Stadtbahnlinie W (1978-1981): Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 13. September 2019, 10:14 Uhr

Die Stadtbahnlinie W war eine Stadtbahnlinie in Wien, die in den Jahren 1978 bis 1981 verkehrte.

Geschichte

Am 1. April 1978 musste der Stadtbahnverkehr zwischen Nußdorfer Straße und Schottenring eingestellt werden, um einerseits die Strecke der die Rundlinien DG-GD ersetzenden Linie GD im Bereich Friedensbrücke adaptieren und andererseits die letzten Bauarbeiten für die Verlängerung der U4 (v.a. die Anhebung der Bahnsteige auf U-Bahn-Niveau) durchführen zu können.

Am selben Tag nahm die neue Linie W den Betrieb zwischen Schottenring und Hütteldorf auf. Die Aufgabe dieser Linie war es, auf den jeweils verbleibenden, noch nicht auf U-Bahn-Betrieb umgestellten Streckenabschnitten den Stadtbahnverkehr aufrechtzuerhalten. Der Umstellungsprozess geschah in Teilschritten, so dass vor jeder U4-Verlängerung die Linie W entsprechend gekürzt wurde.

Schon am 12. August 1978 endete die Linie W bereits bei der Station Karlsplatz, wobei zu erwähnen ist, dass sich wenige Tage zuvor noch ein schwerer Unfall in der Station Schwedenplatz ereignet hatte - ein Blockposten hatte ein Signal zu spät freigegeben, so dass der Fahrer des Folgezuges dies auf sich bezog und mit voller Geschwindigkeit auf die vordere Garnitur prallte, der das Grün-Signal eigentlich gegolten hätte.

Die Station Karlsplatz war mit einem verhältnismäßig schmalen hölzernen Mittelbahnsteig ausgerüstet. Der Niveauunterschied zwischen U- und Stadtbahn wurde über Treppen überwunden, die sich über die gesamte Länge des Perrons zogen. Wie sich herausstellte, war diese Anlage v.a. in der HVZ für die Bewältigung der Fahrgastmassen unzureichend.

Ab dem 27. Oktober 1980 pendelte die Linie W nur mehr zwischen Meidling Hauptstraße und Hütteldorf. Der Betriebsbahnhof Hütteldorf war schon zwei Tage zuvor mit dem Ende des Stadtbahnbetriebs zum Karlsplatz geschlossen worden, weshalb die Züge der Linie W nun Betriebsbahnhof Michelbeuern (MICH) zugeordnet waren. Der Abriss der Remisenanlagen zog sich aber bis in das darauffolgende Jahr hin, weshalb dort noch bis zum 12. März 1981 Garnituren abgestellt werden konnten. Um Reservezüge auch weiterhin in Hütteldorf abstellen zu können, wurde in der schon im Rohbau fertiggestellten überdachten U-Bahn-Station ein Gleis provisorisch mit Fahrleitung ausgerüstet und an die bis zur Einstellung der Linie W noch bestehende Schleife angeschlossen.

Am 28. August 1981 kam schließlich das Ende der Stadtbahn im Wiental. Drei Tage später fuhr schon die U4 bis Hietzing, ein Schienenersatzverkehr mit Bussen besorgte den Betrieb bis Hütteldorf. Mit der Verlängerung der U-Bahn am 20. Dezember 1981 zu letztgenannter Station war die Umstellung endgültig abgeschlossen.

Streckenverlauf

Die Linie W verkehrte auf folgenden Strecken:

  • Hütteldorf - Wiental - Schottenring (1. April 1978 bis 11. August 1978)
  • Hütteldorf - Wiental - Karlsplatz (12. August 1978 bis 25. Oktober 1980)
  • Hütteldorf - Wiental - Meidling Hauptstraße (27. Oktober 1980 bis 28. August 1981)

Haltestellen

Linienchronik

von bis Linienführung Anmerkung
1. April 1978 11. August 1978 Hütteldorf - Schottenring
12. August 1978 24. Oktober 1980 Hütteldorf - Karlsplatz
27. Oktober 1980 28. August 1981 Hütteldorf - Meidling-Hauptstraße

Betriebseinschränkungen und SEV mit Autobussen (S = Stadtbahn, A = Autobus)

von bis Linienführung Anmerkung
12. August 1978 14. August 1978 Karlsplatz - Heiligenstadt A; auch für U4; U-Bahn-Umbau
24. Oktober 1980 ----- Meidling-Hauptstraße - Landstraße A ab 9 Uhr; auch für U4
24. Oktober 1980 26. Oktober 1980 Hütteldorf - Landstraße A ab 18 Uhr; auch für U4

Literatur

  • Erich Schlöss: Die Wiener Stadtbahn - Wiental und Gürtellinie, Beiträge zur Stadtforschung, Stadtentwicklung und Stadtgestaltung, Band 19, 1987

Web