Clemens Maria Hofbauer: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 14. Juni 2019, 19:42 Uhr

Der Heilige Clemens Maria Hofbauer (* 26. Dezember 1751, in Taßwitz, heute Tschechien; † 15. März 1820, in Wien)[1], auch Klemens Maria Hofbauer, ursprünglich Johannes Dvorčak[1], war Prediger und Volksmissionar und wurde schon zu Lebzeiten als "Apostel von Wien" bekannt. Nach seinem Tod wurde er der Stadtpatron von Wien.

Herkunft

Clemens Maria Hofbauer war der Sohn des Metzgers Pavel Dvořák aus dessen Ehe mit Maria Steer.[1]

Leben

Clemens Maria Hobauer absolvierte eine Bäckerlehre in Znaim und besuchte dann die Klosterschule des Prämonstratenserstiftes in Klosterbruck. Nach einer Wallfahrt nach Rom nahm er den Namen Clemens Maria an. Nach seiner Rückkehr von dort studierte er Theologie an der Wiener Universität. 1785 trat er in den Redemptoristenorden ein. Danach war er als Volksmissionar tätig. Um 1808 ließ er sich endgültig in Wien nieder, wo er zunächst als Kaplan und Rektor an der Wiener Kirche St. Ursula predigte.[1]

Verehrung des Heiligen Klemens Maria Hofbauer

Clemens Maria Hofbauer wurde am 29. Jänner 1888 von Papst Leo XIII. selig und am 20. Mai 1909 von Papst Pius X. heilig gesprochen. Seit 1914 ist er offiziell der Stadtpatron von Wien. Sein Gedenktag ist der 15. März.[1]

Erinnerungsstätten an Clemens Maria Hofbauer in der Republik Österreich

Niederösterreich

  • Maria Enzersdorf: Nach seinem Tod wurde Clemens Maria Hofbauer zunächst in Maria Enzersdorf auf dem "Romantikerfriedhof" beigesetzt. Dieses Grab von ihm ist bis heute erhalten.

Wien

  • Innere Stadt (Wien): Im Zuge seines Seligsprechungsprozesses wurden die Gebeine von Clemens Maria Hofbauer am 4. November 1862 als Reliquien in die Kirche Maria am Gestade überführt, die Kaiser Franz I. von Österreich um 1820 den Redemptoristen übergeben hatte. Das dortige Grab befand sich von 1859–1862 unter einer Grabplatte, einem Werk des Bildhauers Josef Gasser, das seit 1862 an der Wand aufgestellt wurde. Heute befinden sich seine Reliquien in einem Reliquienaltar aus Marmor, der 1987 vom Bildhauer Oskar Höfinger geschaffen wurde.
  • Penzing (Wien): Nach Clemens Maria Hofbauer ist der Clemens-Maria-Hofbauer-Hof, Linzer Straße 218, benannt. Diese Wohnhaus-Anlage wurde auf einem Teil der Liegenschaften des Karmelitenklosters nach dessen Übersiedlung ins Faniteum in Ober-St-Veit (Teil des 13. Wiener Gemeindebezirks) erbaut.[2]
  • Rudolfsheim-Fünfhaus: Ein modernes Heiligenbild von Inge Opitz findet sich in der Pfarrkirche Reindorf. Gemeinsam mit den Bildern des Seligen Pater Schwartz und von Papst Johannes Paul II. bildet es dort eine Art "Dreieinigkeit".
  • Hernals: 1894 wurde hier ein Platz nach ihm benannt.
  • Liesing: Clemens Maria Hofbauer ist auf einem der Kirchenfenster in der Pfarrkirche Liesing dargestellt, das vom Künlster Martin Häusle (* 1903; † 1966) geschaffen wurde.

Literatur

  • Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien, 1959. Band 2, S. 371f.
  • Friedrich Wilhelm Bautz: Hofbauer, Clemens Maria. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Bautz, Hamm, 1990. ISBN 3-88309-032-8. Band 2, Spalte 943-946
  • Felix Czeike (Hrsg.): Hofbauer, Clemens Maria. In: Historisches Lexikon Wien. Band 3, Kremayr & Scheriau, Wien 1994, ISBN 3-218-00545-0, S. 213–214.
  • Werner Welzig: Hofbauer, Klemens Maria. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Duncker & Humblot, Berlin, 1972. ISBN 3-428-00190-7. Band 9, S. 376f.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 vgl. Klemens Maria Hofbauer, Heiligenlexikon.DE, abgerufen am 14. Juni 2019
  2. vgl. Felix Czeike: XIV. Penzing (= Wiener Bezirkskulturführer. 14). Jugend & Volk, Wien, 1979, S. 34
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