Eishockeyspiele der österreichischen Nationalmannschaft: Unterschied zwischen den Versionen

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(Eishockey-Europameisterschaft 1912/13)
(Eishockey-Europameisterschaft 1912/13)
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'''Vizepräsident Müller (OeEHV) zur Europa-Meisterschaft in München'''
 
'''Vizepräsident Müller (OeEHV) zur Europa-Meisterschaft in München'''
:Vizepräsident Müller vom Österreichischen Eishockeyverband (OeEHV) war als offizieller Vertreter des Verbandes bei der Eishockey-Europameisterschaft in München. Nach seiner Rückkehr gibt er dem Illustrieten Sportblatt in Wien nachstehende Stellungnahme:  
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:Vizepräsident Müller vom Österreichischen Eishockeyverband (OeEHV) war als offizieller Vertreter des Verbandes bei der Eishockey-Europameisterschaft in München. Nach seiner Rückkehr gibt er dem Illustrierten Sportblatt in Wien nachstehende Stellungnahme:  
:"Ich war überrascht, als ich die Stätte erblickte, auf der die Europameisterschaft im Eishockey stattfinden sollte. Münchens Kunsteisbahn kann wohl einer geringen Menge von .. bummlern genügen, aber zur Austragung sportlicher Wettkämpfe oder Konkurrenzen ist sie nicht geeignet. Die Anlage der ..gedeckten  Kunsteisbahn reicht nicht an die Anlagen er Eispaläste anderer Großstädte, ist immerhin recht nett und konfortabel, weist aber nur eine Fläche von 40 m Länge und 15 m Breite auf.  
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:"Ich war überrascht, als ich die Stätte erblickte, auf der die Europameisterschaft im Eishockey stattfinden sollte. Münchens Kunsteisbahn kann wohl einer geringen Menge von Eisbummlern genügen, aber zur Austragung sportlicher Wettkämpfe oder Konkurrenzen ist sie nicht geeignet. Die Anlage der gedeckten  Kunsteisbahn reicht nicht an die Anlagen der Eispaläste anderer Großstädte, ist immerhin recht nett und komfortabel, weist aber nur eine Fläche von 40 m Länge und 16 m Breite auf.  
:Über das Spiel mit der Scheibe den Stab zu brechen wäre ein Unding. Mir erschien es als eine wüste Rauferei, Rugby auf dem Eise. Von anderer Seite, und ich muss betonen, von sportlich bekannten Persönlichkeiten wurde mir entgegengehalten, dass das viel zu kleine Spielfeld schuld daran wäre, dass das jetzt stark verbreitete Spiel .. erscheine: auf größeren Plätzen wäre dies nicht der Fall. .. den 14 Spielern und dem Schiedsrichter war der kleine Platz voll; es kamen Situationen vor, in denen sich vier ... Spieler um die Scheibe stritten; dabei wurde gerempelt, ..gestoßen, mit den Stöcken geschlagen; lauter Dinge, die .. Auge des Zuschauers kein erfreuliches Bild boten.  
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:Über das Spiel mit der Scheibe den Stab zu brechen wäre ein Unding. Mir erschien es als eine wüste Rauferei, Rugby auf dem Eise. Von anderer Seite, und ich muss betonen, von sportlich bekannten Persönlichkeiten wurde mir entgegengehalten, dass das viel zu kleine Spielfeld schuld daran wäre, dass das jetzt stark verbreitete Spiel mit der Scheibe roh erscheine; auf größeren Plätzen wäre dies nicht der Fall. Mit den 14 Spielern und dem Schiedsrichter war der kleine Platz voll; es kamen Situationen vor, in denen sich vier, fünf Spieler um die Scheibe stritten; dabei wurde gerempelt, gestoßen, mit den Stöcken geschlagen; lauter Dinge, die dem Auge des Zuschauers kein erfreuliches Bild boten.  
:Auf größeren Plätzen muss das Spiel mit der Scheibe ganz interessant sein, denn technisch steht es jedenfalls .. und stellt an die Spieler kolossale Anforderungen. Jedenfalls werde ich Gelegenheit nehmen, in nächster Zeit mir ein Wettspiel auf einem größeren Platz anzusehen. Hoffentlich kann ich dann einen besseren Eindruck gewinnen.  
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:Auf größeren Plätzen muss das Spiel mit der Scheibe ganz interessant sein, denn technisch steht es jedenfalls hoch und stellt an die Spieler kolossale Anforderungen. Jedenfalls werde ich Gelegenheit nehmen, in nächster Zeit mir ein Wettspiel auf einem größeren Platz anzusehen. Hoffentlich kann ich dann einen besseren Eindruck gewinnen.  
:Etwas finde ich noch erwähnenswert und dies ist .. die Auffassung der Ligue Internationale de Hockey sur Glace (LIHG)Punkto der Teilnahmeberechtigung der einzelnen Länder. Teilgenommen an der Meisterschaft haben Belgien, Deutschland, Österreich und - Böhmen. Für die Lique scheint Böhmen ein getrennter Staat zu sein. Es wirkt auf den Eingeweihten jedenfalls sehr komisch, wenn in einer Meisterschaft, die einzelne Länder ausfechten sollen, Österreich (Deutsche Eishockeygesellschaft in Prag) gegen Böhmen (Cesky Svaz Hockeyovy) spielt."
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:Etwas finde ich noch erwähnenswert und dies ist die Auffassung der Ligue Internationale de Hockey sur Glace (LIHG)Punkto der Teilnahmeberechtigung der einzelnen Länder. Teilgenommen an der Meisterschaft haben Belgien, Deutschland, Österreich und - Böhmen. Für die Lique scheint Böhmen ein getrennter Staat zu sein. Es wirkt auf den Eingeweihten jedenfalls sehr komisch, wenn in einer Meisterschaft, die einzelne Länder ausfechten sollen, Österreich (Deutsche Eishockeygesellschaft in Prag) gegen Böhmen (Cesky Svaz Hockeyovy) spielt."
 
 
  
  

Version vom 20. Juli 2018, 16:03 Uhr

  • Nachstehend sind alle Spiele der österreichischen Eishockey-Nationalmannschaft im Eishockey aufgeführt, ebenso die Spiele zur Ermittlung dieses Teams in den jeweiligen Spielzeiten. In vielen Veröffentlichungen beginnen diese Spiele mit den 20er Jahren. Das Eishockey wurde aber bereits stark zur Zeit der österreichisch-ungarischen Monarchie betrieben, siehe auch Bandy- und Scheibenspiel. Prag war Mittelpunkt des österreichischen Eishockeyspiels, aber auch Budapest spielte eine Rolle. Dieses änderte sich erst mit der Gründung des Österreichischen Eishockeyverbandes im Jahre 1912. Da der Verband aber über viele Jahre das Bandyspiel betrieb, und nur die Mitgliedsvereine aus Prag das Scheibenspiel beherrschten, blieb die Vorherrschaft von Prag als die stärkste Eishockeystand bis zum Ende der K.-u.K.-Monarchie bestehen.
  • Da bereits vor der Gründung des OeEHV der Böhmische Eishockeyverband "Cesky Svaz Hockeyovy" in 1908 gegründet wurde und bei Internationalen Turnieren und internationalen Meisterschaften auftrat, ist für diese Aktivitäten ein eigener Bericht erstellt worden. sind auch diese Spiele hier aufgenommen worden, da Böhmen Bestandteil Österreichs war. Gleiches gilt für Mannschaften, die für Österreich bei internationalen Veranstaltungen auftraten, wie beispielsweise die DEHG Prag, die den OEHV im Scheibenspiel vertrat.



Inhaltsverzeichnis

Saison 1911/12

3. Eishockey-Europameisterschaft 1912

  • Im Januar 1912 wurde der Österreichische Eishockeyverband (OeEHV) in Wien gegründet. Einer seiner Beschlüsse war, die Aufnahme in die LIHG, dem internationalen Verband, zu beantragen. Dieses wurde auch umgesetzt. Die die Aufnahme noch nicht beschlossen war, wurde bei der LIHG angefragt, ob Österreich an der EM 1912 teilnehmen könne. Dieses wurde bestätigt. Der OeEHV beauftragte die Deutsche Eishockey Gesellschaft Prag mit der Vertretung Österreichs bei der Eishockey-Europameisterschaft 1912. Böhmen war schon Mitglied in der LIHG und so spielten zwei österreichische Mannschaften bei der EM 1912 mit.
  • Die 3. Eishockey-Europameisterschaft fand vom 2. bis 4. Februar 1912 in Prag statt. Veranstalter war der Gewinner der letzten Eishockey Europa-Meisterschaft 1911 Böhmen, vertreten durch den Verband Cesky Svaz Hockeyovy. Der Verband hatte entschieden, dass die Mannschaft für die EM 1912 von Slavia Prag gestellt wird. Während Slavia schon längere Zeit mit der Scheibe spielte, hatte die DEHG erst vor einiger Zeit damit begonnen und es fehlte der Mannschaft noch die Routine.


Datum Spielort Teilnehmer Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
02. Februar 1912 Prag, Österreich - Böhmen(Ö) 0:5(0-2,0-3) 1500 s.u.
03. Februar 1912 Prag, Österreich - Deutsches Reich 1:4(1-2,0-2)
04. Februar 1912 Prag, Böhmen(Ö) - Deutsches Reich 2:2(1-1,1-1) s.u.


Spiel 02. Februar 1912 Österreich - Böhmen(Ö)

  • Schiedsrichter: Ing. Kühnel (Ceska Sport. Spol.)
  • Team Österreich: Tor: Oskar Nowak, Backs: Fritz Pipes, Emil (Pseud.) Half: Hans Teller, Sturm: Recolla, Krumbholz, Schreuer,
  • Team Böhmen: Tor: Wälzer, Backs: Pallausch, Otakar Vindis, Half: J. Reznicek, Stürmer: Jarkovsky, Sroubek, Jirkovsky,
  • Das Spiel in Prag, Slaviaplatz, zwischen Österreich und Böhmen endete 0:5(02,0-3) vor 1500 Besuchern. Die böhmische Mannschaft des Cesky Svaz Hockeyovy bestand aus den besten Spielern von Slavia Prag. Die DEHG Prag war vom OeEHV um die Teilnahme gebeten worden und hielt sich überraschend gut, besonders Tor und Verteidigung. Die Stürmer waren noch nicht richtig schusssicher und zu langsam. Zwei Tore konnte Oskar Nowak nicht halten, da ihm die Sicht versperrt war. Der Stürmer Jarkovsky war der beste Mann bei den Böhmen. Er machte allein 3 Tore. Hinzu kamen je ein Treffer von Jirkovski und Otakar Vindis.


Spiel 03. Februar 1912 Österreich - Deutsches Reich

  • Schiedsrichter: Herites (Slavia),
  • Team Österreich: Tor: Oskar Nowak, Backs: Fritz Pipes, Emil (Pseud.) Half:Hans Teller, Sturm: Recolla, Krombholz, Schreuer,
  • Team Deutsches Reich: Tor: Hohendorff (BSC), Backs: Warmuth (Charlottenburg), Half: Steinke (BSC)(Kapitän), Anders (Britannia), Sturm: Lange, Glimm, (BSC), Martin (Charlottenburg), Ersatz: ?
  • Das Spiel zwischen Österreich und Deutschen Reich endet 1:4(1-2,0-2). Die Deutschen mussten ihre Mannschaft verändern, da die Preußen-Spieler wegen eines anderen Spieles nicht teilnehmen konnten. Zu Beginn der ersten Halbzeit drängten die Österreicher die Deutschen immer wieder vor deren Tor. Dann aber befreiten sich die Deutschen und griffen immer wieder das österreichische Tor an. Es gelang ihnen dann in der 10 Minute durch Glimm und in der 11. Minute durch Lange zwei Tore zu erzielen. Es blieb noch einige Zeit bei der Überlegenheit der Deutschen. Dann jedoch rappelten sich die Österreicher wieder auf und konnten durch Fritz Pipes das Anschlusstor erzielen. Danach brach Fritz Pipes allein durch, überlief vier Berliner Spieler, konnte aber die Scheibe nicht ins Tor bringen. Nach der Pause sahen die Zuschauer ein wechselndes Spiel. Die Österreicher schießen öfter aufs Tor, bringen die Scheibe aber nicht hinein. Dann werden die Deutschen wieder stärker. In der 34. Minute kann Glimm das 1:3 einschießen und in der 38. Minute schafft Lange den Endstand von 1:4. Man merkt, dass die Spieler der DEHG, die Österreich in dieser Europameisterschaft vertreten, erst seit kurzem das Spiel mit der Scheibe trainieren. Es fehlt, vor allem bei den jüngeren Spielern, noch die Routine.


Spiel 04. Februar 1912 Böhmen (Ö) - Deutsches Reich

  • Schiedsrichter: Herites (Slavia),
  • Team Böhmen: Tor: Wälzer, Backs: Pallausch, Otakar Vindys, Half: J. Reznicek, Stürmer: Jarkovsky, Sroubek, Jirkovsky,
  • Team Deutscher Reich: Tor: Mayer (Berliner Preußen), Backs: Steinke (BSC), Träger (Preußen), Half:Warmuth (Charlottenburg), Sturm: Lange, Glimm, (Schlittschuhclub), Martin (Charlottenburg), Ersatz: Jakob (Britania),
  • Das Spiel zwischen Böhmen und Deutsches Reich endete 2:2(1-1,1-1) unentschieden. Als Ehrengast war auch der Statthalter Fürst Thun anwesend. In der ersten Halbzeit waren die Deutschen stark überlegen. Den ersten Treffer konnte Vindys in der 10. Minute für die Böhmen einschießen. Dieser Treffer überschattete die Europameisterschaft. Die Deutschen behaupteten, dass die Scheibe bereits im Tor gewesen sein und man dieses dann nach hinten verschoben hätte, da es lose gewesen sein. Angeblich sagte man den Deutschen zu, dass der Treffer nicht anerkannt werde. Er zählte aber. Ein Tor fiel dann noch in dieser Spielzeit durch Martin zum 1:1. Nach der Pause waren die Böhmen zwar etwas stärker, die Deutschen konnten aber durch Lange in Führung gehen. Als sich der deutsche Verteidiger Warmuth dann verletzte, konnte Sroubek für die Böhmen den Ausgleichstreffer zum 2:2 erzielen. Schiedsrichter Herites erlitt bei dem Spiel eine leichte Verletzung.


Die österreichische Mannschaft des böhmischen Eishockeyverbandes belegte den 1. Platz, Deutschland wurde zweiter und den dritten Platz belegte Österreich. Böhmen wurde der Sieg zuerkannt, da es das bessere Torergebnis erzielt hatten (gegen Österreich). Die Deutschen erklärten, gegen diese Entscheidung einen Protest bei der Liga einzureichen, da das erste Tor der Böhmen nicht hätte anerkannt werden dürfen.


  • Böhmen gewann die EM 1912. Deutschland legte einen Protest ein.
17. März 1912: Der Präsident der LIHG Louis Magnus aus Paris teilte mit, dass die EM 1912 in Prag für ungültig erklärt wird und eine Widerholung stattzufinden habe. Begründung war, dass der Verband die Teilnahme der DEHG aus Prag nicht hätte gestatten dürfen. Magnus schlug weiter vor, anläßlich eines Turniers in Brüssel die Böhmen und die Deutschen gegeneinander antreten zu lassen und den Europameister neu auszuspielen. Sofort nach dieser Mitteilung bemühen sich die Deutschen, das Spiel nach Berlin zu verlegen.[1] Eine ähnlich lautende Erklärung wurde auch in Berlin veröffentlicht.
Der Antrag auf Aufnahme wurde am 18. März 1912 von LIHG genehmigt. Somit war der österreichische Verband zur EM 1912 noch keine Mitglied in der LIHG. In der Mitgliederversammlung des Verbandes vom 22. bis 23. März in Brüssel wurde dann bestätigt, die WM 1912 für ungültig zu erklären.
30. März 1912: Intern. Liga stimmt Protest der Deutschen zu
Die Liga ist dem Protest aus Deutschland gefolgt und ordnet die Neuaustragung der EM 1912 an.[2]


22./23. März 1912: Mitgliederversammlung der IIHV in Brüssel 1912
In der Mitgliederversammlung des Verbandes vom 22. bis 23. März in Brüssel wurde dann bestätigt, die WM 1912 für ungültig zu erklären. Weiterhin wurde beschlossen, die nächste Meisterschaft in Berlin auszutragen. Der bisherige Präsident Magnus trat auf Grund dieser Entscheidung zurück. Neuer Präsident wurde Vandebuleke aus Brüssel.




Saison 1912/13

Freundschaftsspiel zur EM in München

Datum Spielort Teilnehmer Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
25. Jänner 1913 München, Ö (DEHG) - Männerturnverein München S F 2:5(1-4,1-1) s.u.



Spiel 25. Jänner 1913 Ö(DEHG) - Männerturnverein München

  • Schiedsrichter:
  • Das Freundschaftspiel in München anläßlich der Europameisterschaft 1913 zwischen der DEHG und dem Männerturnverein München endet 2:5(1-4,1-1). Die DEHG trat hier als Nationalmannschaft von Österreich auf. Auf dem kleinen Platz in München, auf dem die Münchner häufiger spielen, sind diese den Österreichern mit ihrem Kombinationsspiel überlegen. Gleich zu Beginn der ersten Halbzeit können E. und F. Rauch zwei Tore einschießen. Dann gelingt Jimmy Pipes der Anschlusstreffer zum 1:2. Dr. Pipes erleidet jetzt ein Verletzung und muss ausscheiden. Daraufhin spielen beide Mannschaften mit 6 Mann weiter. Bis zur Pause erhöhen die Münchner noch auf 1-4. Nach der Pause sind die Österreicher etwas stärker. Es fehlt Ihnen aber am Abschluss. Jimmy Pipes kann aber noch ein Tor machen. Auch den Münchnern gelingt noch ein Treffer. Mit 2:5 gewinnen die Münchner das Freundschaftsspiel.



Eishockey-Europameisterschaft 1912/13

  • Die 4. Eishockey-Europameisterschaft fand vom 25. bis 27. Jänner 1913 in München auf der Eisbahn in der Galeriestraße statt. Vier Länder nahmen teil. Wiederum hatten Böhmen und Österreich ihre Teilnahme angemeldet.


  • Der Einspruch Deutschlands gegen die Teilnahme von zwei österreichischen Mannschaften wurde von der Liga abgelehnt. Österreich wurde wieder von der Deutschen Eishockey-Gesellschaft Prag vertreten, da diese das Spiel mit der Scheibe beherrschte.


  • Als Taktlosigkeit wurde in der Presse gewertet, dass die Böhmen bei dem Spiel gegen Deutschland Spiel den aufgestellten Schiedsrichter, den Präsidenten der internationalen Eishockeyliga Henry van der Bulcke aus Brüssel, ablehnten.


  • Die Böhmen legten beim Veranstalter am 25. Jänner 1913 einen Protest gegen die Ausmaße des Eisplatzes von 40 x 18 Metern und die schlechten Toranlagen ein. Am nächsten Tag schloss sich Österreich dem Protest an.[3] Für Eishockeymannschaften die im Freien Spielen ist die Eisbahn in München viel zu klein, für Saalmannschaften, wie Belgien, natürlich ideal.


Vizepräsident Müller (OeEHV) zur Europa-Meisterschaft in München

Vizepräsident Müller vom Österreichischen Eishockeyverband (OeEHV) war als offizieller Vertreter des Verbandes bei der Eishockey-Europameisterschaft in München. Nach seiner Rückkehr gibt er dem Illustrierten Sportblatt in Wien nachstehende Stellungnahme:
"Ich war überrascht, als ich die Stätte erblickte, auf der die Europameisterschaft im Eishockey stattfinden sollte. Münchens Kunsteisbahn kann wohl einer geringen Menge von Eisbummlern genügen, aber zur Austragung sportlicher Wettkämpfe oder Konkurrenzen ist sie nicht geeignet. Die Anlage der gedeckten Kunsteisbahn reicht nicht an die Anlagen der Eispaläste anderer Großstädte, ist immerhin recht nett und komfortabel, weist aber nur eine Fläche von 40 m Länge und 16 m Breite auf.
Über das Spiel mit der Scheibe den Stab zu brechen wäre ein Unding. Mir erschien es als eine wüste Rauferei, Rugby auf dem Eise. Von anderer Seite, und ich muss betonen, von sportlich bekannten Persönlichkeiten wurde mir entgegengehalten, dass das viel zu kleine Spielfeld schuld daran wäre, dass das jetzt stark verbreitete Spiel mit der Scheibe roh erscheine; auf größeren Plätzen wäre dies nicht der Fall. Mit den 14 Spielern und dem Schiedsrichter war der kleine Platz voll; es kamen Situationen vor, in denen sich vier, fünf Spieler um die Scheibe stritten; dabei wurde gerempelt, gestoßen, mit den Stöcken geschlagen; lauter Dinge, die dem Auge des Zuschauers kein erfreuliches Bild boten.
Auf größeren Plätzen muss das Spiel mit der Scheibe ganz interessant sein, denn technisch steht es jedenfalls hoch und stellt an die Spieler kolossale Anforderungen. Jedenfalls werde ich Gelegenheit nehmen, in nächster Zeit mir ein Wettspiel auf einem größeren Platz anzusehen. Hoffentlich kann ich dann einen besseren Eindruck gewinnen.
Etwas finde ich noch erwähnenswert und dies ist die Auffassung der Ligue Internationale de Hockey sur Glace (LIHG)Punkto der Teilnahmeberechtigung der einzelnen Länder. Teilgenommen an der Meisterschaft haben Belgien, Deutschland, Österreich und - Böhmen. Für die Lique scheint Böhmen ein getrennter Staat zu sein. Es wirkt auf den Eingeweihten jedenfalls sehr komisch, wenn in einer Meisterschaft, die einzelne Länder ausfechten sollen, Österreich (Deutsche Eishockeygesellschaft in Prag) gegen Böhmen (Cesky Svaz Hockeyovy) spielt."



Datum Spielort Teilnehmer Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
25. Jänner 1913 München Böhmen(Ö) - Belgien 4:4(0-1-4-3 s.u.
26. Jänner 1913 München Belgien - Deutsches Reich 8:5(5-3,3-2) s.u.
26. Jänner 1913 München Österreich - Belgien 1:13(0-7,1-6) s.u.
26. Jänner 1913 München Böhmen(Ö) - Deutsches Reich 4:2(2-0,2-2) s.u.
27. Jänner 1913 München Österreich - Böhmen(Ö) 0:7(0-2,0-5) s.u.
27. Jänner 1913 München Österreich - Deutsches Reich 4:14(2-9,2-5) s.u.


Spiel 25. Jänner 1913 Böhmen(Ö) - Belgien

  • Schiedsrichter: Steinke (Berliner Schlittschuh Club),
  • Team Böhmen: Tor: Jan Peka (Karlin), Verteidigung: Dr. Fleischmann (Slavia), Pallausch (Spolecnost), Deckung: Josef Sroubek (Spolecnost), Sturm: Jaroslav Jarkovsky (Kapitän), (Slavia) , Jaroslav Jirkovsky (Slavia), Josef Rublic (Spolecnost),
  • Das Spiel am Nachmittag zwischen Böhmen (Ö) und Belgien endet 4:4(0-1,4-3).[4][5] Den Belgiern kam der kleine Eisplatz in München sehr gelegen. In Belgien sind die Plätze in der Regel von der gleichen Größe. Sie konnten in gewohnter Weise wie zu Hause spielen und ihre ganze Kampfkraft beweisen. Bei den Böhmen fiel die rohe Spielweise unangenehm auf. Das Unentschieden zeigt, dass beide Mannschaften gleichwertig waren. [6]In der 1. Halbzeit konnten die Belgier den Führungstreffer erzielen. In der zweiten Halbzeit konnten Jirkovsky(3) und Pallausch die Tore für Böhmen erzielen.


===Spiel 26. Jänner 1913 Belgien - Deutsches Reich

  • Schiedsrichter: Dr. Mason, Münchner Sportklub
  • Das Spiel am Vormittag zwischen Belgien und Deutschland endete 8:5(5-3,3-2). Die Deutschen mussten für ihren Spieler Wegener Ersatz stellen, der aber nicht die erwartete Leistung brachte. Beide Mannschaften spielten gleichstark, wobei die Belgier energischer auftraten. Die Deutschen beginnen überlegen und können durch Lange, Martin und Steinke drei Tore erzielen. Die Belgier setzen sich aber im Laufe des Spieles immer wieder durch und gewinnen schließlich das Spiel mit 8:5.



Spiel 26. Jänner 1913 Österreich - Belgien

  • Schiedsrichter: Lange, Berliner Schlittschuh Club,
  • Team Österreich: Tor: Ing. Nowak, Verteidiger: Teller, Dr. Pipes, Deckung: Payer, Sturm: Schöpp, Jimmy Pipes, Krumbholz,
  • Das Spiel am Nachmittag zwischen Österreich und Belgien endete 1:13(0-7,1-6). Die Belgier spielen konsequenter als die Österreicher. Torwart Nowak hat heute keinen guten Tag. während die Verteidiger Teller und Dr. Pipes ein gutes Spiel zeigen. Baron de Blommaert und Prez bei den Belgiern sind ausgezeichnet und greifen vehement an. So können die Belgier 7 Treffer in der ersten Halbzeit erzielen. Zu Beginn der zweiten Halbzeit haben sich die Österreicher etwas gefangen und Jimmy Pipes kann in der 10 Minute den Ehrentreffer für seine Mannschaft einschießen. Die Belgier werden wieder stärker und schießen noch weitere 6 Tore, so dass das Spiel 1:13 endet.



Spiel 26. Jänner 1913 Böhmen(Ö) - Deutsches Reich

  • Schiedsrichter: Dr. Mason
  • Team Böhmen: Tor: Peka (Karlin), Verteidigung: Dr. Fleischmann (Slavia), Pallausch (Spolecnost), Deckung: Sroubek (Spolecnost), Sturm: Jarkovsky (Slavia), Jirkovsky (Slavia), J. Rublic (Spolecnost), Ing. Windisch (Slavia) spielt für J. Rublic
  • Team Deutsches Reich: Tor: Schmitz, Verteidigung: Steinke, Warmuth, Grauel, Sturm: Rauch (Münchner Männerturnverein), Martin, Lange,
  • Das Spiel am Abend zwischen Böhmen(Ö) und Deutschland endet 4:2(2-0,2-2).[7] Für das Spiel ist der Präsident der Internationalen Eishockeyliga van de Boiken als Schiedsrichter aufgestellt worden. Die Böhmen lehnen ihr ab und so muss Dr. Mason das Spiel pfeifen. Es fehlte ihm jedoch die Erfahrung für solche Spiele. Das Spiel artet öfters aus, vor allem auf Seiten der Böhmen. Die Böhmen spielen mehr als scharf. Die Böhmen können in der ersten Spielhälfte schon nach kurzer Zeit den Führungstreffer erzielen. Vor der Pause gelingt ihnen auch noch ein weiterer Treffer. In der zweiten Spielhälfte werden die Deutschen stärker und können ebenso wie die Böhmen zwei Tore einschießen. Die Tore für Deutschland erzielt beide Rauch.




Spiel 27. Jänner 1913 Österreich - Böhmen(Ö)

  • Schiedsrichter: Wahrmut (Charlottenburg),
  • Team Böhmen: Tor: Peka (Karlin), Verteidigung: Dr. Fleischmann (Slavia), Pallausch (Spolecnost), Deckung: Sroubek (Spolecnost), Sturm: Jarkovsky (Slavia), Jirkovsky (Slavia), J. Rublik (Spolecnost),
  • Team Österreich: Tor: Ing. Nowak, Verteidiger: Teller, Dr. Pipes, Deckung: Payer, Sturm: Schöpp, Jimmy Pipes, Krumbholz,
  • Das Spiel zwischen Österreich und Böhmen endet 0:7(0-2,0-5). In der ersten Halbzeit können die Böhmen nach längerem Gleichstand zwei Tore durch Windisch und Jarkovsky gegen die Österreicher erzielen. In der zweiten Halbzeit fällt längere Zeit kein Tor. Dann können die Österreicher nicht mehr mithalten und in den letzten 10 Minuten des Spiels treffen die Böhmen noch 5 Mal ins Österreichische Tor und erzielen damit den Endstand von 0:7.



Spiel 27. Jänner 1913 Österreich - Deutsches Reich

  • Schiedsrichter: Römer (Männerturnverein München)
  • Team Österreich: Tor: Ing. Nowak, Verteidiger: Teller, Dr. Pipes, Deckung: Payer, Sturm: Schöpp, Jimmy Pipes, Krumbholz,
  • Das Spiel zwischen Österreich und Deutschland endet 4:14( ).[8] Für Payer spielte heute R. Burka. Bei den Deutschen spielt statt Grauel der Münchner F. Rauch. Die Deutschen sind den Österreichern spielerisch stark überlegen. Lange schießt die meisten Tore für Deutschland und ist im Spiel mit besten Einzelleistungen zu sehen. Die vier Tore für die Österreicher schoss Jimmy Pipes.



Platz Mannschaft Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte Bemerkungen
1 Belgien 3 2 1 0 25:10 5
2 Böhmen (Ö) 3 2 1 0 15:6 5
3 Deutsches Reich 3 1 0 2 21:16 2
4 Österreich 3 0 0 3 5:34 0


Eishockey-Europameister 1912/13: Belgien

Belgien gewinnt die Europameisterschaft wegen des besseren Torverhältnisses vor Böhmen und Deutschland. In den Statuten ist Vermerk, dass nicht das bessere Torverhältnis, sondern nur die geschossenen Tore bei Punktgleichheit zählen. Nach dem Torverhältnis wäre die böhmische Mannschaft Sieger sein müssen. Österreich, vertreten durch die DEHG Prag, erreicht den vierten Platz.

2. LIHG Eishockey-Meisterschaft 1912/13

Die Ligue Internationale de Hockey sur Glace (LIHG) schrieb für 1913 eine internationale Eishockey-Meisterschaft vom 22. bis 24. Februar 1913 aus. Nach Brüssel im Vorjahr war dieses die 2. Meisterschaft der LIHG. Austragungsort war St. Moritz in der Schweiz. Die DEHG Prag erhielt eine Einladung als Vertreter von Österreich. Eine Teilnahme war jedoch nicht möglich, da verschiedene Spieler keine Freistellung bekamen.


Saison 1913/14

Saison 1914/15 bis 1917/18

Es fanden keine Eishockey-Europameisterschaften statt. Österreich wurde aus der LIHG ausgeschlossen und erst in der Saison 1921/22 wieder im internationalen Verband aufgenommen.



Saison 1921/22

  • Da sich überwiegend die Mannschaft des Wiener Eislaufvereins mit dem Spiel mit der Scheibe beschäftigte, beschloss der OeEHV, eine Mannschaft aus Spielern des WEV zu den Winter-Kampfspielen vom 21. bis 29. Jänner nach Garmisch-Partenkirchen zu schicken. Eine reine WEV-Mannschaft gab es dann aber doch nicht.


Nationalspiele ohne Meisterschaften

Datum Spielort Mannschaften Ergebnis Zuschauer Bemerkungen/Torschützen
8. Jänner 1922 Wien, WEV-Platz Österreich Team A - Team B 13:1(6-0,7-1) AuswahlSpiel f. Garmisch-P.
16. Jänner 1922 Wien, WEV-Platz Österreich Team A - Team B ? Testspiel f. Garmisch-P.
29. Jänner 1922 Wien, WEV-Platz Österreich - Wiener Auswahl 8:0(4-0,4-0) s.u.



Spiel 8. Jänner 1922 Ö Team A - Ö Team B

  • Schiedsrichter: Edgar Dietrichstein,
  • Team A: Tor: Treller, Verteidiger: Alexander Lebzelter, Alfred Revy, Sturm: Herbert Brück, Walter Brück, Louis Goldschmid,
  • Team B: Tor: Henkel, Verteidiger: Georg Gröbsch, Lichtnecker (WAC), Sturm: Ulrich Lederer (WAC), Tauber, Färber Ersatz: Heinze, Rauch.
  • Das Spiel zur Auswahl der Teilnehmer an den Kampfspielen in Garmisch-Partenkirchen zwischen Team A und Team B endete 13:1(6-0,7-1). Auf dem WEV-Platz fand ein Probespiel zweier Mannschaften statt, um ein Team für die deutschen Kampfspiele in Garmisch-Partenkirchen auszusuchen. 13:1 gewann das A-Team gegen das B-Team. Im B-Team spielten Mitglieder des Wiener Athletiksport Clubs (WAC) mit. Die Zuschauer sahen ein faires und spannendes Spiel. Es war auch nicht roh und gefährlich für Spieler und Zuschauer, wie mancher im Vorfeld befürchtet hatte. Die Technik des Spiels wurde noch nicht voll beherrscht. Ulrich Lederer machten heute erst sein zweites Spiel mit der Scheibe. Da man erst das Führen der Scheibe lernen muss, gab es nicht viele Kombinationen. An der Stocktechnik muss somit noch gearbeitet werden.
Die Verteidiger Alexander Lebzelter und Alfred Revy zeigten eine gute Leistung. Alexander Lebzelter war flink, dafür spielte Alfred Revy schärfer. Walter Brück war auf dem Flügel gut, Herbert Brück etwas schwächer. Für Lichtneker war das Tempo zu schnell. Tretter im Tor der A-Mannschaft hatte nicht allzuviel zu tun. An dem Tor war unhaltbar. Sein gegenüber Henckel war sehr schwach. Von den 13 Toren hätte er mindestens 7 halten können. Ulrich Lederer ging mit der Scheibe oft nach vorne. Er hat es aber noch nicht gelernt, den Stock mit zwei Händen zu führen. Wenn er dass beherrscht, wird er auch Tore schießen können. Tauber war schnell, spielte aber unfair. Ihn ereilte das gleiche Schicksal, wie seinem Partner Ulrich Lederer, der auch für längere Zeit das Eis verlassen musste. Die Ehre, als erster Spieler zu Beginn der beiden Halbzeiten ausgeschlossen zu werden, gebührt Herbert Brück. Wegen kleinerer Vergehen musste er jeweils 1 Minute vom Eis. Gleich vom Anfangsbully bekommt Herbert Brück die Scheibe, bricht durch und erzielt das erste Tor. Danach kann Alexander Lebzelter den zweiten Treffer landen. Das 3:0 fällt nach einer schönen Kombination von Walter und Herbert Brück. Die nächsten drei Tore fallen durch Herbert Brück, Walter Brück und Louis Goldschmid. Mit dem Stand von 6:0 geht es in die Halbzeitpause.
Herbert Brück beginnt mit dem Torreigen in der zweiten Spielzeit. Dann schafft Alfred Revy mit einem Alleingang das 8:0. Louis Goldschmid und Herbert Brück schießen die Tore 9 und 10. Dann kommt die Stunde des B-Teams. Ulrich Lederer bricht durch und erzielt den Ehrentreffer für sein Team. Der 11. Treffer des A-Teams erfolgt nach einer schönen Kombination von Walter Brück, Alexander Lebzelter. Herbert Brück schafft das 12:0 und Walter Brück mit einem Alleingang den letzten Treffer zum Endstand von 13:1.
Drei Mitglieder des OeEHV, Oskar Schlesinger, Ing. Edgar Dietrichstein und Wildam, sind bei dem Spiel anwesend und werden die Leistungen der Spieler begutachten. Dem Verband wird dann ein Vorschlag für die Zusammensetzung der Mannschaft für die Kampfspiele in Deutschland unterbreitet. Es ist das erste Spiel zweier Wiener Mannschaften im Scheibenspiel, welches in Wien stattfindet.
Nachstehende Spieler wurden in die Vorschlagsliste übernommen: Tor: Poppovich, Feldspieler: Alfred Revy, Alexander Lebzelter, Walter Brück, Ulrich Lederer, Herbert Brück, Ersatz: Tauber, Louis Goldschmid.


Spiel 16. Jänner 1922, Ö Team A - Ö Team B

  • Schiedsrichter: Ing. Edgar Dietrichstein
  • Team A: Treller, Alexander Lebzelter, Louis Goldschmid, Herbert Brück, Ulrich Lederer (WAC), Walter Brück,
  • Team B: Poppovich, Alfred Revy, Georg Gröbsch, Lichtnecker (WAC), Tauber, Färber,
  • Wie das zweite Spiel zur Auswahl der Teilnehmer an den Kampfspielen in Garmisch-Partenkirchen zwischen Team A und Team B endete ist nicht bekannt. Zwei Spieler sind vom WAC, der Rest gehört zum WEV. Die vorgeschlagene Mannschaftsaufstellung für Garmisch-Patenkirchen wird geändert, da Alfred Revy nicht mitfahren kann. Statt dessen wird Louis Goldschmid spielen. Als Ersatz für diesen rückt Färber nach. Das Spiel beginnt um 19.00 Uhr auf dem WEV-Platz, wo danach die Kostüm-Redoute des WEV stattfindet.


  • 16. Jänner 1922: Endgültige Aufstellung für die Kampfspiele
Tor: Poppovich (WEV), Verteidiger: Louis Goldschmid (WEV), Alexander Lebzelter (WEV), Sturm: Walter Brück (WEV), Ulrich Lederer (WAC), Herbert Brück (WEV), Ersatz: Tauber (WEV), Färber (WEV),


Spiel 29. Jänner 1922 Ö - Wiener Auswahl

  • Schiedsrichter:
  • Tor: Poppovich (WEV), Verteidiger: Louis Goldschmid (WEV), Alexander Lebzelter (WEV), Sturm: Walter Brück (WEV), Ulrich Lederer (WAC), Herbert Brück (WEV), Ersatz: Tauber (WEV), Färber (WEV),
  • Das Spiel zwischen der Österreichischen Nationalmannschaft und der Wiener Auswahl endete 8:0(4-0,4-0). Nach der Rückkehrer von den Winterkampfspielen sollte hier der Bevölkerung noch einmal das Eishockeyspiel mit der Scheibe demonstriert werden. Die Tore für die Nationalmannschaft schossen Ulrich Lederer (WAC) (5) und Herbert Brück (WEV) (3).


Winterkampfspiele 1922

Datum Spielort Mannschaften Ergebnis Zuschauer Bemerkungen/Torschützen
23. Jänner 1922 Garmisch-Partenkirchen Österreich - Sportclub Charlottenburg 1:2(0-0,1-2) s.u.
23. Jänner 1922 Garmisch-Partenkirchen Österreich - Berliner Schlittschuh Club 1:4(0-1,1-3) s.u.
24. Jänner 1922 Garmisch-Partenkirchen Österreich - Männerturnverein München 0:1(0-1,0-0) ) s.u.
26. Jänner 1922 Garmisch-Partenkirchen Österreich - Münchner Hockey- und Tennisclub 9:0( ) s.u.




Spiel 23. Jänner 1922 Ö - Sportclub Charlottenburg

  • Schiedsrichter:
  • Tor: Poppovich (WEV), Verteidiger: Louis Goldschmid (WEV), Alexander Lebzelter (WEV), Sturm: Walter Brück (WEV), Ulrich Lederer (WAC), Herbert Brück (WEV), Ersatz: Tauber (WEV), Färber (WEV),
  • Das Spiel zwischen Österreich und dem Sportclub Charlottenburg endete 1:2(0-0,1-2). Die Österreicher waren häufig vor dem gegnerischen Tor. Es fehlte jedoch die Schußkraft bei den Spielern. Man merkte Ihnen an, dass die Spielpraxis der anderen deutschen Vereine nicht vorhanden war. In der ersten Hälfte schossen die Berliner ein Tor. In der zweiten Halbzeit trafen beide Mannschaften noch einmal, so dass das Spiel 1:2 endete.



Spiel 23. Jänner 1922 Ö - Berliner Schlittschuhclub

  • Schiedsrichter:
  • Tor: Poppovich (WEV), Verteidiger: Louis Goldschmid (WEV), Alexander Lebzelter (WEV), Sturm: Walter Brück (WEV), Ulrich Lederer (WAC), Herbert Brück (WEV), Ersatz: Tauber (WEV), Färber (WEV),
  • Das Spiel zwischen Österreich und dem Berliner Schlittschuhclub endete 1:4(0-1,1-3). (Wiener Sportblatt 1:5(0-1).Dieses zweite Spiel der Österreicher fand gegen die beste Mannschaft in der Konkurrenz statt. Trotzdem konnte man mithalten und ließ nur ein Tor der Deutschen in der ersten Halbzeit zu. In der zweiten Spielzeit zeigte sich die fehlende körperliche Kondition. Da die Berliner keine Auswechselspieler hatten, durften auch die Österreicher nicht auswechseln. Die Berliner Mannschaft machte noch drei Treffer, die Österreicher erzielten durch Louis Goldschmid ihren Ehrentreffer.


Spiel 24. Jänner 1922 Ö - Männerturnverein München

  • Schiedsrichter:
  • Tor: Poppovich (WEV), Verteidiger: Louis Goldschmid (WEV), Alexander Lebzelter (WEV), Sturm: Walter Brück (WEV), Ulrich Lederer (WAC), Herbert Brück (WEV), Ersatz: Tauber (WEV), Färber (WEV),
  • Das Spiel zwischen Österreich und dem Männerturnverein München endete 0:1(0-1,0-0) ). Die Österreicher machten in dem Spiel gegen den deutschen Eishockeymeister 1922 eine gute Figur. Beim Torschuß gegen die Münchner fehlte jedoch das notwendige Glück. Viele der Schüsse wurden von dem ausgezeichneten Torwart der Münchner gehalten oder gingen knapp am Tor vorbei. Das Siegestor konnten die Münchner bereits in der 1. Halbzeit erzielen.


Spiel 26. Jänner 1922 Ö - Münchner Hockey- und Tennisclub

  • Schiedsrichter:
  • Tor: Poppovich (WEV), Verteidiger: Louis Goldschmid (WEV), Alexander Lebzelter (WEV), Sturm: Walter Brück (WEV), Ulrich Lederer (WAC), Herbert Brück (WEV), Ersatz: Tauber (WEV), Färber (WEV),
  • Das Spiel zwischen Österreich und dem Münchner Hockey- und Tennisclub endete 9:0( ). Die junge österreichische Mannschaft hatte bei den vorherigen Spielen einiges dazugelernt. Mit Kampfgeist wurde das Spiel gegen den Münchner Hockey- und Tennisclub geführt und 9:0 gewonnen.
Männerturnverein München - Sportklub Charlottenburg 4:0
Sportklub Charlottenburg - Münchner Hockey- und Tennisclub 9:0
Berliner Schlittschuhclub - Männerturnverein München 3:0


Endtabelle

Platz Mannschaft Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte Bemerkungen
1 Berliner Schlittschuhclub 4 3 1 0 26-2 7
2 Männerturnverein München 4 3 0 1 8-5 6
3 Sportklub Charlottenburg 4 2 1 1 12-6 5
4 Österreich 4 2 0 3 11-8 2
5 Münchner Hockey- und Tennisclub 4 0 0 4 4-40 0



  • Am 27. Jänner 1922 kehrte die Mannschaft aus Garmisch-Partenkirchen nach Wien zurück.




Saison 1922/23

keine Spiele



Saison 1923/24

  • 04. Jänner 1924: Winter-Olympiade 1924
Die Auslosung der Spiele der Winterolympiade ergabe folgende Spiele:
Gruppe A:
Schweiz, Schweden, Kanada, Tschechoslowakei,
Gruppe B:
Großbritannien, Österreich, Frankreich, USA, Belgien,
Spiele der Österreicher:
-28. Jänner 1924: Ö - GB
-29. Jänner 1924: Ö - Belgien
-31. Jänner 1924: Ö - USA
-01. Februar 1924: Ö - Frankreich
  • 17. Jänner 1924: OeEHV nimmt nicht an Winterolympiade in Chamonix teil
Die Teilnahme der Österreicher an den Olympischen Winterspielen in Chamonix kann nicht erfolgen, da die finanziellen Mittel hierfür fehlen. Außerdem können die Internationalen Herbert Brück, Walter Brück und Alfred Revy nicht teilnehmen. Damit hätte die Restmannschaft keine Möglichkeit mehr, die Spiele mit Erfolg zu bestehen.



Saison 1924/25

Nationalspiele ohne Meisteschaften

Eishockey Europameisterschaft 1925

  • Die Eishockey-Europameisterschaft 1925 findet vom 6. und 7. Jänner mit dem Internationalen Kongreß in Prag statt. Es erfolgt wegen dem Wetter die Verlegung nach Csorba, wo die Spiel am 8. Jänner 1925 beginnen sollen. Als das Wetter auch das nicht zuläßt, fährt man nach Strbske Pleso in der Tschechoslowakei, wo vom 9. bis 11. Jänner 2015 die Spiele dann doch erfolgen können.


  • 10. Dezember 1924: OeEHV nimmt an EM 1924 teil
Dem tschechoslowakischen Eishockeyverband Ceskoslovensky Svaz Hockeyovy sind bisher folgende Meldungen zugegangen: Österreich, Schweiz, Spanien. Weiterer Teilnehmer ist die Tschechoslowakei als Gastgeber.


  • 22. Dezember 1924: Mannschaft für die Europa-Meisterschaft wird bekannt gegeben
Der Verbandskapitän Edgar Dietrichstein gibt das vorläufige Aufgebot der Spieler für die Europameisterschaften 1925 bekannt:
Tor: Kurt Wollinger (PSK), Röminger, Bruno Kahane,
Feldspieler: Herbert Brück (WEV), Peregrin Spevak (PSK), Alfred Revy (WEV), Hubert Weiß (PSK), Alexander Lebzelter (WEV), Ulrich Lederer (WEV), Walter Sell (WEV), Zehdniker (PSK),
  • 29. Dezember 1924: Auslosung für die EM 1925
Am 28. Dezember 1924 fand die Auslosung der EM 1925 in der Tschechoslowakei in Prag statt. Die Spanier hatten gestern ihre Bewerbung zurück gezogen.
Am 6. Jänner 1925 spielen:
-Belgien - Schweiz,
-Österreich - Tschechoslowakei,
-Frankreich spielfrei.
Am 7. Jänner 1925 spielen:
-Belgien - Frankreich,
-Schweiz - Tschechoslowakei,
-Österreich spielfrei.
Am 8. Jänner 1925 spielen:
-Frankreich - Schweiz,
-Belgien - Österreich,
-Tschechoslowakei spielfrei.
Am 10. Jänner 1925 spielen:
-Österreich - Schweiz,
-Frankreich - Tschechoslowakei,
-Belgien spielfrei.
Am 11. Jänner 1925 spielen:
-Frankreich - Österreich,
-Belgien - Tschechoslowakei,
-Schweiz spielfrei.
Spielzeit: 2 x 20 Minuten.
  • 05. Jänner 1925: In Prag kann nicht gespielt werden
Der Internationale Kongreß findet, wie geplant, am 6. und 7. Jänner in Prag statt. Die österreichischen Delegierten unter Führung von Oskar Schlesinger reisen heute nach Prag.
Das Wetter ist umgeschlagen. Daher kann die EM 1925 nicht in Prag und auch nicht in Tabor ausgetragen werden. Das Österreichische Team war bereits nach Prag angereist. Morgen wird es die Fahrt zu dem neuen Austragungsort Csorba weiterreisen. In Preßburg wird sich der dort wohnende Ulrich Lederer der Mannschaft anschließen. Auch die Gebrüder Walter und Herbert Brück werden zwischenzeitlich zur Mannschaft hinzustoßen. Am Mittwoch, den 7. Jänner 1925, sollen die Spiele dann beginnen.


  • 07. Jänner 1925: Nur vier teilnehmende Länder
Es nehmen nur vier Länder teil und diese sind nicht unbedingt die stärksten in Europa. Es sind dieses Österreich, Tschechoslowakei, Schweiz und Belgien. Schweden, Frankreich und Großbritannien kamen nicht. Dieses wird darauf zurück geführt, dass die Prager nur wenige finanzielle Zuschüsse in Aussicht gestellt haben.


  • 8. Jänner 1925: Ankunft in Strba (Tschechoslowakisch) oder Csorba (Ungarisch)
Bei der Ankunft in Strba herrscht ein schwerer Sturm. Die Kongreßmitglieder finden abgelagerten Schnee auf der Eisfläche des Sees. Der Wind weht die Torgehäuse der Mannschaften fort. Da unter solchen Umständen ein reguläres Spiel nicht möglich war, wird die Austragung des Spiel Österreich gegen die Tschechoslowakei auf den 9. Jänner 1925 verschoben. Das zweite Spiel Schweiz gegen Belgien wird für den Nachmittag des gleichen Tages angesetzt. Dem Veranstalter wird die Meisterschaft der Verschiebungen angedacht. Sowie ein Termin feststeht wird der Schiedsrichter bestimmt und praktische Erwägung werden diskutiert. Der Eisplatz auf dem See scheint nicht richtig zu sein und wird an eine andere Stelle des Sees verlegt. Dann stellt man fest, dass auch diese Stelle nicht gut ist und kehrt zum ersten Platz wieder zurück. Und so geht es weiter. Das Hotel ist voll und die Gäste zeigen Interesse an den Spielen. Die Zuschauermengen, wie in Prag, sind allerdings hier nicht möglich. Der Veranstalter wird schwere finanzielle Einbußen zu tragen haben. Die Improvisation der Ortswahl drückt sich in vielen Mängeln bei der Unterbringung und der Verpflegung aus. Die Teilnehmer der Meisterschaften sind enttäuscht. Das schöne ist allerdings die Winterlandschaft mit den Bergriesen der Hohen Tatra.


  • 10. Jänner 1925: Ein schwerer Schneesturm wütet über Strba. Die Teilnehmer der Eishockey-Europameisterschaft waren gezwungen, die Örtlichkeit schnellstens zu verlassen, um nicht eingeschneit zu werden. Fluchtartig checkte man aus den Hotels aus und innerhalb einer Stunde saßen alle dichtgedrängt in einem Sonderszug nach Smokovec( früher Schmecks genannt). Dort kam man um 12.30 Uhr an und innerhalb von 10 Minuten wurden 150 Personen der Europameisterschaft in den routinierten Hotels versorgt. Es stürmte noch, aber es schneite nicht mehr. Aus diesem Grunde wurde von den Verantwortlichen der Liga entschieden, das Spiel Österreich gegen die Schweiz gleich abzuhalten, da ja dann mit der Dunkelheit zu rechnen war. Bei Tageslicht konnte man gut spielen. Dann kam aber die Dunkelheit und die Torleute konnten die Scheibe nicht mehr richtig sehen. Zur Halbzeit wurde das Spiel dann abgebrochen und für ungültig erklärt. Am folgenden Tag mußten dann alle Mannschaften zwei Spiele absolvieren, damit die Meisterschaft, wie vereinbart, auch am 11. Jänner 1925 abgeschlossen werden konnte. Trotz der aufgetretenen Schwierigkeiten muss die Europameisterschaft als ein Erfolg gewertet werden. So konnte erreicht werden, dass sich Slavia Prag und Sparta Prag wieder vertragen haben. Die Österreicher konnten zum ersten Mal bei einer Meisterschaft nach dem ersten Weltkrieg zeigen, dass sie gutes kanadisches Eishockey spielen. [9]


  • Das endgültige Team Österreich, welches bei den Europameisterschaften antritt umfaßt folgende Spieler: Kurt Wollinger(PSK), Alfred Revy (WEV), Walter Brück (WEV), Alexander Lebzelter (WEV), Herbert Brück (WEV), Ulrich Lederer (WEV), Louis Goldschmied (WEV) als Ersatz für Hans Mayringer, Reisebegleiter: Verbandskapitän Ing. Edgar Dietrichstein


  • Die Spiele werden auf 2 x 20 Minuten festgelegt.
  • Da Torhüter teilweise Schienbeinschützer von halber Torgröße tragen, wie ein Foto von einem französischen Spieler belegt, wird die Größe für diese Spiele eingeschränkt.
Datum Spielort Mannschaften Ergebnis Zuschauer Bemerkungen/Torschützen
9. Jänner 1925 Strba Österreich - Tschechoslowakei 0:3(0:1,0:2) s.u.
10. Jänner 1925 Smokovec Österreich - Schweiz abgebrochen s.u.
11. Jänner 1925 Smokovec Österreich - Belgien 2:0(1-0,1-0) s.u.
11. Jänner 1925 Smokovec Österreich - Schweiz 2:2(1-0,1-2) s.u.


  • 09. Jänner 1925: Mit mehrtägiger Verspätung finden heute die ersten Spiele der EM 1925 statt. Es herrscht mäßiger Frost und Windstille. Mit Hilfe des Militär wurde der Platz in Ordnung gebracht. Die Eisverhältnisse sind gut.

Spiel 09. Jänner 1925 Ö - Tschechoslowakei

  • Schiedsrichter: Loicq
  • Team Ö: Tor: Kurt Wollinger(PSK), Verteidiger: Alfred Revy (WEV), Walter Brück (WEV), Sturm: Alexander Lebzelter (WEV), Herbert Brück (WEV), Ulrich Lederer (WEV),
  • Team Tschechoslowakei: Tor: Peka, Verteidiger: Kada, Kotzeluh, Sturm: Sroubek, Jirkowsky, Malecek, Esatz: Wend, Loos,
  • Das Spiel Österreich gegen die Tschechoslowakei endet mit 0:3(0-1,0-2) Toren. Um 13.30 fordert der Schiedsrichter die Mannschaften zum Antreten auf dem Platz auf. Eine Musikkapelle spielt beide Nationalhymnen. Beide Mannschaften beginnen deas Spiel ausgeglichen. In der 5. Minute kann Kada einen Torschuss der Österreicher in letzter Sekunde verhindert. Die Tschechoslowaken werden immer stärker. In der 16. Minute fällt das 0:1 nach einem Gedränge durch Jirkowsky. Die Scheibe prallte an den Stock Kurt Wollingers und schiebt sich weiter ins Tor der Österreicher. Auch die Österreicher fahrene einige gute Angriffe, haben aber kein Glück beim Abschluss. In der zweiten Halbzeit wird das Tempo schneller. In der 5. Minute kann Jirkowsky die Scheibe an Malecek abgeben und dieser trifft ins Tor. In der 15. Minute läuft Sroubek mit der Scheibe über den gesamen Platz und gibt an Malecek ab, der den dritten Treffr einschießen kann. Herbert Brück behielt die Scheibe zu lange, so dass Malecek sie ihm abnehmen konnte. Der Torwart der Österreicher Kurt Wollinger beanstandet beim Schiedsrichter, dass die Scheibe an der Stange abgeprallt sei. Der Torschiedsrichter bestätigte die Angabe von Kurt Wollinger. Der Schiedsrichter wiederum erklärte gesehen zu haben, dass die Scheibe in Tor glitt und wieder herauskam. Das Tor wird von ihm gegeben. Herbert Brück wird wegen ungebührlichem protestieren eine Minute ausgeschlossen. Die Wiener dominierten nur so lange, bis sich die Tschechoslowaken eingespielt hatten. Dann mussten die Wiener in die Verteidigung gehen und hatten grundsätzlich drei Leute vor dem Tor als Verteidigung. Als Herbert Brück bei einem Angriff sich durchgespielt hatte und ins Tor einschießen konnte, erhielt er einen Stoß von Kozeloh in den Rücken. Kozeluh wurde für eine Minute ausgeschlossen, aber die Torchance der Österreicher war hin. Den Österreichern fehlte in diesem Spiel die notwendige Entschlossenheit zum Sieg. Es verging zuviel Zeit zwischen Stoppen und Vorbereitung zum Schuß, das Zuspiel ist zu ungenau . Dabei bestreitet niemand, dass sie exelente Eishockeyspieler sind.


weiteres Spiel 09. Jänner 1925:

-Schweiz - Belgien 1:1(1-0,0-1)



Spiel 10. Jänner 1925 Österreich - Schweiz

  • Schiedsrichter: Loicq, Belgien
  • Das Spiel zwischen Österreich und der Schweiz wurde abgebrochen und für ungültig erklärt. Nachdem man in Smokovec angekommen war, sollte das Spiel Österreich gegen die Schweiz noch in jedem Falle stattfinden. Dabei hätte jedem klar sein müssen, dass während des Spiels die Dunkelheit eintreten würde. Solange Tageslicht herrschte, lief das Spiel einwandfrei. Mit einbrechender Dunkelheit konnten die Tormänner die Scheibe nicht mehr richtig verfolgen. Nach Abschluss der 1. Halbzeit wurde das Spiel abgebrochen und für ungültig erklärt. Das Halbzeitergebnis lautete 3:2 für die Schweizer.
Die Österreicher spielten zu Beginn ausgezeichnet, dann aber kam die Schweiz auf. Das erste Tor für Österreich konnte Herbert Brück einschießen. In der 13. Minute fiel dann der zweite Treffer für Österreich. Der Tormann der Schweizer wird wohl wegen des Schneestreibens den Ball nicht gesehen haben. In der 15. Minute konnte dann Meng den Anschlusstreffer für die Schweizer erzielen. Zwei Minuten später war der Torschütze der Schweizer Geromino zum Ausgleichstreffer. Kraatz schaffte in der 18. Minute die Führung zum 3:2.


Spiele auf den nächsten Tag verschoben:

Da die Spiele an diesem Tage nicht wie angesetzt abgewickelt werden konnten, mussten am nächsten Tag insgesamt 4 Spiele abgewickelt werden.



Spiel 11. Jänner 1925 Österreich - Belgien

  • Schiedsrichter: Porges, Tschechoslowakei
  • Das Spiel zwischen Österreich und Belgien wurde um 9.00 Uhr morgens bei herrlichem Winterwetter ausgetragen und endete 2:0(1-0,1-0). Die Österreicher spielten überlegen. In der 19. Minute der ersten Hälfte schoss Ulrich Lederer auf das Tor der Belgier. Der Tormann wehrte die Scheibe ab. Herbert Brück nahm die abgewehrte Scheibe auf und schoß sie zum 1:0 für Österreich ein. In der 17. Minute der zweiten Hälfte konnte Alexander Lebzelter dann den zweiten Treffer landen.


weitere Spiele am 11. Jänner 1925

Tschechoslowakei - Schweiz 1:0(0-0,1-0)
Tschechoslowakei - Belgien 6:0(4-0,2-0)


Spiel 11. Jänner 1925 Österreich - Schweiz

  • Schiedsrichter: Loicq, Belgien
  • Das Spiel um 15.30 Uhr zwischen Österreich und der Schweiz endet mit 2:2(1-0,1-2) unentschieden. In der Presse wird von einem ausgeglichenen Spiel berichtet. Das 1:0 erzielt Ulrich Lederer in der 8. Minute der ersten Hälfte. In der 4. Minute der zweiten Halbzeit kann dann Walter Brück den zweiten Treffer einschießen. Aber bereits 30 Sekungen später kann der Schweizer Louis Dufour den Anschlußtreffer ins Tor der Österreicher landen. Schon kurze Zeit später kann der Schweizer Kraaz nach zwei abgewehrten Torschüssen mit seinem dritten Versuch eines Tores die Scheibe ins Netz bringen. Der Endstand ist somit ein 2:2 unentschieden. In verschiedenen Blättern wird Dofour auch der zweite Treffer zugesprochen.



Abschlusstabelle

Platz Teilnehmer Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte Bemerkungen
1 Tschechoslowakei 3 3 0 0 10:0 6
2 Österreich 3 1 1 1 4:5 3
3 Schweiz 3 0 2 1 3:4 2
4 Belgien 3 0 1 2 1:9 1




Saison 1925/26

Nationalspiele ohne Meisterschaftsspiele

Datum Spielort Mannschaften Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
29. Dezember 1925 Wien, WEV-Platz Ö Team A - Ö Team B 4:0(2-0,2-0) s.u.
01. Jänner 1926 Wien, WEV-Platz Ö NM - Pötzleinsdorfer Sport Klub 5:4(2-2,3-2) 400 s.u.
04. Jänner 1926 Wien, WEV-Platz Ö NM - Wiener Auswahl 7:8(5-1,2-7) 2000 s.u.
11. Jänner 1926 Davos Österreich - Polen 13:1(6-0,7-1) s.u.
21. Jänner 1926 Wien, WEV-Platz Österreich - Polen NM 5:4(1-1,2-2,2-1) 1000 s.u.


Spiel 29. Dezember 1925 Ö Team A - Ö Team B

  • Schiedsrichter:
  • Team A: Tor: Georg Stransky (WAC), Verteidiger: Alexander Lebzelter (WEV), Walter Brück (WEV), Sturm: Ulrich Lederer (WEV), Peregrin Spevak (PSK), Herbert Brück (WEV),
  • Team B: Tor: Kurt Wollinger (PSK), Verteidiger: Sommer (CEV), Adolf Poisson (CEV), Sturm: Lichtenecker (VfB), Dr. Watson (Trainer OeEHV), Ferdinand Bidla (PSK)
  • Ersatzleute: Konrad Glatz, Caucig, Walter Sell (WEV), Josef Göbl (WEV),
  • Der Verbandskapitän hat ein Probespiel für heute angesetzt, um mögliche Spieler für die Europameisterschaften in Davos zu finden. Neben Dr. Watson, dessen Schüsse von Torwart Georg Stransky sicher abgewehrt wurden, hatten die WEV-Leute den größeren Anteil am Spiel. In der ersten Spielzeit konnten Walter Brück und Peregrin Spevak für das A-Team die Führung auf 2:0 herstellen. Nach der Pause waren es wieder die Gebrüder Walter und Herbert Brück, die durch zwei weitere Tore den Endstand von 4:0 für das A-Team sicherten.



Spiel 01. Jänner 1926 Pötzleinsdorfer Sport Klub - Ö NM

  • Schiedsrichter: Alfred Revy
  • Team Ö NM: Tor: Georg Stransky (WAC), Verteidigung: Walter Brück (WEV), Alexander Lebzelter (WEV), Sturm: Herbert Brück (WEV), Peregrin Spevak (PSK), Ulrich Lederer (WEV), Ersatz: Ferdinand Bidla (PSK), Walter Sell (WEV), CauzigII (CEV),
  • Team PSK: Tor: Kurt Wollinger, Verteidigung: Louis Goldschmid, Ing. Egon Födrich, Sturm: Dr. Watson, Hubert Weiß, Zehdniker, Ersatz: Hans Stärker, Eduard Engelmann,
  • Das 2. Übungsspiel auf dem WEV-Platz in Wien zwischen dem PSK und der Ö NM endete mit 4:5(2-2,2-3) Toren. 400 Zuschauer waren gekommen. In der ersten Hälfte konnte Herbert Brück für die NM den Führungstreffer erzielen. Dr. Watson schaffte danach den Ausgleich zum 1:1 und Hans Stärker erhöhte auf 1:2. Noch vor der Pause war es wieder Herbert Brück, der den Ausgleichstreffer zum 2:2 einschoss. Nach der Halbzeitpause ging Peregrin Spevak für die NM mit 3:2 in Führung. Dr. Watson schaffte mit seinem zweiten Treffer wieder den Ausgleich für den PSK. Ferdinand Bidla war dann der Schütze für die 4:3 Führung der NM. Das 5:3 schaffte wieder Herbert Brück und Dr. Watson den Anschlusstreffer des PSK zum 5:4. Dr. Watson nahm seine Aufgabe nicht sehr ernst. Nachdem er zwei Tore geschossen hatte, dribbelte er nach herzenslust über das Eis. Trotzdem die Pötzleinsdorfer zwei Spieler für die ÖN abgeben mußten, hielten sie sich sehr gut. Die Auswahlspieler dribbelten viel und vergaßen dabei häufig ein gutes Kombinationsspiel. Gespielt wurde 2 x 20 Minuten. In der zweiten Halbzeit tauschten auch Kurt Wollinger und Georg Stransky ihre Plätze. Beide Torhüter sind noch verhältnismäßig neu. Schiedsrichter Alfred Revy bestrafte einige Spieler auch mit Ausschluss, unter ihnen Walter Brück und Dr. Watson.

Spiel 4. Jänner 1926 Ö NM - Wiener Auswahl

  • Schiedsrichter: Alfred Revy,
  • Team Ö NM: Tor: Röminger ( ), Verteidigung: Walter Brück (WEV), Alexander Lebzelter (WEV), Sturm: Peregrin Spevak (PSK), Ulrich Lederer (WEV), Ferdinand Bidla (PSK), Ersatz: Hans Mayringer ( ),
  • Team Wiener Auswahl: Tor: Kurt Wollinger (PSK), Verteidiger: Ing. Födrich, Glatz, Sturm: Stärker, Watson, Caucig, Ersatz: Maak, Louis Goldschmid,
  • Das dritte Spiel diente immer noch dazu, die endgültige Aufstellung für die Mannschaft für die Europameisterschaft 1926 in Davos zu finden. Die Wiener Auswahl bestand aus Spielern vom PSK und CEV, sowie dem Trainer des OeEHV Dr. Watson. Das Spiel endete 7:8(5-1,2-7) vor 2000 Zuschauern. Dr. Watson war wohl der Spieler des Tages und schlug so gut wie alleine die Spieler für Davos. Erst beim Stand von 5:0 griff er in das Spiel ein und schoss dann noch 6 Treffer für die Auswahlmannschaft. Die Torschützen waren in der Reihenfolge: Lederer, Lederer, Lederer, Walter Brück, Walter Brück und Maak bis zur Halbzeit mit dem Stand von 5:1. Dann folgten: Watson, Walter Brück, Stärker, Dr. Watson, Dr. Watson, Dr.Watson, Ferdinand Bidla und Dr. Watson zum Endstand von 2:7.


Spiel 11. Jänner 1926 Ö NM - Polen NM

  • Schiedsrichter:
  • Das Spiel gegen Polen war ein Freundschaftsspiel, da das erste Spiel der Europameisterschaft zwischen Österreich und Frankreich verlegt werden mußte. Die Franzosen waren trotz kurzem Anreiseweg nicht in der Lage, zum Spiel anzutreten. Das Freundschaftsspiel gegen die Polen endete 13:1(6-0,7-1). Gegen die polnischen Spieler war es möglich, bereits in der ersten Halbzeit 6 Treffer zu landen. Ulrich Lederer, Walter Brück und Kurt Wollinger wurden daher aus der Mannschaft genommen. Ferdinand Bidla, Georg Stransky und Watson kamen aufs Feld. Watson traf das gegnerische Tor sechs und Herbert Brück einmal. Den Ehrentreffer der Polen erzielte Tupalski.


Spiel 21. Jänner 1926 Ö - Polen NM (Wien - Warschau)

  • Schiedsrichter: Kurt Wollinger, PSK Beginn:
  • Team Ö: Tor: Kahane, Verteidiger: Alfred Revy, Walter Brück, Sturm: Herbert Brück, Ulrich Lederer, Peregrin Spevak, Ersatz: Gröbsch,
  • Team Warschau: Tor: E. Kraplicki, Verteidiger: K. Zelrowski, A. Kowalski, Sturm: T. Adamowski, Tupalski, Kuley, Ersatz: Mamot, Rybak,
  • Das Spiel der Nationalmannschften von Österreich und Polen vor 1000 Zuschauern endete mit einem 5:4(1-1,2-2,2-1). Das Spiel selbst wurde dann unter dem Motto: "Wien gegen Warschau" abgehandelt. Die Polen hatten gebeten, den vorgesehenen Kanadier Dr. Watson mit im Sturm spielen zu lassen. Dieser bitte kam der OeEHV nach. Herbert Brück konnte in der ersten Hälfte den Führungstreffer für die Österreicher erzielen. Kurz vor Ende der Hälfte konnte Tupalsky dann den Ausgleich erzielen. In der 5. Minute des zweiten Drittels kann Adamowsky die Polen in Führung bringen. Aber schon eine Minute später gleicht Herbert Brück aus. Das dritte Tor für Polen schoss wiederum eine Minute später Tupalsky. Erst in der 11. Minute war es Herbert Brück möglich, den erneuen Ausgleich einzuschießen. Das letzte Drittel begann mit einem herrlichen Sololauf von Herbert Brück, den er mit einem weiteren Tor abschloß. Aber schon zwei Minuten später ist es wieder Adamowsky, der für die Polen einschießt. In der 14. Minute gelingt dann Ulrich Lederer das Siegestor für Österreich zum 5:4.




Eishockey-Europameisterschaft 1926

  • Die 10. Eishockey-Europameisterschaft findet in Davos in der Schweiz vom 11. bis 18. Jänner 1926 statt. Der Platz für die Spiele wurde mit einer neuen großen Tribüne mit Fußbodenheizung ausgestattet. Neue Umkleideräume mit Duschen sind eingerichtet worden.



  • An der Europameisterschaft nehmen nachstehende Nationen teil:
Schweiz,
Tschechoslowakei,
Großbritannien,
Frankreich,
Belgien,
Spanien,
Italien,
Polen,
Österreich,
Vier der in der Liga vertretenen Nationen (Schweden, Deutsches Reich, Kanada und USA) nehmen nicht teil.



  • Am 5. Jänner hat in Davos die Auslosung der drei Gruppen für die Europameisterschaft stattgefunden. In jeder Gruppe ist einer der Finalisten des letzten Jahres.
1. Gruppe: Tschechoslowakei, Belgien, Spanien,
2. Gruppe: Österreich, Frankreich, Polen,
3. Gruppe: Schweiz, Großbritannien, Italien,
Am 11., 12, und 13. Jänner 1926 finden die Gruppenspiele statt.
Am 14. Jänner 1926 spielen die Gruppenzweiten, um den 4. Finalteilnehmer zu ermitteln.
Am 15. Jänner 1926 beginnen dann die Finalspiele. Je zwei Spiele werden am 15./16. und 17. Jänner ausgetragen.
Prinzip der Meisterschaften ist es, alle gegen alle spielen zu lassen.
Es werden jeweils nur 2 Teilzeiten gespielt.



  • 09. Jänner 1926: Mannschaft für die Europameisterschaft benannt
Die endgültige Mannschaft für die Teilnahme an der Europameisterschaft wurde festgelegt:
Kurt Wollinger (PSK), Peregrin Spevak (PSK), Alexander Lebzelter (WEV), Walter Brück (WEV), Herbert Brück (WEV), Ulrich Lederer (WEV), Ferdinand Bidla (PSK), Hans Mayringer (WEV) und Georg Stransky (WAC)
Die Abreise der Nationalmannschaft nach Davos erfolgt am 09. Jänner 1926 vom Westbahnhof.


  • Am 9. Jänner 1926 fährt die österreichische Nationalmannschaft um 7.35 Uhr mit der Westbahn nach Davos. In der nominierten Mannschaft wurde Konrad Glatz (CEV) für den ausfallenden Hans Mayringer benannt. Die Leitung der Reisegruppe obligt dem Präsidenten des OeEHV Oskar Schlesinger und dem Verbandskapitän Ing. Edgar Dietrichstein. Auf Einladung des Verbandes fährt auch Dr. Watson mit, dessen sportliche Ratschläge während der Meisterschaft genutzt werden sollen. Die Reisegruppe ist in Davos im Hotel National untergebracht.
Datum Spielort Mannschaften Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
12. Jänner 1926 Davos Österreich - Frankreich 2:1(0-1,2-0) s.u.
13. Jänner 1926 Davos Österreich - Polen 2:1(0-1,2-0) s.u.
15. Jänner 1926 Davos Österreich - Schweiz 3:5(0-3,3-2) s.u.
16. Jänner 1926 Davos Österreich - Großbritannien 3:1(1-1,2-0) s.u.
17. Jänner 1926 Davos Österreich - Tschechoslowakei 1:0(0-0,1-0) 2000 s.u.
18. Jänner 1926 Davos Österreich - Tschechoslowakei 1:3(0-0,1-3) s.u.
19. Jänner 1926 Davos Österreich - Schweiz 1:3(0-0,1-3) 1500 s.u.


  • Spiele am 11. Jänner 1926:
-Belgien - Spanien 5:0(4-0,1-0)
-Großbritannien - Italien 8:1(4-0,4-1)
-Österreich - Frankreich - verschoben auf 12. Jänner 1926 im beiderseitigen Einvernehmen.


Spiel 12. Jänner 1926 Ö - Frankreich Vorrunde

  • Schiedsrichter: Dr. Müller, Davos Beginn: 10.40 Uhr
  • Team Ö: Tor: Kurt Wollinger, Verteidiger: Peregrin Spevak, Alexander Lebzelter, Sturm: Walter Brück, Herbert Brück, Ulrich Lederer, Ersatz: Ferdinand Bidla, Konrad Glatz und Georg Stransky als Ersatztormann. Im Spiel kam nur Bidla als Ersatz in die Mannschaft.
  • Team Frankreich: Tor: Bonnet, Verteidiger: Bayot, Charlet, Sturm: Molard, Hasler, Couvert, Ersatz: Ducrey, Couttet.
  • Das Spiel zwischen Österreich und Frankreich endete mit einem 2:1(0-1,2-0). Hatte man erwartet, dass Österreich dieses Spiel ohne Probleme erledigen könne, sah man sich getäuscht. Die Franzosen leisteten großen Widerstand und waren auf die "Zerstörung" des Aufbauspiels der Österreicher aus. Die Franzosen griffen sofort nach Anpfiff des Spiels an und erzielten bereits in der 2. Minute das erste Tor durch Couvert. Dann konnte in der 10. Minute Ulrich Lederer in der nach einer Flanke von Herbert Brück ein Tor einschießen. Der Schiedsrichter gab das Tor nicht, da er die Meinung vertrat, dass die Scheibe an der Stange des Tores abgeprallt sei. Erst in der zweiten Halbzeit kann Walter Brück in der zweiten Minute auf der Seite an allen Gegner vorbei die Scheibe nach vorne spielen. Er gibt weiter an seinen Bruder Herbert und dieser schießt das Ausgleichstor für Österreich. In der 17. Minute wagt Herbert Brück dann einen Weitschuß. Der französische Tormann ist überrascht und läßt die Scheibe passieren. Peregrin Spevak wurde zweimal wegen eines Fouls ausgeschlossen. Kurt Wollinger hielt viele brenzlige Sachen, wobei das Tor des Gegners vielleicht doch haltbar gewesen wäre. Ulrich Lederer war nicht auf der Höhe und der eingewechselte Bidla spielte nicht besonders gut. Dafür waren die Gebrüder Brück ausgezeichnet. Auch Alexander Lebzelter spielte an diesem Tag schwach. [10][11]


  • Weitere Spiele am 12. Jänner 1926:
-Tschechoslowakei - Belgien 2:0(1-0,1-0)
-Frankreich - Polen 2:1(1-1,1-0)
-Schweiz - Italien 13:0(7-0,6-0)


Spiel 13. Jänner 1926 Ö - Polen Vorrunde

  • Schiedsrichter: Loicq, Belgien Beginn: 11.30 Uhr
  • Team Ö: Tor: Georg Stransky, Verteidiger: Peregrin Spevak, Alexander Lebzelter, Sturm: Walter Brück, Herbert Brück, Ulrich Lederer, Ersatz: Ferdinand Bidla, Konrad Glatz und Kurt Wollinger als Ersatztormann.
  • Das Spiel zwischen Österreich und Polen endete mit einem 2:1(0-1,2-0). Wer davon ausgegangen war, das Österreich sein Spiel gegen die Polen leicht gewinnen würde, sah sich getäuscht. Bereits in der 3. Minute konnten die Polen durch Tupalsky mit einem unplacierten Schuss, der aber den Weg ins Wiener Tor fand, das Führungstor erzielen. Der österreichischen Mannschaft bemächtigte eine große Nervosität, da man jetzt im Rückstand war. Planvolle Kombinationen gab es nicht. Ulrich Lederer setzte einen Bombenschuss an die Stange. Der polnische Tormann zeigte eine sehr gute Leistung. In der zweiten Halbzeit legten die Österreicher dann ihre Schwäche ab. Walter Brück konnte den Ausgleichstreffer der Österreicher ins Tor bringen. Vom Bully vor dem eigen Tor kam er bis zum gegenerischen Tor und vollendete die Aktion mit einem scharfen Schuss. Mit diesem Ergebnis wäre der erste Gruppenplatz sicher. Drei Minuten vor Schluß gelang Peregrin Spevak dann der Siegestreffer für Österreich. Damit hat Österreich die Finalspiele erreicht. Schiedsrichter Loicq leitete das Spiel ausgezeichnet.[12]


  • Weitere Spiele am 13. Jänner 1926:
-Tschechoslowakei - Spanien 9:2(3-0,6-2)
-Schweiz - Großbritannien 5:4(3-3,2-1)


  • Zwischenstand nach den Gruppenspielen:
Gruppe 1:
Platz Nation Punkte Torverhältnis
1. Österreich 4 4:2
2. Frankreich 2 3:3
3. Polen 0 2:4
Gruppe 2:
Platz Nation Punkte Torverhältnis
1. Tschechoslowakei 4 11:2
2. Belgien 2 5:2
3. Spanien 0 2:14


Gruppe 3:
Platz Nation Punkte Torverhältnis
1. Schweiz 4 18:4
2. Großbritannien 2 12:6
3. Italien 0 1:21


  • In den Spielen am 12. und 13. Jänner 1926 in der Gruppe B erspielte Österreich 4 Punkte (4:2 Tore) und erreichte damit den 1. Platz in der Gruppe. Jetzt stand man in der Finalgruppe um den 1. bis 4. Platz der Europameisterschaft. Hier spielen Österreich, die Schweiz und die Tschechoslowakei. Vierter Teilnehmer ist der Sieger aus den Spielen der Zwischenrunde.
  • Spiele am 14. Jänner 1926:
-Italien - Spanien 2:2(1-2,1-0) (Drittplatzierte)
-Frankreich - Belgien 1:0(0-0,1-0) (Hoffnungsrunde Zweitplatzierte)
-Großbritannien - Belgien 5:0(3-0,2-0) (Hoffnungsrunde Zweitplatzierte)
-Großbritannien - Frankreich 3:1(2-1,1-0) (Hoffnungsrunde Zweitplatzierte)
Durch die vorstehenden Spiele in der Hoffnungsrunde ist jetzt Großbritannien mit seinen zwei Siegen als vierte Mannschaft in die Finalrunde gekommen.

Spiel 15. Jänner 1926 Ö - Schweiz Finalrunde 1-4

  • Schiedsrichter: Poplimont, Belgien
  • Schweres Schneetreiben beeinträchtigte das Spiel. Österreich und die Schweiz trennten sich 3:5(0-3,3-2). Bei den Schweizern fehlte in der Mannschaft Spengler, der im Spiel gegen Großbritannien verletzt worden war.In den ersten 15 Minuten der ersten Hälfte waren die Österreicher nicht ganz bei er Sache und holten sich innerhalb von fünf Minuten 3 Tore von Dufour und Meng. Den österreichischen Torwart Kurt Wollinger trifft hier keine Schuld, da die Schüsse abgelenkt wurden. Dagegen hatte der schweizerische Torwart Martignoni mehr Glück. Im Angriff der Österreicher wurde gut gearbeitet und viel geschossen.Zwei unhaltbare Schüsse gingen an die Stange und manche Scheibe schraubte sich knapp übers Tor. In der zweiten Hälfte steigerten sich die Österreicher und erzielten bei einem Solovorstoß von Lederer und Abgabe an Herbert Brück in der 1. Minute den ersten Treffer. Nach einer Vorlage von Brücks schoß Lederer dann in der 2. Minute ein weiteres Tor. Es folgt dann ein Zusammenstoß von Ulrich Lederer und dem Schweizer Tormann. Der Schweizer verletzt sich und muss vom Platz getragen werden. Lederer erhält eine Strafe von 3 Minuten. An der geringen Strafe des Schiedsrichters kann man erkennen, dass er das Foul von Ulrich Lederer nicht für vorsätzlich hält, denn sonst hätte es eine härtere Strafe gegeben. Die Schweizer erzielen während des Ausschlusses von Ulrich Lederer dann den vierten Treffer durch Meng. Das Spiel ist nicht mehr zu kippen. Vier Minuten danach gibt es aber noch ein Eigentor der Schweiz bzw. ein Tor von Ulrich Lederer. In der 19. Minute fällt noch der fünfte Treffer für die Schweiz zum 5:3 durch Dofour. Sekunden vor dem Abpfiff versenkt Herbert Brück die Scheibe bei den Schweizern, doch das Tor wird nicht anerkannt. Während des Spieles gab es wegen seiner schärfe verschiedene Ausschlüsse. Nach Aussage des SportTagblattes war der belgische Schiedsrichter seiner Aufgabe in keinster Weise gewachsen.[13]


  • Weitere Spiele am 15. Jänner 1926:
-Polen - Italien 3:1(0-0,3-1) (Drittplatzierte)
-Tschechoslowakei - Großbritannien 2:1(1-0,1-1) (Finalrunde 1-4)

Spiel 16. Jänner 1926 Ö - Großbritannien Finalrunde 1-4

  • Schiedsrichter: Dr. Müller
  • Das Spiel zwischen Ö und Großbritannien endet 3:1(1-1,2-0). Das Spiel war nach einer Programmänderung für den Vormittag vorgesehen. Die Engländer erschienen aber nicht, da man sie angeblich nicht entsprechend informiert hatte. Das Spiel beider Mannschaften war eines der schönsten und fairsten der bisherigen Meisterschaft. Die Österreicher zeigten eine erheblich bessere Leistung als in den letzten beiden Spielen. Gleich zu Beginn der ersten Hälfte schoss Ulrich Lederer ein Tor, welches jedoch off-side war. In der 8. Minute schoß Ulrich Lederer dann das Führungstor ein. Ulrich Lederer spielte heute weit über seiner sonstigen guten Form. Aber schon eine Minuten später glich Sexton aus und das Halbzeitergebnis lautete 1:1. In der zweiten Halbzeit blieb es bei der Feldüberlegenheit der Österreicher. In der dritten Minute traf Herbert Brück zum 2:1 nachdem der britische Torwart einen guten Schuss von Ulrich Lederer abgewehrt, aber die Scheibe nicht gefangen hatte. Major Patton im englischen Tor hatte eine Menge zu tun. Die Österreicher schossen aus allen Lagen. Die Engländer versuchten immer wieer Gegenangriffe, die aber abgewehrt werden konnten. Peregrin Spevak schoss ein weiteres Tor, welches aber nicht anerkannt wurde. Zwei Minuten vor Schluß schoß Peregrin Spevak (oder Herbert Brück bzw. Ulrich Lederer, in jeder Zeitung anders) erneut ein und erzielte den Endstand stand von 3:1.[14]
  • Weitere Spiele am 15. Jänner 1926:
-Polen - Spanien 4:1(2-1,2-0) (Drittplatzierte)
-Schweiz - Tschechoslowakei 0:1(0-1,0-0) (Finalrunde 1-4)
Freundschaftsspiel:
Polen - Italien 4:1 ( ) wegen Ausfall des Spieles Ö - GB am Vormittag.

Spiel 17. Jänner 1926 Ö - Tschechoslowakei Finalrunde 1-4

  • Schiedsrichter: Poplimont, Belgien
  • Österreich schaffte es, den Tschechoslowaken die erste Niederlage zuzufügen. Das Spiel endete 1:0(0-0,1-0) für Österreich. Die Tschechen verlegten sich auf die Abdeckung ihres Tores. Die erste Teilzeit blieb torlos, was sicherlich der Verdienst des tschechoslowakischen Torwartes Peka war. Knapp vor Ende der ersten Hälfte war noch ein Tor von Jirkowsky eingeschossen worden, welches aber nicht anerkannt wurde. Ulrich Lederer gelang es dann in der 15. Minute der zweiten Hälfte das Siegertor zum 1:0 für Österreich zu erzielen. Die Verteidigungen beider Mannschaften waren die besten Spieler auf dem Eis.[14]
  • Weitere Spiele am 17. Jänner 1926:
-Belgien - Polen 1:3 (1-2,0-1) (Spiel um den 6. Platz)
-Schweiz - Großbritannien 7:4(3:2,4-2) (Finalrunde 1-4)
-Belgien - Großbritannien 0:5(0-3,0:2)
-Großbritannien - Frankreich 3:1 (2-1,1-0) GB hat sich ins Finale gespielt


Spiel 18. Jänner 1926 Ö - Tschechoslowakei Finalrunde 1-3

  • Schiedsrichter: Loicq, Belgien Beginn: 14.00 Uhr
  • Das Spiel zwischen Österreich und der Tschechoslowakei endete 1:3(0-0,1-3). Beide Mannschaften lieferten sich in der ersten Halbzeit ein ausgeglichenes Spiel. Es fiel kein Tor. In der zweiten Halbzeit wurde die Tschechen stärker und gewannen das Spiel. Jirkowsky erzielte in der zweiten Halbzeit zwei (3. und 7. Minute) und Maleczek ein Tor (12 Minute). Auf der Gegenseite erzielte Ulrich Lederer in der 13. Minute den einzigen Torerfolg für Österreich, so dass das Ergebnis der zweiten Spielhälfte 1:3 betrug und dieses auch das Endergebnis des Spieles war.
  • Weitere Spiele am 18. Jänner 1926:
-Schweiz - Tschechoslowakei 3:1 (0-0,3-1) (Finalrunde 1-3)

Spiel 19. Jänner 1926 Ö - Schweiz Finalrunde 1-3

  • Schiedsrichter: Cuthbert, Großbritannien, Beginn: 11.00 Uhr
  • Team Ö: Tor: Georg Stransky (Kurt Wollinger), Verteidiger: Alexander Lebzelter, Walter Brück, Sturm: Herbert Brück, Ulrich Lederer, Pelegrin Spevak
  • Leichter Schneefall behinderte das Spiel nur unbedeutent. Österreich und die Schweiz trennten sich 2:2(1-1,1-1). Bereits in der vierten Minute erzielt Meng den ersten Treffer für die Schweiz, der aber vom Schiedsrichter nicht anerkannt wird. Eine Minute später trifft Meng dann zum zweiten Mal ins Tor, welches dann anerkannt wurde. In der zwölften Minute gelingt Ulrich Lederer der Ausgleich. Die zweite Halbzeit bringt in der dritten Minute wiederum ein Tor des Schweizers Meng nach einer guten Vorlage von Geromini. Österreich wirft alles noch vorne. Peregrin Spevak wird ausgeschlossen. Da schießt Walter Brück in der 7. Minute nach Vorlage von Herbert Brück noch zum 2:2 Ausgleich ein. Danach fallen keine Tore mehr. [15] Nach Spielende wird eine rasche Preisverleihung vorgenommen und die Mannschaften begeben sich auf dem schnellsten Weg zum Bahnhof, um die Züge in die Heimatstädte noch zu erwischen.


Abschlusstabelle

Platz Teilnehmer Bemerkungen
1 Schweiz Goldmedaille
2 Tschechoslowakei Silbermedaille
3 Österreich Bronzemedaille
4 Großbritannien
5 Frankreich
6 Polen
7 Belgien
8 Italien
9 Spanien





Saison 1926/27

  • 23. Dezember 1926: 2 Wiener Vereine stellen Trainingsplatz zur Verfügung
Auf Bitte des OeEHV haben der Wiener Eislauf Verein und die Kunsteisbahn Engelmann Zeiten für das Training der Nationalmannschaft zur Verügung gestellt. Jeden Dienstag ist das Training auf dem Platz bei Engelmann ab 20.30 Uhr und am Donnerstag auf dem WEV-Platz. Der Verbandskapitän wird die vorgesehenen Spieler zu diesen Terminen einladen. Die Spielbekleidung ist mitzubringen.[16]


  • 30. Dezember 1926: Eklat bei den Vorbereitungen zur EM 1927
Im Dezember 1926 trat der Eishockeyverband an den WEV und Engelmann heran, ihre Kunsteisbahnen einmal wöchentlich zum Training der österreichischen Nationalmannschaft zur Verfügung zu stellen. Da beide Eisbahninhaber dieser Anfrage zustimmten, legte der Verbandskapitän des Österreichischen Eishockeyverbandes Ing. Edgar Dietrichstein das Training für den Dienstag auf die Kunsteisbahn Engelmann im XVII. Wiener Bezirk Hernals und für den Donnerstag die WEV-Kunsteisbahn auf dem Heumarkt fest. Einberufen zu diesem Training wurden als Torleute Georg Stransky (WAC) und Kurt Wollinger (PSK), Knapp (CEV), Keil (Stockerau) einberufen. Als Spieler wurden benannt Walter und Herbert Brück (WEV), Ulrich Lederer (WEV), Peregrin Spevak (PSK), Alexander Lebzelter (WEV), der Junior des PSK Hans Tatzer und Maak (CEV).


Beim angesetzten Training am 28. Dezember 1926 kam es zum Eklat. Neben dem Verbandskapitän Ingenieur Edgar Dietrichstein und den Spielern Knapp vom Cottage Eislauf Verein (CEV), Kurt Wollinger und Peregrin Spevak vom Pötzleinsdorfer Sport Klub (PSK) sowie Ulrich Lederer vom Wiener Eislauf Verein (WEV) hatte sich kein weiterer nominierter Spieler des WEV eingefunden. Der Besitzer des Kunsteisbahn Engelmann sowie der PSK sahen sich brüskiert. Engelmann zog seine Zusage zum Training auf seinem Platz zurück. Man führte den Vorfall auf das etwas gespannte Verhältnis zwischen dem WEV und dem PSK zurück, der ja seine Heimat auf dem Engelmann-Platz hatte. Das SportTagblatt vertrat in seiner Stellungnahme zu diesem Vorfall die Meinung, das dieses Verhalten der WEV-Spieler in jedem Fall das Ansehen des Sports schaden würde. Da die Europameisterschaften anständen, sollte man die Angelegenheit schnell ausräumen. In der Stellungnahme des WEV wurde von widrigen Umständen ausgegangen. Herbert Brück laborierte an einer Augenverletzung, die er beim letzten Semmeringspiel erhalten hatte und wollte einen Schlag auf die wunde Stelle vermeiden. Walter Sell, Kurt Weiss und Josef Göbl hatten sich bei der Rückreise aus Budapest erkältet und husteten, Josef Göbl hätte sogar Fieber. Walter Sell und Kurt Weiss hatten sich aber auch beim Verbandskapitän entschuldigt. Walter Brück könne evtl. unmotiviert dem Training ferngeblieben sein. Der Sektionsleiter des WEV rügte streng das Verhalten der Spieler seines Vereins am Tage nach dem Vorfall, als er davon erfuhr. Eine Sabotage des Trainings durch die WEV-Spieler hätte in niemandes Absicht gelegen. Da die Einladung an die Spieler direkt gegangen sein, hatte die Sektionsleitung keine Kenntnis von diesem Termin der WEV-Spieler.



  • 13. Jänner 1927: Verbandstrainer Edgar Dietrichstein bei der Spielersuche
Die Aufstellung des Tormannes der Österreichische Nationalmannschaft für die Europameisterschaft 1927 macht dem Verbandstrainer Edgar Dietrichstein doch zu schaffen. Während die Spieler bis auf die Auswechselspieler so gut wie feststehen, hakt es bei den Torleuten. Kail vom Stockerauer EV hat gute Aussichten für die Nennung. Als stärkster Konkurrent Kails wird Kurt Wollinger vom PSK gehandelt. Und da ist auch noch der Torwart des WEV Hermann Weiss. Dieser junge Spieler hat dieses Jahr schon gute Leistungen gezeigt. Der WAC-Spieler Georg Stransky kommt nicht in Frage, da er nicht genug bei der Sache ist. Es ist somit keine leichte Aufgabe für den Verbandstrainer, hier die richtige Entscheidung zu treffen.
In einem Leserbrief im SportTagblatt vom gleichen Tage nimmt ein bekannter Eishockeyspieler zu der Problematik der Spielersuche Stellung und stellt seine Sicht vor. Er hält es vor allem für notwendig, noch eine Generalprobe gegen einen starken Gegner anzusetzen. Und er fordert weiter Vertrauen zum Verbandskapitän.[17]


  • 20. Jänner 1927: Aufstellung Nationalmannschaft
Der Verbandskapitän hat die Mannschaft für die Europameisterschaft wie folgt bestimmt:
  • Tor: Hermann Weiss (WEV), Kurt Wollinger (PSK),
  • Verteidiger: Walter Brück (WEV), Alfred Revy (WEV), Kurt Weiss (WEV), Pelegrin Spevak (PSK),
  • Stürmer: Herbert Brück (WEV), Ulrich Lederer (WEV), Walter Sell (WEV), Josef Göbl (WEV), Hans Tatzer (PSK),
  • Ersatzspieler: Alexander Lebzelter (WEV), Sommer (VfB), Franz Caucig (CEV),



Nationalspiele ohne Meisterschaften

Datum Spielort Mannschaften Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
16. Jänner 1926 Wien, WEV-Platz Österreich A-Team - Österreich B-Team 3:0(2-0,1-0) 1200 s.u.
22. Februar 1927 Wien, WEV-Platz Österreich NM - Victoria Montreal 0:8( ) 2500 s.u.



Spiel 16. Jänner 1927 Ö NM Team A - Ö Team B

  • Schiedsrichter: Architekt Gröbsch
  • Team A: Tor: Georg Stransky (der vorgesehen Keil (Stockerau) war erkrankt), Verteidigung: Kurt Weiß, Walter Brück (beide WEV), Sturm: Ulrich Lederer, Herbert Brück, Walter Sell (alle WEV), Ersatz: Dietrichstein (WEV), Herbert Klang (WEV)
  • Team B: Tor: Hermann Weiss (WEV), Verteidigung: Alexander Lebzelter, Dr. Dempsey(beide WEV), Sturm: Josef Göbl (WEV) , Alfred Revi (WEV), Wildam, Ersatz: Sommer (VfB), Reinl, Rödl (WAC)
  • Das Spiel fand auf dem WEV-Platz in Wien ein Prüfungsspiel für die Zusammenstellung der Eishockey-Nationalmannschaft für die Europameisterschaft statt. 1200 Zuschauer sahen einen 3:0 (0:2,0:1) Sieg des Teams B. Auf Grund der Witterung musste der Platz mehrfach vom Wasser befreit werden. Die Spieler hatten alle Schwierigkeiten, die Scheibe zu führen. Herbert und Walter Brück, Ulrich Lederer und besonders Walter Sell boten ein schwaches und mattes Spiel. Der Tormann Hermann Weiss zeigte ein hervorragendes Spiel, die Ersatzleute Josef Göbl und Fred Revi waren die Überraschung und spielten ausgezeichnet. Es war zu erkennen, dass sie in die Europamannschaft wollten. Auch Rödl spielte gut. Der junge Dietrichstein fiel durch rempeln auf.Der Verbandstrainer ließ die Ersatzspieler auch häufig einwechseln, damit alle Beteiligten am Ende beurteilt werden konnten. Sofort nach Freigabe der Scheibe kommt Ulrich Lederer freistehend zum Schuß. Seine Bombe verfehlt nur knapp das Tor. Auch im weiteren Spiel hat Ulrich Lederer Pech mit seinen Schüssen. Dr. Dempsey bringt die Scheibe nach vorne, gibt an Josef Göbl weiter und dieser schießt den Führungstreffer für das B-Team. Der zweite Treffer kommt von Alfred Revy, der einen Weitschuß aufs Tor von Georg Stransky angebt. Georg Stransky hätte die Scheibe wohl halten müssen. So steht es zur Halbzeit 2:0 für das B-Team. Auch in der zweiten Häfte kommt die B-Mannschaft schneller ins Spiel. Die Brüder Brück scheitern immer wieder an Dempsey. Bei dem Austausch von Alfred Revy gegen Rödl vor Schluß der zweiten Hälfte konnte der Letztgenannte dann den 3. Treffer für das B-Team einschießen. Torwart Hermann Weiß, Josef Göbl und Alfred Revy waren die einzigen Lichtpunkte in diesem Spiel. [18] Nach dem Spiel gab des Verbandstrainer bekannt, dass Hermann Weiss als Torwart aufgestellt würde. Als Ersatzleute nannte er Kail oder Kurt Wollinger (PSK). Als Feldspieler seien Walter Brück, Herbert Brück, Josef Göbl, Kurt Weiß und Ulrich Lederer (WEV) sicher, als Ersatzleute Fred Revy, Alexander Lebzelter, Walter Sell (WEV) und Hans Tatzer (PSK). Ob Peregrin Spevak (PSK) spielen würde, sei noch nicht sicher. Zwei Tage später wird dessen Berufung als Verteidiger bestätigt.



Spiel 22. Februar 1927 Österreich NM - Victoria Montreal

Schiedsrichter:
  • Team Österreich: Tor: Hermann Weiss (WEV), Verteidiger: Peregrin Spevak (PSK), Walter Brück (WEV), Sturm: Walter Sell (WEV), Herbert Brück (WEV), Ulrich Lederer (WEV), Ersatz: Josef Göbl WEV), Alfred Revi (WEV),
  • Team Montreal: Tor: Beandry, Verteidiger: Karlin, King, Sturm: Lamp, Robinson, Bell, Ersatz: Bowles, Shirdey, Campbell,
  • Reginal Revy (PSK) kann nicht spielen, da er einen Motorradunfall hatte. Er kollidierte mit ein Auto und zog sich einen Bluterguß am Knöchel und zwei tiefe Wunden zu. Da auch Walter Brück ausfiel, einigte man sich auf den Einsatz von Dr. Gordon Dempsey und so konnte nicht die Nationalmannschaft, sondern nur der WEV spielen.


Eishockey Europameisterschaft 1927

  • Die Eishockey-Europa-Meisterschaft findet in diesem Jahr in Wien statt.
  • Ein Berliner Blatt gab die Meldung heraus, die dann auch von Wiener Blättern übernommen wurde, dass einige Absagen für die Weltmeisterschaft auf die Auslosung und die zu lange Spielzeit zurück zu führen sind. Hierzu erklärt die Liga, dass die Auslosung genau nach den Vorschriften erfolgt ist. Bisher wurde die Auslosung auch nicht in Gegenwart der Mannschaftsfüherer vorgenommen, denn lange vor den Anreisen kannte man die Ergebnisse der Auslosung auch schon in den Vorjahren. Bisher habe sich kein Mitglied aus der Liga gegen dieses Verfahren ausgesprochen. Eine Absage auf Grund der vorgenommenen Auslosung sei um so unwahrscheinlicher, da schon aus der Vergangenheit ein solcher Fall nicht bekannt sei. Die lange Dauer der Meisterschaft richte sich nach der Anzahl der Mannschaften, die gemeldet wird. Jede Mannschaft darf nach dem Reglement nur ein Spiel pro Tag austragen. Es sei unverständlich, warum so falsche Nachrichten in der Presse erscheinen.
Datum Spielort Mannschaften Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
24. Jänner 1927 Wien, WEV-Platz Österreich - Ungarn 6:0(4-0,2-0) 1800 s.u.
26. Jänner 1927 Wien, WEV-Platz Österreich - Polen 3:1(2-0,1-1) 3000 s.u.
27. Jänner 1927 Wien, WEV-Platz Österreich - Belgien 1:0(0-0,1-0) 6000 s.u.
28. Jänner 1927 Wien, WEV-Platz Österreich - Deutsches Reich 2:1(1-1,1-0) 6000 s.u.
29. Jänner 1927 Wien, WEV-Platz Österreich - Tschechoslowakei 1:0(0-0,1-0) s.u.



Spiel 24. Jänner 1927 Österreich - Ungarn

  • Schiedsrichter: Poplimont (Belgien), Torrichter Dr. Rezac und Oscecinsky-Czapsky.
  • Team Österreich: Tor: Kurt Wollinger, Verteidiger: Peregrin Spevak, Alfred Revi, Sturm: Walter Sell, Herbert Brück (Kapitän), Ulrich Lederer, Ersatz: Hermann Weiß, Josef Göbl, Hans Tatzer.
  • Team Ungarn: Tor: Ordody, Verteidiger: Ohla, Weiner, Sturm: Krempels, Dr. Lator (Kapitän), Minder, Ersatz: Graf Bethlen und Graf Revay.
  • In der ungarischen Mannschaft befanden sich viele ältere Spieler, die schon aktiv Bandy spielten. Rund 1800 Zuschauer kamen trotz Schneefall. Österreich ist als Favorit eingestuft worden, da Ungarn bis vor kurzem nur das Bandyspiel pflegte. 6:0 (4:0,2:0) gewann die österreichische Mannschaft das Spiel. Ulrich Lederer schoss in der ersten Halbzeit das erste Tor nach Vorlage von Herbert Brück. Das zweite Tor konnte Walter Sell nach einem Kombinationslauf mit Ulrich Lederer erzielen. Das dritte Tor schoss Walter Sell bei einem Alleingang aus dem eigenen Bereich bis vor das Tor der Ungarn. Das vierte Tor konnte Ulrich Lederer durch eine Einzelleistung einschießen. Nach der Pause war es erneut Ulrich Lederer, der eine Vorlage von Herbert Brück verwandeln konnte. Eine 100prozentige Torchance vergab dann Herbert Brück, nachdem er schon den Tormann überdrippelt hatte. Beim letzten Tor von Ulrich Lederer leistet Josef Göbl die Vorarbeit. Die Österreicher wechselten häufig die Spieler, so dass auch alle Ersatzleute zum Einsatz kamen. Die Zuschauer spendeten großen Beifall, der sich aber noch steigerte, als die Musikkapelle die österreichische Natinalhymne für den Sieger spielte und die Natinalfahne am Fahnenmast empor gezogen wurde.[19]



Spiel 26. Jänner 1927 Polen - Österreich

Schiedsrichter: Dr. Holsboer (Berlin), Torschiedsrichter Poplimont (Belgien) und Dr. Rezar (Tschechoslowakei).
  • Team Polen: Tor: Czaplicki, Verteidiger: Kowalski, Zebrowski, Sturm: Kuley, Tupalski, Adamowsky, Ersatzspieler: Kuchar, Krygier, Sogowsky
  • Team Österreich: Tor: Hermann Weiss, Verteidiger: Peregrin Spevak, Walter Brück, Sturm: Herbert Brück (Kapitän), Walter Sell, Ulrich Lederer, Ersatzspieler: Alfred Revy, Josef Göbl, Kurt Wollinger.
  • 3000 Zuschauer sind gekommen. Österreich gewinnt das Spiel 1:3 (0:2,1:1). Bereits in der dritten Minute trifft Walter Sell mit einem Bombenschuss auf Vorlage von Herbert Brück für Österreich zum Führungstor. Das Spiel wechselt sehr stark und immer wieder kommen die Polen gefährlich vor das Tor der Östereicher. Nur dem Verteidiger Walter Brück und Tormann Hermann Weiss, der immer wieder geistesgegenwärtig die Scheibe hält, ist es zu verdanken, dass kein Tor fällt. Nach einem Sololauf von Walter Brück geht die Scheibe unhaltbar ins Tor der Polen. Mit 2:0 für Österreich geht es in die Pause. In der zweiten Hälfte werden die Polen in ihre Hälfte gedrängt. Durch den Egoismus von Herbert Brück können sie sich aber gut verteidigen. Dann fällt das dritte Tor nach einem Sololauf durch Herbert Brück. Aus den wenigen polnischen Angriffen heraus kann dann Tupalski einen Treffer für Polen landen. Er war von Ulrich Lederer und Walter Brück unfair angegangen worden. Der Schiedsrichter läßt jedoch weiterspielen und Tupalski kann die Scheibe noch aus kürzester Entfernung ins Tor der Österreicher einschießen. Tupalski ist bei den Polen der beste Mann auf dem Platz. Auf beiden Seiten werden die Ersatzleute mit ins Spiel einbezogen und zeigen gute Leistungen. Ulrich Lederer verbessert sich in der zweiten Hälfte enorm und ist mit Walter Sell die Seele des Angriffs. [20]



Spiel 27. Jänner 1927 Belgien - Österreich

  • Schiedsrichter: Walter Sachs (Deutschland)
  • Team Belgien: Tor: Chotteau, Verteidiger: van Reysschoot, Kreitz, Sturm: Franck, Meyer, Bureau, Ersatz: Collon, de Ridder
  • Team Österreich: Tor: Hermann Weiss, Verteidiger: Walter Brück, Peregrin Spevak, sturm: Ulrich Lederer, Herbert Brück(Kapitän), Walter Sell, Ersatz: Alfred Revy, Josef Göbl, Kurt Wollinger.
  • Der Heumarkt ist vollständig ausverkauft und es stehen immer noch Interessenten für das Spiel nach einer Karte an. Diese setzen dann z.B Spiegl ein, um von draußen doch noch etwas von dem packenden Spiel sehen zu können. Die Belgier sind taktisch besser, dafür hat Österreich den besseren Tormann. Ulrich Lederer ist der beste Mann auf dem Eis. 0:1 (0:0,0:1) gewinnt Österreich das Spiel gegen den Tabellenführer und setzt sich damit an die Spitze. In der ersten Spielhälfte spielen die beiden Mannschaften ausgeglichen. Belgien unternimmt die ersten Angriffe, Weiss kann aber die Angriffe paprieren. Ein Durchbruch von Ulrich Lederer endet beim belgischen Tormann. Jetzt greifen die Österreicher mit schnellen Attaken an. Herbert Brück schafft ein paar brilliante Durchbrüche. Peregrin Spevak bringt die Scheibe nur knapp am Tor der Belgier vorbei. Für die belgischen Vorstöße zeichnet Kreitz verantwortlich. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit wird Franck verletzt und ausgetauscht. Die Österreicher ziehen sich bis zum Schlußpfiff vors eigene Tor zurück und hoffen auf eine Chance zu einem Vorstoß. Es fällt aber auch jetzt kein Tor mehr. Nach der Pause wird das Spiel härter und die Belgier werden noch stärker. Die Österreicher scheinen das Spielergebnis halten zu wollen. In der neunten Minute geht die Scheibe von Walter Brück zu Ulrich Lederer, der sie an Walter Sell weiterreicht. Dieser unternimmt einen rasanten Vorstoß und schießt das 1:0 für die Östereicher ein. Die Scheibe war unhaltbar für den belgischen Torwart Cottau. Frenetischer Beifall brandet auf. Die Belgier laufen jetzt Sturm auf das österreichische Tor, Hermann Weiss kann jedoch alle Schüsse abwehren bzw. halten. Die Zuschauer sind begeistert über den Sieg der Österreicher.[21]



Spiel 28. Jänner 1927 Deutsches Reich - Österreich

  • Schiedsrichter: Loicq (Belgien)
  • Team Österreich: Tor: Hermann Weiss, Verteidiger: Walter Brück, Peregrin Spevak, Sturm: Ulrich Lederer, Herbert Brück(Kapitän), Walter Sell, Ersatz: Kurt Weiss, Josef Göbl, Kurt Wollinger.
  • Team Deutsches Reich: Tor: Leiss, Verteidiger: Römer, Schmidt, Sturm: Jaenecke, Orbanowski, Sachs, Ersatz: Franz Kreisel.
  • 6000 Zuschauer sind gekommen und der Platz wird wieder polizeilich gesperrt. Die Agioteure machen gute Geschäfte. Das Spiel endet 1:2(1-1,0-1) für Österreich. Weiter stand Österreich an der Tabellenspitze. In der ersten Hälfte spielen die Österreicher auf Defensieve. Nur ab und zu wird ein Stürmer nach vorne geschickt. Das Spiel beginnt aber mit einem schnellen Angriff und Walter Sell kommt zum Schuß und die Scheibe landet im Tor. Der Schiedsrichter hat aber kurz vorher wegen Off-Side abgepfiffen. Leder und Brück zeigen gute Einzelleistungen. In der 7. Minute versucht Peregrin Spevak aus 40 Metern einen seiner berühmten Weitschüsse und trifft ins deutsche Tor. Österreich liegt in Führung. Nach einer schönen Kombination von Herbert Brück und Walter Sell landet die Scheibe nur neben dem Tor. Aus einem Gedränge heraus kann Jaenecke den Ausgleichstreffer für Deutschland erzielen. Dann flacht der Kampf um die Scheibe bis zum Halbzeitpfiff merklich ab. In der zweiten Hälfte greifen durchweg drei Stürmer der Österreicher an und drängen die Deutschen Spieler zurück. Zahlreiche Schüsse werden vom deutschen Tormann Leiss gehalten. Die Gegenangriffe de Deutschen scheitern an den Verteidigern Walter Brück und Peregrin Spevak. In der fünften Minute erhält Obanowski eine Strafe von einer Minute und muß vom Platz. Ulrich Lederer, der pausierte, musste sofort ins Spiel. Er erhält einen einem Pass von Herbert Brück und schießt die Scheibe unhaltbar für den deutschen Torwart Leiss zum 1:2 für Österreich ein. Der Jubel der Zuschauer will kein Ende nehmen. Beide Mannschaften greifen jetzt immer wieder den Gegner an, aber es bleibt bei dem Ergebnis.[22]



Spiel 29. Jänner 1927 Tschechoslowakei - Österreich

  • Schiedsrichter: Loicq (Belgien), Torrichter Schmidt (Deutschland),
  • Team Tschechoslowakei: Tor: Peka, Verteidiger: Pusbauer, Loos, Sturm: Sroubek, Malecek, Jirkowski, Ersatz: Dr. Hartmann, Kraßl und Pospisil.
  • Team Österreich: Tor: Hermann Weiss, Verteidiger: Walter Brück, Peregrin Spevak, Sturm: Ulrich Lederer, Herbert Brück (Kapitän), Walter Sell, Ersatz: Kurt Weiss, Josef Göbl,
  • Österreich schafft einen 0:1(0:0,0:1) Erfolg über die Tschechoslowakei und hat damit kein einziges Spiel bei der Europameisterschaft verloren. Die österreichische Nationalmannschaft ist Europasieger im Eishockey 1927. Die Spieler Österreichs sind nicht konzentriert bei der Sache. Peregrin Spevak spielte nur in der ersten Hälfte. Beide Mannschaften verteidigen mehr, als dass sie stürmten. Ulrich Lederer wurde hier und da nach vorne geschickt. Die anderen Spieler blieben zurück, um die Tschechen vom eigenen Tor weg zu locken. Beide Torwarte zeigen eine erstklassige Leistung. In der zweiten Hälfte verlegten sich die Österreicher aufs angreifen. und in der 16. Minute gelingt Herbert Brück ein guter Dribbellauf. Er kann diesen mit dem entscheidenen Tor für Österreich abschließen. Bei einem Angriff der Tschechen stürzt Alfred Revy dem Tschechen Jirkowski entgegen. Der Prager Spieler fällt und muß vom Platz getragen werden. Die Verletzung war aber nur leicht. So konnte er bereits nach zwei Minuten wieder ins Spiel zurück kehren. Nach einem Schuss von Ulrich Lederer schreit das Publikum "Goal". Der Schiedsrichter pfeift aber nicht ab. So greift Ulrich Lederer erneut den Puck und es kommt zu einem Getümmel vor dem Tor der Tschechoslowaken, das schließlich umfiel. Der Schiedsrichter Loicq befragt jetzt den Torrichter Schmidt, ob es ein Tor gewesen ist. Dieses verneint es. Die Scheibe sei nicht über die Linie gekommen und so wird das Tor nicht gegeben. Aus dem Publikum wurde diese Entscheidung negativ mit Rufen quittiert. Die Österreicher beschränken sich jetzt ganz auf die Verteidigung des eigenen Tores. Nach dem Spiel erhält der Kapitän der österreichischen Mannschaft Herbert Brück aus der Hand der Weltmeisterin Herma Jarosz-Szabo einen Lorbeerkranz überreicht. Die Zuschauer tragen die österreichischen Spieler auf den Schultern vom Platz.[23]







Saison 1927/28

  • 18. Oktober 1927: Eishockeyspieler trainieren für die WM 1928
Beim Hauptverband trafen sich heute die Eishockeyspieler, welche vom Verbandstrainer für die Winter-Olympiade in St. Moritz ins Auge gefasst hat. Der Präsident des Hauptverbandes begrüßte die Spieler und sprach über die Bedeutung der Winterspieler für Österreich. Er forderte sie auf, getreu dem olympischen Gedanken mit voller Hingabe für das Land zu kämpfen. Der sportliche Gegner sollte immer auch, wenn er sich benachteiligt fühlen sollte, als Kamerad betrachtet werden. Durch das Entgegenkommen des Referenten für körperliche Erziehung Professor Preiß ist es gelungen, den vorzüglichen deutschen Lehrer Sorg für das Konditionstraining aller Olympiakandidaten zu gewinnen. Bereits morgen wird das Training beginnen. Alle Teilnehmer müssen sich einer Herzuntersuchung unterziehen. Wegen des Urlaubs wird ggfls. mit den entsprechenden Stellen gesprochen werden. Die berufliche Tätigkeit solle aber in keinster Weise gestört oder gefährdet werden.
An der Besprechung nahmen teil: Walter Brück (WEV), Herbert Brück (WEV), Alfred Revy (WEV), Hermann Weiss (WEV), Ulrich Lederer (WEV), Walter Sell (WEV), Josef Göbl (WEV), Hans Tatzer (PSK), Rödl (WEV), Hans Kail (Stockerau), Hans Ertl (PSK), Jaques Dietrichstein (WEV), Dr. Caucig (CEV), Caucig2 (CEV), Maak (CEV ), Herbert Klang ( ), Josef Mayer (WEV), Schmidt (WEV), Rieß (WEV), Georg Stransky (WAC ) , Kurt Wollinger (PSK), Slavic, Konrad Glatz (CEV), Albert Trappl (PSK) und Balka( ).
  • 1. Dezember 1927: Training für Olympia läuft
Am 17. Oktober wurde mit dem Training begonnen. Montag, Mittwoch und Freitag von 18.30 Uhr bis 19.30 Uhr wird geübt. Nach dem ersten Übungsabend kam der allgemeine Zusammenbruch. Der Muskelkater machte sich bemerkbar. Danach kamen die Fortschritte und die Beteiligten machen sich sehr gut.
Ulrich Lederer, der im Prater als Muskelmensch volle Kassen machen würde, gibt seinem Körper den letzten Schliff. Einen ästhätischen Anblick bietet der kleine Hans Ertl, schön gewachsen und von vollendeter Geschmeidigkeit ist er mit großem Eifer bei der Sache. Torhüter Hermann Weiss kann schon den Spagat sehr gut. Herbert Klang muss trachten, noch kräftiger zu werden. Peregrin Spevak, mit seinem Speckbäuchlein ist der lustigste in der Runde. Fleißig und Emsig macht er jede Übung gewissenhaft mit. Hans Tatzer, fleißig wie immer, verspricht sehr gut zu werden. Jaques Dietrichstein ist unter den gestrengen Augen seines Bruder sehr diszipliniert.(Bruder ist der Verbandstrainer Ing. Edgar Dietrichstein). Josef Göbel braucht Kraft. Schmidt ist mit viel Eifer bei der Sache. Konrad Glatz gibt sich viel Mühe. Dies ist nur ein Ausschnitt aus den Beurteilungen.
Während des Trainings werden Arm- und Beinübungen gemacht. Die Pfiffe geben die Schnelligkeit an und die Übungen werden dann immer schneller. Es gibt Schnelligkeits- und Geschicklichkeitsübungen. Lockerungsübungen folgen. Alle Spieler machen gute Fortschritte.



Nationalespiele ohne Meisterschaften

Datum Spielort Mannschaften Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
15. Jänner 1928 Wien, WAC-Platz WEV - Ö-Hochschule F 5:1(1-0,3-1-1-0) 1000 s.u.
27. Jänner 1928 Cortina d’Ampezzo Ö-Hochschule - Club Sportiva Dolomiti 6:1(2-0,1-1,3-0) s.u.
31. Jänner 1928 Villach Ö-Hochschule - Italien HS-Team ?
31. Jänner 1928 Wien, WEV-Platz Österreich - Großbritannien 7:3(1-2,4-1,2-0) 4000 s.u.
22. Februar 1928 Wien, WEV-Platz Österreich - Kanada 0:13(0-4,0-7,0-2) 4000 s.u.

Spiel 15. Jänner 1928 WEV - Ö-Hochschülerteam

  • Schiedsrichter: Kurt Wollinger, PSK
  • Ö-HS-Team: Tor: Hans Kail (Stockerau), Verteidiger: Jaques Dietrichstein (WEV), Rieß (WEV), Sturm: Bruno Rödl, Walter Sell (WEV),

Eissermann (CEV), Ersatz: Preißsecker (CEV), Kundegraber (WAC), Kurt Weiß (WEV),

  • Team WEV: Tor: Hermann Weiss, Verteidiger: Walter Brück, Alfred Revy, Sturm: Ulrich Lederer, Josef Göbl, Herbert Klang, Ersatz: Reinl, Josef Mayer,
    Das Vorbereitungsspiel zwischen dem WEV und dem Ö-Hochschülerteam endete 5:1(1-0,3-1,1-0) vor 1000 Zuschauern auf dem WEV-Platz in Wien. Die für die Spiele in Cortina vorgesehene junge Hochschulmannschaft trt gegen den WEV an, damit der Verbandstrainer prüfen konnte, ob die von ihm nominierten den Anforderungen bei den Spielen entsprechen könnten. Die Probe gelang, denn die Mannschaft spielte gut, einige zeigten sogar hervorragende Eigenschaften. Der WEV zeigte wieder sein altes Können. Walter Brück, Ulrich Lederer und Herbert Klang waren in ausgezeichneter Form. Da auf der Gegenseite auch WEV-Spieler beteiligt waren, kannte man sich und die spielweise des Gegners. Die jungen Kräfte der Hochschulmannschaft kämpften und hatten dabei auch manchen Erfolg zu verzeichnen. Das Platzhalten klappte nicht so ganz. Die Verteidigung mit Jaques Dietrichstein war gut und Walter Sell zeigte ein gutes Spiel.
Im ersten Drittel konnte Ulrich Lederer das Führungstor für den WEV mit einem Weitschuss erreichen. Im zweiten Drittel schoss Ulrich Lederer aufs Tor. Der Torwart wehrte ab und im Nachschuss kann Josef Göbl einschießen. Walter Brück machte das 3:0. Dann sah man eine Soloaktion von Ulrich Lederer, der mit einem Bombenschuss auf 4:0 erhöhte. Der Ehrentreffer erfogte jetzt durch Walter Sell mit dem schönsten Torschuss des Spiels. Walter Sell ging mit der Scheibe hinter dem gegnerischen Tor spazieren und bugsierte die Scheibe dann elegant ins Netz. Im letzten Drittel zeigten beide Mannschaften ein flottes Spiel. Josef Göbl kann das fünfte Tor für den WEV einschießen und erreicht damit den Endstand von 5:1 für den WEV.


Spiel 27. Jänner 1928 Ö-Hochschule - Club Sportiva Dolomiti

  • Schiedsrichter: Algini, Italien Beginn:
  • Team Ö:
  • Team Club Sportivia Dolomiti:
  • Das Spiel der Österreicher-HST gegen Club Sportiva Dolomiti endete mit 6:1(2-0,1-1,3-0). Trotz Schneefalls herrschten gute Eisverhältnisse. Im ersten Drittel konnte Walter Sell den Führungstreffer einschießen. Durch Zehdnikere fiel das 2:0. Im zweiten Drittel waar Wondra der Torschütze. Jetzt konnten die Italiener ihren ersten Treffer erlangen. Im letzten Drittel traf Bruno Rödl zum 4:1. Danach schoss noch zweil Walter Sell für die Östereicher ein. Damit war der Endstand von 6:1 erreicht.


Spiel 31. Jänner 1928 Ö - Großbritannien

  • Schiedsrichter: Hans Weinberger, Beginn: 20.30 Uhr
  • Team Ö: Tor: Hans Kail (Stockerau), Verteidiger: Walter Brück (WEV), Peregrin Spevak (PSK), Jaques Dietrichstein (WEV), Sturm: Ulrich Lederer (WEV), Josef Göbl (WEV), Hans Tatzer (PSK), Ersatz: Hans Ertl (PSK), Walter Sell (WEV),
  • Team Großbritannien NM: Tor: Major Patton, Verteidiger: Tait, Dr. Chambell, Sturm: C.R.Cuthbert Kapitän, G.G.Carruthers, E. Carruthers, Ersatz: Dr. Melland, G.E. Cuthbert,
  • Für das Spiel vor zwei Tagen gegen den WEV hatte der Verein Tribühnen für 5000 Zuschauern aufbaut, die auch für diese Spiel stehen blieben. Die österreichische Nationalmannschaft und die englische Nationalmannschaft trennten sich 7:3(1-2,4-1,2-0) vor 4000 Zuschauern. Auch bei diesem Spiel bekamen viele Wiener, die noch Einlass begehrten, keine Eintrittskarte mehr. Im ersten Drittel greifen die Engländer an. Sie spielen erheblich besser als gegen den WEV. Sie tragen überraschende Angriffe vor und kombinieren auch gut. In der 5. Minute bricht G.G. Carruthers durch, kommt nach schöner Kombination mit Dr. Campbell und Cuthbert zum Schuss und macht das Führungstor. Der österreichische Torwart Kail reagiert kaum. Peregrin Spevak fällt jetzt durch gutes Spiel auf. Es ist aber Walter Sell, der den Ausgleichstreffer für Österreich erzielt. Der Schiedsrichter erkennt dieses Tor jedoch wegen Off-Side nicht an. Das Publikum ist wenig diszipliniert und reagiert mit Protest-Rufen. In der 12. Minute sieht man dann einen Sololauf von Ulrich Lederer, er spielt sich hinter dem Tor durch und macht den Ausgleichstreffer. Aber schon in der 14. Minute fällt erneut die Führung für die Engländer durch einen Fernschuss von Cuthbert aus 20 Meter Entfernung. Wieder ist Torwart Kail nicht in der Lage, die Scheibe zu halten. Im zweiten Drittel kann Dr. Campbell kurz nach Anpfiff das 3:1 für die Engländer ins österreichische Tor bringen. Die Österreicher sind jetzt nicht konzentriert, sie spielen zerfahren. Die Engländer sind im Spiel überlegen. Bei einem der österreichischen Angriffe werfen sie jedoch das Tor um, damit kein Treffer für die Gastgeber fällt. Hans Tatzer kann mehrer Schüsse abgeben, ist jedoch zu weit vom Tor der Engländer entfernt, um einzuschießen. In der 12. Minute wendet sich dann das Blatt. Walter Brück kann den Anschlusstreffer der Österreicher zum 3:2 verwandeln. Peregrin Spevak stürmt vor und erreicht aus 30 Metern Distanz einen unhaltbaren Ausgleichstreffer. Der Druck wird so groß, dass sich die Engländer zurück ziehen müssen. Die Nervosität zeigt sich auch daran, dass die Engländer fast ein Eigentor geschossen hätten, wenn ihr guter Tormann nicht im letzten Augenblick die Scheibe gehalten hätte. In der 14. Minute erhöht Walter Sell bei verkehrter Stockhaltung auf 4:3 und in der 15. Minute ist es Peregrin Spevak, der mit einem prächtigen Fernschuß die Scheibe zum 5:3 ins Tor bringt. Josef Göbl wird auf eine Minute ausgeschlossen. Im letzten Drittel flaut der Kampf etwas ab. Der Schiedsrichter muss mehrere Angriffe wegen Fehlern und Fouls abpfeifen. Beide Torhüter wehren die Angriffe auf sie ab. In der 8. Minute gelingt Walter Sell das 6:3. Josef Göbl ist es, der den Endstand von 7:3 herstellt. Später wird Peregrin Spevak ausgeschlossen, da er bei einem Angriff der Engländer das österreichische Tor umgeworfen hatte.
Nach dem Spiel fand um 23.00 Uhr noch ein Bankett im Hotel Meißl & Schadn statt. Der Verbandspräsident Dr. Schwarz bedankte sich bei den Engländern in englischer Sprache. In der Erwiderung bedankte sich Major Patton für die gute Gastfreundschaft der Österreicher.


Spiel 22 Februar 1928 Ö - Kanada

  • Schiedsrichter: Architekt Gröbsch, Beginn: 20.30 Uhr,
Torrichter: Maak, Hubert Weiß,
Zeitnehmer: Ing. Födrich, Willy Moser, :Strafzeitnehmer: Dr. Zimmermann, Dr. Caucig,
  • Team Ö: Tor: Kahane (WAC), Verteidiger: Walter Brück (WEV), Peregrin Spevak (PSK), Sturm: Ulrich Lederer (WEV), Hans Ertl (PSK), Hans Tatzer (PSK), Ersatz: Karl Oerdögh (PSK), Herbert Klang (WEV), Jaques Dietrichstein (WEV),
  • Team Kanada: Tor: Mueller, Verteidiger: Porter, Taylor, Sturm: Trottier, Hugh Plaxton, Hudson, Ersatz: Frank Fisher, Frank Sullivan, Gordon,
    Das Spiel zwischen den Nationalmannschaften von Österreich und Kanada auf dem WEV-Platz in Wien endete 0:13(0-4,0-7,0-2). Die Mannschaft der Österreicher wurde vom Verbandskapitän in verschiedenen Punkten verändert. Das hat einmal mit der derzeitigen Form einiger Spieler zu tun, zum Anderen aber wurde die Aufstellung auch aus disziplinarischen Gründen geändert, weil wohl einige Spieler sich in der Schweiz nicht so verhielten, wie man es von ihnen hätte erwarten können. Der beste Österreichische Spieler auf dem Platz war Hans Tatzer vom Pötzleinsdorfer Sprot Klub. Neben ihm konnte auch Walter Brück gefallen. Ulrich Lederer hatte nicht seinen besten Tag. Die anderen Österreicher spielten so gut sie es konnten. Torwart Kahane hatte viel Glück. Die Kanadier waren Artisten auf dem Eis und übertrafen die Spieler aus Europa um Klassen. Die Anlage reichte gerade aus, um die 4000 Zuschauer zu fassen.
Nach Freigabe der Scheibe greift Hans Tatzer sofort an, aber Tormann Mueller kann den Schuss abwehren. Die Kanadier starten sofort Gegenangriffe und in der 3. Minute kann Plaxton den ersten Treffer erzielen. Die Österreicher starten weitere Angriffe, scheitern aber immer wieder an den wieselflinken Kanadiern, die ihr technisches Können voll ausspielen. Bald fällt durch Trottier das zweite Tor. Im ersten Drittel treffen dann Porter und Trottier noch zweimal ins Tor. Schon ab der 10. Minute gewannen die Zuschauer den Eindruck, als hätten die Österreicher sich bereits verausgabt, sie wurden matt und konnten das rasende Tempo nicht mehr mithalten.
Auch im zweiten Drittel kann Hans Tatzer den ersten Schuss auf das gegnerische Tor abgeben, der aber wieder gehalten wird. Dann beginnt Trottier mit dem 5:0. Die weiteren Treffer werden von Hudson, Plaxton, Taylor, Trottier, Plaxton und wieder Trottier erzielt.
Im letzten Drittel ersuchen die Kanadier um Auswechslung einiger Spieler nach, dem natürlich zugestimmt wird. Frank Fisher und Frank Sullivan kommen aufs Eis. Diese beiden schossen auch die zwei Tore dieses letzten Drittels. Die Kanadier spielten aber nicht mehr mit voller Kraft. Die Österreicher wechselten den Tormann Kahane gegen Karl Oerdögh aus, der sich recht gut hielt. Trotzdem nur zwei Tore fielen, hatten die Kanadier das Spiel voll im Griff. Den Zuschauern gefiel die sehr gute Lauftechnik der Kanadier. Sie waren schon im vollem Lauf, wenn der Gegner erst startete. Alle kanadischen Spieler hatten eine athletische Figur und alle verfügten über eine große Ausdauer. Dazu kamen noch Technik und Routine. Sie zeigten auch, das Solisten ein Zusammenspiel aufs Eis bringen können und es nicht nur mit dem Kombinationsspiel geht. Jeder von Ihnen ist ein Meisterschütze.
Am folgenden Tag bildeten die Kanadier zwei Mannschaften und spielten auf dem WEV-Platz gegeneinander. Schiedsrichter war Ing. Edgar Dietrichstein. Das Spiel zwischen dem Team A und Team B der Kanadier endete 3:1(1-0,0-0,2-1).[24]
In einem Gespräch mit dem Spieler Hewitt der Kanadier äußerte sich dieser zur Österreichischen Mannschaft. Er habe sie in St. Moritz spielen gesehen. Seiner Meinung nach sei Ulrich Lederer der beste Mann gewesen (dabei war er in St. Moritz nicht so gut wie sonst). Auch sehr gefallen haben ihm Walter Brück und Hans Tatzer. Er schätzt das österreichische Eishockey höher ein, als das der Schweden und Schweizer.

Akademische Weltwinterspiele 1928

  • Vom 22. bis 29. Jänner 1928 finden die Akademischen Weltwinterspiele in Cortina dÁmpezzo in Italien statt. Das Patronat der Weltwinterspiele hat Benito Mussolini übernommen. Österreich soll zu diesen Spielen eine Einladung erhalten. Der Fußballer Hugo Meißl hat auf Wunsch der Italiener dem Österreichischen Eishockeyverband einen Prospekt der Meisterschaften übergeben.[25]
  • 31. Dezember 1927: Training für Cortina dÀmpezzo
Der Verbandstrainer des OeEHV hat nachstehende Spieler zum Training auf dem Platz des WEV für die Akademischen Weltwinterspiele 1828 einberufen:

Hans Kail (Stockerau), Jaques Dietrichstein (WEV), Brono Rödl, Rieß (WEV), Walter Sell (WEV), Zehdniker (VfB), Preisecker, Kurt Weiß (WEV), Rainer, Eisermann, Reimer (CEV), Kuffler. Alle Spieler haben einen Nachweis mitzubringen, aus dem die Hochschultätigkeit hervorgeht.


  • 07. Jänner 1928: Nationalmannschaft für Cortina genehmigt
Die internationale Liga hat die Genehmigung zur Teilnahme einer österreichischen Nationalmannschaft bei den Hochschulmeisterschaften in Cortina dÁmpezzo erteilt.
  • 19. Jänner 1928: Entgütiges Team für Cortina steht
Bis auf den Tormann hat der Verbandskapitän Ing. Edgar Dietrichstein jetzt die Aufstellung für Cortina bekannt gegeben. Verteidiger: Jaques Dietrichstein (WEV), Rieß (WEV), Kurt Weiß (WEV), Zehdniker (VfB), Sturm: Bruno Rödl, Walter Sell (WEV), Wondra (WEV), Eissermann (CEV),
Als Tormann wäre Hans Kail (Stockerau) benannt worden. Dieser will jedoch nicht fahren. Vom WAC kommen jetzt Willinger und Kahane in die nähere Wahl. Der Verbandskapitän wird die Mannschaft als Verantwortlicher nach Cortina begleiten. Die Abfahrt von Wien mit dem Zug von der Südbahn nach Cortina ist auf Samstag, den 21.1.1928, festgelegt worden.
Außer Österreich haben noch die Schweiz, Schweden, Frankreich, Italien und die Tschechoslowakei gemeldet.
  • 21. Jänner 1928: Die Abfahrt ist heute um 10.00 Uhr. Man weiß noch nicht, nach welchem System in Cortina gespielt wird. Die Auslosung erfolgt erst vor Ort. Im letzten Moment hat sich Hans Kail (Stockerau) nun doch entschlossen, die Berufung des Verbandskapitäns Dietrichstein anzunehmen und fährt mit.
  • 21./22. Jänner 1928: Die Zugfahrt
Die Zugfahrt lief bis zur Grenze Italiens problemlos. In der Nacht konnten sich die Reisegruppe ausschlafen. Auf italienische Seite sprach das Zugpersonal jedoch kein Deutsch, als man die Frage des Umsteigens in Toblach klären wollte. So kam es, dass einige der Reisenden schon angezogen waren und andere noch im Nachtpolter herumliefen, als es plötzlich die Station "Dobjacco" ausgerufen wurde und man sich schon in Toblach befand. Der Anschlusszug musste einige Minuten warten, bis die Reisenden umgestiegen waren. Stöcke und Koffer wurden aus dem Fenster geworfen. Die vergessenen Stöcke wurden vom Personal des weiterfahrenden Zuges noch gesehen und dann erst aus dem Fenster befördert. Die Spieler sprinteten hinter dem Zug her, um diese Stöcke noch aufzusammeln.


  • 23. Jänner 1928: Auslosung
Die stattgefundene Auslosung hatte folgenes Ergebnis:
24. Jänner 1928: Italien - Östereich
25. Jänner 1928: Polen - Österreich
26. Jänner 1928: Polen - Italien
Zum Zeitpunkt der Auslosung war die polnische Mannschaft noch nicht eingetroffen. Die Schweizer Mannschaft soll evtl. auch noch kommen. In jedem Fall wird nach dem Grundsatz jeder gegen jeden gespielt.
Es fand danach noch ein Empfang beim Bürgermeister statt.


  • 25. Jänner 1928: Protest der Österreicher
Die Österreicher haben einen Protest gegen Polen eingelegt, da entgegen der Ausschreibung der Spiele in Cortina auch Nichtakdemiker in der polnischen Mannschaft mitspielten. Man hat einfach das stärkste Team geschickt, ohne auf Vorschriften zu achten. Über den Protest soll noch heute entschieden werden.
Datum Spielort Mannschaften Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
24. Jänner 1928 Cortina d’Ampezzo Ö-Hochschule - I-Hochschule 0:1(0-0,0-1,0-0) 1000 s.u.
25. Jänner 1928 Cortina d’Ampezzo Ö-Hochschule - Polen Hochschule 0:6(0-2,0-3,0-1) 1000 s.u.


Spiel 24. Jänner 1928 Ö-Hochschule - Italien Jochschule

  • Schiedsrichter: Adamowski, Polen Beginn: 14.00 Uhr
  • Team Ö-HST: Tor: Hans Kail, Verteidiger: Jaques Dietrichstein, Hubert Weiß, Sturm: Bruno Rödl, Wondrak, Walter Sell, Ersatz: Zehdniker, Rieß,
  • Team Italien-HST: Tor: Calcaterra, Verteidiger: Bianchi, Botturi, Sturm: Trovati, Redaelli, Urbano, Ersatz: Scotti, Baroni,
  • Das Spiel der Österreicher gegen die Italiener endete 0:1(0-0,0-1,0-0) vor 1000 Zuschauern. Das Match wurde vom Schiedrichter sehr nachsichtig geleitet und es lief daher teilweie sehr unfair ab. Die Niederlage ist aber berechtigt gewesen, da die Österreicher sehr kopflos arbeiteten. Nur wenige Kombinationen wurden ausgeführt. Die besten Spieler waren Hubert Weiß und Jaques Dietrichstein. Walter Sell spielte außerordentlich schwach. Zehdniker war im Sturm noch einer der Besten. Als Entschuldigung für die schlechte Leistung kann eigentlich nur angeführt werden, dass die Spieler sich noch nicht an die Höhenluft in Cortina gewöhnt hatten und daher frühzeitig ermatteten. Von Beginn an spielten die Italiener derb und der Schiedsrichter ließ auch die schwersten Fouls durchgehen. Er schritt nie, aber auch nicht, als die Österreicher Wondra und Dietrichstein dem italienischem Beispiel folgten. Nur bei Fouls, die in Österreich einen Auschluss für ein Jahr nach sich ziehen würden, wurden hier Ausschlüsse von Minuten erteilt. Im zweiten Drittel fiel das Tor der Italiener durch einen Fernschuss von Scotti. Der Treffer wäre sicherlich von Torwart Hans Kail zu halten gewesen. Er berechnete aber die Flugbahn falsch, ging davon aus, dass sie Scheibe am Tor vorbei gehen würde, und ließ sie ins Netz passieren.[26]


Spiel 25. Jänner 1928 Ö-Hochschule - Polen Hochschule

  • Schiedsrichter: Trovati, Italien Beginn:
  • Team Ö: Tor: Hans Kail, Verteidiger: Jaques Dietrichstein, Hubert Weiß, Sturm: Rieß, Walter Sell, Zehdniker, Ersatz: Bruno Rödl, Wondrak,
  • Team Polen: Tor: Czaplicki, Verteidiger: Kulej, Kowalski, Sturm: Krygier, Tupalski, Adamowski, Ersatz: Strezanowski, Makowski,
  • Das Spiel der Österreicher gegen die Polen endete mit 0:6(0-2,0-3,0-1) vor 1000 Zuschauern. Der österreichische Torwart hatte einen schlechten Tag. Im ersten Drittel gab es ein Eigentor von Hubert Weiß. Dann konnte Adamowski mit einem Fernschuss das 2:0 erzielen. Die Scheibe kam in die linke Ecke und Tormann Kail regagierte zu spät. Die Österreicher waren schwach und die Polen schnell. Im zweiten Drittel schossen Krygier und Tupalski zwei Tore. Der fünfte Treffer war ein Schuss von Adamowski, den Rieß mit der Hand ins Tor lenkte. In diesem Drittel stürmten die Polen ohne Unterbrechnung mit drei Stürmern, die auch in der Regel nicht in die eigene Hälfte zurück gingen. Sie verteidigten die angreifenden Österreicher vielmehr schon bei deren 20-Meter-Linie. Hierdurch waren die Österreicher noch mehr verunsichert und dribbelten viel, aber im eigen Bereich vor ihrem Tor. Die Polen hatten es somit leicht. Im letzten Drittel fiel das Tor wieder durch einen Weitschuss, wobei Kail die Scheibe bei der Abwehr fallen ließ und diese von seinem Fuß ins Tor kollerte. Der Schiedsrichter in diesem Spiel machte seine Arbeit sehr gut.

Bei den Polen spielte die Eishockeymannschaft für die Winterolympia. Nach den Spielen in Cortina werden sie zur Schweiz weiterreisen und sich an verschiedenen Orten auf die Höhenluft vorbereiten. Alle Spieler haben entsprechenden Urlaub.[27]


Spiel 26. Jänner 1928 Spiel Polen HS - Italien HS

  • Schiedsrichter: Ing. Edgar Dietrichstein
  • Das Spiel Polen gegen Italien endete 5:1(2-0,1-1,2-0). Damit war Polen der Sieger der Weltwinterspiele der Hochschulen 1928 in Cortina dÁmpezzo.


Eishockeyspieler als Bobfahrer

Der Veranstalter der Weltwinterspiele in Cortina sprach die österreichische Eishockeymannschaft darauf an, ob sie nicht mit einem Bob an der Konkurrenz teilnehmen wollten. Da die entsprechende Ausrüstung bei den Spielern fehlte, wurde nichts daraus. Als dann aber am Wochende Tauwetter eintrat und ein Eishockeyspiel zwischen Polen und den besten Spielern der anderen Teams nicht stattfinden konnte, entschlossen sich 5 tapfere Eishockeyspieler doch zu einer Bobfahrt. Ein Bobfahrzeug wurde ihnen zur Verfügung gestellt. Sie mussten aber versprechen, sehr vorsichtig zu fahren. Walter Sell behauptete, ein routinierter Fahrer zu sein und übernahm das Steuer. Nach kurzer Fahrt landete man aber bereits im Schnee. Also wurde der Fahrer ausgewechselt und Zehdniker übernahm die Fahrerstelle. Aber auch er hatte Probleme, der Bob kam ins schleudern, alle stürzten. Nur der sehr kräftige Torwart Kail konnte den Bob noch halten, so dass die anderen nicht zu schaden kamen. Zehdniker stürzte auch noch ein weiteres mal, wobei Walter Sell da schon vorsichtshalber aus Angst und wegen der glatten Bahn, ohne Bob auf dieser weiterrutschte. Nach dieser Fahrt, die ohne Verletzung abging, kam man zu der Meinung, dass das Bobfahren doch nicht das richtige für sie sei. Es wurde danach aber noch darüber diskutiert, wer an den einzelnen Stürzen Schuld sei. Der Steuermann behauptete, dass der Brake die Schuld trage, dieser wiederum sprach sich für den Steuermann aus. Bei diesen Aktionen bewährte sich wieder die körperliche Arbeit, wenn der Bob nach der Fahrt wieder nach oben gebracht werden musste. Die Lungen hatten schwer zu tun und man gewöhnte sich an die in Cortina herrschende Atmosphäre.



Eishockey-Welt- und Europameisterschaft 1928

  • 09. Dezember 1927: Der OeEHV hat den Verbandskapitän Ing. Edgar Dietrichstein nach St. Moritz in der Schweiz geschickt, damit er die Quartierfrage vor Ort lösen kann. Die österreichische Nationalmannschaft wird im Hotel Metropol wohnen. Das Hotel liegt in der Nähe der Sportstätten.

13. Jänner 1928: Neues vom OeEHV zu St. Moritz

Die Delegation des Eishockeyverbandes zur Winterolympiade in St. Moritz umfasst 12 Spieler, 2 Funktionäre und 1 Masseur.
Die Kosten für St. Moritz werden auf 9.100 Schilling geschätzt. Die Unterbringung ist im "Hotel Albana" vorgesehen.
Abreise 5. Februar 1928 um 13.40 Uhr vom Westbahnhof, Rückkehr am 20. Februar 1928.
Funktionäre: Präsident Dr. Alfred Schwarz, Verbandskapitän Ing. Edgar Dietrichstein,
Folgende Spieler kommen für die Mannschaft in Frage: Hermann Weiss, Kurt Wollinger, Hans Kail, Walter Brück, Herbert Brück, Walter Sell, Josef Göbl, Ulrich Lederer, Jaques Dietrichstein, Peregrin Spevak, Hans Tatzer, Hans Ertl, Hans Mayringer, Alfred Revy,


  • 19. Jänner 1928: Endgültige Mannschaft für St. Moritz
In der heutigen Vorstandssitzung des OeEHV wurde die Vorbereitung der Winterspiele in St. Moritz besprochen. Der Verbandskapitän teilte mit, dass die Mannschaftsaufstellung bis auf einen Spieler stehen würde. Für diese 12. Stelle im Aufgebot stehen Jaques Dietrichstein, Hans Mayringer und Alfred Revy zur Auswahl. Der Verbandskapitän selbst wollte diese Entscheidung nicht treffen, da einer der drei Personen sein Bruder ist. Der Verbandskapitän verließ den Sitzungsraum. Der Vorstand entschied dann für die Nominierung von Jaques Dietrichstein. Man habe diese Entscheidung so gefällt, da Hans Mayringer schon etwas älter ist und Alfred Revy sich derzeit nicht in der notwendigen Form befindet.
Die Mannschaftsaufstellung für St. Moritz lautet daher wie folgt:

Tor: Hermann Weiss (WEV), Kurt Wollinger (PSK), Verteidiger: Walter Brück (WEV), Peregrin Spevak (PSK), Jaques Dietrichstein (WEV), Sturm: Herbert Brück (derzeit Berlin), Walter Sell (WEV), Hans Tatzer (PSK), Hans Ertl (PSK), Herbert Klang (WEV), Josef Göbl (WEV), Ulrich Lederer (WEV),

Sollte sich Hans Kail(Stockerau) in Cortina bewähren, so ist auch noch seine Hereinnahem in die Mannschaft für Kurt Wollinger möglich.
  • 28. Jänner 1928: Kail statt Kurt Wollinger
Bei den Weltwinterspielen in Cortina hat der Verbandskapitän Dietrichstein entschieden, dass Hans Kail als Tormann mit nach St. Moritz fährt. Somit muss Kurt Wollinger zu Haus bleiben. Diese Entscheidung sollte so nur dann fallen, wenn sich Hans Kail in Cortina besonders bewährt. Diese Bewährung hat es nun wirklich nicht gegeben.
  • 2. Februar 1928: Alfred Revy statt Josef Göbl
Trotz aller Bemühungen hat Josef Göbl von seiner Firma keinen Urlaub für die Teilnahme der Olympiade erhalten. So wurde Alfred Revy neu in die Mannschaft nominiert, dessen Form in den letzten Tagen sehr angestiegen ist.
  • 3. Februar 1928: Josef Göbl fährt doch
Wurde gestern noch davon gesprochen, dass Alfred Revy statt Josef Göbl fährt, so hat sich dieses schon wieder geändert. Josef Göbl erhält jetzt doch Urlaub für die Winterolympiade und so fährt er mit nach St. Moritz.
  • 4. Februar 1928: Die Abfahrt der Reisegruppe des OeEHV zur Winter-Olympiade ist für Sonntag, den 5. Februar 1928, 13.40 Uhr mit der Westbahn, vorgesehen. Die Gruppe umfasst die 12 Spieler und vier Vorstandsmitglieder. Dieses sind der Leiter der Gruppe Verbandspräsident Dr. Alfred Schwarz, der Verbandskapitän Ing. Edgar Dietrichstein und die Vorstandsmitglieder Hans Weinberg und Ing. Fleischer-Talevich. Zu den Wiener Spielern kommt noch Herbert Brück, der direkt aus Berlin anreisen wird. Bei der Abfahrt wird eine Musikkapelle spielen. Als Schlachtenbummler werden u.a. die Ehefrau und die Tochter des Verbandspräsidenten mitfahren. Der Masseur Hellmut Peschl, Assistent von Professor Kirchberg von der Deutschen Hochschule für Leibesübungen, wird extra nach St. Moritz fahren.
  • 06. Februar 1928: Zimmer schon anderweitig vermietet
Durch den von der österrichischen Bundesbahn zur Verfügung gestellten Sonderwaggon konnten die Reisenden während der Fahrt gut schlafen. In Chur musste umgestiegen werden. In Sankt Moritz angekommen, war niemand zur Begrüßung anwesend. Mit dem schweizerischen Zoll gab es einige Probleme, da Verständigungsschwierigkeitn bestanden. Da die Ansprechpartner fehlten, begab man sich zum Hotel Metropol, wo ja bereits Anfang Dezember die Zimmer bestellt wurden. Diese waren vom Hotel aber mit anderen Gästen belegt. Die Ersatzzimmer waren nicht akzeptabel. Die Reiseleitung begab sich zur Quartierkommission, damit diese die notwendigen Gespräche mit dem Hotel führen konnte. Aber erst nach Einschaltung des Präsidenten der Gemeinde St. Moritz Herrn Rater konnte der Bezug der Zimmer im Metropol-Hotel erfolgen. Von im gleichen Hotel untergebrachten Eisläufern Ing. Böckl und Schäfer erfuhr man dann, dass es diesen erheblich schlechter ging. Deren Zimmer waren auch anderweitig vergeben und so musste man sich mit teilweise ungeheizten Zimmern zufrieden geben. Diese Zimmer waren eigentlich nur für Personal vorgesehen. Als man im Ort den Präsidenten der Internationalen Liga Loicq traf, musste man feststellen, dass es diesen genauso getroffen hatte. Hotels und die Hotelkommission der olympischen Winterspiele arbeiteten wohl nicht gut miteinander. Der Präsident der Liga wurde dann im Zimmer eines belgischen Expeditionsteilnehmers mit untergebracht.
Bei der Besichtigung von St. Moritz musste man dann auch feststellen, dass die Gäste dort gut betucht sind und diese Preise gerne bezahlen. Die Sportsleute, die nicht zu diesen Kreisen gehören, sind in St. Moritz nicht so gerne gesehen. Sie sind mehr ein notwendiges Übel, denen Vorzugspreise gewährt werden mussten. Jeder Hotelier war froh, wenn er diese Gäste einem Kollegen weitergeben konnte.
Mustergültig sind jedoch die sportlichen Anlagen, insbesondere das Eisstadion. Es liegt hinter dem Kulmhotel. Man hat eine herrliche Fernsicht. Der Platz selbst hat durchweg hohe Banden. An einer Seite ist durch die Aufstellung von Bänken eine Arena entstanden. Auf der anderen Seite wurde eine Holztribühne gebaut. Es schließt sich ein Turm an, der eine Uhr trägt.



  • 07. Februar 1928: Nationalmannschaft in St. Moritz
Der erste Tag in St. Moritz ist nach dem Verbandskapitän für die Besichtigung des Eisstadions vorgesehen. Dieses befindet sich in der Nähe des Bahnhofes von St. Moritz-Dorf. Das Hotel Metropol befindet sich hiervon ca. 2 km entfernt am Westende des St. Moritzer Sees. Am 7. und 8. Februar ist ein hartes Training vorgesehen, da die Spieler sich an die Höhenluft gewöhnen müssen. St. Moritz liegt 1800 Meter hoch. Dann ist auch Herbert Brück aus Berlin eingetroffen. Am 9. und 10. Februar ist Ruhe angesagt. Spaziergänge und leichte Bewegung sind gestattet. Die Offiziellen werden am 10. am Kongreß der Liga teilnehmen. Am 11. fangen dann die Spiele an. Die Auslosung wird erst beim Kongreß vorgenommen, so dass man noch nicht weiß, wann man spieln wird.
  • 08. Februar 1928: Die Auslosung
Erste Gruppe: Großbritannien, Belgien, Ungarn, Frankreich,
Zweite Gruppe: Schweden, Polen, Tschechoslowakei,
Dritte Gruppe: Schweiz, Österreich, Deutsches Reich,
Die Kanadier dürfen erst ab dem Semifinale teilnehmen, da sonst die Gruppe, in der sie spielen, benachteiligt wäre.
Datum Spielort Mannschaften Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
11. Februar 1928 St. Moritz Österreich - Schweiz 4:4(4-2,0-1,0-1) 3000 s.u.
12. Februar 1928 St. Moritz Österreich - Deutsches Reich 0:0(0-0,0-0.0-0) 1500 s.u.


Spiel 11. Februar 1928 Ö - Schweiz

  • Schiedsrichter: Loicq, Belgien Beginn:
  • Team Ö: Tor: Hermann Weiss, Verteidigung: Walter Brück, Peregrin Spevak, Sturm: Josef Göbl, Herbert Brück, Ulrich Lederer (Kapitän), Ersatz: Hans Tatzer, Walter Sell, Hans Kail (Tormannersatz),
  • Team Schweiz: Tor: Martignoni, Verteidiger: Geromini, Kraatz, Sturm: Meng, Dufour (Kapitän), Morosani, Ersatz: Andreosi1, Breiter, Fasel (Tormannersatz),
  • Das Spiel zwischen Österreich und der Schweiz endete mit 4:4(4-2,0-1,0-1) Toren vor 3000 Zuschauern. Vor dem Spiel sprach der Schiedsrichter mit den beiden Mannschaftskapitänen, ob das Spiel ausfallen oder doch durchgeführt werden solle. Auf Anraten des Schiedsrichters entschied man sich für daas Spiel. Sollte es zu schlimm werden, wäre ein Abbruch auch später noch möglich. Bei der Seitenwahl gewannen die Östereicher, da man zweimal mit dem Sturm spielen würde.
Im ersten Drittel müssen die Schweizer gegen heftigen Wind und Schnee spielen. Die Österreicher nutzten diese aus und so stand es am Ende des Drittels 3:1. Schon in der ersten Minute nach Spielbeginn schossen die Schweizer ein Tor durch Dofour. Er hatte sich vom Gegner losgelöst und schoss das Tor scharf ein. Es war Josef Göbl, der in der 4. Minute den Ausgleich schaffte. Jetzt griffen die Schweizer an und Herrmann Weiss musste zwei scharfe Schüsse abwehren. In der 7. Minute sah man eine schöne Kombination von Walter Brück und Ulrich Lederer. Ulrich Lederer brachte die Scheibe dabei ins Tor der Schweizer. Und eine Minute später war es schon wieder Ulrich Lederer, dermit einem Einzeldurchbruch nach vorne ging und das 3:1 erzielte. Nach dem Seitenwechsel hatten die Schweizer den Wind im Rücken und griffen mit aller Kraft an. Trotzdem schaffte Josef Göbl nach einer Vorlage von Ulrich Lederer den vierten Treffer für Österreich. Dann kamen aber die Schweizer auf. Sie setzten ihre körperliche Überlegenheit immer öfter ein und manches Foul ließ der Schiedsrichter ungeahndet. Als jedoch auch die Österreicher sich zu Fouls hinreißen ließen und diese auch noch offenkundig taten, gab es mehrere Ausschlüsse gegen sie. In der 7. Minute kann Breiter das 4:2 einschießen. Jetzt wurde das Wetter besser. Im letzten Drittel dauerte die Überlegenheit der Schweizer an. Wieder blieben die Fouls der Schweizer ungesühnt und die Österreicher mussten mehrfach auf die Bank. Geromini erlitt eine Verletzung und wurde ausgetauscht. In der 9. Minute war es wieder Breiter, der das dritte Tor der Schweizer machte. Die Schweizer verstärkten ihr Spiel noch weiter, während die Österreicher merklich nervöser wurden. Da die Österreiche jetzt im letzten Drittel nicht mehr gegen den Sturm ankämpfen mussten, ging man davon aus, dass sie jetzt auch stärker spielen würden. Aber das war nicht der Fall. Die Österreicher unternahmen nur noch wenige Versuche für Durchbrüche. Einmal gelangte Ulrich Lederer dabei vor Tor der Schweizer, wartete aber dann ab, bis ihm deren Tormann die Scheibe abnahm. In der 12. Minute beginng Herbert Brück dann einen folgenschweren Fehler. Dufour, der Kapitän der Schweizer, stürmte vor und schoss zum 4:4 Ausgleich ein. Die Erregung der Spieler wurde größer. Herbert Brück und Josef Göbl erhielten einen Ausschluss. Als der Schlusspfiff ertönte, ging die Scheibe gerade ins Tor der Österreicher. Dieser Treffer wurde aber nicht mehr vom Schiedsrichter anerkannt. Nur mit Glück sind die Österreicher einer Niederlage entgangen.
weitere Spiele:
Frankreich - Ungarn 2:0(0-0,2-0,0-0)
Belgien - Großbritannien 7:3( )
Schweden - Tschechoslowakei 3:0(1-0,1-0,1-0)

Spiel 12. Februar 1928 Ö - Deutsches Reich

  • Schiedsrichter: Poplimont, Belgien Beginn:
  • Team Ö: Tor: Hermann Weiss, Verteidigung: Walter Brück, Peregrin Spevak, Sturm: Josef Göbl, Herbert Brück, Ulrich Lederer, Ersatz: Herbert Klang, Jaques Dietrichstein,
  • Team Deutsches Reich: Tor: Steinke, Verteidigung: Kreisel, Schmied, Sturm: Marquard, Römer, Jaeneke, Ersatz: Rammelmayer, Kittel,
  • Das Spiel zwischen Österreich und Deutschland endete 0:0(0-0,0-0,0-0) vor 1500 Zuschaueren. Die Österreicher begannen gut, wurden aber im Spielverlauf immer nervöser. Der erste Angriff der Deutschen mit Jaeneke brachte einen Fehlschuss, der Gegenangriff der Österreicher endete ebenfalls mit einem einen Fehlschuss Ulrich Lederers. Die Fernschüsse von Peregrin Spevak und Walter Brück brachten keinen Erfolg. Österreich hatte zudem noch Pech. Bei einem Einzelvorstoß, der sicher mit einem Tor geendet hätte, stürzte Ulrich Lederer ohne fremde Einwirkung. Im zweiten Drittel traten die Deutschen im Dress der St. Moritzer Eishockeyspieler auf, da die Kleidung beider Mannschaften vorher zu ähnlich war. Die Deutschen spielten jetzt ebenbürtig mit den Österreichern. Peregrin Spevak wird auf zwei Minuten ausgeschlossen. Vor dem letzten Drittel setzte leichtes Schneetreiben ein. Die Österreicher kamen in Schwung und alle gingen davon aus, dass sie jetzt erfolgreich sein würden. Der deutsche Torwart Steinke hielt aber alles, was auf sein Tor kam. Durch die jetzt auftretende Nervosität kam es wieder zu Derbheiten. Ulrich Lederer und Peregrin Spevak werden für je 2 Minuten ausgeschlossen und mussten daher mit 5 Mann spielen. Bis zum Ende blieb das Spiel torlos.
weitere Spiele:
Belgien - Ungarn 3:2(0-1,3-0,
Schweden - Polen 2:2(0-1,2-1,0-0)
Großbritannien - Frankreich 2:3(1-0,1-3,0-0)


  • Spiele 13. Februar 1928:
Polen - Tschechoslowakei 2:3(1-1,1-1,0-1)
  • Auf Grund des schlechten Wetters fand das folgende Spiel erst am 16. Februar 1928 und nicht am 13./14. und 15. Feb. 1928 statt:
Belgien - Frankreich 3:1(2-0,0-0,1-1)
Deutsches Reich - Schweiz 0:1(0-1,0-0,0-0)
Großbritannien - Ungarn 1:0(1-0,0-0,0-0)


Ergebnis Gruppe A

Platz Mannschaft Spiele gew. unent. verl. Tore G-Tore Punkte Bemerkungen
1 Schweiz 2 1 1 0 5 4 3 Gruppensieger
2 Österreich 2 0 2 0 4 4 2
3 Deutsches Reich 2 0 1 1 0 1 1


Ergebnis Gruppe B

Platz Mannschaft Spiele gew. unent. verl. Tore G-Tore Punkte Bemerkungen
1 Schweden 2 1 0 1 2 2 2 Gruppensieger
2 Polen 2 1 0 1 4 5 2
3 Tschechoslowakei 2 1 0 1 3 5 2

Ergebnis Gruppe C

Platz Mannschaft Spiele gew. unent. verl. Tore G-Tore Punkte Bemerkungen
1 Großbritannien 3 2 10 1 10 6 4 Gruppensieger
2 Belgien 3 2 0 1 9 10 4
3 Frankreich 3 2 0 1 6 5 4
3 Ungarn 3 0 0 3 02 6 0

Nach ihren zwei Spielen hatten die Österreicher noch gehofft, dass das Spiel zwischen der Schweiz und den Deutschen 0:0 enden würde. In diesem Falle wäre Österreich als Gruppensieger weiter gekommen. Die Schweiz siegte jedoch mit 1:0 und wurde damit Erster der Gruppe A. Österreich war nach nur zwei Spielen ausgeschieden. Im Vorfeld der Winterolympiade hatte man Österreich noch als einen der Favorieten gesehen. Die Schweiz, Schweden und Großbritannien sind als Gruppensieger jetzt weiter.

Die Spieler Hermann Weiss, Walter Brück, Herbert Klang, Jaques Dietrichstein, Josef Göbl und Walter Sell hatten schon die Heimreise angetreten und waren am 19. Februar 1926 bereits in Wien. Herbert Brück trat gleichzeitig die Rückreise nach Berlin an. Der Rest der Mannschaft blieb bis zum Ende der Winterolympiade noch in St. Moritz.


  • Spiele 17. Februar 1928:
Kanada - Schweden 11:0(4-0,4-0,3-0)
Schweiz - Großbritannien 4:0(0-0,2-0,2-0)
  • Spiele 18. Februar 1928:
Schweden - Schweiz 4:0(1.0,0-0,3-0)
Kanada - Großbritannien 14:0(6-0,4-0,4-0)
Schweden - Großbritannien 3:1(2-1,0-0,1-0)
Kanada - Schweiz 13:0(2-0,8-0,3-0)

Medaillengewinner

Bei der Eishockey-Europameisterschaft 1928 in St. Moritz erreichte Österreich den 6. Platz: Kanada wurde Weltmeister und Schweden Europameister vor der Schweiz und Großbritannien.
  • 28. Februar 1928: Josef Göbl wehrt sich
Josef Göbl erklärt in der Presse, dass die in einigen Wiener Blättrn erschiene Meldung, er sei vor dem Ende der Olympischen Spiele strafweise nach Wien zurück geschickt worden, unrichtig sind. Er hätte vielmehr aus geschäftlichen Gründen nach eher nach Wien zurück gemusst.
  • 01. März 1928: Weh´ den Besiegten!!
Nicht alle Eishockeyspieler der österreichischen Nationalmannschaft sollen sich in St. Moritz so verhalten haben, wie es der OeEHV es erwartet hätte. Die betroffenen Spieler sind auch nicht nachts durch die Bars in St. Moritz gezogen, denn dafür haben sie nicht genug finanzielle Mittel. Es waren andere kleinere und größere Dummheiten. Die zwei schlimmsten Übeltäter sollen Walter Sell und Josef Göbl sein. Sie sollen noch in St. Moritz geblieben sein, um die Kanadier spielen zu sehen. Dann sind sie aber nicht zum Spiel gegangen oder haben vielleicht auch verschlafen. Sie haben also "Unterrichtstunden" geschwänzt und sollen dafür bestraft werden.
Sicherlich wäre man hier großzügiger gewesen, wenn die Mannschaft bei den Spielen besser abgeschnitten hätte. So aber wurde ein Verfahren durch den Moba eingeleitet. Die Ermittlungen wurden dann aber auch auf den Tormann Hermann Weiss ausgedehnt und alle, bis zur Klärung der Sachlage, vom Dienst suspendiert. Die Angelegenheit soll baldmöglichst abgeschlossen werden. Bestraft wird hier jetzt allerdings auch der Verein der drei Beschuldigten, der Wiener Eislauf Verein. Dieser hat in Kürze Spiele in Paris und Antwerpen auf dem Programm. Er weiß jetzt nicht, ob die Spieler zur Verfügung stehen oder nicht. Walter Sell ist vom WEV selbst aus disziplinarischen Gründen freigestellt worden und nimmt an der Reise nicht teil. Diese Maßnahme soll sich beruhigend auf das jugendliche Temperament von Sell auswirken. Mit der Freistellung der beiden Spieler Josef Göbl und Weiss ist man im Verein aber nicht einverstanden. So sind jetzt Spannungen zwischen dem WEV und dem OeEHV entstanden. Beide brauchen einander aber bzw. können einander das Leben schon schwer machen, wenn sie dieses wollen.
Der WEV hat schon beschlossen, dass bei dem Zustandekommen der Reise für Walter Sell Hans Tatzer vom Pötzleinsdorfer Sport Klub mitfahren soll. Dieser hat bereits sein Einverständnis erklärt. Der WEV hat aber noch weitere Schritte unternommen. Der Sektionsleiter der Eishockeyabteilung des WEV hat in einer Sitzung allen Spielern recht gründlich die Meinung gesagt und ihnen ihre Vergehen vorgehalten. Diese sind, nimmt man sie einzeln, recht harmlos, in der Gesamtheit wiederum sind sie peinlich. Die Spieler mussten versprechen, sich zukünftig sittsam und brav zu benehmen. Sie sollen auf alle Äußerlichkeiten und Extrascherze, die die Spieler so unpopulär gemacht hatten, verzichten und mit mehr Ernst den Eishockeysport betreiben.
Diese Vorgehensweise des WEV war sicherlich richtig. Man stellt sich allerdings jetzt die Frage, warum der Eishockeyverband noch weitere Disziplinarmaßnahmen für notwendig erachtet. Diese würden mehr den Verein als die Spieler treffen. Die Spieler müssen auch selbst zu erkennen lernen, dass ihr Verhalten und ihre Freude eine gegenteilige Wirkung auf andere erzeugt hatte.[28]
Zwei Tage später hebt der Moba die Dispensierung der Spieler des WEV wieder auf. Das Verfahren selbst wird aber weiter geführt. So ist der WEV in der Lage, die betroffenen Spieler bei seinem Match gegen den BSC am 05. März 1928 einplanen zu können. Die Pläne für Paris werden dagegen aufgegeben.
In der zweiten Märzwoche schließt der Moba das Disziplinarverfahren für Spieler der österreichischen Nationalmannschaft bei den Spielen in St. Moritz bei der Winterolympiade ab. Ein Spieler war von der Reiseleitung bereits eher nach Hause geschickt worden, andere wurden suspendiert. Die Sperren wurde dann in Wien wieder aufgehoben. Der Kreis der betroffenen Spieler erhöhte sich aber dann im Laufe der Ermittlungen. Nun hat der Moba (Melde-, Ordnungs- und Beglaubigungsausschuss des OeEHV) seine Arbeit abgeschlossen und seine Urteile gefällt. Die Sitzungen waren teils öffentlich und teilweise auch geheim. Josef Göbl wurde freigesprochen. Walter Sell erhielt wegen unsportlichem Benehmen eine strenge Rüge. Herbert Klang dar gegen ausländische Vereine bis 31. Jänner 1929 nicht aufgestellt werden, da er das Ansehen des Sports im Ausland geschädigt hat. Hermann Weiss erhielt ein Spielverbot gegen ausländische Mannschaften bis 15. März 1929. Außerdem wurde er für alle Spiele bis 31. Dezember 1928 disqualifiziert. Seine Bestrafung wurde mit der Schädigung des Ansehens seiner Kameraden begründet.
  • 16. März 1928: Strafe von Hermann Weiss verkürzt

Die Strafe von Hermann Weiss (WEV) wegen seiner Verfehlungen in St. Moritz ist vom Moba herabgesetzt worden. Die Sperre für inländische Spiele wurde aufgehoben und in eine bedingte Strafe von vier Wochen mit einer Bewährungsfrist bis zum 31. Dezember 1929 geändert. Für Spiele gegen ausländische Mannschaften ist Hermann Weiss weiterhin bis 15. März 1929 gesperrt.

  • 14. Dezember 1928: Strafe für Herbert Klang pardoniert

Der Eishockeyverband teilt mit, dass die Strafe für Herbert Klang, die am 13. Dezember 1930 abläuft, für bedingt erklärt wurde. Anmerkung: Das Strafende stimmt nicht mit den bisherigen Veröffentlichungen überein.




Saison 1928/29

  • 05. Dezember 1928: Erstes Training der Verbandsmannschaft
Der Verbandskapitän hat für das erste Training mit dem Kanadier Dr. Gordon Dempsey nachstehende Spieler für ein Training morgen um 21.30 Uhr eingestellt: Bruno Kahane, Karl Oerdögh, Walter Brück, Peregrin Spevak, Hans Ertl, Josef Göbl, Konrad Glatz, Josef Mayer, Rieß, Walter Sell, Hans Tatzer und Ulrich Lederer.
  • 15. Dezember 1928: Intern. Kongreß der Liga 1929

Der Internationale Kongreß der Liga soll am 27. Jänner 1929 im Klubheim des Budapester Eislaufvereins stattfinden.

  • 25. Dezember 1928: Ein Team für Polen
Am 30. Dezember 1929 entsendet der Verband ein Team zu einem Turnier in Krynica. Verschiedene Spieler mussten ihre Teilnahme wegen Urlaubsschwierigkeiten absagen. Dahe hat der Verbandskapitän folgende Spieler für die Mannschaft bestimmt:
Tor: Friedrich Lichtschein (WEC), Verteidiger: Peregrin Spevak (PSK), Alfred Revy (WEV), Sturm: Hans Tatzer(PSK), Hans Ertl (PSK), Konrad Glatz (PSK), Ernst Schmucker (PSK), Caucig2 (CEV)


  • 11. Jänner 1929: Verbandstrainer sieht bei EM wenig Chancen
Der Verbandskapitän Ing. Edgar Dietrichstein hat ein Referat über die Chancen Östereichs bei den Europameisterschaften in Budapest gehalten. Er zog das Resümee, dass eine Beschickung der Veranstaltung eigentlich wegen zu geringer Aussichten auf einen guten Platz nicht zu belegen nicht zu sehen ist. Man nimmt mit einer Mannschaft nur Teil, um den jungen Spielern die Möglichkeit zu geben, Praxis bei einer solchen Veranstaltung zu erhalten.
Der beste Spieler Walter Sell ist nicht abkömmlich. Josef Mayer kann aus betrieblichen Gründen nicht freigestellt werden. Peregrin Spevak ist krank und nicht in Form. Er kommt aber evlt. für den Tormannposten in Frage. Mit Friedrich Lichtschein ist noch ein guter Tormann vorhanden. Walter Brück ist gut, hat aber nicht mehr die Klasse von früher. Ulrich Lederer kommt wohl auch kaum in Betracht. Josef Göbl ist körperlich zu schwach. Hans Ertl und Konrad Glatz sind schlechte Taktiker. Das gleiche gilt auch für Erns Schmucker und Herbert Klang. Nach Walter Sell ist wohl Hans Tatzer noch der beste Spieler. Es wird auch noch auf eine Nachricht von Baron Hans von Trauttenberg gewartet, den man um seine Teilnahme gebeten hat. Auf jeden Fall geht Österreich als Aussenseiter nach Budapest.
  • 12. Jänner 1929: Oskar Schlesinger sieht die Österreicher stärker

Oskar Schlesinger, Eishockey-Sektionsleiter des WEV, sieht die Situation der Östereicher zur Europameisterschaft in einigen Wochen andern als der Verbandskapitän und dem würden sich auch sicherlich einige andere Fachleute anschließen. Die Mehrzahl der Spieler käme vom Wiener Eislauf Verein und diese Mannschaft habe sich gerade in den letzten Wochen gegen andere ausländische Vereine sehr gut geschlagen. Das gleiche könne man vom Pötzleinsdorfer Sport Klub sagen. Die Schweden mögen den Österreicher überlegen sein, die anderen Mannschaften jedoch sind gleichwertig oder schwächer. Polen und die Schweiz sind gleichwertig. Die Tschechoslowakei, Deutsches Reich, Italien, Ungarn, Belgien und Frankreich sind schwächer, sofern die bisherigen Erkenntnisse noch aktuell sind. Pessimissmus ist weder notwendig, noch gerechtfertigt. Schlesinger weist noch einmal darauf hin, dass eine Mannschft nicht mit zuviel Optimusmus zur EM fahren soll, wie im leltzten Jahr. Ganz falsch sei es jedoch, ohne Optimusmus zur EM zu fahren. Nur eine Mannschaft mit festem Siegerwillen schlägt den Gegner. Das SportTagblatt sieht die Sache differenziert. Dietrichstein kenne seine Spieler und könne die Sache beurteilen. Es fehlt aber auch in Österreich die Begeisterung für die Europameisterschaft. Das ist in anderen Ländern anders. Man sollte den Spielern jedoch auch nicht den Glauben nehmen. Da hat Oskar Schlesinger sicher recht. Das erste Spiel wird zeigen, wie motiviert die Mannschaft ist.


  • 19. Jänner 1929: Trainingsspiel der Verbandsmannschaft
Morgen, um 21.30 Uhr, wird auf dem WEV-Platz in Wien ein Trainingsspiel der Verbandsmannschaft unter der Leitung von Dr. Gordon Dempsey stattfinden. Nachstehende Spieler wurden hierfür vom Verbandskapitän Ing. Edgar Dietrichstein nominiert:
Tor: Karl Oerdögh (PSK), Georg Stransky (WAC), Röminger (Allround), Massarek (VfB),
Feldspieler: Hans Ertl (PSK), Hans Tatzer (PSK), Peregrin Spevak (PSK), Konrad Glatz (PSK), Ernst Schmucker (PSK), Josef Göbl (WEV), Josef Mayer (WEV), Ulrich Lederer (WEV), Herbert Klang (WEV), Jaques Dietrichstein (WEV), Winter (VfB), Walter Brück (WEV) wurde nicht aufgestellt, da er noch nicht ganz gesund ist. Schiedsrichter des Spiels wird Hans Weinberger (WAC) sein.
Das Trainingsspiel endete 5:5.


  • 22. Jänner 1929: Bisher nominierte Spieler
Bei dem Training am Sonntag hat der Verbandstrainer keine wesentlichen Aufschlüsse erhalten können. Bisher sind nachstehend aufgeführte Spieler für die Nationalmannschaft vom Trainer benannt worden:
Walter Brück (WEV), Herbert Klang (WEV), Herbert Klang (WEV), Hans Ertl (PSK), Hans Tatzer (PSK),
Als Feldspieler kommen weiter in Betracht: Josef Mayer (WEV), Ulrich Lederer (WEV), Jaques Dietrichstein (WEV), Peregrin Spevak (PSK), Konrad Glatz (PSK), Ernst Schmucker (PSK),
Als Kandidaten für den Torhüterposten kommen in Betracht: Karl Oerdögh (PSK), Massarek (VfB), Friedrich Lichtenstein (WEV),
  • 25. Jänner 1929: Brück und Sell kommen evtl. nach
Der Verband teilt mit, dass Walter Brück wegen seiner Verletzung noch nicht mit zur EM fährt. Sollte er benötigt werden, wird er am kommenden Mittwoch in Budapest eintreffen. Sollte Walter Sell Urlaub bekommen, wird er ebenfalls später zur Mannschaft stossen.


Nationalspiele ohne Meisterschaften

Eishockey-Welt- und Europameisterschaft 1929

  • 27. November 1928: Wer kommt zur Weltmeisterschaft?
Die Europameisterschaften im Eishockey finden vom 26. Jänner 1929 bis 3. Februar 1929 in Budapest statt. Bei den Meisterschaften in Wien hat man gesehen, dass man erst am ersten Spieltag weiss, wer an den Spielen teilnimmt. Nach den bisherigen Meldungen werden Belgien, Großbritannien, Schweiz, Österreich, Ungarn und die Tschechoslowakei antreten. Man rechnet noch mit den Meldungen aus Deutschland, Polen, Schweden und Rumänien. Mit Frankreich und Italien wird noch verhandelt.
  • 04. Jänner 1929: Bisher neun Meldungen für die EM
Bisher haben neun Länder ihre Mannschaften zur Meisterschaft in Budapest angemeldet: Belgien, Polen, Österreich, Schweiz, Finnland, Tschechoslowakei, Ungarn, Italien und Deutsches Reich. Spanien, Frankreich und Schweden sind noch offen. Großbritannien hat eine Absage geschickt.
  • 12. Jänner 1929: Meldung von Schiedsrichtern bei der EM
Für die Europameisterschaften in Budapest wurden nachstehende Schiedsrichter vom Verband gemeldet:
Ing. Edgar Dietrichstein,
Ulrich Lederer,
Peregrin Spevak,
Hans Weinberger,
Kurt Wollinger.


  • 12. Jänner 1929: Italien wird bei der EM in Budapest durch die Mannschaft des Mailänder Hockeyclubs vertreten und ist damit der 10. Teilnehmer.


  • 19. Jänner 1929: Rumänien hat als 11. Nation seine Teilnahme an der EM 1929 bestätigt.


  • 26. Jänner 1929: Teilnehmer und Auslosung EM 1929
An der Eishockey-Europameisterschaft nehmen in diesem Jahr teil:
Belgien, Polen, Österreich, Schweiz, Finnland, Tschechoslowakei, Ungarn, Italien, Deutsches Reich, Spanien, Frankreich, Schweiz,
Schweden und Großbritannien haben ihre Teilnahme abgesagt.
Die Gruppenauslossung ergab nachstehendes Ergebnis:
1. Gruppe: Schweiz, Polen, Finnland,
2. Gruppe: Österreich, Tschechoslowkei, Deutsches Reich,
3. Gruppe: Belgien, Ungarn, Italien,


  • 27. Jänner 1929: Die Finnen sind noch nicht da
Bis heute sind ist die finnische Mannschaft noch nicht angereist und es gibt aber auch keine Absage. Der Kongreß der Liga wird sich heute um 17.00 Uhr mit diesem Problem beschäftigen. Es wurde der Vorschlag gemacht, die Mannschaften, die gegen Finnland anzutreten hatten, ohne ein Spiel in die nächste Runde zu lassen. Hiergegen prostestierten Österreich, Deutsches Reich und die Tschechoslowakei. Man wurde jedoch von der Mehrheit der anderen Mannschaften überstimmt. Der Protest ist verständlich, da diese drei Mannschaften schwere Spiel austzutragen hätten, während die anderen spielfreien Mannschaften ausgeruht in die weiteren Spiele gehen würden.
  • 29. Jänner 1929: Walter Brück kommt nach Budapest
Walter Brück wird heute in Budapest eintreffen und die Mannschaft verstärken. Auch Walter Sell wird in Budapest eintreffen und in der Mannschaft mitspielen.
Datum Spielort Mannschaften Ergebnis Zuschauer Bemerkungen/Torschützen
28. Jänner 1929 Budapest Österreich - Deutsches Reich 1:0(1-0,0-0,0-0) 600 s.u.
30. Jänner 1929 Budapest Österreich - Tschechoslowakei 1:3(1-0,0-1,0-2) s.u.
31. Jänner 1929 Budapest Österreich - Ungarn 3:0(1-0,2-0,0-0) 1200 s.u.
1. Februar 1929 Budapest Österreich - Schweiz 3:1(1-0,2-1,0-0) 600 s.u.
2. Februar 1929 Budapest Österreich - Polen 1:3(0-1,0-1,1-1) s.u.
3. Februar 1929 Budapest Österreich - Italien 4:2(0-2,2-0,2-0) s.u.


Spiel 28. Februar 1929 Österreich - Deutsches Reich

  • Schiedsrichter: Loicq (Belgien), Beginn: 17.00 Uhr
  • Team Österreich: Tor: Friedrich Lichtschein, (Peregrin Spevak), Verteidiger: Herbert Klang, Schwab (Pseud.), Sturm: Ulrich Lederer, Hans Ertl, Hans Tatzer, Ersatz: Konrad Glatz, Jaques Dietrichsein,
  • Team Deutsches Reich: Tor: Leis, Verteidiger: Schmied, Kreisel, Sturm: Schröttle, Römer, Jaenecke, Ersatz: Rummelmayer, Ball,
    Das Spiel zwischen Österreich und Deutschem Reich endete 1:0(1-0,0-0,0-0) vor 600 Zuschauern. Die jungen Österreicher kämpften mit Schwung und Energie. Die Deutschen zeigten wohl das bessere Kombinationsspiel, waren aber vor dem österreichischen Tor hilflos. Nur Jaenecke war gefährlich. Hans Tatzer zeichnete sich bei den Österreichern durch eine kraftvolle Verteidigungsarbeit aus. Hans Ertl zeigte Umsicht und war kämpferisch. Friedrich Lichtschein wurde nicht oft gefordert, wehrte aber mehrere Schüsse, auch wenn sie aus dem Gedränge kamen, gut ab.
Im ersten Drittel zeigten die Österreicher ihre beste Leistung. Schon in der 3. Minute gab Herbert Klang einen guten Pass an Hans Ertl und dieser schoss zum 1:0 ein. Dann erfolgten Vorstäße von Hans Ertl und Jaenecke. Einen Meter vor dem Tor stehende, schoss Ulrich Lederer die Scheibe am Tor vorbei. Kurz vor der Pause rammte dann der Deutsche Schröttle den Österreichischen Tormann Friedrich Lichtschein samt seinem Tor um. Im zweiten Drittel kam es zu Angriffen beider Mannschaften, bei denen jedoch meistens der Abschluss fehlte. Auf Österreichische Seite waren es vier Torschüsse. Das Drittel blieb torlos. Im letzten Drittel unterstützte das Publikum die deutschen Spieler. Die Österreicher behielten aber die Übersicht und auch dieser Spielabschnitt verließ torlos. Beim Spiel hat sich Jaques Dietrichstein einen Bluterguss im Bein zugezogen und wird einige Tage pausieren müssen.



Weitere Spiel des Tages:
-Schweiz - Finnland 5:0 (Finnland ist nicht angetreten)
-Ungarn - Italien 1:2(1-0,0-1,0-1)


Spiele am 29. Februar 1929:

-Deutsches Reich - Tschechoslowakei 1:2(0-1,0-0,1-1)
-Italien - Belgien 1:0(1:0,0-0,0-0)
-Finnland - Polen


Spiel 30. Februar 1929 Österreich - Tschechoslowakei

  • Schiedsrichter: Loicq (Belgien), Beginn: 17.15 Uhr,
  • Team Österreich: Tor: Friedrich Lichtschein, (Peregrin Spevak), Verteidiger: Walter Brück, Herbert Klang, Sturm: Walter Sell, Ulrich Lederer, Hans Ertl, Ersatz: Hans Tatzer, Josef Mayer,
  • Team Tschechoslowakei: Tor: Peka, Verteidiger: Sroubek, Pusbauer, Sturm: Dorazil, Malecek, Hromatka, Ersatz: Steigenhöfer, Heinz, Tormann Dr. Rezak,
Wegen dem vorhergehenden Spiel wird die Eisfläche mit warmen Wasser besprengt und mit Fetzen abgezogen. Es entsteht ein gute Spiegeleisfläche. Nach dem abspielen der Hymnen werden die notwendigen Mannschaftsaufnahmen geschossen. Dann beginnen die Tschechen mit dem ersten Angriff. Die Österreicher können ihn stoppen und Gegenangriffe starten, die überwiegend von Walter Sell vorgetragen werden. Walter Sell und Herbert Klang kommen gut durch, Walter Sell schießt, aber Peka kann die Scheibe aufhalten. Die Scheibe bleibt vor Peka liegen und er wartet, dass Sroubek sie übernimmt. Dieser zögert jedoch noch. Herbert Klang fährt dazwischen und schießt die Scheibe zum 1:0 ein. Dieses Tor regt die Österreicher zum schneidigen Spiel an. Das Publikum ist auf der Seite Österreich, wobei die politische Lage sicherlich ein Rolle spielt. Österreich hat mehr vom Spiel, kann aber keinen Erfolg verbuche. Malecek kann sein Können noch nicht voll zeigen. Die gefährlichsten Angriffe kommen vom Troppauer Spieler Dorazil. Kurz vor Schluss trifft ein scharfer Schuss von Hans Tatzer den vorbeifahrenden Sroubek. Die Scheibe trifft seine Schläfe und macht ihn kampfunfähig. Schiedsrichter Loicq unterbricht das Spiel. Die scharfen Ränder der Scheibe werden abgeschliffen. Dorazil geht in die Verteidigung und Steigenhöfer spielt für ihn im Sturm. Die Angriffe der Österreicher sind nun noch gefährlicher, da Malecek seinen wichtigen Mitspieler verloren hat. Ein hoher Schuss von Hans Tatzer wird von Peka gehalten. Der Österreicher Friedrich Lichtschein im Tor kann alle Schüsse abwehren. Kurz vor der Pause muß Peka eine Scheibe im letzten Moment mit dem Fuß abwehren. Es gelingt den Österreichern einfach kein Treffer. Im zweiten Drittel kommt Sroubek wieder in die Mannschaft zurück und Dorazil geht wieder in den Sturm. Dorazil und Sroubek stürmen jetzt immer wieder vor und bei Gegenangriffen greifen die Österreicher zu Fernschüssen, die aber abgewehrt werden können. Nach einer Ruhepause kommt jetzt Walte Sell wieder in die Mannschaft. Bei einem Angriff gibt er die Scheibe an Ulrich Lederer, der aber knapp am Tor vorbeischießt. Malecek entwischt einige Male der Obhut von Hans Ertl, was diesen veranlaßt, einen Body-Chek bei Malecek anzuwenden und dieser zu Boden geht. Als sich Malecek revanchiert, erhält er einen Ausschluss von einer Minute. In der 9. Minute kann Malecek bei einem Gedränge die Scheibe ins österreichische Tor einschießen. Dorazil war mit der Scheibe hinter das Tor der Östereicher gefahren. Diese warteten an beiden Torseiten. Dorazil schaffte es aber, die Scheibe an diesen vorbei zum freistehenden Malecek zu geben und dieser schießt unhaltbar ein. Die Tschechen spielen jetzt besser und die Österreicher beginnen mit einem harten Spiel. Das Publikum begrüßt dieses, aber der Schiedsrichter ist damit nicht einverstanden und gibt im Verlauf des Drittels noch Auszeiten. Hans Tatzer begeht ein Foul gegen Malecek, wird aber nicht ausgeschlossen. Die Österreicher verstärken ihre Angriffe, die aber nicht erfolgreich sind. Der Kampf wird immer schärfer und abwechselungsreicher. Walter Sell und Ulrich Lederer müssen kurz hintereinander für eine Strafzeit von einer Minute wegen eines Fouls an Malecek auf die Bank. Ulrich Lederer ist jetzt der beste Stürmer der Österreicher, kann sich aber gegen die Verteidigung der Tschechen nicht durchsetzen. Kurz vor Schluß hat Walter Brück eine sehr gute Chance, vergibt diese aber. Die letzte Spielzeit beginnt mit einem einem Tor von Malecek. Er bringt die Scheibe mit einem Fernschuss hin zum Tor der Österreicher und schafft den Treffer zum 1:2. Die Österreicher kämpfen mit aller Energie. Hans Tatzer vergibt eine wunderschöne Chance. In der 8. Minute kann Malecek das 1:3 durch eine wunderschöne Körpertäuschung einschießen. Friedrich Lichtschein glaubte, dass Malecek die Scheibe nur abgeben und nicht ins Tor schießen würde. Steigenhöfer ist bei den Tschechoslowaken neu in die Verteidigung gekommen und leistet hervorragende Arbeit. In der letzten Minute kommt Ulrich Lederer noch in eine gute Position, die Scheibe geht aber nicht ins Tor. Die Tschechoslowaken zeigten eine lange nicht mehr gesehene kämpferische Leistung und brachten ihre große Routine mit ein. Da konnte auch die gut spielende Mannschaft der Östereicher, auch mit der Verstärkung durch Walter Brück und Walter Sell, nicht mehr mithalten. Walter Sell hatte vor dem Spiel hohes Fieber bekommen und konnte nur Teile seines Könnens aufs Eis bringen. Hans Ertl und Hans Tatzer konnten sich im Sturmspiel nicht so durchsetzen, wie gegen die Deutschen am Vortag. Man traf auf eine viel härte Verteidigung und einen brillianten Torwart. Hans Ertl hatte einen starken Gegenüber durch Malecek, der eine große Erfahrung und Routine besitzt. Im direkten Vergleich war Malecek wohl der Stärkere. Es gab aber auch einen bösen Vorfall im Torbereich. Friedrich Lichtschein, der in hervorragender Weise das östereichische Tor in zwei Dritteln verteidigte und einige harte Schüsse abwehrte, beging das Mißgeschick, einen Weitschuss selbst in das Tor zu lenken. Dieses Mißgeschick ließ in nicht los und so ließ er einige Zeit später eine weiteres Tor zu, wobei er die Scheibe sonst sicher gehalten hätte. Walter Sell spielte in diesem Match unter dem Pseudonym "Walter". Warum er ein Pseudonym benutzte, wird in der Presse nicht mitgeteilt.
Da das Spiel verloren wurde, ist Österreich nur Gruppenzweiter. Österreich, Ungarn und die Schweiz haben sich für die Zwischenrunde qualifiziert. Der Sieger spielt bei den Finalspielen mit.


Weitere Spiel des Tages:
-Polen - Schweiz 2:0(1-0,0-0,1-0)
-Belgien - Ungarn 1:1(0-1,0-0,1-0)
  • Nach den Spielen wurde die Auslosung für die nächsten Tage vorgenommen. Die Schweiz hat bei der Auslosung der Zwischenrund für die Zweitplazierten viel Glück gehabt und muss nur ein Spiel austragen, während Österreich und Ungarn je zwei Spiele absolvieren müssen. Falls man das Finale erreicht, hat man natürlich zwei Spiele mehr absolvieren müssen, als die anderen Teilnehmer, was ein Handycap für Österreich bedeuten würde.
Im Vorfeld dieser Entscheidung gab es schon einiges an Gesprächsbedarf bei den zuständigen Kongreßteilnehmern. Die Entscheidungskämpfe der Zwischenrunde sollten nunmehr alle am Donnerstag, den 31. Jänner 1929 ausgetragen werden. Es hätte eine Mannschaft ausgelost werden sollen, die am Nachmittag gegen den Gewinner des Matches am Vormittag antreten sollte. Die Schweiz hatte bei dem Losentscheid das Glück, wie bereits mitgeteilt, nur am Nachmittag spielen zu müssen. Falls Österreich der Gewinner des ersten Spieles wäre, hätte man das schwere Tschechenspiel noch in den Knochen und müßte am Donnerstag nach dem ersten Spiel auch noch gegen die Schweiz antreten. Diese Vorgehendsweise hatten die Österreicher bereits bei der Auslosung abgelehnt. Man würde keine zwei Spiele an einem Tag akzeptieren und lasse sich hierzu auch nicht zwingen. Mehrere Ländervertreter, darunter auch komischerweise Deutschland, wollten die Österreicher überreden, der Regelung von zwei Spielen am Donnerstag zuzustimmen, damit am Freitag gleich die Finalspiele beginnen könnten. Die Österreichischer blieben aber hart und konnten sich durchsetzen. Es wurde am Donnerstag nur das Spiel Österreich gegen Ungarn angesetzt und das Spiel gegen die Schweiz würde am Freitag folgen.
Da jetzt aber nur noch zwei Tage für die Finalspiele zur Verfügung standen, musste man von der Vorstellung der Spiele jeder gegen jeden zurücktreten. Es wurden für den Samstag zwei Spiele der vier Endspielteilnehmer ausgelost und am Sonntag sollten die beiden Sieger gegeneinander spielen und die beiden restlichen Mannschaften um den 3. Platz. Das Los entschied dann für die Spiele Tschechoslowakei gegen Italien und Polen gegen den Sieger der Zwischenfinalspiele.
Sollte Österreich gegen Ungarn gewinnen, so würden sie am Freitag gegen die Schweiz spielen. Gewinnen sie auch dieses Spiel, so tritt Österreich am Samstag gegen Polen an.


Spiel 31. Jänner 1929 Österreich - Ungarn

  • Schiedsrichter: Loicq (Belgien), Beginn: 19.00 Uhr
  • Team Österreich: Tor: Friedrich Lichtschein, (Peregrin Spevak), Verteidiger: walter Brück, Herbert Klang, Sturm: Hans Tatzer, Ulrich Lederer, Hans Ertl, Ersatz: Josef Mayer, Konrad Glatz,
  • Team Ungarn: Tor: Heinrich, Verteidiger: Krepuska, Dr. Barna, Sturm: Dr. Lator, Weiner, Minder, Ersatz: Farkas, Krempels, Tormann Benjowitsch,
  • Das Spiel zwischen Österreich und Ungarn endete 3:0(1-0,2-0,0-0) vor 1200 Zuschauern. Der beste Spieler war heute Hans Tatzer, der immer wieder durchkam und die Scheibe gut weitergab. Auch Hans Ertl zeigte einige gute Dribblings, doch er hatte nicht den gleichen Vorwärtsdrang wie Hans Tatzer und vergaß auch ab und zu die notwendige Abgabe der Scheibe. Ulrich Lederer war wieder der Zerstörer der gegnerischen Angriffe und gab auch manche gute Vorlage. Walter Brück schonte sich, wie auch Herbert Klang, der nicht gesundheitlich nicht ganz auf dem Damm war. Friedrich Lichtschein war vor keine großen Aufgaben gestellt. Bei den Ungarn hatte Minder nicht die notwendige Unterstützung durch seine Mitspieler. Im ersten Drittel sind die Österreicher klar überlegen. Minder unternimmt den ersten Vorstoß, kommt aber nicht über die Verteidigung hinaus. Im Gegenzug kommt Hans Tatzer gut durch, der Abschluss geling ihm aber nicht. Hans Ertl versucht einen Alleingang, wird aber abgefangen. Österreich ist weiterhin im Angriff. Hans Tatzer ist in ausgezeichneter Form und greift immer wieder das gegnerische Tor an. Er schießt gut und gibt den anderen gute Vorlagen. Jetzt hat Ungarn eine gute Chance durch Dr. Lator. Er kommt zum Schuss, aber eom Verteidiger der Östereicher greift ein und verhindert so das Tor. Zweimal werden die Angriffe von Ulrich Lederer abgepfiffen, da eine Off-Side-Situation zu recht gegeben ist. In der 7. Minute gibt Ulrich Lederer Hans Tatzer die Scheibe und dieser schießt aufs Tor. Heinrich im Tor der Ungarn wehrt ab und Tatzer schießt nach. Wieder erfolgt die Abwehr durch Heinrich. Beim dritten Schuss geht die Scheibe aber an Heinrich vorbei ins Netz. Nur 25 Sekunden später muss Heinrich wieder hinter sich greifen. Mit einem Weitschuss hat Ulrich Lederer den Puck ins Tor gebracht. Die Auswechselspieler der Österreicher werden immer wieder mit eingesetzt und machen ein gutes Spiel. Auch im zweiten Drittel bleibt die Überlegenheit der österreichischen Spieler bestehen. Man sieht eine schöne Kombination Hans Tatzer, Ulrich Lederer, Hans Tatzer, der dann auch auf ds Tor schießt. Aber Heinrich hält. Auf der Gegenseite spielt Minder gut, hat aber nicht die notwendige Unterstützung seiner Mitspieler. Lediglich Weiner zeigt sich als Sturmbock. Die Zuschauer sehen gut Angriffe der Ungarn. In der 6. Minute gibt Hans Tatzer einen Schuss auf das ungarischse Tor ab und schießt Heinrich an. Die Scheibe kommt zu Walter Brück, der unhaltbar zum 3:0 einschießt. Die Ungarn greifen jetzt pausenlos an. Ulrich Lederer foult Minder in einer bremslichen Situation und wird auf eine Minute ausgeschlossen. In der letzten Spielzeit lassen die Österreicher es langsamer angehen, um sich für das morgige Spiel gegen die Schweizer zu schonen. Die Ungarn greifen weiter an, um das Spiel noch zu wenden, die Angriffe der Österreiche sind aber gefährlicher. Minder verschafft Dr. Lator eine ausgezeichnete Schussmöglichkeit, die dieser aber vergibt. Auch Hans Ertl kann beim gegnerischen Tor nichts erreichen. Zwei Schüsse von Hans Tatzer und Ulricher Lederer werden erst vom Torwart und dann von der Stange abgewehrt. Dann muß Walter Brück für eine Minute auf die Strafbank. Die Ungarn verschärfen noch einmal das Tempo, aber sie können kein Tor erzielen. Kurz vor Schluss können Ulrich Ertl und Walter Brück noch einmal ein Tor einschießen. Aber der Schiedsrichter hatte kurz zuvor wegen Off-Side abgepfiffen.
Das Spiel wird vor allem wegen der famosen Stürmer Hans Ertl und Hans Tatzer gewonnen, die immer wieder nach vorne gingen und die ungarische Verteidigung unter Druck setzten. Ulrich Lederer bewährte sich mehr als Zerstörer. Tormann Friedrich Lichtschein und seine beiden Verteidiger hatten keine schwere Arbeit zu leisten. Da man sich im letzten Drittel schonte, gab es auch nicht mehr Tore, die sonst sicher gefallen wären. Die Ungarn hatten einen schlechten Tag und waren meistens in Einzelaktionen zu sehen.
Walter Sell, der bereits bei der Anreise an einer Grippe erkrankt war, ist heute nach Wien zurück gefahren, um sich auszukurieren.


Spiel 1. Februar 1929 Österreich - Schweiz

  • Schiedsrichter: Malecek (Prag), Beginn: 19.00 Uhr
  • Team Österreich: Tor: Friedrich Lichtschein,(Peregrin Spevak), Verteidiger: Walter Brück, Schwab (Pseudonym), Sturm: Hans Tatzer, Ulrich Lederer, Hans Ertl, Ersatz: Jaques Dietrichstein, Konrad Glatz,
  • Team Schweiz: Tor: Künzler, Verteidiger: Mai, Rudolph, Sturm: Fuchs, Meng, Kraatz, Ersatz: Spengler, Poncet,
  • Das Spiel zwischen Österreich und Schweiz endete 3:1(1-0,2-1,0-0) vor 600 Zuschauern. Bei der Schweiz fehlte Geromini. Meng trat tortz Krankheit an. Bei den Österreichern fehlten Walter Sell und Herbert Klang. Walter Brück spielte trotz Fieber. Der Sieg der Österreicher ging wohl in Ordnung. Trotz des schweren Spiels am Vortag gegen Ungarn hatten die Österreicher größere Anteile am Spiel. In der Angriffslinie der Österreicher war Hans Tatzer der beste Mann. Hans Ertl war nur gering schwächer als im Ungarnspiel. Dafür war aber Ulrich Lederer besser als am Vortag. Walter Brück zeigte gute Soloaktionen. Auch Peregrin Spevak und Friedrich Lichtschein zeigten eine gut Form. Spengler war der beste Spieler bei den Schweizern. Man sah einige gute Kombinationen von den Eidgenossen, aber Energie und Schussvermögen ließen zu wünschen übrig. Meng konnte einige gute Chancen nicht umsetzen. Die Schweizer hätten sicherlich mehr Tore kassiert, wenn nicht der Tormann Künzler so gut gespielt hätte. Es waren nur wenige Zuschauer gekommen.
Mit dem Anpfiff greifen die Österreicher auch sofort an. Ulrich Lederers Schuss trifft nur die Stange. Kurz danach hat Hans Tatzer eine gute Gelegenheit, macht es aber auch nicht besser als Ulrich Lederer. Der Schweizer Meng geht vor, trifft aber auch nicht ins Tor. Auch Rudolph startet einen Angriff, bleibt aber an der Verteidigung hängen. Hans Tatzer zeigt sich in guter Form und startet mehrere Angriffe. Meng und Kraatz starten einen Angriff, aber kurz vor dem östereichischen Tor kann ihnen Hans Ertl die Scheibe abnehmen. Die Schweizer werden zusehens besser. Dann kommt Konrad Glatz ins Spiel. Vor dem Schweizer Tor entsteht ein Rummel und das Tor wird umgeworfen. Ulrich Lederer und Walter Brück werden jeweils auf eine Minute ausgeschlossen. Letzterer hat den Schweizer Meng gefoult. In der 14. Minute sieht man einen glänzenden Sololauf von Hans Ertl. Er sieht Ulrich Lederer frei stehen und gibt an ihn ab. Mit einem Bombenschuss trifft Ulrich Lederer ins Tor der Schweizer. Das zweite Drittel müssen die Österreicher noch mit fünf Aktiven Spielen, da einer noch auf der Bank sitz. Kaum läuft die zweite Spielzeit, als Hans Tatzer sich selbstständig macht und mit einem prachtvollen Querschuss das 2:0 einschießt. Kurze Zeit später gibt Hans Tatzer vor dem gegnerischen Tor die Scheiben an Walter Brück ab, der aber verschießt. Die Schweizer geben aber nicht auf. Man sieht Meng bei mehreren Angriffen. Dann wird Meng wird freigespielt, trifft aber wieder nicht ins Tor. Walter Brück geht mehrfach mit nach vorne. Er schießt aber aus zu weiter Entfernung und der Schweizer Torwart kann die Scheiben halten. Bei einem Angriff der Österreicher von Hans Tatzer und Ulrich Lederer geht desssen Schuss an die Stange des schweizer Tores. Im Gegenangriff erzielt Spengeler mit einem Weitschuss den Anschlusstreffer für die Schweizer. Diese verstärken jetzt das Tempo und die Zuschauer feuern sie an. Die Österreicher fahren die notwendigen Gegenangriffe. Ulrich Lederer unternimmt einen Durchbruch durch die Mitte und kann in der 14. Minute das 3:1 am Tormann vorbei ins Tor bringen. In der letzten Spielzeit machen die Schweizer sofort wieder Druck. Friedrich Lichtschein hat einiges zu tun. Bei einem Durchbruch wird Ulrich Leder von Mang unfair gefoult, was der Schiedsrichter jedoch übersieht. Das Tempo wird von den Schweizern etwas zurück gefahren, da sie an der österreichischen Verteidigung immer wieder scheitern. Dann schießen die Österreicher ein Tor, welches vom Schiedsrichter aber nicht anerkannt wird. Hans Tatzer will sich durchspielen und wird zu Fall gebracht. Hans Ertl ist ihm nachgefahren und kommt an die Scheibe, die er scharf einschießt. Ein Off-Side ist nicht gegeben und ein Abpfeifen wegen Fouls schädigt den Gefoulten. Die Entscheidung des Schiedsrichters ist nicht nachzuvollziehen. Danach sieht man wieder Angriffe von beiden Mannschaften, die aber nicht zu Toren führen. Schiedsrichter Malecek hatte einen nicht so guten Tag mit seinen Entscheidungen. Sonst war er besser. Ulrich Lederer hat im Spiel eine schmerzhafte Verletzung am Arm erlitten, die ihn auch in den Folgespielen wohl noch beeinträchtigen wird. Die Schweizer sind bei der EM aus dem Rennen.
Mit diesem Sieg hat Österreich die Finalspiele erreicht und trifft morgen auf die polnische Nationalmannschft. :Wegen der vielen Spieleinsätze der Österreicher ist heute Ernst Schmucker vom PSK nach Budapest aufbebrochen, um ggfls. die Mannschaft zu verstärken.
weiteres Zwischenspiel
-Ungarn - Schweiz 0:1( )


Spiel 2. Februar 1929 Österreich - Polen

  • Schiedsrichter: Loicq (Belgien), Beginn: 19.00 Uhr
  • Team Österreich: Tor: Friedrich Lichtschein, (Peregrin Spevak), Verteidiger: Herbert Klang, Schwab (Pseud.), Sturm: Hans Tatzer, Ulrich Lederer, Hans Ertl, Ersatz: Jaques Dietrichstein, Konrad Glatz,
  • Team Polen: Tor: Stogowski, Verteidiger: Kowolski, Kulej, Sturm: Krygier, Tupalski, Anamovski, Ersatz: Mauer, Kulchar,
    Das Spiel zwischen Österreich und Polen endete 1:3(0-1,0-1,1-1). Herbert Klang musste trotz Grippe mit antreten, tat dieses jedoch auch, weil Walter Brück kampfunfähig war. Die Polen gingen sofort zu Beginn des ersten Drittels zum Angriff über. Tupalski verteilt sehr gut die Scheiben an seine angreifenden Mitspieler. Österreich läßt etwas nach und greift nur mit zwei Stürmern an, was sicherlich ein Fehler ist. Die polnischen Verteidiger haben hierdurch eine leichtere Abwehr der gegnerischen Stürmer. Nach einem Angriff der Österreicher geht der Pole Kulley vor und gab einen Fernschuss auf das österreichische Tor ab. Die Scheibe traf den Fuß des Tormannes Friedrich Lichtschein, prallte ab und ging ins Tor. Jetzt werden die Österreicher wieder stärker im Angriff, es fällt aber kein Tor mehr bis zur Pause.
Im zweiten Drittel greifen die Österreicher mehrfach an, haben aber keinen Erfolg. Im Gegenstoß kann Friedrich Lichtschein einen Nahschuss von Tupalski noch so eben abwehren. Hans Ertl versucht einige Dribblings, die Scheibe wird ihm aber immer wieder abgenommen. Jetzt zeigen Tupalski und Adamovski eine schöne Kombination, was ihnen den Beifall der Zuschauer einbringt. Ulrich Lederer versucht einen Vorstoß, sein verletzter Arm verhindert jedoch einen guten Schuss. Dann gehen Hans Ertl und Herbert Klang gemeinsam vor. Klang verfehlt aber kurz vor dem gegenerischen Tor den Pass von Hans Ertl. Eine schöne Kombination leitet den folgenden Treffer der Polen ein. Tupalski spielt Adamovski frei, der dann gut einschießen kann. Die Österreicher greifen an, es fehlt ihnen aber die Durchschlagskraft.
Im letzten Spielabschnitt versuchten die Österreicher noch alles, den Spielstand zu verbessern. Die Ersatzspieler kommen in die Mannschaft. Doch Konrad Glatz muss sich zu sehr mit Adamovski beschäftigen. Jaques Dietrichstein versucht allein durchzukommen, anstatt Ulrich Lederer freizuspielen. Es fällt ein Tor für Österreich, welches aber aus einer Off-Side-Stellung entstanden ist und so nicht gegeben wird. Kurz danach spielt Ulrich Lederer die Scheibe zu Herbert Klang, der im Abseits stehend das Tor einschießt. Die Polen protestieren, aber Schiedsrichter Loicq erkennt das Tor an. Der Ehrentreffer der Österreicher ist gefallen. Gleich darauf erwischt Krygier nach einem Bully die Scheibe, spielt sich durch und schiet den Endstand von 1:3. Die Österreicher geben sich ermüdet geschlagen.
Während die anderen Mannschaften im Finale sich in den letzten Tagen ausruhen konnten, musste Österreich die Spiele der Zwischenrunde absolvieren. Man merkte es der Mannschaft schon an, dass sie diese harten Spiele noch in den Knochen hatten. Zudem gab es mehrere an Grippe erkrankte Spieler und den noch geschächten Walter Brück.


weiteres Finalspiel:
-Italien - Tschechoslowakei 0:1(0-0,0-0,0-0,0-1,0-0)

Spiel 3. Februar 1929 Österreich - Italien

  • Schiedsrichter: Minder (Ungarn), Beginn: 17.15 Uhr
  • Team Österreich: Tor: Peregrin Spevak, (Friedrich Lichtschein), Verteidiger: Jaques Dietrichstein, Schwab (Pseud.), Sturm: Hans Tatzer, Ulrich Lederer, Konrad Glatz, Ersatz: Ernst Schmucker,
  • Team Italien: Tor: Calcaterra, Verteidiger: Roncarelli, Botturi, Sturm: Scotti, Redaelli, Trovati, Ersatz: Baroni, Appolonio,
  • Das Spiel zwischen Österreich und Italien endete 4:2(0-2,2-0,2-0). Bei den Österreichern herrschte die Grippe und so konnten nur 7 der 8 möglichen Spieler antreten. Es fehlten Walter Brück, Hans Ertl und Walter Sell. Ernst Schmucker war erstmalig im Team aufgestellt. In den Reihen der Österreicher gab es aber zwei Kameraden, die den Kampfgeist der Mannschaft anfeuerten, Ulrich Lederer und Hans Tatzer. Besonders Hans Tatzer spielte in Höchstform, er gab schneidige Läufe zum Besten, die gerade den Weg zum Tor nahmen und überspielte so die Reihen der Gegner. Ulrich Lederer spielte im Zentrum. Wenn er sonst die scharfen Schüsse abgab, verteilte er heute die Scheiben und zeigte gute Alleingänge. Im ersten Drittel waren die Italiener stark überlegen. Roncarelli kommt mehrfach gefährlich nah an das österreichische Tor, trifft aber nicht. In einem Angriff in der 9. Minute gibt Roncarelli die Scheibe an Trovati, der den Puck ins Tor bringt. Dann macht Redaelli einen Alleingang in der 16. Minute und schießt zum 2:0 für die Italiener ein. Beide Mannschaften versuchen noch, ihr Ergebnis zu verbessern, aber es bleibt bei dem Zweitore-Vorsprung für die Italiener. Zu Beginn der zweiten Spielzeit beging der Italiener Roncarelli ein derbes Foul und musste auf die Strafbank. Ulrich Lederer und Hans Tatzer greifen verstärkt an und zahlreiche Schüsse gehen auf das italienische Tor. Nach einem Soloangriff schießt Ulrich Lederer auf das Tor. Der italienische Tormann wirft sich auf die Scheibe, sucht sie dann unter dem Körper und wirft sie dann mit der Hand weg. Ulrich Lederer reklamiert ein Tor, welches aber nicht gegeben wird. Der Druck der Österreicher wird immer stärker. Hans Tatzer kommt immer mehr in Schwung und bedroht mit seinen schneidigen Läufen das italienische Tor. Tatzer gibt jetzt einen Bombenschuss ab, den Calcaterra nur schwer halten kann. Dann kommt er nochmals durch, gibt die Scheibe an Ulrich Lederer ab, der den Anschlusstreffer zum 1:0 für Österreich einschießen kann. Sofort danach bricht Roncarelli durch, die Situation ist kritisch, als Schwab dazwischen geht und die Gefahr abwehrt. Peregrin Spevak hat im Tor einiges an Arbeit. Einen schönen Schuss von Redaelli fischt er mit dem Stock vor der Ecke ab. Dann geht Hans Tatzer wieder vor und spielt sich durch die gegnerischen Reihen vor Tor der Italiener. Tormann Calcaterra wirft sich Hans Tatzer entgegen und die Scheibe springt zu Ulrich Lederer. Es ist die 18. Minute, als dieser dann zum 2:2 einschießt. In der letzten Spielzeit drehte sich das Blatt und die Österreicher wurden stärker. Hans Tatzer kann sofort in der 1. Minute mit einem Prachtschuss den dritten Treffer für Österreich erzielen. Die Italiener versuchen, den Ausgleichstreffer zu erzielen. Die österreichische Abwehr aber steht gut und wehrt alle Angriffe ab. Roncarelli läßt sich auf ein Streitgespräch mit dem Schiedsrichter ein, der ihn für eine Minute auf die Bank schickt. Bei einem folgenden Vorstoß der Italiener wird Jaques Dietrichstein in die Zange genommen, stürzt und bleibt auf dem Eis liegen. Das Publikum stellt sich jetzt auf die Seite der Österreicher. Jaques Dietrichstein erholt sich, die Italiener aber spielen hart weiter. Redaelli geht Peregrin Spevak unfair an und muss eine Minute auf die Bank. Auch Ulrich Lederer erhält jetzt eine Zeitstrafe von einer Minute, da er sich bei Roncarelli für ein Foul revanchierte. Trovati greift mehrfach an und bringt das Tor der Österreicher in Gefahr. Peregrin Spevak aber hält die Scheiben. Italien ist im Angriff, als Hans Tatzer durchbricht und zu Fall gebracht wird. Er erleidet eine Knieverletzung und muss vom Platz getragen werden. Der Austauschspieler Ernst Schmucker kommt für ihn aufs Eis, kann ihn aber auch nicht ersetzten. Da rafft sich Ulrich Lederer noch einmal auf. Er spielt sich alleine durch und schießt in der letzten Minute das 4:1 ein. Schiedsrichter Minder hatte das Spiel jederzeit im Griff.
Österreich hat den 3. Platz in der Eishockey-Europameisterschaft 1929 errungen. Auf Grund der vielen Spiele, die die Mannschaft leisten musste und der vielen Erkrankungen ist dieses ein sehr gutes Ergebnis.


Endspiel um die Eishockey-EM 1929
-Polen - Tschechoslowakei 1:2(0-0,1-0,0-1,0-0,0-0,0-0,0-1)
  • 1. Platz: Tschechoslowakei
  • 2. Platz: Polen
  • 3. Platz: Österreich

Ein Schlusswort zur Eishockey-EM 1929 Schon zu Beginn der Meisterschaft hatte Österreich beanstandet, dass der Spielmodus für einzelne Mannschaften ungerecht sein. Man konnte sich aber gegen die Meinung des Gastgebers Ungarn nicht durchsetzen. Im Spielverlauf betraf dieses Ungerechtigkeit zu allem Überfluss auch noch Österreich. Das erste Finalspiel gegen Polen war Österreichs fünftes Spiel während Polen zum zweiten Mal antreten musste. Wenn Österreich in 6 Tagen fünfmal antreten muss, so ist dieses nicht fair. Das die jungen und teilweise unerfahrenen Spieler aus Österreich dieses schafften, ist Ihnen hoch anzurechnen. Dabei hat die Grippe nach Walter Sell und Herbert Klang in Mitleidenschaft gezogen. Walter Brück hat mit starkem Fieber gegen die Schweiz gespielt.

Der Eishockey-Europameister 1929 Tschechoslowakei war lt Presse sehr entrüstet darüber, dass der Siegespokal durch den Präsidenten der Liga, dem Belgier Loicq, beim Bankett nur im Nebenzimmer der Veranstaltung an die Siegesmannschaft überreicht wurde. Außerdem sei bei dem Bankett am Ende Meisterschaften bei den Trinksprüchen für die einzelnen Mannschaften der Name der Tschechoslowakei nicht erwähnt worden. Der Budapester Berichterstatter des Prager Tagesblattes teilt mit, dass alle Mannschaften zur Überreichung der Pokale ins Nebenszimmer gebeten wurden. Sport und Politik seien bei auch bei der Berichterstattung der örtlichen Medien immer streng getrennt worden. Soweit es Vorfälle bei den Spielen gegeben haben sollte, könnten diese das gute Verhältnis der Sportler von Ungarn und der Tschechoslowakei nicht beeinträchtigen.
Architekt Tuschek, Leiter der Tschechoslowakischen Mannschaft erklärte, das an der ganzen Sache kein wahres Wort wäre und man sehr gastfreundlich behandelt worden sein.




Saison 1929/30

Nationalspiele ohne Meisterschaften

Datum Spielort Mannschaften Ergebnis Zuschauer Bemerkungen/Torschützen
20. Jänner 1930 Innsbruck Wiener Auswahl - Innsbruck nicht gesp. s.u
07. Februar 1930 Wien, WEV-Platz Ö - Kanada 1:0(0-0,1-0,0-0) 800(2500) s.u.
16. Februar 1930 Prag, Ö - Tschechoslowakei abgesagt s.u.

Spiel 20. Jänner 1930 Wiener Auswahl - Innsbruck

  • Schiedsrichter:
  • Das Freundschaftsspiel der Nationalmannschaft gegen Innsbruck bei der Hinfahrt zu den Weltmeisterschaften in Chamonix an diesem Wochenende entfiel, da Tauwetter herrschte und damit kein Eis zur Verfügung stand.


  • Am 21. und 22. Jänner 1930 spielte die Österreichische Nationalmannschaft in Davos unter der Bezeichnung Wiener Auswahl gegen eine Prager und Warschauer Auswahl, siehe auch Eishockeyspiele der Wiener Auswahl bis 1940. Man machte in Davos einige Tage vor der Meisterschaft Station, um sich besser auf das Klima in Chamonix einzustellen.



Spiel 7. Februar 1930 Ö NM - Kanada

  • Schiedsrichter: Dr. Watson, Kanada Beginn: 21.00 Uhr
  • Team Ö: Tor: Hermann Weiss(WEV), Verteidiger: Walter Brück (WEV), Jaques Dietrichstein (WEV), Stürmer: Friedrich Demmer (WEV), Josef Göbl (WEV), Hans Ertl (PSK), Walter Sell (WEV), Hans Tatzer (PSK),
  • Team Kanada: Tor: Timpson, Verteidiger: Griffin, Radke, Stürmer: Cleyton, Armstrong, Grant, Adams, Park und Hutchinson.
  • Wegen des schlechten Wetters sind nur 800 (2500) Zuschauer gekommen. Trotz der schlechten Witterung war jedoch das Spiel anregend und spannend. Im ersten Drittel fiel kein Tor. Im zweiten Drittel macht Hans Tatzer in der 8. Minute einen Vorstoß, gibt die Scheibe an Walter Sell ab und dieser schießt das 1:0 für Österreich. Weder in der Restzeit dieses Drittels noch im letzten Drittel können die Kanadier ein Tor erzielen.
Die Sensation ist perfekt. Österreich hat es geschafft, als erste Mannschaft in Europa gegen die Kanadiern ein Spiel zu gewinnen. Der Jubel der Zuschauer ist grandios.


  • Kommentar aus einer Wiener Zeitung: "Was man bisher nicht für möglich gehalten hatte, geschah: Die Kanadier wurden in ehrlichem Kampfe und einwandfrei geschlagen. Man muss auf dem Platz gewesen sein, um zu verstehen, das auch die wetterfesten Kanadier, deren Winter bekanntlich von besserer Härte ist, unter der Ungunst der Witterung derart zu leiden hatten, dass sie ihre Spielkraft nicht in gewohnter Weise zur Geltung bringen konnten. Es ist eine altbekannte Tatsache, dass auf einem irregulären Boden die Unterschiede zwischen zwei Mannschaften beinahe ausgeglichen werden können, wenn die Schwierigkeiten derart groß werden, dass auch der schnellste Läufer nicht mehr schnell sein kann, und der beste Techniker seine Technik nicht zeigen kann, weil die Spielgeräte einfach stecken bleiben. Eine Scheibe, die im Schneeschlamm stecken bleibt, ist kein geeignetes Objekt um Kunststücke mit ihr und an ihr zu zeigen. Man wußte an dem Abend wirklich nicht, wem man mehr bewundern sollte: die Spieler, die mit Aufbietung aller ihrer Kräfte durch den hochaufzischenden Brei liefen und mit den Stecken sich gegenseitig Wasser und wässerigen Schnee gegen Körper und Gesicht peitschten oder die Zuschauer, die trotz dem strömenden Regen bis zur letzten Minute ausharrten. Decken und Regenschirme waren ein schwacher Schutz gegen die unbilden der Witterung, die durch einen sturmartigen Wind noch verstärkt wurden. Unter solchen Umständen muss natürlich der Eifer der Spieler erlahmen, denn ständige eiskalte Duschen müssen auch die glühenste Begeisterung abkühlen.
Das alles soll aber nur die Konstatierung einer Tatsache sein, nicht etwa der Versuch, die Leistung der Wiener im geringsten herabzusetzen.
Die Spieler haben wirklich gekämpft wie die Löwen und ihre Spielfreudigkeit war des höchsten Lobes wert. Vor allem sei die Leistung des Tormannes Hermann Weiss hervorgehoben, der Dutzende von scharfen Schüssen in glänzender Manier hielt und mit einem Selbstvertrauen arbeitete, da wirklich bewundernswert war. Es war für ihn vielleicht schwieriger als für jeden anderen Spieler, den Flug der Scheibe förmlich vorherzuahnen, denn das Geschoß sauste immer aus einer Wolke von Schnee, Eisgerinnsel und Wasser gegen sein Gehäuse, und der Sturm trug auch nicht gerade dazu bei, den Flug der Scheibe regulär zu gestalten. Aber, wie schon gesagt, Hermann Weiss war offenbar von der Überzeugung durchdrungen, heute könne ihm kein Geschoss entgehen, und er behielt recht.
Es mag ja sein, dass die Kanadier den Kampf zuerst nicht ganz Ernst nahmen; im ersten Drittel sah man es Ihnen sogar deutlich an, dass sie keine allzu große Freude an der ganzen Affäre hatten, und man kann es ihnen auch nicht verdenken, wenn sie auf den Augenblick warteten, wo ihnen der Zufall oder irgendeine Nachlässigkeit einen Treffer gegen die Wiener bescheren würde. Der Gedanke an irgendeine warme Stube mit einem Teetisch in der Ecke oder an irgendein molliges Restaurant oder gar eine Bridgepartie am grünen Tisch mußte ja wirklich alle Freude an diesem Eishockeyspiel ersticken, dass nur eine Probe darauf zu sein schien, was ein Sportsmann für seinen Sport alles zu tun imstande ist und was er ohne Schaden zu nehmen, aushält. Man muss aber zum Beispiel unsern Hans Tatzer gesehen haben, um zu verstehen, dass es eben Leute gibt, die Wind und Wetter nicht scheren und denen ihr Sport über alles geht. Hans Tatzer war die größte Zeit des Spiels hindurch nicht schlechter als irgendeiner der kanadischen Spieler, und an Spielfreudigkeit übertraf er sie alle. Dieser Eifer wurde auch belohnt. Denn wenn er auch nicht selbst die Scheibe im Tor der Weltmeister unterbringen konnte, so hat er doch die Genugtuung, dass er den Treffer, den Sell erzielte, derart vorbereitete, das Sell eigentlich das geringere Verdienst an diesem Treffer zufiel. Dass dieser Treffer allerdings schon den Sieg bedeuten würde, wagte weder einer der Spieler noch irgendjemand aus dem Publikum zu hoffen, denn dieser Treffer fiel genau in der Mitte der Gesamtspielzeit, und jedermann war überzeugt, dass es nur vom Wollen der Kanadier abhinge, eine schnellere Gangart einzuschalten und die Österreicher im Endkampfe einfach zu überrennen. Aber nichts davon geschah. Die Kanadier wollten dann wohl, aber es ging nicht mehr, denn da hatten die Wiener schon Blut gerochen und als es ihnen dann gelang, durch einige Minuten hindurch den plötzlich einsetzenden Anstürmen der Kanadier standzuhalten, da tauchte zum ersten Mal in den Spielern die Hoffnung auf die Möglichkeit eines wirklichen Erfolges gegen die kanadischen Meister auf. Diese Hoffnjung verdoppelte ihre Kräfte und ihre Energie, und es war wirklich bewundernswert, wie sie sich immer wieder in den Kampf stürzten und in den verzweifelten Situationen immer wieder gerade noch zu recht kamen, wenn der kanadische Spieler schon glaubte, sie endgültig abgeschüttelt zu haben, und ihn am Torschuss hinderten, oder, wie schließlich Hermann Weiss, als die Scheibe doch gegen das Tor geflogen kam, sie sicher fing und wieder ins Feld beförderte.
Die Anstrengung war wahrlich nicht gering, und der Verbandskapitän Weinberger, der befürchten mußte, dass seine Spieler doch schließlich zusammenbrechen würden, tat gewiß das Richtige, wenn er in immer kürzeren Abständen die Ersatzleute zum Austausch schon ermüdent scheinender Spieler in den Platz schickte. Die Ablösung klappte wie bei einer Jagd, bei einem Sechstagerennen, und nicht eine Zehntelsekunde ging für den Widerstand gegen die Angreifer vorloren.
Als schließlich der große Wurf gelungen war, als der Schlußpfiff ertönte und es immer noch 1:0 für Österreich stand, da gab es eine Begeisterung auf dem Platze, als ob nicht 800 triefnasse Zuschauer unter einem wolkenverhangenen Himmel im Regen und Sturm auf dem Heumarkt gestanden wären, sondern als ob Tausende von Begeisterten an einem herrlichen Frühlingssonntagnachmittag bei einem Fußball-Länderkampf auf der Hohen Warte einen Sieg der österreichischen Ländermannschaft gefeiert hätten.
Mr. Armstrong, der Kapitän der kanadischen Mannschaft, drückte den Wiener Spielern seine Glückwünsche und seine Bewunderung zugleich aus. Er sagte, er wisse, dass der Eishockeysport hier noch jung sei, aber man habe in den wenigen Jahren eine Mannschaft herausgebracht, die jetzt schon ausgezeichnetes leiste und die in den nächsten Jahren sich gewiß zu einem harten Gegner jeder kanadischen Mannschaft entwickeln werde. Allerdings hoffe er, am nächsten Tag mit seiner Mannschaft Revanche zu nehmen und im letzten Spiele der Kanadier einen besseren Eindruck zu hinterlassen, als heute. Und er behielt recht, denn am nächsten Tage gab es weder Schnee, noch Regen, noch Sturm, dafür aber spiegelglattes Eis, prachtvolles Winterwetter und eine Zuschauermenge von 7000 Personen, die größte also, die der Platz des Eislauf Vereins bisher gesehen hat."[29]


  • Spiel 16. Februar 1930 Ö - Tschechoslowakei
Schiedsrichter:
Team Ö: Tor: Hermann Weiss (WEV), (Karl Oerdögh (PSK)), Verteidiger: Walter Brück (WEV), Josef Göbl (WEV), Stürmer: Hans Tatzer (PSK), Hans Ertl (PSK), Walter Sell (WEV), Erich Schmucker (PSK), Friedrich Demmer (WEV),
Team Tschechoslowakei: Tor: Respor (DEHG), Verteidiger: Dr. Pusbaur (LTC Prag), Dorazil (Troppauer EV), Stürmer: Steigenhöfer (Slavia), Malecek (LTC Prag), Spihovec (LTC Prag), Tozicka (LTC Prag), Hromadka(LTC Prag), Peters (LTC Prag),
Austragunsort für das Spiel ist der Eislaufplatz auf der Prager Mustermesse.
Wegen dem einsetztenden Tauwetter kann das Spiel nicht stattfinden.



Eishockey-Welt- und Europameisterschaft 1930

  • 27. November 1929: Nominierung der Teamspieler für das Training
Das Direktorium des OeEHV hat die Nominierung der Spieler für das Training vorgenommen. Unter der Leitung von Dr. Watson soll das Training bereits in den nächsten Tagen beginnen. Vorgesehen hierfür sind der WEV-Platz und der Engelmann-Platz.
Karl Oerdögh (PSK), Bruno Kahane (WAC),
-Verteidiger: Walter Brück (WEV), Klang (WEV), Mayer (WEV), Jaques Dietrichstein (WEV), Kurt Stuchly (PSK), Baron Hans von Trauttenberg (Chambridge),
-Stürmer: Ulrich Lederer (WEV), Karl Kirchberger (WEV), Walter Sell (WEV), Josef Göbl (WEV), Friedrich Demmer (wEV), Hans Tatzer (PSK), Hans Ertl (PSK), Erich Schmucker (PSK), Konrad Glatz (PSK),
  • 13. Jänner 1930: Der neue Verbandstrainer bestellt die Nationalmannschaft
Der Verbandstrainer Hans Weinberger hat für die am 27. Jänner 1930 stattfindenden Eishockey-Meisterschaft folgende Mannschaft benannt:
-Tor: Hermann Weiss (WEV), Friedrich Lichtschein (WEV),
Feldspieler: Walter Brück (WEV), Baron Hans von Trauttenberg (Chambridge), Josef Göbl (WEV),Walter Sell (WEV), Hans Tatzer (PSK), Hans Ertl (PSK), Herbert Brück ( ), Friedrich Demmer (WEV), Karl Kirchberger (WEV), Ersatzleute für eventuell ausfallende Feldspieler sind Jaques Dietrichstein und Ulrich Lederer.
  • 16. Jänner 1930: Da Herbert Brück aus beruflichen Gründen nicht zur WM mitfahren kann, hat der Verbandskapitän Ulrich Lederer nachnominiert.
  • 18. Jänner 1930: Die Verbandsmannschaft fährt am 19. Jänner 1930 mit der Westbahn zur Weltmeisterschaft nach Chamonix. Vom Verband wurde diese Mal nur ein Reiseführer eingesetzt und zwar der Verbandskapitän Hans Weinberger. Auf der Hinfahrt will man ein Spiel in Innsbruck absolvieren, wenn die Eisverhältnisse dieses zulassen. Danach geht es weiter nach Davos, wo man 8 Tage bleiben will, um sich an die Höhenverhältnisse zu gewöhnen. In Davos befinden sich auch die Mannschaften der Kanadier, Polen, Tschechoslowaken und der Schweizer. Evlt. sollen auch Spiele ausgetragen werden. Danach geht es nach Chamonix, dem Ort der Spiele. Der Verband hat mitgeteilt, dass Josef Göbl verhindert ist, die Reise mitzumachen.
  • 26. Jänner 1930: Der Kongreß der Internationalen Liga plant die Eishockey-Weltmeisterschaften 1930
Auslosung der Weltmeisterschaft 1930
Bei der Auslosung der Eishockeyspiele für diese Meisterschaft wurden die Plazierten der letzten Weltmeisterschaft in Budapest als Gruppenführer genommen. Die Wahl ergab folgende Gruppen:
Gruppe 1: Tschechoslowakei, Schweiz, Italien,
Gruppe 2: Deutsches Reich, Polen, Großbritannien, Frankreich,
Gruppe 3: Österreich, Japan, Belgien, Ungarn,
Der Spielplan wird wie folgt festgesetzt:
Montag 27. Jänner 1930:
-Großbritannien - Frankreich, Schiri: Poplimont,
-Österreich - Ungarn, Schiri: Radge
-Polen - Deutsches Reich, Schiri: Armstrong
-Japan - Belgien, Schiri: George
-Tschechoslowakei - Schweiz, Schiri: Radge
Dienstag, 28. Jänner 1930:
-Schweiz - Italien
-Belgien - Ungarn
-Polen - Frankreich
-Österreich - Japan
-Deutsches Reich - Großbritannien
Mittwoch, 29. Jänner 1930:
-Österreich - Belgien
-Frankreich - Deutsches Reich
-Italien - Tschechoslowakei
-Ungarn - Japan
-Polen - Großbritannien
Bedauerlicherweise herrscht derartiges Tauwetter, dass die Austragung der Spiele auf das schwerste gefährdet ist.
  • 27. Jänner 1930: Eishockey-Weltmeisterschaft nicht eröffnet
Die Eröffnung der Eishockey-Weltmeisterschaft konnte nicht erfolgen, das die Wetterlage diese nicht zuließ. Alle Nationen sind vor Ort. Es wird jetzt beraten, wie weiter vorgegangen werden soll.
In Wien ging das Gerücht um, dass die Weltmeisterschaften nach hier verlegt werden sollen. Auf Nachfrage teilten die maßgeblichen Stellen mit, dass man mit einer solchen Entscheidung gut leben könnte. Das finanzielle Risiko der Spiele könne aber nicht von Wien getragen werden. Bis Mittwoch will man in Chamonix die Wetterlage abwarten. Dann muss die Meisterschaft ganz abgeblasen werden oder sie ist zu verlegen. Auch Berlin und Mailand kommen auf Grund ihrer Kunsteisbahnen in Frage.
  • 30. Jänner 1930: Die WM beginnt in Davos
Die Liga hat beschlossen, die Eishockeyspiele von Chamonix nach Davos zu verlegen. Die Mannschaften reisen heute nach Davos und morgen beginnen die Spiele. In der Gruppe A spielen Österreich, Tschechoslowakei und Frankreich, in der Gruppe B spielen Polen, Deutsches Reich, Schweiz und Großbritannien.
  • 31. Jänner 1930: Doch Spiele in Chamonix
Am Abend des 30. Jänner 1930 war beschlossen worden, die WM in die Schweiz nach Davos zu verlegen. Es gab aber nachts Frost und die Eisflächen schienen bespielbar. Daraufhin wurde erneut in die Verhandlungen eingestiegen. Nach erregten Debatten wurde mit 6:5 Stimmen beschlossen, die Verlegung nach Davos fortzuführen. Vor allem die Schweiz sprach sich gegen den Vorschlag Davos aus, da noch nicht einmal die Fahrzeuge für den Transport gekommen waren. Eine rechtzeitige Reise war daher fraglich. Als auch die Kanadier sich gegen diesen neuen Beschluss aussprachen, blieb man in Chamonix. Die ersten Spiele wurden ausgetragen.
  • Stand 31. Jänner 1930: Die Komödie hinter den Kulissen
Über die weitere Arbeit des Kongresses nach seinem eigentlichen Abschluss zu den Eishockey-Weltmeisterschaften schreibt das SportTagblatt in seiner Ausgabe vom 5. Februar 1930:

"Die Sportwelt, die sich für die Weltmeisterschaft im Eishockey interessierte, erhielt anstatt der Resultate über die ausgetragenen Wettspiele, die mehrere Tage sich wiederholenden Nachrichten, dass die Weltmeisterschaft infolge des in Chamonix anhaltenden Tauwetters verschoben werden mußte. Dass diese Verschiebungen in Chamonix mit leidenschaftlich geführen Auseinandersetzungen der teilnehmenden Nationen verbunden waren, dass sich in Chamonix vor und hinter den Kulissen Dinge abspielten, die bei derlei Anlässen wohl noch nicht vorgekommen sind, davon erfuhr man nicht viel. Um nun die einzelnen Vorkommnisse verstehen zu können, muß man die Geschehnisse in der Reihenfolge erfahren.

Knapp vor Beginn der großen Sportveranstaltung setzte der Föhn ein, der stürmisch in das Tal von Chamonix einzog und im Angesicht der Gletscher des Mont Blanc den Schnee im Tal und das Eis des einstigen olympischen Eisstadions schmolz. Die Veranstalter versicherten den eintreffenden Teams, dass dieser Föhneinbruch nur kurze Zeit dauern könnte, und dass in ein oder zwei Tagen der winterliche Frost wieder alle Sportanlagen betriebsfertig machen werde. Das war am Sonntag, den 26. Jänner 1930. An diesem Tage wurde programmgemäß die folgenschwere Gruppeneinteilung und Auslosung vorgenommen und zwar für die Möglichkeiten, dass entweder Montag oder Dienstag früh mit den Wettkämpfen begonnen werden könne. Montags hatten alle Thermometer und Barometer in Chamonix eine ungewöhnlich große Zahl aufmerksamer Beobachter, aber der Stand der Wärmegrade von 3 bis 7 Grad über Null, und der ungünstige Stand des Barometers wollten sich nicht ändern. Der Dienstag zeigte das gleiche Bild, nur dass die Gesichter der sportlich orientierten Beobachter sichtbar sorgenvoller aussahen. Dieses war auch darauf zurück zu führen, dass Nachrichten einliefen, in ganz Europa herrsche Föhnwetter, und die Aussichten auf baldige Änderung seien keine guten. Da kamen die erste Gerüchte, dass Davos und Mailand in der Lage seien, zur Abhaltung der Meisterschaft Eisenbahnen zur Verfügung zu stellen. Noch Dienstag abend wurde eine Sitzung der teilnehmenden Nationen einberufen, in der tatsächlich die Schweiz für Davos, wo sonniges Winterwetter herrschte und Italien für Mailand (Eispalast) das Angebot stellten, die Durchführung der Meisterschaft unverzüglich zu übernehmen. Die bereits vom dreitägigen Warten etwas nervös gewordenen Vertreter der Nationen schienen bereit, eines der beiden Angebote anzunehmen, als die französischen Veranstalter in erregten Reden darauf hinwiesen, dass die Wetternachrichten günstig seien, dass der Wind sich völlig gelegt habe, und dass sie für einen spielfähigen Eisplatz in Chamonix am nächsten Tag garantieren könnten. Man beschloss hierauf, noch einen Tag zuzuwarten und stimmte ab, an welchem Ort man die Meisterschaft verlegen solle. Die Wahl fiel auf Davos.
Der nächste Tag, Mittwoch, brachte aber nicht das in Aussicht gestellte Frostwetter, die Straßen von Chamonix verwandelten sich in ein Schneekotmeer und auf der Eisbahn kam stellenweise bereits der Boden heraus. Die französischen Veranstalter glaubten aber noch immer an den bevorstehenden Witterungswechsel und ersuchten die Vertreter der anwesenden Nationen, bis Mitternacht zuzuwarten. Zu diesem Zeitpunkt werde man sehen können, ob Donnerstag die Eisfläche instand gesetzt werden könne, da nach Sonnenuntergang doch noch der Frost kommen könnte. Die Delegierten der Länder brachten nochmals das Verständnis für die schwierige Lage auf, in der sich die organisierende Nation befand. Obwohl die Mannschaften ihre Sachen für die Abreise bereits vorbereitet hatten, stimmten die Delegierten der Festsetzung der Sitzung um Mitternacht zu. Zu dieser für eine Sportveranstaltung ungewöhnliche Stunde kamen die Führer zusammen und diese Zusammenkunft war reich an dramatischen Momenten. Ein Minister Frankreichs hatte nämlich seinen Einfluß auf den Präsidenten der Internationalen Eishockeyliga ausgeübt und ihn aufgefordert, alles daranzusetzen, um die Verlegung der Weltmeisterschaft von Chamonix zu verhindern. Es schien sich langsam ein Prestigekampf der Wintersportinteressenten Frankreichs und der Schweiz zu entwickeln. Der Präsident der Liga und sein Sekretär Poplimont hielten zu Beginn der mitternächtlichen Versammlung leidenschaftliche Reden, in denen sie für Frankreich eintraten, auf die Schwierigkeiten hinwiesen, die Frankreich entstanden waren, die jeder anderen veranstaltenden Nation entstehen könnten, verwiesen auf die Schwierigkeiten der Tschechen bei einer vor Jahren durchgeführten Europameisterschaft und das Entgegenkommen, das Österreich und die Schweiz damals bewiesen hatten, und das man dieses Mal den Franzosen nicht erweisen wolle, und auf das Tauwetter, und auf das Tauwetter, dass vor zwei Jahren die Winterolympiade in St. Moritz bedroht hatte. Sie forderten die Nationen auf, noch in Chamonix zuzuwarten und die Veranstalter nicht im Stich zu lassen. Schließlich verwiesen sie in englische Rede, dass ein Sportmann bleiben müsse. Die beiden Reden waren politische und diplomatische Meisterstücke und verfehlten nicht ihre Wirkung. Nachdem einige Vertreter auf Urlaubsschwierigkeiten sowie auf die Unsicherheit weiteren Wartens hingewiesen hatten, gab die Schweiz eine Erklärung ab, dass in Davos alles für die sofortige Aufnahme der Kämpfe und den sofortigen Empfang der Nationen bereit sei, was zu scharfen Gegenreden der französischen Vertreter führte. Obwohl bereits am Vortage eine fixe Entscheidung für Davos gefallen war, ließ der Präsident nochmals eine Abstimmung zu, die schließlich dank der diplomatischen Künste zu dem Beschluß führte, noch einen Tag in Chamonix zuzuwarten, um dann, wenn sich der Frost Donnerstag nich einstellen sollte, die Weltmeisterschaft nach Davos zu verlegen.
Der große Wunsch der Franzosen ging aber Donnerstag wieder nicht in Erfüllung, das Tauwetter hielt an. Nachmittags fand abermals eine der notwendig gewordenen zahlreichen Versammlungen statt, in der schließlich Frankreich von der Veranstaltung der Weltmeisterschaft zurück trat, die der Schweiz übergeben wurde. Die Schweiz hatte in großzügigster Weise für den nächsten Tag, Freitag, morgens, Autobusse für 150 Personen bestellt, die alle Teilnhemer nach Genf auf Schweizer Gebiet bringen sollten, wo sie dann mit Extrawaggons bis nach Davos geführt werden sollten. Jede Nation erhielt auch die Bekanntgabe der Namen ihrer Unterkunftsstätte, und alle Reiseverrechnungen wurden in kürzester Zeit erledigt. Von den zwölf in Chamonix weilenden Nationen erklärten die Japaner, Belgier und Ungarn, aus verschiedenen Gründen nicht nach Davos fahren zu können, aber dadurch, dass diese Nationen nur minimale Siegeschancen hatten, war die Austragung in Davos durch diese Absagen nicht beeinträchtigt.Für die restlichen Nationen mußte eine neue Auslosung gemacht werden, die folgendes Resultat ergab:
Gruppe A: Tschechoslowakei, Österreich, Frankreich, Italien,
Gruppe B: Polen, Deutsches Reich, Schweiz, Großbritannien
Die Franzosen hatten in sportlicher Weise beschlossen, nach Davos zu fahren. Für Freitag 7.00 Uhr früh war alles zur Abfahrt bereit, die Schwierigkeiten schienen geordnet. Nun geschah aber etwas Außerordentliches, etwas, das bisher kaum seinesgleichen gehabt haben dürfte. Um 4.30 Uhr früh wurden nämlich alle Ländervertreter mit dem Ruf aus dem Schlaf getrommelt: Es friert! Es ist schon Eis! Prüfet den Eisplatz! Bleibet doch hier! Fahrt nicht nach Davos! Diesesmal fand die Versammlung um 5.00 Uhr früh auf dem Eisplatz statt. Ob wohl jemals eine Sportsitzung zu diesem Zeitpunkt ihren Anfang genommen hat? In dieser Sitzung kam es zu den leidenschaftlichsten Ausbrüchen. Der Präsident der Liga Loicq trat nochmals für Frankreich ein, er hielt abermals eine große Rede und forderte alle Nationen auf, in Chamonix zu bleiben, das für alle Kosten, die Davos für die notwendig gewordenen Vorbereitungen entstanden, aufkommen werde. Der Schweizer Vertreter De Bloney erwiderte in ebenso leidenschaftlicher Rede, verwies darauf, dass der Präsident, obwohl bereits zwei Abstimmungen für Davos entschieden hätten, neue Abstimmungen nicht nur zulasse, sondern selbst herbeiführe, dass bereits die Autobusse um 7.00 Uhr zur Abfahrt bereit stehen würden, dass die Abfahrtzeit genauestens eingehalten werden müsse, da sonst der Anschluss versäumt würde usw. Die französischen Vertreter griffen die Schweizer auf das Heftigste an, warfen ihnen Kaperei vor, bis man schließlich zur Abstimmung schritt. Die Abstimmung ergab 6:5 Stimmen für die Abfahrt nach Davos bei einer Stimme Enthaltung. Da schritt der Präsident zu weiteren Maßnahmen. Sich mit der Entscheidung nicht zufrieden gebend, forderte er merkwürdigerweise die Nation, die sich der Stimme enthalten hatte, auf, sich zu entscheiden. Es war 6.30 Uhr geworden, die Mannschaften begannen den früheren Anordnungen gemäß die großen Autobusse zu besteigen und das zahlreiche Gepäck zu verstauen. Die Debatte wurde schließlich auf den Platz verlegt, auf dem die Autobusse standen, die bereits halb gefüllt waren. Da gelang es der Rednergabe Loicq, Großbritannien und Italien, sowie Polen zum Bleiben umzustimmen. Der Präsident erklärte darauf, dass er nach dem Rücktritt dieser Nationen eine nunmehr in Davos ausgetragene Konkurrenz nicht als Weltmeisterschaft anerkennen werde, worauf sich die Kanadier und nach ihnen die übrigen Mannschaften entschlossen, in Chamonix zu bleiben. Die Mannschaften verließen die Autobusse, das Gepäck wurde wieder abgeladen, einige Zeit später trafen sich die Delegierten, um eine neuerliche Auslosung unter den nunmehr doch zusammen bleibenden 12 Mannschaften durchzuführen, die eine Durchführung der Konkurrenz in vier Tagen ermöglichte. Auch die Schweiz erklärte in sportliche Weise, in Chamonix bleiben zu wollen.
Die Diplomatenkunst des Präsidenten Loicq hatte gesiegt. hat Chamonix zum Sieg über Davos verholfen, hat Frankreich eine kleine Blamage erspart. Er hat diesen Sieg aber mit der Sympathie einer Anzahl Länder bezahlt, die er durch sein Vorgehen zu seinen Gegnern gemacht hat. Das letzte Wort in dieser Angelegenheit ist noch nicht gesprochen; zweifellos wird der Präsident der Internationalen Eishockeyliga die Abstimmung über ein Vertrauensvotum über sich ergehen lassen müssen."


  • 2. Februar 1930: Es hat wieder Föhn eingesetzt
Da der Föhn wiedergekommen ist und die Themperturen gestiegen sind, sind die für den 3. Februar 1930 vorgesehenen Spiele fraglich.
  • 2. Februar 1930: Walter Brück schreibt aus Chamonix über seine Wut
Zu den verschiedenen Abstimmungskommödien und den Konflikt "Frankreich - Schweiz" schreibt Walter Brück: "Ich war über die Charakterlosigkeit einiger Delegierter, die ihre Meinung innerhalb weniger Stunden fortwährend änderten, so empört, dass ich mich nicht zurückhalten konnte, ihnen ganz unverblümt meine Meinung zu sagen. Das politische Moment tritt immer mehr in den Vordergrund. Es ist für jeden ehrlichen Sportsmann geradezu ekelhaft, wie hier gepackelt wird. Die Kanadier sind derart empört, dass sie offiziell erklärt haben, nie wieder nach Europa kommen zu wollen."[30]
  • 3. Februar 1930: In Chamonix kann nicht mehr gespielt werden
Die weitere Austragung der Spiele in Chamonix ist nicht mehr möglich. Es hat Tauwetter eingesetzt und bei 0 Grad gab es schweren Schneefall. Dadurch sind die Eisplätze für die nächsten Tage unbenutzbar. Es wurde vom Kongreß beschlossen, das Spiel um den 3. Platz der Europa-Meisterschaft in Wien, WEV-Platz am Mittwoch, den 5. Februar 1930, auszutragen. Es spielen dann Österreich und Polen abends um 21.00 Uhr. Da zu diesem Zeitpunkt bereits das Spiel Kanada gegen Polen angesagt war, muss die gesamte Planung umgestellt werden. Das Spiel der Vorschlußrunde zwischen Deutsches Reich und der Schweiz findet am Sonntag, den 9. Februar 1930 im Berliner Sportpalast statt. Das Endspiel zwischen dem Sieger des vorgenannten Spiels und Kanada ist auf den 10. Februar 1930 ebenfalls in Berlin festgelegt worden.
Da bereit Spiele vor der WM mit Kanada vereinbart wurden, ergibt sich derzeit folgender Spielplan für Wien:
5. Februar 1930: 21.00 Uhr Österreich - Polen, Spiel um den 3. Platz der Europa-Meisterschaft
6. Februar 1930: 20.30 Uhr Polen - Kanada, Freundschaftsspiel
7. Februar 1930: 21.00 Uhr Kanada - Österreich, Freundschaftsspiel
8. Februar 1930: 21.00 Uhr Kanada - Wiener Eislauf Verein, Freundschaftsspiel



  • 6. Februar 1930: Probleme bei den Spielen in Chamonix
Der Kondition der Spieler, die erst tagelang auf die Meisterschafsspiele warten mussten und dann schlechte Eisbedingungen vorfanden, tat dieses nicht gut. Ohne das notwendige Training kann die Kondition nicht gehalten werden. Dieses ging aber nicht nur den Österreicher so. Dann musste wieder jeden Tag gespielt werden. Alle Spiele litten unter schlechten Platzverhältnissen. Anfänglich musste auf die Schneebreischicht gespritzt werden. Das sich bildende Eis war jedoch an den verschiedensten Stellen durchbrochen und diese fehlenden Stellen bildeten eine große Gefahr für die Spieler. Auch am zweiten Tag gelang es den Veranstaltern nicht, eine gleichmäßige Eisdecke herzustellen. Nach der Frostperiode hatte man nur noch 0 Grad. Die Löcher auf dem Eis forderten auch bald Opfer unter den Spielern. Bei den Österreichern waren Hans Ertl und Walter Sell betroffen, die sich die Fußknöchel zerrten. Die Spiele selbst litten natürlich auf unter den Eisverhältnissen. Die körperlich starken Mannschaften kamen besser zum Zuge, wie die technisch gut spielenden Teams. Für das Wetter kann man aber den Veranstalter nicht verantwortlich machen, darauf hat er keinen Einfluss. Für andere Probleme war er aber verantwortlich. So standen auf den Spielflächen Tore, die oberflächlich zusammen geflickt, gerade für das Training einer Schülermannschaft ausreichend sind. Einige Tore hatten auch nicht die notwendige Tiefe. Die Spielfeldeinfassung ist teilweise minderwertig. Es sind Löcher vorhanden, die durch das Abschlagen von Holzstücken entstanden sind. Sie wurden für die Spiele mit Schnee verstopft und die Scheiben blieben teilweise in diesem Schnee stecken. Hier ist beispielsweise das Spiel Frankreich - Belgien zu nennen, wo diese Verhältnisse herrschten. Die Entschuldigung des Veranstalters war, dass man nur mit der Stellung von zwei Plätzen gerechnet hatte und diese in Ordnung waren. Es wurden jedenfalls Tore erzielt, bei denen man annahm, dass die Scheibe durch die defekten Netze gegangen sei. Es musste dann zwischen Schiedsrichter und Torrichter abgestimmt werden, ob die Scheibe im Tor war oder nicht. Die Betreuung der Pressevertreter ließ zu wünschen übrig. Gerade bei den Anstehenden Problemen dieser Weltmeisterschaft wäre eine gute Betreuung wichtig gewesen.
Datum Spielort Mannschaften Ergebnis Zuschauer Bemerkungen/Torschützen
1. Februar 1930 Chamonix Österreich - Frankreich 2:1(1-1,0-0,1-0) 1200 s.u.
2. Februar 1930 Chamonix Österreich - Schweiz 1:2(0-0,1-1,0-1) s.u.
5. Februar 1930 Wien, WEV-Platz Österreich - Polen 2:0(0-0,0-0,2-0) 3500 s.u.
  • Spiele in Chamonix 31. Jänner 1930
Ausscheidungsrunde
-Ungarn - Italien 2:0(0-0,2-0,0-0)
-Frankreich - Belgien 4:1(0-1,2-0,2-0)
-Deutsches Reich - Großbritannien 4:2(0-2,1-0,3-0)
  • Spiele in Chamonix 1. Februar 1930
Viertelfinale

Spiel 1. Februar 1930 Ö - Frankreich

  • Schiedsrichter: Beginn: Zuschauer: 1200
  • Team Ö: Tor: Hermann Weiss, Verteidiger: Baron Hans von Trauttenberg, Walter Brück, Sturm: Ulrich Lederer, Hans Tatzer, Walter Sell, Jaques Dietrichstein, Friedrich Demmer,
  • Team Frankreich:
  • Hans Ertl konnte wegen sein Verletzung nicht aufgestellt werden. Daher musste Hans Tatzer in der ungewohnten Aufgabe als Mittelstürmer spielen. Sell war auch durch eine Verletzung benachteiligt, spielte aber trotzdem.

Das Spiel zwischen Österreich und Frankreich endete mit 2:1(1-1,0-0,1-0) Toren. Im ersten Drittel waren beide Mannschaften gleichwertig. Walter Brück konnte für die Österreicher nach Vorlage von Friedrich Demmer den Führungstreffer erzielen. Kurze Zeit später kann Friedrich Demmer die Scheibe ins Tor der Franzosen bringen. Die Franzosen beschweren sich, dass die Scheibe nicht im Tor war. Das Netz war löchrig. Torrichter und Schiedsrichter entscheien dann, den Treffer nicht zu geben. Danach konnten die Franzosen durch eine Weitschuss von Charlet den Ausgleich erzielen. Im zweiten Drittel waren die Österreicher stärker, konnten aber keinen Treffer landen. Im letzten Drittel konnten sich die Österreicher durch Baron Hans von Trauttenberg nach einer schönen Vorlage von Jaques Dietrichstein den Siegestreffer einschießen.

Kleines Sportblatt 2.2.30: Herbert Brück und Hans Tatzer schossen die Tore
-Tschechoslowakei - Schweiz 1:3(1-2,0-1,0-0)
-Polen - Japan 5:0(2-0,2-0,1-0)
-Deutsches Reich - Ungarn 4:1(1-0,3-1,0-0)


  • Spiele in Chamonix 2. Februar 1930
Halbfinale

Spiel 2. Februar 1930 Ö - Schweiz

  • Schiedsrichter: Radge, Kanada Beginn:
  • Team Ö: Tor: Hermann Weiss, Verteidiger: Baron Hans von Trauttenberg, Walter Brück, Sturm: Hans Ertl, Hans Tatzer, Walter Sell, Jaques Dietrichstein, Friedrich Demmer,
  • Team Italien:
  • Das Spiel fand am Morgen statt. Durch den Einfluss der Sonne litt das Eis derart, dass man ab dem zweiten Drittel darüber nachdachte, das Match abzubrechen. Die in der Nacht geflickten Löcher im Spielfeld öffneten sich wieder. Die Techniker unter den Spielern, und das sind einige Österreicher, hatten dadurch erhebliche Schwierigkeiten. Die Schweizer Spieler arbeiteten mehr mit der Körperkraft. Sie waren aber auch die besseren Schützen. Das Spiel zwischen Österreich und de Schweiz endete 1:2(0-0,1-1,0-1). Im ersten Drittel beginnen die Österreicher stark. Walter Sell hat mehere gute Chancen. Ein Schuss geht aufs Tor und die Scheibe springt zurück. Einige Spieler aus anderen Mannschaften, die beim Spiel anwesend waren, vertreten die Meinung, dass die Scheibe im Tor war und durchs Netz an die Bande ging und zurück aufs Feld sprang. Mehrfache weitere Torschüsse der Österreicher führen nicht zu einem Tor. Im zweiten Drittel kommt Torriani mit der Scheibe nach vorn, gibt an Albert Geromini ab und dieser schießt aus kürzester Entfernung unhaltbar ins Tor der Österreicher. In der selben Minute geht Hans Ertl nach Wiederbeginn des Spiels mit der Scheibe nach vorne, gibt sie an Hans von Trauttenberg ab und dieser schießt zum Tor ein. Im letzten Drittel ist auf dem Eis kaum noch zu spielen. Hans Tatzer war durch ein Loch im Eis gestürzt und verletzt sich. Die Verletzung sieht ernst aus. Die Mannschaften beraten sich, ob weiter gespielt werden soll. Da die Konsequenzen aus einem Abbruch nicht abzusehen war, wurde trotzdem weitergespielt. Der bisherige Platz hatte so schlechtes Eis, dass auf einen zweiten Eisplatz gewechselt wurde. Dieses Eis war aber auch nicht besser.[31] Es war kein Eishockeyspiel mehr, sondern ein Spiel der Zufälle. Der Schweizer Spieler Albert Geromini hatte Glück und konnte den Siegestreffer für seine Mannschaft erzielen. Der Verteidiger konnte durch das schlechte Eis nicht rechtzeitig eingreifen und der Schuss von Geronimo ging in die oberem Ecke des Tors der Österreicher. Einige Spieler der Österreicher haben sich bei diesem Spiel Sehnenzerrungen zugezogen. Das sind zwar keine schweren Verletzungen, der Spieler ermüdet aber schneller.


-Deutsches Reich - Polen 2:1(1-1,2-0,0-0)


  • Spiele in Wien, Kunsteisbahn WEV, 5. Februar 1930
Spiel um den 3. Platz der Europameisterschft

Spiel 5. Februar 1930 Ö - Polen

  • Schiedsrichter: Radke, Kanada Beginn: 21.00 Uhr Zuschauer: 3500
  • Team Ö: Tor: Hermann Weiss(WEV), Verteidiger: Walter Brück (WEV), Friedrich Demmer (WEV), Stürmer: Jaques Dietrichstein (WEV), Josef Göbl (WEV), Ulrich Lederer (WEV), Walter Sell (WEV), Karl Kirchberger (WEV),
  • Team Polen: Tor: Stogowski, Verteidiger: Adamowsky, Kowalski, Stürmer: Kirgjer, Kulej, Sabinski, Tupalski, Weißberg,
  • Hans Tatzer und Hans Ertl sind noch von den Spielen in Chamonix verletzt und konnten daher nicht aufgestellt werden. Hans von Trauttenberg musste zurück nach London. Das Spiel um den dritten Platz der Europa-Meisterschaft im Eishockey zwischen Österreich und Polen endete 2:0(0-0,0-0,2-0). Nach zwei torlosen Dritteln schossen Karl Kirchberger und Walter Sell die Tore im letzten Drittel.
Kleines Blatt Kirchberger und Demmer


Spiel 6. Februar 1930 Kanada - Polen

Ein Freundschaftsspiel zwischen Kanada und Polen am 6. Februar 1930 in Wien, WEV-Platz, endete mit 5:0(1-0,1-0,3-0) Toren. Es regnete in Strömen. Trotzdem hatten sich 1000 Zuschauer eingefunden. Die Tore für die Kanadier schossen Radke in der 15. Minute des 1. Drittels, Grant in der 7. Minute des 2. Drittels und im letzten Drittel zwei Treffer von Park und einer von Slayton. Schiedsrichter war Alfred Revy aus Wien.


Spiele in Berlin 9. Februar 1930

Finale Europameisterschaft
-Deutsches Reich - Schweiz 2:1(0-1,1-0,1-0)



Endstand Eishockey-Europameisterschaft 1930

Platz Teilnehmer Bemerkungen
1 Deutsches Reich
2 Schweiz
3 Österreich
4 Polen
5 Tschechoslowakei
5 Ungarn
5 Frankreich
8 Großbritannien
8 Italien
8 Belgien




Spiele in Berlin 10. Februar 1930

Finale Weltmeisterschaft
- Kanada - Deutsches Reich 6:1(2-1,1-0,2-0)


  • Bei der Eishockey-Europameisterschaft 1930 in Chamonix, Wien und Berlin erhielt Österreich die Bronzemadaille.
  • In der Weltmeisterschaftswertung der gleichen Spiele wurde Österreich Vierter.
  • Die Fair Play Trophy ging an Österreich.





Saison 1930/31

Nationalspiele ohne Meisterschaften

Eishockey-Welt- und Europameisterschaft 1931

  • An den Eishockey-Welt- und Europameisterschaften vom 1. bis 8. Februar 1931 in Krynica nahmen 10 Länder teil. USA, Kanada, Frankreich, Österreich, Polen, Tschechoslowakei, Ungarn, Rumänien, Schweden und Großbritannien. Deutschland ist die einzige Nation, die nicht teilnimmt.


  • 26. Jänner 1931: Die Mannschaft für die WM wird nominiert
Der Verbandskapitän Hans Weinberger hat folgendes Team nominiert:
-Tor: Hermann Weiss (WEV), Bruno Kahane (WAC),
-Feldspieler: Friedrich Demmer (WEV), Josef Göbl (WEV), Walter Sell (WEV), Jaques Dietrichstein (WEV), Karl Kirchberger (WEV), Hans Tatzer (PSV), Hans Ertl (PSK), Hans von Trauttenberg (Cambridge University), Herbert Brück (Berliner Schlittschuh Club, BSC). Ein weiterer Spieler kommt noch hinzu, der aber erst in der letzten Woche nominiert wird. Die Expedition führt der Präsident des OeEHV Dr. Alfred Schwarz und der Verbandskapitän Hans Weinberger.
  • 28. Jänner 1931: Das noch nicht benannte zwölfte Mitglied der Nationalmannschaft ist Anton Emhart (HCW).
  • 30. Jänner 1931: Hans Ertl nicht in der Nationalmannschaft für Krynica
Hans Ertl, der derzeit wahrscheinlich beste Eishockeyspieler Österreichs, wird nicht mit der österreichischen Nationalmannschaft nach Krynica reisen. Das ist eine Nachricht, die sicherlich ziemliches Aufsehen erregen wird. Das Aufsehen wird aber noch größer werden, wenn man erfährt, welche eigentlich nichtigen Meinungsdifferenzen dazu geführt haben, dass der Österreichische Eishockeyverband auf die Teilnahme Ertls an der Europameisterschaft verzichtet hat.
Im Eishockeyverband ist es Brauch, dass die Vereine, deren Spieler in die Nationalmannschaft gewählt werden, die Reisespesen für diese Spieler tragen. Der Pötzleinsdorfer Sport Klub, dem Hans Ertl angehört, hätte also für Hans Ertl die Reisespesen zu zahlen. Da die österreichische Nationalmannschaft ab der Grenze Gast der polnichen Veranstalter ist, so ist für jeden Spieler nur die Reise von Wien bis zur polnischen Grenze zu zahlen. Die Fahrtspesen betragen also im ganzen etwa 80 Schilling pro Spieler, und wegen 80 Schilling bleibt der beste Spieler zu Hause. Logisch Denkenden wird es natürlich klar sein, dass es da noch etwas anderes geben muss, dass zu Differenzen zwischen dem Verband und Pötzleinsdorfer Sport Klub geführt hat, und um dieses andere zu erklären, muss man weiter ausholen.
Als die österreichische Mannschaft das letzte Mal in Krynica spielte, stellte Pötzleinsdorf den Spieler Karl Oerdögh als Tormann. Es handelte sich um ein einfaches Turnier. Karl Oerdögh erhielt damals eine Verleletzung an der Nase, die an und für sich nicht gefährlich gewesen wäre, durch den starken Blutverlust den Spieler aber fast in Lebensgefahr gebracht hätte. Man berief daher aus Krakau einen Professor, der Karl Oerdögh operierte und die Gefahr beseitigte. Karl Oerdögh wurde hierauf in das Spital nach Krakau gebracht, und sollte, sobald er reisefähig war, nach Wien fahren. Dadurch liefen ca. 1000 Schilling als Spesen auf. Der Pötzleinsdorfer Sport Klub ließ aber Karl Oerdögh nicht allein nach Wien fahren, sondern entsandte einen Arzt, der Karl Oerdögh nach Wien brachte. Dadurch liefen wieder 500 Euro an Spesen auf. Als nun der Eishockeyverband von Pötzleinsdorfer Sport Klub die Bezahlung der 1000 Schilling forderte, machte der Pötzleinsdorfer Sport Klub die 500 Euro als Gegenforderung geltend. Die Sache wurde schließlich dadurch erledigt, dass der Verband die 1000 Schilling und der PSK die 500 Schilling bezahlte. Also ein Ausgleich in allen Ehren.
Als nunmehr anläßlich der Nominierung Hans Ertls in die Nationalmannschaft der Verband vom PSK, wie von allen anderen Klubs, die Bezahlung der Reisespesen verlangte, weigerte sich der PSK, diese Summe zu bezahlen und wies darauf hin, dass er im Vorjahre auch nichts bezahlt habe. Der Verband erwiderte, dieses könne nur auf einem Mißverständnis beruhen. Als festgestellt wurde, dass der PSK tatsächlich als einziger Verein im Vorjahre die Reisespesen für seine Mitglieder nicht bezahlt habe, wurde dem PSK diese Summe nachträglich zum Ersatz vorgeschrieben. Daraufhin erklärte der PSK, er könne Hans Ertl nur dann für die Nationalmannschaft zur Verfügung stellen, wenn sich der Verband durch einen Revers verpflichte, für alle Möglichkeiten, die aus einer eventuellen Verletzung Hans Ertls entstünden, aufzukommen. Dieses Verlangen lehnte der Verband ab, da er der Ansicht war, dass er nur organisatorisch für den Éishockeysport Arbeit zu leisten habe, und keinerlei materielle Verpflichtungen übernehmen dürfe, deren Höhe sich vorher überhaupt nicht ersehen lassen. Da eine Annäherung der beiderseitigen Standpunkte nicht zu erwarten war, so verzichtete der Verband auf die Aufstellung Hans Ertls in der Nationalmannschaft.
Wir haben die Tatsachen registriert und wollen uns heftiger Kritik enthalten. Aber man wird das Gefühl nicht los, dass echt österreichische Mentalität am Werke war, um die österreichische Nationalmannschaft in einem Augenblicke zu berauben, wo Zusammenfassung aller Kräfte notwendig gewesen wäre. Österreich hat in dieser Saison noch keine überragenden Leistungen im Eishockey geboten und hätte nun in Krynica bei der Weltmeisterschaft Gelegenheit, sich zu rehabilitieren. In stärkster Austellung und bei vollster Einigkeit und Hingabe der Mannschaft hätte unser Nationalteam aber Aussichten, den Titel eines Europameistersters zu erringen. Eine solche Chance sollte prinzipiellen Standpunkten und 80 Schilling wegen nicht außer acht gelassen werden. Prinzipielle Standpunkte sind erfahrungsgemäß bei derartigen Affären nicht einmal 80 Schilling wert. Die Wahrnehmung unserer Chance in der Weltmeisterschaft wäre also immerhin ein Luxus, den wir uns leisten könnten.[32]
Anmerkung: Hans Ertl war nicht bei der Abfahrt der Nationalmannschaft im Team dabei.
  • 30. Jänner 1931: Die Nationalmannschaft verläßt Wien heute um 15.00 Uhr und fährt mit der Westbahn nach Krynica. Walter Brück und Baron Hans von Trauttenberg kommen direkt zum Spielort. Bruno Kahane, der zweite Torwart, wird nachreisen. Neu hinzugegkommen ist Ulrich Lederer (WEV) für den gestrichenen Hans Ertl (PSK).
Um 9.45 traf man am folenden Tag in Krynica ein. Mit dem Pferdeschlitten wurde die Mannschaft ins Quartier gebracht.
Datum Spielort Mannschaften Ergebnis Zuschauer Bemerkungen/Torschützen
01. Februar 1931 Krynica Österreich - Großbritannien 1:0(0-0,0-0,0-0,1-0) 2500 s.u.
02. Februar 1931 Krynica Österreich - Schweden 1:3(1-0,0-2,0-1) s.u.
03. Februar 1931 Krynica Österreich - Rumänien 7:0(4-0,0-0,3-0) 600 s.u.
04. Februar 1931 Krynica Österreich - USA 1:2(0-2,0-0,1-0) 600 s.u,
05. Februar 1931 Krynica Österreich - Tschechoslowakei 1:2(0-2,0-0,1-0) s.u.
06. Februar 1931 Krynica Österreich - Polen 2:1(0-0,0-1,2-0) 2500 s.u.
07. Februar 1931 Krynica Österreich - Kanada 0:8(0-0,0-7,0-1) 3000 s.u.
08. Februar 1931 Krynica Österreich - Schweden 1:0(0-0,1-0,0-0) 4000 s.u.


Spiel 01. Februar 1931 Ö - Großbritannien

  • Schiedsrichter: Loicq, Belgien Beginn: 19.00 Uhr 2500 Zuschauer
  • Team Ö:Tor: Hermann Weiss (WEV), Verteidiger: Jaques Dietrichstein (WEV), Hans von Trauttenberg (Cambridge University), 1. Sturm: Hans Tatzer (PSV), Herbert Brück (Berliner Schlittschuh Club, BSC), Friedrich Demmer (WEV), Ulrich Lederer (WEV), Josef Göbl (WEV), Karl Kirchberger (WEV). Emhart nicht dabei. Walter Sell (WEV) leidet noch an seiner Verletzung und kann daher nicht spielen. Erst im letzten Spiel gegen Schweden tritt er wieder an.
  • Team Großbritannien:
  • Das Spiel zwischen Österreich und Großbritannien endete 1:0(0-0,0-0,0-0,1-0) nach Verlängerung. Das erste Drittel des Spiels zeigt eine unsichere und zerfahren spielende österreichische Mannschaft. Im zweiten Drittel wird dieses besser. Im letzten Drittel ist die Mannschaft leicht überlegen. Da es unentschieden steht, ist eine Spielverlängerung notwendig. In der 7. Minute dieser Verlängerung kann Herbert Brück nach Vorlage von Demmer das Tor zum Sieg für die Österreicher erzielen. Hans Tatzer wurde beim Spiel durch einen Stockschlag an der Rippe verletzt.


Weitere Spiele des Tages:

-Kanada - Frankreich 9:0(1-0,4-0,4-0) 2000 Zuschauer
-Tschechoslowakei - Ungarn 4:1(2-0,1-1,1-0)


Spiel 02. Februar 1931 Ö - Schweden

  • Schiedsrichter: Beginn: 18.30 Uhr
  • Team Ö: Hermann Weiss (WEV), Verteidiger: Jaques Dietrichstein (WEV), Hans von Trauttenberg (Cambridge University), 1. Sturm: Hans Tatzer (PSV), Herbert Brück (Berliner Schlittschuh Club, BSC), Friedrich Demmer (WEV), Ulrich Lederer (WEV), Josef Göbl (WEV), Karl Kirchberger (WEV). (Anton Emhart und Walter Sell nicht dabei).
  • Team Schweden:
  • Österreich verlor das Spiel gegen Schweden mit 1:3(1-0,0-2,0-1). Eine außerordentliche Härte war im Spiel, wodurch es auch zahlreiche Ausschlüssen gab. Im ersten Drittel zeigten die Österreicher das bessere Spiel. Ein Einzelvorstoß von Hans Tatzer führte zum Torerfolg der Österreicher. Im zweiten Drittel hatten die Österreicher die Schweden vor dem eigenen Tor, als Linde die Wiener überlief und ins österreichische Tor einschießen konnte. Darauf hin steigerten beide Mannschaften noch einmal das Tempo im Spiel. Bei einem Gedränge vor dem österreichischen Tor konnte Linde dann erneut für die Schweden einschießen und damit den Stand auf 1:2 bringen. Im letzten Drittel versuchten die Österreicher alles, um den Ausgleich zu erzielen. Sie scheiterten aber immer an der guten Verteidigung und dem sehr gut spielendem Torwart der Schweden. In dieser Phase schoss Linde das dritte Tor zum Endstand von 1:3.
Nach den Ausspielungsregeln hat Österreich jetzt noch die Chance weiterzukommen, wenn es am nächsten Tag gegen die ebenfalls unterlegenen Rumänen siegt.


Weitere Spiele des Tages:

-USA - Rumänien 15:0(7-0,5-0,3-0)
-Polen - Tschechoslowakei 1:4(0-0,0-3,1-1)


Spiel 03. Februar 1931 Ö - Rumänien

  • Schiedsrichter: Beginn: 600 Zuschauer
  • Team Ö: Hermann Weiss (WEV), Verteidiger: Jaques Dietrichstein (WEV), Hans von Trauttenberg (Cambridge University), 1. Sturm: Hans Tatzer (PSV), Herbert Brück (Berliner Schlittschuh Club, BSC), Friedrich Demmer (WEV), Ulrich Lederer (WEV), Josef Göbl (WEV), Karl Kirchberger (WEV). (Walter Sell heute nicht dabei)
  • Team Rumänien:
  • Anton Emhart spielte heute in der Mannschaft mit. Es war sein einziger Einsatz bei der WM in Krynica. Österreich gewann das Spiel geben Rumänien mit 7:0(4-0,0-0,3-0) Toren. Schon in der ersten Minute des ersten Drittels konnte Josef Göbl das Führungstor für die Österreicher einschießen. Es folgten die Tore von Herbert Brück, Friedrich Demmer und Hans Tatzer. Das zweite Drittel blieb torlos. Es wurden Anton Emhart, Hans Tatzer und Friedrich Demmer jeweils einmal ausgeschlossen. Im letzten Drittel trafen Herbert Brück, Jaques Dietrichstein und Karl Kirchberger ins Tor der Rumänen.


Weitere Spiele des Tages:

-Ungarn - Großbritannien 3:1(2-1,1-0,0-0)
-Polen - Frankreich 3:1(

Spiel 04. Februar 1931 Ö - USA

  • Schiedsrichter: Csapsi, Polen Beginn: 11.30 Uhr 600 Zuschauer
  • Team Ö: Hermann Weiss (WEV), Verteidiger: Jaques Dietrichstein (WEV), Hans von Trauttenberg (Cambridge University), 1. Sturm: Hans Tatzer (PSV), Herbert Brück (Berliner Schlittschuh Club, BSC), Friedrich Demmer (WEV), Ulrich Lederer (WEV), Josef Göbl (WEV), Karl Kirchberger (WEV). (Anton Emhart und Walter Sell nicht dabei).
  • Team USA:
  • Das Spiel Österreichs gegen die USA ging mit 1:2(0-2,0-0,1-0) verloren. Das erste Drittel zeigte einen erbitterten, zum teil offenen Kampf der beiden Mannschaften. Hans Tatzer hatte das Pech, die Scheibe in der 6. Minute ins eigene Tor zu lenken. Danach konnte Elliot für die USA einen weiteren Treffer erzielen. Im zweiten Drittel steigerten beide Mannschaften ihr Tempo noch einmal, wobei Österreich mit den Amerikanern mithalten konnte, bzw. sogar leicht überlegen war. Es fiel aber kein Tor. Im letzten Drittel schaffte Hans Tatzer einen Treffer für Österreich zum 1:2. Den Ausgleichstreffer konnte die Mannschaft jedoch nicht einschießen. Die Verteidigung Elliot und Fraiser, sowie der Tormann der USA waren in diesem Tag sehr gut.


Weitere Spiele des Tages:

-Kanada - Tschechoslowakei 2:0(1-0,0-0,1-0)
-Frankreich - Rumänien (Trostrunde) 7:1(3-0,2-0,2-1)
-Schweden - Polen (0:2(0-1,0-0,0-1)


Spiel 05. Februar 1931 Ö - Tschechoslowakei

  • Schiedsrichter: Beginn: 20.30 Uhr
  • Team Ö: Hermann Weiss (WEV), Verteidiger: Jaques Dietrichstein (WEV), Hans von Trauttenberg (Cambridge University), 1. Sturm: Hans Tatzer (PSV), Herbert Brück (Berliner Schlittschuh Club, BSC), Friedrich Demmer (WEV), Ulrich Lederer (WEV), Josef Göbl (WEV), Karl Kirchberger (WEV). (Anton Emhart und Walter Sell nicht dabei).
  • Team Tschechoslowakei:
  • Gegen die Tschechoslowakei verlor Österreich mit 1:2(0-2,0-0,1-0). Im ersten Drittel war das Tempo nicht besonders hoch. Das Führungstor für die Tschechoslowaken schoss Malecek, die Scheibe ging bei Hermann Weiss zwischen den Beinen durch. Danach war Hromadka mit einem weiteren Treffer erfolgreich, nachdem ihn Malecek freigespielt hatte. Das zweite Drittel blieb torlos. Die Österreicher greifen ununterbrochen kann, die Verteidigung des Gegner ist aber in guter Form. Es gibt einen Zusammenstoß zwischen Dietrichstein und Malecek, wobei Letzgenannter liegen bleibt. Einige Zeit später ist Malecek aber wieder dabei. Im letzten Drittel sieht man wieder die Österreicher überwiegend im Angriff. Karl Kirchberger kann durchgehen und gibt die Scheibe an Friedrich Demmer weiter, der dann den Anschlusstreffer für Österreich erzielt. Jetzt gehen auch die Verteidiger der Österreicher mit nach vorne und die Tschechoslowakei zieht sich zur Verteidigung ihres Tores zurück. Es gelingt den Angreifern aber kein Tor mehr. Österreich verliert das Spiel 1:2.



Weitere Spiele des Tages:

-Kanada - Polen 3:0(3.0,0-0,0-0)
-Ungarn - Rumänien (Trostrunde) 9:1(4-0,3-0,2-1)
-USA - Schweden 3:0(2-0,0-0,1-0)
-Großbritannien - Frankreich (Trostrunde) 2:1(0-0,0-1,2-0)

Spiel 6. Februar 1931 Ö - Polen

  • Schiedsrichter: Loicq, Belgien Beginn: 20.00 Uhr 2500 Zuschauer
  • Team Ö: Hermann Weiss (WEV), Verteidiger: Jaques Dietrichstein (WEV), Hans von Trauttenberg (Cambridge University), 1. Sturm: Hans Tatzer (PSV), Herbert Brück (Berliner Schlittschuh Club, BSC), Friedrich Demmer (WEV), Ulrich Lederer (WEV), Josef Göbl (WEV), Karl Kirchberger (WEV). (Anton Emhart und Walter Sell nicht dabei).
  • Team Polen:
  • Österreich konnte das Spiel gegen Polen mit 2:1(0-0,0-1,2-0) gewinnen. Das erste Drittel verlief torlos, die Österreicher hatten aber mehr Anteil am Spiel als die Polen. Im zweiten Drittel schoss Majerski in der 9. Minute einen Treffer für Polen. Die Zuschauer hielten zu den polnischen Spielern und feuerten diese auch stark an. Im letzten Drittel setzte sich die bessere Technik der Österreicher und die Ausdauer durch. In der 8. Minute konnte Josef Göbl den Ausgleich erzielen. Es erfolgte der Seitenwechsel. Kurz danach gab Ulrich Lederer eine Vorlage an Hans von Trauttmann und dieser schoss zum 2:1 und damit dem Endstand ein.

Tore Hans von Trauttenberg, Josef Göbl


Weitere Spiele des Tages:

-Großbritannien - Rumänien (Trostrunde) 11:0(3-0,3-0,5-0)
-Kanada - Schweden 0:0(0-0,0-0,0-0)
-Tschechoslowakei - USA 0:1(0-0,0-1,0-0)

Spiel 7. Februar 1931 Ö - Kanada

  • Schiedsrichter: Trovati, Beginn: 11.30 Uhr 3000 Zuschauer
  • Team Ö: Hermann Weiss (WEV), Verteidiger: Jaques Dietrichstein (WEV), Hans von Trauttenberg (Cambridge University), 1. Sturm: Hans Tatzer (PSV), Herbert Brück (Berliner Schlittschuh Club, BSC), Friedrich Demmer (WEV), Ulrich Lederer (WEV), Josef Göbl (WEV), Karl Kirchberger (WEV). (Anton Emhard und Walter Sell nicht dabei)
  • Team Kanada:
  • Gegen Kanada verlor Österreich mit 0:8(0-0,0-7,0-1) Toren.


Weitere Spiele des Tages:

-USA - Polen 1:0(0-0,1-0,0-0)
-Frankreich - Ungarn (Trostrunde) 0:1(0-0,0-0,0-1)
-Schweden - Tschechoslowakei 1:0(0-0,0-0,1-0)


Spiel 8. Februar 1931 Ö - Schweden

  • Schiedsrichter: Poplimont, Belgien Beginn: 11.30 Uhr 4000 Zuschauer
  • Team Ö: Tor: Hermann Weiss (WEV), Verteidiger: Jaques Dietrichstein (WEV), Hans von Trauttenberg (Cambridge University), 1. Sturm: Hans Tatzer (PSV), Herbert Brück (Berliner Schlittschuh Club, BSC), Friedrich Demmer (WEV), 2. Sturm: Ulrich Lederer (WEV), Karl Kirchberger (WEV). Walter Sell (WEV), (Josef Göbel und Anton Emhart nicht dabei)
  • Team Schweden: Tor: Sucksdorff,
  • Das leltzte Spiel wurde von Österreich gegen Schweden ausgetragen und endete mit 1:0(0-0,1-0,0-0). Die Schweden, die von den Kanadieren mit 0:1 verloren hatten, traten gegen die Österreicher, die gegen Kanada 0:8 verlorenhatten, schon als der vermeintliche Europameister auf. Schließlich hatte man ja auch im direkten Spiel einen Sieg gegen Österreich erreicht. Das Spiel wurde schnell, aber auch außerordentlich fair gespielt. Im ersten Drittel konnten die Östereicher verschiedene Angriffe auf das schwedische Tor fahren, scheiterten aber immer an dem hervorragenden schwedischen Torwart Sucksdorff. Im zweiten Drittel konnte Ulrich Lederer in der 5. Minute durch einen Fernschuss ins Tor der Schweden einschießen. Im letzten Drittel kämpften beide Mannschaften verbissen um einen Torerfolg. Ulrich Lederer wurde zweimal ausgeschlossen und die Österreicher wurden zurück gedrängt. In diesem Spiel hielten die Zuschauer mehrheitlich zu den Österreichern.
Schrittmacher für den Titel Europmeister im Eishockey 1931 waren aber die Mannschaften von Polen und der Tschechoslowakei, die am gleichen Tag 0:0 spielten. Hätten die Tschechoslowaken gegen Polen gewonnen, so wären sie Europameister geworden.


Weitere Spiele des Tages:

-Kanada - USA 2:0(1-0,0-0,1-0)
-Polen - Tschechoslowakei 0:0(0-0,0-0,0-0)


Tabelle Eishockey-Europameisterschaft 1931

Platz Teilnehmer Bemerkungen
1 Österreich
2 Polen
3 Tschechoslowakei
4 Schweden
5 Ungarn
6 Großbritannien
7 Frankreich
8 Rumänien



Die Fair Play Trophy ging an Österreich als die fairste Eishockey-Mannschaft des Turniers.


Tabelle Enderunde Weltmeisterschaft 1931

Platz Teilnehmer Punkte Bemerkungen
1 Kanda 9
2 USA 8
3 Österreich 4
4 Polen 3
5 Tschechoslowakei 3
6 Schweden 3



Tabelle Trostrunde Weltmeisterschaft 1931

Platz Teilnehmer Punkte Bemerkungen
1 Ungarn 6
2 Großbritannien 4
3 Frankreich 2
4 Rumänien 0






2. Arbeiter-Winterolympiade in Mürzzuschlag

Die 2. Arbeiter-Winterolympiade Mürzzuschlag 1931 fand vom 5. bis 8 Februar 1931 statt. Die Eishockeyspiele wurden in der Zeit vom 06. Februar bis 08. Februar 1931 ausgetragen. Für die Meldung und Aufstellung des österreichischen Teams für die 2. Winterolympiade zeichnet der Eishockeyspielwart der ASKÖ Winkelbauer verantwortlich.


Vorbereitungzeit

Datum Ort Mannschaften Ergebnis Bemerkungen
13. Jänner 1931 Wien, Mollardplatz NM Team A - Team B 1:2 1000 s.u.
20. Jänner 1931 Mödling, Kunsteisbahn NM Team A - Team B 5:2(1-0,2-0,1-1,1-1) s.u.
25. Jänner 1931 Mödling, Kunsteisbahn Ö NM - ASV Mödling 10:1 (3:1,1:0,2:1,4:0) s.u.
01. Februar 1931 Wien, Engelmann-Platz Ö NM - Straßenbahn 5:1 s.u.


Spiel 13. Jänner 1931 NM Team A - Team B

  • Schiedsrichter:
  • Team NM A: Springinsfeld (Brigittenau), Wichta, Peterlik (beide Zentralverein, Wolf (Straßenbahn), Cech (Brigittenau), Liefner (Straßenbahn)
  • Team NM B: Halbwittl (Straßenbahn), Samwald (Brigittenau), Pomasl, Roth (beide Straßenbahn), Racek (Zentralverein), Christian (Brigittenau), Ersatz: Heider (Zentralverein), Schinko, Benniner (beide Technische Union), Badranek (Floridsdorf), Hanek (Brigittenau
  • Das 1. Vorbereitunsspiel auf die 2. Winterolympiade auf dem Wiener Mollardplatz zwischen zwei Teams für die spätere Nationalmannschaft endete 1:2 vor 1000 Zuschauern. Es zeigte sich, dass die Spieler der verschiedenen Vereine weitere Spiele benötigen, um das Zusammenspiel zu vertiefen. Es werden bei der Olympiade auch vier Viertel gespielt und es gibt einige weitere Regeln zu beachten, als es bei den örtlichen Spielen der Fall war. Hanek schießt zwei Tore für das Team A. Samwald trifft ins eigene Tor des B-Teams.



Spiel 20. Jänner 1931 NM Team A - Team B

  • Schiedsrichter:
  • Team NM A: Halbwittel (Straßenbahn), Wichta, Peterlik (beide Zentralverein), Wolf (Straßenbahn), Cech (Brigittenau), Liefner (Straßenbahn), Ersatz: Samwald (Brigittenau), Roth (Straßenbahn)
  • Team NM B: Springinsfeld (Brigittenau), Pomasl, Klein (beide Straßenbahn), Heider, Racek (beide Zentralverein), Hanek (Brigittenau), Ersatz: Schinko (Technische Union), Christina (Brigittenau)
  • Das 2. Vorbereitunsspiel auf die 2. Winterolympiade auf der Kunsteisbahn in Mödling zwischen zwei Teams für die spätere Nationalmannschaft endete 5:2(1-0,2-0,1-1,1-1). Die Tore in diesem Spiel schossen Liefner(3), Cech, Hanek, Racek und Schinko. Nach Abschluss des Spiels stellte der Eishockeyspielwart die Mannschaft für die Winterolympiade zusammen.



Spiel 25. Jänner 1931 Nationalmannschaft - ASV Mödling

  • Schiedsrichter:
  • Das Vorbereitungsspiel auf der Kunsteisbahn Mödling zwischen der Ö NM und dem ASV Mödling endete 10:1(3:1,1:0,2:1,4:0). Das vom Eishockeyspielwart aufgestellte Nationalmannschaftsteam zeigte ein gutes Zusammenspiel. Die Tore der Nationalmannschaft schossen Czech(3), Wolf(2), Sturmer(2), Liefner(2), Peterlik und Wichta. Für den ASV Mödling war Mayer der Torschütze.



Spiel 01. Februar 1931 Nationalmannschaft - Straßenbahn

  • Schiedsrichter:
  • Team NM: Halbwittl (Straßenbahn), Wichta, Peterlik (Zentralverein), Wolf (Straßenbahn), Cech (Brigittenau), Liefner (Straßenbahn), Ersatz: Springinsfeld, Samwald (Brigittenau), Sturma (Zentralverein)
  • Team Straßenbahn: Bobenberger, Pomasl, Roth, Gabriel, Rotscheck (Zentralverein), Hannek (Brigittenau), Ersatz: Klein, Kubis (beide Straßenbahn) Springinsfeld, Samwald (beide Brigittenau), Sturma (Zentralverein),
  • Das Vorbereitungsspiel auf dem Engelsmann-Platz in Wien zwischen der Ö NM und Straßenbahn Wien endete 5:1. Die Arbeiterzeitung schreibt zum Spiel: Das erste Viertel war fad, das zweite interessant, das dritte sehenswert und das letzte wirklich spannend.
  • Die Tore für die Nationalmannschaft schossen Wolf(3), Wichta und Liefner. Den Treffer für die Straßenbahn machte Heider.


2. Arbeiter Winterolympiade

Datum Mannschaften Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
06. Februar 1931 Österreich - Deutsches Reich 4:0(0-0,1-0,2-0,1-0) 8000 s.u.
07. Februar 1931 Lettland - Deutsches Reich 3:1(1-1,0-0,1-0,1-0) 3500 s.u.
08. Februar 1931 Österreich - Lettland 3:2(1-0,1-0,1-0,0-2) 5000 s.u.

Spiel 06. Februar 1931 Österreich - Deutsches Reich

  • Schiedsrichter: Steins, Lettland, Beginn: 14.00 Uhr
  • Team Österreich: Halbwittl, Wichta, Peterlik, Wolf, Cech, Liefner, Springinsfeld, Samwald, Sturma
  • Team Deutsches Reich: Knorr, Schischefsky, Bojahr, Radau, Karweina, Gerwien, Kühn, Schwarz
  • Das Spiel zwischen Österreich und Deutsches Reich endete 4:0(0-0,1-0,2-0,1-0) vor 8000 Zuschauern. Die Spielverhältnisse am Nachmittag waren nicht einfach. Nach jedem Spielviertel war Schneeschaufeln angesagt. War das Spiel im ersten Viertel noch ausgeglichen, wurden die Österreicher im zweiten Viertel stärker. Liefner schiesst das erste Tor für Österreich. Im dritten Viertel können Liefner und Wichta die Führung auf 3:0 ausbauen. Das Endergebniss stellte Cech dann mit seinem Tor im letzten Viertel her.


Spiel 07. Februar 1931 Lettland - Deutsches Reich

  • Schiedsrichter:
  • Team Lettland:
  • Team Deutsches Reich:
  • Das Spiel zwischen Lettland und Deutsches Reich endete 3:1(1-1,0-0,1-0,1-0) vor 3500 Zuschauern. Die Tore für Lettland schossen Kamars(2) und Udris.


Spiel 08. Februar 1931 Österreich - Lettland

  • Schiedsrichter: Radau, Deutsches Reich, Beginn: 10.00 Uhr
  • Team Österreich: Halbwittl, Wichta, Peterlik, Wolf, Cech, Liefner, Springinsfeld, Samwald, Sturma
  • Team Lettland: Vietnicks, Kaknin, Statns, Bolobis, Dale, Farins, Komors, Lange, Udris,
  • Das Spiel zwischen Österreich und Lettland endete 3:2(1-0,1-0,1-0,0-2) vor 5000 Zuschauern. Die Letten waren im Spiel schneller und gewandter als die Österreicher. Peterliks war es bei den Österreichern wegen seiner hervorragenden Abwehrarbeit zu verdanken, das im letzten Viertel der Sieg noch erreicht werden konnte. Die Torschützen für Österreich waren Wolf(1) und Czech(2). Bei den Letten war Kruninliepa(2) der Torschüze.


  • Österreich erreichte bei den Spielen den ersten Platz vor Lettland und dem Deutschen Reich.[33]




Zusatzspiele 2. Arbeiter-Winterolympiade 1931

Datum Ort Mannschaften Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
06. Februar 1931 Mürzzuschlag Österreich II - Lettland 1:8(0-3,1-4,0-1) s.u.
07. Februar 1931 Mürzzuschlag Österreich - Österreich II 4:1(1-1,1-0,1-0,1-0)
09. Februar 1931 Wien, Engelmann-Platz Österreich - Deutsches Reich 4:1(0-1,0-1,0-1,1-1)
09. Februar 1931 Mödling, Kunsteisbahn Lettland - ASV Mödling 2:1(1-0,1-1,0-0,0-0)
10. Februar 1931 Wien, Engelmann-Platz Österreich - Lettland 1:0(0-0,1-0,0-0,0-0) 1000 s.u.


Spiel 06. Februar 1931 Österreich II - Lettland

  • Schiedsrichter:

Das Freundschaftsspiel in Mürzzuschlag zwischen Österreich II und Lettland endete 1:8(0-3,1-4,0-1).


Spiel 07. Februar 1931 Österreich - Österreich II

  • Schiedsrichter:

Das Freundschaftsspiel in Mürzzuschlag zwischen der ersten Mannschaft von Österreich und Österreich II 4:1(1-1,1-0,1-0,1-0).


Spiel 09. Februar 1931 Österreich - Deutsches Reich

  • Schiedsrichter:
  • Das Freundschaftsspiel in Wien, Engelmann-Platz zwischen Österreich und Deutschem Reich endete 4:1(0-1,0-1,0-1,1-1). Die Tore für Österreich schossen Wichta, Peterlik, Wolf und Cech. Für Deutschland war Kühn der Torschütze.



Spiel 09. Februar 1931 Lettland - ASV Mödling

  • Schiedsrichter:
  • Das Freundschaftsspiel auf der Kunsteisbahn in Mödling zwischen der Nationalmannschaft von Lettland und dem ASV Mödling endete 2:1(1-0,1-1,0-0,0-0). Die Tore für Lettland schossen Kruninliepa und Kuliche. Für den ASV Mödling war Schinko erfolgreich.



Spiel 10. Februar 1931 Österreich - Lettland

  • Schiedsrichter:

Im Freundschaftsspiel auf dem Engelmann-Platz in Wien traten die Nationalmannschaften von Österreich und Lettland gegeneinander an. Es waren die Mannschaften, die auch schon in Mürzzuschlag bei der 2. Arbeiter-Winterolympiade aufeinander getroffen waren. Das Match endete 1:0(0-0,1-0,0-0,0-0) vor 1000 Zuschauern. Beide Teams spielten gleichwertig. Die Letten zeigten eine verblüffende Schnelligkeit beim Spiel, die mit der eines Hundertmeterläufers vergleichbar ist. Sie haben einen schnellen Start und führen die Scheibe meistens mit einer Hand. Es fehlt ihnen aber die Routine und Härte und es mangelt an der notwendigen Schusskraft. Nur im zweiten Viertel waren die Österreicher überlegen. Hier fiel auch das Tor für Österreich. Peterlik riskierte einen Weitschuss, der vom Torwart mit dem Schlittschuh ins Tor abgelenkt wurde. Dieses war auch sein einziger Fehler im Spiel. Ein Unentschieden wäre bei den gezeigten Leistungen beider Mannschaften gerechtfertigt gewesen.





Saison 1931/32

  • 21. Oktober 1931: Konditonstraining der Nationalspieler

Der Verbandskapitän Hans Weinberger hat, wie schon in den Vorjahren, für die Mitglieder der Nationalmannschaft und talentierte Nachwuchsspieler ein Konditionstraining angesetzt. Es steht unter der Leitung des bekannten deutschen Sportlehrers Hans Esch. Folgende Spieler wurden nominiert: Hermann Weiss (WEV), Karl Kirchberger (WEV), Josef Göbl (WEV), Jaques Dietrichstein (WEV), Ulrich Lederer (WEV), Karl Rammer (WEV), Walter Sell (WEV), Rieß (WEV), Hans Ertl (EKE), Hans Tatzer (PSV), Franz Schüssler (PSK), Ernst Schmucker (PSK) Franz Csöngei (HCW), Oskar Nowak (HCW), Lambert Neumayer (HCW), Anton Emhart (HCW), Rudolf Vojta (HCW), Nägler (ÖWSC), Ditfurth (ÖWSC), Freund (CEV)

  • 3. Februar 1932: Paramount-Pokal 1932
Der Österreichische Eishockeyverband stimmt zu, dass Deutschland, die Tschechoslowakei und Österreich den Paramount-Pokal austragen. Das Länderspiel am 7. Februar 1932 ist das erste Spiel der Serie.


Nationale Spiele ohne Meisterschaften

Datum Spielort Mannschaften Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
14. Dezember 1931 Wien, Engelmann-Platz Österreich - Polen 2:1(1-1,0-0,1-0) 2500 s.u.
7. Februar 1932 Wien, WEV-Platz Österreich - Tschechoslowakei 3:1(1-0,2-0,0-1) 3000 s.u.
5. März 1932 Zürich,Dolder-Kunsteisbahn Wiener Städtemannschaft - Züricher Städteteam 1:3( ) s.u.
6. März 1932 Zürich, Dolder-Kunsteisbahn Österreich - Schweiz 2:0(0-0,1-0,1-0) s.u.
7. März 1932 St. Anton Ö - IEV abges. s.u.


Spiel 14. Dezember 1932 Ö - Polen

  • Schiedsrichter: Aigner Beginn: 21.00 Uhr
  • Team Ö:Tor: Hermann Weiss (WEV), Karl Oerdögh (PSK), Verteidiger: Karl Stuchly (PSK), Hans von Trauttenberg (WEV), Stürmer: Walter Sell (WEV), Karl Kirchberger (WEV), Friedrich Demmer (WEV), Josef Göbl (WEV), Hans Ertl (PSK), Ernst Schmucker (PSK),
  • Team Polen: Tor: Stogowski (Thorn), Sachs (Legia Warschau), Verteidiger: Mauer (Pogon-Lemberg), Sokolowski (Lechia-Lemberg), Stürmer: Krygier (Polonia-Warschau), Sabinski (Pogon-Lemberg), Godolewski (AZS Wilna), Materski (Legia Warschau), Kowalski (Warschau), Machewczk (Kracovia Krakau), Ersatz: Ludiczak (AZS Posen) und Oskar Nowak,
  • Jaques Dietrichstein ist nicht im Aufgebot der Österreicher, da an einer Fußverletzung leidet. Hans Tatzer konnte nicht mit antreten, da er noch unter der Verletzung von Hromatka leidet. Unter den Ehrengästen befand sich der polnische Gesandte Dr. Baader in Begleidung des polnischen Generalkonsuls. Das Spiel auf der Kunsteisbahn Engelmann endet mit dem Sieg der Österreicher über die polnische Nationalmannschaft mit 2:1(1-1,0-0,1-0) Toren. 2500 Zuschauer sind gekommen um das Spiel zu sehen, aber auch, um die Neugestaltete Kunsteisbahn Engelmann in Betrieb zu erleben. Im ersten Drittel zeigen die Österreicher gute Kombinationsarbeit. Hans Ertl ordnet sich heute in die Mannschaft ein und zeigt ein famoses Spiel. In der 5. Minute kann Hans Ertl aus 15 Meter Entfernung die Scheibe ins Tor der Polen schießen. In der 8. Minute kann Mauer den Ausgleichstreffer für Polen erzielen. Einige Zeit danach stößt Mauer mit Demmer zusammen und muss aus dem Spiel ausscheiden. Demmer bringt die Scheibe ins Tor, welches aber wegen Off-side nicht anerkannt wird. Im zweiten Drittel erhöhen die Mannschaften das Spieltempo. Beide Tormänner müssen eine größere Anzahl von Torschüssen halten. Das Drittel bleibt aber torlos. Im letzten Drittel können die Österreicher ihr Spiel noch weiter verbessern. Sie sind flinger und einfaltsreicher als ihre Gegner. Die Polen kämpfen mit vorbildlicher Treue und Aufopferung. In der 9. Minute kann Karl Kirchberger den zweiten Treffer für die Österreicher einschießen. Die Scheibe sprang von der Torkante ins Netz und dann wieder heraus. Der Tor-Schiedsrichter bestätigte den einwandfreien Torschuss. Es war ein faires Spiel, was sich auch daran zeigt, dass nicht eine einzige Herausstellung notwendig war.



Spiel 7. Februar 1932 Ö - Tschechoslowakei

  • Schiedsrichter: Beginn:
  • Team Ö: Tor: Karl Oerdögh (PSK), Verteidiger: Karl Stuchly (PSK), Hans von Trauttenberg (WEV), 1. Sturm: Walter Sell (WEV), Hans Ertl (PSK), Friedrich Demmer (WEV), 2. Sturm: Hans Tatzer (PSK), Josef Göbl (WEV), Ernst Schmucker (PSK),
  • Team Tschechoslowakei: Tor: Peka (LTC), Verteidiger: Kral (LTC), Dr. Pusbauer (LTC), Stürmer: Tozicka (LTC), Malecek (LTC), Spihover (LTC), Dorasil, (Troppau), Mattern (Troppau), Lichnowski ( ),
  • Das Länderspiel gilt als erstes Spiel im Paramount-Pokal. Auf dem WEV-Platz in Wien schlägt Österreich die Tschechoslowakei vor 3000 Zuschauern mit 3:1(1-0,2-0,0-1). Zu Beginn des ersten Drittels griffen die Österreicher sofort an. In der 5. Minute gibt es einen Vorstoß von Hans Ertl bis kurz vor das tschechoslowakische Tor. Er gibt die Scheiben an Walter Sell, der sie einschießt. Die Gäste versuchen es mit Weitschüssen. Malecek liegt immer auf der Lauer, um eine Chance zum Vorstoß zu nutzen. Hans von Trauttenberg hat ihn aber unter Kontrolle. Im zweiten Drittel greifen die Tschechoslowaken verstärkt an. Dann ist es Walter Sell, der einen Vorstoß wagt, die Scheibe an Hans Ertl weiergibt und dieser schießt aus einem ungünstigen Winkel ins Prager Tor. Malecek wagt mehrere Vorstöße bis hinter das österreichische Tor, aber Hans von Trauttenberg kann die Angriffe jedesmal abwehren. Kurz vor Ende des Drittels gibt Hans Ertl eine Vorlage an Demmer und dieser schießt ein. Im letzten Drittel trifft Spihover ins österreichische Tor. Die Gäste befleißigen sich einer herben Spielweise. Dr. Pusbaur und Malecek bekommen jeder eine Auszeit. Aber auch Stuchly muss auf die Strafbank.
Nach dem Spiel teilt die Prager Reiseleitung mit, dass die vereinbarten Spiele in Leoben und Klagenfurt nicht stattfinden können. Malecek fühle sich nicht wohl und einige andere Spieler hätten Urlaubsschwierigkeiten.


Testspiele der Ö-Nationalmannschaft in Zürich

Die Nationalmannschaft begibt sich am 4. März 1932 zu mit dem Zug auf die Reise nach Zürich, um dort ein Städtespiel Wien Zürich und ein Länderspiel auszutragen. Es sollte nach dem Willen des Verbandstrainers eine Generalprobe für die Teilnahme an den Europameisterschaften im Eishockey in Berlin sein.


Spiel 05. März 1932 Ö NM - Züricher Städteteam

  • Schiedsrichter:
  • Team Ö NM: Karl Oerdögh (PSK), Otto Amenth (IEV), Hans von Trauttenberg (WEV), Dietrichstein (WEV), Karl Kirchberger (WEV), Josef Göbl WEV), Friedrich Demmer (WEV), Reinhold Egger (KAC), Hans Tatzer (PSK), Hans Ertl (PSK),
  • Team Schweiz: Tor: Puttee (Kanadier): Verteidiger: Morris (Kanadier), Minder (Ungar), Torriani, Stürmer: Dr. Watson (Kanadier),
  • Das Spiel der Ö NM (lief unter Wiener Städtemannschaft) gegen das Züricher Städteteam endete mit 1:3( ) Toren. Das Tor für Österreich schoss Reinhold Egger, nach einer Vorlage von Josef Göbl. Für Zürich waren Dr. Watson (2) und Morris erfolgreich.


Spiel 6. März 1932 Ö - Schweiz

  • Schiedsrichter: Beginn:
  • Team Ö NM: Karl Oerdögh (PSK), Otto Amenth (IEV), Hans von Trauttenberg (WEV), Dietrichstein (WEV), Karl Kirchberger (WEV), Josef Göbl WEV), Friedrich Demmer (WEV), Reinhold Egger (KAC), Hans Tatzer (PSK), Hans Ertl (PSK),
  • Team Schweiz: Tor: Eberle, Verteidiger: Stürmer: Torriani (ZSC), Cattini (Davos), Geromini, Meng, Kraatz,
  • Die Begegnung der beiden Nationalmannschaften von Österreich und der Schweiz in Zürich endete mit 2:0(0-0,1-0,1-0) Toren. Nach einem torlosen ersten Drittel konnte Josef Göbl im zweiten Drittel den Führungstreffer einschießen. Im letzten Drittel war es dann Friedrich Demmer, der den Endstand zum 2:0 herstellte.


Spiel 7. März 1932 Ö - St. Anton

  • Schiedsrichter:
  • Team Ö NM: Karl Oerdögh (PSK), Otto Amenth (IEV), Hans von Trauttenberg (WEV), Dietrichstein (WEV), Karl Kirchberger (WEV), Josef Göbl WEV), Friedrich Demmer (WEV), Reinhold Egger (KAC), Hans Tatzer (PSK), Hans Ertl (PSK),
  • Das Spiel, welches die NM für Montag, den 7. Februar 1932 um 16.30 Uhr in St. Anton geplant hatte, mußte wegen schlechten Eisverhältnissen und schwerem Schneefall abgesagt werden.



Eishockey-Europameisterschaft 1932

  • 17. Februar 1932: Die Internationale Eishockeyliga teilt mit, dass die Eishockey-Europameisterschaften in der Zeit vom 14. bis 20. März 1932 in Berlin stattfinden werden. Der Kongreß der Liga findet am 13. März 1932 statt.
  • 11. März 1932: Ernst Schmucker vom PSK wird nicht mit zur Europameisterschaft nach Berlin fahren, da er an einer Bänderzerrung leidet. Statt seiner wird Reinhold Egger vom KAC auf dem linken Flügel spielen.
  • 12. März 1932: Die Nationalmannschaft fährt heute von Wien nach Berlin zur Eischockey-Europameisterschaft. Die Reiseleitung haben der Präsident Dr. Alfred Schwarz und der Verbandskapitän Hans Weinberger. Beide vertreten Österreich auch beim internationalen Kongreß in Berlin. Zur Manschaft gehören:
Team Ö NM: Karl Oerdögh (PSK), Otto Amenth (IEV), Hans von Trauttenberg (WEV), Dietrichstein (WEV), Walter Sell (WEV), Karl Kirchberger (WEV), Josef Göbl WEV), Friedrich Demmer (WEV), Reinhold Egger (KAC), Hans Tatzer (PSK), Hans Ertl (PSK). Als zwölfter Mann wird gegebnenfalls auf Walter Brück zurück gegriffen, der in Berlin lebt.
Stuchly und Schmucker können die Reise nach Berlin nicht mitmachen.
  • Die Eishockey-Europameisterschaft wird nicht mit der Weltmeisterschaft zusammen ausgetragen, da es mehreren Mannschaften aus Europa zu teuer war, nach Lake Placid in den USA zu reisen und dort zu spielen. Nur Deutschland und Polen waren in die USA gereist. Der Internationale Kongreß am 13. März 1932 beschloss, die Europameisterschaft in drei Gruppen auszutragen. Jede Gruppe besteht aus drei Teilnehmern. Die Sieger der Gruppen kommen in den Endkamp. Der vierte Teilnehmer wird in einer Trostrunde ermittelt, wenn die Mannschaften nicht schon vorher gegeneinander gespielt haben. Die restlichen fünf Mannschaften spielen dann in einer Trostrunde.
-Gruppe A: Deutsches Reich, Österreich, Schweiz
-Gruppe B: Frankreich, Lettland, Tschechoslowakei,
-Gruppe C: Großbritannien, Rumänien, Schweden,


Gespielt wird im Sportpalast in Berlin. Er kann mehr als 10.000 Zuschauer aufnehmen. Das Spielfeld ist 56 x 26 Meter groß. Die dunkle Färbung des Untergrundes läßt das Eis ein wenig schwarz erscheinen, es ist also nicht so wie in Österreich und daher für die österrichischen Spieler gewöhnungsbedürftig. Das Publikum in Paterre sitzt an Tischen und kann speisen. Die restlichen Plätze sind wie im Kino aufgebaut und in den ersten und zweiten Rang unterteilt. Der Sportpalastwalzer ist eine Berliner Spezialität. Er wird gespielt und hört an bestimmten Stellen wieder auf , damit das Publikum ihn in diesem Bereich weiter pfeifen kann.

Datum Spielort Mannschaften Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
15. März 1932 Berlin, Sportpalast Österreich - Schweiz 2:2(1-0,1-1,0-1) s.u.
16. März 1932 Berlin, Sportpalast Österreich - Deutsches Reich 1:1(0-0,0-1,1-0) s.u.
17. März 1932 Berlin, Sportpalast Österreich - Tschechoslowakei 3:0(2-0,1-0,0-0) s.u.
18. März 1932 Berlin, Sportpalast Österreich - Schweden 0:0(0-0,0-0,0-0) 3500 s.u.


  • Spiele 14.3.32 nachrichtlich:
Deutsches Reich - Schweiz 1:1(1-0,0-1,0-0)
Großbritannien - Rumänien 1:0(0-0,1-0,0-0)
Tschechoslowakei -Frankreich 1:1(0-0,1-1,0-0)


Spiel 15. März 1932 Ö - Schweiz

  • Schiedsrichter: Beginn: 10.30 Uhr
  • Team Ö NM: Tor: Karl Oerdögh (PSK), Verteidiger: Hans von Trauttenberg (WEV), Dietrichstein (WEV), 1. Sturm: Walter Sell (WEV), Hans Ertl (PSK), Friedrich Demmer (WEV), 2. Sturm: Hans Tatzer (PSK), Josef Göbl WEV), Karl Kirchberger (WEV), nicht eingesetzt: Reinhold Egger (KAC), Walter Brück, (Berlin), Otto Amenth (IEV),
  • Team Schweiz : Tor: Eberle, Verteidiger: Hug, Meerkämper, Stürmer: Geromini, Meng, Catttini, Torriani, Morosani,
  • Das Spiel zwischen Ö und der Schweiz endete mit 2:2(1-0,1-1,0-1) Toren. Dieses Spiel war nach Aussagen Dritter eines der schönsten Eishockeyspiele, die bisher stattfanden. Die Angriffe wurden blitzschnell gefahren. In der 5. Minute konnte Hans Tatzer den Führungstreffer einschießen. Die Österreicher sind jetz überlegen. Im zweiten Drittel ist es Josef Göbl, der einen weiteren Treffer ins Tor bringt, nachdem er mit von Trauttenberg durchgebrochen war. Die Schweizer werden jetzt stärker. Torriani war in der linken Ecke und brachte die Scheibe zur Mitte, wo sie Geromini an den Stock bekam und die Scheibe ins österreichische Tor zum Anschlusstreffer sprang. Im letzten Drittel schoss Torriani den Tormann Karl Oerdögh an, wobei die Scheibe abprallte. Cattini bekam die Scheibe und schoss sie ins Tor. Die Österreicher versuchen mit aller Kraft noch einen weiteren Treffer zu erzielen, es gelingt ihnen aber nicht.


  • Spiele 15.3.32 nachrichtlich:
Schweden - Großbritannien 4:1(0-0,3-1,1-0)
Tschechoslowakei - Lettland 7:0(3-0,2-0,2-0)


Spiel 16. März 1932 Ö - Deutsches Reich

  • Schiedsrichter: Loicq, Belgien Beginn: 6000 Zuschauer
  • Team Ö NM: Tor: Karl Oerdögh (PSK), Verteidiger: Hans von Trauttenberg (WEV), Dietrichstein (WEV), Stürmer: Friedrich Demmer (WEV), Josef Göbl WEV), Hans Tatzer (PSK), Walter Brück (Berlin), Hans Ertl (PSK), Walter Sell (WEV), Nicht im Spiel dabei: Otto Amenth (IEV), Karl Kirchberger (WEV), Reinhold Egger (KAC),
  • Team Deutsches Reich: Tor: G. Ball, Verteidiger: Römer, Schröttle, Stürmer: Ball, Jaenecke, Strobl,
  • Heute spielt Waltr Brück statt Karl Kirchberger. Das Spiel zwischen Ö und Deutschland endete 1:1(0-0,0-1,1-0) unentschieden. Beide Mannschaften zeigen ein schnelles Spiel. Im zweiten Drittel kann der Deutsche Strob in der 10. Minute den Führungstreffer einschießen. Im letzten Drittel machen Hans Tatzer und Hans Ertl einen schnellen Vorstoß, geben die Scheibe an Friedrich Demmer, der dann einschießt.
  • Spiele 16.3.32 nachrichtlich:
Schweden - Rumänien 4:0(2-0,1-0,1-0)
Frankreich - Lettland 1:0(1-0,0-0,0-0)


  • Probleme mit den Ergebnissen der Vorrunde
Österreich hatte bei der Auslosung der Spiele wohl die schlimmstmögliche Gruppe erwischt. Die starken Mannschaften des Deutschen Reiches und von der Schweiz spielten hier. Nun machte auch das Ergebnis der Spiele Pprobleme. Alle drei Mannschaften hatten 2:2 Punkte, bei den Toren hatten Österreich und die Schweiz jeweils 3:3 und das Deutsche Reich 2:2. Somit ergibt sich bei der Umrechnung der Tore eine 1. als Quotient bei Österreich und der Schweiz. Nach den Bestimmungen hätte die Mannschaft des Deutschen Reiches ausscheiden müssen, da sie weniger Tore hatte. Man verwies auf die Bestimmungen und argumentierte, dass alle drei Mannschaften ein gleiches Ergebnis hätten und weiterkommen müssten. Hier wurde mit Rücksicht auf den Gastgeber eine falsche Entscheidung getroffen und das Ausscheiden der Mannschaft des Deutschen Reiches vorgebeugt. In den beiden anderen Gruppen waren die ersten beiden Mannschaften Schweden und Großbritannien, sowie Tschechoslowakei und Frankreich. Man war im Kongreß aber der Meinung, das nur Schweden den drei Mannschaften aus der A-Gruppe ebenbürtig ist. Mit sieben Mannschaften konnte man aber im gesteckten Zeitrahmen die Meisterschaften nich durchführen. Eine Verlängerung des Turniers war nicht möglich, da der Sportpalast sofort eine Anschlussveranstaltung hatte. Außerdem hätte es Urlaubsschwierigkeiten bei den Spielern gegeben. Es gab jetzt den Vorschlag, die Zweitplazierten der Gruppen B und C ein Ausscheidungspiel machen zu lassen, was aber dem Beschluss zu Beginn der Spiele nicht entsprach, wonach alle Zweiten ins Finale kommen sollten. Dieser Vorschlag wurde wieder verworfen, da nach dem Zeitplan die Mannschaft des Siegers aus der Qualifikation zwei Spiele an einem Tag hätte austragen müssen. Daraufhin erklärten Frankreich und Großbritannien ihren Verzicht auf die Teilnahme am Finale. Sie spielen jetzt in der Trostrunde um die Plätze. Es muss beiden Ländern hoch angerechnet werden, mit welchem Sportsgeist sie zur Lösung des Problemes beigetragen haben. Da die Mannschaften, die bereits gegeneinander gespielt hatten, diese nicht noch einmal austragen müssen, haben nun Österreich, Deutsches Reich und die Schweiz nur noch je zwei Spiele gegen Schweden und die Tschechoslowakei vor sich. Dazu kommt das Spiel Schweden gegen die Tschechoslowakei. Die Schweden beschweren sich, dass sie nunmehr ein Spiel mehr als die anderen auszutragen hätten. Mit dem Hinweis, dass diese bei den letzten Meisterschaften zweimal auch bei Österreich so war, wird dieser Einwand verworfen. Österreich ist im Finale dabei.


  • Plazierungen Platz 6 bis Platz 9 nachrichtlich:
Frankreich - Großbritannien 3:3(0-1,2-1,1-1)
Lettland - Rumänien 3:0(0-0,2-0,1-0)
Frankreich - Rumänien 5:0(0-0,3-0,2-0)
Großbritannien - Lettland 5:2(1-0,3-1,1-1)
  • Endrunde
In der Endrunde spielten jetzt noch:
-Deutsches Reich
-Österreich
-Schweden
-Schweiz
-Tschechoslowakei
Soweit die Mannschaften schon in den Vorrunden gegeneinander gespielt hatten, wurde dieses Ergebnis übernommen. Für Österreich blieben somit noch Spiele gegen die Tschechoslowakei und Schweden.

Spiel 17. März 1932 Ö - Tschechoslowakei

  • Schiedsrichter: Beginn:
  • Team Ö NM: Tor: Karl Oerdögh (PSK), Verteidiger: Hans von Trauttenberg (WEV), Josef Göbl WEV), 1. Sturm: Hans Ertl (PSK), Friedrich Demmer (WEV), Hans Tatzer (PSK), 2. Sturm: Karl Kirchberger (WEV), Walter Brück, Walter Sell (WEV), nicht eingesetzt: Reinhold Egger (KAC), (Berlin), Otto Amenth (IEV), Dietrichstein (WEV),
  • Team Tschechoslowakei: Tor: Peka, Verteidiger: Dr. Pusbaur, Peters, Stürmer: Malecek, Tozicka, Hromadka,
  • Österreich und die Tschechoslowakei trennten sich mit 3:0(2-0,1-0,0-0). Die Österreicher spielten technisch überlegen und siegten verdient. Herbert Brück kann den Führungstreffer im ersten Drittel einschießen. Kurze Zeit darauf erzielt er auch den zweiten Treffer. Im zweiten Drittel ist es Karl Kirchberger der zum dritten Mal ins tschechoslowakische Tor trifft. Das letzte Drittel bleibt torlos. Hier verletzt sich Dorasil. Er stürzt und zieht sich eine schwere Bänderzerrung zu, wie man später feststellt. Er wird ins Spital gebracht und dort weiter versorgt.


  • Spiele 17.3.32 nachrichtlich:
Schweden - Schweiz 1:1(1-1,0-0,0-0)


Spiel 18. März 1932 Ö - Schweden

  • Schiedsrichter: Poplimont, Belgien Beginn: 3500 Zuschauer
  • Team Ö NM: Tor: Karl Oerdögh (PSK), Verteidiger: Hans von Trauttenberg (WEV), Josef Göbl WEV), 1. Sturm: Hans Ertl (PSK), Friedrich Demmer (WEV), Hans Tatzer (PSK), 2. Sturm: Karl Kirchberger (WEV), Walter Brück, Walter Sell (WEV), nicht eingesetzt: Reinhold Egger (KAC), (Berlin), Otto Amenth (IEV), Dietrichstein (WEV),
  • Team Schweden:
  • Das Spiel zwischen Östereich und Schweden endete mit 0:0(0-0,0-0,0-0). Die Österreicher fuhren Angriff auf Angriff, scheiterten aber immer wieder am guten Tormann der Schweden Carlson. Die Schweden verlegten sich in diesem Spiel auf die totale Abwehr. Die Schweden spielten hart und teilweise auch unfair. Der Schiedsrichter Poplimont griff aber nicht ein. Der verletzte Josef Göbl brachte sich trotzdem voll ins Spiel ein. Hans Tatzer hatte zwei große Chancen, konnte sie aber nicht ins Tor bringen. Auch Demmer hatte mit seinen scharfen Schüssen Pech.


  • Spiele 18.3.32 nachrichtlich:
Deutsches Reich - Tschechslowakei 1:0(0-0,0-0,1-0)
  • Spiele 19.3.32 nachrichtlich:
Schweden -Tschechoslowakei 2:0(1-0,1-0,0-0)


  • Spiele 20.3.32 nachrichtlich:
Deutsches Reich - Schweden 0:1(0-0,0-0,0-1)
Schweiz - Tschechoslowakei 3:2(1-1,1-0-1-1)
Platz Teilnehmer Bemerkungen
1 Schweden Goldmedaille
2 Österreich Silbermedaille
3 Schweiz Bronzemedaille
4 Deutsches Reich
5 Tschechoslowakei
6 Frankreich
7 Großbritannien
8 Lettland
9 Rumänien



1. April 1943: Scharfe Kritik der Schweizer an der Berliner Veranstaltung "Der Züricher Sport nimmt zu den etwas dunklen Vorgängen bei der Europameisterschaft in Berlin wie folgt Stellung:

Zu Beginn der Eishockeysaison in Zürich wurde uns von deutscher Seite vorgeworfen (Dr. W. Meisl), dass Eishockey bei uns nichts anderes mehr sein, als ein Geschäft der Eisbahn, was natürlich zur Folge hätte, dass der gute Sport unterdrückt würde. Das große Geschäft aber, dass sich vorletzte Woche während der Europameisterschaften in Berlin abspielte, wurde hingegen von den Deutschen als ganz normal betrachtet. Schließlich und endlich sollte in einem Sportpalast der Sieger auf sportliche Weise ermittelt werden können, und nicht wie in einer Bar, ausgewürfelt werden, sonst könnte man ja ebenso gut vorschlagen, die Europameisterschaft beim schwarzen Kaffee auszulassen! Nur eine Zeitung in Berlin hat den Mut aufgebracht, die Wahrheit zu schreiben, das "Berliner Tagblatt". Unter dem Titel: "Der Kongreß tagt", wurde in dieser Zeitung folgendes geschrieben:
"...Man sollte dem Sportpalast vieles abbitten. Die Spiele um die Europa-Meisterschaft nehmen einen sensationellen und auch sportlichen Verlauf. Man bietet dem Publikum Sonja Hense und Riikkanen, die Preise sind hoch, aber nicht zu hoch - der Sportpalast war im besten Schwung, einige Sünden wieder gut zu machen. Und nun, wenn man neuerdings verärgert sein muss, leidet das noch bestehende Renommee des Hauses unter den Sünden der technischen Leitung (BSC), die selbst bei einer solchen Veranstaltung finanzielle vor sportliche Rücksichten stellt.
Also man hat es nach dem Unentschieden gegen Österreich fertig gebracht, Deutschland in die Entscheidung zu bringen, obwohl es, mit Österreich und der Schweiz punktegleich, nach Toren gerechnet, zurück lag. Der Kongreß tagte, man konobelte einen neuen Modus aus, nachdem die gesamte Gruppe A, außerdem Schweden und die Tschechoslowakei, ins Finale gebracht wurden, während man in einem Kampf der eigentlich spielberechtigten Zweiten, Großbritannien und Frankreich, den sechsten Finalisten feststellen wollte.
Da aber zogen sich Frankreich und Großbritannien mit großer Geste zurück und erklärten sich bereit, mit Lettland und Rumänien die Trostrunde zu bestreiten.
Der Sport auf dem Spielfeld wurde durch Manöver hinter den Kulissen erdrückt.
Schweden, dessen Wortführer Johannson geschickterweise den Entscheidungskampf gegen die ermüdete deutsche Mannschaft ausspielen wollte, erreichte nicht, was es wollte. Man suchte die Schweizer noch spät in de Nacht (zirka 1 Uhr) im Hotel auf, und dort wurde das Hauptspiel zwischen Schweden und der Schweiz festgelegt, obschon Deutschland und die Schweiz ausgelost war.
Die stärksten Mannschaften des Turniers waren Österreich und die Schweiz, nachher folgen Deutschland und Schweden. Die Tschechoslowakei hatte das Pech, ohne Malecek antreten zu müssen und verlor durch Verletzung während des Turniers noch zwei ihrer besten Spieler.
Österreich ist die ausgeglichenste Mannschaft. Wie wir schon in Zürich sehen konnten, sind bei dieser Mannschaft System, Taktik und Kombination die ausschlaggebenden Punkte. Das sie gegen Schweden nicht gewonnen hat, war ausgesprochenes Pech.
Der Schweiz, der man nach den Spielen gegen Amerika und Österreich keine großen Chancen eingeräumt hatte, hielt sich über erwarten gut und war Österreich unbedingt ebenbürtig. Auch die Schweiz hatte gegen Schweden ganz großes Pech und hätte unbedingt gewinnen müssen. Aber der Weg zum Tor führte über Karlson, den schwedischen Keeper, der kaum zu überwinden ist.
Deutschland hat enttäuscht. Nach dem relativ guten Abschneiden in Lake Placid erwartete man eigentlich viel mehr von dieser Mannschaft. Aber es kam anders. Im Spiel gegen die Schweiz zeigte sich Deutschland noch von der besten Seite, jedoch wurde viel zuviel Einzelspiel vorgeführt; der Sieg gegen die Tschechoslowakei jedoch war eine reine Glückssache, und das Resultat hätte ebensogut umgekehrt lauten können.
Schweden, der neue Europameister, ist eine reine Defensivmannschaft. Nicht nur der Goalkeeper und die beiden Backs spielen Verteidigung, und zwar in Vollendung, auch der Sturm ist rein defensiv eingestellt. Der beste Mann ist aber unbedingt der Torhüter Carlsson, der beste kanadische Klasse ist.
Der Ausgang der diesjährigen Europameisterschaften konnte nicht befriedigen, denn nicht die beste Mannschaft ist als Sieger hervorgegangen. Die gerechteste Klassierung, nach der Spielstärke der einzelnen Länder, wäre folgende:

1. Österreich oder Schweiz 2. Schweden 3. Deutsches Reich

Nur dem zuvorkommenden sportlichen Entgegenkommen der ausländischen Nationen ist es zu verdanken, dass sich die diesjährigen Europameisterschaften reibungslos abgewickelt haben.<ref<SportTagblatt 1. April 1932</ref>





Saison 1932/33

  • 30. November 1932: Die Nationalmannschaft trainiert heute auf dem Platz des Wiener Eislauf Vereins.

Nationalspiele ohne Meisterschaften

Datum Spielort Mannschaften Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
1. Februar 1933 Wien, WEV-Platz Österreich - USA (Massachusetts Rangers) 1:2(1-0,0-1,0-1) 5000 s.u.
4. Februar 1933 Paris, Sportpalast Österreich - Frankreich 2:3(1-1,0-1,1-1) s.u.
7. Februar 1933 Zürich, Dolder-Kunsteisbahn Österreich - Züricher Städteteam 0:1 s.u.
11. Februar 1933 Paris Österreich - Französisches Team 0:5(0-0,2-0,3-0) 15000 s.u.
1. März 1933 Wien, WEV-Platz Österreich - USA (Massachusetts Rangers) 0:4(0-0,0-3,0-1) 5000 s.u.
3. März 1933 Wien, Engelmann-Platz Österreich - Kanada (Toronto Nationals) 0:1(0-0,0-0,0-1) 3000 s.u.
8. März 1933 Wien, Engelmann-Platz Österreich - Schweden 0:1(0-0,0-1,0-0) 2800 s.u.


Spiel 1. Februar 1933 Ö - USA

  • Schiedsrichter: Walter Brück Beginn: 20.30 Uhr
  • Team Ö:Tor: Hermann Weiss (WEV), Verteidiger: Jaques Dietrichstein (WEV), Hans von Trauttenberg (WEV), Stürmer: Friedrich Demmer (WEV), Hans Ertl (EKE), Karl Kirchberger (WEV), Hans Tatzer (EKE), Josef Göbl (WEV), Ernst Schmucker (EKE), Ersatz: Karl Rammer (WEV)
  • Team USA: Cosby, Verteidiger: Iglehard, Langmaid, Stürmer: Ding Palmer, Hillyard, Sanford, Breckenridge, Holland, Forbes,
  • Vor 5000 Zuschauern spielen auf der Kunsteisbahn des WEV die österreichische Nationalmannschaft gegen die Nationalmannschaft der USA. Zahlreiche Ehrengäste waren erschienen. Unter diesen waren die Prinzessin von Lichtenstein und die Prinzen Emanuel und Konstatin von Lichterstein, die Gattin des amerikanischen Generalkonsuls Harris, Mrs. Swift von der amerikanischen Gesandschaft, Weltmeisterin Ellen Preis, der Präsident des Hauptverbandes Dr. Theodor Schmidt, um nur einige zu nennen. Die amerikanische Eishockey-Nationalmannschaft wird zu der jetzt kommenden Weltmeisterschaft von den Massachusetts Rangers gestellt. Im Gegensatz zu gestern spielt heute auch Ding Palmer bei den Amerikanern mit. Die Österreicher verlieren das Spiel 1:2(1-0,0-1,0-1).

Im ersten Drittel beginnen beide Mannschaften nach dem Anpfiff sofort zu stürmen. Nach dem Austausch der ersten Stürmerreihen kann Hans Tatzer bei einem Angriff die Scheibe unhaltbar ins amerikanische Tor schießen. Die Amerikaner verstärken ihren Angriff noch weiter und wollen das Ausgleichtor erzielen. Hillyard wird zweimal ausgeschlossen, nachdem er sich gegenüber Göbl aufreizende Derbheiten erlaubt hat. Auch im zweiten Drittel sieht man die Amerikaner stark im Sturm. Weiß kann lange Zeit die Schüsse abwehren. Dann aber kann Weiß die Scheibe bei einem Schuss nur abwehren und Ding Palmer kann im Nachschuss den Ausgleich erzielen. Der Verteidiger Langmaid wird für eine Minute ausgeschlossen. Im letzten Drittel gibt es einen offenen Kampf. Als man schon an einen unentschiedenen Ausgang des Matches denkt, kann auf amerikanischer Seite Hillyard den Siegestreffer zum 2:1 erzielen.



Spiel 4. Februar 1933 Ö - Team Frankreich

  • Schiedsrichter: Beginn:
  • Team Ö::Tor: Otto Amenth (IEV), Verteidiger: Jaques Dietrichstein (WEV), Hans von Trauttenberg (WEV), Stürmer: Friedrich Demmer (WEV), Hans Ertl (EKE), Karl Kirchberger (WEV), Willy Seidler (Leoben), Josef Göbl (WEV), Hans Tatzer (EKE), Reiseleitung: Verbandskapitän Hans Weinberger und WEV-Sektionsleiter Walter Brück
  • Team Frankreich: Tor: Lefebure, Verteidiger: Michaelis (Amerikaner), Lacarriere, Stürmer: Bessoni (Kanadier), Geran (Kanadier), Delesalle, Zanetto, Charly Ramsay (Amerikaner), Claret,
  • Die Österreichische Nationalmannschaft ist am 2. Februar 1933 um 19.55 Uhr vom Westbahnhof in Wien nach Paris gefahren.
Das Spiel zwischen der Österreichischen Nationalmannschaft und einem Team aus Frankreich endete 2:3(1-1,0-1,1-1). Im Team der Franzosen spielten mehrere Ausländer mit,darunter einige Kanadier. Im ersten und letzten Drittel spielten beide Mannschaften gleichwertig. Im zweiten Drittel waren die Gastgeber stärker. Hier ging das Spiel auch für die Wiener verloren.

Im ersten Drittel kam es zu einem Eigentor der Österreicher. Nach einem Schuss des Kanadiers Bessoni wurde die Scheibe durch einen eigenen Spieler ins Tor gelenkt. Dann konnte Demmer nach Vorlage Hans Ertls ein Abstaubertor einschießen. Damit stand das Drittel 1:1. Im zweiten Drittel kam es zu einem Gedränge vor dem österreichischen Tor und Ramsay konnte die Scheibe im Tor versenken. Im letzten Drittel konnte Karl Kirchberger nach einer guten Kombination einen Treffer landen. Im weiteren Spiel stand Ramsay dann auf der rechten Seite einmal ungedeckt. Er konnte die Scheibe auf Tor schießen, die dann den Pfosten traf und ins Tor sprang. Der französische Torwart hatte während des Spiels zwei glückliche Momente. Einmal holte er noch schnell die Scheibe hinter der Torline weg wieder nach vorne, bevor der Schiedsrichter dieses sah. Ein andermal kam er bei der Abwehr einer Scheibe auf dieser zu sitzen.

Das Spiel fand im Belodrom b´Hiver in Paris, jetzt Pariser Sportpalast, statt. Dieses ist eine Halle, die für den Rennradsport gebaut wurde und bis zu 18000 Besuchern aufnehmen kann. Eine künstliche Eisbahn wurde u.a. in die Halle eingebaut. Die Halle verfügt über eine laute schrille Sirene. Wenn der Sprecher eine Ansage machen will, ertönt diese. Dann erfolgt die Durchsage für z.B. eine Auszeit, die der Schiedsrichter angeordnet hat. Der betroffene Spieler muss sich dann an einen besonderen Platz begeben, wo der Strafzeit-Schiedsrichter sitzt. Die Menge grölt dabei, wenn es sich um einen Spieler einer Gastmannschaft handelt. Manchmal hängt an dem Strafplatz auch ein Schild mit der Aufschrift "Prison", auf deutsch Gefängnis. Die Tafel wird beleuchtet und wenn die Zeit abgelaufen ist, erlischt das Licht wieder. Aus dem kanadischen Profi-Eishockeysport wurde auch nach Paris übernommen, dass zwei Schiedsrichter eingesetzt werden, von denen jeder eine Hälfte der Eisfläche betreut.
Als Fazit kann man mit dem Abschneider der österreichischen Nationalmannschaft bei diesem Gegner sehr zufrieden sein.

Spiel 7. Februar 1933 Ö - Züricher Stadteteam

  • Schiedsrichter: Beginn:
  • Team Ö:Tor: Otto Amenth (IEV), Verteidiger: Jaques Dietrichstein (WEV), Hans von Trauttenberg (WEV), Stürmer: Friedrich Demmer (WEV), Hans Ertl (EKE), Karl Kirchberger (WEV), Willy Seidler (Leoben), Josef Göbl (WEV), Hans Tatzer (EKE), Reiseleitung: Verbandskapitän Hans Weinberger und WEV-Sektionsleiter Walter Brück
  • Team Züricher Städteteam: Tor: Puttee (Kanadier), Verteidiger: meerkämper, Hug, Sturm: Lee (Kanadier), Reist (Kanadier), Morosani, Müller, Kessler, Kessler,
  • Die Siegesaussichten der österreichischen Nationalmannschaft sind nicht sehr groß, da in der Mannschaft des Städteteams Zürich mehrere Kanadier und Amerikaner mitwirken. Das Spiel findet in Zürich auf der Dolder Kunsteisbahn statt. Die Nationalmannschaft verlor gegen die Züricher Städteauswahl mit 0:1( ). Das Spiel war eine gute Vorbereitung auf die kommende Weltmeisterschaft in Prag.
Die Dolder Kunsteisbahn liegt 250 Meter über der Stadt. Sie ist eine der schönsten Kunsteisbahnen in Europa. Sie wird vom Direktor Hans Bruck aus Wien, früherer Sekretär beim Wiener Eislauf Verein, geleitet. Sie hat etwa ein Drittel der Größe der Kunsteisbahn des WEV.


Spiel 11. Februar 1933 Ö - Französisches Team

  • Schiedsrichter: Beginn: Zuschauer: 15.000
  • Team Ö:Tor: Hermann Weiss (WEV), Verteidiger: Jaques Dietrichstein (WEV), Hans von Trauttenberg (WEV), Stürmer: Friedrich Demmer (WEV), Hans Ertl (EKE), Karl Kirchberger (WEV), Hans Tatzer (EKE), Josef Göbl (WEV), Willy Seidler (Leoben),
  • Team Frankreich: Tor: Lefebure, Verteidiger: Michaelis, Lacarriere, Stürmer: Moussette, Cholette, Hasler, Charly Ramsay, Delesalle, Bessoni, (bis auf Hasler und Lefebure alles Kanadier bzw. Amerikaner)
  • Zu Beginn der Veranstaltung wurde ein Eishockeyspiel von zwei Damenmannschaften gezeigt. Sie zeigten ein gutes Spiel. Dann sah man ein Schaulaufen der Französin Glarner, die aber beim Pulikum nicht besonders ankam. Danach trat die Österreicherin Fritzi Burger auf. Sie musste eine Zugabe machen. Schließlich trat der Weltmeister Karl Schäfer auf, der sein gesamtes Programm zeigte. Die Zuschauer warteten aber schon auf das folgende Eishockeyspiel.

Die österreichische Nationalmannschaft verlor gegen das französische Team mit 5:0(0-0,2-0,3-0) Toren. Im Team der Franzosen spielten alleine 5 Kanadier und 2 Amerikaner. Das erste Drittel war noch einigermaßen ausgeglichen. Im zweiten Drittel gewannen die Kanadier jedoch Vorteile, vor allem aus dem Spiel von Bessoni, der den ersten Treffer einschoss. Danach war Hasler der Schütze. Im letzten Drittel schossen die Tore Cholette und zweimal wieder Bessoni. Weiß wehrte bei den Österreichern eine ganze Reihe von Schüssen ab. Bei den Toren wären sicherlich der eine oder andere Schuss zu halten gewesen.


Spiel 1. März 1933 Ö - USA

  • Schiedsrichter: Hans Weinberger Beginn: 20.30 WEV-Platz
  • Team Ö: Tor: Puttee (Kanada), Verteidiger: Hans von Trauttenberg (WEV), Jaques Dietrichstein (WEV), Stürmer: Karl Kirchberger (WEV), Dr. Blake Watson (Kanada), Friedrich Demmer (WEV), Franz Csöngei (HCW), Hans Ertl (EKE), Karl Rammer (WEV), Lambert Neumayer (HCW),
  • Team USA: Tor: Cosby, Verteidiger: Garrison, Langmaid, Sanford, Holland, Ding Palmer, Iglehart, Hilliard, Forbes, (Breckenridge),
  • In Amerika sind 4 Ersatzspieler üblich, daher auch diese Zahl an Spielern heute in den Mannschaften. Puttee und Dr. Blake Watson aus Kanada spielen als Gäste in der Österreichischen Nationalmannschaft mit. Die Österreichische Nationalmannschaft und ihre Gäse verloren gegen die Amerikaner vor 5000 Zuschauern mit 4:0(0-0,0-3,0-1) Toren. Die Österreicher spielten ungleich stärker als der WEV am Vortag. Trotzdem konnte man den Weltmeister nicht schlagen. Im ersten Drittel sind beide Mannschaften noch gleich stark. Wegen einem Foul wurden Hans Ertl und Forbes jeweils für eine Minute ausgeschlossen. Im zweiten Drittel kann Palmer kurz nach Beginn den Führungstreffer für die Amerikaner einschießen. Dann erhöht Iglehart das Ergebnis auf 2:0. Garrison freift später das österreichische Tor mit einem Sturmlauf an und schießt die Scheibe ein, nachdem er den Torwart Puttee aus dem Tor gelockt hatte. Bei einem Angriff der Amerikaner wird Puttee samt seines Tores über den Haufen gerannt und Spieler beider Parteien zu Fall kommen. Ordner müssen bei der Instandsetzung helfen. Im letzten Drittel ist Hilliard der Torschütze. Die Österreicher waren auch jetzt nicht in der Lage, gegen den Weltmeister einen Ehrentreffer zu erzielen.


Spiel 3. März 1933 Ö - Kanada

  • Schiedsrichter: Walter Brück Beginn: 20.00 Uhr,
  • Team Ö: Tor: Hermann Weiss (WEV), Verteidiger: Jaques Dietrichstein (WEV), Hans von Trauttenberg (WEV), Stürmer: Hans Tatzer (EKE), Hans Ertl (EKE), Ernst Schmucker (EKE), Friedrich Demmer (WEV), Karl Kirchberger (WEV), Josef Göbl (WEV),
  • Team Kanada:
  • Da der Schiedsrichter Kurt Wollinger nicht erschienen war, übernahm Walter Brück dessen Aufgabe. MC Kane war heute nicht der Liebeling der Zuschauer, wie beim letzten Spiel, da man eine Reihe von Disziplinlosigkeiten bei ihm sah. Das Spiel zwischen Österreich und Kanada endete mit einem 0:1(0-0,0-0,0-1). Die beiden ersten Drittel waren ausgeglichen, wobei die Österreicher dem Gegner schon arg zusetzten. Im letzten Drittel schoss Hans Tatzer die Scheibe ins Tor der Kanadier. Das Tor wurde aber vom Schiedsrichter nicht anerkannt, da Tatzer beim Schuss auf dem Boden lag. Dann gab es einen Boxkampf auf dem Eis zwischen Mc Kane und Nowak. Der Kanadier erhielt eine Ausschlusszeit. Drei Minuten vor Schluss war es dann der Kanadier Rugent, der den Siegestreffer erzielte. Er war in der Mitte vorgestürmt und hatte die Scheibe ins Tor geschossen.
  • Team Kanada: Tor: Geddes, Verteidiger: Hearn, Rugent, Stürmer: Mc Alpine, Chisholm, Collins, Mc Kane, Kerr, Huggins, Mac Intery,


Spiel 8. März 1933 Ö - Schweden

  • Schiedsrichter: Alfred Revy Beginn:
  • Team Ö: Tor: Karl Oerdögh (EKE), Verteidiger: Jaques Dietrichstein (WEV), Hans von Trauttenberg (WEV), Stürmer: Hans Tatzer (EKE), Hans Ertl (EKE), Ernst Schmucker (EKE), , Oskar Nowak (EKE), Josef Göbl (WEV), Franz Csöngei (HCW), Lambert Neumayer (WEV)
  • Team Schweden: Tor: Karlsson, Verteidiger: Kaufeldt, A. Nilsson, Stürmer: J. Nilson, Bomann, Petersen, Person, Fürst, Galin, Oeberg und Lulle Johanson
  • Die Österreicher werden von den Schwender 0:1(0-0,0-1,0-0) geschlagen. Im ersten Drittel wurde Karl Kirchberger verletzt und fiel für den Rest des Spieles aus. Im zweiten Drittel kamen die Schweden nach einem Fehler von von Trauttmann durch Bohmann zu ihrem Siegestreffer. Mehrere Chancen für einen Ausgleich konnten die Österreicher nicht nutzen. Hans Tatzer schoss zweimal nur den schwedischen Tormann an. Auch das letzte Drittel sahen die Zuschauer bei gemäßigtem Tempo einen harten Kampf und keine Tore.



Eishockey-Welt- und Europa-Meisterschaft 1933

  • Die Eishockey-Weltmeisterschaft 1933 fand vom 18. Februar bis 26. Februar 1933 in Prag in der Tschechoslowakei statt. Diese Veranstaltung war gleichzeitig die 18. Eishockey-Europameisterschaft. Österreich spielt bei der Eishockey-Meisterschaft 1933 in Prag in der Gruppe A der Vorrunde. Es müssen drei Spiele Italien, Tschechoslowakei und Rumänien ausgetragen werden. Dann kam Österreich in die Zwischenrunde und erreichte von dort auch die Finalrunde.


  • Die Anlage in Prag ist fertiggestellt. Die Eisbahn ist ca. 3000 qm groß. Auf den Tribühnen finden 10000 Zuschauer Platz. An der Konkurrenz nehmen 12 Nationen teil: Kanada, USA, Belgien, Italien, Ungarn, Lettland, Deutsches Reich, Polen, Österreich, Rumänien, Schweiz und die Tschechoslowakei. Die Auslosung der Spiele erfolgt im Hotel Esplanade am Freitag, den 17. Februar, um 10.30 Uhr. Die Österreicher sind in diesem Hotel untergebracht. Um 20.30 beginnt der Kongreß der Liga in den Räumen des Automobilclubs.


  • 13. Februar 1933: Verbandskapitän Hans Weinberger benennt Team für die Weltmeisterschaft
  • Team Ö:Tor: Hermann Weiss (WEV), Otto Amenth (IEV), Feldspieler: Jaques Dietrichstein (WEV), Hans von Trauttenberg (WEV), Stürmer: Friedrich Demmer (WEV), Hans Ertl (EKE), Karl Kirchberger (WEV), Hans Tatzer (EKE), Josef Göbl (WEV), Karl Rammer (WEV), Herbert Brück (Berliner SC), Franz Csöngei (HCW), Reiseleiter: Verbandskapitän Hans Weinberger und Verbandspräsidetn Dr. Alfred Schwarz. Die Abfahrt von Wien soll am 17. Februar 1933 erfolgen.
  • 17. Februar 1933: Bei der Abfahrt des Teams fehlt Walter Brück, da er erkrankt ist. Ein geplanter dreizehnter Spieler wurde aus finanziellen Gründen vorerst nicht mitgenommen.


  • 20. Februar 1933: Lambert Neumayer vom HC Währing ist auf eigene Kosten zur Weltmeisterschaft nach Prag gefahren, um als Zuschauern die Spiele anzusehen. Sollte ein Spieler noch gebraucht werden, könnte der Verbandstrainer auf ihn zugreifen.
  • 22. Februar 1933: Lambert Neumayer wird im Spiel gegen Kanada erstmalig eingesetzt und ist damit der fehlende dreizehnte Spieler.
Datum Spielort Mannschaften Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
18. Februar 1933 Prag Österreich - Italien 3:0(0-0,1-0,2-0) 6.000 s.u.
19. Februar 1933 Prag Österreich - Tschechoslowakei 1:2(1-1,0-1,0-0) 10.000 s.u.
20. Februar 1933 Prag Österreich - Rumänien 7:1(2-1,3-0,2-0) 3.000 s.u.
21. Februar 1933 Prag Österreich - Ungarn 1:0(0-0,0-0,0-0,0-0,0-0,1-0) s.u.
22. Februar 1933 Prag Österreich - Kanada 0:4(0-0,0-2,0-2) 10000 s.u.
23. Februar 1933 Prag Österreich - Deutsches Reich 2:0(0-0,0-0,2-0) s.u.
25. Februar 1933 Prag Österreich - USA 0:4(0-2,0-1,0-1) 10000 s.u.
26. Februar 1933 Prag Österreich - Tschechoslowakei 0:2(0-0,0-0,0-0, 0-2) 10000 s.u.



Spiel 18. Februar 1933 Ö - Italien

  • Schiedsrichter: Loiqc, Belgien Beginn: 20.00 Uhr 6.000 Zuschauer
  • Team Ö: Tor: Otto Amenth, Verteidiger, Hans von Trauttenberg, Jauqes Dietrichstein, Stürmer: Friedrich Demmer, Hans Ertl, Hans Tatzer, Karl Rammer, Josef Göbl, Karl Kirchberger,
  • Team Italien:Tor: Gerosa, Verteidiger: Trovati, Baroni, Stürmer: Dionist, Benosta, Dezamma, Mazzeri, Mussi, Medri,
  • Josef Göbl hatte eine leichte Grippe, konnte aber spielen. Die Österreicher besiegten die Italiener mit 3:0(0-0,2-0,1-0) Toren. Im ersten Drittel stürmten beide Mannschaften nach vorne. Es wurde mehr Zerstörungs- als Aufbauarbeit geleistet. Beide Verteidigungen standen gut und so blieb das Drittel torlos. Am Schluss hatte Hans Ertl einge große Chance für einen Torschuss, er wurde aber rückwärts mit einem Stock zu Fall gebracht. Im zweiten Drittel kamen die Österreicher stärker auf. Demmer konnte in der 1. Minute nach Vorlage von Hans Ertl das Führungstor für Österreich einschießen. Dann konnte der Verteidiger Dietrichstein vorstoßen und mit einem Weitschuss in der 8. Minute den zweiten Treffer erzielen. Der Ausschluss Hans Ertls durch den Schiedsrichter war eine zu harte Strafe für sein Vergehen. Im letzten Drittel versuchten die Italiener durch Einzelvorstöße einen Torerfolg zu erzielen. Hans Ertl geht mit der Scheibe nach vorne und will scheinbar abgeben. Stattdessen umspielt er zwei Italiener und schupft die Scheibe über den sich ihm entgegenwerfen Tormann der Italiener hinweg in der 3. Minute ins Tor. Der Endstand von 3:0 ist hergestellt.
Otto Amenth im Tor der Österreicher muss einige brenzlige Situation meistern, hält aber alle kommenden Scheiben. Die Verteidigung mit von Trauttenberg und Dietrichstein hält die meisten Angriffe der Italiener schon im Angriff auf. Durch die beiden Spiele in Paris und Zürich ist die Österreichische Mannschaft gut vorbereitet und damit voll bei der Sache.


  • Spiele am gleichen Tag:
Deutsches Reich - Belgien 6:0(1-0,3-0,2-0)
Schweiz - Lettland 5:1(3-0,1-0,1-1)
Tschechoslowakei - Rumänien 8:0(2-0,4-0,2-0)

Spiel 19. Februar 1933 Ö - Tschechoslowakei

  • Schiedsrichter: Puttee, Beginn: 20.00 Uhr, 10.000 Zuschauer
  • Team Ö: Tor: Otto Amenth, Verteidiger, Hans von Trauttenberg, Jaques Dietrichstein, Stürmer: Friedrich Demmer, Hans Ertl, Hans Tatzer, Karl Rammer, Franz Csöngei, Karl Kirchberger,
  • Team Tschechoslowkai: Tor: Peka, Verteidiger: Dorasil, Dr. Pusbauer, Stürmer: Tozicka, Malecek, Hromodka, Cetkovsky, Spihover, Michalek,
  • Die Österreicher verloren das Spiel gegen die Tschechoslowakei mit 1:2(1-1,0-1,0-0) Toren. Im ersten Drittel verlegten sich die Stürmer größtenteils auf Weitschüsse, da die Verteidiger sehr gut standen. In der 13. Minute machte Tozicka einen Vorstoß auf der rechten Seite, lief um das Tor herum und passte auf Hromodka. Dieser schoss das Tor ein. Der Torwart der Österreicher konnte in diesem Moment nicht Eingreifen, da er mit einem Verteidiger zusammengestoßen war. In der letzten Minute des Drittels erfolgte dann der Ausgleichstreffer der Österreicher. Hans Ertl hatte Demmer schön freigespielt und dieser brachte aus 10 Metern die Scheibe mit einem scharfen Schuss ins Tor der Tschechoslowaken. Im zweiten Drittel arbeiteten die Mannschaften mit Kombinationen. Erst wurde Karl Rammer und danach Dr. Pusbauer auf eine Minute ausgeschlossen. Dorasil sah man mit prächtigen Vorstößen aus der Verteidigung laufen. In der 12. Minute konnte Hromodka den Treffer zum 2:1 für die Tschechoslowakei erzielen. Tozicka hatte zweimal auf das Tor der Österreicher geschossen und Otto Amenth beide Male die Scheibe abgewehrt. Die kann Hromodka, der sich bereit im zurückfahren befindet annehmen und einschießen. Im letzten Drittel wurde von beiden Mannschaften ein hohes Tempo aufs Eis gelegt. Die Sturmreihe Hans Ertl, Hans Tatzer und Demmer war hervorragend. Bei Angriffen von Demmer und Hans Ertl kann Peka die Scheibe nur halten, indem er sich aufs Eis fallen läßt.Tozicka gelingt ein Durchbruch, den Schuss aufs Tor kann Otto Amenth aber halten. Es fiel aber kein Tor mehr.
Die Organisation der Spiele brach an diesem Tag zusammen. Während der Kartenverkauf noch lief, wurden die Tore des Stations wegen Überfüllung geschlossen. Selbst der Präsident der Liga kam nicht mehr ins Station. Die Spiele fanden keinen Durchlass mehr zum Spielfeld. Der Weg musste freigeboxt werden und die Spieler über die Bande gehoben werden. In den Pausen gab es auch keine Weg zu den Kabinen. Draußen vor dem Stadion standen viele Menschen und begehrten noch Einlass. Eine Seitenwand des Stadions drohte zu brechen[34]
  • Spiele am gleichen Tag:
Deutsches Reich - Polen 2:0(1-0,1-0,0-0)
Schweiz - Ungarn 1:0(0-0,1-0,0-0)
Italien - Rumänien 2:0(1-0,1-0,0-0)


Spiel 20. Februar 1933 Ö - Rumänien

  • Schiedsrichter: Andreossi, Schweiz Beginn: 15.00 Uhr 3.000 Zuschauer
  • Team Ö: Tor: Hermann Weiss, Verteidiger, Hans von Trauttenberg, Jaques Dietrichstein, Stürmer: Karl Rammer, (Lambert Neumayer ?), Hans Ertl, Hans Tatzer, Franz Csöngei, Karl Kirchberger, Friedrich Demmer,
  • Team Rumänien: Tor: Ratiu, Verteidiger: S. Grant, Belizu, Stürmer: Brakal, Cantaeuzino, Wacar, P. Grant, Anastasiu, Botez,
  • Die Österreicher schlagen Rumänien mit 7:1(2-1,3-0,2-0) Toren. Bereits in der ersten Minute des ersten Drittels kann Karl Kirchberger das Führungstor erzielen. Aber schon in der 4. Minute fällt das Ausgleichstor durch Anastasiu, nach einer Vorlage von Botez. Die Rumänen versuchen immer wieder die Verteidigung der Österreicher zu überwinden. aber noch vor der Pause gelingt Hans Tatzer der Treffer zum 2:1. Im zweiten Drittel war die Überlegenheit der Österreicher offentsichtlich. Mit einem Durchbruch und dann über Stöcke springend kann Hans Ertl einen weiteren Treffer einschießen. Die Rumänen stürmen, haben zwei Torchancen, können aber keinen Torerfolg verbuchen. Dann können Demmer und danach Karl Kirchberger die Scheibe ins rumänische Tor einschießen. Beim Tor von Karl Kirchberger wird das Tor verschoben, richtigerweise erkennt der Schiedsrichter das Tor aber an. Im letzten Drittel trifft wiederum Karl Kirchberger noch zweimal. Beim letzten Torerfolg hat Hans Ertl die Scheibe und alle glauben, dass er selbst das Tor machen will. Er gibt aber an Karl Kirchberger ab und dieser trifft erneut ins Tor der Rumänen zum Endstand von 7:1. Im Spiel wurden Karl Kirchberger und Pelizu jeder auf eine Minute ausgeschlossen. Ein derbes Foul von Hans Ertl hatte der Schiedsrichter nicht sehen können.


  • Spiele am gleichen Tag:
Polen - Belgien 1:0(0-0,0-0,1-0)
Tschechoslowakei - Italien 3:1(1-0,1-1,1-0)
Ungarn - Lettland 3:0(1-0,1-0,1-0)
USA - Schweiz 7:0(0-0,3-0,4-0)


Aus der Gruppe A der Vorrunde kommen die Tschechoslowakei und Österreich als Erster und Zweiter in die Zwischenrunde. Hier spielt Österreich gegen Ungarn, Kanada und Deutsches Reich.


Spiel 21. Februar 1933 Ö - Ungarn

  • Schiedsrichter: Loicq, Belgien Beginn: 10.000 Zuschauer
  • Team Ö: Tor: Otto Amenth, Verteidiger, Hans von Trauttenberg, Jaques Dietrichstein, Stürmer: Friedrich Demmer, Hans Ertl, Karl Kirchberger, Hans Tatzer, Franz Csöngei, Josef Göbl
  • Team Ungarn: Tor: Hircsak, Verteidger: Weiner, Bethlen, Stürmer: Rinder, Miklos, Jenney, Marco, Stoics, Blazejovsky,
  • Das Spiel der Österreicher gegen Ungarn endet erst nach einer dritten Verlängerung mit 1:0(0:0,0-0,0-0, 0-0,0-0,1-0). Die Ungarn setzten den Österreichern großen Widerstand entgegen. Mit den Verlängerungen dauerte das Spiel länger als zwei Stunden. In den ersten drei Dritteln griffen die Österreicher an, konnten aber keinen Treffer erzielen. Die Ungarn hatten sich in die Deffensive zurückgezogen und gaben einige Weitschüsse gegen das österreichische Tor ab. Im dritten Drittel hatten die Österreicher noch großes Glück, als die Ungarn kurz vor Schluss die Scheibe nur knapp über das Tor der Österreicher schossen. Die Angriffsversuche durch die Mitte scheiterten in der Regel an den guten Verteidigern der Ungarn Weiner und Bethlen. Das Stoßen und Halten mit den Händen der Ungarn ahndete der belgische Schiedsrichter nicht. Das Spiel wurde immer schärfer. Jetzt gab es die Verlängerung von 3 x 10 Minuten. In der ersten Verlängerung war ausschließlich der WEV-Sturm mit Demmer, Josef Göbl und Karl Kirchberger auf dem Eis. In der zweiten Verlängerung wurd das Spiel noch einmal härter. Demmer wird im vollen Lauf von einem ungarischen Spieler gestossen. Hierdurch prallen Demmer und Hans Tatzer mit den Köpfen zusammen und gehen zu Boden. Sie werden beide vom Platz getragen und behandelt. Demmer hat einen Zahn eingebüßt und Hans Tatzers Wunde am Kopf muss geklammert werden. Trotz blutender Wund im Wund spielte Demmer nach kurzer Zeit weiter. Dann wurde Jenney ausgeschlossen. Als er auf den Platz zurück kam, versuchte er einen Durchbruch. Josef Göbl eilte ihm mit erhobenen Schläger nach, eine rasche Wendung und es kam zum Zusammenprall. Josef Göbls Schläger traf den Ungarn am Hinterkopf. Jenney brach auf dem Eis zusammen und wurde vom Platz getragen. Die Zuschauer riefen in Sprechchören: Hinaus, Hinaus. Die Zuschauer erregten sich ungemein, der Schiedsrichter sah aber keine Veranlassung, Josef Göbl auszuschließen, da der Unfall unabsichtlich geschah. Es folgten die Ausschlüsse Blazejovskys und Karl Kirchbergers, die aneinander geraten waren. In der ersten Hälfe der dritten Verlängerung fiel dann der Treffer für Österreich. Von Trauttenberg war schon mehrfach vor dem gegnerischen Tor, aber ohne Erfolg. Bei einem erneuten Angriff ging die Scheibe am Tormann vorbei ins Tor der Ungarn. Das Spiel der Österreicher war nun nicht mehr so hektisch und man konnte die Angriffe der Ungarn bis zum Schluss abwehren. Beim Abpfiff des Schiedsrichters sieht man Tränen in den Augen des ungarischen Torhüters über das verlorene Spiel.



  • Spiele am gleichen Tag:
Kanada - Deutsches Reich 5:0(1-0,2-0,2-0)
Tschechoslowakei - Polen 1:0(1-0,0-0,0-0)
USA - Schweiz 7:0(0-0,3-0,4-0)


Spiel 22. Februar 1933 Ö - Kanada

  • Schiedsrichter: Watson, Kanada Beginn: 20.00 Uhr 10.000 Zuschauer
  • Team Ö: Tor: Hermann Weiss, Verteidiger, Hans von Trauttenberg, Jaques Dietrichstein, Stürmer: Karl Rammer, Herbert Brück, Karl Kirchberger, Lambert Neumayer, Hans Ertl, Franz Csöngei,
  • Team Kanada: Tor: Geddes, Verteidiger: Herr, Mc Alpine, Collins, Kane, Huggins, Mac Intery, Huggins,
  • Das Spiel zwischen Österreich und Kanada endete 0:4:0(0-0,0-2,0-2). Im ersten Drittel erhielt Karl Kirchberger einen unabsichtlichen Schlag mit dem Stock vor den Mund. Er spielte zwar tapfer weiter, musste aber wegen dem Blutverlust ins Arztzimmer gebracht werden. wo die Wunde genäht wurde. Danach spielte er weiter. Das erste Drittel blieb torlos. Im zweiten Drittel konnte Kerr in der 6. Minute den Führungstreffer für die Kanadier einschießen. In der 11. Minute konnte Kane mitten aus dem Lauf ins Tor von Weiß treffen. Der Schuss war so scharf, dass Weiß keine Zeit mehr blieb, die Beine zusammen zu stellen, die Scheibe war längst im Tor. Kurz vor Schluss des Drittels kam Karl Kirchberger noch vor das Tor der Kanadier und passte zur Mitte. Trauttenberg, der heranlief, schoss die Scheibe aufs Tor, verfehlte es aber um wenige Centimeter. Auch im letzten Drittel fiel noch Schnee. Die Angriffe beider Mannschaften wechselten sich ab. In der 12. Minute schoss Huggins den Tormann an, der die Scheibe nur abwehren konnte. Im Nachschuss brachte Huggins sie dann ins österreichische Tor. Dann gab es eine schöne Kombination von Kane und Herr. Man kann den Puck kaum verfolgen. Herr schießt ihn dann ins Tor von Weiß zum 4:0 für die Kanadier.


  • Spiele am gleichen Tag:
Tschechoslowakei - Schweiz 1:0(0-0,1-0,0-0)
Deutsches Reich - Ungarn 4:0(2-0,0-0,2-0)
USA - Polen 4:0(3-0,0-0,1-0)


Spiel 23. Februar 1933 Ö - Deutsches Reich

  • Schiedsrichter: Brown, USA Beginn: 20.00 Uhr
  • Team Ö: Tor: Otto Amenth, Verteidiger, Hans von Trauttenberg, Jaques Dietrichstein, Stürmer: Friedrich Demmer, Herbert Brück, Karl Kirchberger, Hans Ertl, Franz Csöngei, Josef Göbl,
  • Team Deutsches Reich : Tor: Egginger, Verteidiger: Römer, Schröttle, Stürmer: Ball, Jänecke, Lang, Strobl, Korff, Orbarnowsky
  • Dieses Spiel musste entscheiden, wer von beiden ins Finale kommt. Österreich gewinnt gegen Deutsches Reich mit 2:0(0-0,0-0,2-0 ) Toren. Jänecke und Ball laufen zu einer grandiosen Form auf. Von Trauttenberg brachte den deutschen Tormann mit seinen Attacken in größte Bedrängnis. Im ersten Drittel hatte man den Eindruck einer leichten Überlegenheit der Österreicher. Die Läufe Hans Ertls waren gefährlich. Karl Kirchberger hatte als Erster eine Chance, schoss aber den Tormann an, anstatt um ihn herum zu fahren. Dann schoss Ball die Scheibe über das Eis, dass man sie mit dem Auge kaum verfolgen konnte. Ein von Ertl geführter Angriff war so wunderbar, dass es offenen Applaus aus dem Publikum gab. Dann brach von Trauttenberg durch, scheiterte aber an Egginger. Das Drittel blieb torlos. Im zweiten Drittel wurden die Deutschen stärker. Ball brach an der Seite durch und Dietrichstein konnte ihn erst in der letzten Sekunde noch stoppen. Dieses hätte das Führungstor für die Deutschen sein müssen. Auch im zweiten Drittel fiel kein Tor. Im letzten Drittel spricht schon alles von einer notwendigen Verlängerung, da das Spiel weiter hin und her läuft. Da kann Trauttenberg drei Minuten vor Schluss einen Schuss auf das deutsche Tor abgeben. Der deutsche Tormann Egginger versucht die hoch anfliegende Scheibe abwehren, sie fällt zu Boden, hüpft zweimal hoch und ist im Tor. Es steht 1:0 für Österreich. Diese verlegten sich jetzt auf das Verteidigen des eigenen Tores, was zu einigen brenzlichen Situation bei Angriffen der Deutschen führte. Dann brachte sich der Verteidiger Dietrichstein in den Besitz der Scheibe und stürmte auf das gegnerische Tor zu. Zwei deutsche Spieler griffen ihn jetzt an. Dietrichstein gab die Scheibe an Karl Kirchberger, der mitgelaufen war und unhaltbar einschießen konnte. Der Endstand von 2:0 war hergestellt.Trotz seiner frisch genähten Wunde spielte Karl Kirchberger mit vollem Einsatz. Er und Franz Csöngei schafften es, den gefährlichen Jaenecke im Spiel gut abzudecken.


  • Spiele am gleichen Tag:
USA - Tschechoslowakei 6:0(1-0,4-0,1-0)
Kanada - Ungarn 3:1(1-0,1-0,1-1)
Schweiz - Polen 3:1(2-0,0-1,1-0)


In der Zwischenrund führen in der Gruppe 1 die USA und die Tschechoslowakei, in der Gruppe 2 Kanada und Österreich. Österreich spielt in der Finalrunde gegen die USA. Da dieses Spiel verloren geht, ist danach die Tschechoslowakei der Gegner beim Spiel um den 3. Platz.

  • Spiele 24. Februar 1933:
Ungarn - Polen 1:1(0-0,0-1,1-0)
Deutsches Reich - Schweiz 1:1(0-0,1-1,0-0)
Italien - Lettland 0:2(0-1,0-0,0-1)
Belgien - Rumänien 2:3(2-2,0-1,0-0)


Spiel 25. Februar 1933 Ö - USA

  • Schiedsrichter: Dr. Watson Beginn: 20.00 Uhr 10.000 Zuschauer
  • Team Ö: Tor: Hermann Weiss, Verteidiger, Hans von Trauttenberg, Jaques Dietrichstein, Stürmer: Hans Ertl, Herbert Brück, Karl Kirchberger, Lambert Neumayer, Josef Göbl, Franz Csöngei,
  • Team USA: Tor: Cosby, Verteidiger: Garrison, Langmaid, Sanford, Holland, Ding Palmer, Iglehart, Hilliard, Forbes, (Breckenridge),
  • Demmer lag mit einem Grippeanfall im Bett und konnte daher nicht spielen. Österreich verliert gegen die USA mit 0:4(0-3,0-0,0-1). kurz nach Beginn des ersten Drittels konnte Palmer nach einem blitzschnellen Durchbruch für die USA den Führungstreffer erzielen. Garrison war schnell von rechts gekommen, Langmaid raste links nach vorne. Die Österreicher wußten nicht, wem sie ihre Aufmerksamkeit schenken sollten. Aber nicht die beiden liefen mit dem Puck weiter. Er wurde in die Mitte zu Palmer gespielt, der dort wartend und ungedeckt stand und der dann ins österreichische Tor einschoss. Die Österreicher versuchten es mit Weitschüssen, insbesondere die von Brück waren gefährlich. Viel Beachtung fand ein Schuss von Hans Ertl auf den amerikanischen Keeper, den Cosby wie eine Pflaume aus der Luft pflückte. In der 12. Minute läuft Palmer schnurstracks auf Weiß zu. Er warf sich auf die Knie, um die Scheibe zu halten. Palmer machte eine kleine Wendung und schoss die Scheibe auf der anderen Seite des Tores ins Netz. Jetzt stand es 2:0 für die USA. Im zweiten Drittel sind die Amerikaner stark überlegen, so dass die Verteidiger bis zur Mittellinie mit aufrücken können. Palmer schießt in der 6. Minute einen weiteren Treffer, nachdem er durch die Österreicher durchgebrochen war. Weiß konnte jetzt mehrer Torschüsse parieren. Langmaid fährt bei einem Angriff zweimal um das Tor der Österreicher herum und schoss dann zum 4:0 ein. Danach konnte Josef Göbl einen Treffer im Tor des USV versenken. Der Treffer galt aber nicht, da der Schiedsrichter wegen Abseits vorher abgepfiffen hatte. Im letzten Drittel läßt das Spieltempo nach, was aber nicht bedeutet, dass die Amerikaner ihre Angriffe einstellten. Hilliard trifft bei einem Schuss den Torpfosten und die Scheibe springt ins Feld zurück. Aber auch die USA haben Glück, als ein Schuss Cosby trifft und die Scheiben herunter fällt. Man schaut nach der Scheibe und diese liegt gottseidank noch vor der Torlinie. Die Österreicher machten einen schon etwas abgekämpften Eindruck und wollten sich auch für das Spiel gegen die Tschechoslowakei schonen. Die Amerikaner spielten fair und so konnte gutes Eishockey gezeigt werden.
  • Spiele am gleichen Tag:
Kanada - Tschechoslowakei 4:0(2-0,1-0,1-0)
Rumänien - Lettland 1:0(1-0,0-0,0-0)


Spiel 26. Februar 1933 Ö - Tschechoslowakei

  • Schiedsrichter: Brown, USA Beginn: 15.00 Uhr 10.000 Zuschauer
  • Team Ö: Tor: Otto Amenth, Verteidiger, Hans von Trauttenberg, Jaques Dietrichstein, Stürmer: Friedrich Demmer, Herbert Brück, Karl Kirchberger, Hans Ertl, Franz Csöngei, Josef Göbl
  • Team Tschechoslowkai: Tor: Peka, Verteidiger: Dorasil, Dr. Pusbauer, Stürmer: Tozicka, Malecek, Hromodka, Cetkovsky, Mattern, Michalek,
  • Österreich verliert das Spiel um den 3. Platz gegen die Tschechoslowakei bei zweimaliger Verlängerung mit 0:2(0-0,0-0,0-0, 0-0,0-2). Demmer spielt angeblich mit 38 Grad Fieber. Die Österreicher haben sich eine Verteidigungstaktik zugelegt. Bei einem Unentschieden wären sie dann Europameister im Eishockey, da sie das bessere Torverhältnis haben. Die Tschechoslowaken mussten in jedem Falle gewinnen, um den Titel zu bekommen. Trotzdem verlegten sie sich auch erst einmal auf die Verteidigung fest. So gab es mehrheitlich Fernschüsse zu sehen. Der österreichische Torwart war dabei aber stärker beschäftigt als sein Gegenüber. Im ersten Drittel tut sich wenig. Im zweiten Drittel kombinieren Josef Göbl und Franz Csöngei die Scheibe vor das Tor von Peka, beim Abschluß geht sie aber am Tor vorbei. Mattern legt Hans Ertl und erhält vom Schiedsrichter ein Auszeit. Daraufhin wird der Sturm bei der Tschechoslowakei gewechselt. Josef Göbl erhält ebenfalls eine Auszeit. Im zweiten Drittel tut sich zu Beginn bei beiden Mannschaften wieder wenig. Nach einigen Minuten greit Pusbauer wuchtig an. Dann fliegt die Scheibe bei einem Abschluss von Franz Csöngei nur knapp über das Tor von Peka. Jetzt schließt der Schiedsrichter Malecek aus. Das Publikum pfeift den Schiri aus. Brück kann bei einem Angriff Peka anschießen, die Scheibe geht aber nicht ins Tor. Dann ein scharfer Schuss Maleceks und eine gute Abwehr von Otto Amenth. Das Publikum ruft Tempo, Tempo. Man will die eigenen Spieler wachrütteln. Fast hätten die Österreicher die Scheibe jetzt ins eigene Tor hinein gebracht. Es folgt der Ausschluß Tozickas. Das Publikum tobt. Dann ein Schuß Karl Kirchbergers, der aufs Tordach fällt. Die normalen drei Drittel sind vorbei. Es ist kein Tor gefallen.
10 Minuten beträgt die Pause und dann geht es in die Verlängerung von drei Mal 10 Minuten. In der ersten Verlängerung tut sich nicht viel. Torzicka wird von Cetkovsky ersetzt. Dietrichstein stellt Malecek einen Fuß und erhält eine Auszeit von einer Minute. Die Seiten werden für die zweite Verlängerung gewechselt. Der Unparteiische schickt Malecek noch einmal für eine Minute auf die Bank. Dass Publikum zeit hierfür wengig Verständnis und verhält sich entsprechend. Dann ein Stockschlag Franz Csöngeis gegen den am Boden liegenden Cetkovsky. Franz Csöngei muss das Eis für eine Minute verlassen. Beide Mannschaften haben jetzt nur 5 Mann auf dem Eis. Die Auszeit für Malecek läuft aber jetzt ab. Hromatka sieht, wie sich Malecek über die Brüstung schwingen will. Es ist kurz vor Ende der zweiten Verlängerungszeit, es fehlte noch eine Minute, als Cetkovsky jetzt zusammen mit Hromatka an der rechten Seite bis zur Breitbande an der Ecke durchkommt. Alles konzentriete sich bei den Österreichern auf diese beiden Spieler. Trotzdem konnte Hromadka einen Querpass an den ungedeckten Malecek geben, der jetzt gerade erst auf dem Eis steht. Malecek läuft auf das Tor der Österreicher zu und kann ungedeckt aus 3 Metern Entfernung einschießen. Ein ungeheurer Jubel der Zuschauer brandete auf. Es ist wie im Tollhaus. Die Österreicher sind geschockt. Sie setzten jetzt jetzt alle Spieler für den Angriff ein, als Malecek den gegnerischen Spielern die Scheibe abnimmt und zum Tor der Österreicher durchbricht. Dietrichstein ist als einzige Verteidiger vor dem Tor der Österreicher. Er stürzt. Otto Amenth versuchte einen Ausfall, aber Malecek hat die Scheibe bereits am Tormann vorbei ins Tor gespielt. Das Spiel dauert nur noch wenige Sekunden. Mit der Schlusssirene wird Malecek von allen Kameraden umringt. Dann wird die Nationalhymne von der Tschechoslowakei gespielt und die Zuschauer verlassen begeistert das Stadion.
  • Spiele am gleichen Tag:

Amerika - Kanada 2:1 n.V.(1-1,0-0,0-0,1-0)

Endtabelle Eishockey-Europameisterschaft 1933

Platz Teilnehmer Bemerkungen
1 Tschechoslowakei
2 Österreich
3 Deutsches Reich
3 Schweiz
5 Polen
5 Ungarn
7 Rumänien
8 Lettland
9 Italien
10 Belgien


  • In der Weltmeisterschaft siegten die Vereinigten Staaten von Amerika vor Kanada und der Tschechoslowakei. Österreich wurde Vierter.


  • Spiel 27. Februar 1933 Kanada - komb. Europaauswahl
Schiedsrichter: Puttee, Kanada 10.000 Zuschauer
Team Europa: Tor: Peka (CSSR), Verteidiger: Baron Hans von Trauttenberg (Ö), Dr. Pusbauer (CSSR), Stürmer: Tozicka (CSSR), Malecek (CSSR), Hromodka(CSSR), Karl Kirchberger (Ö), Dr. Watson (Ö), Hans Ertl (Ö),
Team Kanada:
Beide Mannschaften zeigten ein gutes Eishockey, strengten sich aber nicht besonder an. Kanada gewann gegen die Europaauswahl mit 2:0(1-0,1-0,0-0) Toren. Die Schützen waren Chisholm in der 15. Minute des ersten Drittels und Kerr in der 2. Minute des zweiten Drittels.
  • Nachlese zur Weltmeisterschaft in Prag 1933
100.000 Zuschauer sehen die Spiele (es waren genau 128.000 zahlende Zuschauer)
Die höchste Besucherzahl eines Spieles: 12000 Zuschauer bei Österreich - Tschechoslowakei
Der beste Spieler: Ding Palmer, USA
Der erbitterste Kampf: Österreich - Ungarn
Das dümmste Tor: Der erste Treffer Österreichs gegen Deutsches Reich
Die größte Überraschung: Die Niederlage Italiens gegen Lettland
Der jüngste Spieler: Der 16jährige Cattini
Der älteste Spieler: Der 37jährige Peka
Der schlechteste Spieler: Der Belgier Frank



Saison 1933/34

Nationalspiele ohne Meisterschaften

Datum Spielort Mannschaften Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
21. Oktober 1933 Paris, Sportpalast Österreich - Club Rapid de Paris 1:1 (0:1,0:0,1:0) 8.000 s.u.
23. Oktober 1933 London, Queens Ice Rink Österreich - Großbritannien NM 0:1(0-1,0-0,0-0) s.u.
25. Oktober 1933 London, Park-lane Ice Rink Österreich - Grosvenor House Canadians 3:1(2-0,1-0,0-1) 5000 s.u.
26. Oktober 1933 London Österreich - Dark Blues Oxford 1:0(0-0,1-0,0-0) s.u.
28. Oktober 1933 Paris, Sportpalast Österreich - Francaise Volants 7:1(3-0,3-0,1-1) 10000 s.u.
09. Dezember 1933 Prag, Winterstadion Österreich - Tschechoslowakei 0:5(0-1,0-2,0-2) 3500 s.u.
10. Dezember 1933 Prag, Winterstadion Österreich - Prager Städteteam 0:5(0-4,0-0,0-1) 5000 s.u.
30. Jänner 1934 Wien, WEV-Platz Österreich - Saskatoon-Quakers Kanada 1:2(0-1,0-0,1-1) 3000 s.u.
31. Jänner 1934 Wien, WEV-Platz Kanada/Austria A - Kanada/Austria B 9:4(3-2,3-1,3-1) 700 s.u.
  • Der Österreichische Eishockeyverband (OeEHV) hat eine Reise seiner Nationalmannschaft geplant, die nach Paris und London gehen wird. Der Zeitpunkt der Reise ist umstritten. Das SportTagblatt schreibt in einem Leitartikel auf der ersten Seite, dass er Abschlüsse mit Managern im Sport nicht für richtig hält. Des weiteren wurde bereits im Vorfeld eine solche Reise mit einer untrainierten Mannschaft für falsch gehalten. Der OeEHV hat seine Argumente für den Abschluss dieser Reise dann auch veröffentlicht. Die Vorberichtserstattung im SportTagblatt war daher auch gleich Null. Am 21. Oktober erscheint eine kurze Notiz, dass die österreichische Nationalmannschaft heute in Paris spielt und gibt die Mannschaftsaufstellung bekannt. Das Blatt vertritt die Meinung, dass die Mannschaft wohl kaum einen ernsthaften Gegener abgeben wird und die Spiele daher wohl nicht von großer Bedeutung seien. Auf die Reise geht am Abend des 17. Oktober 1933 die aufgestellte Mannschaft mit ihrem Mannschaftsführer Walter Brück:

In Paris angekommen wurde vor dem ersten Spiel an zwei Tagen jeweils eine halbe Stunde trainiert.


Spiel 21. Oktober 1933 Ö - Club Rapid de Paris

  • Schiedsrichter: Beginn: Uhr
  • Team Ö: Tor: Karl Oerdögh, Verteidiger: Jaques Dietrichstein, Hans von Trauttenberg (Kapitän), Josef Göbl, Karl Kirchberger, Friedrich Demmer, Hans Tatzer, Hans Ertl, Franz Csöngei,
  • Team Club Rapid de Paris: Tor: Morrison, Verteidiger: Claret, Cadorette, Stürmer: Besson, Delesalle, Hagnauer, Giddens, Katz,
  • Die Mannschaft von Club Rapid de Paris setzt sich aus in Paris lebenden Ausländern zusammen. Zu Beginn des Spiels wurden die Österreicher vom Gesandten in Paris Dr. Egger-Möllwald nebst Gattin und dem Presseattache Dr. Wasserbeck begrüßt. Die einzelnen Spieler wurden vorgestellt und nach dem Spiel gab es Dankeswort. Man gedachte auch in kurzer Stille der verstorbenen Eisläuferin Hilde Holovsky. Die Mannschaften trennten sich vor 8.000 Zuschauern(einige Schreiben auch 12.000) mit 1:1(0-1,0-0,1-0). Der Pariser Spieler Giddens schoss in der zweiten Minute des ersten Drittels das Führungstor ein. Giddens hatte auf das österreichische Tor geschossen und die Scheibe kam zurück. Ein erneuter Torschuss brachte ihm dann das Tor. Giddens wagte erneut einen Vorstoß, wurde aber von Trauttenberg gestoppt. Da dieser Stopp nicht ganz sauber war, ging Trauttenberg auf die Bank. Hans Ertl. bemühte sich, es dem Pariser Stürmer nachzutun, konnte die Scheiben aber nicht ins Netz des Gegners bringen. Claret machte ein gutes Spiel und konnte die Vorstöße der Österreicher immer wieder aufhalten. Der Torwart Morrison hatte wenig zu tun.


Im zweiten Drittel konnte Josef Göbl Giddens öfter stoppen, da er das Zuspiel von Delesalle unterband. Demmer brache einen schönen Schuss auf das Pariser Tor, den Morrison aber halten konnte. Die Pariser verschärften das Tempo, aber die Österreicher konnten dagegen halten.
Im letzten Drittel wurde härter gespielt. Es gab mehrer Zusammenstöße und der Pariser Cadorette bekam eine Zeitstrafe. Aus der Überzahl heraus gelang es den Wienern aber nicht, einen Treffer zu erzielen. Nachdem Cadorette wirder im Spiel war, verstärkten die Gastgeber ihre Angriffe wieder. Erst kurz vor Ende des Spiels konnte Franz Csöngei dann das Ausgleichstor erzielen. Das Publikum war vom Eishockeyspiel der Wiener begeistert. Die Kritiker waren der Meinung, dass die Pariser Spieler ein sehr gutes Spiel gemacht hätten, was die Leistung der Österreicher, die untrainiert in dieses Spiel gingen, erst im richtigen Licht erscheinen läßt. In den Pausen trat Weltmeister Karl Schäfer auf. Auch das Europameisterschaftspaar Papetz-Zwack war mit nach Paris gereist.


  • Der nächste Tag, ein Sonntag, wurde ein Ruhetag. Am Mittag danach flog die Reisgruppe von Paris nach London. Für die meisten Reiseteilnehmer war es der erste Flug in ihrem Leben.

Spiel 23. Oktober 1933 Ö - Großbritannien

  • Schiedsrichter: Madgewood, de Marwicz Beginn: Uhr
  • Team Ö: Tor: Karl Oerdögh, Verteidiger: Jaques Dietrichstein, Hans von Trauttenberg (Kapitän), Josef Göbl, Karl Kirchberger, Friedrich Demmer, Hans Tatzer, Hans Ertl, Franz Csöngei,
  • Team Großbritannien: L. Holmes (Grosvenor House Canadians), C.A. Erhardt (Streattham), O.A. Gratias (Streattham), G. Davay (Streattham), G.H. Johnson (Oxford), P.H. Fawcett (Queens), P.C. Fair (Grosvenor House Canadians), A.G. Duncanson (Grosvenor House Canadieans), A. Forsyth (Streattham),
  • Die Österreicher waren im Hotel Plazza, St. Martin Street, untergebracht. Walter Brück, der sich in Großbritannien aufhält, kam zu Besuch. Trauttenberg und Brück halfen beim Übersetzen bei den Gesprächen mit Fans er Österreicher, die hier gut bekannt sind. Der österreichische Gesandte in London Frankenstein begrüßte die Mannschaft. Das Eis in der Halle war gut.Dafür behinderte die schlechte Luft, die bei einem Meter Höhe vom Boden aus rauchig und neblig wurde, das Spiel erheblich. Eine Sicht von Tor zu Tor war nicht möglich. Viel können die Zuschauer nicht gesehen haben. In den Reihen der Englischen Nationalmannschaft spielte auch A.G. Duncanson. Bei den Olympischen Winterspielen in Lake Placid trug dieser Engländer noch die Farben Kanadas!? Der Schiedsrichter de Marwicz schloss im Spiel Duncanson wegen eines torrettenden Vergehens aus, übersah dann jedoch, das der ausgeschlossene Spieler auf dem Eis verblieb! Auf einen Protest des Mannschaftsfühers reagiert er dann nicht einmal. In der 12. Minute des 1. Drittels überraschte der Engländer Fair die Österreicher mit einem Treffer. Die Engländer waren schnell auf dem Eis und hiedurch den Österreichern überlegen. Dafür, das man ohne großes Training nach London gekommen war, war die Leistung gut. Im zweiten Drittel gabe es eine schwere Regelverletzung, die aber nicht vom Schiedsrichter geahndet wurde. Im letzten Drittel griffen die Wiener Spieler weiter an, hatten aber bei den Torschüssen kein Glück. Die Engländer gewannen das Spiel mit 1:0(1-0,0-0,0-0). Sie hinterließen bei den Zuschauern einen guten Eindruck. In den Pausen trat die österreichische Meisterin Melitta Brunner auf, die schon seit Jahren in London tätig ist. Nach diesem Spiel sagte die Londoner Presse den Österreichern eine größere Niedelage gegen den nächsten Gegner voraus. Das Gegenteil trat jedoch ein.


  • Dienstag, der 24. Oktober war wieder ein Ruhetag. Die Teilnehmer der Reisegruppe unternahmen Besichtigungen und Karl Kirchberger machte einen größen Einkauf an Haushaltssachen, da er in Kürze zu heiraten beabsichtigte. Abends war die Nationalmannschaft zu einer Kinopremiere eingeladen, wo überwiegend Frack und teuere Damenkleider zu sehen waren.


Spiel 25. Oktober 1933 Ö - Grosvenor House Canadians

  • Schiedsrichter: Beginn: Uhr
  • Team Ö: Tor: Karl Oerdögh, Verteidiger: Jaques Dietrichstein, Hans von Trauttenberg (Kapitän), Sturm: Josef Göbl, Karl Kirchberger, Friedrich Demmer, Hans Tatzer, Hans Ertl, Franz Csöngei
  • Team Grosvenor House Canadiens: L. Holmes, H.E. Mayes, E. Deilley, R. Borland, A.G. Duncanson, P.C. Fair, C.I. Jacson, H.J. Yeandle, K. Thompson.
  • Die Österreicher gewannen das Spiel mit 3:1(2-0,1-0,0-1). Die Österreichische Nationalmannschaft zeigte eine fantastische Leistung. Zu Beginn des ersten Drittels konnte Hans Tatzer mehrere Gegner überspielen und zum Führungstor für die Österreicher einschießen. Kurz vor Ende der ersten Spielzeit erhöhte er dann noch auf 2:0. Im zweiten Drittel gelang Demmer ein Torerfolg. Er brach durch die gegnerischen Reihen und konnte die Scheibe ins Netz bringen. Die Canadier wurden im Spiel härter und erhielten zwei Zeitstrafen. Im letzten Drittel warfen die Canadier alles nach vorne. Zusätzlich zu Tormann und Verteidiger gingen Demmer und Hans Tatzer mit nach hinten, um etwas Entlastung zu bringen. Bei einem Zusammenstoß von Trauttenberg und dem Engländer Vorland blieb dieser bewußtlos auf dem Eis liegen, war aber kurze Zeit später wieder ansprechbar. Kurz vor Ende konnte der Londoner Thompson dann den einzigen Treffer für die Gastgeber zum 3:1 erzielen. Die Wiener zeigten ein eindruckvollen und effektives Kombinationsspiel. Den Zuschauern gefiel vor allem Karl Oerdögh im Tor der Österreicher und dieses zeigtn sie auch mit dem notwendigen Jubel. Ein vierter Treffer wurde nicht anerkannt, da er off-side gewesen sein sollte. Ebenso ein fünfter Treffer, den der Torrichter, der einen Rang höher saß, nicht gesehen hatte. In der gegnerischen Mannschaft spielten fünf Kanadier. Entsprechend hoch ist der Sieg einzustufen. Unter den Gästen befand sich der Vertreter der österreichischen Gesandschaft Graf Attems, der dem Mannschaftsführer Walter Brück zu dem Sieg seiner Mannschaft beglückwünschte. In der Pause trat Sonja Henie auf, die dann auf Grund des Beifalls auch eine Darbietung in der zweiten Pause geben musste. Jeff Dickson, der Urheber der Reise, war von dem Boxkampf in Rom zwischen Carnera - Paoline nach London kommend, als Gast beim Spiel anwesend.
  • Während der Reise der österreichischen Nationalmannschaft nach Paris und London wird bekannt, dass der Internationale von Trauttenberg kurzfristig eine Tätigkeit in London gefunden hat. Eine Rückkehr nach Wien von dieser Reise ist schon nicht mehr vorgesehen. An den Weltmeisterschaften wird er wohl noch teilnehmen können, an sonstigen Spielen der Natinalmannschaft wohl nicht. Der WEV hat damit einen wichtigen Spieler verloren.


  • Am folgenden Tag ging es per Autobus auf eine zweistündige Fahrt nach Oxford, wo die Reisegruppe vom Rink-Manager mit einem heißen Tee empfangen wurde.


Spiel 26. Oktober 1933 Ö - Dark blues Oxford

  • Schiedsrichter: Beginn: 20.30 Uhr
  • Team Ö: Tor: Karl Oerdögh, Verteidiger: Jaques Dietrichstein, Hans von Trauttenberg (Kapitän), Josef Göbl, Karl Kirchberger, Friedrich Demmer, Hans Tatzer, Hans Ertl, Franz Csöngei
  • Team Dark Blues Oxford: E.K. Hopkins, E.A. Mc Court, J.E. Nadeau, G.H. Johnson, G.C. Andrews, J.D. Babbitt, A.H. Humble, I.E. Coyne (Kapitän), R. Black.
  • Die Studentenmannschaft der Dark Blues aus Oxford war der heutige Gegner. Die Österreicher gewannen das Spiel vor 5000 Zuschauern mit 1:0(0-0,1-0,0-0). Der Eisplatz war 80 x 45 Meter groß, für eine Eishockeymannschaft also zu groß. Die Spiele der vergangenen Tage hatten Kraft gekostet. Und die Oxforder waren nicht gerade fair im Spiel. So wurde von den Österreichern hinten das Tor gesichert und mit zwei Stürmern Angriffe gefahren. Das erste Drittel blieb torlos. Im zweiten Drittel konnte Josef Göbl den Führungstreffer einschießen. Nach dem Spiel ging es zu einem Bankett, bei dem die beiden Manschaftskapitäne eine Ansprache hielten. Um 3 Uhr morgens kam man wieder in London an.


  • Der Flug von London nach Paris am Nachmittag brachte unangenehmes Wetter mit sich und einigen Mitgliedern der Reisegruppe ging es nicht besonders gut. Statt um 17.00 Uhr kam man erst um 20.00 Uhr in Paris an. Ein Teil der Gruppe ging noch zum Boxkamp zwischen Grisell und Lenglet. Hier ging es um die französische Schwergewichtsmeisterschaft. Griselle verlor den Kampf und verlor einiges an Blut. Auf die Bitte der Österreichischen Nationalmannschaft um Stellung der stärksten Pariser Mannschaft, wurden die Francais Volants ausgewählt.

Spiel 28. Oktober 1933 Ö - Francaise Volants

  • Schiedsrichter: Beginn: Uhr
  • Team Ö: Tor: Karl Oerdögh, Verteidiger: Jaques Dietrichstein, Hans von Trauttenberg (Kapitän), Josef Göbl, Karl Kirchberger, Friedrich Demmer, Hans Tatzer, Hans Ertl, Franz Csöngei,
  • Team Francaise Volants: Murphi, Mauntin, Desouches, Fifi Lefebure, Matt, Lacarriere, Cadieux, Savoy, Mousette,
  • Die Nationalmannschaft wurde heute wieder irrtümlich vom Veranstalter als Wiener Eislauf Verein vorgestellt. Der Mannschaft gelang gegen die überwiegend aus Kanadiern bestehende Mannschaft von Francaise Volants ein Sieg von 7:1(3-0,3-0,1-0) Toren. Zwischenzeitlich hat die Mannschaft genügend Spiele hinter sich, um in Form zu sein. Von Beginn des ersten Drittels an spielten die Österreicher auf Angriff. Franz Csöngei konnte alle drei Tore erzielen und war der Held des ersten Drittels. Auch im zweiten Drittel wurden die Franzosen stärker. Zweimal hatten sie die Chance, ein Tor zu schießen. Sie scheiterten aber immer wieder an Karl Oerdögh und von Trauttenberg. Hans Tatzer konnte das 4:0 einschießen und Demmer traf noch zweimal. Im letzten Drittel verschärften die Franzosen die Angriffe. Trotzdem konnte Karl Kirchberger nach Vorlage von Josef Göbl die Scheibe ins Tor bringen. Danach gelang es Mousette für die Franzosen den Ehrentreffer zu einzuschießen. Das Publikum sah ein herrliches Spiel der Österreicher. Die Fachwelt hatte mit einem hohen Sieg der franco-kanadischen Mannschaft gerechnet. Der Weltmeister Karl Schäfer zeigte in der Pause sein Können. Auch zwei andere Kuntläufer traten noch auf.[35]10.000 Zuschauer waren gekommen. Für die Österreicher eine nicht alltägliche Kulisse. Die französische Zeitung LÁuto schreibt von einem Wunderteam, das die französische Mannschft mit 7:1 zerbrochen hat.
Die Torschützen zu diesem Spiel sind nicht zu klären:
  • Lt. Bericht in der Verbandszeitschrift der Eishockeysport Demmer3, Franz Csöngei2, Hans Tatzer und Karl Kirchberger je eines.[36],
  • SportTagblatt: Franz Csöngei 2, Hans Tatzer 2, Demmer 2, Karl Kirchberger 1,<ref<SportTagblatt 30. Oktober 1933</ref>
  • SportTagblatt: Franz Csöngei 3, Hans Tatzer 1, Demmer 2, Karl Kirchberger[37]
Reichspost: Franz Csöngei2, Hans Tatzer2, Demmer2, Karl Kirchberger [38]
  • Auf Angabe weiterer Zeitungen wird verzichtet. Dieses ist kein Einzelfall unterschiedlicher Berichterstattung.


Zu den Vorwürfen der Sportpresse (SportTagblatt) schreibt Walter Brück in der Verbandszeitschrift: "So also haben sich die vorher von den sogenannten Fachblättern scharf kritisierten "Vergnügungsreisenden", die -wie es diese Blätter behaupteten- als Prügelknaben eines Sportpromotors dem Ruf und der Ehre österreichischen Sportes hätten nur Schaden können, selbst die beste Genugtuung verschafft. Die Herren der Sportpresse aber, die doch eigentlich dazu berufen sein sollten dem österreichischen Sport vorwärts zu helfen, mögen sich vor Augen halten, dass sie durch derart gehässige und die Kampffreudigkeit der Spieler herabsetzende Vorbesprechungen dieser ihrer Aufgabe gewiss nicht gerecht werden. Ich mußte gottseidank feststellen, dass diesmal die Kampffreude unserer Mannschaft hiervon nicht beeinflusst wurde, weil der gute Geist, der sie beseelte, stärker war, als diese Herabsetzung ihres Selbstvertrauens."



Spiel 9. Dezember 1933 Ö - Tschechoslowakei NM

  • Schiedsrichter: Porges, Tschechoslowakei Beginn: Uhr
  • Team Ö: Tor: Karl Oerdögh (EKE), Verteidiger: Jaques Dietrichstein (WEV), (Hans von Trauttenberg (Kapitän) (London)), 1. Sturm: Josef Göbl(WEV), (Friedrich Demmer (WEV)), Franz Csöngei (HCW), Hans Tatzer (EKE), 2. Sturm: (Karl Kirchberger (WEV)), Lambert Neumayer (HCW), Walter Sell (WEV)

Anmerkung: Zu den beiden Spielen in Prag waren Hans von Trauttenberg, Friedrich Demmer und Karl Kirchberger mit angekündigt, fuhren aber nicht mit. Der Verbandskapitän erklärte hierzu nach den Spielen, dass von Trauttenberg am Montag nach London gemusst hätte, Friedrich Demmer hätte studieren müssen, da er vor Prüfungen steht und Karl Kirchberger in Wien geschäftlich zu tun hatte. Absagen hätte man die Spiele nicht mögen, das die Prager im Vorfeld schon eine sehr große Werbung gemacht hatten.

  • Team Tschechoslowakei:
  • Das Spiel der beiden Nationalmannschaften von Österreich und der Tschechoslowakei ging 5:0,1-0,2-0,2-0) für den Gastgeber aus. Das Spiel fand im Winterstadion in Prag vor 3500 Zuschauern statt. Im ersten Drittel spielten die Österreicher gleichwertig auf dem Eis mit. Nachdem ersten Tor ließen sie aber stark nach. Die Österreicher waren aber auch nicht fit mit den neuen Regeln im Eishockey, die die Tschechoslowaken aber beherrschten. Hans Tatzer und Josef Göbl waren die besten Spieler auf der Seite Österreichs. Karl Oerdögh zeigte einige Probleme beim Halten der auf ihn abgeschossenen Scheiben. Cisar erzielte durch einen Weitschuss das Führungstor für die Prager. Karl Oerdögh ließ hierbei die Scheibe unter dem Schlittschuh durch ins Tor gleiten. Im zweiten Drittel wurde durch Malecek ein Treffer gegeben, der aber aus einer Abseitsposition eingeschossen wurde. Ein Weitschuss von Kucera führte dann zum 3:0 für die Tschechoslowaken. Im letzten Drittel konnte Tosicka den schönsten Treffer erzielen. Später traf er dann nochmals zum Endstand von 5:0 für die Tschechoslowakei.



Spiel 10. Dezember 1933 Ö - Prager Städteteam

  • Schiedsrichter: Fröhlich (Prag) Beginn: Uhr
  • Team Ö: Tor: Karl Oerdögh (EKE), Verteidiger: Jaques Dietrichstein (WEV), )Hans von Trauttenberg (Kapitän) (London)), 1. Sturm: , Josef Göbl (WEV), (Friedrich Demmer (WEV)), Franz Csöngei (HCW), Hans Tatzer (EKE), 2. Sturm: (Karl Kirchberger (WEV)), Lambert Neumayer (HCW), Walter Sell (WEV)

Anmerkung: Zu den beiden Spielen in Prag waren Hans von Trauttenberg, Friedrich Demmer und Karl Kirchberger mit angekündigt, fuhren aber nicht mit. Der Verbandskapitän erklärte hierzu nach den Spielen, dass von Trauttenberg am Montag nach London gemusst hätte, Friedrich Demmer hätte studieren müssen, da er vor Prüfungen steht und Karl Kirchberger in Wien geschäftlich zu tun hatte. Absagen hätte man die Spiele nicht mögen, das die Prager im Vorfeld schon eine sehr große Werbung gemacht hatten.

  • Team Prager Städteteam: Tor: Verteidiger: Gromoll (Kanadier) 1. Sturm: Mackenzie (Kanadier), Hulquist (Kanadier), Grant (Kanadier), 2. Sturm:
  • Das Spiel der österreichischen Nationalmannschaft gegen ein Prager Städteteam ging vor 5000 Zuschauern wie am Vortage schon gegen die Nationalmannschaft 5:0(4-0,0-0,1-0) verloren. In der Prager Städteauswahl spielten allerdings vier Kanadier. Im ersten Drittel wurden die Österreicher von dem kanadischem Sturm überrascht. Die Kanadier Mackenzie, Hulquist und Grant spielten zum ersten Mal miteinander, verstanden sich aber sofort. Als man sich von Österreichischer Seite auf diesen Sturm eingestellt hatte, waren bereit vier Tore gefallen. Danach ging das Spiel normal seinen Lauf. Im ersten Drittel schoss in der dritten Minute erst der Kanadier Grant ein, danach folgten weitere drei Treffer in der fünften, siebten und zwölften Minute von Hromatka. Vier der Tore fielen bei Kombinationsangriffen, die bis in die Nähe des Tores gingen. Das zweite Drittel blieb torlos. Im letzten Drittel traf Malecek aus einem Bully heraus in der sechsten Minute zum Endstand von 5:0. Das die Österreicher sich im zweiten und dritten Drittel gut auf den Gegner einstellen konnten, sieht man daran, dass nur noch ein Tor gegen sie eingeschossen werden konnte.

Nach dem Prager Tagblatt schoss Grant das erste und das vierte Tor und dazwischen traf Hromatka zweimal.[39]


Spiel 30. Jänner 1934 Ö - Saskatoon-Quakers Kanada

  • Schiedsrichter: Fred Revy Beginn: 20.00 Uhr
  • Team Ö: Otto Amenth (IEV), (Ersatz: Karl Oerdögh), Verteidiger: Jaqeus Dietrichstein (WEV), Franz Schüssler (EKE), 1. Sturm: Hans Tatzer (EKE), Karl Rammer (WEV), Friedrich Demmer (WEV), 2. Sturm: Karl Kirchberger (WEV), Franz Csöngei(HCW), Josef Göbl, (WEV), Ersatz: Karl Rammer (WEV),
  • Team Saskatoon-Quakers Gesamtmannschaft: Tor: Cosford Reynold Wood (Verschiffer, 36 Jahre),

Verteidiger: Thomas Dewar (Student, 21 Jahre), Ronald Frederick Silver (Lehrer, 27 Jahre), Stürmer: Albert Myles Welsh (Student, 21 Jahre), Raymond Ralf Watkins (Beamter, 31 Jahre), Albert Frank Rogers (Rohrleger, 25 Jahre),Clifford Frederik Lake (Zimmermann, 24 Jahre), James Hugh Dewey (Beamter, 22 Jahre), Lester Graydon Bird (Beamter, 24 Jahre), Elmar Ferdinand Piper (Mechaniker, 28 Jahre), Burt Stanlay Scharfe (Buchhalter, 24 Jahre), Raymond Ralph Watkins (Beamter, 31. Jahre), Harold Lawrence Wilson, Mannschaftskapitän, (Beamter, 30 Jahre), Henry John Walker, (Eisenbahner, 37 Jahre),

  • Oskar Nowak (EKE) kann nicht mitspielen, da er sich einen Bluterguss an der Schulter zugezogen hat. Dafür ist Karl Rammer mit aufgelaufen. 3000 Zuschauer waren gekommen. Im ersten Drittel greifen die Österreicher an, wobei Karl Rammer die Vorlagen gibt. Aber in der zweiten Minute gelingt es Welsh, den Führungstreffer für Kanada einzuschießen. Auch zu Beginn des zweiten Drittel können die Kanadier sofort einschießen. Das Tor wird aber nicht gegeben, da es ein off-side war. Weiterhin bestürmen die Österreicher das kanadische Tor. Der Torwart Wood bringt aber eine ausgezeichnete Leistung. Der Verteidiger Silver wird wegen eines Fouls an der Bande mit einer Zeitstrafe belegt. Im letzten Drittel sind wieder die Kanadier mit einem Treffer erfolgreich. Der Kanadier Bird schießt von links ins österreichische Tor. Noch in der selben Minute kann Karl Kirchberger durch einen Weitschuß nach einem Mittel-Bully für Österreich die Scheibe ins kanadische Tor bringen. Hans Tatzer erhält eine Zeitstrafe, weil er seinen Stock der Scheibe nachgeworfen hat. Danach gibt es den Ausschluss Lakes wegen eines übertriebenen Temperamentausbruches. Die Österreicher stürmen mit aller Macht, um den Ausgleich zu erzielen. Es bleibt aber beim Endstand von 1:2(0-1,0-0,1-1) für die Kanadier.

Die Österreicher zeigten in diesem Spiel, dass sie wieder ein Team sind. Otto Amenth war der herausragende Spieler. Seiner Leistung ist es zu verdanken, dass die Österreicher nicht höher verloren. Auch der Verteidiger Franz Schüssler vom EKE war außerordentlich gut. Der Währinger Franz Csöngei, wie auch Hans Tatzer und Göbel waren im Spiel hervorragend. Zu dieser Mannschaft kann man Vertrauen für ihre Spiele in Mailand haben.

Spiel 31. Jänner 1934 Kanada/Austria A - Kanada/Austria B

  • Schiedsrichter: Sharfe (Kanada) Beginn: 20.00 Uhr
  • Team A: Tor: Cosford Reynold Wood, Verteidiger: Thomas Dewar, Ronald Frederick Silver, 1. Stürmerreihe: Albert Myles Welsh, Raymond Ralf Watkins, Albert Frank Rogers, 2. Stürmerreihe: Karl Kirchberger, Josef Göbl, Demmer.
  • Team B: Tor: Otto Amenth (IEV), Verteidiger: Elmar Ferdinand Piper, Harold Lawrence Wilson, 1. Stürmerreihe: Clifford Frederik Lake, James Hugh Dewey, Lester Graydon Bird, 2. Stürmerreihe: Karl Rammer, Willibald Stanek, Tschamler.
  • Die Österreicher bilden den zweiten Sturm in jeder Mannschaft und Otto Amenth wird das Tor des Teams B hüten. Vor Jahren wurde schon einmal ein solches Spiel absolviert, das mit unglaublicher Härte und Schnelligkeit geführt wurde. Das war damals kein Freundschaftspiel mehr. Im heutigen Spiel soll mit Bedacht und Rücksichtnahme gespielt werden. Sicherlich werden aber die Kanadier zeigen wollen, wie in Kanada Eishockey gespielt wird und wie man die Regeln für ein gutes Spiel beherrscht. Sie hatten schon erklärt, dass die Spielart, wie sie in Europa gepflegt wird, gefährlicher sei, als die aus Kanada, wie man bei den Spielen in Berlin, Prag und Budapest festgestellt habe. Wegen des Schneefalls waren nur 700 Besucher gekommen. Das Team A spielte in weiß, das Team B in blau. Im ersten Drittel fielen die Tore für Team A durch Watkins, Karl Kirchberger und Welsh, für Team B durch Wilson. Im zweiten Drittel trafen für Team A Rogers, Watkins, Josef Göbl und für Team B durch Dewey. In der Pause gab es eine Kunstlaufvorführung. Im letzten Drittel traf Team A mit Watkins und Team B glich aus durch Dewey. Dann gab es noch zwei Tore von Welsh für Team A. Das Endresultat lautete 9:4(3-2,3-1,3-1) für Team A. Bester Spieler auf dem Eis war Dewey. Für die Zuschauer gab es schönes Eishockey zu sehen und eine mehrzahl an Toren.
  • Die Kanadier fahren morgen von Wien nach Leoben, wo sie noch ein Spiel vor der Weltmeisterschaft austragen wollen.




Eishockey-Welt- und Europa-Meisterschaft 1934

29. November 1933: Verband lädt Spieler zum Training ein Der Verbandskapitän Hans Weinberger hat für heute folgende Auswahlspieler zu einem Training eingeladen:

Wiener Eislauf Verein: Hermann Weiss, Hans von Trauttenberg, Jaques Dietrichstein, Josef Göbl, Friedrich Demmer, Karl Kirchberger, Walter Sell, Karl Rammer,
Hockeclub Währing: Benesch, Franz Csöngei, Lambert Neumayer, Willibald Stanek, Rudolf Vojta,
Eishockey Klub Engelmann: Karl Oerdögh, Hans Tatzer, Oskar Nowak, Gartner,
Innsbrucker Eislauf Verein: Otto Amenth,


24. Jänner 1934: Training für eine Spielerauswahl zur WM in Mailand Verbandskapitän Hans Weinberger hat alle für die Österreichische Nationalmannschaft in Frage kommenden Spieler heute zu einem Training auf den WEV-Platz eingeladen:

  • Torleute: Otto Amenth (IEV), Karl Oerdögh (EKE), Hermann Weiss (WEV),
  • Verteidiger: Jaques Dietrichstein (WEV), Josef Göbl (WEV), Franz Schüssler (EKE), Karl Stuchly (EKE),
  • Stürmer: Hans Tatzer (EKE), Oskar Nowak (EKE), Friedrich Demmer (WEV), Karl Kirchberger (WEV) Franz Csöngei (HCW), Konrad Glatz (EKE), Karl Rammer (WEV), Hans Stertin (KAC), Reinhold Egger (KAC)
Baron Hans von Trauttenberg, der sich in England aufhält, steht aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung, bei Emil Seidler (Leoben) sind es private Gründe, er macht seine Matura in nächster Zeit.


Nach diesem Training wird der Verbandstrainer die Aufstellung für Mailand bekannt geben. Diese Mannschaft wird auch gegen eine ausländische Mannschaft am 30. Jänner 1934 antreten.

Die Abreise des nominierten Teams nach Mailand ist für die nächste Woche Donnerstag vorgesehen.


01. Februar 1934: Aufstellung der Natinalmannschaft für Mailand

Der Verbandstrainer Hans Weinberger gab die Mannschaftsaufstellung für Mailand wie folgt bekannt.
  • Tormänner: Karl Oerdögh (EKE), Otto Amenth (IEV),
  • Verteidiger: Jaques Dietrichstein (WEV), Franz Schüssler (EKE), Karl Stuchly (EKE),
  • Stürmer: Hans Tatzer (EKE), Oskar Nowak (EKE), Franz Csöngei (HCW), Karl Kirchberger (WEV), Friedrich Demmer (WEV), Karl Rammer (WEV); Hans Stertin (KAC), Reinhold Egger (KAC), Reiseführer: Verbandskapitän Hans Weinberger und Vizepräsident Josef Albrecht.
Josef Göbl kann aus beruflichen Gründen nicht mitfahren. Dafür ist Karl Stuchly mit dabei.


  • Vizepräsident Josef Albrecht wird Österreich auch bei Internationalen Kongreß vertreten.


  • 01. Februar 1934: Die Nationalmannschaft verläßt um 22.00 Uhr mit der Südbahn Wien und trifft in Mailand um 16.40 Uhr am nächsten Tag ein. Die Mannschaft wird im Hotel Principe di Savoja Quartier nehmen, ebenso wie Kanada und Belgien. In diesem Hotel wird auch die Verlosung stattfinden. Der Kongreß tagt im Mailänder Rathaus.
  • Am 4. Februar 1934 stellte Österreich zusammen mit Ungarn die Tor-Schiedsrichter.
Datum Spielort Mannschaften Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
03. Februar 1934 Mailand Österreich - Deutsches Reich 2:1(0-1,1-0,1-0) s.u.
05. Februar 1934 Mailand Österreich - Italien 0:1(0-1,0-0,0-0) ausverk. s.u.
07. Februar 1934 Mailand Österreich - Tschechoslowakei 0:4(0-0,0-1,0-3) 500 s.u.
08. Februar 1934 Mailand Österreich - USA 0:1(0-1,0-0,0-0) ausverk. s.u.
09. Februar 1934 Mailand Österreich - Großbritannien 2:1(0-1,0-0,2-0) s.u.
10. Februar 1934 Mailand Österreich - Rumänien 3:1(0-0,0-0,3-1) s.u.
11. Februar 1934 Mailand Österreich - Italien 2:2(1-0,0-1,0-0,1-1) s.u.


Spiel 3. Februar 1934 Ö - Deutsches Reich

  • Schiedsrichter: Brown, USA Beginn: 18.00 Uhr
  • Team Ö: Tor: Otto Amenth (IEV), Verteidiger: Karl Stuchly (EKE), Franz Schüssler (EKE), 1. Sturm: Franz Csöngei (HCW), Friedrich Demmer (WEV), Karl Kirchberger (WEV), 2. Sturm: Karl Rammer (WEV), Oskar Nowak (EKE), Hans Tatzer (EKE),
  • Team Deutsches Reich: Tor: Kaufmann (Brandenburg), Verteidiger: Römer (BSC), Bethmann-Hollweg (Riessersee), 1. Sturm: Jänecke (BSC) , Keßler (Brandenburg), Orbanowski (BSC), 2. Sturm: Dr. Strobl (Riessersee), Lang (Riessersee).


  • Im ersten Drittel legten beide Mannschaften mit großem Schwung los. Die Deutschen wollten mit Durchbrüchen und Energie die Tore erzielen, die Österreicher mit technisch hochwertigem Spiel. Das Tor von Otto Amenth wurde mehrfach beschossen und in der zweiten Minute gelang es Orbanowski von der Deutschen Mannschaft das Führungstor einzuschießen. Auch im zweiten Drittel greifen die Deutschen mit aller Wucht an. Ein Treffer der Deutschen wird von den Schiedsrichtern nicht anerkannt. Auch ein Treffer von Karl Kirchberger bleibt die Anerkennung versagt. Dann aber greifen die Österreicher mit einem Kombinationspiel von Karl Kirchberger und Demmer an, wobei Demmer die Scheibe unhaltbar ins deutsche Tor trifft. Die Österreicher verstärken ihre Angriffe weiter und spielen überlegen aufs Tor der Deutschen. Im letzten Drittel versuchen beide Mannschaften durch schnelles Spiel einen weiteren Treffer zu erzielen. Frank, aus der deutschen Mannschaft, erhält eine Zeitstrafe von zwei Minuten und alle gehen eigentlich davon aus, das eine Verlängerung notwendig sein wird. Zwei Minuten vor Schluß sehen die Zuschauer eine Kombination von Karl Rammer und Oskar Nowak, wobei Letzgenannter die Scheibe ins gegnerische Tor hineinschießt. Den Zuschauern hat das mit 2:1(0-1,1-0,1-0) von Österreich gewonnene Eishockeyspiel sichtlich gefallen.



Spiel 5. Februar 1934 Ö - Italien

  • Schiedsrichter: Grant (Kanada), Brown (USA), Torrichter: Großbritannien, Beginn: 22.00 Uhr
  • Team Ö: Tor: Otto Amenth (IEV), Verteidiger: Karl Stuchly (EKE), Franz Schüssler (EKE), 1. Sturm: Franz Csöngei (HCW), Friedrich Demmer (WEV), Karl Kirchberger (WEV), 2. Sturm: Karl Rammer (WEV), Oskar Nowak (EKE), Hans Tatzer (EKE),
  • Team Italien: Tor: Gerosa, Verteidiger: Roncarelli, Baroni, Sturm: Dionist, Mussi, Scotti, Travati, Benosta, de Mazerry,
  • Der Eispalast war bis auf den letzten Platz besetzt. Der Beginn des Spiels verzögerte sich bis 22.30 Uhr. Die Österreicher waren im ersten Drittel den Italienern überlegen. Trotzdem glückte den Italiener in der zweiten Minute ein Weitschuss von Dionisi, der das Spiel entschied. Ein Österreicher lief aus der Schussbahn des Italieners und so konnte Otto Amenth die Scheibe nicht rechtzeitig sehen, als diese plöztlich unbehindert auf ihn zukam und ins Tor ging. Das zweite Drittel blieb torlos. Die Österreicher drängen die Italiener in ihre Hälfte zurück und das italienische Publikum unterstützt lautstark ihre Mannschaft. Franz Csöngei wird bei einer der Abwehrmaßnahmen verletzt. Im letzten Drittel bleibt nur Hans Tatzer als Verteidiger zurück und vier Spieler stürmen auf das italienische Tor. Die Stürmer haben Pech und kein Treffer gelang. Franz Csöngei wurde durch ein schweres Foul des Italieners Roncarelli verletzt. ist so erheblich, dass er im folgenden Spiel gegen die Tschechoslowakei nicht mit antreten konnte. So endet das Spiel 1:0(1-0,0-0,0-0) für Italien. Nach dem Abpfiff stürmen die Zuschauer die Eisfläche und feiern ihre Siegesmannschaft. Das die Italiener ein so gutes Eishockey spielen ist nicht verwunderlich. Sie werden vom österreichischen Internationalen Ulli Lederer trainiert, der ja selbst einige Jahre in der Nationalmannschaft war. Alle drei Mannschaften aus der Gruppe haben die gleiche Punktzahl. Daher beschließen die Verantwortlich, alle drei Mannschaften weiterkommen zu lassen.
  • Österreich kommt in der Zwischenrund in die Gruppe A, in der auch die Tschechoslowakei und die USA spielen.



Spiel 7. Februar 1934 Ö - Tschechoslowakei

  • Schiedsrichter: Brown (USA), Loicq (Belgien) Beginn: 17.00 Uhr
  • Team Ö: Tor: Otto Amenth (IEV), Verteidiger: Karl Stuchly (EKE), Franz Schüssler (EKE), 1. Sturm: Hans Tatzer (EKE), Friedrich Demmer (WEV), Karl Kirchberger (WEV), 2. Sturm: Karl Rammer (WEV), Oskar Nowak (EKE), Hans Stertin (KAC),
  • Team Tschechoslowakei: Tor Peka, Verteidiger. Dorasil, Dr. Pusbaur, Sturm: Malecek, Hromadka, Tosicka, Cetkowsky, Kucera,
  • Die Tschechoslowakei schlug heute Österreich mit 4:0(0-0,1-0,3-0). Franz Csöngei, der im Spiel gegen Italien verletzt worden war, konnte nicht mit antreten. Das erste Drittel war offen, da beide Mannschaften gleichwertig spielten. Der Innsbrucker Torwart Otto Amenth hatte einen schlechten Tag und ließ mehrere Tore durch, die jederzeit hätten gehalten werden können. Ansonsten war er immer ein verläßlicher Mann im Tor der Österreicher gewesen. Das erste Drittel war offen, da beide Mannschaften gleichwertig spielten. Tosicka hatte eine gute Chance in der 13. Minute, vergab aber und gleich darauf vertat er auch eine weitere Chance aus einer Vorlage von Malecek. Im zweiten Drittel wurde schärfer gespielt und die Tschechoslowaken hatten zeitweise die Oberhand. Nach fünf Minuten wurde Franz Schüssler auf die Bank verwiesen, da er Malecek gefoult hatte. In dieser Strafzeit konnte Dorasil(Kutschera lt. WNN) zum 1:0 einschießen. Es hatte ein Bully vor dem Tschechoslowakischen Tor gegeben. Dorasil holte sich die Scheibe, ging auf der rechten Seite durch. Sein Flankenschuss aus einem ziemlich spitzen Winkel war für Otto Amenth nicht haltbar. Die Österreicher versuchten verschiedene Vorstöße, konnten den Torwart der Tschechoslowaken aber nicht bedrängen. Im letzten Drittel wurde das Spiel Österreichs schwächer. Malecek blieb die ersten 10 Minuten auf dem Eis. Aber erst als Cetkowsky und Kudera mit aufs Eis kamen, lief es für die Tschechoslawaken besser. In der 6. Minute konntn sie einen Treffer erzielen. Malecek hatte auf Otto Amenth geschossen und die Scheibe prallte ab an die Bande. Cetkowsky holte die Scheibe vor das österrreichsiche Tor und Kucera konnte einschießen. Die Österreicher stürmten wieder mit vier Spielern das gegnerische Tor, blieben aber ohne Erfolg. In der neunten Minute konnte Malecek aus 20 Meter Entfernung ins Tor der Österreiher treffen. Kucera gab ihm eine Vorlage, Malecek umspielte Franz Schüssler und schoss. In der 13. Minute fiel dann der Treffer zum 4:0 Endstand. Kucera gab nach rechts an Cetkowsky, der dann einschoss. Die tschechoslowakische Mannschaft besteht aus jahrelang erfahrenen Spielern, während die Österreicher zum Teil auf junge Spieler zurückgreifen musste. Spieler wie z.B. von Trauttenberg, Josef Göbl und Ert fehlen, um nur einige zu nennen.

Spiel 8. Februar 1934 Ö - USA

  • Schiedsrichter: Loicq (Belgien), Marwich (Großbritannien) Beginn: 20.15 Uhr
  • Team Ö: Tor: Karl Oerdögh (EKE), Verteidiger: Karl Stuchly (EKE), Franz Schüssler (EKE), 1. Sturm: Hans Stertin (KAC), Reinhold Egger (KAC), Hans Tatzer (EKE), 2. Sturm: Karl Kirchberger (WEV), Friedrich Demmer (WEV), Franz Csöngei, (HCW);
  • Team USA: Tor: Harnedy, Verteidiger: Smith, Besson, Stürmer: Bender, Mc Donald, Jeremiah, Stubbs, Maley, Risou,
  • Da einie Spieler schon abgekämpft waren, wurden die beiden KAC-Leute mit ins Team der Österreicher genommen. Die Mannschaft konnte im Tempospiel mit den Amerikanern standhalten. Die Österreicher verloren bei ausverkauftem Haus gegen die USA mit 0:1(0-1,0-0,0-0). Das ein so knappes Ergebnis gegenüber einem Eishockeyland USA erzielt wurde, muss trotz des verlorenen Spieles als Erfolg bezeichnet werden. Im ersten Drittel konnte in der 3. Minute Maley ein Tor zuerkannt bekommen. Die Scheibe rollte auf das österreichische Tor zu, prallte am Schlittschuh von Karl Oerdögh ab und ging ins Tor. Die Österreicher hatten noch viele Chancen. Einmal ging ein Bombenschuss vom Reinhold Egger nur Millimeter am Tor der Amerikaner vorbei. Im zweiten Drittel gelang Reinhold Egger ein Schuss an die Stange des USA-Tores, bzw. ging Millimeter entfernt vorbei. Die USA hatten jetzt einiges mehr vom Spiel. Ab der 11. Minute spielten die Amerikaner längere Zeit mit der Scheibe vor dem Österreichischen Tor. Endlich konnte dann Hans Tatzer am Boden liegend den Puck aus dem Gefahrenbereich bringen. Im letzten Drittel griffen die Amerikaner stark an, die Österreicher konnten diese Angriffe aber alle abwehren und selbst eine größere Anzahl von Gegenangriffen starten. Kurz vor Schluss hatten die Österreicher wieder eine gute Chance, aber die Scheibe ging knapp am Tor vorbei. Franz Csöngeis Verletzung aus dem Italienspiel brach nach einem Zusammenstoß wieder auf und behinderte ihn beim Spiel. Die beiden Klagenfurter Spieler verstanden sich bestens mit Tatzer und bildeten eine gute Sturmreihe.


  • Da Österreich beide Spiele in der Zwischenrunde verloren hat, spielt es jetzt in der Gruppe für die Plätze 7 bis 12. Großbritannien, Rumänien und Italien sind hier die Gegner.

Spiel 9. Februar 1934 Ö - Großbritannien

  • Schiedsrichter: Beginn: 17.00 Uhr
  • Team Ö: Tor: Karl Oerdögh (EKE), Verteidiger: Karl Stuchly (EKE), Franz Schüssler (EKE), 1. Sturm: Karl Kirchberger (WEV), Oskar Nowak (EKE), Friedrich Demmer (WEV), 2. Sturm: Hans Stertin (KAC), Reinhold Egger (KAC), Hans Tatzer (EKE),
  • Team Großbritannien:
  • Österreich konnte die Mannschaft aus Großbritannien mit 2:1(0-1,0-0,2-0) schlagen. In der sechsten Minute des ersten Drittels zögerte Stuchly zu lange und konnte dann nicht mehr verhindern, Davey holte sich die Scheibe und schoss ins österreichische Tor. Die Österreicher schienen müde zu sein. Auch die Engländer ließen den notwendigen Elan für das Spiel vermissen. Im zweiten Drittel ware Österreich leicht überlegen, passte aber vor dem gegenerischen Tor schlecht. Im letzten Drittel wechselte Hans Tatzer in den 1. Sturm. Der Angriff wurde schwungvoller und Hans Tatzer konnte nach einer Vorlage von Karl Kirchberger den Ausgleich erzielen. In der vorletzten Minute ging Demmer nach vorne, er passte zur Mitte zu Hans Tatzer und dieser schoss zum Führungstreffer ein. Die Engländer versuchten nun mit allen Mitteln, das Ausgleichstor zu erzielen. Das Spiel wurde härter. Hans Tatzer wurde gleichzeitig mit Karl Kirchberger wenige Sekunden vor Schluss auf die Bank geschickt. Die Engländer konnten dieses aber nicht mehr ausnutzen.


Spiel 10. Februar 1934 Ö - Rumanien

  • Schiedsrichter: Beginn: 15.00 Uhr
  • Team Ö:
  • Team Rumänien:
  • Österreich besiegte Rumänien mit 3:0(0-0,0-0,3-0). Die Österreicher waren in den ersten zwei Dritteln den Rumänen überlegen. Ihr guter Torhüter machte wehrte jedoch alle Schüsse auf sein Tor ab. Im letzten Drittel konnte Hans Tatzer dann das Führungstor für die Österreicher einschießen. Das zweite Tor schoss einige Zeit später Friedrich Demmer ein. Das 3:0 und damit den Endstand konnte Karl Kirchberger ins Tor bringen.


Spiel 11. Februar 1934 Ö - Italien

  • Schiedsrichter: Beginn: 17.00 Uhr
  • Team Ö: Tor: Karl Oerdögh (EKE), Verteidiger: Karl Stuchly (EKE), Franz Schüssler (EKE), 1. Sturm: Karl Kirchberger (WEV), Friedrich Demmer (WEV), Hans Tatzer (EKE), 2. Sturm: Hans Stertin (KAC), Reinhold Egger (KAC), Franz Csöngei (HCW),
  • Team Italien: Tor: Gerosa, Verteidiger: Baroni, Marazza, Sturm: Rossi, de Mazerry, Dionist, Benosta, Mussi, Medri,
  • Das Spiel zwischen Österreich und Italien endete 2:2(1-0,0-1,0-0, 0-0,0-0,1-1). Im ersten Drittel konnte Franz Csöngei den Führungstreffer erzielen. Im zweiten Drittel konnte Mussi für Italien ausgleichen. Das dritte Drittel blieb torlos. Daraufhin wurde eine Verlängerung von 3 x 10 Minuten gespielt. In der dritten Nachspielzeit war Kirchberger in der zweiten Minute erfolgreich. Beide Mannschaften sind Müde und es ist nicht mehr das schnellste Spiel. Da kann Venosta für Italien überraschend noch den Ausgleichstreffer erzielen.


Abschlusstabelle Eishockey-Europameisterschaft 1934

Platz 'Teilnehmer Bemerkungen
1 Deutsches Reich Goldmedaille
2 Schweiz Silbermedaille
3 Tschechoslowakei Bronzemedaille
4 Ungarn
5 Österreich
6 Großbritannien
7 Italien
8 Rumänien
9 Frankreich
9 Belgien


  • Bei der Eishockey-Europameisterschaft in Mailand erreichte Österreich den 5. Platz. Bei der gleichzeitig stattfindenden Weltmeisterschaft wurde Österreich Siebter.





Saison 1934/35

Nationalspiele ohne Meisterschaften

  • 28. Dezember 1934:

Der Verbandskapitän Weinberger hat für heute ein erstes Training für 21.00 auf dem WEV-Platz angesetzt. Als Teilnehmer sind vorgesehen:

Wiener Eislauf Verein: Josef Göbl, Karl Kirchberger, Friedrich Demmer, Jaques Dietrichstein,
Eishockey Klub Engelmann: Hans Schneider, Oskar Nowak, Franz Csöngei, Franz Schüssler, Hans Tatzer, Josef Wurm,
Hockeyclub Währing: Willibald Stanek, Rudolf Vojta, Horwarth,
Mödlinger Eislauf Club: Habel

Auf den Wiener Athletiksport Club-Mann Josef Mayer muss Weinberger verzichten, da der Verein heute ein Meisterschaftspiel auszutragen hat.

Datum Spielort Mannschaften Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
3. November 1934 Paris, Sportpalast Österreich - Francaise Volants 1:3(0-1,1-1,0-1) 10000 s.u.
2. Jänner 1935 Mödling, Kunsteisbahn Österreich - Winnipeg Monarchs 0:12(0-2,0-5,0-5) 1000 s.u.
9. Jänner 1935 Wien, Engelmann-Platz Österreich - Kanada NM (Winnipeg Monarchs) 0:6(0-2,0-1,0-3) 4500 s.u.
10. Jänner 1935 Wien, WEV-Platz 0:5(0-1,0-3,0-1) 4500 s.u.
14. Jänner 1935 Wien, WEV-Platz Österreich Team 1 - Team 2 2:1(0-1,1-0,1-0) s.u.
01. Februar 1935 Wien, WEV-Platz Österreich - Polen 0:4(0-2,0-1,0-1) 1500 s.u.
8. März 1935 Wien, Engelmann-Platz Österreich - Stade Francais Österreich - Stade Francais 1:1(0-0,0-1,1-0) 1500 s.u.

Spiel 3. November 1934 Ö - Francais Volants

  • Schiedsrichter:
  • Team Ö: Tor: Karl Oerdögh (EKE), Verteidiger: Rudolf Vojta (HCW), Baron Hans von Trauttenberg (London), Stürmer: Karl Kirchberger (WEV), Friedrich Demmer (WEV), Seidler (Leoben), Franz Csöngei (EKE), Oskar Nowak (EKE), Reinhold Egger (KAC), Reisebegleiter: Verbandskapitän Hans Weinberger
  • Team Francais Volants:Tor: Mc Kann (Kanadier), Verteidiger: Charly Ramsay (Kanadier), Lorin, 1. Sturm: Gaudette (Kanadier), Mousette(Kanadier), Haßler, 2. Sturm: Bojard, Laccariere, Savoje,
  • Völlig untrainiert begibt sich die Nationalmannschaft auf den Weg nach Paris. Bereits in der vorigen Saison hatte man das gleiche Wagnis unternommen. Die Wiener Auswahl holte da ein Unentschieden heraus. Der Verbandskapitän hat dieses Mal den jüngeren den Vortritt gelassen, damit sie aus dem Spiel lernen. Das diesjährige Team in Paris ist kein unerheblicher Gegner und so werden es die Wiener schwer haben, ein gutes Ergebnis zu erzielen.
  • In Paris konnten die Wiener am Tag vor dem Spiel im Palais dé Sports einige Trainingseinheiten absolvieren und das Eis kennenlernen. Der Gegner hatte bereits mehrere Spiele in dieser Saison hinter sich. In der Mannschaft Francais Volants spielten nur 4 Franzosen, der Rest waren Kanadier. Die NM wurde 3:1(0-1,1-1,0-1) geschlagen. Im ersten Drittel waren die Franzosen erfolgreich und schossen im zweiten Drittel auch ein weiteres Tor ein. Dann erzielte der Leobener Seidler einen Treffer für Österreich. Friedrich Demmer schoß auf das französische Tor, der Torwart wehrte die Scheibe ab. Sie prallte gegen Seidler und flog zurück ins Tor der Franzosen. Im letzten Drittel waren die Franzosen erneut zum 3:1 Endstand erfolgreich. Für die Franzosen trafen Ramsey, Mousette und Cadoret. Jeff Dickson, der verantwortliche für die Francais Volants und Organisator des Europa-Cups lud die Wiener zu einem weiteren Spiel ein.

Spiel 2. Jänner 1935 Auswahl Österreich - Winnipeg Monarch EHC

  • Schiedsrichter: Kurt Wollinger
  • Team Wiener Auswahl: Habel(MEC), Pummer, Rudolf Vojta (HCW), Brandl(HCW), Willibald Stanek (HCW), Horwath (HCW), Lebmann, Nehammer, Posowat,
  • Team Winnipeg Monarch: Roy Hinkel, Cam Shewan, Vic Lindquist, Archie Creighton, Norm Yellowlees, Joe Rivers, Albert Le May. Nicht zum Einsatz kamen Anthony Le May, Art-Rice Jones, Roman Rivers, Manager: Reynolds.
  • Eigentlich sollte in Innsbruck gespielt werden, dort ist aber kein Natureis vorhanden. Als der OeEHV die Anfrage der Kanadier erhielt, fragte man in Mödling nach, ob das Spiel dort stattfinden könne. Der Sektionsleiter Richard Bugno sagte natürlich sofort zu. Jetzt musste der Verband das Problem lösen, eine Mannschaft aufzustellen. Der EKE und der WEV sind mit ihren Teams im Ausland unterwegs. Einige Spieler konnten aber aus beruflichen Gründen nicht mitfahren. Bleiben noch die Spieler von Währing und Mödling. Außerdem hat sich der OeEHV mit Leoben in Verbindung gesetzt, um evtl. auf die Gebrüder Seidler zurückgreifen zu können. Diese mussten aber aus beruflichen Gründen absagen. Da stellte der Verbandstrainer eine reine Nachwuchsmannschaft auf. Die Kanadier sind gute Eisläufer, erstklassige Techniker und haben einen ausgezeichneten Torschuss. Da in Garmisch-Partenkirchen drei ihrer Spieler verletzt wurden, hatte die Mannschaft nur zwei Ersatzspieler im Einsatz. Einer der Verunfallten war der Torwart Jones, der am Fuß verletzt war. Dies tat dem Spiel aber keinen Abbruch. Zahlreiche Prominenz war erschienen, um dem Spiel zuzusehen. Die Mannschaften stellten sich vor der Ehrentribühne auf und die Nationalhymnen wurden gespielt, erst die Englische, dann die eigene Hymne. Der Bürgermeister von Mödling, Landtagsabgeordneter Lobatschek, wies in einer kurzen Rede darauf hin, das Mödlingen der erste Ort außerhalb Wiens sein, der eine kanadische Mannschaft zu Gast habe. Die Kanadier dankten dem Bürgermeister mit einem dreifachen "Hipp, hipp, hurra".
  • Die Kanadier spielten in weiß-violetten Trikots. Joe Rivers stand für den verletzten Jones im Tor. Im ersten Drittel leisteten die Österreicher Widerstand im Spiel. Rivers und Shemann schossen die Tore. Im zweiten Drittel trafen die Kanadier Rivers2, Linquist, Yellowlees und Creighton. Die Kanadier waren jetzt die Akteure. Im letzten Drittel hatten die Kanadier das Spiel auch fest in iher Hand. Yellowlees, Rivers, Shewan, Hinkel und Linquist trafen ins österreichische Tor. Der Ersatztorwart wickelte das Spiel mit stoischer Ruhe ab und hielt jeden Schuss auf sein Tor. Doch einmal ging das Temperament mit ihm durch. Als alle Kanadier einen Angriff starteten, ging auch er mit vor und ließ das Tor alleine. Das wurde ihm aber dann bewußt und er beeilte sich, bevor ein Schuss kommen würde, wieder ins Tor zurück zu kommen. Dem Publikum gefiel so etwas. Der beste Spieler der Kanadier war der Verteidiger Shewan. Alle Spieler aus Übersee verstanden es, im raschen Lauf jäh zu stoppen und dann den Schuss auf Tor abzugeben. Dies bedeutete in der Regel eine freie Schussbahn für den Spieler. An der Zementumrandung waren sie vorsichtig und stoppten immer rechtzeitig ab. Bei den Österreichern zeigte Howarth sein Können und auch Willibald Stanek spielte nicht schlecht. Auch Rudolf Vojta muss hier genannt werden, der die Scheibenannahme sehr gut beherrscht. Die Österreicher wurden durch das Eis begünstigt. Es regnete etwas und das Eis war rauh und langsam. Die Österreicher spielten in orangenen Trikots. Der Endstand lautet 12:0(2-0,5-0,5-0) für die Kanadier. Die 1000 Zuschauer sahen gutes Eishockey.

Spiel 9. Jänner 1935 Ö - Kanada NM

  • Schiedsrichter: Alfred Revy, Loria, Zeitnehmer: Aigner, Ing. Langfelder, Torrichter: Fantl, Reinhold Egger.
  • Team Ö: Tor: Karl Oerdögh (EKE), Verteidiger: Franz Schüssler (EKE), Rudolf Vojta (HCW), 1. Sturm: Hans Tatzer (EKE), Oskar Nowak (EKE), Hans Schneider (EKE), 2. Sturm: Karl Kirchberger (WEV), Friedrich Demmer (WEV), Willibald Stanek (HCW)
  • Team Kanada NM/Winnipeg Monarch: Tor Rice-Jones, Verteidiger: Hinkel, Joe Rivers, Stürmer: Anthony Le May, Vic Linquist, Norm Yellowlees, Archie Creighton, Romeo Rivers, Cam Shewan


  • Es spielte die Mannschaft der Winnipeg Monarchs aus Kanada. Diese vertreten Kanada bei den Welt- und Europameisterschaften in Davos. Sie sind also der Nationalmannschaft aus Kanada gleichzusetzen. Die Kanadier haben noch drei Spieler von den Olympischen Spielen in Lake Placid 1932 in ihren Reihen: Linquist, Hinkel und Romeo Rivers. Rivers ist der Nationalheld in Kanada, da er bei dem entscheidenden Spiel Kanada - USA das Siegestor schoss. Sie treffen heute vormittag mit der Bahn ein und sind im Hotel Weißl u. Schadn untergebracht. Das Spiel findet auf der Kunsteisbahn Engelmann
  • Mehr als 4500 Besucher wollten das Spiel sehen. Unter den Gästen befanden sich auch der obertste Sportführer Fürst Rüdiger von Starhemberg, Feldpilot Hauptmann Winkler, Oberst Pötsch und Richard Brünner vom Fechtverband, um nur einige zu nennen. Dem obersten Sportführer wurden die beiden Mannschaften vorgestellt und danach die Hymnen der beiden Länder gespielt. Im ersten Drittel, bei stärkerem Schneefall, kam der erste Schuss von Hans Tatzer, aber in der dritten Minute traf Romeo Rivers erstmals ins Tor der Österreicher. Das Eis ist langsamer, was den Österreichern entgegen kommt. Hans Tatzer und Oskar Nowak unternehmen gute Angriffe und geben mehrere Schüsse ab. Ein Vorstoß Friedrich Demmers bringt das kanadische Tor in Gefahr. Mit ein bißchen Glück kann der östereichische Torwart Karl Oerdögh zwei scharfe Schüsse auf sein Tor halten. Doch dann trifft Anthony Le Mai ins Tor und es steht 2:0 für Kanada. Bei dieser Szene gab es ein großes Gedränge vor dem Tor von Karl Oerdögh und als dieser am Boden lag ging der Puck über ihn hinweg ins Tor. In der Pause zeigten Emmy Putzinger und Rada ihr Kürprogramm und erhielten viel Beifall. Im zweiten Drittel wurde der Schneefall geringer und es entstand ein schnelleres Spiel. Creighton versenkte die Scheibe zum 3:0. Der EKE-Sturm griff weiter beherzt an und Franz Schüssler konnte einige gute Weitschüsse abgeben. In der folgenden Pause zeigen die Geschwister Teile ihres Paarlaufprogrammes. Im letzten Drittel hatte der Schneefall aufgehört und das Eis war gesäubert worden. Der Verteidiger Hinkel traf ins Tor und noch zweimal war Anthony Le May erfolgreich. Endstand 6:0(2-0,1-0,3-0) für die kanadische Nationalmannschaft.
  • Die Kanadier Linquist, Shewan, Creighton zeigten schöne Kombinationen, die immer bis knapp vor das Tor der Österreicher gingen. Romeo Rivers ließ sich vom Schnee nicht beirren und legte eine rasane Schnelligkeit auf das Eis und zeigte Schneid bei seinen Angriffen. Besonders gut waren Hans Tatzer und Oskar Nowak bei den Österreichern


Spiel 10. Jänner 1935 Ö - Kanada NM

  • Schiedsrichter: Alfred Revy, Aigner, Zeitnehmer: , Torrichter: .
  • Team Ö: Tor: Hermann Weiss (WEV) Verteidiger: Franz Schüssler (EKE), Rudolf Vojta (HCW), 1. Sturm: Hans Tatzer (EKE), Oskar Nowak (EKE), Hans Schneider (EKE), 2. Sturm: Karl Kirchberger (WEV), Josef Göbl WEV), Willibald Stanek (HCW)
  • Team Kanada NM/Winnipeg Monarch: Tor Rice-Jones, Verteidiger: Hinkel, Joe Rivers, Stürmer: Anthony Le May, Vic Linquist, Norm Yellowlees, Archie Creighton, Cam Shewan, Romeo Rivers,
  • Das Spiel findet auf der Kunsteisbahn des WEV am Heumarkt statt. Im ersten Drittel spielten die Kanadier zurückhaltend, so dass die Sturmreihen der Österreicher die Möglichkeit zu Angriffen auf das kanadische Tor fanden. In der achten Minute konnte Joe Rivers bis ans österreichische Tor vordringen und die Scheibe an dem auf dem Boden liegenden Weiß vorbei ins Tor einschießen. Im zweiten Drittel gingen die Kanadier stärker vor und in der zweiten Minute konnte der Verteidiger Hinkel ein Tor erzielen. Die Kanadier spielten fair, waren aber mit ihrer Körperkraft den Wienern überlegen. In der sechsten Minute gab es dann einen weiteren Treffer von Shewan. Der Schuss von ihm war unhaltbar. Jetzt folgt ein Sturz Willibald Staneks, der sich an der Hüfte verletzt und aus dem Spiel ausscheidne muss. Die 4.500 Zuschauer sehen ein sehr gutes Eishockeyspiel. Tormann Weiß ist gut in Form und hält eine Reihe von Torschüssen. In der 14. Minute folgt ein Treffer von Anthony Le May. Im letzten Drittel hat Hans Tatzer eine große Chance vor dem leeren Tor der Kanadier, trifft aber nicht hinein. In der sechsten Minute kann Joe Rivers dann auf 5:0(1-0,3-0,1-0) erhöhen und den Endstand des Spieles damit erzielen. Die Österreicher kämpfen dann noch bis zum Ende des Spiels, sind aber nicht erfolgreich im Abschluss.
  • Am nächsten Tag wird die kanadische Mannschaft im Rathaus der Stadt Wien vom Vizebürgermeister Major a.D. Lahr empfangen. Anwesend war auch der Präsident des OeEHV Dr. Schwarz. Die Kanadier überreichten dem Vizebürgermeister bei den Dankesworten ein Abzeichen des Vereins.

Spiel 14. Jänner 1935 Ö Team A - Ö Team B

  • Schiedsrichter: Aigner
  • Team A: Hermann Weiss (WEV), Jaques Dietrichstein(WEV), Gianelia (WEV), Brandl (HCW), Willibald Stanek (HCW), Howarth (HCW), Karl Kirchberger (WEV), Josef Göbl (WEV), Friedrich Demmer (WEV),
  • Team B: Karl Oerdögh (EKE), Franz Schüssler (EKE), Rudolf Vojta(HCW), Karl Rammer (WEV), Eisenstein ( ), Tschamler(WEV), Tatzer (EKE), Oskar Nowak (EKE), Schneider (EKE),
  • Das heutige Trainingsspiel war vom Verbandstrainer Hans Weinberger angesetzt worden. Es soll die Kondition erhalten und ihm helfen, die Mannschaftsaufstellung für die Welt- und Europameisterschaft in Davos zu finden. Das Team sollte auch Gelegenheit erhalten, dass Zusammenspiel zu üben. In dieser Beziehung konnte man nur mit Hans Tatzer und Friedrich Demmer zufrieden sein, da beide gut harmonierten. Weiß und Franz Schüssler kann man noch als gute Spieler nennen. Das war es aber auch schon. Im ersten Drittel kam Hans Tatzer durch einen Weitschuss für das B-Team zum Führungstor. Hans Tatzer und Josef Göbl tauschten die Plätze und Hans Tatzer konnte im zweiten Drittel für das A-Team nach einer schönen Vorlage von Friedrich Demmer einen Treffer erzielen. Verteidiger Franz Schüssler erhöhte mit seinem Torschuss dann auf den Endstand von 2:1(0-1,1-0,1-0)für das A-Team.


01. Februar 1935 Ö - Polen NM

  • Schiedsrichter: Sachs (Polen), Weinberger (Österreich)
  • Team Ö: Tor: Josef Wurm (EKE), Verteidiger: Rudolf Vojta(HCW), Franz Schüssler (EKE), 1. Sturm: Hans Tater(EKE), Oskar Nowak(EKE), Friedrich Demmer(WEV), 2. Sturm: Josef Göbel(WEV), Karl Kirchberger(WEV), Hans Schneider (EKE),
  • Team Polen: Stogowski, Sokolowski, Ludwiczak, Marchewczik, Wolkowski, Kowalski, Krol, Zielinski, Michalek, Verbandskapitän: Sachs
  • In diesem Spiel auf dem Heumarkt in Wien werden zum ersten Mal die neu geltenden Spielregeln im Eishockey auf österreichischem Boden angewandt. Darum wurden auch die Schiedsrichter Sachs und Weinberger eingesetzt. 1500 Zuschauer hatten sich eingefunden. Im ersten Drittel fielen die Tore für Polen durch Kowalski und Stowaski. Verteidigung und Torwart machten hierbei nicht die beste Figur. Nach er Pause gab es ein heftiges Schneetreiben und die Eisfläche wurde breiig. Es war kein Eishockeyspiel mehr, sondern ein stochern im Schnee. Aber auch hierbei waren die Polen effektiver. Ihnen gelang ein Treffer durch Wolkowski.Auch im letzten Drittel kamen die Polen mit dem Wetter besser klar und machten durch Wolkowski das 4:0(2-0,1-0,1-0) und damit den Endstand des Spiels.

Spiel 08. März 1935 Ö - Stade Francais

  • Schiedsrichter: Aigner, Loria,
  • Team Ö: Tor: Karl Oerdögh, Verteidiger: Rudolf Vojta (HCW), Franz Schüssler (EKE), 1. Sturm: Franz Csöngei(EKE), Oskar Nowak (EKE), Friedrich Demmer (WEV) 2. Sturm: Hans Tatzer (EKE), Josef Göbel (WEV), Willibald Stanek (HCW),
  • Team Stade Francais: Tor: Chaguett, Verteidigung.: Belhumeur, Katz, E. Besson, Stürmer: Peter Besson, Cadorette, Haguenauer, Gagnon, Claret,
  • Franz Csöngei laborierte noch an seiner Grippe und Friedrich Demmer konnte nicht antreten. So wurden Karl Kirchberger und Schneider als Ersatz in die Mannschaft genommen. Im ersten Drittel fielen bei ausgeglichenem Spiel keine Tore. Knapp vor Beginn des Matsches hatte schweres Schneetreiben begonnen, welches die Spieler doch erheblich behinderte. Jedes Drittel wurde mit einer Pause unterbrochen, um den Schnee zu beseitigen. Daher wurden 6 Spielzeiten mit 7,5 Minuten ausgetragen. Im zweiten Drittel konnte der Franzose Peter Besson den Führungstreffer einschießen. Kombinationen waren den Spielern nicht möglich, da der Schnee zu hoch auf dem Eis lag. Franz Csöngei musste noch einige Schüsse der Franzosen abwehren. in der sechsten Minute des letzten Drittels gelang es Hans Tatzer den Ausgleichstreffer zu setzen. Im letzten Sechstel versuchten die Österreicher noch einmal alles, um den Siegestreffer zu erlangen. Das Spiel endete mit 1:1(0-0,0-1,1-0). Das Spiel wurde mit dem letzten Drittel im Radio von Professor Schmieger übertragen und es wurde eine Schallplatte angefertigt.
Das Spiel war ein guter Abschluss für das Eishockeyjahr 1934/35. Man freute sich darüber, wie ausgezeichnet zeitweise die Wiener spielten. Insbesondere Hans Tatzer, der mit seinem Weitschuss das Tor für Österreich erzielte. Franz Csöngei und Friedrich Demmer wurden von Karl Kirchberger und Schneider gut vertreten. Josef Göbl lieferte wieder ein technisch sehr gutes Spiel. Der Schneefall kam sicherlich den langsameren Wienern zu Gute, um dieses hervorragende Ergebnis gegen die brilliant spielenden Franzosen zu gewinnen.


Eishockey-Welt- und Europameisterschaft 1935

Aufstellung der Mannschaft für Davos

  • Nach dem Trainingsspiel am 14. Jänner 1935 gab der Verbandstrainer Hans Weinberger die Mannschaftsaufstellung für Davos bekannt.
  • Tormänner: Karl Oerdögh (EKE), Hermann Weiß (WEV),
  • Verteidiger: Hans von Trauttenberg (London), Franz Schüssler (EKE), Rudolf Vojta (HCW),
  • Stürmer: Hans Tatzer (EKE), Oskar Nowak (EKE), Hans Schneider (EKE), Karl Kirchberger (WEV), Josef Göbl (WEV), Friedrich Demmer (WEV), Willibald Stanek (HCW), Howarth (HCW); Reiseführer: Verbandskapitän Hans Weinberger und Vizepräsident Alois Schaffer.
  • Der Vizepräsident Alois Schaffer wird Österreich beiM Internationalen Kongreß vertreten.
  • Die Nationalmannschaft verläßt am Donnerstag, den 16. Jänner 1935 um 20.10 Uhr mit der Westbahn Wien. Neben den Spielern sind auch Schlachtenbummler dabei, so der Spieler Huber vom ÖWSC-WAF und der Chef der Schokolandenfabrik Manner nebst Gattin.



  • Am 19. Jänner 1935 beginnen die Spiele und die Welt- und Europa-Meisterschaften im Eishockey. Es sind die 20. Spiele des internationalen Verbandes Ligue Internationale de Hockey fur Glace. Es nehmen die Mannschaften aus Kanada, Deutsches Reich, Schweiz, Frankreich, Tschechoslowakei, Großbritannien, Niederlande, Ungarn, Italien, Österreich, Rumänien, Schweden, Lettland, Polen und Belgien teil. Jeder geht davon aus, dass die Winnepeg Monarchs, die für Kanada spielen, hier den Weltmeisterschaftstitel holen. Die Österreicher haben eine junge Mannschaft aufgestellt. Der Verbandstrainer Hans Weinberger hat sich getraut, einige Spieler mit großem Namen zu Hause zu lassen und jungen Spielern eine Chance zu geben. Die beiden Spiele gegen die Kanadier in Wien haben gezeigt, dass die Mannschaft auf einem guten Weg ist. Baron von Trauttenberg aus London ist eine solide Verstärkung für die Verteidigung. Die Torleute Karl Oerdögh und Weiß sind gut und haben Erfahrung. Mit von Trauttenberg werden abwechselnd Franz Schüssler und Rudolf Vojta spielen, wobei Franz Schüssler der stärkere Spieler ist. Der erste Sturm besteht aus Hans Tatzer, Oskar Nowak und Schneider vom EKE. Die drei sind gut aufeinander eingespielt und sollten den Vorzug vor dem zweiten Sturm mit Karl Kirchberger, Friedrich Demmer, Josef Göbl erhalten. Josef Göbl mit seiner Routine, Ruhe und Erfahrung ist sicherlich eine Verstärkung, die sich posivtiv auswirken wird. Willibald Stanek und Howarth sind als Ersatz dabei.
  • Die neuen Spielregeln im Eishockey sind in Österreich noch nicht praktiziert worden. Es ist wichtig, diese Regeln schnell zu lernen und im Spiel umzusetzen.
  • Österreich spielt in der Gruppe C mit Rumänien, Belgien und der Tschechoslowakei
Datum Spielort Mannschaften Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
19. Jänner 1935 Davos Österreich - Tschechoslowakei 1:2(0-0,1-1,0-1) s.u.
20. Jänner 1935 Davos Österreich - Belgien 6:1(0-0,2-1,4-0) s.u.
21. Jänner 1935 Davos Österreich - Rumänien 2:1(0-0,0-0,2-1) 1000 s.u.
22. Jänner 1935 Davos Österreich - Schweiz 1:1(1-0,0-0,0-1,0-0) 800 s.u.
23. Jänner 1935 Davos Österreich - Großbritannien 1:4(0-0,1-2,0-2) s.u.
24. Jänner 1935 Davos Österreich - Frankreich 4:1(2-0,1-1,1-0) s.u.
26. Jänner 1935 Davos Österreich - Italien 2:1(0-0,2-1,0-0) s.u.
27. Jänner 1935 Davos Österreich - Schweden 1:3(1-2,0-0,0-1) s.u.


Spiel 19. Jänner 1935 Ö - Tschechoslowakei

  • Schiedsrichter: Römer (Deutschland), Jeromini (Schweiz) Beginn: 11.00 Uhr
  • Team Ö: Tor: Karl Oerdögh, Verteidiger: Hans von Trauttenberg, Franz Schüssler, 1. Sturm: Rudolf Vojta, Hans Tatzer, Hans Schneider, 2. Sturm: Karl Kirchberger, Friedrich Demmer, Josef Göbl,
  • Team Tschechoslowakei: Tor: Peka, Verteidiger: Dr. Pusbaur, Hromatka, 1. Sturm: Tosicka, Malecek, Kucera, 2. Sturm: Cetkowsky, Michalek, Cisar
  • Im ersten Drittel wollten beide Mannschaften kein Rikio eingehen und spielten daher verhalten. Mann wollte die Fehler des Gegners ausnutzen. Das Drittel blieb torlos.

In der vierten Minute des zweiten Drittels fiel das erste Tor durch den Tschoslowaken Tosicka. Malecek hatte ihn bei dem Angriff unterstützt. Jetzt änderte sich die Spielweise der Österreicher. Sie griffen an, versuchten aber überwiegend mit Weitschüssen den Gegner zu überwinden. Als sie merkten, dass dieses nicht ging, verstärkten sie den Angriff. Dann konnte Hans Tatzer in der 12. Minute ausgleichen. Die Scheibe ging auf den Tormann, rutschte von diesem ab und ging ins Tor. Am Anfang des letzten Drittel stand Schneider allein vor dem Tormann Peka, konnte diesen mit seinem Schuss aber nicht überwinden. Bei einem der folgenden Sturmangriffe der Tschechoslowaken konnte Malecek die österreichischen Verteidiger überwinden und zum 2:1(0-0,1-1,1-0) und damit dem Endstand einschießen. Jetzt machten die Tschechoslowaken hinten dicht. Die Österreicher fuhren Angriff auf Angriff, konnten aber kein Tor mehr erzielen. In der achten Minute erhielt Hromatka eine Zeitstrafe für zu hartes Spiel. Einige Zeit danach folgte ihm Dr. Pusbaur auf die Bank. Im Spiel hatte Karl Oerdögh zwar am Knie eine Verletzung erlitten, blieb aber trotzdem im Tor.



Spiel 20. Jänner 1935 Ö - Belgien

  • Schiedsrichter: Danfelopol (Rumänien), Sachs (Polen), Beginn: 9.30 Uhr
  • Team Ö: Tor: Karl Oerdögh, (Hermann Weiß), Verteidiger: Hans von Trauttenberg, Franz Schüssler, 1. Sturm: Karl Kirchberger, Friedrich Demmer, Josef Göbel, 2. Sturm: Hans Tatzer, Oskar Nowak, Willibald Stanek,
  • Team Belgien: Brohee, van den Drischl, Franck, Pelzer, van Reyschott, Kreitz, Brabanson, Lippens, Pootman.
  • Es war das erste Spiel des Tages und fand bei 15 Grad unter Null statt. Auf dem Eis musste man sich erst auf die Wetterverhältnisse einstellen.
  • Im ersten Drittel gelang den Österreichern wenig. Schuld war die off-side-Regel, auf die die Schiedsrichter besonders achteten, aber nicht die Österreicher. Nach 10 Minuten wurde Karl Oerdögh durch Weiß ersetzt, da das verletzte Knie aus dem ersten Spiel wieder Probleme bereitete. Es fiel kein Tor auf beiden Seiten. Im zweiten Drittel gelang es Hans Tatzer kurz nach dem Beginn ein Tor zu erzielen. Durch die österreichische Mannschaft ging ein Ruck und das Spiel nahm Fahrt auf. Jetzt konnte Willibald Stanek nach einem gut kombinierten Angriff das zweite Tor einschießen. Von Trauttenberg ging mit den Stürmern nach vorne. Als er bei einem dieser Vorstöße nicht schnell genug wieder vor dem eigenen Tor war, gelang dem Belgier Kreitz der Anschlusstreffer. Dann hatten die Österreicher großes Glück. Kreitz traf bei einem weiteren Vorstoß kurz danach nur die Torstange und nicht ins Tor. Im letzten Drittel hatten die Österreicher sich gefunden und spielten ihr gutes Eishockey mit allen Varianten. Die Belgier steckten langsam auf. In der fünften Minute konnte Hans Tatzer nach einer Vorlage von Oskar Nowak einschießen. Jetzt griffen die Wiener durchgängig an und bei einer Soloaktion von Friedrich Demmer traf dieser ins Tor. Der belgische Tormann hatte viel zu tun. Nachdem er einen Schuss von Oskar Nowak noch abwehren konnte,brachte Willibald Stanek die Scheibe in den Kasten. Den Abschluss machte Josef Göbl mit einem wunderschönen Dribbelgang, überspielte erst die Verteidigung, dann den Torwart und der Puck war im belgischen Tor.



Spiel 21. Jänner 1935 Ö - Rumänien

  • Schiedsrichter: Sachs (Polen), Shewan (Kanada), Beginn: 11.00 Uhr Platz II
  • Team Ö: Tor: Hermann Weiss, Verteidiger: Hans von Trauttenberg, Franz Schüssler, 1. Sturm: Karl Kirchberger, Friedrich Demmer, Josef Göbel, 2. Sturm: Hans Tatzer, Oskar Nowak, Willibald Stanek,
  • Team Rumänien: Maescine, Anastasiu, Buja, Botez, Batar, Ticu, Camtacuzene, Rabinovici, Suck,
  • Die Österreicher spielten zu Beginn ohne Schwung. Sie wurden weder im ersten, noch im letzten Drittel gefährlich. Vielleicht kam das daher, dass man ja schon in der Zwischenrunde war und sich dieses im Kopf festgesetzt hatte.
  • Im letzten Drittels hatten die Rumänen die Angriffe der Österreicher abgewehrt und gingen dann in der sechsten Minute zum Gegenangriff über. Cantacuzene hatte freie Bahn, lief auf das Österreichische Tor zu und schoss ungehindert zum Führungstreffer ein. Bei diesem Ergebniss wären die Österreicher ausgeschieden. Somit setzte man jetzt alle Kräfte frei und griff an. Die Rumänen zogen sich vor ihr Tor zur Verteidigung zurück. In der zehnten Minute konnte sich Hans Tatzer am rechten Flügel freilaufen, erhielt die Scheibe und schoss den Ausgleichstreffer ein. Man war bei diesem Ergebnis zwar wieder in der Zwischenrunde, wollte aber unbedingt jetzt gewinnen. Das Gedränge vor dem rumänischen Tor war groß. Der Schiedsrichter musste zweimal ein Strafbully anordnen, da sich mehr als drei eigene Spieler im rumänischen Strafraum befanden. Beim zweiten Verstoß gabe es sogar eine Herausstellung. In der dreizehnten Minute konnte dann Josef Göbl den neuen Führungstreffer erzielen. Friedrich Demmer kam in der letzten Minute noch zu einem Pfosenschuss. Mit dem Endergebnis von 2:1(0-0,0-0,2-1) waren die Österreicher zufrieden.


  • Österreich hatte die Zwischenrund erreicht und musste nun in der Gruppe B gegen die Schweiz, Großbitannien und Frankreich spielen.


Spiel 22. Jänner 1935 Ö - Schweiz

  • Schiedsrichter: Magwood (Großbritannien), Erhard (Großbritannien), Beginn: 11.00 Uhr
  • Team Ö: Tor: Karl Oerdögh, Verteidiger: Baron Hans von Trauttenberg, Franz Schüssler, 1. Sturm: Hans Tatzer, Oskar Nowak, Friedrich Demmer, 2. Sturm: Karl Kirchberger, Willibald Stanek, Josef Göbel,
  • Team Schweiz: Kuenzler, Hug, Badrutt, Cattini II, Cattini I, Torriani I, Kessler, Müller, Pleisch,
  • Beide Mannschaften waren im Spiel gleichwertig. Die Österreicher verfügen über einen guten Kampfgeist und sind gut aufeinander eingespielt. Die Verteidigung leistete eine gute Arbeit, insbesondere Trauttenberg. Im ersten Drittel lieferten die Österreicher ein gutes Spiel. In der vierten Minute konnte Friedrich Demmer die Verteidigung der Schweizer überwinden und schoss ein. In der zehnten Minute kam es zur fast gleichen Situation, aber der Schweizer Torwart Kuenzler konnte den Puck abwehren. Im zweiten Drittel gingen die Schweizer stärker auf den Angriff über und die Österreicher in die Abwehr. So hielt sich das Spiel überwiegend im Mittelfeld. Im letzten Drittel berannten die Schweizer das österreichische Tor. Die Österreicher verteidigten und schossen die Scheibe weit zum Gegner hin. Das mißfiel den Zuschauern und sie pfiffen bei derartigen Situationen lautstark. In der elften Minute konnte Josef Göbl durchbrechen und aus drei Metern aufs Tor der Schweizer schießen. Aber Kuenzler hielt die Scheibe. In der dreizehnten Minute kam es zu einem Gedränge vor dem österreichischen Tor. Mehrmals ging die Scheibe am Tor vorbei, bis Torriani schließlich den Puck doch einschießen konnte. Da es bei den weiteren Angriffen zu keinem Torerfolg kam, musste um dreimal 10 Minuten verlängert werden. Aber beide Mannschaften wirkten müde und erschöpft. Ein Tor brachten beide Teams nicht mehr ins Netz. So endete das Spiel 1:1(1-0,0-0,0-1) unentschieden.


Spiel 23. Jänner 1935 Ö - Großbritannien

  • Schiedsrichter: Kumeß (Deutschland), Lesebure (Frankreich), Beginn: 11.15 Uhr
  • Team Ö: Tor: Karl Oerdögh, Verteidiger: Hans von Trauttenberg, Franz Schüssler, 1. Sturm: Hans Tatzer, Oskar Nowak, Friedrich Demmer, 2. Sturm: Karl Kirchberger, Willibald Stanek, Josef Göbel,
  • Team Großbritannien: Mikne, Wyman, Erhart, Davey, Johnson, Dailley, Jackson, Stevenson, Ramus
  • Die Österreicher waren nicht schwächer wie die Briten, aber nicht so aggresiv im Spiel. Im torlosen ersten Drittel waren die Österreicher häufiger im Angriff zu sehen, als ihre Gegner. Sie schossen aber schon aus größerer Entfernung und diese Schüsse konnte der britische Torwart halten bzw. die Verteidigung abwehren. In der zweiten Minute des zweiten Drittels ging ein Fernschuss von Dailley ins Tor der Österreicher. Karl Oerdögh hättte ihn halten können, war aber von der Sonne geblendet. Die Österrreicher starteten jetzt Angriff auf Angriff, aber der Torwart hielt alles. In der neunten Minute gelang Johnson ein Vorstoß, die Verteidiger zögerten einen Moment und die Scheibe war im Tor. In der elften Minute war ein Schuss der Österreicher abgewehrt worden, Friedrich Demmer kam an die Scheibe, gab sie zu Trauttenberg und dieser schoss ein. Die Österreicher drückten weiter, hatten aber kein Schussglück. Da man gewinnen musste, um weiter zu kommen, wurde bei Österreich jetzt mit vier Stürmern gespielt. Hans Tatzer, Josef Göbl, Friedrich Demmer und Oskar Nowak griffen an und Trauttenberg kam teilweise noch hinzu. Da das österreichische Tor nur mit einem Spieler verteidigt wurde, versuchten die Briten Gegenangriffe zu starten. Als Davey in der vierten Minute unbehindert vorstürmte, stand Karl Oerdögh im allein gegenüber. Der Rettungsversuch war, das Tor umzuwerfen. Er wurde für drei Minuten ausgeschlossen. Hans Tatzer musste ins Tor. Aber Hans Tatzer ist kein Tormann. Die Verteidigung war schwach und der Sturm nicht mehr seine ursprüngliche Stärke. In der elften Minute fiel ein weiteres Tor durch Dalley und eine Minute vor Schluss der Endstand von 4:1(0-0,2-1,2-0) durch Ramus. In der Tabelle hatte Österreich jetzt nur noch den dritten Platz.
  • Bei diesem Spiel wurden die Österreicher durch den deutschen Schiedsrichter schwer benachteiligt, während der Franzose sauber pfiff. Während mehrerer Anriffe wurde der österreichische Angriff abgepfiffen, ohne das ein Verstoß vorlag. Dafür ließ er mehrere Regelverstöße des Engländers Wyman durchgehen. Als Beispiel sei hier genannt, dass der Tormann der Engländer einmal aus dem Tor heraus war und als die Österreiche einschießen wollten, wurde das leere Tor von Wyman umgeworfen. Dieses blieb unbestraft. Für das gleiche Vergehen ging Karl Oerdögh drei Minuten auf die Strafbank, was richtig war. Der Schiedsrichter wollte auch Hans Tatzer die Benutzung des Tormannstockes verbieten, als dieser ins Tor gehen musste. Dabei ist in den Regeln eindeutig festgelegt, dass der Tormannstock benutzt werden darf. Erst auf die energische Intervention der österreichischen Funktionäre durfte Hans Tatzer dann den Stock benutzen.



Spiel 24. Jänner 1935 Ö - Frankreich

  • Schiedsrichter: Sachs (Polen), Abrahamson (Schweden), Beginn: 10.45 Uhr
  • Team Ö: Tor: Hermann Weiss, Verteidiger: Hans von Trauttenberg, Franz Schüssler, 1. Sturm: Hans Tatzer, Oskar Nowak, Friedrich Demmer, 2. Sturm: Karl Kirchberger, Willibald Stanek, Josef Göbel,
  • Team Frankreich: Morrison, Lorin, Claret, Haguenauer, Haßler, Laccarriere, Quaglia, Volpert, Boyard.
  • Im ersten Drittel griffen die Österreicher laufend an und ab und zu kamen auch die Franzosen nach vorne. In der dritten Minute schaffte Friedrich Demmer das Führungstor. In der vierzehnten Minute schaffte Josef Göbl das 2:0. Karl Kirchberger war durchgelaufen und gab die Scheibe an Göbel, der dann einschoss. Im zweiten Drittel war die Situation genauso. Nur ab und zu griffen die Franzosen an. Friedrich Demmer hatte sich an den Verteidigern durchgekämpft, der Tormann der Franzosen lag am Boden und die Scheibe ging am Tor vorbei. Bei einem weiteren Angriff kam Hans Tatzer bis ans Tor und schoss ein. Kurz vor dem Ende des Drittels kann Haßler die Scheibe an den ungedeckt stehenden Quaglia geben und dieser bringt die Scheibe ins Netz. Im letzten Drittel bleiben weiterhin die Österreicher im Angriff und die Franzosen sind zurückhaltend. In der zwölften Minute wieder eine schöne Einzelleistung von Hans Tatzer. Er wird zwar beim Schuss dann noch bedrängt und kommt ins Fallen, kann dabei aber die Scheibe oben knapp unter de Stange ins Netz der Fronzosen bringen. Die Österreicher hatten wieder eine glänzende Mannschaftsarbeit gezeigt. Bei den Franzosen war Haßler der überragende Spieler.


  • Da die Schweiz ihr Spiel gegen Großbritannien 1:0 gewonnen hat kommt sie jetzt auf zwei gewonnene Spiele und ein Unentschieden, also 5 Punkte. Die Engländer haben zwei Spiele gewonnen und damit 4 Punkte. Österreich hat das heutige Spiel gewonnen und ein unentschieden gegen die Schweiz und damit nur 3 Punkte und kann sich nicht für die weiteren Spiele qualifizieren. In den Spielen gegen Italien und Schweden geht es um die genaue Plazierung von Österreich.


Spiel 26. Jänner 1935 Ö - Italien

  • Schiedsrichter: Abrahamson (Schweden, Sachs (Polen), Beginn: 10.45 Uhr
  • Team Ö: Tor: Hermann Weiss, Verteidiger: Hans von Trauttenberg, Franz Schüssler, 1. Sturm: Willibald Stanek, Hans Tatzer, Karl Kirchberger, 2. Sturm: Josef Göbel, Oskar Nowak, Friedrich Demmer,
  • Team Italien: Gerosa, Veroni, Masochi, Scotti, Dionisi, De Mazzerie, Mufft, Rossi, Zuchini,
  • Im ersten Drittel war Verteidigung bei beiden Mannschaften angesagt und es fiel kein Tor. Im zweiten Drittel plazierte Oskar Nowak in der fünften Minute einen Weitschuss auf das italienische Tor und traf hinein. Allerdings nur eine Minute später konnte Zuchini das Ausgleichstor für die Italiener erzielen. Weiß wehrte einen Schuss ab, Zuchini kam in den Besitz des Abprallers und schoss ein. In der dreizehnten Minute sah man einen Alleingang Hans Tatzers. Er schoss aufs Tor und Gerosa wehrte die Scheibe ab. Hans Tatzer nahm sie erneut auf und schoss an Gerosa vorbei ins Tor. Im letzten Drittel schienen beide Mannschaften mit dem Ergebnis zufrieden zu sein und so blieb es torlos. Endstand des Spiels 2:1(0-0,2-1,0-0) für Österreich.

Spiel 27. Jänner 1935 Ö - Schweden

  • Schiedsrichter: Geromini (Italien), Sachs (Polen), Beginn: 12.30 Uhr
  • Team Ö: Tor: Hermann Weiss, Verteidiger: Hans von Trauttenberg, Franz Schüssler, 1. Sturm: Karl Kirchberger, Friedrich Demmer, Josef Göbel, 2. Sturm: Hans Tatzer, Oskar Nowak, Willibald Stanek,
  • Team Schweden: Larson, Lundell, Bergquist, Liljeberg, Jöhncke, Anderson, Johannson, Abelstad, Oeberg.
  • Im ersten Drittel fielen erst einmal zwei Tore für die Schweden. Der erste Treffer wurde von Oeberg auf österreichische Tor geschossen und hätte gehalten werden müssen. Danach konnte Friedrich Demmer den Ausgleich erzielen. In der zehnten Minute war es Bergquist, der wieder die Führung für die Schweden ins Netz brachte. Diese Scheibe hätte Weiß halten können. Kurze Zeit später kam es zu einem Zusammenstoß zwischen Willibald Stanek und Bergquist. Willibald Stanek war in gebückter Haltung im Angriffsspiel unterwegs. Bergquist schob das Knie nach vorn und verletzte seinen Gegner am Kinn, der dann mit dem Kopf auf dem Eis aufschlug und für längere Zeit bewußtlos war. Er hatte eine Gehirnerschütterung erlitten und musste aus dem Spiel ausscheiden. Das zweite Drittel blieb torlos. Im letzten Drittel erlitt Weiß eine Verletzung am Finger und wurde gegen Karl Oerdögh ausgewechselt. Der Schwede Oerberg schoss sein zweites Tor in diesem Match. Schweden gewann mit 3:1(2-1,0-0,1-0). Die österreichische Mannschaft schien müde und schwunglos zu sein. Sicherlich kamen die Verletzung und die schnellen Tore im ersten Drittel dazu. Die Gehirnerschütterung von Willibald Stanek stellte sich später als nicht so schlimm heraus, wie es zuerst bei der Bewußtlosikeit ausgesehen hatte.

Abschlusstabelle Eishockey-Euromeiserschaft 1935

Platz Teilnehmer Bemerkungen
1 Schweiz
2 Großbritannien
3 Tschechoslowakei
4 Schweden
5 Österreich
6 Frankreich
6 Italien
6 Deutsches Reich
9 Polen
10 Rumänien
11 Ungarn
12 Lettland
13 Belgien
14 Niederlande


  • Am Abend gab es das Schlussbankett im Grand Hotel Belvedere in Davos. Österreich hat den 5. Platz bei der Eishockey-Europameisterschaften erreicht. Bei der gleichzeitig stattfindenen Weltmeisterschaft wurde Österreich Sechster.


  • Ausklang zur Weltmeisterschaft

Der Zug mit der Österreichischen Eisockey-Mannschaft kam um 23.00 Uhr am 28. Jänner mit viel Verspätung im Westbahnhof an. Zur Begrüßung hatten sich der Präsident des OeEHV Dr. Schwarz und der Kassierer Rosenfeld, sowie die Mutter des verletzten Willibald Stanek und einige Journalisten eingefunden. Der Verletzte Willibald Stanek konnte wegen seiner Gehirnerschütterung noch nicht reisen und ist mit dem Tormann Karl Oerdögh, der ihn betreut, im Hotel Silvretta in Davos geblieben. Auch der Verbandskapitän Hans Weinberger fehlte, da er einen Termin in Zürich hatte. Nach der Begrüßung durch den Präsidenten gab es einige Dankesworte des Reiseleiter und Vizepräsidenten Schaffer. Schnell ging es dann mit dem Taxi nach Hause.



Bei dieser Eishockey-Weltmeisterschaft ging wohl einiges schief, wie der Vizepräsident Schaffer als Reiseleiter später erläuterte. Als die Österreicher nach Davos kamen, hatten man kein Quartier für sie vorgesehen und mann musste selbst auf die Suche gehen. Verbandskapitän Weinberger konnte dann noch Betten in einem Hotel bekommen, was mehr als 2 km vom Stadion entfernt war. Bis dieses alles geklärt werden konnte, musste die Reisegruppe in einem kleinem Hotel ausharren(ohne Zimmer). Verpflegung und was man sonst noch benötigte musste man selbst organisieren für eigenes Geld beschaffen. Einen Arzt im Stadtion gab es nicht. Und da mit aller Härte gespielt wurde, gab es manche verletzte und soviele kaputte Stöcke wie noch bei keiner Meisterschaft. Die Regelverstöße der Ungarn und Schweden waren schon beachtlich. Am letzten Tag des Meisterschaft gab es einen bösen Unfall und wieder war keinen Arzt vor Ort. Es war bei dem Spiel Deutschland gegen die Polen der Deutsche Jaenecke verletzt worden. Und als der Spieler Willibald Stanek durch den Schweden Bergquist bewußtlos geschlagen worden war, fehlte ebenfalls ein Arzt. Ein Kurgast aus Westfalen, Herr Dr. Vogel, kümmerte sich dann um Willibald Stanek. Bergquist war vorher schon durch seine brutale Art des Spiels aufgefallen. Horwarth und Rudolf Vojta wurden nicht eingesetzt, da sie bei diesen harten Spielen nicht über die notwendige Routine verfügten. Billig war diese Reise für den Verband nicht. Da nur die Unterkunft frei war, hat sie 3000 Schilling gekostet.[40]




Saison 1935/36

Nationalspiele ohne Olympiaspiele/Meisterschaften 1936

Datum Spielort Mannschaften Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
18. Dezember 1935 Wien, Engelmann-Platz Österreich - Zürich Canadiens 1:5(0-3,0-1,1-1) 500 s.u.
15. Jänner 1936 Wien, Engelmann-Platz Österreich - Wiener Auswahl 1:4(0-2,0-2,1-0) 500 s.u.
29. Jänner 1936 Wien, WEV-Platz Österreich - Wiener Auswahl 4:1(1-0,0-0,3-1) 1500 s.u.
31. Jänner 1936 Wien, Engelmann-Platz Österreich - Wiener Auswahl 3:4(0-1,1-0,2-3) 600 s.u.
21. Februar 1936 Wien, WEV-Platz Österreich - Kanada 1:2(0-0,1-0,0-2) 5000 s.u.

Spiel 18. Dezember 1935 Ö - Zürich Canadiens

Schiedsrichter: Hans Weinberger, Loria; Torrichter: Volny, Ornstein; Zeitnehmer: Ing. Langfelder, Fichtenthal
Team Ö: Karl Oerdögh (EKE), Franz Schüssler (EKE), Lambert Neumayer (WEV), Franz Csöngei (EKE), Oskar Nowak (EKE), Friedrich Demmer (WEV), Hans Tatzer (EKE), Josef Göbl (EKE), Karl Kirchberger (ÖWSC),
Team Zürich Canadiens: Feldmann, Sweeny, Fullerton, Brodie, Mc Neill, Morin, Griffith,
Der Wettergott meinte es nicht gut mit den Eishockeyspiel. Dichtes Schneetreiben führte dazu, dass nur 500 Zuschauer kamen. Die Schweizer Kanadier waren stärker als die österreichische Natinalmannschaft. Sie waren die besseren Eisläufer und Spieler, trotzdem die Wiener nicht schlecht spielten.
Schon in der zweiten Minute des ersten Drittels schaffte Griffith mit einem unhaltbaren Schuss den ersten Treffer. Mit einem Sololauf erhöhte Morin auf 2:0 und Fullerton brachte den Puck erneut ins österreichische Tor. Die zwei zuletzt geschossenen Tore wären vielleicht haltbar gewesen. Im zweiten Drittel erhöht Fullerton auf 4:0. Auch die österreichischen Spieler schießen aus gegnerische Tor, haben aber Pech im Abschluss. Das letzte Drittel war dann ausgeglichener. Die Stürmer aus Wien drängten die Züricher in ihre Hälfte, aber trotzdem kann Mc Neill den fünften Treffer erreichen. Franz Csöngei schafft dann nach Pass von Oskar Nowak den Ehrentreffer für die Natinalmannschaft und zum Endergebnis von 5:1 für die Züricher. Die Sturmreihe Franz Csöngei, Oskar Nowak und Friedrich Demmer lieferten ein sehr gutes Spiel, hatten aber genauso wie Hans Tatzer großes Schusspech.


  • Am 4. Dezember 1935 fand das erste Training für die Olympiade 1936 auf der Kunsteisbahn des WEV statt. Es wurde von dem neuen Trainer des OeEHV Manners geleitet. Vom Verbandskapitän Weinberger waren nachstehende Spieler einberufen worden:
Tor: Karl Oerdögh (EKE), Hermann Weiß (WEV),
Verteidiger: Franz Schüssler (EKE), Heim (EKE), Josef Göbl (WEV), Mayer (WAC),
Stürmer: Franz Csöngei (EKE), Oskar Nowak (EKE), Hans Tatzer (EKE), Friedrich Demmer (WEV), Willibald Stanek (WEV), Horwarth (WEV), Karl Kirchberger (ÖWSC)


Spiel 15. Jänner 1936 ÖNM - Wiener Auswahl

  • Schiedsrichter:
  • Team NM: Tor: Hermann Weiss (WEV), Verteidiger: Heim (EKE), Rudolf Vojta (WEV) Stürmer: Franz Csöngei (EKE), Oskar Nowak (EKE), Friedrich Demmer (WEV), Hans Tatzer (EKE), Willibald Stanek (WEV), Emil Seidler (Leoben)
  • Team Wiener Auswahl: Tor: Karl Oerdögh, Verteidiger: Franz Schüssler (EKE), Willi Seidler (Leoben), Brandl (WEV), Josef Göbl (EKE), Lambert Neumayer (WEV), und die Kanadier Manners (OeEHV), Quinn (EKE), Kelly (WEV).
  • Das Trainingspiel der Nationalmannschaft ist für 21.00 Uhr auf der Kunsteisbahn Engelmann angesetzt. Es ist nur der Spielstand der ersten beiden Drittel mit 4:0(2-0,2-0) für die Wiener Auswahl bekannt. Die Tore für die Wiener Auswahl schossen Josef Göbl(2) und der Kanadier Quinn(2). Quinn verletzte sich in diesem Spiel und wird einige Zeit nicht aktiv sein können.(ref>SportTagblatt 16. Jänner 1936</ref>



Spiel 29. Jänner 1936 Ö NM - Wiener Auswahl - Übungsspiel

  • Schiedsrichter: Focke, Fichtenthal
  • Team NM: Hermann Weiss, Hans von Trauttenberg, Voita, Franz Csöngei, Oskar Nowak, Friedrich Demmer, Hans Tatzer, Willibald Stanek, Emil Seidler,
  • Team Wien: Otto Amenth, Willi Seidler, Franz Schüssler, Meißner, Brandl, Josef Göbl, Manners, Kelly, Quinn
  • Im ersten Drittel fehlte bei beiden Mannschaften der Schwung. Alle spielten verhalten. Oskar Nowak machte nach einem Fehler von Franz Schüssler einen Vorstoß und konnte die Scheibe ins Tor bringen. Im zweiten Drittel wurde das Spiel schneller, aber die Verteidigung aus beiden Seiten sorgte dafür, das kein Tor fiel. Im letzten Drittel kann Oskar Nowak in der dritten Minute nach Zuspiel von Trauttenberg zum 2:0 für die Nationalelf erhöhen. Einige Zeit später gelingt es Meißner für die Wiener Auswahl das Anschlusstor ins Netz zu bringen. In einem Sololauf gelingt jetzt Friedrich Demmer ein Treffer. Hans von Trauttenbergs Zuspiel auf Hans Tatzer führt dann zum Endstand von 4:1(1-0,0-0,3-1) für die Nationalmannschaft. Bei der Nationalmannschaft muss Hans von Trauttenberg als der beste Spieler genannte werden. Voita unterstützte ihn sehr gut. Franz Csöngei im ersten und Hans Tatzer im zweiten Sturm spielten sehr gut. Im Wiener Team gefielen Josef Göbl, Kelly und Franz Schüssler.


Spiel 31. Jänner 1936 Ö - Wiener Auswahl

Der Verbandskapitän beabsichtigt noch ein Spiel am Samstag auf der Kunsteisbahn Engelmann durchzuführen.

  • Schiedsrichter: Loria, Langfelder
  • Team NM: Otto Ameth, Hans von Trauttenberg, Rudolf Vojta, Friedrich Demmer, Oskar Nowak, Franz Franz Csöngei, Hans Tatzer, Josef Göbl, Willibald Stanek,
  • Team Wiener Auswahl: Hermann Weis, Heim, Franz Schüssler, Quinn, Kelly, Manners, Brandl, Emil und Willi Seidler,
  • Das Wiener Team spielt in einem roten Dress, die Nationalmannschaft in schwarzer Kleidung. Die ersten beiden Drittel wurden so gespielt, als wenn es um nichts ginge. Mit einer solchen Leistung würde man in Deutschland nichts gewinnen können. Im letzten Drittel änderte sich das. Es wurde noch ein gutes Spiel. Die drei Kanadier zeigten eine bessere Leistung als noch beim letzten Probespiel.
  • Im ersten Drittel vergibt Hans Tatzer eine Chance. In der neunten Minute geling dafür Manners das 1:0 für die Wiener Auswahl. Im zweiten Drittel hat die NM eine gute Chance, aber sie spielen im Sturm zu langsam. Dann endlich gelingt Friedrich Demmer nach einer Vorlage von Franz Csöngei der Ausgleich. Die restliche Zeit des Drittels geht es hin und her, aber tut sich nichts besonderes. Im letzten Drittel gelingt Friedrich Demmer das 2:1 für das Team NM. Die Kanadier legen sofort Protest gegen das Tor beim Schiedsrichter ein. Dieser bleibt aber bei seiner Entscheidung. Hierüber erbost, griffen die Kanadier stürmisch an und erreichten den Ausgleich zum 2:2 durch Manners. Nach einem Vorstoß von Josef Göbl geht der Pass an Hans Tatzer und dieser kann einschießen. Kurz danach kann Manners wiederum zum 3:3 ausgleichen. Beide Teams kämpfen zum Schluss des Drittels mit allen Kräften um den Sieg. Quinn gelingt dabei der Siegestreffer zum 4:3 für die Wiener Auswahl.


Spiel 21. Februar 1936 Ö - Kanada

  • Schiedsrichter: Alfred Revy, Ing. Langfelder
  • Team Ö: Tor: Herrmann Weiss, Verteidiger: Lambert Neumayer, Rudolf Voita, 1. Sturm: Franz Csöngei, Oskar Nowak, Fritz Demmer, 2. Sturm: Hans Tatzer, Willibald Stanek, Josef Göbl
  • Team Kanada: Dinty Moore, Hermann Murray, Walter Kitchen, Alexander Sinclair, Maxwell Deacon, William Thompson, David Neville, Kenneth Farmer, Hugh Farquharson.
  • Die Kanadier traten mit ihrer Olympiamannschaft an. Mögen sie auch gute Spieler sein, leider hatten sie sich nicht immer in der Gewalt. In der zweiten Halbzeit gab es unschöne Szenen. Dazu wurde während des gesamten Spiels gegen fast jede Entscheidung der Schiedsrichter Protest eingelegt. 5000 Zuschauer sahen das Spiel, dass den Höhepunkt der Saison darstellen sollte. Die österreichische Mannschaft trat im neuen Dress auf, in dem man schon bei der Olympiade gespielt hatte.
  • Das erste Drittel endete 0:0. Die Österreicher legten sich gegen die kräften, großen Kanadier schwer ins Zeug und griffen furchtlos an. Weiß konnte einen Schuß von Tompson aus einem Meter Entfernung halten. Moore im Tor der Kanadier konnte einen scharfen Schuß von Nwak abwehren. Lambert Neumayer fiel durch sein unfaires Verhalten unangenehm auf, da er bei Spielen die Kanadier öfter von hinten zu Fall brachte. Als diese sich durch Rempeln revanchierten, verhängte der Schiedsrichter Zeitstrafen.
  • In der zweiten Hälfte wurde Oskar Nowak von Sinclair gefoult, worauf dieser einen Ausschluss erhielt. Die Kanadier greifen vehement an, die Verteidiger Lambert Neumayer und Voita können sie aber immer wieder aufhalten. Nach einem Foul wird Farquharson ausgeschlossen. Kurze Zeit später passt Oskar Nowak liegend die Scheibe zu Demmer. Der greift an und kann in der sechsten Minute das 1:0 für die Österreicher erzielen. Die Kanadier sind sauer und fangen an zu randalieren. Nach einem Ausschluß von Tompson begeht Neville ebenfalls ein Foul direkt vor dem Schiedrichter. Auch er wird ausgeschlossen. Der Spieler läuft auf Schiedsrichter Alfred Revy zu und stößt ihn mit der Hand, das heißt, er wird tätlich. Den zweiten Schiedsrichter Langfelder beschimpft er. Neville weigert sich, das Eis zu verlasssen. Als er dann vom Spielfeld gebracht wird, legt er sich mit den dort befindlichen Österreichern an. Farquharson wird jetzt ausgeschlossen. Da gehen die Kanadier geschlossen vom Eis. Die Zuschauer machen sich lauthals bemerkbar. Die Kanadier wollen nicht mehr spielen. Erst nach 10 Minuten gelingt es den Verantwortlichen der Mannschaften, die Kanadier wieder aus Spielfeld zu bringen und das Spiel wird fortgesetzt. Jetzt erhält Oskar Nowak einen Ausschluss. Die Österreicher können aber weiter den Angriffen der Kanadier standhalten.
  • Das letzte Drittel begann ruhig. Die Österreicher greifen das kanadische Tor an. In der zweiten Minute gelingt Tompson der Ausgleich. Neville muss eine Zeitstrafe absitzen und es sind nur vier Kanadier auf dem Platz. Voita stürmt über das Eis und hat nur noch den gegnerischen Torwart vor sich, kann diesen aber nicht überspielen. Nochmals wird Farquharson mit einer Zeitstrafe belegt. Sinclair schießt aus sechs Metern Entfernung auf das österreichische Tor und der Puck geht hinein. Kanada gewinnt mit 2:1 das Match.



Olympische Spiele 1936/Eishockey-Welt- und Europameisterschaft 1936

  • 31. Juli 1935: Olympiade 1936 - Vorbereitung der Eishockeyspieler
Der OeEHV hat ein eigenes internationales Referat geschaffen. Dieses steht unter der Leitung des Verbandskapitäns Hans Weinberger. Man hat bereits jetzt mit den Vorbereitungen für die Winter-Olympiade 1936 in Garmisch-Partenkirchen begonnen. In die erste Auswahl für die Mannschaft hat der Verbandskapitän 18 Spieler berufen. Sie erhebt allerdings keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es können Spieler ausscheiden und neue hinzukommen. Die Spieler wurden aufgefordert, einem Sommersport auszuüben. Mit Herbstbeginn wird das konkrete Training beginnen. Folgende Spieler wurden nominiert:
  • Torwart: Otto Amenth (Innsbruck), Karl Oerdögh (EKE), Hermann Weiss (WEV), Eichinger (KAC)
  • Verteidiger: Lambert Neumayer (WEV), Franz Schüssler (EKE), Rudolf Vojta (Währing), Hans Trauttenberg (Streetham London),
  • Stürmer: Franz Csöngei (EKE), Friedrich Demmer (WEV), Reinhold Egger (KAC), Josef Göbl (EKE), Karl Kirchberger (WEV), Oskar Nowak (EKE), Schneider (EKE), Emil Seidler (Leoben), Willibald Stanek (Währing), Stertin (KAC), Hans Tatzer (EKE).[41]


Am 15. Jänner 1936 gab Verbandskapitän Hans Weinberger die endgültige Aufstellung des Kaders für die Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen bekannt.

  • Torwart: Otto Amenth (Innsbruck), Karl Oerdögh (EKE), Hermann Weiss (WEV)
  • Verteidiger: Lambert Neumayer (WEV), Franz Schüssler (EKE), Rudolf Vojta (WEV), Hans Trauttenberg (London),
  • türmer: Franz Csöngei (EKE), Friedrich Demmer (WEV), Oskar Nowak (EKE), Emil Seidler (Leoben), Willibald Stanek (WEV), Hans Tatzer (EKE), Josef Göbl (EKE),


  • Reiseführer für die Nationalmannschaft zur Olympidade ist Baron Trauttenberg sen.
  • Einen Tag vor dem ersten Spiel leiden Friedrich Demmer und Oskar Nowak noch an einer Erkältung mit Fieber. Der Verbandskapitän hat mit Wien Verbindung aufgenommen und um Nachentsendung von Josef Göbl gebeten, der von seiner Firma kein Frei bekommen hatte, da ein Todesfall in der Firma dem entgegen stand. Es ist fraglich, ob Friedrich Demmer und Oskar Nowak am Spiel gegen Polen teilnehmen können.
Datum Spielort Mannschaften Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
7. Februar 1936 Garmisch-Partenkirchen Österreich - Polen 2:1(0-0,0-0,2-1) 4000 s.u.
8. Februar 1936 Garmisch-Partenkirchen Österreich - Kanada 2:5(0-4,2-1,0-0) 3000 s.u.
9. Februar 1936 Garmisch-Partenkirchen Österreich - Lettland 7:1(4-0,0-0,3-1) 3000 s.u.
11. Februar 1936 Garmisch-Partenkirchen Österreich - Schweden 0:1(0-1,0-0,0-0) s.u.
12. Februar 1936 Garmisch-Partenkirchen Österreich - USA 0:1(0-0,0-1,0-0) s.u.
13. Februar 1936 Garmisch-Partenkirchen Österreich - Tschechoslowakei 1:2(0-0,1-2,0-0) s.u.

Spiel 7. Februar 1936 Ö - Polen

  • Beginn: 14.30 Uhr im Eisstadion
  • Schiedsrichter: Loicq (Belgien), Kreisel (Deutschland)
  • Team Ö: Hermann Weiss, Hans von Trauttenberg, Rudolf Voita, Franz Csöngei, Oskar Nowak, Friedrich Demmer, Hans Tatzer, Willibald Stanek, Lambert Neumayer.
  • Team Polen: Stegowski, Ludwiczak, Sokolowski, Marchewczik, Kowalski, Wokowski, Zielinski, Krol, Kraprzyk.
  • Das erste Drittel begann mit schnellem Spiel. Oskar Nowak konnte schießen, der Torwart der Polen wehrte aber ab. Beim österreichischen Team lief noch nicht alles rund. Hans Tatzers Vorlagen waren mehrfach zu lang. Jetzt kamen die Polen stärker auf. Kowalski verletzte sich bei einem Zusammenstoß mit Friedrich Demmer, konnte aber bald darauf wieder aufs Eis. Drei Polen stürmten auf das gegnerische Tor, Trauttenberg stürzte, aber Voita konnte die Scheibe noch abwehren. Hans Tatzer kämpfte zäh Mann gegen Mann. In der 13. Minute kamen die Österreicher vor das polnische Tor, konnten aber nicht einschießen und sofort griffen die Polen wieder an, konnten aber auch keinen Treffer erzielen. So endete das Drittel 0:0.
  • Das zweite Drittel blieb ebenfalls torlos. Österreichische Sportler befanden sich im Publikum und feuerten ihre Mannschaft lautstark an. Weiß konnte zwei Torschüsse der Polen halten. Die Abwehr beider Teams leisteten eine gute Arbeit.
  • Schon in der ersten Minute der letzten Drittels stürmte Oskar Nowak vor und gab die Scheibe zu Friedrich Demmer in die Mitte, der dann einschoss. In der dritten Minute verletzte sich Oskar Nowak, konnte aber einige Zeit später wieder spielen. Es gab Strafen auf beiden Seiten. In der fünften Minute kamen die Polen zum Ausgleichstor. Kowalskis Fernschuss kam auf Weiß, traf den Schlittschuh des Torwarts und glitt ins Tor. Die Österreicher stürmten gegen das polnische Tor. In der siebten Minute schoß Oskar Nowak den Führungstreffer. Somit waren ausgerechnet die erkälteten Friedrich Demmer und Oskar Nowak die Torschützen dieses Matches. Wegen des härter werdenden Spiels gab es verschiedene Ausschlüsse. Mehrfach musste Weiß die Scheiben auf sein Tor abwehren. Die Sirene ertönte und kurz danach ging eine Scheibe ins österreichische Tor. Die Polen reklamierten den nicht gegebenen Treffer, aber die Schiedsrichter blieben bei Ihrer Entscheidung, dass der Puck erst nach dem Ende des Spiels ins Tor gerutscht war.

Mehr als 4000 Zuschauer sahen das Spiel. Die Zahl der Ausschlüsse war verhältnismäßig hoch, da sehr hart gespielt wurde.

Spiel 8. Februar 1936 Ö - Kanada

  • Beginn: 10.30 Uhr, Eisstadion
  • Schiedsrichter: Loicq (Belgien), Kraatz (Schweiz)
  • Team Ö: Hermann Weiss, Hans von Trauttenberg, Rudolf Vojta, Franz Csöngei, Emil Seidler, Friedrich Demmer, Hans Tatzer, Willibald Stanek, Lambert Neumayer.
  • Team Kanada: Hermann Murray, Walter Kitchen, Alexander Sinclair, Maxwell Deacon, William Thompson, David Neville, Kenneth Farmer, Hugh Farquharson, Dinty Moore.
  • Bei der Klasse der Kanadier ging man von einem hohen Sieg dieser Mannschaft aus. Im ersten Drittel waren die Kanadier die unumstrittenen Herrscher auf dem Feld. Die Österreicher kamen kaum zum Zuge. Torwart Weiß konnte zu Beginn einige Schüsse halten. Dann kam aber das Desaster. In der 3., 4., 5. und 6. Minute fielen die Tore für Kanada der Reihe nach. Es trafen Thompson, Farquharson, Murray und Farmer Horn nacheinander ins österreichische Tor. Kamen die Österreicher bisher nicht zum Zuge, so ärgerten sie sich über die Tore der Kanadier und griffen jetzt Mann gegen Mann an. Zu Begin des Spiels war man froh, die Scheibe schnell wieder weiter zu geben, jetzt wurde durchgespielt und die Kanadier mussten kämpfen, um die Scheibe zu erhalten. Die Chancen für die Österreicher kamen, es konnten aber keine Tore erzielt werden. Aber auch auf Seite von Kanada kam man nicht zu einem weiteren Torerfolg.
  • Im zweiten Drittel gingen die Österreicher sofort wieder auf Angriff. Es wurde kein ruhiges Spiel, wie die Kanadier erwartet hatten. Den Angriffe der Kanadier konnte die Verteidigung der Österreicher standhalten und die eigenen Stürmer drangen immer wieder gegen das kanadische Tor vor. Dann kam jedoch Sinclair einmal durch und konnte die Scheibe zum 5:0 versenken. Die Österreicher ärgerten sich über diesen weiteren Treffer und griffen noch vehementer an. Franz Csöngei läuft an der rechten Seite des Spielfeldes, gibt an Friedrich Demmer und der schießt aufs Tor. Der Tormann der Kanadier hält, gibt die Scheibe aber nicht weit genug ins Feld. Franz Csöngei ist schnell am Puck und schießt ihn ins Tor der Kandier. Nicht nur die Österreicher jubelten, auch das Publikum war begeistert. Trauttenberg griff jeden kanadischen Stürmer direkt an, Voita und Hans Tatzer wuchsen über sich hinaus. Aber auch die anderen Spieler taten ihr Bestes. Die nächsten fünf Minuten griffen abwechselnd beide Mannschaften das gegnerische Tor an. Die Tormänner leisteten Schwerstarbeit. Einmal griff der kanadische Torwart hinter sich, und es sah so aus, als wenn die Scheibe im Tor gewesen wäre. Aber das Spiel ging weiter. In der elften Minute griff Willibald Stanek an, der Torwar war kurz vor dem Tor, aber der Schuss von Willibald Stanek ging am Tor knapp vorbei. In der zwölften Minute erhielt Voita eine Strafzeit. Die Kanadier konnten diesen Vorteil aber nicht nutzen. Nach Rückkehr von Voita auf das Eis drückten die Österreicher wiede auf das kanadische Tor und in der 15. Minute, kurz vor Schluss des zweiten Drittels, gelang das zweite Tor für Österreich wiederum durch Franz Csöngei.
  • Im letzten Drittel sah man zwei gleichwertige Mannschaften auf dem Eis. Es gab Chancen auf beiden Seiten, aber es fiel kein Tor mehr. Nach dem Spiel lobte man den Kampfgeist der österreichischen Mannschaft. Nach einem Rückstand von vier Toren das Spiel dann noch so herumzureissen, sei schon vorzüglich. Die 3000 Zuschauer hatten ein ausgezeichnetes Spiel gesehen.


Spiel 9. Februar 1936 Ö - Lettland

  • Beginn: 14.30 Uhr am Rissersee, 3000 Zuschauer
  • Schiedsrichter: Leinweber (Deutschland), Rektoryk (Tschechoslowakei)
  • Team Ö: Hermann Weiss, Hans von Trauttenberg, Franz Schüssler, Franz Csöngei, Oskar Nowak, Friedrich Demmer, Hans Tatzer, Willibald Stanek, Seidler.
  • Team Lettland: Reinis Blukis,
  • Die Abwehr ist der stärkste Teil der lettischen Mannschaft. Die Österreicher möchten daher bereits von Beginn an eine Führung erreichen. In der vierten Minute des ersten Drittels kann Hans Tatzer zum 1:0 einschießen. In der 10. und 13. Minute trifft Friedrich Demmer das gegnerische Tor. In der 14. Minute ist es wieder Hans Tatzer, der trifft. Die Österreicher greifen immer wieder das Tor der Letten an. Die anderen Torschüsse kann der ausgezeichnete Tormann der Letten Lapainis aber aberwehren.
  • Im zweiten Drittel spielen die Österreicher mit halber Kraft, während die Letten immer wieder angreifen. Es fällt aber kein Tor.
  • Im letzten Drittel trifft Franz Csöngei in der 2. Minute. Reinis Blukis kann in der 8. Minuate für die Letten einschießen. Franz Csöngei trifft in der 13. Minute erneut und Friedrich Demmer schießt in der 14. Minute die Österreicher zum Endstand von 7:1.


Spiel 11. Februar 1936 Ö - Schweden

  • Beginn: 14.30 Uhr, Rissersee
  • Schiedsrichter: Pudaska (Kanada), Tupalski (Polen)
  • Team Ö: Hermann Weiss, Hans von Trauttenberg, Rudolf Vojta, Franz Csöngei, Oskar Nowak, Friedrich Demmer, Hans Tatzer, Willibald Stanek, Josef Göbl.
  • Team Schweden: Karlssen, Bergquist, Lundoll, Liljeberg, Jöhnke, Engberg, Eriksson, Petersen, Norberg.
  • Die Schweden drängten von Beginn an und schossen in der 3. Minute durch Yngve Liljeberg zum 1:0. Er schoss aus großer Entfernung und Weiß hatte die Scheibe nicht gesehen, da er gegen die Sonne spielte. Die Schweden zogen sich jetzt größtenteils zurück. Bei den Angriffen der Österreicher wandten die Schweden unerlaubte Mittel an. Sie stellten Bein, Rempelten unerlaubt und anderes mehr. Der polnische Schiedsrichter Tupaslki pfiff sehr schwach und ließ vieles laufen.
  • Im zweiten Drittel waren die Österreicher weiter überlegen. Die Schweden blieben überwiegend im eigenen Bereich und spielten auf Verteidigung. Willibald Stanek und Engberg erhielten Strafzeiten von zwei Minuten. Auch Trauttenberg geht mit in den Sturm, es fällt aber kein Tor.
  • Im letzten Drittel wurde das Eis weich. Während die Schweden ihre Körperkraft zum Einsatz brachten, konnten die Österreicher ihre Schnelligkeit auf dem Eis nicht mehr einsetzen. Die Schweden mauereten auch in diesem Drittel. Der Schiedsrichter ermahnte die Schweden darauf hin zweimal, es kam sogar zu zwei Ausschlüssen. Die Fauls der Schweden häuften sich. Bergström brachte einen österreichischen Stürmer nach dem Anderen zu Fall. Es gab auch die Ausschlüsse von Rorberg und Franz Csöngei bis zur 13. Minute. Friedrich Demmer war schon im Laufe des Drittels zu Fall gebracht worden und war über dem Auge verletzt. Nun wurde im ein Fuß gestellt und er ging wiederum zu Boden. Gleichzeitig traf ihn der Schläger eines Schweden am Kopf. An einen Zufall glaubte wohl keiner. Friedrich Demmer sprang benommen auf und eine Spielerkollegen kamen ihm zur Hilfe. Schweden und Österreicher hatten Hände und Stöcke in der Luft. Funktionäre eilten aufs Eis und auch Schiedsrichter Loicq griff ein. Bergquist und Liljenberg bei den Schweden und Franz Csöngei und Willibald Stanek mussten vom Platz. An der Spielweise der Schweden und der Nachsicht des Schiedsrichters änderte sich nicht. So gewannen die Schweden dieses wichtige Spiel 1:0. Die Zuschauer verabschiedeten die Schweden unter Buh-Rufen und Pfiffen. Das SportTagblatt geht in seiner Berichterstattung von einer Rücksichtslosigkeit der Schweden bei ihrem Spiel aus. Der polnische Schiedsrichter war mit diesem Spiel völlig überfordert.[42]

Spiel 12. Februar 1936 Ö - USA

  • Beginn: 23.30, Eisstadion (21.30 Uhr) 3-fache Verlängerung D-Engl. vorher
  • Schiedsrichter: Tupalski (Polen), Erhardt (Großbritannien)
  • Team Ö: Hermann Weiss, Hans von Trauttenberg, Rudolf Vojta, Franz Csöngei, Oskar Nowak, Friedrich Demmer, Hans Tatzer, Willibald Stanek, Josef Göbl.
  • Team USA:
  • Im ersten Drittel spielten die Österreiche auf gleichem Niveau wie die Amerikaner. Garrison kam häufig bis zum Tor von Weiß, dieser konnte dessen Schüsse aber immer abwehren.
  • Im zeiten Drittel störte es dann und wann, dass Josef Göbl durch Off-side-Stellung die Angriffe des Gegners unterband. Auch die Österreicher hatten einige Schußgelegenheiten. Kurz vor Ende des Drittels dann ein Durchbruch des Amerikaners Garrison und ein scharfer Schuss ins Tor der Österreicher.
  • Im letzten Drittel kamen die Amerikaner wieder stark auf. Die Österreicher führten auch einige Angriffe durch, scheiterten aber an der harten Abwehr der Amerikaner. Die Abwehr war aber nicht regelwiedrig. Als zum Ende alle Österreicher angriffen, zogen sich die amerikanischen Spieler vor ihr Tor zurück und verteidigten dieses mit Erfolg. So blieb es beim Sieg der Amerikaner von 1:0.


Spiel 13. Februar 1936 Ö - Tschechoslowakei

  • Beginn: 10.30 Uhr
  • Schiedsrichter: Brown (USA), Loicq (Belgien)
  • Team Ö: Hermann Weiss, Hans von Trauttenberg, Rudolf Vojta, Franz Csöngei, Oskar Nowak, Friedrich Demmer, Hans Tatzer, Willibald Stanek, Josef Göbl.
  • Team Tschechoslowakei:
  • Die österreichischen Spieler schienen Müde zu sein. Sie ließen die Tschechoslowaken kommen. Erst ab der Mitte des Drittels gab es dann auch zahlreiche Angriffe. Ein Tor fiel auf beiden Seiten nicht.
  • Im zweiten Drittel begann man lebhaft und Franz Csöngei gelang in der ersten Minute auf Vorlage Oskar Nowaks der erste Treffer. Schon zwei Minuten später aber war es Jiroutka, der vor dem Tor von Weiß den Puck spielte und dieser an Weiß vorbei ins Tor ging. Damit aber nicht genug. Kurze Zeit danach trifft Jiroutka auch zum 2:1 für die Tschechoslowakei. Die Österreicher greifen vehement an, aber die Angriffe bleiben ohne Abschluß.
  • Im letzten Drittel wird ein mäßigeres Tempo vorgelegt. Nach einiger Zeit erhöhen die Österreicher das Tempo wieder. Auch Trauttenberg geht mit nach vorne. Der Gegner ist aber stärker und wehrt die Angriffe ab. Die Tschechoslowaken gewinnen das Match mit 2:1 und Österreich ist aus dem Rennen.
Platz Teilnehmer Bemerkungen
1 Großbritannien Goldmedaille
2 Tschechoslowakei Silbermedaille
3 Deutsches Reich Bronzemedaille
4 Schweden
5 Österreich
6 Ungarn
7 Polen
8 Frankreich
9 Italien
10 Schweiz
11 Belgien
12 Lettland


  • Österreich erreicht in der Zwischenrunde der Gruppe B den 4. und damit letzten Platz und scheidet aus. In der Wertung der Weltmeisterschaft hat Österreich den 7. Platz belegt, in der Euromeisterschaftwertung den 5. Platz.




Saison 1936/37

  • 30. Jänner 1937: Keine Teilnahme an den Welt- und Europameisterschaften in London

Der Österreichische Eishockeyverband (OeEHV) hat in seiner Sitzung am 29. Jänner 1937 den Beschluss gefasst, an den Eishockey Welt- und Europameisterschaften in London aus finanziellen Gründen nicht teilzunehmen. Das finanzielle Gründe gegen eine Teilnahme sprechen, wird in den Medien bestritten. Die Veranstalter in London waren dem OeEHV finanziell so weit entgegen gekommen, dass nur noch ein kleiner Betrag zu finanzieren war. Österreich hat sich einen Namen im Eishockey gemacht und daraus entwachsen dem Verband auch Verpflichtungen, sich international zu beteiligen. Seit 1925 hat Österreich bei keiner Meisterschaft in Europa gefehlt.[43]

  • 18. Jänner 1937: Darf Friedrich Demmer in der Nationalmannschaft spielen????

Vor dem Spiel gegen die Mannschaft aus Großbritannien wurde bekannt, dass der Nationalspieler Friedrich Demmer vom Vorstand des Eishockeyverbandes disqualifiziert worden ist. Der Grund hierfür ist ein nicht erstatteter Rechnungsbetrag an den Reiseleiter bei den Olympischen Spielen 1936. Friedrich Demmer hatte bei der Reise nach Berlin schlechtes Schuhwerk mitgebracht. Da lieh ihm der Reiseleiter den Betrag von 105 Schilling. Für diesen Betrag kaufte sich Friedrich Demmer Schuhwerk und Schlittschuhe. Bis jetzt hat Friedrich Demmer dem Kassierer des OeEHV diesen Betrag nicht erstattet. Es wurde ihm sogar eine Ratenzahlung von mtl. 5 Schilling eingeräumt. Aber nicht eine Rate wurde getilgt. Man geht davon aus, dass der offene Betrag jetzt sofort bezahlt wird, da Friedrich Demmer ansonsten nicht spielen kann. Es verwundert alleredings auch, dass zum ersten Spiel gegen die Kanadier dieser Sachverhalt nicht zum tragen kam und Friedrich Demmer spielen durfte.


Nationalspiele ohne Meisterschaften 1937

Datum Spielort Mannschaften Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
13. Jänner 1937 Mödling, Kunsteisbahn Österreich - Kanada 1:2(0-0,1-2,0-0) 2800 s.u.
19. Jänner 1937 Wien, WEV-Platz Österreich - Streatham London 2:4(0-1,0-2,2-1) 1400 s.u.
20. Jänner 1937 Wien, Engelmann-Platz Österreich - Streatham London 2:7(1-2,0-2,1-3) 1800 s.u.


Spiel 13. Jänner 1937 Ö - Kimberley Dynamiters Kanada

  • Schiedsrichter: Alfred Revy, Loria, Beginn: 20.15 Uhr
  • Team Ö: Tor: Hermann Weiss, (Kaiser), Verteidiger: Rudolf Vojta (WEV), Josef Göbl (vereinslos), 1. Sturm: Franz Csöngei (EKE), Oskar Nowak (WEV), Friedrich Demmer (WEV), 2. Sturm: Karl Kirchberger (WEV), Hans Tatzer (EKE), Willy Meißner (WEV ),
  • Team Kiberley Dynamiters: Tor: Campbell, Verteidiger: Burnett, Kosak, 1. Sturm: Kewer, Wilson, Boterill, 2. Sturm: Kemp, Redding-Almack, Robertson,

Die Kimberley Dynamiters aus Kanada spielen im Februar für Kanada bei den Eishockey-Meisterschaften 1937. Das Spiel findet auf der Kunsteisbahn Mödling statt, um diese auch mehr bekannt zu machen. Um den Wienern das Spiel preiswert anbieten zu könnne, fahren um 19.00 Uhr Busse vom Schwarzenbergplatz nach Mödling. Fahrt und Eintritt kosten 2 Schilling. Franz Schüssler war für das Spiel vorgesehen. Da er aber verletzt ist, vertritt ihn der vereinslose Josef Göbl. Für den vorgesehenen Schneider vom EKE, dessen Vater gestern verstarb, spielt Meißner und für den verhinderten zweiten Torwart Karl Oerdögh kam Kaiser ins Aufgebot. 2800 Zuschauer kamen nach Mödling, um die österreichische Nationalmannschaft mit den Kanadiern spielen zu sehen. Der Vereinspräsident begrüßte die zahlreichen Ehrengäste und die Nationalhymne wurde gespielt. Die Österreicher verloren das Spiel 1:2(0-0,1-2,0-0). Die Kanadier zeigten ein exelentes Eishockeyspiel. Es standen hier nicht die Einzelspieler im Vordergrund, sondern es galt die Mannschafsleistung. Da vier Austauschspieler mit der Mannschaft gekommen waren, konnte man laufend eine Auswechselung vornehmen. Im ersten Drittel greifen die Kanadier sofort an und Weiß muss die Scheibe abwehren. Die Wiener starten sofort einen Gegenangriff. Oskar Nowak kann noch zwei Schüsse aufs Tor bringen, die Scheibe geht jedoch nicht hinein. Der zweite Sturm ist nicht so stark wie der erste. Hans Tatzer spielt mit großer Begeisterung und kann seinen Mitspielern einige gute Vorlagen geben. Nach einem Sololauf stürzt Hans Tatzer über den kanadischen Tormann und verletzt sich am Kopf. Er muss aus dem Spiel ausscheiden. Das erste Drittel endet torlos. Im zweiten Drittel übernehmen die Österreiche sofort den Angriff. Franz Csöngeis gefährlicher Schuss kann vom kanadischen Tormann abgewehrt werden. Eine Minute später steht Friedrich Demmer vor dem leeren Tor, verfehlt aber die Scheibe. In der siebten Minute erzielt Redding das Führungstor. Kosak hatte Rdding die Scheibe zugespielt. Jetzt setzen sich die Kanadier vor dem österreichischen Tor fest. Campbell erhält die Scheibe rd. 20 Meter vor dem Tor und kann mit einem Weitschuss ins Tor treffen. Der Schuss wäre wohl haltbar gewesen. Danach gib es einen Vorstoß von Oskar Nowak. In einem Sololauf geht er vor aufs kanadische Tor schießt den Anschlusstreffer ein. Im letzten Drittel verflacht das Spiel etwas. Beide Mannschaften haben noch Chancen auf Tor, entweder hält aber der Torwart oder man verschießt die Scheibe. Einige Schüsse der Kanadier beenden die erste Hälfte des letzten Drittels. Nach dem Wechsel wird das Spiel auch nicht wieder schneller. Beide Mannschaften fahren noch Angriffe, aber es bleibt beim Endstand von 2:1 für die Kanadier.

Die Mödlinger Kunsteisbahn hat mit dem Spiel der Eishockey-Nationalmannschaft gegen die Kanadier ihre große Bewährungsprobe auch für Großveranstaltungen bestanden. Hatte man erst noch Zweifel beim Verband, ob alle wohl klappen würde, war man dann schon begeistert, als die Eintrittskarten einen großen Zuspruch erfuhren. Die Eisfläche war in einem sehr guten Zustand, die Zuschauerräume waren vergrößert worden und neue Sitzplätze aufgestellt. Der Ordnerdienst lief reibungslos. In der Mitte der Zuschauerplätze war ein Balkon für die Journalisten angebracht worden. Man konnte das gesamte Spielfeld gut einsehen. Telefone standen zur Verfügung. Die Feuerwehr unterstützte mit freiwilligen Leuten die Gendamerie. Mancher Veranstalter konnte hier sehen, wie man eine gute Organisation für ein solches Spiel aufbaut. Für die Fahrt von Wien, Schwarzenbergplatz und zurück waren 26 Autobusse eingesetz worden. Die Fahrzeit betrug 25 Minuten. Der Verband kann auch in Zukunft ohne Bedenken Großveranstaltungen nach Mödling geben.


Spiel 19. Jänner 1937 Ö - Streatham London

  • Mit der Mannschaft aus Großbritannien, die aus rd. einem Dutzende Spieler besteht, ist auch Baron von Trauttenberg mit nach Wien gekommen. Er gehört der Mannschaft an. Jetzt hat der Verbandskapitän von Trauttenberg für die österreichische Nationalmannschaft aufgestellt. Der Wiener wußte dieses bisher nicht. Weinberger geht davon aus, dass bei der vorhandenen Zahl der Spieler diese keine Schwächung der Briten bedeutet. Er hält diese Entscheidung für richtig. Falls Österreich zu den Weltmeisterschaften nach London fährt, würde von Trauttenberg ja auch in der Mannschaft mitspielen. Falls die Disqualifikation von Friedrich Demmer bestehen bleibt, wird Hans Schneider vom EKE für ihn spielen.


  • Schiedsrichter: Alfred Revy, Ing. Langfelder Beginn: 20.00 Uhr
Team Ö: Tor: Hermann Weiss (WEV), Verteidiger: Baron Hans von Trauttenberg (London), Rudolf Vojta (WEV) , 1. Sturm: Hans Tatzer (EKE), Oskar Nowak (WEV), Friedrich Demmer (WEV), 2. Sturm: Karl Kirchberger (WEV), Josef Göbl (vereinslos), Willy Meißner (WEV), Ersatz: Willibald Stanek (WEV),
Team Streatham London: Tor: Gerth, Verteidiger: Dent, Erhart(Kapitän), 1. Sturm: Davay, Shaw, Stapleford, 2. Sturm: Trottier, Stinchcombe, Durling,
Der WEV hat auf der Kunsteisbahn die große Tribühne aufgebaut. Beim Spiel herrschte heftiges Schneetreiben. Die Engländer ließen sich auch durch das Schneetreiben nicht beirren. Sie waren schneller auf dem Eis als die Österreicher. Hervorragend war der Torwart Gerth bei den Engländern. Die österreichische Nationalmannschaft verliert das Spiel mit 2:4(0-1,0-2,2-1) Im ersten Drittel stürmte Nowak sofort auf das englische Tor zu, verschoss aber die Scheibe am Tor vorbei. Ein Vorstoß von Trauttenbergs bringt Friedrich Demmer in eine gute Schussposition, aber der Torwart hält. Kurze Zeit später vergibt Oskar Nowak eine Riesenchance. Die Vorstöße der Engländer bleiben bei den Wiener Verteidigern hängen. Nach 7 1/2 Minuten wird das Spiel unterbrochen und das Spielfeld vom Schnee gesäubert. Hans Tatzer hat Pech, als er auf das leere Tor der Engländer abschießt und es verfehlt. Kurz vor Ende des Drittels kann Shaw das Führungstor für die Engländer erzielen. Im zweiten Drittel kann man ein gutes Spiel der Engländer sehen. Der Schneefall läßt etwas nach. Stapleford bringt Dent in eine gute Position und der schießt zum 2:0 ein. Die englischen Flügel können immer wieder vorstoßen, da die Österreicher diese nicht richtig abdecken. So kommt Streatham zum dritten Tor durch Trottier. Im letzten Drittel kommen die Österreicher besser ins Spiel. Trotzdem gelingt es Trottier erneut die Scheibe ins Österrichische Tor zu bringen. Die Wiener greifen jetzt mit aller Macht an. Sie haben aber nicht viel Glück mit ihren Torschüssen. Dann aber kann Hans Tatzer nach einer guten Kombination mit Friedrich Demmer einschießen. Danach ist auch Nowak erfolgreich.



Spiel 20. Jänner 1937 Ö - Streatham London

  • Schiedsrichter: Loria, Aigner Beginn: 21.00 Uhr
Team Ö: Tor: Karl Oerdögh (EKE), Verteidiger: Baron Hans von Trauttenberg (London), Rudolf Vojta (WEV) , 1. Sturm: Hans Tatzer (EKE), Oskar Nowak (WEV), Friedrich Demmer (WEV), 2. Sturm: Karl Kirchberger (WEV), Josef Göbl (vereinslos), Hans Schneider (EKE),
Team Streatham London: Tor: Gerth, Verteidiger: Dent, Erhart (Kapitän), 1. Sturm:Davay, Shaw, Stapleford, 2. Sturm: Trottier, Stinchcombe, Durling, Ersatz: Mansfild
Heute wird auf der Kunsteisbahn Engelmann gespielt. Es spielt auch nicht, wie erst geplant der EKE, sondern wieder die Nationalmannschaft. Die Österreicher müssen eine Niederlage von 2:7(1-2,0-2,1-3) hinnehmen. 1800 Zuschauer sahen auf gutem Eis das Spiel. Die Verteidigung auf Wiener Seite ließ zu wünschen übrig. Von Trauttenberg und Rudolf Vojta fanden im Spiel nicht zueinander. Die Tore muss man überwiegend der Verteidigung und nicht dem Torwart Karl Oerdögh anlasten. Der 1. Sturm spielte gut, wobei Hans Tatzer im letzten Drittel nicht mehr mitwirkte, da morgen das Spiel des EKE gegen den KAC stattfindet. Im ersten Drittel kamen die Angriffe zu Beginn von den Österreichern. Sie scheiterten aber am Tormann der Engländer. Friedrich Demmer und Oskar Nowak greifen das englische Team an, geben zu Hans Tatzer und dieser kann das Führungstor einschießen. Der danach eingesetzte 2. Sturm bringt nicht die gleiche Stärke mit, wie der vom Eis gegangene. Es ist kaum eine Minute vergangen und Mansfield macht den Ausgleichstreffer. Und wieder kurze Zeit später zögert Rudolf Vojta bei der Abwehr, von Trauttenberg deckt Shaw nicht richtig ab und dieser schießt zum 2:1 ein. Im zweiten Drittel sieht man wieder blitzschnelle Agnriffe. Als die österreichische Verteidigung wieder einen Augenblick nicht aufmerksam genug ist, bringt Trottier aus weitem Winkel die Scheibe ins Netz. Eine Minute später stürzt Trottier über die Bande und verletzt sich im Gesicht. Shaw macht jetzt den vierten Treffer für die Londoner. Im letzten Drittel kommen die Österreicher besser ins Spiel. Die Engländer können einen weiteren Treffer durch Stapleford erzielen. Die Wiener können bei ihren Angriffen den englischen Tormann nicht überwinden. Jetzt treffen Davay und Trottier für Streatham. Friedrich Demmers Torerfolg kann die Niederlage von 2:7 noch etwas abmildern. Auch wenn die Österreicher dieses Spiel und das am Vortag verloren haben, so ist es doch wichtig, gegen so starke Mannschaften wie Streatham London und andere zu spielen. Nur so kann man die Praxis für schwere Spiele erhalten, die heute notwendig ist, um im Eishockeysport zu bestehen. Für den WEV und den EKE haben die Spiele wegen der geringen Zuschauerzahlen zu Verlusten geführt.



Akademische Welt-Winterspiele 1937

  • 16. November 1936: Die V. Akademischen Weltwinterspiele wurden an Zell am See vergeben. Die Eishockey-Liga hat den Termin und den Ort bereits genehmigt. Der Österreichische Eishockeyverband hat die Vorstandsmitglieder Hans Weinberger und Schärf mit den Vorbereitungen für die Teilnahme einer Nationalmannschaft an diesen Spielen beauftragt.
  • Die 5. Akademischen Welt-Winterspiele laufen vom 2. Februar 1937 bis 7. Februar 1937. Die Eröffnung begann um 9.00 Uhr in Zell am See.
  • Team Österreich: Tor: Dr. Withoff (Leoben), Verteider: Nägler (ÖWSC), Aribert Heim (EKE), 1. Sturm: Hubert Tschamler (EKE), Emil Seidler (Leoben), Hofbauer, 2. Sturm: Held (Leoben), Hans Zahlbruckner ( ), Hofbauer ( ), Held (Leoben), Floderer ( ), Ersatz: Lebmann (ÖWSC), Pummer ( ), Hans Zahlbruckner ( ), Mietis ( ); Mannschaftsführer Dr. Schenner.[44]
Datum Spielort Mannschaften Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
2. Februar 1937 Zell am See Österreich - Frankreich 4:0(2-0,1-0,1-0) 2500 s.u.
3. Februar 1937 Zell am See Österreich - Tschechoslowakei 0:0(0-0,0-0,0-0) s.u.
4. Februar 1937 Zell am See Österreich - Italien 1:1(0-0,0-1,1-0) s.u.
7. Februar 1937 Zell am See Österreich - Ungarn 0:3(0-1,0-0,0-2) s.u.

Bei den Akademischen Winterspielen 1937 in Zell am See erhielt Österreich die Bronzemedaille.



Spiel 2. Februar 1937 Ö - Frankreich

  • Schiedsrichter: Jeney (Ungarn), Medri (Italien) Beginn: 10.30 Uhr
  • Team Ö: Tor: Dr. Withoff (Leoben), Verteidiger: Nägler (ÖWSC), Aribert Heim (EKE), 1. Sturm: Hubert Tschamler (EKE), Emil Seidler (Leoben), Lebmann (ÖWSC), 2. Sturm: Hans Zahlbruckner ( ), Hofbauer ( ), Held (Leoben),
  • Die Österreicher besiegten die Franzosen mit 4:0(2-0,1-0,1-0) Toren. Die Österreicher waren den Franzosen spielerisch wie auch läuferisch überlegen. Die Franzosen spielten hart, aber auch aufopfernd und konnten so eine noch höhere Niederlage vermeiden. Im ersten Drittel schossen Tschamler und Hofbauer innerhalb einer Minute die Tore. Im zweiten Drittel musste der Verteidiger Bertrand mit einer leichten Gehirnerschütterung vom Eis getragen werden. Das Tor für Österreich erzielte Heim. Im letzten Drittel wurde Härte ins Spiel gebracht. Die beiden Schiedsrichter griffen jetzt durch und es kam zu zahlreichen Ausschlüssen. Das vierte Tor für Österreich schoss Seidler.[45][46] In einer anderen Zeitung werden die Torschützen mit Emil Seidler (2), Hofbauer und Heim genannt[47]



Spiel 3. Februar 1937 Ö - Tschechoslowakei

  • Schiedsrichter: Jeney (Ungarn), Medri (Italien) Beginn: 8.30 Uhr
  • Team Ö: Tor: Dr. Withoff (Leoben), Verteidiger: Aribert Heim (EKE), Nägler (ÖWSC), 1. Sturm: Hubert Tschamler (EKE), Emil Seidler (Leoben), Lebmann (ÖWSC), 2. Sturm: Ernst Zahlbruckner ( ), Held (Leoben), Hofbauer ( ),

(wird noch ergänzt)

  • Das Spiel Österreich gegen die Tschechoslowakei ging 0:0(0-0,0-0,0-0) unentschieden aus. Die Tschechoslowaken zeigten das bessere Spiel. Nur dem Torwart der Österreicher Dr. Witthoff war es zu verdanken, dass man das Spiel nicht verlor. Im ersten Drittel war der Kampf gleichwertig, die Tschechen sind aber durch ihre Weitschüsse gefährlich. Seidler und Lebmann werden in gutes Schussstellung schwer gefoult. Im zweiten Drittel kann Dr. Withoff dreimal hintereinander beim Angriff der Tschechen die Scheibe halten. Das Spiel wurde härter. Tschamler kommt zweimal durch, verfehlt das gegnerische Tor aber jeweils knapp. Im letzten Drittel uferte es aus und es kam zu mehreren Ausschlüssen nach Keilereien. Die Tschechen greifen stark an und es dauert etwas, bis auch die Österreicher Gegenangriffe starten können.[48] [49][50]



Spiel 4. Februar 1937 Ö - Italien

  • Schiedsrichter: Jeney (Ungarn), Janousek (Tschechoslowakei) Beginn: 18.30 Uhr
  • Das Spiel endete 1:1(0-0,0-1,1-0) unentschieden. Der Mannschaftsführer der Österreicher, Dr. Schenner, setzte heute Spiegel, den schwächsten Spieler im Aufgebot, ein. Niemand verstand dieses Entscheidung. Einen der beiden Zahlbruckners einzusetzen, wäre weitaus besser und effektiver gewesen. Das Spiel wirkte zerfahren und ein Zusammenspiel der Akteure fand nicht statt. Das erste Drittel blieb torlos, was auf österreichischer Seite wieder dem guten Tormann zu verdanken war. Im zweiten Drittel konnte Pellegrini (dÁpollonia?) den Führungstreffer für die Italiener erreichen. Obwohl der Österreichische Torhüter die Scheibe noch auf der Torlinie aufhielt, wurde ein Tor für Italien von den Schiedsrichtern gegeben. Unter den Zuschauern entsteht ein großer Tumult. Im letzten Drittel schaffte Tschammler den Ausgleich.[51][52] Es wird auch von Emil Seidler als Torschützen nach gutem Zuspiel von Held berichtet.[53]


Spiel 7. Februr 1937 Ö - Ungarn

  • Schiedsrichter: Beginn: 9.30 Uhr
  • Die Ungarn schlugen das Österreichische Team heute mit 3:0(1-0,0-0,2-0). Die Ungarn traten mit ihrer kompletten Nationalmannschaft an. Bei prächtigem Sonnenschein und schlechten Eisverhältnissen wurde das Spiel ausgetragen. Das Eis war vom gestrigen Spiel noch holperig, so dass eine gute Scheibenführung nicht möglich war. Im ersten Drittel war Östereich überlegen, die Ungarn schafften aber das Führungstor durch Blazy in der vierten Minute. Der österreichische rechte Verteidiger hatte den Angreifer nicht genügend abgedeckt. Auch im zweiten Drittel drängen die Österreicher nach vorn, es gelingt ihnen aber nichts. Im letzten Drittel gelingt es den Ungarn, trotz des Druckes auf ihr Tor, durch Gergely2 und Jenay zwei weitere Treffer zu landen. Der österreichische Torwart Dr. Withoff stand immer wieder ungedeckten Stürmern der Ungarn gegenüber. Nach den Toren spielten die Österreicher dann auch verhaltener.[54][55]


Spiele ohne Österreich:
02. Februar 1937: Ungarn - Tschechoslowakei 3:0(3-0,0-0,0-0)
03. Februar 1937: Italien - Frankreich 5:(2-0,1-0,2-0),
04. Februar 1937: Ungarn - Frankreich 4:0(0-0,2-0,2-0)
05. Februar 1937: Tschechoslowakei - Italien 1:0(1-0,0-0,0-0)
06. Februar 1937: Frankreich - Tschechoslowakei 0:1(0-0,0-1,0-0)
06. Februar 1937: Italien - Ungarn 0:4 (Italien trat nicht an)



Endstand akadem. Weltwinterspiele 1937

Platz Nation Punkte Tore Bemerkungen
1 Ungarn 6 15:0 Goldmedaille
2 Tschechoslowakei 4 2:3 Silbermedaille
3 Österreich 3 5:4 Bronzemedaille
4 Italien 3 6:7
5 Italien 0 0:15



Saison 1937/38

  • 15. Jänner 1938: Die Finanzierung der Teilnahme an der Weltmeisterschaft 1938 ist noch nicht vollständig geregelt. Der Verbandskapitän Hans Weinberger hat jedoch vom Vorstand den Auftrag erhalten, ein Teamkader aufzustellen, aus dem dann die Nationalmannschaft ausgesucht wird. Nachstehende Spieler sind einberufen worden:
Josef Wurm (EKE), Karl Oerdögh (EKE), Hermann Weiss (WEV), Helmut Goebel (Altmann),
Verteidiger: Rudolf Vojta (WEV), Willy Seidler (Leoben), Franz Csöngei (EKE),
Stürmer: Oskar Nowak (WEV), Friedrich Demmer (WEV), Hans Tatzer (EKE), Hubert Tschammler (EKE), Max Schneider (KAC), Held (Leoben), Franz Zehetmayer (EKE), Feistritzer (WEV), Karl Kirchberger (WEV), Willibald Stanek (Straßenbahn), Hans Stertin (KAC), Reinhold Egger (KAC)
Trauttenberg, der in London lebt, wurde nicht mit eingeladen. Weinberger hat für die Vorbereitung besondere Vollmachten erhalten. Die Vereine dürfen ab 30. Jänner bis zur Weltmeisterschaft keine Spiele mehr austragen. Am 30. Jänner fährt Weinberger mit dem Team nach Klagenfurt, um dort zu trainieren. Bis zum 9. Februar 1938 will man in Klagenfurt bleiben.[56]


  • 25. Jänner 1938: Der Verbandskapitän Hans Weinberger ist an einer Gelenkentzündung erkrankt. Da er sechs Wochen lang seine Aufgaben im Vorstand nicht ausführen kann hat er diese für die Zeit der Erkrankung auf die Vorstandsmitglieder Stuchly und Zasche übertragen. Die Mannschaftsnominierung war jedoch noch von ihm vorgenommen worden.
Tor: Josef Wurm (EKE), Robert Russer (KAC)
Verteidiger: Rudolf Vojta (WEV), Willy Seidler (Leoben),
Stürmer: Franz Csöngei (EKE), Oskar Nowak (WEV), Friedrich Demmer (WEV), Hans Tatzer (EKE), Max Schneider (KAC), Held (Leoben), Eimannsberger (MEC), Franz Zehetmayer (EKE), Feistritzer (WEV),
Ein vierzehnter Spieler soll noch benannt werden. Zur Auswahl wurden Karl Kirchberger (WEV), Hans Stertin (KAC) und Silberberger (Kitzbühel) gestellt.
  • 4. Februar 1938: Die Kandidaten Silberberger und Seidler kommen für die endgültige Nominierung nicht mehr in Betracht. Dafür kommen für das Tor noch Karl Oerdögh in die nähere Auswahl, als Verteidiger Gartner und Lambert Neumayer, sowie Hans Schneider (EKE).
  • 27. Jänner 1938: Eimannsberger (MEC) und Zehetmayer (EKE) können nicht ins Kader der Nationalmannschaft genommen werden, da sie seit einien Tagen ihren Militärdienst ableisten müssen und daher kein frei bekommen.




Nationalspiele ohne Meisterschaften 1938

Datum Spielort Mannschaften Ergebnis Zuschauer Bemerkungen 29. Jänner 1938 Leoben Österreich - Leoben 4:1(0-1,0-0,4-0) s.u.
30. Jänner 1938 Klagenfurt Österreich - KAC 0:0(0-0,0-0,0-0) s.u.
05. Februar 1938 Wien, Engelmann-Platz Österreich - KAC 4:0(1-0,1-0,2-0) 400 s.u.
25. Februar 1938 Wien, WEV-Platz Österreich - Kanada 3:4(1-1,2-2,0-1) 4000 s.u.


Spiel 29. Jänner 1938 Ö - Leoben

  • Schiedsrichter: Ing. Langfelder, Focke Beginn: Uhr
  • Team Ö: Tor: Josef Wurm, Verteidiger: Franz Csöngei, Rudolf Vojta, 1. Sturm: Stertin (KAC), Oskar Nowak, Friedrich Demmer (WEV), 2. Sturm: Hans Tatzer (EKE) , Max Schneider, Feistritzer, Silberberger,
  • Team Leoben:

Die Nationalmannschaft führte ein Probespiel gegen die Mannschaft von Leoben durch und gewann 4:1(0-1,0-0,4-0). Die Leobener Mannschaft konnte im ersten Drittel gegen die Nationalmannschaft mithalten. Schneider erzielte das Führungstor für Leoben. Auch im zweiten Drittel war das Spiel ausgeglichen, blieb aber torlos. Im letzten Drittel ließen die Kräfte der Leobener Spieler nach. Für das Auswahlteam konnten Oskar Nowak zweimal und Stertin und Max Schneider einmal einschießen. Für Leoben erzielte Schneider den Treffer.


Spiel 30. Jänner 1938 Ö - KAC

  • Schiedsrichter: Beginn: Uhr
  • Team Ö: Tor: Josef Wurm, Verteidiger: Franz Csöngei, Rudolf Vojta, 1. Sturm: Willy Seidler, Franz Csöngei, Oskar Nowak, 2. Sturm: Karl Kirchberger, Gartner, Feistritzer, Held (Leoben),
  • Team KAC:

Friedrich Demmer konnte nicht mitspielen, weil er sich beim Spiel gegen den EKE den Daumen gebrochen hatte. Hans Tatzer fehlte wegen dem Ableben seiner Großmutter. Das Spiel ging 0:0(0-0,0-0,0-0) aus.


Spiel 05. Februar 1938 Ö - KAC

  • Schiedsrichter: Jahnke, Willy Moser, Beginn: 20.30 Uhr
  • Team Ö: Tor: Karl Oerdögh (EKE) Verteidiger: Franz Csöngei, Rudolf Vojta (WEV), 1. Sturm: Karl Kirchberger (WEV), Oskar Nowak, Friedrich Demmer (WEV), 2. Sturm: Held (Loeben), Hans Schneider (EKE), Feistritzer ( ),
Team KAC: Russer, Verteidiger: Russer II, Eggenberger, Stürmer: Max Schneider, Reinhold Egger,

Die Natinalmannschaft siegte vor 400 Zuschauern mit 4:0(1-0,1-0,2-0). Da Zehetmayer verlezt war, wurde für ihn Otto Voit eingesetzt. Im ersten Drittel konnte Friedrich Demmer das Führungstor einschießen. Im zweiten Drittel zog sich der Klagenfurter Raunegger eine Gesichtsverletzung zu und musste ausscheiden. Zehetmayer erzielte das 2:0 für die Nationalmannschaft. Im letzten Drittel trafen dann noch Feistritzer und Oskar Nowak ins Tor des KAC.


Spiel 25. Februar 1938 Ö - Kanada

  • Schiedsrichter: Aigner, Ing. Langfelder, Sutherland Beginn: 20.00 Uhr
  • Team Ö: Tor: Josef Wurm, (Karl Oerdögh) Verteidiger: Franz Csöngei, Rudolf Vojta, 1. Sturm: Karl Kirchberger, Oskar Nowak, Friedrich Demmer, 2. Sturm: Franz Zehtmayer, Hans Schneider, Hans Tatzer,
  • Team Kanada: Tor: Albricht, Verteidiger: Godfrey, Portland, 1. Sturm: Heximer, Mc Reavy, Allen, 2. Sturm: Russell, Chipmann, Bruce,

Nach den Nationalhymnen sahen die Zuschauer erst einmal ein Schaulaufen von Anita Waegeler und Gerta Rathansky. 4000 Zuschauer sahen danach das Spiel der Nationalmannschaft gegen die Nationalmannschaft der Kanadier (Sudbary Wolves), welches mit 4:3(1-1,2-2,0-1) für den Gast endete. Die österreichische Nationalmannschaft konnte während des gesammten Spiels gut mit den Kanadiern konkurrieren. Die Nationalmannschaft der Kanadier wird in dieser Saison von der kanadischen Mannschaft Sudbury Wolves gestellt. Im ersten Drittel konnte Bruce den Führungstreffer erzielen. Nach einem Zuspiel von Karl Kirchberger konnte dann Oskar Nowak kurze Zeit später den Ausgleichstreffer einschießen. Das zweite Drittel wurde lebhafter bis scharf gekämpft. Mit einem Schrägschuss geland es Chipmann ein Tor für Kanada zu erzielen. Und wieder konnte nach einem Pass von Karl Kirchberger Oskar Nowak das Ausgleichstor einschießen. Kurze Zeit später kann Heximer wieder einen Treffer für Kanada verwandeln. Es erfolgte jetzt der ein Ausschluss von Franz Csöngei, weil er nach Ansicht des kanadischen Schiedsrichters den Stock zu weit nach oben gehoben hatte. Nach dessen Rückkehr auf das Eis brachte Oskar Nowak die Scheibe ins gegnerische Tor. Wegen einem Foul an einem Kanadier wurde Franz Csöngei erneut ausgeschlossen. Oskar Nowak wollte protestieren. Der kanadische Schiedsrichter wollte aber statt Oskar Nowak Friedrich Demmer ausden Spiel nehmen, der neben diesen stand. Das Publikum protestierte Lautstark. Schließlich konnte Friedrich Demmer auf dem Eis bleiben. Im kleinen Blatt wird der Vorfall so geschildert, dass Oskar Nowak bei seinem Protest den Schiedsrichter irrtümlich angestupst hatte und dieser den Vorfall als Angriff auf ihn deutete. Die Intervention der Funktionäre führte dann dazu, dass Oskar Nowak bleiben konnte. Im letzten Drittel versagte bei einem Angriff die Verteidigung und so konnte Russel für die Kanadier einschießen. Die Gegenangriffe der Österreicher führten nicht mehr zum Augleich.

Große Heiterkeit rief es hervor, als der Verteidiger Portland bei einem Angriff mit vorrückte und Franz Csöngei, der sich ihm in den Weg stellte, einfach umrannte. Auch Rudolf Vojta, der sich ihm entgegenstellte wurde beiseite gedrückt und schließlich der Tormann sammt Tor über den Haufen gefahren. Oskar Nowak war der Liebling des Publikums und immer wenn er an die Scheibe kam, wurde sein Vorname "Oskar, Oskar" laut gerufen. Der Schiedsrichter Sutherland war ein ausgezeichneter Schiedsrichter und kannte sich gut in den Regeln aus. Die Kanadier wären nicht angetreten, hätte man nicht Sutherland als Schiedsrichter mit eingesetzt. So versahen die beiden österreichischen Schiedsrichter abwechselnd ihre Aufgabe. Der Ausschluss Franz Csöngeis durch den kanadischen Schiedsrichter war gerecht, doch gleiche Fouls bei den Kanadieren pfiff er nicht.<Das Kleine Blatt 26. Februar 1938</ref>[57][58]<ref<SportTagblatt 26. Februar 1938</ref>[59]




Eishockey-Welt- und Europameisterschaften 1938

  • 26. Jänner 1938: Vom Verband wurden die Auswahl der Spieler für die Nationalmannschaft wie folgt bekannt gegeben:
Tor: Josef Wurm (EKE), Russer (KAC),
Verteidiger: Rudolf Vojta (WEV), W. Seidler (Leoben),
Sturm: Franz Csöngei (EKE), Oskar Nowak (WEV)(Kapitän), Friedrich Demmer (WEV), Hans Tatzer (EKE) Hans Schneider (EKE), Held (Leoben), Eimannsberger (Mödling), Zehetmayer (EKE), Feistritzer (WEV),
als 14. Spieler kommen noch infrage: Stertin (KAC), Silbergerger (Kitzbühel), Karl Kirchberger (WEV),[60]


  • 05. Februar 1938: Als Reiseführer für die Weltmeisterschaft 1938 in Prag wurden die Herren Dr. Schwarz, Stuchly und Zasche nominiert.[61]


  • 07. Februar 1938: Das Team der österreichischen Nationalmannschaft für die Welt- und Europameisterschaften in Prag wird bekanntgegeben:
Tor: Josef Wurm (EKE), Karl Oerdögh (EKE)
Verteidiger: Franz Csöngei (EKE), Rudolf Vojta (WEV), Hans Tatzer (EKE)
Sturm: Karl Kirchberger (WEV), Oskar Nowak (WEV)(Kapitän), Friedrich Demmer (WEV), Hans Stertin (KAC), Hans Schneider (EKE), Feistritzer (WEV), Franz Zehetmayer (EKE), Ing. Max Schneider (KAC), Held (Leoben)

Eishockeyspiele

Datum Spielort Mannschaften Ergebnis Zuschauer Bemerkungen/Torschützen
12. Februar 1938 Prag Österreich - Tschechoslowakei 0:1(0-0,0-0,0-1) 10000 s.u.
13. Februar 1938 Prag Österreich - Kanada 0:3(0-1,0-1,0-1) 5000 s.u.
15. Februar 1938 Prag Österreich - Schweden 1:1(1-0,0-1,0-0) 11000 s.u.


Spiele 11. Februar 1938:

Schweiz - Ungarn 1:0(0-0,1-0,0-0)
Lettland - Norwegen 1:3 n.V.(0-1,1-0,0-0,0-2)
Großbritannien - Deutsches Reich 1:0(0-0,0-0,1-0)
Litauen - Rumänien 1:0(0-0,1-0,0-0)

Spiel 12. Februar 1938 Ö - Tschechoslowakei

  • Schiedsrichter: Minder (Ungarn), Sachs (Polen), Beginn: 20.00 Uhr
  • Team Ö: Tor: Josef Wurm, Verteidiger: Franz Csöngei, Rudolf Vojta, 1. Sturm: Karl Kirchberger, Oskar Nowak (Kapitän), Friedrich Demmer, 2. Sturm: Hans Tatzer, Stertin, Schneider, Feistritzer,
  • Team: Tschechoslowakei: Tor: Moudry, Verteidiger: Puschbauer, Varzalt, 1. Sturm: Treick, Malecek, Kucera, 2. Sturm: Pergl, Cetkowski, Cisar,
  • Die Tschechoslowakei besiegte die österreichische Nationalmannschaft mit 1:0(0-0,0-0,0-1). 10.000 Zuschauer besuchtend das Spiel. Die Österreicher spielten in den beiden ersten Dritteln überlegen, hatten aber nicht das Glück, was man benötigt, um ein solches Spiel zu gewinnnen. Der österreichische Tormann Josef Wurm lieferte eine ausgezeichnete Partie. Auch die Verteidigung lieferte ihren Beitrag. Sie war hat, aber fair. Hans Tatzer und Friedrich Demmer waren die hervorstechenden Stürmer. Die beiden ersten Drittel blieben torlos. Im letzten Drittel konnte Kucera 30 Sekunden vor Schluss für die Tschechoslowaken einschießen. In diesem Drittel waren die Tschechoslowaken überlegen.


Spiele 12. Februar 1938:

Kanada - Schweden 3:2(1-0,1-2,1-0)
Schweiz - Rumänien 8:1(2-0,1-1,5-0)
USA - Lettland 1:0(0-0,1-0,0-0)
Polen - Litauen 8:1(3-0,0-0,5-1)


Spiele 13. Februar 1938:

Polen-Rumänien 3:0(1-0,2-0,0-0)
Ungarn - Litauen 10:1(2-0,4-0,4-1)
Deutsches Reich - Lettland 1:0(0-0,1-0,0-0)
Schweden - Tschechoslowakei 0:0(0-0,0-0,0-0, 0-0,0-0,0-0)
USA - Norwegen 7:1(3-0,4-0,0-1)


Spiel 13. Februar 1938 Ö - Kanada

  • Schiedsrichter: Sachs (Polen), Poplimont (Belgien) Beginn: 15.00 Uhr
  • Team Ö: Tor: Josef Wurm, Verteidiger: Franz Csöngei, Rudolf Vojta, 1. Sturm: Karl Kirchberger, Oskar Nowak (Kapitän), Friedrich Demmer, 2. Sturm: Franz Zehetmayer, Schneider, Feistritzer, Hans Tatzer,
  • Team Kanada: Tor: Coulter, Verteidiger: Godfrey, Portland, 1. Sturm: Marshall, Mc Reavy, Allen, 2. Sturm: Heximer, Russell, Bruce,
  • Im Spiel gegen Kanada war zu erwarten, dass diese das Match gewinnen würden. Sie erzielten auch ein 3:0(1-0,1-0,1-0) gegen die Österreicher. Die Sympathie der 5000 Zuschauer war bei den Österreichern. Im ersten Drittel griffen die Österreicher direkt an und in der zweiten Minute steht Friedrich Demmer vor dem Tor der Kanadier, schießt aber am Tor vorbei. In der fünften Minute geht Kanada durch Russel in Führung, wobei er von der Verteidigung die Scheibe direkt vorgelegt bekam. Man sah beim Spiel, dass den Österreichern die Energie im Spiel fehlte und vielleicht auch ein bißchen ermüdet vom Spiel des Vortages waren. Waren die Kanadier im ersten Drittel etwas im Vorteil, so verstärkten sie ihr Spiel im zweiten Drittel weiter. Es gab auch einige Unfeinheiten. So wurde Oskar Nowak vom Kanadier Godfrey über die Ballustrade geworfen. Der Kanadier Allen erzielt dann das zweite Tor. Es gab noch eine Chance für Zehetmayer, aber der Schuss hatte nicht die nötige Stärke, um den kanadischen Torwart zu bezwingen. Im letzten Drittel wird das Spiel härter. Es gibt einige Zeitstrafen. So muss bspw. der Kanadier Mc Reavy auf die Bank wegen einer Unsportlichkeit. Zweimal gibt es Strafbully gegen die Kanadier.Eines verursachte Allen wegen Zeitverzögerung. Heximer musste für zwei Minuten wegen eines Fouls an Oskar Nowak auf die Bank. Oskar Nowak kann aber beide Bullys nicht in ein Tor für Österreich umwandeln. Heximer musste für zwei Minuten wegen eines Fouls an Vojta für zwei Minuten vom Eis. Jetzt müssen Friedrich Demmer und Mc Reavy wegen des Austausches von Derbheiten auf die Bank. Teilweise hatten die Kanadier nur noch vier Mann im Spiel. Der letzte Treffer zum 3:0 für die Kanadier wurde durch Bruce in der 10. Minute eingeleitet. Mc Reavy schoss ein, nachdem die Scheibe schon zweimal abgewehrt worden war. Auch danach kam es noch zu Herausstellungen. Das Publikum beklatschte die österreichische Mannschaft, während die Kanadier mit Pfiffen bedacht wurden.


Spiele 14. Februar 1938:

Schweiz - Litauen 15:0(9-0,2-0,4-0)
Großbritannien - Lettland 5:1(1-0,2-0,2-0)
Deutsches Reich - USA 0:1(0-0,0-1,0-0)
Ungarn - Polen 0:3(0-1,0-1,0-1)



Spiele 15. Februar 1938:

Schweiz - Polen 7:1(3-0,1-0,3-1)
USA - Großbritannien 1:1(0-0,1-0,0-1)
Ungarn - Rumänien 3:1(1-0,1-0,3-1)
Deutsches Reich - Norwegen 8:0(2-0.1-0,5-0)
Kanada - Tschechoslowakei 3:0(2-0,0-0,1-0)


Spiel 15. Februar 1938 Ö - Schweden

  • Schiedsrichter: Fröhlich (Tschechoslowakei), Geromini Schweiz) Beginn: 21.30 Uhr
  • Team Ö: Tor: Josef Wurm, Verteidiger: Franz Csöngei, Rudolf Vojta, 1. Sturm: Feistritzer, Oskar Nowak (Kapitän), Friedrich Demmer, 2. Sturm: Schneider, Stertin, Hans Tatzer, Franz Zehetmayer,
  • Team Schweden: Tor: Svanberg, Verteidiger: Bergquist, Nilson, 1. Sturm: Engberg, A. Anderson, Erixson, 2. Sturm: Forström, S. Anderson, D. Anderson,
  • Das Spiel zwischen Österreich und Schweden endet vor 11.000 Zuschauern mit 1:1(1-0,0-1,0-0 0-0,0-0,0-0). Wegen dem unentschieden während der regulären Spielzeit muss noch 3 x 10 Minuten gespielt werden. Aber auch hier fällt kein Tor mehr. Die Österreicher spielen ohne Karl Kirchberger. Im ersten Drittel spielte Feistritzer sich durch, gab auf Friedrich Demmer und dieser konnte das Führungstor erzielen. Im zweiten Dritten schafft Ole Andersonin der dritten Minute den Ausgleichstreffer. Das letzte Drittel blieb torlos. Die Mannschaften warteten auf den Anpfiff der Verlängerung. Dann kam die Nachricht vom Präsidenten, dass diese nicht gespielt würde. *Nach dem Beschluss des Kongresses hätte jetzt eine 3-malige Verlängerung erfolgen müssen. Es wurde nunmehr durch den Präsidenten die Entscheidung getroffen, das eine Verlängerung ohne Belang sei und nur notwendig wären, wenn durch die Verlängerung eine Entscheidung getroffen würde. Bei dem jetzigen Stand wäre die Tschechoslowakei weiter und Schweden müsste nach Hause fahren. Jetzt kam die nächtliche Sitzung der Liga und eine weitere Entscheidung wurde getroffen. Statt zwei würden drei Mannschften weitkommen. Somit waren die Tschechoslowakei und Schweden weiter. Österreich fuhr nach Hause. Die Entscheidung des Präsidenten ist nicht nachzuvollziehen. Hätte Österreich in der Verlängerung gewonnen, so hätte man den dritten Platz inne gehabt. Österreich war das Bauernopfer der Liga, damit es keine großen Proteste gab.[62]


Spiele 16. Februar 1938:

Kanada - Deutsches Reich 3:2(1-1,0-1,1-0)
Tschechoslowakei - USA 2:0(0-0,1-0,1-0)
Polen - Schweden 0:1(0-0,0-0,0-1)

Spiele 17. Februar 1938:

Großbritannien - Schweden 3:2(0-0,1-1,2-1)
Schweiz - USA 1:0(0-0,0-0,1-0)
Deutsches Reich - Ungarn 1:0(0-0,1-0,0-0)

Spiele 18. Februar 1938:

Großbritannien - Polen 7:1(3-1,4-0,0-0)
Kanada - Ungarn 1:1(1-1,0-0,0-0)
Tschechoslowakei - Schweiz 3:2(0-1,1-0,0-0,2-1)

Spiele 19. Februar 1938:

Schweden - Schweiz 2:0(1-0,0-0,1-0)
Kanada - Deutsches Reich 1:0(0-0,0-0,1-0)
Großbritannien -Tschechoslowakei 1:0(0-0,0-0,1-0)

Spiel 20. Februar 1938:

Tschechoslowakei - Deutsches Reich 3:0(1-0,2-0,0-0) (Spiel um 3. Platz)
Kanada - Großbritannien 3:1(3:1,0-0,0-0) (Endspiel)


  • Bei der Eishockey-Europameisterschaft 1938 in Prag erreichte Österreich den 10. Platz und bei der gleichen Weltmeisterschaft den 12. Platz.
  • Die Fair Play Trophy ging an Österreich. Die Mannschaft spielte zwar nur drei Spiele, blieb aber trotzdem im Kampf ums Weiterkommen besonders fair. Zumindest ist dieses ein kleiner Trost für die Aktiven.


Saison 1938/39

  • 07. Dezember 1938: Die Spieler Franz Csöngei, Wurm, Nowak, Zehetmayer und Demmer wurden zu einer Schulung nach Garmisch-Patenkirchen zwecks Vorbereitung auf die WM einberufen. Feistritzer wurde einige Tage später auch abgeordnet.
Datum Spielort Mannschaften Ergebnis Zuschauer Bemerkungen/Torschützen
01. Dezember 1938 Wien, WEV-Platz Ostmark Team 1 - Team 2 s.u.
03. Dezember 1938 Wien, Engelmann-Platz Auswahl Ostmark - Deutschland NM 2:2(2-0,0-1,0-1) 1500
04. Dezember 1938 Wien, WEV-Platz Ostmark - Auswahl Altreich 2:2(1-1,0-0,1-1) 3000 s.u.
09. Jänner 1939 Wien, WEV-Platz Ostmark - Smoke Eaters 0:6(0-1,0-2,0-3) 6000 s.u.


01. Dezember 1938 Ostmark Team 1 - Team 2

  • Schiedsrichter:
  • Für die beiden Mannschaften wurden berufen:
-Torwart: Josef Wurm (EKE), Oerdögh,
-Verteidiger: Neumaier (WEV), Aribert Heim, Rudolf Vojta (WEV), Franz Csöngei (EKE), Hubert Tschamler, Franz Zehetmayer (EKE), Hans Glück (EKE), Hofbauer, Hans Tatzer (EKE), Otto Voit (EKE),
-Stürmer: Feistritzer, Oskar Nowak, Friedrich Demmer (WEV) , Hans Schneider (EKE), Willibald Stanek, Karl Kirchberger (WEV),
  • Um herauszufinden, wer die stärksten Eishockeyspieler in der Ostmark(Österreich) sind, wurde dieses Auswahlspiel vom Gauwart für Eishockey Theo Zasche auf dem WEV-Platz in Wien angesetzt.



Spiel 03. Dezember 1938 Auswahl Ostmark/Altreich Team 1 – Team 2

  • Schiedsrichter: Rammer, Egger,
  • Team 1: Tor: Egginger (SC Riessersse), Verteidiger: Franz Csöngei (EKE), Tobien (Düsseldorf), 1. Sturm: Feistritzer (WEV), Oskar Nowak (EKE), Friedrich Demmer (WEV), 2. Sturm: Wiedemann (Füssen), Kelch2 (Rot-Weiß Berlin), Dizuhn (Rot-Weiß Berlin), Ersatz: Wild (SC Riessersee),
  • Team 2: Josef Wurm (EKE), Verteidiger: Neumaier (WEV), Rudolf Vojta (WEV), 1. Sturm: Keßler (Füssen), Schenk (SC Riessersee), Schmidinger (Düsseldorf), 2. Sturm: Otto Voit (EKE), Franz Zehetmaier (EKE), Hans Schneider (EKE), Ersatz: Hans Tatzer (EKE),[63]
  • Das Spiel auf dem Engelmann-Platz in Wien zwischen einer Auswahl Ostmark und der Deutschen Nationalmannschaft endete 2:2(2-0,0-1,0-1) vor 1500 Zuschauern. Die Auswahl Ostmark bestand aus Spielern des EKE und WEV. In der deutschen Nationalmannschaft waren auch Spieler aus der Ostmark vertreten. Im ersten Drittel konnte Wild den ersten Treffer für das Team 2 einschießen. Hans Schneider gelang danach auf das 2:0. Im zweiten Drittel wurde das Team 1 stärker und Franz Csöngei konnte den Anschlusstreffer erzielen. Friedrich Demmer gelang dann noch im letzten Drittel das 2:2 Unentschieden.


Spiel 04. Dezember 1938 Ostmark - Altreich

  • Schiedsrichter: Aigner, Focke
  • Team Ostmark: Josef Wurm (EKE), Franz Csöngei (EKE), Lambert Neumayer (WEV), Feistritzer (WEV), Oskar Nowak (EKE), Friedrich Demmer (WEV), Otto Voit (EKE), Franz Zehetmayer, Hans Schneider,
  • Team Altreich: Egginger (SC Riessersse), Verteidiger: Wild (SC Riessersee), Tobien (Düsseldorf), 1. Sturm: Keßler (Füssen), Schenk (SC Riessersee), Schmidinger (Düsseldorf), 2. Sturm: Dizuhn (Rot-Weiß Berlin), Kelch2 (Rot-Weiß Berlin), Wiedemann (Füssen). Die Aufstellung der Mannschaft erfolgte durch den Fachwart für Eishockey in Berlin Martin.
  • Das Spiel in Wien, WEV-Platz, zwischen einer Mannschaft der Ostmark und einer des Altreiches endete 2:2(1-1,0-0,1-1) vor 3000 Zuschauern. Beide Mannschaften begannen mit großem Tempo das erste Drittel. Tobien wurde für eine Minute vom Platz gestellt. Einen Nahschuss von Friedrich Demmer wehrte Egginger gut ab. Dann gelang den Wienern in der 10. Minute der erste Treffer. Oskar Nowak kämpfte sich nach vorne durch und gab die Scheibe an Franz Csöngei weiter. Dieser umspielt noch einen Verteidiger, Torwart Egginger kommt vor, Franz Csöngei umspielt ihn und schafft den Führungstreffer zum 1:0. In der 13. Minute kommt es dann zu einem Eigentor der Wiener Mannschaft. Hinter dem Tor von Josef Wurm geht die Scheibe in die Höhe und landet auf dessen Rücken. Von dort fällt sie dann ins Tor hinein. Unglücklicher kann kein Eigentor erzielt werden. Nach der Pause geht der Kampf der beiden Mannschaften weiter. Hans Schneider hat einmal die Möglichkeit ein Tor zu erzielen. Dizuhn wirft sich aber in den Schuss und wird dabei oberhalb des Auges verletzt. Dann muss Tobien wegen einem Schlittschuhbruch ausscheiden. Es fällt aber kein Tor. Im letzten Drittel stehen Tobien und Dizuhn wieder auf dem Eis. In der 2. Minute schafft Dressler mit einem Nahschuss dass 1:2 für das Altreich. Die Wiener wollen jetzt mit Macht den Ausgleich erzielen. Vor beiden Toren wird verbittert gekämpft. Friedrich Demmer kommt vor das gegnerische Tor und schießt. Egginger kann die Scheibe abfangen. Es kommt dabei zu einem Massensturz. Dem herankommenden Oskar Nowak bleibt nicht als ein hoher Sprung über die Liegenden. Er fällt danach hart aufs Eis, rafft sich aber wieder auf. Franz Zehetmayer jagt der Scheibe hinterher, bekommt sie noch und gibt sie an Otto Voit weiter. Dieser kann dann den Ausgleichstreffer zum 2:2, und damit dem Endergebnis, einschießen.


09. Jänner 1939 Ostmark - Smoke Eaters

  • Schiedsrichter:
  • Team Ostmark: Tor: Josef Wurm (EKE), Verteidiger: Franz Csöngei (EKE), Vojta (WEV) (Aribert Heim (EKE), 1. Sturm: Feistritzer (WEV), Oskar Nowak (EKE), Karl Kirchberger (WEV), 2. Sturm: Hans Tatzer (EKE), Franz Zehetmaier (EKE), Hans Schneider (EKE), Ersatz: Oerdögh (WEV), Russer (KAC), Otto Voit (EKE)
  • Team Smoke Eaters: Tor: Buchanan, Verteidiger: Haigth, Snowden, 1. Sturm: Morris, Mac Creedy, Kowcinak, 2. Sturm: Benoit, Cronie, Dame,
  • Das Spiel auf dem WEV-Platz in Wien zwischen der Ostmark und den Smoke Eaters endete 0:6(0-1,0-2,0-3) vor 6.000 Zuschauern. Im ersten Drittel waren die Kanadier etwas nervös und die Österreicher wehrten sich. In der 3. Minute konnte Benoit das 1:0 für die Kanadier erzielen. Im zweiten Drittel kann Mac Creedy in der 5. Minute das 2:0 einschießen. Dann müssen die Kanadier auf Snowden wegen einem 3-Minuten-Ausschluss verzichten. Aber auch jetzt gelingt es den Österreichern nicht, einen Treffer zu erzielen. In der 11. Minute ist es Benoit, der das 3:0 ins Tor bringt. Die Wiener gehen stärker in den Angriff, was den Kanadiern wieder ein etwas freieres Wiener Tor bringt. Im letzten Drittel fällt in der 1. Minute das 4:0 durch Coweinack, in der 2. Minute das 5:0 durch Creedy und in der 3. Minute das 6:0 durch Cronie. Nowak hat mit seinen Durchbrüchen keinen Erfolg, da der kanadische Tormann alle Schüsse fängt oder abwehrt.


Einzelnachweise

  1. Allgem. Sportzeitung 17. März 1912
  2. Allg. Sportzeitung 30. März 1912
  3. Prager Tagblatt 26. Jänner 1913
  4. Deutsches Volksblatt 26. Jänner 1913
  5. Prager Tagblatt 26. Jänner 1913
  6. Illustriertes Sportblatt 1. Februar 1913
  7. Neues Wiener Tagblatt 27. Jänner 1913
  8. Reichspost 28. Jänner 1913
  9. SportTagblatt 16. Jänner 1925
  10. Österreich besiegt Frankreich. In: Sportblatt am Mittag / Sport-Tagblatt. Sport-Ausgabe des Neuen Wiener Tagblattes, 13. Jänner 1926, S. 5 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/wst
  11. Ein glücklicher Erfolg gegen Frankreich. In: Sportblatt am Mittag / Sport-Tagblatt. Sport-Ausgabe des Neuen Wiener Tagblattes, 15. Jänner 1926, S. 4 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/wst
  12. Österreich siegt gegen Polen. In: Sportblatt am Mittag / Sport-Tagblatt. Sport-Ausgabe des Neuen Wiener Tagblattes, 14. Jänner 1926, S. 4 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/wst
  13. Österreich unterliegt der Schweiz. In: Sportblatt am Mittag / Sport-Tagblatt. Sport-Ausgabe des Neuen Wiener Tagblattes, 16. Jänner 1926, S. 5 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/wst
  14. 14,0 14,1 Österreich besiegt Großbritannien und die Tschechoslowakei. In: Sportblatt am Mittag / Sport-Tagblatt. Sport-Ausgabe des Neuen Wiener Tagblattes, 18. Jänner 1926, S. 5 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/wst
  15. Österreich gegen Schweiz 2:2. In: Sportblatt am Mittag / Sport-Tagblatt. Sport-Ausgabe des Neuen Wiener Tagblattes, 20. Jänner 1926, S. 4 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/wst
  16. Der Eishockeysport 23. Dezember 1926
  17. SportTagblatt 13. Jänner 1927
  18. Sport-Tagblatt 17. Jänner 1927, Seite 5
  19. SportTagblatt vom 25. Jänner 1927
  20. SportTagblatt vom 27. Jänner 1927
  21. SportTagblatt vom 28. Jänner 1927
  22. SportTagblatt vom 29. Jänner 1927
  23. SportTagblatt vom 31. Jänner 1927
  24. SportTagblatt 24. Februar 1928
  25. SportTagblatt 26. November 1927
  26. SportTagblatt 28. Jänner 1928
  27. SportTagblatt 28. Jänner 1928
  28. SportTagblatt 01. März 1928
  29. SportTagblatt vom 10. Februar 1930
  30. Kleines Blatt 2. Februar 1930
  31. Reichspost 3. Februar 1930
  32. SportTagblatt 30. Jänner 1931
  33. Arbeiterzeitung vom 9. Februar 1931, Seite 1
  34. SportTagblatt 22. Februar 1933
  35. SportTagblatt 31. Oktober 1933
  36. Der Eishockeysport 4. November 1933
  37. SportTagblatt 31. Oktober 1933
  38. Reichspost 30. Oktober 1933
  39. Prager Tagblatt 12. Dezember 1933
  40. SportTagblatt 30. Jänner 1935
  41. SportTagblatt 31. Juli 1935
  42. Das häßlichste Spiel der Eishockykonkurrenz. In: Sportblatt am Mittag / Sport-Tagblatt. Sport-Ausgabe des Neuen Wiener Tagblattes, 13. Februar 1936, S. 4 (Online bei ANNO)Vorlage:ANNO/Wartung/wst
  43. SportTagblatt 1. Februar 1937
  44. Salzburger Chronik für Stadt und Land 23. Jänner 1937
  45. Neues Wiener Journal 3. Februar 1937
  46. SportTagblatt 3. Februar 1937
  47. Salzburger Chronik 3. Februar 1937
  48. Neues Wiener Journal 4. Februar 1937
  49. SportTagblatt 4. Februar 1937
  50. Salzburger Chronik 4. Februar 1937
  51. Neues Wiener Journal 5. Februar 1937
  52. Sorttagblatt 6. Februar 1937
  53. Salzburger Chronik 5. Februar 1937
  54. Neues Wiener Journal 8. Februar 1937
  55. SportTagblatt 8. Februar 1937
  56. SportTagblatt 15. Jänner 1938
  57. Neues Wiener Journal 26. Februar 1938
  58. SportTagblatt vom 25. Februar 1938
  59. SportTagblatt 28. Februar 1938
  60. Salzburger Volksblatt 26. Jänner 1938
  61. Der Eishockeysport 5.2.1938
  62. SportTagblatt 17. Februar 1938
  63. Das Kleine Volksblatt 03. Dezember 1938

Quellenangaben

  • Zeitschrift des österreichischen Eishockeyverbandes "Der Eishockeysport" der Jahrgänge 1925 bis 1938
  • SportTagblatt der Jahrgänge 1922 bis 1938
  • Prager Tagblatt