Viktor Jovanovic: Unterschied zwischen den Versionen

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Viktor Jovanovic, der Sohn eines Militärs, der in Eisenstadt Dienst versah und der Tochter einer in Eisnstadt eingesessenen Familie, absolvierte die Mittelschule in [[St. Pölten]] und studierte anschließend Geographie und Geschichte an der [[w:Universität Wien|Universität Wien]] bei [[w:Oswald Redlich|Oswald Redlich]] und [[w:Albrecht Penck|Albrecht Penck]]. Als Doktor der Philosophie bekam er schon nach kurzer Zeit eine Anstellung am erst 1897 gegründeten [[w:Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Franz-Keim-Gasse|Gymnasium Keimgasse]] in  [[Mödling]], wo er bis zu seinem Tod unterrichtete.
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Viktor Jovanovic, der Sohn eines Militärs, der in Eisenstadt Dienst versah und der Tochter einer in Eisnstadt eingesessenen Familie, absolvierte die Mittelschule in [[St. Pölten]] und studierte anschließend Geographie und Geschichte an der [[w:Universität Wien|Universität Wien]] bei [[w:Oswald Redlich|Oswald Redlich]] und [[w:Albrecht Penck|Albrecht Penck]]. Als Doktor der Philosophie bekam er schon nach kurzer Zeit eine Anstellung am erst 1897 gegründeten [[w:Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Franz-Keim-Gasse|Gymnasium Keimgasse]] in  [[Mödling]], wo er bis zu seinem Tod als Geschichtslehrer unterrichtete.
  
Nebenbei war er aber bei verschiedenen Organisationen als Heimatforscher aktiv, wie vor allem im Burgenland, wo er ein glühender Verfechter für den Anschluss an Österreich auftrat.<ref>[http://blatt.htu.tugraz.at/hintergrund/print.php?doc=bsa041221 Der Wille zum aufrechten Gang] vom Wolfgang Neugebauer, Peter Schwarz abgerufen am 12. März 2017</ref> Neben zahlreichen Schriften von ihm , wird im Nachruf erwähnt, dass er ''der  erste  österr. Mittelschullehrer  gewesen  ist,  der  mit  seinen Schülerscharen  unser  Land  besuchte''. Diese Tätigkeiten führte er alle aus Mödling durch, wo er nicht nur unterrichtete sondern auch wohnte. In den 1932 gegründeten ''Mitteilungen  des  Bur­genländischen  Heimatschuhvereines'' war er aktiv im Schriftleitungsausschuss tätig. So bereitete er schon zeitgerecht auf [[w:Franz Liszt|Franz Liszt]] eine 1940 erscheinende Festschrift vor. Auch in Mödling beschäftigte er sich mit der lokalen Geschichte. So erruierte er die korrekte Datierung der Ersterwähnung von Mödling mit 903, die ursprünglich 904 lautete.<ref>[https://www.moedling.at/Erste_urkundliche_Erwaehnung_Moedlings Erste urkundliche Erwähnung Mödlings] abgerufen am 18. Dezember 2019</ref>
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Nebenbei war er aber bei verschiedenen Organisationen als Heimatforscher aktiv, wie vor allem im Burgenland, wo er ein glühender Verfechter für den Anschluss an Österreich auftrat.<ref>[https://www.bsa.at/sites/default/files/der-wille-zum-aufrechten-gang.pdf Der Wille zum aufrechten Gang] S. 126 vom Wolfgang Neugebauer, Peter Schwarz abgerufen am 27. März 2020</ref> Neben zahlreichen Schriften von ihm , wird im Nachruf erwähnt, dass er ''der  erste  österr. Mittelschullehrer  gewesen  ist,  der  mit  seinen Schülerscharen  unser  Land  besuchte''. Diese Tätigkeiten führte er alle aus Mödling durch, wo er nicht nur unterrichtete, sondern auch wohnte. In den 1932 gegründeten ''Mitteilungen  des  Bur­genländischen  Heimatschuhvereines'' war er aktiv im Schriftleitungsausschuss tätig. So bereitete er schon zeitgerecht auf [[w:Franz Liszt|Franz Liszt]] eine 1940 erscheinende Festschrift vor. Auch in Mödling beschäftigte er sich mit der lokalen Geschichte. So erruierte er die korrekte Datierung der Ersterwähnung von Mödling mit 903, die ursprünglich 904 lautete.<ref>[https://www.moedling.at/Erste_urkundliche_Erwaehnung_Moedlings Erste urkundliche Erwähnung Mödlings] abgerufen am 18. Dezember 2019</ref>
  
 
Im Jahr 1936 verstarb der Studienrat. Seine Tochter Paula, die mit dem Heimatforscher, Naturschützer und Lehrer [[Franz Waldner]] verheiratet war, war ebenso als Heimatforscherin tätig.
 
Im Jahr 1936 verstarb der Studienrat. Seine Tochter Paula, die mit dem Heimatforscher, Naturschützer und Lehrer [[Franz Waldner]] verheiratet war, war ebenso als Heimatforscherin tätig.
  
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== Publikationen ==
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* ''Eisenstadt und der Neusiedlersee'', 1928, Verlag A. Hartleben
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* ''Perchtoldsdorf''
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* ''Heimatkundliche Wanderungen. Eisenstadt'', 1929
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* ''Führer durch Mödling, Perchtoldsdorf und Umgebung''
 
== Literatur ==
 
== Literatur ==
* Nachruf in den Burgenländischen Heimatblättern, 1936 ([https://www.zobodat.at/biografien/Jovanovic_Viktor_Burgenlaendische-Heimatblaetter_5_0068.pdf Online])
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* {{ZOBODAT|pfad=biografien/Jovanovic_Viktor_Burgenlaendische-Heimatblaetter_5_0068.pdf|titel=Studienrat  Dr. Viktor Jovanovic †}}
  
 
== Einzelnachweise ==
 
== Einzelnachweise ==

Version vom 27. März 2020, 09:44 Uhr

Viktor Jovanovic, (* 15. Mai 1878 in Eisenstadt; † 15. April 1936) war Lehrer und Heimatforscher.

Leben

Viktor Jovanovic, der Sohn eines Militärs, der in Eisenstadt Dienst versah und der Tochter einer in Eisnstadt eingesessenen Familie, absolvierte die Mittelschule in St. Pölten und studierte anschließend Geographie und Geschichte an der Universität Wien bei Oswald Redlich und Albrecht Penck. Als Doktor der Philosophie bekam er schon nach kurzer Zeit eine Anstellung am erst 1897 gegründeten Gymnasium Keimgasse in Mödling, wo er bis zu seinem Tod als Geschichtslehrer unterrichtete.

Nebenbei war er aber bei verschiedenen Organisationen als Heimatforscher aktiv, wie vor allem im Burgenland, wo er ein glühender Verfechter für den Anschluss an Österreich auftrat.[1] Neben zahlreichen Schriften von ihm , wird im Nachruf erwähnt, dass er der erste österr. Mittelschullehrer gewesen ist, der mit seinen Schülerscharen unser Land besuchte. Diese Tätigkeiten führte er alle aus Mödling durch, wo er nicht nur unterrichtete, sondern auch wohnte. In den 1932 gegründeten Mitteilungen des Bur­genländischen Heimatschuhvereines war er aktiv im Schriftleitungsausschuss tätig. So bereitete er schon zeitgerecht auf Franz Liszt eine 1940 erscheinende Festschrift vor. Auch in Mödling beschäftigte er sich mit der lokalen Geschichte. So erruierte er die korrekte Datierung der Ersterwähnung von Mödling mit 903, die ursprünglich 904 lautete.[2]

Im Jahr 1936 verstarb der Studienrat. Seine Tochter Paula, die mit dem Heimatforscher, Naturschützer und Lehrer Franz Waldner verheiratet war, war ebenso als Heimatforscherin tätig.

Publikationen

  • Eisenstadt und der Neusiedlersee, 1928, Verlag A. Hartleben
  • Perchtoldsdorf
  • Heimatkundliche Wanderungen. Eisenstadt, 1929
  • Führer durch Mödling, Perchtoldsdorf und Umgebung

Literatur

Einzelnachweise

  1. Der Wille zum aufrechten Gang S. 126 vom Wolfgang Neugebauer, Peter Schwarz abgerufen am 27. März 2020
  2. Erste urkundliche Erwähnung Mödlings abgerufen am 18. Dezember 2019