gegen Stockerau oder St. Pölten der Wiener Gegner eingetroffen und gelangt das Spiel aus irgendeinem Grunde nicht zur Austragung, bezw. wird das Spiel neuerlich vom Referenten angesetzt, so sind die Fahrtspesen - unter der Voraussetzung, dass beide Vereine die Bestimmung des Punktes 2, Absatz 3, eingehalten haben - für dieses zweite Spiel von beiden beteiligten Vereinen mit je zur Hälfte zu tragen.


Anmeldungen von Wettspielen bezw.der Durchführung der Meisterschaftsspiele

A. Allgemeines
§ 1 Anmeldung
Die Vereine in Wien, die an der Meisterschaft teilnehmenden Vereine der anderen Bundesländer sind verpflichtet, alle Wettspiele jeder Art mittels der vorgeschriebenen Formulare, welche beim Wettspielreferenten kostenlos erhältlich sind, anlässlich der Wettspielbörsen beim Wettspielreferenten anzumelden.
Die anderen Vereine in den Bundesländern haben ebenfalls ihre Spiele, womöglich im Vorhinein, unbedingt aber nachträglich, anzumelden.
Es dürfen nur jene Spieler angemeldet werden, welche bis zur Abhaltung der nächsten Börse stattfinden. Die Anmeldung später angesetzter Spiele ist unstatthaft.
Spiele, welcher in der Zeit nach Schluss der Börse bis zum Beginn der nächsten Börse vereinbart werden, müssen in der nächstfolgenden Börse nachträglich angemeldet werden.
Spielanmeldungen, insoferne sie mittels der vorgeschriebenen Formulare erfolgen, können auch per Post an das Verbandssekretariat, Wien I, Wipplingerstr. 24, eingesandt werden.

Für nicht angemeldete Spiele ist die zehnfache Spielgebühr zu entrichten.

§ 2 Schiedsrichter
Für Spiele, welche bis zum Ende einer Börse beim Wettspielreferenten angemeldet werden, erfolgt die Anforderung der Schiedsrichter selbsttätig durch den Wettspielreferenten. Für die Schiedsrichter von Spielen, welche erst nach Schluss einer Börse vereinbart wurden, haben die Vereine selbst zu sorgen und sich diesbezüglich an den Schiedsrichterreferenten Walter Brück (Bürotelefon R 26-0-53) direkt zu wenden.
§ 3 Wettspielbörse
Die Wettspielbörse findet jeden Mittwoch von 19.00 - 20.00 Uhr im Verbandsheim, I. Bezirk, Wipplingerstr. 24, statt. Fällt auf einen Montag ein Feiertag, so findet die Börse am nachfolgenden Werktag statt. Punkt 20.00 Uhr wird die Börse geschlossen und werden nach dieser Zeit vereinbarte Spiele bezüglich Plaltz- und Schiedsrichterzuweisung nicht mehr berücksichtigt.
Ein Zwang zum Besuch der Wettspielbörse durch Vereinsvertreter besteht nicht. Es liegt jedoch im Interesse der Vereine, behufs Kenntnisnahme allfälliger Verfügungen des Wettspielreferenten womöglich zu jeder Börse Vertreter zu entsenden (siehe § 4!). Die Vereine haben ihre zeichnungsberechtigten Vertreter rechtzeitig mittels Brief, aus welchem die Unterschriften zu ersehen sind, dem Verbande bekannt zu geben.
§ 4 Bekanntmachungen
Sämtliche vom Wettspielreferenten getroffenen Verfügungen werden mit dem Börsenschluss mittels Anschlag im Verbandssekretariat verlautbart und erwachsen in Rechtskraft.
B. Internationale Spiele
Internationale Spiele sind unbeschadet der beim Vorstand einzuholenden Spielgenehmigung vom gastgebenden Verein anzumelden.
C. Freundschaftsspiele
Freundschaftspiele sind vom platzbesitzenden Verein anzumelden. Finden solche Spiele auf neutralen Plätzen statt, so sind von beiden beteiligten Vereinen diesellben anzumelden.
D. Meisterschaftsspiele
§ 1 Anmeldung
Meisterschaftsspiele sind von dem in der Auslosung als platzwahlberechtigt bezeichneten Verein anzumelden. Wird das Recht auf Platzwahl auf den gegnerischen Verein übertragen, so hat dieser die Anmeldung zu besorgen.
§ 2 Platzbeschaffung
Um die rechtzeitige Beendigung der Meisterschaft zu gewährleisten, werden alle Spiele auf den Kunsteisbahnen angesetzt werden. Hat ein Verein gegen einen kunsteisbahnbesitzenden Verein das Recht der Platzwahl, so geht dieses Recht im Falle der Austragung des Spieles auf dem Kunsteisplatz auf diesen Verein über.
Im Falle günstiger Natureisverhältnisse steht jedoch jenen Vereinen, welche über einen Natureisplatz verfügen und als platzwahlberechtigt ausgelost wurden, das Recht zu, die betreffenden Spiele im Einvernehmen mit dem Wettspielreferenten auf ihren Plätzen auszutragen. Die gegnerischen Vereine sind jedoch nur dann verpflichtet, diese Platzänderung anzunehmen, wenn sie spätestens 36 Stunden vor dem festgesetzten Wettspieltermin im Wege der von ihnen bekanntgegebenen Anschriften Kenntnis erhalten haben. In diesem Falle wird das durch die Auslosung festgestellte Platzwahlrecht wieder hergestellt.
Für die auf dem WEV-Platz festgesetzten Spiele - mit Ausnahme jener des WEV - stehen gleichzeitig drei Banden in der Zeit von 21.30 bis 23.00 Uhr zur Verfügung. Bande 1 ist der neben dem Konzerthaus, Bande 2 daneben usf., Bande 5 der neben dem Haupteingang des WEV gelegenen Spielplatz. Für den WEV sind die Banden 1 und 2 reserviert.
§ 3 Rundentermine
Zur Abwicklung der Meisterschaft werden Rundentermine festgesetzt. Spiele, welche bis zu den Rundenterminen nicht ausgetragen sind, werden gegen den schuldtragenden Verein strafbeglaubigt.

Die Vorverlegung von Spielen - auch aus vorherigen Runden - ist im Einvernehmen mit dem Gegner und dem Wettspielreferenten möglich.

§ 4 Bekanntgabe der Termine und Plätze
Die vom Wettspielreferenten festgesetzten Termine und Plätze werden den Vereinen mittels Anschlag im Sekretariat bekannt gegeben (siehe Abschnitt A, § 4).


E. Nichtantreten bei Spielen mit Provinzvereinen
Tritt bei Meisterschafts- oder Freundschaftsspielen ein Wiener Verein in der Provinz gegen einen dortigen Verein bezw. ein Provinzsportverein in Wien gegen einen Wiener Verein ohne rechtzeitige Absage (siehe Meisterschaftsausschreibung, Abschnitt B. § 4) nicht an, so hat der nichtantretende Verein den Betrag der Fahrtspesen (III. Klasse Personenzug hin und zurück) für 10 Personen beim Verband binnen einer Woche zu deponieren. Dieser Betrag wird nach Entscheidung des Verbandes dem anderen Verein entweder zur Absolvierung eines Spieles gegen einen nicht am gleichen Ort ansässigen Verein zur Verfügung gestellt, oder ihm gutgeschrieben.
Entnommen der Zeitschrift "Der Eishockeysport" vom 27. November 1931.


Auslosung u.a. Festlegungen zur Meisterschaft

  • 1. Auslosung
Die Auslosung wird in der Zeitschrift Der Eishockeysport", Ausgabe 11. Dezember 1931, veröffentlicht.
Der Erste und Zweite der Gruppen 1a und 1b werden in einer Schlussrunde zusammen gefasst und spielen (einmal Jeder gegen Jeden) um den Titel "Meister von Österreich"
Die Rundentermine werden noch bekannt gegeben.
Die Endtermine für die Spiele Stockerauer EV und St. Pölten gelten nur dann, wenn in diesem Zeitabschnitte Natureis zustande kommt. Fällt ein solches Spiel mangels Natureis aus, so wird hierfür vom Referenten unbeschadet der innerhalb der nächstfolgenden Runden festgesetzten Spiele ein eigener Termin bestimmt.
Die Festsetzung der Spiele der 1. Runde wird versuchsweise der freien Vereinbarung zwischen den Vereinen überlassen. Bei Nichtbewährung werden die Wettspiele der übrigen Runden vom Referenten festgesetzt werden.
  • 2. Austragungsort:
Die Spiele sind im allgemeinen von den Vereinen anlässlich der Trainingsabende auf dem WEV-Platz zu absolvieren.
Die Spiele gegen WEV, PSK, MEC, Stockerau und St. Pölten sind ohne Rücksicht auf die Platzwahl auf den Plätzen dieser Vereine auszutragen. Ausnahme für die Spiele gegen WEV, PSK und Mödling: siehe Zeitung Nr. 5, Wettspielreferat, "Anmeldung von Wettspielen", Abschnitt D, § 2 Absatz 2, Ausnahmen bezüglich der Rundentermine für Spiele gegen Stockerauer EV und St. Pölten, siehe vorstehenden Punkt 1.
  • 3. Fahrtvergütung:
Für die Spiele gegen Mödling, Stockerauer EV und St. Pölten wird hinsichtlich der Fahrtvergütung folgendes festgesetzt: Hat der Provinzverein die Platzwahl, dann hat der Gastverein die Fahrtspesen aus Eigenem zu tragen. Hat der Wiener Verein die Platzwahl, so hat ihm der Provinzverein die tatsächlichen aufgelaufenden Fahrtspesen (3. Klasse Personenzug hin und zurück) für höchstens 10 Personen zu vergüten.
Ist zu einem Spiel gegen Stockerauer EV und St. Pölten der Wiener Gegner eingetroffen und gelangt das Spiel aus irgend einem Grund nicht zur Austragung, bezw. wird das Spiel neuerlich vom Referenten angesetzt, so sind die Fahrtspesen - unter der Voraussetzung dass beide Vereine die Bestimmung des Punktes 2, Absatz 3, eingehalten haben - für dieses zweite Spiel von beiden beteiligten Vereinen mit je zur Hälfte zu tragen.


Runden-Endtermine: (veröffentlicht; Der Eishockeysport 17. Dezember 1931)

1. Runde: 19. Dezember 1931,
2. Runde: 26. Dezember 1931,
3. Runde: 02. Jänner 1932,
4. Runde: 09. Jänner 1932,
5. Runde: 16. Jänner 1932.
Die Meisterschaftsspiele sind innerhalb der Rundentermine auszutragen. Spiele, welche bis zum Runden-Endtermin nicht ausgetragen sind, werden gegen den schuldtragenden Verein strafbeglaubigt. Vorverlegung von Spielen ist im Einvernehmen mit dem Gegner und dem Referenten statthaft.

Stoppuhr:

Die platzwahlberechtigten Vereine sind verpflichtet, zu jedem Wettspiel dem Schiedsrichter eine Stoppuhr zur Verfügung zu stellen.


Einzelnachweise

  1. Der Eishockeysport Nr. 1 aus 1931/32
  2. Der Eishockeysport 6. November 1930
  3. Der Eishockeysport 13. November 1930
  4. Der Eishockeysport 28. November 1930


Quellenangabe

  • Zeitschrift des österreichischen Eishockeyverbandes "Der Eishockeysport", Jahrgang 1931/32
  • SportTagblatt Wien