Margarete Maultasch: Unterschied zwischen den Versionen

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[[File:Innsbruck, Schloss Ambras, Spanischer Saal 040615 - Margarete Maultasch.jpg|thumb|Wandgemälde von Margarete "Maultasch", Teil der Gemäldegalerie der "Tiroler Landesfürsten" im Spanischen Saal auf Schloss Ambras]]
 
'''Gräfin Margarete von Görz-Tirol''', auch '''Gräfin Margarete von Tirol''' oder '''Herzogin Margarete von Baiern und Kärnten, Gräfin von Tirol''', um 1366 erstmals auch als '''Margarete Maultasch''' genannt (* [[1318]], in Tirol; † [[3. Oktober]] [[1369]], in [[Wien]])<ref name ="czeike156">vgl. {{Czeike|4|156||Margarete Maultasch}}</ref> herrschte über Teile der heutigen Republik Österreich.   
 
'''Gräfin Margarete von Görz-Tirol''', auch '''Gräfin Margarete von Tirol''' oder '''Herzogin Margarete von Baiern und Kärnten, Gräfin von Tirol''', um 1366 erstmals auch als '''Margarete Maultasch''' genannt (* [[1318]], in Tirol; † [[3. Oktober]] [[1369]], in [[Wien]])<ref name ="czeike156">vgl. {{Czeike|4|156||Margarete Maultasch}}</ref> herrschte über Teile der heutigen Republik Österreich.   
  
 
== Herkunft und Familie ==
 
== Herkunft und Familie ==
Margarete stammte aus der Familie der Grafen von Görz-Tirol, die durch die Eheschließung des [[Meinhard I.|Grafen Meinhard (III.) von Görz]] mit Gräfin Adelheid von Tirol, einer der beiden Erbtöchter des [[w:Albert III. (Tirol)|Grafen Albert von Tirol]] entstanden war. Unter seinen beiden Söhnen [[Meinhard II.|Meinhard]] und [[w:Albert I. (Görz)|Albert]] spaltete sich die Familie in die "meinhardinische Linie", die über die war Herrscherin über die [[w:Gefürstete Grafschaft Tirol|Grafschaft Tirol]] herrschte und die "albertinische Linie", die über die [[w:Grafschaft Görz|Görzer Grafschaften]] herrschte, auf. Margarete war eine Enkelin von Meinhard und eine der beiden Töchter von seinem Sohn [[w:Heinrich von Kärnten|Heinrich]], der ihn als Graf von Tirol und Herzog von Kärnten beerbt hatte. Ihre Mutter war dessen zweite Ehefrau [[w:Adelheid von Braunschweig|Herzogin Adelheid von Braunschweig]].  
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[[File:Maultasch 1363.jpg|thumb|Abbildung des Siegels, dass Gräfin Margarete 1363 verwendete (erstellt zwischen 1891 und 1901)]]
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Margarete stammte aus der Familie der Grafen von Görz-Tirol, die durch die Eheschließung des [[Meinhard I.|Grafen Meinhard (III.) von Görz]] mit [[Adelheid von Tirol|Gräfin Adelheid von Tirol]], einer der beiden Erbtöchter des [[Albert III. (Tirol)|Grafen Albert (III.) von Tirol]] begründet wurde. Unter seinen beiden Söhnen [[Meinhard II.|Meinhard (II.) von Tirol]] und [[Albert I. (Görz)|Albert (I.) von Görz]] spaltete sich die Familie in den "meinhardinischen Familienzweig", der über die [[Grafschaft Tirol]] herrschte, und den "albertinischen Familienzweig, der über die [[w:Grafschaft Görz|Görzer Grafschaften]] herrschte, auf. Margarete war eine der beiden Töchter von [[Heinrich von Kärnten|Graf Heinrich (I.) von Görz-Tirol]] aus dessen Ehe mit [[Adelheid von Braunschweig-Grubenhagen|Adelheid von Braunschweig]] und somit eine Enkelin des Grafen Meinhard (II.).
 
   
 
   
 
Margarete war zweimal verheiratet,
 
Margarete war zweimal verheiratet,
<br />∞ in erster Ehe (1330-1341 bzw. 1349) mit [[w:Johann Heinrich (Luxemburg)|Johann Heinrich von Böhmen]], einem Sohn von [[w:Johann der Blinde|König Johann (I.) von Böhmen]] und jüngeren Bruder des späteren Kaisers [[w:Karl IV. (HRR)|Karl (IV.)]]<ref name ="czeike156"/>;
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<br />∞ in erster Ehe (1330-1341 bzw. 1349) mit [[Johann Heinrich (Luxemburg)|Johann Heinrich von Böhmen]], einem Sohn von [[w:Johann der Blinde|König Johann (I.) von Böhmen ("''Johann dem Blinden''")]], dem jüngeren Bruder des späteren Kaisers [[w:Karl IV. (HRR)|Karl (IV.)]]<ref name ="czeike156"/>;
<br />∞ in zweiter Ehe seit 1342 mit [[w:Ludwig V. (Bayern)|Herzog Ludwig (V.) von Baiern ("''Ludwig den Brandenburger''")]]<ref group="A">Die Schreibweise des Landes Bayern mit y wurde erst einige Jahre nach dem [[w:Wiener Kongress|Wiener Kongress]] im 19. Jahrhundert durch einen gesetzlichen Beschluss des damaligen Königs eingeführt. Da es um die Wittelsbacher bzw. um das Mittelalter geht, wird in diesem Artikel die Schreibung mit i verwendet.</ref> († 1361), [[w:Markgrafschaft Brandenburg|Markgraf von Brandenburg]].<ref name ="czeike156"/> Aus dieser Ehe hatte sie mehrere Kinder, von denen nur ein Sohn erwachsen wurde.
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<br />∞ in zweiter Ehe seit 1342 mit [[Ludwig V. (Bayern)|Herzog Ludwig (V.) von Baiern ("''Ludwig den Brandenburger''")]]<ref group="A">Die Schreibweise des Landes Bayern mit y wurde erst einige Jahre nach dem [[w:Wiener Kongress|Wiener Kongress]] im 19. Jahrhundert durch einen gesetzlichen Beschluss des damaligen Königs eingeführt. Da es um die Wittelsbacher bzw. um das Mittelalter geht, wird in diesem Artikel die Schreibung mit i verwendet.</ref> († 1361), [[w:Markgrafschaft Brandenburg|Markgraf von Brandenburg]].<ref name ="czeike156"/> Aus dieser Ehe hatte sie mindestens 4 Kinder, darunter:
:* [[w:Meinhard III.|Herzog Meinhard (I.) von Baiern]] (als Meinhard III. Graf von Tirol) (* 1344; † 1363)  
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: *[[Meinhard III.|Herzog Meinhard (I.) von Baiern]] (als Meinhard III. Graf von Tirol) (* 1344; † 1363)  
:: ∞ 1358 mit Herzogin [[Margarethe von Österreich († 1366)|Margarete]] († 1366), einer Tochter von [[Albrecht II. (Österreich)|Herzog Albrecht (II.) von Österreich]].<ref name ="czeike156"/> Sie heiratete nach seinem Tod den ersten Ehemann seiner Mutter.
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::: ∞ 1358 mit Herzogin [[Margarethe von Österreich († 1366)|Margarete]] ( um 1346; † 1366<ref>vgl. Julia Hörmann-Thurn und Taxis: ''Mächtige Fürstinnen - fromme Stifterinnen?'', 2015, S. 372</ref>), einer Tochter von [[Albrecht II. (Österreich)|Herzog Albrecht (II.) von Österreich]].<ref name ="czeike156"/> Sie heiratete nach seinem Tod den ersten Ehemann seiner Mutter.
  
 
== Leben ==
 
== Leben ==
Margaretes Vater hatte aus seiner ersten Ehe einen Sohn mit Namen Leopold, der noch als Kind gestorben sein dürfte, und aus seiner zweiten Ehe außer Margarete noch eine weitere Tochter namens Adelheid. Daher versuchte ihr Vater die Erbfolge einer seiner Töchter für das Herzogtum Kärnten und der Grafschaft Tirol zu sichern, während die andere Tochter finanziell abgefunden werden sollte. 1330 schloss er daher mit Kaiser [[w:Ludwig IV. (HRR)|Kaiser Ludwig (IV.) ("''Ludwig dem Bayern''")]] einen Vertrag, in dem dieser ihm für seine Töchter die weibliche Erbfolge garantierte. Eine Vereinbarung in diesem Vertrag, nach welcher der Kaiser zu den Eheschließungen der Töchter seine Zustimmung zu geben hatte, wurde später von diesem dazu genutzt, den Vertrag ignorieren zu können, als der Erbfall eintrat, da seine Zustimmung zu der Verlobung und Eheschließung zwischen Margarete und Johann Heinrich nicht gegeben worden war. Nachdem Margaretes ältere Schwester Adelheid nach 1330 aufgrund einer Krankheit, über die nichts bekannt ist, außer dass sie deswegen ihr Leben lang betreut werden musste, für eine Nachfolge nicht mehr in Betracht kam, wurde Margarete die alleinige Erbin. Nach dem Tod ihres Vaters behaupteten sie und ihr Ehemann sich in der Grafschaft Tirol, während das Herzogtum Kärnten an die [[w:Habsburg|Herzöge von Österreich (Habsburger)]] kam. Dies wurde von Margarete, die auch weiterhin den Titel einer Herzogin von Kärnten führte, lebenslang nicht anerkannt.<ref>vgl. Josef Riedmann, in: NDB S. 163f.</ref>
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Margaretes Vater dürfte aus seiner ersten Ehe einen Sohn mit Namen [[Anna Přemyslovna|Leopold]] gehaben haben, der aber noch als Kind starb. Aus seiner zweiten Ehe hatte er außer Margarete noch eine weitere Tochter: [[Adelheid von Görz und Tirol|Adelheid]]. Relativ früh versuchte er, für den Fall, dass er ohne männliche Nachkommen sterben sollte, die Erbfolge einer seiner Töchter für das Herzogtum Kärnten und der Grafschaft Tirol zu sichern, während die andere Tochter für diesen Fall finanziell abgefunden werden sollte. 1330 schloss er deshalb mit [[w:Ludwig IV. (HRR)|Kaiser Ludwig (IV.) ("''Ludwig dem Bayern''")]] einen Vertrag, in dem ihm dieser für seine Töchter die weibliche Erbfolge garantierte. Eine Vereinbarung dieses Vertrages sicherte jedoch dem Kaiser ein Mitspracherecht bei der Eheschließung der Erbtochter, das später nicht eingehalten wurde. Dass die Verlobung und Eheschließung von Margarete und Johann Heinrich ohne seine ausdrückliche Zustimmung erfolgt war, nutzte Kaiser Ludwig später, um sich nicht an den Vertrag halten zu müssen, als der Erbfall tatsächlich eintrat. Nachdem Margaretes ältere Schwester Adelheid nach 1330 aufgrund einer Krankheit für eine Nachfolge nicht mehr in Betracht kam, wurde Margarete die alleinige Erbin. Nach dem Tod ihres Vaters behaupteten sie und Johann Heinrich die Herrschaft über die Grafschaft Tirol, während das Herzogtum Kärnten an die [[Habsburger|Herzöge von Österreich (Habsburger)]] kam. Dies wurde von Margarete, die auch weiterhin den Titel einer Herzogin von Kärnten führte, lebenslang nicht anerkannt.<ref>vgl. NDB, S. 163f.</ref>
  
Nach dem Sturz von Johann Meinhard, an dem sie selbst mitbeteiligt war, heiratete sie den Markgrafen Ludwig von Brandenburg ("''Ludwig den Brandenburger''"), der später die Markgrafschaft Brandenburg dem Herzogtum Oberbayern tauschte und als ihr Ehemann die Herrschaft über die Grafschaft Tirol führte.
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Obwohl Margarete als Tiroler Landesfürstin gilt, war sie, abgesehen von einigen Monaten nach dem Tod ihres Sohnes Meinhard im Jahr 1363<ref name ="ndb164">vgl. NDB, S. 164</ref>, nie die offizielle Herrscherin über die Grafschaft Tirol. Die Herrschaft wurde zunächst von ihrem ersten Ehemann Johann Heinrich beziehungsweise von dessen Familie und später von ihrem zweiten Ehemann Ludwig ausgeübt. Sie dürfte aber während der häufigen Abwesenheiten von Ludwig, ehe dieser die Markgrafschaft Brandenburg gegen das Herzogtum Oberbayern tauschte, zeitweise als seine Vertretung fungiert haben und während der kurzen Regierungszeit ihres Sohnes Meinhards (1361-1363), der die meisten Zeit nicht in Tirol weilte, "de facto" selbst über Tirol geherrscht haben. Nachdem sie nach dem Tod ihres Sohnes die Herrschaft über Grafschaft Tirol an [[Rudolf IV. (Österreich)|Herzog Rudolf (IV.) von Österreich ("''Rudolf den Stifter''")]] abgetreten hatte, übersiedelte sie nach Wien<ref name ="czeike156"/>.<ref>vgl. Ellen Widder: ''Überlegungen zur politischen Wirksamkeit von Frauen im 14. Jahrhundert''. Margarete Maultasch und Agnes von Ungarn als Erbtöchter, Ehefrauen und Witwen. In: Christoph Haidacher - Mark Mersiowsky (Hrsg.): ''1363 - 2013''. 650 Jahre Tirol mit Österreich. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck, 2015, ISBN 978-3-7030-0851-1, S. 91–134</ref>
 
 
Obwohl Margarete als Tiroler Landesfürstin gilt, war sie, abgesehen von einigen Monaten nach dem Tod ihres Sohnes Meinhard im Jahr 1363<ref name ="ndb">vgl. Josef Riedmann, in: NDB S. 164</ref>, nie die offizielle Herrscherin über die Grafschaft Tirol. Die Herrschaft wurde zunächst von ihrem ersten Ehemann Johann Heinrich beziehungsweise von dessen Familie und später von ihrem zweiten Ehemann Ludwig ausgeübt. Sie dürfte lediglich während der häufigen Abwesenheiten von Ludwig zeitweise als seine Vertretung fungiert haben und während der kurzen Regierungszeit ihres Sohnes Meinhards (1361-1363), der die meisten Zeit nicht in Tirol weilte, de facto über Tirol geherrscht haben. Nachdem sie die Herrschaft über Tirol an [[Rudolf IV. (Österreich)|Herzog Rudolf (IV.) von Österreich ("''Rudolf den Stifter''")]] abgetreten hatte, übersiedelte sie nach Wien<ref name ="czeike156"/>.<ref>vgl. Ellen Widder: ''Überlegungen zur politischen Wirksamkeit von Frauen im 14. Jahrhundert''. Margarete Maultasch und Agnes von Ungarn als Erbtöchter, Ehefrauen und Witwen. In: Christoph Haidacher - Mark Mersiowsky (Hrsg.): ''1363 - 2013''. 650 Jahre Tirol mit Österreich. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck, 2015, ISBN 978-3-7030-0851-1, S. 91–134</ref>
 
  
 
== Überblick über die wichtigsten Geschehnisse ==
 
== Überblick über die wichtigsten Geschehnisse ==
* Verzicht auf das Herzogtum Kärnten im [[w:Frieden von Enns|Frieden von Enns]] (9. Oktober 1336)
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[[File:Wien01 Minoritenplatz002a Minoritenkirche 2018-03-10 GuentherZ GD Maultasch 0343.jpg|thumb|Gedenktafel mit Lebensbeschreibung, Wiener Minoritenkirche]]
* Niederschlagung des (ersten) Tiroler Aufstandes gegen die Herrschaft der Böhmen (Luxemburger) (Mai 1340)
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* Verzicht auf das Herzogtum Kärnten im [[w:Frieden von Enns|Frieden von Enns]] durch Johann Heinrich von Böhmen und seine Familie, was Margarete allerdings nur "de jure", nicht aber "de facto" anerkannte (9. Oktober 1336)
* Vertreibung von Johann Heinrich aus Tirol (November 1341)
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* Niederschlagung des (ersten) Tiroler Aufstandes des Tiroler Adels gegen die Herrschaft der Böhmen (Luxemburger) (Mai 1340), an welchem sie mitbeteiligt war
* Heirat mit Ludwig dem Brandenburger (10. Februar 1342) in [[w:Meran|Meran]]. Ihre erste Ehe war von Kaiser Ludwig IV. nicht für geschieden worden, wie häufig in der Literatur behauptet wird, sondern sie wurde als ungültig betrachtet, da sie als nicht vollzogen galt, obgleich der Papst aus politischen Gründen diesen Umstand nicht anerkannte und dies als Vorwand nutzte, um über die Margarete und Ludwig und de facto auch über die Grafschaft Tirol das Interdikt und den Kirchenbann zu verhängen. Die Ehe wurde am 21. Juli 1349 auf Betreiben von Johann Heinrich, der inzwischen zum Markgrafen von Mähren aufgestiegen war, wegen nicht Vollzug aufgelöst, was allerdings wohl aus politischen Gründen nicht die Anerkennung von Margaretes zweiter Ehe und die Aufhebung von Bann und Interdikt zur Folge hatte. Erst 1359 hob [[w:Innozenz VI.|Papst Innozenz VI.]] nach der Vermittlung durch Herzog Albrecht von Österreich Interdikt und Bann auf und erklärte die Ehe nach Erfüllung einiger Auflagen für legal.
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* Vertreibung von Johann Heinrich von Böhmen aus Tirol durch einen erneuten Aufstand des Tiroler Adels (November 1341), an dem sie wieder mitbeteiligt war
* Am 26. Jänner 1363 Übertragung der Grafschaft Tirol an Herzog Rudolf den Stifter und seine Brüder<ref name ="ndb"/>, am 29. September 1363 endgültige Abdankung.<ref name ="czeike156"/><ref>Zum politischen Hintergrund dieser Entscheidung, vgl. Julia Hörmann-Thurn und Taxis: ''Die Entscheidung von 1363 oder Macht und Ohnmacht einer Fürstin''. In: Christoph Haidacher - Mark Mark Mersiowsky (Hrsg.): ''1363 - 2013''. 650 Jahre Tirol mit Österreich. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck, 2015, ISBN 978-3-7030-0851-1, S. 55–89 (mit einer Auflistung der von Margarete ausgestellten Urkunden)</ref>
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* Heirat mit Ludwig dem Brandenburger in [[w:Meran|Meran]] (10. Februar 1342) in Anwesenheit von Kaiser Ludwig IV. <ref group="A">Ihre erste Ehe war von Kaiser Ludwig IV. zuvor nicht geschieden worden, wie häufig in der Forschung und Literatur behauptet wird, sondern sie wurde als ungültig betrachtet, da sie als nicht vollzogen galt, obgleich der Papst, vermutlich aus politischen Gründen, diesen "Tatbestand", der tatsächlich vorgelegen haben dürfte, vielleicht mit Rücksicht auf den späteren Kaiser Karl IV., nicht anerkannte und als Vorwand nutzte, um über Margarete und Ludwig und "de facto" auch über ihrer Herrschaftsgebiet, was besonders die Grafschaft Tirol betraf, das Interdikt und den Kirchenbann zu verhängen. Die Ehe zwischen Margarete und Johann Heinrich von Böhmen wurde erst am 21. Juli 1349 auf Betreiben von diesem, der inzwischen Markgraf von Mähren war, wegen nicht Vollzugs durch den Papst aufgelöst, sodass er eine weitere Ehe eingehen konnte. Vermutlich wieder aus politischen Gründen hatte diese Auflösung nicht zur Folge, dass Margaretes zweiter Ehe nun anerkannt wurde, und auch eine Aufhebung von Bann und Interdikt erfolgte nicht. Erst 1359 hob [[w:Innozenz VI.|Papst Innozenz VI.]] nach der Vermittlung durch Herzog Albrecht (II.) von Österreich Interdikt und Bann auf und erklärte Margaretes zweite Ehe nach Erfüllung einiger Auflagen für legal, wobei auch die Kinder aus dieser Ehe für ehelich erklärt wurden.</ref>
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* Übertragung der Grafschaft Tirol unter Vorbehalt ihrer Herrschaft auf Lebenszeit an Herzog Rudolf den Stifter und seine Brüder (26. Jänner 1363)<ref name ="ndb164"/>, einige Monate später Abdankung (29. September 1363)<ref name ="czeike156"/><ref>Zum politischen Hintergrund dieser Entscheidung, vgl. Julia Hörmann-Thurn und Taxis: ''Die Entscheidung von 1363 oder Macht und Ohnmacht einer Fürstin''. In: Christoph Haidacher - Mark Mark Mersiowsky (Hrsg.): ''1363 - 2013''. 650 Jahre Tirol mit Österreich. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck, 2015, ISBN 978-3-7030-0851-1, S. 55–89 (mit einer Auflistung der von Margarete ausgestellten Urkunden)</ref>
  
 
== Orte mit Bezug zu Margarete Maultasch im heutigen Österreich ==
 
== Orte mit Bezug zu Margarete Maultasch im heutigen Österreich ==
 
=== Tirol ===
 
=== Tirol ===
In Tirol blieb die Erinnerung an Magarete bis in die Gegenwart lebendig.<ref name ="ndb"/> Allerdings dürfte sie sich die meiste Zeit in Südtirol, das heute zu Italien gehört, aufgehalten haben. Ihren Hauptsitz hatte sie in Meran.
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Margarete verbrachte die meiste Zeit ihres Lebens im heutigen Südtirol. In Tirol blieb die Erinnerung an sie bis in die Gegenwart lebendig.<ref name ="ndb164"/> Allerdings dürfte sie sich die meiste Zeit in Südtirol, das heute zu Italien gehört, aufgehalten haben. Ihren Hauptsitz hatte sie in Meran.
* [[w:Schloss Ambras|Schloss Ambras]]: Hier kann der legendäre "Brautbecher" von Margarete besichtigt werden.<ref>vgl. Christina Antenhofer: ''Der sogenannte "Brautbecher der Margarete Maultasch" im Blick der kulturgeschichtlichen Fragen zur materiellen Kultur des Spätmittelalters''. In: Christoph Haidacher - Mark Mersiowsky (Hrsg.): ''1363 - 2013''. 650 Jahre Tirol mit Österreich. Innsbruck: Universitätsverlag Wagner 2015, ISBN 978-3-7030-0851-1, S. 255–280</ref>
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* [[Hall in Tirol|Hall]]: Margarete ermöglichte, gemeinsam mit Ludwig dem Brandenburger, der Stadt Hall die Gründung des Spitals.<ref>vgl. Julia Hörmann-Thurn und Taxis: ''Mächtige Fürstinnen - fromme Stifterinnen?'', 2015, S. 379</ref>
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[[File:Wien Minoritenkirche Epitaph Fragment Margarete Maultasch 2.jpg|thumb|Fragment von Margaretes Epitaph in der Wiener Minoritenkirche]]
  
[[File:Wien Minoritenkirche Epitaph Fragment Margarete Maultasch 2.jpg|thumb|Epitaph-Fragment von Margarete, Wiener Minoritenkirche]]
 
 
=== Wien ===
 
=== Wien ===
Margarete verbrachte ihre letzten Lebensjahre in [[Wien]], wo sie bis zu ihrem Tod ein Haus nahe dem Minoritenkloster bewohnte. Beigesetzt wurde sie in der Ludwigskapelle der [[w:Wiener Minoritenkirche|Wiener Minoritenkirche]] beigesetzt.<ref name ="czeike156"/>
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Margarete übersiedelte 1363 nach Wien, wo sie ihre letzten Lebensjahre verbrachte. Dort bewohnte sie bis zu ihrem Tod ein geräumiges und ihrem Stand angemessenes Haus nahe dem [[Minoritenkloster (Wien 1)|Minoritenkloster]].<ref>vgl. [[w:Ferdinand Opll|Ferdinand Opll]]: ''Nachrichten aus dem mittelalterlichen Wien''. Zeitzeugen berichten. Böhlau Verlag, Wien / Köln / Weimar, 1995, ISBN 3-205-98372-6, S. 90</ref> Beigesetzt wurde sie in der Ludwigskapelle der Wiener Minoritenkirche.<ref name ="czeike156"/>
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== Erinnerungsstätten in Österreich ==
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=== Tirol ===
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* [[Innsbruck]]: Auf [[Schloss Ambras]] in Innsbruck kann der legendäre "Brautbecher" von Margarete besichtigt werden.<ref>vgl. Christina Antenhofer: ''Der sogenannte "Brautbecher der Margarete Maultasch" im Blick der kulturgeschichtlichen Fragen zur materiellen Kultur des Spätmittelalters''. In: Christoph Haidacher - Mark Mersiowsky (Hrsg.): ''1363 - 2013''. 650 Jahre Tirol mit Österreich. Innsbruck: Universitätsverlag Wagner 2015, ISBN 978-3-7030-0851-1, S. 255–280</ref> Im Spanischen Saal findet sich außerdem in der "Galerie der Tiroler Landesfürsten" ein Wandbild mit ihr aus dem 16. Jahrhundert.
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=== Wien ===
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In der Minoritenkirche findet sich eine Gedenktafel an Margarete. Außerdem hat sich ein Teil ihres Epitaph erhalten.
  
 
== Margarete in Legende und Sage ==
 
== Margarete in Legende und Sage ==
 
Um Margarete haben sich mehrere Sagen und Legenden gebildet.
 
Um Margarete haben sich mehrere Sagen und Legenden gebildet.
* Der Legende nach soll sie ihrem Beinamen Maultasch der [[w:Burgruine Neuhaus (Terlan)|Burg Neuhaus]] bei [[w:Terlan|Terlan]], die im Volksmund "Maultasch" genannt wurde, verdanken.<ref>vgl. [https://www.weinstrasse.com/de/highlights/brauchtum-kultur/margarethe-maultasch/ Margarete Maultasch], Weinstraße.COM, eingesehen am 29. April 201</ref> In dieser Burg, die zu ihren Lebzeiten dem Erzstift Salzburg gehörte, soll sie sich angeblich oft aufgehalten haben. Die Bezeichnung von Burg Neuhaus als Burg Maultasch ist erst seit dem 16. Jahrhundert belegt.<ref name ="ndb"/>
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* Der Legende nach soll sie ihrem Beinamen Maultasch der [[w:Burgruine Neuhaus (Terlan)|Burg Neuhaus]] bei [[w:Terlan|Terlan]], die im Volksmund "Maultasch" genannt wurde, verdanken.<ref>vgl. [https://www.weinstrasse.com/de/highlights/brauchtum-kultur/margarethe-maultasch/ Margarete Maultasch], Weinstraße.COM, eingesehen am 29. April 201</ref> In dieser Burg, die zu ihren Lebzeiten dem Erzstift Salzburg gehörte, soll sie sich angeblich oft aufgehalten haben. Die Bezeichnung von Burg Neuhaus als Burg Maultasch ist erst seit dem 16. Jahrhundert belegt.<ref name ="ndb164"/>
 
* In Wien wird Margarete Maultasch mit der Wiener Vorstadt [[Margareten]] beziehungsweise dem dortigen Schloss in Verbindung gebracht, was als Fakt auch in der älteren Literatur zu finden ist. Dies gilt inzwischen als widerlegt.<ref name ="czeike156"/>
 
* In Wien wird Margarete Maultasch mit der Wiener Vorstadt [[Margareten]] beziehungsweise dem dortigen Schloss in Verbindung gebracht, was als Fakt auch in der älteren Literatur zu finden ist. Dies gilt inzwischen als widerlegt.<ref name ="czeike156"/>
 
* Die meisten Sagen berichten von fiktiven Kriegszügen, mit denen Margarete versucht haben soll, das [[w:Herzogtum Kärnten|Herzogtum Kärnten]]<ref group="A">Sie führte lebenslang den Titel einer Herzogin von Kärnten.</ref>, das nach dem Tod ihres Vaters an die Herzöge von Österreich (Habsburger) gefallen war, zurückzuerobern.<ref>vgl. [http://www.sagen.at/texte/sagen/oesterreich/steiermark/F_Brauner_12/Maultasch_Greisenegg.html Greisenegg], Sagen.At, eingesehen am 2. Juli 2017</ref> Außerdem werden ihr auch fiktive Kriegszüge in den [[Lungau]] nachgesagt.<ref group="A">Information dazu findet sich im [http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Margarete_Maultasch SalzburgWiki], eingesehen am 2. Juli 2017.</ref>
 
* Die meisten Sagen berichten von fiktiven Kriegszügen, mit denen Margarete versucht haben soll, das [[w:Herzogtum Kärnten|Herzogtum Kärnten]]<ref group="A">Sie führte lebenslang den Titel einer Herzogin von Kärnten.</ref>, das nach dem Tod ihres Vaters an die Herzöge von Österreich (Habsburger) gefallen war, zurückzuerobern.<ref>vgl. [http://www.sagen.at/texte/sagen/oesterreich/steiermark/F_Brauner_12/Maultasch_Greisenegg.html Greisenegg], Sagen.At, eingesehen am 2. Juli 2017</ref> Außerdem werden ihr auch fiktive Kriegszüge in den [[Lungau]] nachgesagt.<ref group="A">Information dazu findet sich im [http://www.salzburg.com/wiki/index.php/Margarete_Maultasch SalzburgWiki], eingesehen am 2. Juli 2017.</ref>
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=== Die schwarze Grete / Margarethe Maultasche ===
 
=== Die schwarze Grete / Margarethe Maultasche ===
Der Sage nach soll Margarete gerne die Sommer auf dem Infinghof (in einer Version: Jufingerhof), der damals angeblich ein Schloss war, verbracht und dort zahlreiche Günstlinge empfangen haben. Um diese Beziehungen vor ihrem Volk geheim zu halten, ließ sie unterirdische Gänge erbauen, die den Infinghof mit den Burgen [[Högerhof (Hopfgarten)|Högau]] und [[Engelsberg|Engelsburg]] beziehungsweise [[Schloss Itter|Itter]] verbanden.<ref group="A">Da sich die Burgen Itter und Engelsberg sowie der spätere Högerhof ("Burg Högau") im 14. Jahrhundert unter der Herrschaft des Erzstiftes Regensburg bzw. des Hochstiftes Salzburg befanden, sind diese Sagen um Margarete eindeutig als erfundene Geschichten einzustufen.</ref> Für ihr sündiges Treiben muss sie für alle Zeiten als die "schwarze Grete"<ref group="A">Der Name "Schwarze Grete" findet sich auch bei anderen adeligen Frauen mit Vornamen Margarete wie zum Beispiel der polnischen Herzogin [[w:Margarete Sambiria|Margarete Sambiria]], später Regentin des [[w:Dänemark|Königsreichs Dänemark]], oder der Gräfin [[w:Margarete II. (Flandern)|Margarete II. von Flandern]]</ref>) herumirren, ein riesiges Gespenst, das nach dem Abendgebet-Läuten Menschen und Vieh mit Maulschellen und Peitschenknallen verfolgt.<ref>vgl. [[w:Leander Petzoldt|Leander Petzoldt]] (Hrsg.): ''Die schwarze Grete''. In: ders.: ''Sagen aus Österreich''. Wiesbaden: MarixVerlag 2007, ISBN 978-3-86539-118-6, S. 231</ref><ref>vgl. [http://www.sagen.at/texte/sagen/oesterreich/tirol/zingerle/margarethe_itter.html Margarethe Maultasche], Sagen.AT, eingesehen am 25, November 2017</ref>
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Der Sage nach soll Margarete gerne die Sommer auf dem Infinghof (in einer Version: Jufingerhof), der damals angeblich ein Schloss war, verbracht und dort zahlreiche Günstlinge empfangen haben. Um diese Beziehungen vor ihrem Volk geheim zu halten, ließ sie unterirdische Gänge erbauen, die den Infinghof mit den Burgen [[Högerhof (Hopfgarten)|Högau]] und [[Engelsberg|Engelsburg]] beziehungsweise [[Schloss Itter|Itter]] verbanden.<ref group="A">Da sich die Burgen Itter und Engelsberg sowie der spätere Högerhof ("Burg Högau") im 14. Jahrhundert unter der Herrschaft des Erzstiftes Regensburg bzw. des Hochstiftes Salzburg befanden, sind diese Sagen um Margarete eindeutig als erfundene Geschichten einzustufen.</ref> Für ihr sündiges Treiben muss sie für alle Zeiten als die "schwarze Grete"<ref group="A">Der Name "Schwarze Grete" findet sich auch bei anderen adeligen Frauen mit Vornamen Margarete wie zum Beispiel der polnischen Herzogin [[w:Margarete Sambiria|Margarete Sambiria]], später Regentin des [[w:Dänemark|Königsreichs Dänemark]], oder der Gräfin [[w:Margarete II. (Flandern)|Margarete II. von Flandern]]</ref> herumirren, ein riesiges Gespenst, das nach dem Abendgebet-Läuten Menschen und Vieh mit Maulschellen und Peitschenknallen verfolgt.<ref>vgl. [[w:Leander Petzoldt|Leander Petzoldt]] (Hrsg.): ''Die schwarze Grete''. In: ders.: ''Sagen aus Österreich''. Wiesbaden: MarixVerlag 2007, ISBN 978-3-86539-118-6, S. 231</ref><ref>vgl. [http://www.sagen.at/texte/sagen/oesterreich/tirol/zingerle/margarethe_itter.html Margarethe Maultasche], Sagen.AT, eingesehen am 25, November 2017</ref>
  
 
=== Margareta Maultasch belagert die Burgen Hochosterwitz und Greisenegg ===
 
=== Margareta Maultasch belagert die Burgen Hochosterwitz und Greisenegg ===
Mehrere Sagen über Margaretes fiktive Versuche, das Herzogtum Kärnten zu erobern, erzählen von der erfolglosen Belagerung von Burgen. Zwar gelingt es Margarete diese in arge Not zu bringen, doch wissen sich die Burgleute gewöhnlich noch zu helfen. Indem sie die letzte Kuh oder den letzten Stier über die Mauer werfen, überzeugen sie Margarete davon, dass sie noch lange durchhalten werden, so dass diese die Belagerungen wutentbrannt abbrechen lässt. Am bekanntesten ist die Belagerung der Burg [[w:Burg Hochosterwitz|Hochosterwitz]]<ref>vgl. [http://www.sagen.at/texte/sagen/oesterreich/kaernten/franz_pehr/diemaultasch.html Die Maultasch vor Hochosterwitz], Sagen.At, eingesehen am 2. Juli 2017</ref>, eine weitere dieser Burgen ist [[w:Schloss Greißenegg|Greisenegg]]<ref>vgl. [http://www.sagen.at/texte/sagen/oesterreich/steiermark/F_Brauner_12/Maultasch_Greisenegg.html Margareta Maultasch belagert Greißenegg], Sagen.AT, eingesehen am 2. Juli 2017</ref>. Zu Greisenegg gibt es jedoch auch eine Sagenversion, in welcher die List misslingt und Margarete die Burg erobert und daraufhin zerstören lässt.<ref name ="herzogin">vgl. [http://www.sagen.at/texte/sagen/oesterreich/steiermark/sann/herzoginmargaretamaultasch.html Sagen von der Herzogin Margareta Maultasch], Sagen.At, eingesehen am 2. Juli 2017</ref>  
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Mehrere Sagen über Margaretes fiktive Versuche, das Herzogtum Kärnten zu erobern, erzählen von der erfolglosen Belagerung von Burgen. Zwar gelingt es Margarete diese in arge Not zu bringen, doch wissen sich die Burgleute gewöhnlich noch zu helfen. Indem sie die letzte Kuh oder den letzten Stier über die Mauer werfen, überzeugen sie Margarete davon, dass sie noch lange durchhalten werden, so dass diese die Belagerungen wutentbrannt abbrechen lässt. Am bekanntesten ist die Belagerung der Burg [[Burg Hochosterwitz|Hochosterwitz]]<ref>vgl. [http://www.sagen.at/texte/sagen/oesterreich/kaernten/franz_pehr/diemaultasch.html Die Maultasch vor Hochosterwitz], Sagen.At, eingesehen am 2. Juli 2017</ref>, eine weitere dieser Burgen ist [[Schloss Greißenegg|Greisenegg]]<ref>vgl. [http://www.sagen.at/texte/sagen/oesterreich/steiermark/F_Brauner_12/Maultasch_Greisenegg.html Margareta Maultasch belagert Greißenegg], Sagen.AT, eingesehen am 2. Juli 2017</ref>. Zu Greisenegg gibt es jedoch auch eine Sagenversion, in welcher die List misslingt und Margarete die Burg erobert und daraufhin zerstören lässt.<ref name ="herzogin">vgl. [http://www.sagen.at/texte/sagen/oesterreich/steiermark/sann/herzoginmargaretamaultasch.html Sagen von der Herzogin Margareta Maultasch], Sagen.At, eingesehen am 2. Juli 2017</ref>  
  
 
Bei der Belagerungslist, bei der die Belagerten ihr letztes gutes Nahrungsmittel dem Feind schenken, um ihm so vorzugaukeln, dass sie noch lange seiner Belagerung standhalten können, handelt es sich um eine weitverbreitete und sehr alte [[w:Wandersage|Wandersage]], die sich bereits bei [[w:Ovid|Ovid]] findet<ref>vgl. Gottfried Kompatscher: ''Volk und Herrscher in der historischen Sage. Zur Mythisierung Friedrichs IV. von Österreich vom 15. Jahrhundert bis zur Gegenwart''. (Beiträge zur europäischen Ethnologie und Folklore. Reihe A, Texte und Untersuchungen 4). Frankfurt am Main [u.a.]: Lang 1995, S. 97f.</ref>. Diese wird nicht nur mit Margarete Maultasch, sondern auch mit vielen anderen Burgen im heutigen EU-Land Österreich in Verbindung gebracht wird.
 
Bei der Belagerungslist, bei der die Belagerten ihr letztes gutes Nahrungsmittel dem Feind schenken, um ihm so vorzugaukeln, dass sie noch lange seiner Belagerung standhalten können, handelt es sich um eine weitverbreitete und sehr alte [[w:Wandersage|Wandersage]], die sich bereits bei [[w:Ovid|Ovid]] findet<ref>vgl. Gottfried Kompatscher: ''Volk und Herrscher in der historischen Sage. Zur Mythisierung Friedrichs IV. von Österreich vom 15. Jahrhundert bis zur Gegenwart''. (Beiträge zur europäischen Ethnologie und Folklore. Reihe A, Texte und Untersuchungen 4). Frankfurt am Main [u.a.]: Lang 1995, S. 97f.</ref>. Diese wird nicht nur mit Margarete Maultasch, sondern auch mit vielen anderen Burgen im heutigen EU-Land Österreich in Verbindung gebracht wird.
  
 
=== Sagen von der Herzogin Margareta Maultasch ===
 
=== Sagen von der Herzogin Margareta Maultasch ===
In dieser Sage wird ein richtiger Kriegszug erzählt, auf dem Margarete die Herzogtümer Steiermark und Kärnten und die Mark Krain verwüstet.<ref name ="herzogin"/>
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In dieser Sage wird ein fiktiver, realistisch wirkender Kriegszug erzählt, auf dem Margarete die Herzogtümer Steiermark und Kärnten und die Mark Krain verwüstet.<ref name ="herzogin"/>
  
 
== Darstellung in Literatur und Belletristik ==
 
== Darstellung in Literatur und Belletristik ==
* Anna Fuchs: ''Das gelbe Hurentuch''. Gmeiner-Verlag, 2013, ISBN 978-3-8392-1462-6
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=== Romane ===
 
* [[w:Gottlob Heinrich Heinse|Gottlob Heinrich Heinse]]: ''Margarethe mit dem großen Maule, Erbin von Kärnthen und Tyrol'', Roman (1792)
 
* [[w:Gottlob Heinrich Heinse|Gottlob Heinrich Heinse]]: ''Margarethe mit dem großen Maule, Erbin von Kärnthen und Tyrol'', Roman (1792)
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* [[w:Arthur von Wolkenstein-Rodenegg|Artur von Rodank]]: ''Die schwarze Katharina''. Ein Zeit- und Lebensbild aus dem Anfange des 15. Jahrhunderts, Roman (1900) [http://www.literature.at/viewer.alo?objid=310&page=1&viewmode=fullscreen digital]
 
* [[w:Lion Feuchtwanger|Lion Feuchtwanger]]: ''[[w:Die häßliche Herzogin|Die häßliche Herzogin]]'', Roman (1923)
 
* [[w:Lion Feuchtwanger|Lion Feuchtwanger]]: ''[[w:Die häßliche Herzogin|Die häßliche Herzogin]]'', Roman (1923)
 
* [[w:Heinrich von Schullern zu Schrattenhofen|Heinrich von Schullern]]: ''Boccaccio auf Schloß Tirol''. Ein Maultaschroman, Roman (1932)<ref group="A">"Boccaccio auf Schloß Tirol" bildet gemeinsam mit zwei weiteren Romanen von Heinrich von Schullern: "Der Herzog mit der leeren Tasche" und "Kleinod Tirol" die Romantrilogie "Das Land im Gebirge", die 1948 erstmals publiziert wurde.</ref>
 
* [[w:Heinrich von Schullern zu Schrattenhofen|Heinrich von Schullern]]: ''Boccaccio auf Schloß Tirol''. Ein Maultaschroman, Roman (1932)<ref group="A">"Boccaccio auf Schloß Tirol" bildet gemeinsam mit zwei weiteren Romanen von Heinrich von Schullern: "Der Herzog mit der leeren Tasche" und "Kleinod Tirol" die Romantrilogie "Das Land im Gebirge", die 1948 erstmals publiziert wurde.</ref>
 
* [[w:Fanny Wibmer-Pedit|Fanny Wibmer-Pedit]]: ''Margarete Maultasch'', historischer Roman (1969)
 
* [[w:Fanny Wibmer-Pedit|Fanny Wibmer-Pedit]]: ''Margarete Maultasch'', historischer Roman (1969)
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* Anna Fuchs: ''Das gelbe Hurentuch''. Gmeiner-Verlag, 2013, ISBN 978-3-8392-1462-6<ref group="A">Interessant weniger wegen der (teils fiktiven) Handlung um Margarete Maultasch, sondern weil hier ein Bild vom Alltagsleben im Spätmittelalter gezeigt wird, in dem historisch gesicherte Fakten zu diesem plastisch vermittelt werden.</ref>
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=== Bühnenstücke ===
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* Adolph Anton: ''Margaretha die Maultasche. Gräfin von Tyrol(!)''. Ein vaterländisches Schauspiel (1796) [https://books.google.at/books?id=eaRHAAAAcAAJ&pg=PA1&lpg=PA1&dq=Margaretha+die+Maultasche+Gr%C3%A4fin+von+Tyrol.+Ein+vaterl%C3%A4ndisches+Schauspiel+...&source=bl&ots=etKqGK1797&sig=GDiq4hTWWYHljDH9jUflqGoI-QU&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwjqhOSY27XdAhUPLVAKHYPWC4EQ6AEwAXoECAkQAQ#v=onepage&q=Margaretha%20die%20Maultasche%20Gr%C3%A4fin%20von%20Tyrol.%20Ein%20vaterl%C3%A4ndisches%20Schauspiel%20...&f=false digital]
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* [[w:Martin Plattner|Martin Plattner]]: ''Maultasch'' (Uraufführung 2015)
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* [[w:Christoph Nußbaumeder|Christoph Nußbaumeder]]: ''Margarete Maultasch'' (Uraufführung 2018)
  
 
== Literatur ==
 
== Literatur ==
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* Christoph Haidacher - [[w:Mark Mersiowsky|Mark Mersiowsky]] (Hrsg.): ''1363-2013''. 650 Jahre Tirol mit Österreich. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck, 2015, ISBN 978-3-7030-0851-1<ref group="A">Ein Sammelband mit wissenschaftlichen Aufsätzen, von denen sich mehrere mit unterschiedlichen Aspekten von Margarete Maultasch befassen.</ref>  
 
* Christoph Haidacher - [[w:Mark Mersiowsky|Mark Mersiowsky]] (Hrsg.): ''1363-2013''. 650 Jahre Tirol mit Österreich. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck, 2015, ISBN 978-3-7030-0851-1<ref group="A">Ein Sammelband mit wissenschaftlichen Aufsätzen, von denen sich mehrere mit unterschiedlichen Aspekten von Margarete Maultasch befassen.</ref>  
 
* Julia Hörmann-Thurn und Taxis (Hrsg.): ''Margarete "Maultasch" − zur Lebenswelt einer Landesfürstin und anderer Tiroler Frauen des Mittelalters''. Vorträge der wissenschaftlichen Tagung im Südtiroler Landesmuseum für Kultur- und Landesgeschichte Schloss Tirol, Schloss Tirol, 3.-4. November 2006. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck, 2007, ISBN 978-3-7030-0438-4
 
* Julia Hörmann-Thurn und Taxis (Hrsg.): ''Margarete "Maultasch" − zur Lebenswelt einer Landesfürstin und anderer Tiroler Frauen des Mittelalters''. Vorträge der wissenschaftlichen Tagung im Südtiroler Landesmuseum für Kultur- und Landesgeschichte Schloss Tirol, Schloss Tirol, 3.-4. November 2006. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck, 2007, ISBN 978-3-7030-0438-4
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* Julia Hörmann-Thurn und Taxis: ''Mächtige Fürstinnen - fromme Stifterinnen?'' Das Stiftungsverhalten der Tiroler Landesfürstinnen(13. und 14. Jahrhundert)- Weibliche Präsenz Habsburgs im Südwesten des Reiches. In: [[w:Claudia Zey|Claudia Zey]] (Hrsg.): ''Mächtige Frauen?'' Königinnen und Fürstinnen im Europäischen Mittelalter (11.-14. Jahrhundert) (= Vorträge und Forschungen. Hrsg. vom Konstanzer Arbeitskreis für mittelalterliche Geschichte. Bd. 81). Jan Thorbecke Verlag der Schwabenverlag AG, Ostfildern, 2015. ISBN 978-3-7995-6881-4, S. 365-410
  
 
=== Lexikonartikel und Sammelwerke ===
 
=== Lexikonartikel und Sammelwerke ===
 
* {{Czeike|4|156||Margarete Maultasch}} [https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/pageview/1114998 digital]
 
* {{Czeike|4|156||Margarete Maultasch}} [https://www.digital.wienbibliothek.at/wbrobv/content/pageview/1114998 digital]
* Alfons Huber: ''Margaretha (Maultasch), Herzogin von Kärnthen, Gräfin von Tirol''. In: ''Allgemeine Deutsche Biographie (ADB)''. Duncker & Humblot, Leipzig, 1884, Band 20, S. 328–332 [https://de.wikisource.org/wiki/ADB:Margarethe_Maultasch digital]<ref group="A">Von der neueren Forschung inzwischen überholt, historiographisch von Interesse</ref>  
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* Alfons Huber: ''Margaretha (Maultasch), Herzogin von Kärnthen, Gräfin von Tirol''. In: ''Allgemeine Deutsche Biographie (ADB)''. Duncker & Humblot, Leipzig, 1884, Band 20, S. 328–332 [https://de.wikisource.org/wiki/ADB:Margarethe_Maultasch digital]<ref group="A">Von der neueren Forschung inzwischen überholt, historiographisch von Interesse</ref>
 
* Josef Riedmann: ''Margarete Maultasch''. In: ''Neue Deutsche Biographie (NDB)''. Duncker & Humblot, Berlin, 1990, ISBN 3-428-00197-4, Band 16, S. 163 f. [http://daten.digitale-sammlungen.de/0001/bsb00016334/images/index.html?seite=175 digital]
 
* Josef Riedmann: ''Margarete Maultasch''. In: ''Neue Deutsche Biographie (NDB)''. Duncker & Humblot, Berlin, 1990, ISBN 3-428-00197-4, Band 16, S. 163 f. [http://daten.digitale-sammlungen.de/0001/bsb00016334/images/index.html?seite=175 digital]
  
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* [http://tirol-geschichte.tsn.at/website/geschichte/margarethe%20maultasch/margarete-haupttext.html Margarete Maultasch], Tirol-Geschichte.TSN.AT (Geschichte Tirols im Überblick)
 
* [http://tirol-geschichte.tsn.at/website/geschichte/margarethe%20maultasch/margarete-haupttext.html Margarete Maultasch], Tirol-Geschichte.TSN.AT (Geschichte Tirols im Überblick)
 
* [http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/margarete-von-tirol/ Margarete von Tirol], Fembio.ORG
 
* [http://www.fembio.org/biographie.php/frau/biographie/margarete-von-tirol/ Margarete von Tirol], Fembio.ORG
* [https://www.wien.gv.at/wiki/index.php/Margarete_Maultasch Margarete Maultasch], WienWiki.AT
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Version vom 3. September 2019, 18:09 Uhr

Wandgemälde von Margarete "Maultasch", Teil der Gemäldegalerie der "Tiroler Landesfürsten" im Spanischen Saal auf Schloss Ambras

Gräfin Margarete von Görz-Tirol, auch Gräfin Margarete von Tirol oder Herzogin Margarete von Baiern und Kärnten, Gräfin von Tirol, um 1366 erstmals auch als Margarete Maultasch genannt (* 1318, in Tirol; † 3. Oktober 1369, in Wien)[1] herrschte über Teile der heutigen Republik Österreich.

Herkunft und Familie

Abbildung des Siegels, dass Gräfin Margarete 1363 verwendete (erstellt zwischen 1891 und 1901)

Margarete stammte aus der Familie der Grafen von Görz-Tirol, die durch die Eheschließung des Grafen Meinhard (III.) von Görz mit Gräfin Adelheid von Tirol, einer der beiden Erbtöchter des Grafen Albert (III.) von Tirol begründet wurde. Unter seinen beiden Söhnen Meinhard (II.) von Tirol und Albert (I.) von Görz spaltete sich die Familie in den "meinhardinischen Familienzweig", der über die Grafschaft Tirol herrschte, und den "albertinischen Familienzweig, der über die Görzer Grafschaften herrschte, auf. Margarete war eine der beiden Töchter von Graf Heinrich (I.) von Görz-Tirol aus dessen Ehe mit Adelheid von Braunschweig und somit eine Enkelin des Grafen Meinhard (II.).

Margarete war zweimal verheiratet,
∞ in erster Ehe (1330-1341 bzw. 1349) mit Johann Heinrich von Böhmen, einem Sohn von König Johann (I.) von Böhmen ("Johann dem Blinden"), dem jüngeren Bruder des späteren Kaisers Karl (IV.)[1];
∞ in zweiter Ehe seit 1342 mit Herzog Ludwig (V.) von Baiern ("Ludwig den Brandenburger")[A 1] († 1361), Markgraf von Brandenburg.[1] Aus dieser Ehe hatte sie mindestens 4 Kinder, darunter:

*Herzog Meinhard (I.) von Baiern (als Meinhard III. Graf von Tirol) (* 1344; † 1363)
∞ 1358 mit Herzogin Margarete ( um 1346; † 1366[2]), einer Tochter von Herzog Albrecht (II.) von Österreich.[1] Sie heiratete nach seinem Tod den ersten Ehemann seiner Mutter.

Leben

Margaretes Vater dürfte aus seiner ersten Ehe einen Sohn mit Namen Leopold gehaben haben, der aber noch als Kind starb. Aus seiner zweiten Ehe hatte er außer Margarete noch eine weitere Tochter: Adelheid. Relativ früh versuchte er, für den Fall, dass er ohne männliche Nachkommen sterben sollte, die Erbfolge einer seiner Töchter für das Herzogtum Kärnten und der Grafschaft Tirol zu sichern, während die andere Tochter für diesen Fall finanziell abgefunden werden sollte. 1330 schloss er deshalb mit Kaiser Ludwig (IV.) ("Ludwig dem Bayern") einen Vertrag, in dem ihm dieser für seine Töchter die weibliche Erbfolge garantierte. Eine Vereinbarung dieses Vertrages sicherte jedoch dem Kaiser ein Mitspracherecht bei der Eheschließung der Erbtochter, das später nicht eingehalten wurde. Dass die Verlobung und Eheschließung von Margarete und Johann Heinrich ohne seine ausdrückliche Zustimmung erfolgt war, nutzte Kaiser Ludwig später, um sich nicht an den Vertrag halten zu müssen, als der Erbfall tatsächlich eintrat. Nachdem Margaretes ältere Schwester Adelheid nach 1330 aufgrund einer Krankheit für eine Nachfolge nicht mehr in Betracht kam, wurde Margarete die alleinige Erbin. Nach dem Tod ihres Vaters behaupteten sie und Johann Heinrich die Herrschaft über die Grafschaft Tirol, während das Herzogtum Kärnten an die Herzöge von Österreich (Habsburger) kam. Dies wurde von Margarete, die auch weiterhin den Titel einer Herzogin von Kärnten führte, lebenslang nicht anerkannt.[3]

Obwohl Margarete als Tiroler Landesfürstin gilt, war sie, abgesehen von einigen Monaten nach dem Tod ihres Sohnes Meinhard im Jahr 1363[4], nie die offizielle Herrscherin über die Grafschaft Tirol. Die Herrschaft wurde zunächst von ihrem ersten Ehemann Johann Heinrich beziehungsweise von dessen Familie und später von ihrem zweiten Ehemann Ludwig ausgeübt. Sie dürfte aber während der häufigen Abwesenheiten von Ludwig, ehe dieser die Markgrafschaft Brandenburg gegen das Herzogtum Oberbayern tauschte, zeitweise als seine Vertretung fungiert haben und während der kurzen Regierungszeit ihres Sohnes Meinhards (1361-1363), der die meisten Zeit nicht in Tirol weilte, "de facto" selbst über Tirol geherrscht haben. Nachdem sie nach dem Tod ihres Sohnes die Herrschaft über Grafschaft Tirol an Herzog Rudolf (IV.) von Österreich ("Rudolf den Stifter") abgetreten hatte, übersiedelte sie nach Wien[1].[5]

Überblick über die wichtigsten Geschehnisse

Gedenktafel mit Lebensbeschreibung, Wiener Minoritenkirche
  • Verzicht auf das Herzogtum Kärnten im Frieden von Enns durch Johann Heinrich von Böhmen und seine Familie, was Margarete allerdings nur "de jure", nicht aber "de facto" anerkannte (9. Oktober 1336)
  • Niederschlagung des (ersten) Tiroler Aufstandes des Tiroler Adels gegen die Herrschaft der Böhmen (Luxemburger) (Mai 1340), an welchem sie mitbeteiligt war
  • Vertreibung von Johann Heinrich von Böhmen aus Tirol durch einen erneuten Aufstand des Tiroler Adels (November 1341), an dem sie wieder mitbeteiligt war
  • Heirat mit Ludwig dem Brandenburger in Meran (10. Februar 1342) in Anwesenheit von Kaiser Ludwig IV. [A 2]
  • Übertragung der Grafschaft Tirol unter Vorbehalt ihrer Herrschaft auf Lebenszeit an Herzog Rudolf den Stifter und seine Brüder (26. Jänner 1363)[4], einige Monate später Abdankung (29. September 1363)[1][6]

Orte mit Bezug zu Margarete Maultasch im heutigen Österreich

Tirol

Margarete verbrachte die meiste Zeit ihres Lebens im heutigen Südtirol. In Tirol blieb die Erinnerung an sie bis in die Gegenwart lebendig.[4] Allerdings dürfte sie sich die meiste Zeit in Südtirol, das heute zu Italien gehört, aufgehalten haben. Ihren Hauptsitz hatte sie in Meran.

  • Hall: Margarete ermöglichte, gemeinsam mit Ludwig dem Brandenburger, der Stadt Hall die Gründung des Spitals.[7]
Fragment von Margaretes Epitaph in der Wiener Minoritenkirche

Wien

Margarete übersiedelte 1363 nach Wien, wo sie ihre letzten Lebensjahre verbrachte. Dort bewohnte sie bis zu ihrem Tod ein geräumiges und ihrem Stand angemessenes Haus nahe dem Minoritenkloster.[8] Beigesetzt wurde sie in der Ludwigskapelle der Wiener Minoritenkirche.[1]

Erinnerungsstätten in Österreich

Tirol

  • Innsbruck: Auf Schloss Ambras in Innsbruck kann der legendäre "Brautbecher" von Margarete besichtigt werden.[9] Im Spanischen Saal findet sich außerdem in der "Galerie der Tiroler Landesfürsten" ein Wandbild mit ihr aus dem 16. Jahrhundert.

Wien

In der Minoritenkirche findet sich eine Gedenktafel an Margarete. Außerdem hat sich ein Teil ihres Epitaph erhalten.

Margarete in Legende und Sage

Um Margarete haben sich mehrere Sagen und Legenden gebildet.

  • Der Legende nach soll sie ihrem Beinamen Maultasch der Burg Neuhaus bei Terlan, die im Volksmund "Maultasch" genannt wurde, verdanken.[10] In dieser Burg, die zu ihren Lebzeiten dem Erzstift Salzburg gehörte, soll sie sich angeblich oft aufgehalten haben. Die Bezeichnung von Burg Neuhaus als Burg Maultasch ist erst seit dem 16. Jahrhundert belegt.[4]
  • In Wien wird Margarete Maultasch mit der Wiener Vorstadt Margareten beziehungsweise dem dortigen Schloss in Verbindung gebracht, was als Fakt auch in der älteren Literatur zu finden ist. Dies gilt inzwischen als widerlegt.[1]
  • Die meisten Sagen berichten von fiktiven Kriegszügen, mit denen Margarete versucht haben soll, das Herzogtum Kärnten[A 3], das nach dem Tod ihres Vaters an die Herzöge von Österreich (Habsburger) gefallen war, zurückzuerobern.[11] Außerdem werden ihr auch fiktive Kriegszüge in den Lungau nachgesagt.[A 4]
  • In weiteren Sagen wird Margarete dagegen als eine lasterhafte "Femme fatale" gezeigt, die für ihre sexuellen Ausschweifungen nach ihrem Tod bestraft wird. Diese Sagen dürften ihren Ursprung in der politischen Propaganda haben, die als Folge der Auseinandersetzungen zwischen den Familien ihrer beiden Ehemänner entstanden ist.

Die schwarze Grete / Margarethe Maultasche

Der Sage nach soll Margarete gerne die Sommer auf dem Infinghof (in einer Version: Jufingerhof), der damals angeblich ein Schloss war, verbracht und dort zahlreiche Günstlinge empfangen haben. Um diese Beziehungen vor ihrem Volk geheim zu halten, ließ sie unterirdische Gänge erbauen, die den Infinghof mit den Burgen Högau und Engelsburg beziehungsweise Itter verbanden.[A 5] Für ihr sündiges Treiben muss sie für alle Zeiten als die "schwarze Grete"[A 6] herumirren, ein riesiges Gespenst, das nach dem Abendgebet-Läuten Menschen und Vieh mit Maulschellen und Peitschenknallen verfolgt.[12][13]

Margareta Maultasch belagert die Burgen Hochosterwitz und Greisenegg

Mehrere Sagen über Margaretes fiktive Versuche, das Herzogtum Kärnten zu erobern, erzählen von der erfolglosen Belagerung von Burgen. Zwar gelingt es Margarete diese in arge Not zu bringen, doch wissen sich die Burgleute gewöhnlich noch zu helfen. Indem sie die letzte Kuh oder den letzten Stier über die Mauer werfen, überzeugen sie Margarete davon, dass sie noch lange durchhalten werden, so dass diese die Belagerungen wutentbrannt abbrechen lässt. Am bekanntesten ist die Belagerung der Burg Hochosterwitz[14], eine weitere dieser Burgen ist Greisenegg[15]. Zu Greisenegg gibt es jedoch auch eine Sagenversion, in welcher die List misslingt und Margarete die Burg erobert und daraufhin zerstören lässt.[16]

Bei der Belagerungslist, bei der die Belagerten ihr letztes gutes Nahrungsmittel dem Feind schenken, um ihm so vorzugaukeln, dass sie noch lange seiner Belagerung standhalten können, handelt es sich um eine weitverbreitete und sehr alte Wandersage, die sich bereits bei Ovid findet[17]. Diese wird nicht nur mit Margarete Maultasch, sondern auch mit vielen anderen Burgen im heutigen EU-Land Österreich in Verbindung gebracht wird.

Sagen von der Herzogin Margareta Maultasch

In dieser Sage wird ein fiktiver, realistisch wirkender Kriegszug erzählt, auf dem Margarete die Herzogtümer Steiermark und Kärnten und die Mark Krain verwüstet.[16]

Darstellung in Literatur und Belletristik

Romane

Bühnenstücke

  • Adolph Anton: Margaretha die Maultasche. Gräfin von Tyrol(!). Ein vaterländisches Schauspiel (1796) digital
  • Martin Plattner: Maultasch (Uraufführung 2015)
  • Christoph Nußbaumeder: Margarete Maultasch (Uraufführung 2018)

Literatur

  • Wilhelm Baum: Margarete Maultasch. Ein Frauenschicksal im späten Mittelalter. Kitab-Verlag, Klagenfurt / Wien, 2004, ISBN 3-902005-43-2
  • Christoph Haidacher - Mark Mersiowsky (Hrsg.): 1363-2013. 650 Jahre Tirol mit Österreich. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck, 2015, ISBN 978-3-7030-0851-1[A 9]
  • Julia Hörmann-Thurn und Taxis (Hrsg.): Margarete "Maultasch" − zur Lebenswelt einer Landesfürstin und anderer Tiroler Frauen des Mittelalters. Vorträge der wissenschaftlichen Tagung im Südtiroler Landesmuseum für Kultur- und Landesgeschichte Schloss Tirol, Schloss Tirol, 3.-4. November 2006. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck, 2007, ISBN 978-3-7030-0438-4
  • Julia Hörmann-Thurn und Taxis: Mächtige Fürstinnen - fromme Stifterinnen? Das Stiftungsverhalten der Tiroler Landesfürstinnen(13. und 14. Jahrhundert)- Weibliche Präsenz Habsburgs im Südwesten des Reiches. In: Claudia Zey (Hrsg.): Mächtige Frauen? Königinnen und Fürstinnen im Europäischen Mittelalter (11.-14. Jahrhundert) (= Vorträge und Forschungen. Hrsg. vom Konstanzer Arbeitskreis für mittelalterliche Geschichte. Bd. 81). Jan Thorbecke Verlag der Schwabenverlag AG, Ostfildern, 2015. ISBN 978-3-7995-6881-4, S. 365-410

Lexikonartikel und Sammelwerke

  • Felix Czeike (Hrsg.): Margarete Maultasch. In: Historisches Lexikon Wien. Band 4, Kremayr & Scheriau, Wien 1995, ISBN 3-218-00546-9, S. 156. digital
  • Alfons Huber: Margaretha (Maultasch), Herzogin von Kärnthen, Gräfin von Tirol. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Duncker & Humblot, Leipzig, 1884, Band 20, S. 328–332 digital[A 10]
  • Josef Riedmann: Margarete Maultasch. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Duncker & Humblot, Berlin, 1990, ISBN 3-428-00197-4, Band 16, S. 163 f. digital

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7 vgl. Felix Czeike (Hrsg.): Margarete Maultasch. In: Historisches Lexikon Wien. Band 4, Kremayr & Scheriau, Wien 1995, ISBN 3-218-00546-9, S. 156.
  2. vgl. Julia Hörmann-Thurn und Taxis: Mächtige Fürstinnen - fromme Stifterinnen?, 2015, S. 372
  3. vgl. NDB, S. 163f.
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 vgl. NDB, S. 164
  5. vgl. Ellen Widder: Überlegungen zur politischen Wirksamkeit von Frauen im 14. Jahrhundert. Margarete Maultasch und Agnes von Ungarn als Erbtöchter, Ehefrauen und Witwen. In: Christoph Haidacher - Mark Mersiowsky (Hrsg.): 1363 - 2013. 650 Jahre Tirol mit Österreich. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck, 2015, ISBN 978-3-7030-0851-1, S. 91–134
  6. Zum politischen Hintergrund dieser Entscheidung, vgl. Julia Hörmann-Thurn und Taxis: Die Entscheidung von 1363 oder Macht und Ohnmacht einer Fürstin. In: Christoph Haidacher - Mark Mark Mersiowsky (Hrsg.): 1363 - 2013. 650 Jahre Tirol mit Österreich. Universitätsverlag Wagner, Innsbruck, 2015, ISBN 978-3-7030-0851-1, S. 55–89 (mit einer Auflistung der von Margarete ausgestellten Urkunden)
  7. vgl. Julia Hörmann-Thurn und Taxis: Mächtige Fürstinnen - fromme Stifterinnen?, 2015, S. 379
  8. vgl. Ferdinand Opll: Nachrichten aus dem mittelalterlichen Wien. Zeitzeugen berichten. Böhlau Verlag, Wien / Köln / Weimar, 1995, ISBN 3-205-98372-6, S. 90
  9. vgl. Christina Antenhofer: Der sogenannte "Brautbecher der Margarete Maultasch" im Blick der kulturgeschichtlichen Fragen zur materiellen Kultur des Spätmittelalters. In: Christoph Haidacher - Mark Mersiowsky (Hrsg.): 1363 - 2013. 650 Jahre Tirol mit Österreich. Innsbruck: Universitätsverlag Wagner 2015, ISBN 978-3-7030-0851-1, S. 255–280
  10. vgl. Margarete Maultasch, Weinstraße.COM, eingesehen am 29. April 201
  11. vgl. Greisenegg, Sagen.At, eingesehen am 2. Juli 2017
  12. vgl. Leander Petzoldt (Hrsg.): Die schwarze Grete. In: ders.: Sagen aus Österreich. Wiesbaden: MarixVerlag 2007, ISBN 978-3-86539-118-6, S. 231
  13. vgl. Margarethe Maultasche, Sagen.AT, eingesehen am 25, November 2017
  14. vgl. Die Maultasch vor Hochosterwitz, Sagen.At, eingesehen am 2. Juli 2017
  15. vgl. Margareta Maultasch belagert Greißenegg, Sagen.AT, eingesehen am 2. Juli 2017
  16. 16,0 16,1 vgl. Sagen von der Herzogin Margareta Maultasch, Sagen.At, eingesehen am 2. Juli 2017
  17. vgl. Gottfried Kompatscher: Volk und Herrscher in der historischen Sage. Zur Mythisierung Friedrichs IV. von Österreich vom 15. Jahrhundert bis zur Gegenwart. (Beiträge zur europäischen Ethnologie und Folklore. Reihe A, Texte und Untersuchungen 4). Frankfurt am Main [u.a.]: Lang 1995, S. 97f.

Anmerkungen

  1. Die Schreibweise des Landes Bayern mit y wurde erst einige Jahre nach dem Wiener Kongress im 19. Jahrhundert durch einen gesetzlichen Beschluss des damaligen Königs eingeführt. Da es um die Wittelsbacher bzw. um das Mittelalter geht, wird in diesem Artikel die Schreibung mit i verwendet.
  2. Ihre erste Ehe war von Kaiser Ludwig IV. zuvor nicht geschieden worden, wie häufig in der Forschung und Literatur behauptet wird, sondern sie wurde als ungültig betrachtet, da sie als nicht vollzogen galt, obgleich der Papst, vermutlich aus politischen Gründen, diesen "Tatbestand", der tatsächlich vorgelegen haben dürfte, vielleicht mit Rücksicht auf den späteren Kaiser Karl IV., nicht anerkannte und als Vorwand nutzte, um über Margarete und Ludwig und "de facto" auch über ihrer Herrschaftsgebiet, was besonders die Grafschaft Tirol betraf, das Interdikt und den Kirchenbann zu verhängen. Die Ehe zwischen Margarete und Johann Heinrich von Böhmen wurde erst am 21. Juli 1349 auf Betreiben von diesem, der inzwischen Markgraf von Mähren war, wegen nicht Vollzugs durch den Papst aufgelöst, sodass er eine weitere Ehe eingehen konnte. Vermutlich wieder aus politischen Gründen hatte diese Auflösung nicht zur Folge, dass Margaretes zweiter Ehe nun anerkannt wurde, und auch eine Aufhebung von Bann und Interdikt erfolgte nicht. Erst 1359 hob Papst Innozenz VI. nach der Vermittlung durch Herzog Albrecht (II.) von Österreich Interdikt und Bann auf und erklärte Margaretes zweite Ehe nach Erfüllung einiger Auflagen für legal, wobei auch die Kinder aus dieser Ehe für ehelich erklärt wurden.
  3. Sie führte lebenslang den Titel einer Herzogin von Kärnten.
  4. Information dazu findet sich im SalzburgWiki, eingesehen am 2. Juli 2017.
  5. Da sich die Burgen Itter und Engelsberg sowie der spätere Högerhof ("Burg Högau") im 14. Jahrhundert unter der Herrschaft des Erzstiftes Regensburg bzw. des Hochstiftes Salzburg befanden, sind diese Sagen um Margarete eindeutig als erfundene Geschichten einzustufen.
  6. Der Name "Schwarze Grete" findet sich auch bei anderen adeligen Frauen mit Vornamen Margarete wie zum Beispiel der polnischen Herzogin Margarete Sambiria, später Regentin des Königsreichs Dänemark, oder der Gräfin Margarete II. von Flandern
  7. "Boccaccio auf Schloß Tirol" bildet gemeinsam mit zwei weiteren Romanen von Heinrich von Schullern: "Der Herzog mit der leeren Tasche" und "Kleinod Tirol" die Romantrilogie "Das Land im Gebirge", die 1948 erstmals publiziert wurde.
  8. Interessant weniger wegen der (teils fiktiven) Handlung um Margarete Maultasch, sondern weil hier ein Bild vom Alltagsleben im Spätmittelalter gezeigt wird, in dem historisch gesicherte Fakten zu diesem plastisch vermittelt werden.
  9. Ein Sammelband mit wissenschaftlichen Aufsätzen, von denen sich mehrere mit unterschiedlichen Aspekten von Margarete Maultasch befassen.
  10. Von der neueren Forschung inzwischen überholt, historiographisch von Interesse
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Überregionale Aspekte dieses Themas werden auch in der Wikipedia unter dem Titel Margarete Maultasch behandelt.
Hier auf RegiowikiAT befinden sich Informationen sowie Ergänzungen, die zusätzlich von regionaler Bedeutung sind (siehe Mitarbeit).