Schöcklland

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Reliefkarte: Österreich
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Schöcklland
Schöcklland (grün); dunkel: Vereinsgemeinden, heller: Gemeinden von Schöcklland Süd, die per 2015 fusionieren

Das Schöcklland ist eine Region im Bundesland Steiermark im Grazer Bergland, nordöstlich der Stadt Graz.

Geographie

Die Region erstreckt sich von Eggersdorf an der Rabnitz und der nordöstlichen Stadtgrenze von Graz bis kurz vor Frohnleiten an der Mur, über etwa 25 Kilometer an der Südwestabdachung des Randgebirges östlich der Mur. Die Gebiete um Eggersdorf gehören schon zum Oststeirischen Riedelland.

Namensgeber für das Schöcklland ist der 1.442 Meter hohe Schöckl, ein bedeutender Aussichtsberg des Grazer Berglandes. Es ist wegen seiner Nähe zu Graz ein beliebtes Naherholungsgebiet.

Nachbarregionen und Regionszugehörigkeiten

Der Schöckl von Südosten
Nachbarregionen
GU-Nord(KR) (Naturpark) Almenland(L)(KR)
Übelbachtal(KR) Nachbargemeinden Energieregion Weiz–Gleisdorf(L)
Graz (Stadt) Hügelland östlich von Graz(L)

(LAG) LEADER-Region; Hügelland östlich von Graz[1] ist der Partner in der LAG; Almenland und Weiz–Gleisdorf fusionierten per 2014 zur einer LAG; Naturpark Almenland ist auch AGENDA-21-Region
(KR) Regionext-Kleinregion; KR Naturpark Almenland

Die Region gehört noch zum Steirischen Zentralraum und zum Regionalmangement Graz und Graz-Umgebung.[2]

Gemeinden

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Die Mitglieder im Schöcklland sind:

Name Bezirk Klein­region Verein km² EW [3]
AUT Eggersdorf bei Graz COA.svg Eggersdorf bei Graz Graz-Umgebung Schöcklland Süd Schöcklland 9,92 Ungültiger Metadaten-Schlüssel 60606
AUT Stattegg COA.png Stattegg Graz-Umgebung Schöcklland 25,83 2847
AUT Weinitzen COA.gif Weinitzen Graz-Umgebung Kumberg Schöcklland 18,99 2638
Coa Austria Town Hart-Purgstall.svg Hart-Purgstall Graz-Umgebung Schöcklland Süd Schöcklland 15,85 Ungültiger Metadaten-Schlüssel 60634
Coa Austria Town Hart-Purgstall.svg Kumberg Graz-Umgebung Kumberg Schöcklland 29,42 3814
AUT Sankt Radegund bei Graz COA.jpg Sankt Radegund bei Graz Graz-Umgebung Kumberg Schöcklland 21,55 2089
AUT Semriach COA.png Semriach Graz-Umgebung Schöcklland 60,34 3334
AUT Stenzengreith COA.jpg Stenzengreith Weiz Schöcklland 13,18 Ungültiger Metadaten-Schlüssel 61749
Coats of arms of None.svg Neudorf bei Passail Weiz Naturpark Almenland Schöcklland 12,75 Ungültiger Metadaten-Schlüssel 61733
Wappen Brodingberg.gif Brodingberg Graz-Umgebung Schöcklland Süd Hügelland östlich von Graz 12,92 Ungültiger Metadaten-Schlüssel 60602
Wappen Höf-Präbach.gif Höf-Präbach Graz-Umgebung Schöcklland Süd Hügelland östlich von Graz 10,67 Ungültiger Metadaten-Schlüssel 60621
AUT Kainbach bei Graz COA.jpg Kainbach bei Graz Graz-Umgebung Schöcklland Süd Hügelland östlich von Graz 17,81 2749
Schöcklland
(im weiteren Sinne)

12
9
 
195,08
(236,48)
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Geschichte und Organisation

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Schöcklland
Rechtsform Verein
Zweck Regionaler Interessensverband
Sitz 8061 St. Radegund, Hauptstraße 10 (Schöcklland-Büro)
Gründung 2003
Mitglieder 9 Gemeinden
Website www.schoecklland.at

Der Regionsbegriff ist vergleichsweise jung, und entstand in den 1990ern, als man in der Steiermark auch in den weniger touristisch erschlossenen Gebieten eine Infrastruktur aufzubauen begann. Leitregion ist hierorts das Almenland um die Teichalm, das ein recht erfolgreiches Konzept erarbeiten konnte (1995).

2003 schlossen sich neun Gemeinden zum Verein Schöcklland zusammen.[4][5] [6][7] Anliegen des Vereins sind „Koordination von Infrastrukturmaßnahmen, Entwicklung und Realisierung von gemeinsamen Gemeindeprojekten, gemeinsame Positionierung in den Bereichen Freizeittourismus und Naherholung und Lebensqualität für die Bevölkerung“.[4] Die Initiative gilt in der projektbezogenen Arbeit als sehr engagiert.[8]

2007 wurden dann – von Landesseite – die Steirischen Kleinregionen als Gemeindekooperation geschaffen. Diese umfassen etwa um die 5 Gemeinden mit über 3000 Einwohnern, hierbei entstanden die Kleinregionen Schöcklland Süd und Kumberg im nördlicheren Teil – wobei zu Schöcklland Süd auch noch einige Gemeinden genommen wurden, die nicht zum Initiativverein gehören.

2007 schlossen sich auch das Schöcklland und die LEADER-Region (LAG) Hügelland östlich von Graz zur LAG Hügelland–Schöcklland zusammen.[9] März dieses Jahres wurde auch der Verein Lebenswertes Schöcklland gegründet, der sich insbesondere in der Verkehrserschliessung engagiert.[10]

Mit der Gemeindestrukturreform in der Steiermark werden die Schöcklland-Süd-Gemeinden Brodingberg, Hart-Purgstall, Höf-Präbach und Eggersdorf fusionieren, Stenzengreith mit Gutenberg, und Neudorf mit Passail, Arzberg und Hohenau, die Almenland-Gemeinden sind. Wie der Verein sich dieser Lage anpasst, ist noch ungeklärt.[11]

Wirtschaft, Infrastruktur und Sehenswürdigkeiten

Blick vom Schöckl auf Graz

Tourismus

Blick vom Schöckl auf Semriach und in die Zentralalpen

Die Region nördlich von Graz ist nicht nur ein beliebtes Wohngebiet in Stadtnähe, sondern auch wichtiger Naherholungsraum. Trotz der Stadtnähe zeichnet er sich in weiten Bereichen durch Naturbelassenheit aus.

Die ganze Region gehört zum Tourismusverband Region Graz – bis auf Neudorf, das zum Tourismusverband Thermenland Steiermark – Oststeiermark gehört.

Touristisches Zentrum ist St. Radegund (Ortsklasse A, mit dem Schöcklland-Büro als Tourismusinformation), Tourismusgemeinden sind auch Weinritzen und Semriach (Ortsklasse B) wie auch Eggersdorf (Ortsklasse C).

Der Schöckl als Ausflugsberg ist die Hauptsehenswürdigkeit. Er liegt an der Grenze zum Amenlandgebiet. Mit der Schöckl Seilbahn ist er für den Sommertourismus ebenso erschlossen wie als kleines Schigebiet.

Natur

Nördliches und östliches Hügelland von Graz im Süden sind ein Landschaftsschutzgebiet (LS 30), ebenso Peggauer Wand – Lurgrotte (LS 42) im Nordwesten am Murtal mit den zahlreichen geschützten Höhlen, allen voran die Lurgrotte. Das Gemeindegebiet Stenzengreith gehört schon zum Landschaftsschutzgebiet Almenland (LS 41), nicht aber zum Naturpark. Zu den besonderen Natursehenswürdigkeiten gehört auch die Kesselfallklamm nahe Semriach.

Kultur

Anliegen der Initiative ist insbesondere auch eine „Stärkung des Kulturbewusstseins“.[4][6] Hierbei geht es insbesondere um den Erhalt und die Pflege der Ortskultur, um der Suburbanisierung als Randbereich von Graz entgegenzuwirken.[12] Fokus liegt auch auf Ausbau der Barrierefreiheit.[12][9]

So wurde im Jahre 2013 eine gemeinsame Musikveranstaltungen namens Klingendes Schöcklland ausgerichtet.[13] Im selben Jahr wurde auch eine Schöckllandtracht vorgestellt, der Versuch, die aussterbende Tracht des Grazer Berglandes im Zuge des neuen Trachtenbewusstseins der 2000er neu zu formulieren.[14]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Hügelland östlich von Graz (huegelland.at)
  2. Region "Schöcklland", auf der Seite des Regionalmanagements, graz-umgebung.at, abgerufen am 19. Juli 2014
  3. Statistik Austria - Bevölkerung zu Jahresbeginn 2002-2016 nach Gemeinden (Gebietsstand 1.1.2016)
  4. 4,0 4,1 4,2 Schöcklland. Regionext Datenblatt, Land Steiermark, o.D. (pdf, raumplanung.steiermark.at, abgerufen 19. Juli 2014).
  5. Im Vereinsregister unter der Nummer 776993654 gemeldet, abgefragt am 19. Juli 2014
  6. 6,0 6,1 Regionale Kulturentwicklung Schöcklland: Verein Schöcklland, Gemeindeamt St. Radegund, Semriach, raumplanung.steiermark.at
  7. Leitbild Schöcklland: Verein Schöcklland, Gemeindeamt, St. Radegund, raumplanung.steiermark.at
  8. Best Practice: Projektbezogene Kooperation: Schöcklland, raumplanung.steiermark.at, abgerufen 19. Juli 2014.
  9. 9,0 9,1 atempo (Hrsg.): Steirische Regionen für Alle – Region Hügelland östlich von Graz – Schöcklland, zum Projekt CEDOS Barrierefreiheit, insb. Abschnitt 2.3, S. 7 (pdf, cedos.at, abgerufen 18. Juli 2014).
  10. schoecklland.org, abgerufen 24. Juli 2014.
  11. Bei Tourismusregionen ist es in Österreich andernorts durchaus üblich, dass auch nur einzelne Ortschaften Mitglied sind.
  12. 12,0 12,1 vergl. auch Leitprojekt "Kultur und Brauchtum – Teilprojekt 'Kultur 24'", Kurzbeschreibung, LAG: Hügelland östlich von Graz – Schöcklland (pdf, raumplanung.steiermark.at).
  13. "Klingendes Schöcklland". In: Kleine Zeitung online, 12.07.2013
  14. Schöckellandtracht in St. Radegund präsentiert, Nina Darnhofer auf meinbezirk.at, 21.11.2013, abgerufen 22. Juli 2014.