Österreichische Eishockey-Meisterschaft 1926/27

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Eishockey in Österreich bis 1938
Österreichische Eishockey-Meisterschaft
1925/26   -   1926/27   -   1927/28
Spieltyp: Scheibe
Austragungsort: Wien und Niederösterreich
Dauer: 09.12.1926 bis 03.03.1927
Veranstalter: Österreichischer Eishockeyverband, Wien
Teilnehmeranzahl: 18
Meister: Wiener Eislauf Verein
Vizemeister: Wiener Eislauf Verein II
Hinweise:
  • Für das Eishockey nach 1938 siehe den betreffenden Artikel Eishockey in der Wikipedia.
Hinweis: Eventuell können aufgrund unterschiedlicher Quellen für die Zeit bis 1938 die in diesem Projekt hier meistens sehr detailliert recherchierten Angaben von den oft deutlich allgemeineren Angaben in der Wikipedia etwas abweichen.
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Die Eishockey-Meisterschaft 1926/27 war die fünfte Meisterschaft des OeEHV, in der mit der Scheibe gespielt wurde.


Geschichte

  • Der Präsident des österreichischen Eishockeyverbandes und Leiter der Eishockeysektion des Wiener Eislauf Vereins Oskar Schlesinger setzte zu Beginn der Saison 1920/21 durch, dass der WEV in dieser Saison auf das Scheibenspiel, auch das kanadische Eishockey genannt, wechselte, da alle Länder außer Ungarn schon mit der Scheibe spielten. Der WEV wollte und sollte nicht weiter isoliert im Eishockey dastehen. In der Saison 1922/23 sorgte der Präsident des Eishockeyverbandes Oskar Schlesinger dafür, dass erstmalig eine Meisterschaft mit der Scheibe ausgetragen wurde. Die ersten beiden Meisterschaft wurde absolviert und die dritte abgebrochen. In der viertenn Meisterschaft im Vorjahr wurde dann das Wiener System eingeführt. Es stellte sich aber nicht als das richtige System für die Zukunft heraus. So wurde in dieser Saison in der Österreichischen Eishockey-Meisterschaft wieder die 1. und 2. Klasse eingeführt.
  • Als es auch wegen der diesjährigen Meisterschaftsaustragung zu negativen Äußerungen kam, sah sich der Vorstand des OeEHV zu einer Stellungnahme veranlasst:
Eine Rechtfertigung des neuen Austragungssystems
Als vor einem Monat die neue Meisterschaftsausschreibung veröffentlicht wurde gab es ganz bestimmt in den Kreisen der Spielerfunktionäre und Spieler Stimmen, die sich gegen das "fortwährende Herumexperimentieren" wandten. Es ist auch richtig, denn das neue Austragungssystem stellt nun innerhalb von vier Jahren das vierte System dar, das der OeEHV seiner Meisterschaft zu Grunde legt; der Wechsel der Systeme brachte jedesmal neue Ausschreibungen mit sich und damit eine Reihe von Unannehmlichkeiten für die Vereinsfunktionäre. Das der Vorstand, der sich dieser Begleiterscheinung vollauf bewusst war, trotzdem wieder eine neue Austragungsart der Meisterschaft dekretierte, hat eben seine wohl erwogenen Gründe, die hier des näheren besprochen werden sollen.
Die erste Meisterschaft Österreichs im Kanadischen Eishockey wurde im Jahre 1923/24 ausgetragen und umfasste damals zwei gleichgestellte Gruppen von je sechs Vereinen. Ein verhältnismäßig strenger Winter, sowie großes Entgegenkommen des Wiener Eislauf Vereines ermöglichte es, die 30 Spiele unter Dach und Fach zu bringen. Die Placierung der Gruppen ergab die Einteilung in die zwei unter- bzw. übergeordneten Klassen der Meisterschaft des Jahres 1924/25. Ungünstige Witterungsverhältnisse brachten es mit sich, dass nicht einmal die, sechs Vereine umfassende, I. Klasse ihre Spiele austragen konnte, während die acht Klubs der II. Klasse im Ganzen höchstens vier oder fünf Kämpfe ausfochten. In dieser Form schien es also nicht zu gehen, daher schuf man im folgenden Verbandsjahre 1925/26 das "Wiener System", eine gemilderte Form eines Cup-'Wettbewerbes. Es gelang zwar halbwegs, die Spiele unter Dach und Fach zu bringen, doch fand das immerhin wenig übersichtliche und in der Auslosung recht komplizierte System nicht den richtigen Anklang.
Der Vorstand sah sich also genötigt, sich neuerlich mit der Frage zu befassen: Wie ist die Meisterschaft von Österreich auszutragen? - Alle bisherigen Systeme hatten als Vorbild die gleichartigen Konkurrenzen anderer Sportzweige Österreichs; nun versuchte man es, die Art der Meisterschaftsaustragungen anderer Länder im Eishockeysport zur Grundlage zu nehmen. Hier zeigte sich aber, dass eigentlich die Verhältnisse im Auslande meist ganz anders lagen. Fast überall ist der Eishockeysport dezentralisiert, dass heißt, die Klubs sind in allen Staaten über das ganze Gebiet verteilt. Daraus ergeben sich aber vor allem kleine, nur wenige Vereine umfassende Bezirks-, Kreis- oder Landesmeisterschaften, deren Sieger erst die eigentliche Staatsmeisterschaft bestreiten. So liegen die Verhältnisse in der Schweiz, in Deutschland, in Schweden. Eine derartige Häufung von Vereinen an einem Ort, wie wir sie bei uns in Wien finden, gibt es aber fast nirgends.
Diese kleinen Meisterschaften werden außerdem zumeist an zwei oder drei aneinander folgenden Tagen an einem Orte ausgetragen, wobei es freilich mitunter nicht anders ausgeht, als dass eine Mannschaft auch zwei- oder dreimal an einem Tage antreten muss.(Schweizer Meisterschaft, Bayrische Meisterschaft) Dies ist freilich auch nicht gerade sportfördernd zu nennen. Immerhin gelingt es doch, die Meisterschaften jedes Jahr auszuspielen und den Sieger einwandfrei, dass heißt, ohne strafbeglaubigte Spiele und dgl. zu ermitteln.
Die Nutzanwendung dieser Lehren auf Wien angewendet, dass man von der Bildung großer Klassen Abstand nehmen musste. Es lässt sich noch zur Not annehmen, dass die 1. Klasse, die ja zwei Vereine mit Kunsteisbahnen umfasst, die insgesamt 15 Spiele auszutragen haben; bei den folgenden Klassen erschien dies aber nach den gemachten Erfahrungen so ziemlich ausgeschlossen. Die zulässige Maximalzahl für die Teilnehmerzahl einer II. oder III. Klasse erschien dem Vorstand mit vier Mannschaften gegeben, da dann auf einen Verein drei Spiele, insgesamt für die ganze Klasse also sechs Kämpfe entfallen. So schlecht war aber noch keine Eissaison, dass, den guten Willen der Vereine vorausgesetzt, ein Klub nicht drei Spiele hätte austragen können.
Voraussetzung für die vollständige Abwicklung der Meisterschaft ist allerdings, dass die Vereine die ihnen zur Verfügung stehenden Eistage nicht unnütz vertrödeln, sondern sofort mit Beginn des Frostwetters mit der Austragung der Meisterschaftsspiele beginnen. Die wiederholt geäußerten Bedenken, dass man sich erst einspielen müsse, bevor man Meisterschaftskämpfe austrägt, haben gewiss nicht unrecht, doch wäre darauf hinzuweisen, dass es z.B. in Deutschland und der Schweiz nicht allzu selten vorkommt, dass Vereine in den Meisterschaftskampf eintreten, ohne in der betreffenden Saison vorher auch nur ein einziges Mal auf dem Eis gewesen zu sein. Schließlich muss eben bedacht werden, dass Körpertraining das ausschlaggebende Element ist und bleibt und dass in den allermeisten Fällen eben auch der Gegner im gleichen Masse "untrainiert" d.h. ohne Spezialtraining in den Wettbewerb eintritt.
Zum Schluss soll noch die gleichfalls vielumstrittene Maßnahme der Zulassung mehrerer Mannschaften desselben Vereins zur Meisterschaft kurz gestreift werden. Wir sind leider noch nicht so weit, dass eine eigene Meisterschaft der Reserven ausgeschrieben werden könnte, außerdem gibt es Reservemannschaften, die weit spielstärker sind, als I. Mannschaften von Klubs, die in der gleichen Gruppe spielen. Es wäre ein sportliches Unrecht, wenn man diese zweite Mannschaft entweder vom Meisterschaftsbewerbe ganz ausschließen, oder aber mit bedeutend inferioreren Teams zusammen spannen wollte. Die ergänzenden Bestimmunen der Meisterschaftsausschreibung sorgen schon dafür, dass Schiebungen zwischen I. und II. Mannschaft nicht möglich sind, sondern diese Reserven wenigstens im Meisterschaftsbewerbe die Rolle eines eigenen Vereines spielen.
Die vorstehenden Zeilen dürfen zur Genüge die Schwierigkeiten dargelegt haben, die die Auschreibung eines Meisterschaftsbewerbes, der auch tatsächlich auf dem Eis und nicht am grünen Tisch aufgekämpft werden soll, mit sich bringt und werden vielleicht dazu beitragen, die Ansichten einzelner Gegner des "Herumexperimentierens" zu widerlegen. Zu hoffen ist, dass die Meisterschaft 1926/27 das richtige Bild der Kräfteverteilung im österreichischen Eishockeysporte erbringt und allen Teilnehmern in sportliche Hinsicht Befriedigung bietet.[1]




Österreichische Eishockey-Meisterschaft 1926/27

Meisterschaft

  • Da zu Meldeschluß noch nicht alle Vereine gemeldet hatten, wurde dieser bis zum 4. Dezember 1926 vom Verband verlängert. In der Spielausschußsitzung am 22. November 1926 im Cafe Bauer wurde die 1. Klasse und deren Spieltermine festgelegt.
  • In der 1. Klasse der Meisterschaften 1926/27, der Liga, spielten sechs Mannschaften aus fünf Vereinen. Der WEV durfte wieder zwei Mannschaften stellen. In dieser Klasse waren nur Vereine aus Wien vertreten.
  • Die 2. Klasse erhielt die Gruppen 1, 2 und 3 mit je vier Mannschaften. Drei Mannschaften aus der Provinz waren vertreten. Sie kamen aus Niederösterreich und damit aus dem direkten Umfeld von Wien. Es gab noch acht Provinzvereinen, von denen zwei Schutzvereine waren. Finanziell war es diesen Provinzvereinen nicht möglich, die notwendigen Spiele in Wien auszutragen.
In der Gruppe B wurden die Spiele nicht zu Ende geführt.


Teilnehmer 1926/27

Verein
Cottage Eislauf Verein (CEV )
Cottage Eislauf Verein II (CEV)
Eislaufverein St. Pöltlen (St. Pölten)
Eislauf Verein Stockerau (Stockerau)
Floridsdorfer Athletiksport Club (FAC)
Österreichische Lehrer Sportvereinigung (ÖLehrer)
Pötzleinsdorfer Sport Klub (PSK )
Pötzleinsdorfer Sport Klub II (PSK)
Sportklub Hertha (Hertha)
Sportvereinigung Korneuburg (Korneuburg)
Verein für Bewegungsspiele (VfB)
Währinger Jugendspiel-Verein (Währinger Jug.SpV)
Wiener Athletiksport Club (WAC)
Wiener Athletiksport Club II (WAC)
Wiener Bewegungssport Club (WBC)
Wiener Eislauf Verein I (WEV )
Wiener Eislauf Verein II (WEV )
Wiener Hockey Verein (WHV)



1. Klasse/Ligagruppe

  • In der Liga wurden alle Spiele auch erledigt.[2]


Eishockeyspiele

Datum Spielort Mannschaften Art Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
09. Dezember 1926 Wien, WEV-Platz WEV II - WAC M 7:0(2-0,5-0) s.u.
15. Dezember 1926 Wien, WEV-Platz PSK - WEV M 1:7(1-3,0-4) s.u.
01. Jänner 1927 Wien, WEV-Platz WEV - WEV II M 4:0(3-0,1-0) 1000 s.u.
01. Jänner 1927 Semmering CEV - WAC M 4:0(2-0,2-0) s.u.
02. Jänner 1927 Semmering VfB - WAC M 1:1(0-1,1-0) s.u.
05. Jänner 1927 Wien, Engelmann-Platz PSK - WAC M 5:0(4-0,1-0) s.u.
06. Jänner 1927 Wien, WEV-Platz WEV II - VfB M 2:1(1-0,1-1) 300 s.u.
16. Jänner 1927 Semmering, Hotel Panhans PSK - Cottage EV M 6:1(2-1,4-0) s.u.
09. Februar 1927 Wien, Engelmann-Platz PSK - WEV II M 0:3(0-3,0-0) s.u.
13. Februar 1927 Semmering, Hotel Panhans PSK - VfB M 2:3(2-1,0-2) s.u.
16. Februar 1927 Wien, WEV-Platz WEV - WAC M 19:1(11-0,8-1) ) s.u.
18. Februar 1927 Wien, WEV-Platz WEV - VfB M 8:0(4-0,4-0) 300 s.u.
20. Februar 1927 Semmering CEV - VfB M 1:0(1-0,0-0) 500 s.u.
25. Februar 1927 Wien, WEV-Platz WEV - CEV M 11:1(5-0,6-1) s.u.
27. Februar 1927 Wien, WEV II - CEV M 3:13-1,0-0) s.u.

Spiel 09. Dezember 1926 WEV II - WAC M-Spiel

  • Schiedsrichter: Edgar Dietrichstein,
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen dem WEV II und dem WAC endete 7:0(2-0,5-0).


Spiel 15. Dezember 1926 PSK - WEV M-Spiel

  • Schiedsrichter: Hans Weinberger, WAC
  • Team PSK: Tor: Wollinger, Verteidigung: Zehdniker, Hubert Weiß, Sturm: Reginald Spevak, Ferdinand Bidla, Hans Tatzer, Ersatz: Hans Stärker, Louis Goldschmid, F. Chlada,
  • Team WEV: Tor: Hermann Weiss, Verteidiger: Walter Brück, Lebzelter, Sturm: Herbert Brück, Alfred Revy, Ulrich Lederer, Ersatz: Herbert Klang
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen dem PSK und dem WEV endete 1:7(1-3,0-4). Die Tore in der ersten Hälfte schossen Alfred Revy, Herbert Brück und Ulrich Lederer für den WEV. Regninald Spevak konnte mit einem Weitschuß auf 1:3 verkürzen. In der zweiten Hälfte konnten Herbert Brück (3) und Ulrich Lederer die Tore erzielen.


Spiel 01. Jänner 1927 WEV - WEV II M-Spiel

  • Schiedsrichter: Hubert Weiß, PSK
  • Team WEV: Tor: Hermann Weiss, Verteidiger: Walter Brück, Alexander Lebzelter, Sturm: Herbert Brück, Alfred Revy, Ulrich Lederer, Ersatz: Architekt Gröbsch,
  • WEV II: Tor: Max, Verteidiger: Kurt Weiß, Jaques Dietrichstein, Sturm: Reindl, Walter Sell, Josef Göbl, Ersatz: Wondra, Herbert Klang,
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen dem WEV und dem WEV II endete vor 1000 Zuschauern mit 4:0(3-0,1-0) Toren. Die jungen Spieler des WEV in der Reservemannschaft spielten hochmotiviert ließen den Senioren kaum eine Verschnaufspause. Leider hatten sie während des Spieles auch viel Pech. In der Kampfmannschaft spielte in dieser Saison zum ersten Mal wieder Alexander Lebzelter, dessen Platz Dr. Dempsey sonst eingenommen hatte. Josef Göbl wurde während des Spieles verletzt und konnte daher nicht sein ganzes Können einbringen. Tormann Max lieferte sein bestes Spiel, hatte aber auch laufend zu tun. Die ersten Angriffe kommen von der Reservemannschaft, Walter Brück kann mehrere dieser Angriffe abwehren. Dann greift Herbert Brück an, umspielt Dietrichstein und schießt den Führungstreffer für die Kampfmannschaft ein. Einige Zeit später kann Walter Brück eine Schwäche von Tormann Max ausnützen, indem er ihm die Scheibe durch die Beine ins Tor schießt. Die jungen Spieler geben nich auf und greifen wiederholt an, scheitern aber an der Verteidigung des Gegners. Dann sieht man einen prächtigen Solovorstoß von Ulrich Lederer, der den dritten Treffer erzielt. Nach der Halbzeit sind es wieder die jungen Spieler, die in den Angriff gehen. Das Publikum ist auf ihrer Seite. Sie haben aber Pech und erzielen keinen Treffer. Die Senioren in der Kampfmannschaft greifen jetzt mit aller Kraft an. Tormann Max hat alle Hände voll zu tun. Gegen die Regel hält er die Scheibe fest und läßt nicht los, was die Zuschauer erheitert. Einmal wird er deswegen auch auf eine Minute ausgeschlossen. Den vierten Treffer landet dann Ulrich Lederer kurz vor dem Abpfiff.


Spiel 01. Jänner 1927 WAC - CEV M-Spiel

  • Schiedsrichter: Ing. Edgar Dietrichstein
  • Team WAC: Tor: Stransky, Feldspieler: Hans Weinberger, Dr. Schenner, Rödl, Schilling, Käsbauer, Winter, Taußig,
  • Team CEV: Tor: Knapp, Feldspieler: Schuhbarth, Poisson, Maak, Caucig1, Fritz Caucig, Ersatz: Konrad Glatz, Czernyei, Reimer,
  • Der WAC hatte vom Hotel Panhans die Zusage erhalten, zwei Meisterschaftsspiele am Jahreswechsel auf dem neuen Eisplatz des Hotels absolvieren zu können. Das Meisterschaftsspiel zwischen dem WAC und dem CEV vor 800 Zuschauern endete 0:4(0-2,0-2). Gleich nach Anpfiff begann der CEV zu stürmen. Aber erst kurz vor Ende der ersten Hälfte kann Maak zwei Tore für den CEV einschießen. In der zweiten Hälfte wird das Spiel schäfer. Der WAC kommt besser ins Spiel, kann jedoch trotzdem nicht zu einem Torerfolg kommen. Schließlich kommt der CEV bei zwei schönen Kombinationen durch Caucig und Glatz zu den beiden weiteren Treffern und damit zum Endstand von 4:0. Der Spieler Poisson wurde am Auge verletzt. Bei späteren Untersuchungen stellte sich die Wunde als nicht so schlimm heraus. Dr. Schenner spielte sehr unfäir und wurde zweimal für 5 Minuten ausgeschlossen.



Spiel 02. Jänner 1927 WAC - VfB M-Spiel

  • Schiedsrichter: Ing. Dietrichstein
  • Team WAC: Tor: Zwillinger, Feldspieler: Hans Weinberger, Dr. Schenner, Rödl, Schilling, Käsbauer, Winter, Taußig,
  • Team VfB: Tor: Massarek, Feldspieler: Sommer, Poldi Wildam, Herzl, Gustav Wildam, Lichtneckert, Drly,
  • Das Spiel auf dem neuen Eisplatz des Hotel Panhans auf dem Semmering zwischen dem WAC und dem VfB endete 1:1(1-0,0-1) unentschieden. Schiedsrichter Dietrichstein griff zum Mittel der Massen-Ausschlüsse, als eine derbe Note ins Spiel kam. Der WAC zeigte eine gute Leistung, während der VfB matter spielte und nur Sommer gefiel. Rödl war der beste Spieler auf dem Eis. Auch Schilling zeigte ein gutes Spiel. An diesem Tag spielte Dr. Schenner zahm und auch Maak war gut. Die Tore schossen Schilling für den WAC und Poldi Wildam für den VfB, als Missßverständnisse in der gegnerischen Verteidigung auftraten.


Spiel 05. Jänner 1927 PSK - WAC M-Spiel

  • Schiedsrichter: Ing. Dietrichstein
  • Team PSK: Tor: Wollinger, Verteidigung: Zehdniker, Hubert Weiß, Sturm: Reginald Spevak, Ferdinand Bidla, Hans Tatzer, Ersatz: Hans Stärker, F. Chlada,
  • Team WAC: Tor: Stransky, Verteidigung: Hans Weinberger, Dr. Schenner, Sturm: Rödl, Schilling, Winter, Ersatz: Taußig, Käsbauer,
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen dem PSK und dem WAC endete 5:0(4-0,1-0). Die Tore für den PSK schossen Ferdinand Bidla (2), Reginald Spevak (2) und Hans Tatzer. Schiedsrichter Dietrichstein hatte einige Arbeit beim Leiten des Spiels, da vor allem ein WAC-Spieler unrühmlich auffiel. (Zwillinger??)



Spiel 06. Jänner 1927 WEV II - VfB M-Spiel

  • Schiedsrichter: Reginald Spevakt, PSK
  • Team WEV II: Tor: Max, Verteidiger: Kurt Weiß, Jaques Dietrichstein, Sturm: Reinl, Walter Sell, Josef Göbl, Ersatz: Herbert Klang,
  • Team VfB: Tor: Massarek, Verteidigung: Herzl, Sommer, Sturm: Poldi Wildam, Gustav Wildam, Winter, Ersatz: Lichtnekert, Ing. Ball,
  • Das Meisterschaftspiel zwischen dem WEV II und dem VfB endete vor 300 Zuschauern mit 2:1(1-0,1-1). Der WEV II gewann zwar das Spiel, zeigte aber nicht sein ganzes Können. Josef Göbl und Walter Sell arbeiteten mit geringem Kraftaufwand. Wenn nicht Dietrichstein und Kurt Weiß gewesen wären, die Kampfgeist und Temperament ins Spiel brachten, hätte der VfB evtl. noch gewinnen können. Es war Weiß, der die Spieler immer wieder nach vorne trieb. Reinl war erheblich besser als im letzten Spiel und Tormann Max arbeitete ruhig und besonnen. Das Gegentor konnte er nicht verhindern, da ihm die Sicht verstellt war. Beim VfB hat der neue Sektionsleiter Halphen die Mannschaft gut aufgebaut. Der VfB hatte noch nicht viel trainieren können, die Spieler sind aber in guter Form. Von den Ersatzleuten war nur Ball kurze Zeit auf dem Eis. Der beste Spieler der Grünen war ihr Tormann Massarek. Die VfB-Spieler müssen auch noch lernen, die unnötigen Fouls zu unterlassen. Es sind zwar keine groben Vergehen, aber besser würde die Mannschaft ohne diese auf dem Eisplatz ankommen.
Kurt Weiß schoß den Führungstreffer für den WEV II nach einer guten Kombination mit Walter Sell und der Umgehung der Verteidigung des Gegners. Der Schütze hatte solche Fahrt aufgenommen, dass er selbst auch im Tor landete. Jetzt spielte der VfB stark und hielt diese Überlegenheit auch bis zur Halbzeit. Er konnte jedoch dabei kein Tor erzielen. In der zweiten Halbzeit wurde das Spiel lebhafter. Der Schiedsrichter übte lange Zeit Nachsicht mit den Spielern, griff dann aber mit Ausschlüssen durch. So erhielten Herzl und Dietrichstein je zwei Minuten, später traf es dann nochmals Herzl, Walter Sell, Dietrichstein und wieder Herzl auf je 1 Minute. Alle Spieler waren jetzt in Schwung und Massarek hatte alle Hände voll zu tun, um Torschüsse abzuwehren. Das zweite Tor der Reserve des WEV kam durch einen Durchbruch von Walter Sell zustande. Massarek hätte den Schuß sicher gefangen, wenn nicht Sommer diese noch abgelenkt hätte. Jetzt war es Sommer, der für den VfB ein Tor erzielte. Der Schütze kam von hinter dem Tor ungedeckt in Position, spielte sich durch und schoß. Die letzte Aktion war dann der Ausschluß von Massarek, der sich beim Halten eines Schusses auf den Boden warf.


Spiel 16. Jänner 1927 PSK - Cottage EV M-Spiel

  • Schiedsrichter: Hans Weinberger
  • Team PSK: Tor: Wollinger, Verteidigung: Zehdniker, Hubert Weiß, Sturm: Reginald Spevak, Ferdinand Bidla, Hans Tatzer, Ersatz: Hans Stärker, F. Chlada,
  • Team CEV: Tor: Knapp, Verteidigung: Poisson, Caucig1, Sturm: Maak, Konrad Glatz,Caucig2, Ersatz: Reimer, Schubarth, ,Cernyei
  • Das Meisterschaftsspiel auf dem Semmering zwischen dem PSK und CEV endete mit 6:1(2-1,4-0) Toren. Auf Grund der warmen Witterung war das Eis weich und brüchig. Vormittags war das Eis noch in Ordnung gewesen. Die Verantwortlichen für die Ansetzung der Spiele müssen daher wohl überlegen, ob im Jänner die Spiele nicht besser vormittags an den Wochenenden stattfinden sollten. Da sich Hans Tatzer und Reginald Spevak in guter Form befanden, wäre bei besserem Eis die Niederlage wohl noch höher ausgefallen. Das langsame Eis bevorzugte auch Goldschmied, der hierdurch 2 Tore schießen konnte. Beim CEV spielten bis auf Caucig in der Verteidigung alle unterhalb ihrer Form. In der ersten Halbzeit hielten die CEV-Spieler noch gut mit. Das erste Tor schoß Maak für den CEV ein. Dann trafen die Pötzleinsdorfer aber noch zweimal. In der zweiten Hälfte war es dann der PSK der noch viermal die Scheibe in CEV-Tor brachte. Die Tore des PSK schossen Reginald Spevak (2), Louis Goldschmied (2), Ferdinand Bidla und Hans Tatzer.


Spiel 09. Februar 1927 PSK - WEV II M-Spiel

  • Schiedsrichter: Ing. Edgar Dietrichstein
  • Team WEV: Tor: Max, Feldspieler: Josef Göbl, Hubert Weiß, Walter Sell, ..
  • Team PSK: Tor: Wollinger, Feldspieler: Hans Tatzer, ..
  • Das Meisterschaftsspiel auf dem Engelmannplatz zwischen dem PSK und dem WEV II endete 0:3(0-3,0-0). Alle drei Tore des WEV II filen in der ersten Hälfte. Die Schützen des WEV waren Walter Sell (2) und Josef Göbl. Bei den Pötzleinsdorfern machte Hans Tatzer ein gutes Spiel.


Spiel 13. Februar 1927 PSK - VfB M-Spiel

  • Schiedsrichter: Schaffer,
  • Team VfB: Tor: Massarek, Feldspieler: Herzl, Sommer, Drly, Poldi Wildam, Lichtneckert, Gustav Wildam, Goldscheider,
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen PSK und VfB endete 2:3(2-1,0-2). Die Tore für den PSK schossen Hans Tatzer und Reginald Spevak. Für den VfB trafen Gustav Wildam, Sommer und Lichtneckert.


Spiel 16. Februar 1927 WEV - WAC M-Spiel

  • Schiedsrichter:
  • Team WEV: Tor: Hermann Weiss, Verteidiger: Walter Brück, Alexander Lebzelter, Sturm: Herbert Brück, Alfred Revy, Ulrich Lederer,
  • Team WAC: Tor: Stransky, Verteidigung: Hans Weinberger, Dr. Schenner, Sturm: Rödl, Schilling, Rödl, Zwillinger, Ersatz: Kahane, Käsbauer,
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen WEV und WAC endete 19:1(11-0,8-1).


Spiel 18. Februar 1927 WEV - VfB M-Spiel

  • Schiedsrichter: Kurt Wollinger, PSK
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen WEV und VfB endete mit 8:0(4-0,4-0) Toren vor 300 Zuschauern. Die Tore für den WEV schossen Herbert Brück (5) und Ulrich Lederer (3).


Spiel 20. Februar 1927 CEV - VfB M-Spiel

  • Schiedsrichter: Kurt Wollinger, PSK
  • Team CEV: Tor: Knapp, Feldspieler: Schubarth, Caucig1, Sturm: Maak, Caucig2, Konrad Glatz,
  • Team VfB: Tor: Massarek, Verteidigung: Herzl, Sommer, Sturm: Poldi Wildam, Lichtneckert, Gustav Wildam, Ersatz: Golscheider, Drly,
  • Das Meisterschaftsspiel auf dem Semmering zwischen dem CEV und dem VfB endete 1:0(1-0,0-0) vor 500 Zuschauern. Der CEV leistete in diesem Spiel etwas besoneres. Er war nur mit 6 Spielern angetreten und gewann trotzdem das Spiel. Beim VfB wollte dieses Mal keine Kombination klappen. Knapp im Tor des CEV leistet eine sehr gute Arbeit. Maak und Konrad Glatz waren die besten Spieler. Es wurde Defensiv gespielt und der VfB fand hiergegen kein Mittel. Im ersten Drittel greift der VfB an. Erst am Ende dieser Spielzeit kommt der CEV auf und kann das Tor durch Maak mit einem unhaltbarem Schuss erzielen. Danach kann Konrad Glatz noch ein weiteres Tor einschießen. Der Schiedsrichter erkennt dieses jedoch nicht an. In der Pause zeigten Mitglieder des CEV und von Engelmann ihr Können im Kunstlaufen. In der zweiten Hälfte spielt der CEV merklich auf Halten. Der VfB greift immer wieder an, kann jedoch kein Tor einschießen.


Spiel 25. Februar 1927 WEV - CEV M-Spiel

  • Schiedsrichter: Kurt Wollinger, PSK
  • Das Meisterschaftsspiel in der 1. Klasse zwischen dem WEV und CEV endete mit 11:1(5-0,6-1) Toren. Die Treffer schossen Herbert Brück (5), Alfred Revy (3) und Ulrich Lederer (3). Das Tor für den CEV konnte Caucig2 verwandeln.


Spiel 27. Februar 1927 WEV II - CEV M-Spiel

  • Schiedsrichter: Kurt Wollinger, PSK
  • Team WEV: Tor: Max, Verteidiger: Dietrichstein, Kurt Weiß, Sturm: Josef Göbl, Reinl, Walter Sell, Ersatz: Schmid, Glanz
  • Team CEV: Tor: Knapp, Verteidigung: Poisson, Schubarth, Sturm: Caucig2, Maak, Konrad Glatz, Ersatz: Caucig1, Cernyei
  • Das letzte Meisterschaftsspiel zwischen dem WEV II und CEV ging an dem WEV mit 3:1(3-1,0-0) Toren. Alle Treffer fielen in der ersten Halbzeit. In der zweiten Hälfte sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel. Der WEV schoss noch ein Tor kurz vor Ende der Spielzeit. Dieses wurde jedoch vom Schiedsrichter wegen Off-Side nicht anerkannt. Beide Torwarte waren hervorragend. Beim WEV waren Josef Göbl, Walter Sell und Kurt Weiß die besten Spieler. Beim CEV waren dieses Caucig2 und Maak.


Tabelle

Platz Mannschaft Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte Bemerkungen
1 Wiener Eislauf Verein 5 5 - - 49:3 10 Österr. Eish.-Meister 1926/27
2 Wiener Eislauf Verein II 5 4 - 1 15:6 8
3 Pötzleinsdorfer Sport Klub 5 2 - 3 14:14 4
4 Cottage Eislauf Verein 5 2 - 3 8:20 4
5 Verein für Bewegungsspiele 5 1 1 3 5:14 3
6 Wiener Athletiksport Club 5 - 1 4 2:36 1 Absteiger in Klasse 2




2. Klasse

  • Da nur in der Liga alle Spiele in dieser Saison ausgetragen wurden, hat die Struma zahlreiche Strafverifizierungen in den nachfolgenden Gruppen vornehmen müssen, um die Tabellen abschließen zu können.

Erläuterung zu den Tabellen der 2. Klasse: Unter Spiele bedeutet die nicht eingeklammerte Zahl die Anzahl der mit Punkten und Torverhältnis beglaubigten Spiele, d.h. auch die strafbeglaubigten und vorbeglaubigten (später in Kraft getreten) Spiele. Die eingeklammerte Zahl gibt die tatsächlich ausgetragenen Spiele an.


Gruppe 1

  • Der Vorstand des OeEHV hat der Gruppe 1 nachstehende Vereine zugeordnet:
-Cottage Eislauf Verein II
-Eislauf Verein Stockerau
-Pötzleinsdorfer Sport Klub II
-Sportklub Hertha


Eishockeyspiele
Datum Spielort Mannschaften Art Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
21. Dezembere 1926 Wien, Engelmann-Platz PSK II- Cottage EV II M 1:0 s.u.
07. Jänner 1927 Wien, Engelmann-Platz PSK II - Hertha M 3:1 (1-0,2-1) s.u.
23. Jänner 1927 Semmering CEV II - Stockerau M 3:1( ) s.u.
25. Februar 1927 Wien, Hertha-Platz Stockerau - Hertha M 6:0 s.u.
ohne Datum ohne Stockerau - PSK II M 2:6 s.u.
03. März 1927 Wien, Hertha - CEV II M 0:1


Spiel 21. Dezembere 1926 PSK II- Cottage EV II M-Spiel

  • Schiedsrichter: Schaffer
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen PSK II und CEV II endete 1:0.


Spiel 07. Jänner 1927 PSK II - Hertha M-Spiel

  • Schiedsrichter: Ulrich Lederer,
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen PSK II und Hertha endete 3:1 (1-0,2-1).


Spiel 23. Jänner 1927 CEV II - Stockerau M-Spiel

  • Schiedsrichter: Schaffer
  • Das Meisterschaftsspiel auf dem Semmering zwischen der Reserve des CEV und Stockerau am Vormittag endete mit 3:1( ) Toren. Die Torschütze für den CEV war Cernyei mit 3 Toren. Für die Stockerauer traf Sandhofer.


Spiel 25. Februar 1927 Stockerau - Hertha M-Spiel

  • Schiedsrichter:
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen Stockerau und Hertha findet nicht statt. Der Verband führt nach den Meisterschaftsbestimmungen eine Vorbeglaubigung von 6:0 und 2 Punkten für Stockerau durch. Da das Spiel auch später nicht ausgetragen wird, ist dieses Ergebnis von Dauer.


Spiel ohne Datum Stockerau - PSK II M-Spiel

  • Schiedsrichter:
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen Stockerau und PSK II fand nicht statt. Die Stockerauer waren zum Spiel nicht angetreten. Der Verband führte eine Strafbeglaubigung von 6:2 und 2 Punkte für den PSK durch. <(ref>Der Eishockeysport 2. März 1927</ref>


Tabelle
Platz Mannschaft Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte ! Bemerkungen
1 Pötzleinsdorfer Sport Klub II 3 (2) 3 - - 10:1 6 Aufsteiger in 1. Klasse
2 Cottage Eislauf Verein II 3 2 - 1 4:2 4
3 Eislauf Verein Stockerau 3 (2) 1 - 2 7:9 2
4 Sportklub Hertha 3 (2) - - 3 1:10 - Verbleibt in Gruppe 1



Gruppe 2

  • Der Vorstand des OeEHV hat der Gruppe 2 nachstehende Vereine zugeordnet:
-Floridsdorfer Athletiksport Club
-Österreichische Lehrer Sportvereinigung
-Sportvereinigung Korneuburg
-Wiener Hockey Verein


Eishockeyspiele
Platz Mannschaft Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte Bemerkungen
02. Jänner 1927 Korneuburg Korneuburg - WHV M 6:0 s.u.
13. Februar 1927 Semmering FAC - WHV M 2:3(1-0,1-3) s.u.
24. Februar 1917 Wien, Lehrer-Platz FAC - ÖLehrer M 6:0 s.u.
25. Februar 1927 Wien, Lehrer-Platz WHV - ÖLehrer M 0:6 s.u.
ohne Datum ohne Korneuburg - ÖLehrer M 0:0 s.u.
ohne Datum ohne Korneuburg - FAC M 0:6 s.u.


Spiel 02. Jänner 1927 Korneuburg - WHV M-Spiel

  • Schiedsrichter:
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen Korneuburg und WHV wurde mit 6:0 und 2 Punkten für Korneuburg vorbeglaubigt. Wegen Tauwetter konnte das Spiel nicht stattfinden. Nach den Meisterschaftsbestimmungen blieb diese Beglaubigung auch weiter bestehen, da kein neues Spiel angesetzt wurde.


Spiel 13. Februar 1927 FAC - WHV M-Spiel

  • Schiedsrichter: Schaffer
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen FAC und WHV endete 2:3(1-0,1-3).


Spiel 24. Februar 1917 Floridsdorfer AC - ÖLehrer M-Spiel

  • Schiedsrichter:
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen FAC und ÖLehrer wurde nicht ausgetragen. Somit gilt die Vorbeglaubigung aus den vorigen Spielen weiter, da kein neues Spiel angesetzt wurde. Die Vorbeglaubigung lautet 6:0 und 2 Punkte für den FAC.


Spiel 25. Februar 1927 WHV - ÖLehrer M-Spiel

  • Schiedsrichter:
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen WHV und ÖLehrer fand nicht statt, da kein Eis auf dem Platz vorhanden war. Nach den Meisterschaftsregeln wurde das Spiel mit 0:6 und 2 Punkten für die ÖLehrer vorbeglaubigt. Da das Spiel auch später nicht stattfand, blieb die Beglaubigung bestehen.


Spiel ohne Datum Korneuburg - ÖLehrer M-Spiel

  • Schiedsrichter:
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen Korneuburg und den ÖLehrern fand nicht statt. Korneuburg war vom Verband suspendiert worden. Die Mannschaft der ÖLehrer war zum Spiel nicht angetreten. Daher wurde das Spiel vom Verband mit 0:0 strafbeglaubigt. Punkte wurden nicht vergeben.[3]


Spiel ohne Datum Korneuburg - FAC M-Spiel

  • Schiedsrichter:
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen Korneuburg und dem FAC fand nicht statt. Korneuburg war durch den Verband suspendiert. Der Verband erließ eine Strafbeglaubigung von 0:6 und 2 Punkte für den FAC.<ref)Der Eishockeysport 2. März 1927</ref>


Tabelle
Platz Mannschaft Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte ! Bemerkungen
1 Floridsdorfer Athletiksport Club 3 (1) 2 - 1 14:3 4

Gruppensieger

2 Sportvereinigung Korneuburg 2 (0) 1 - 1 6:6 2
2 Österreichische Lehrer Sportvereinigung 2 (0) 1 - 1 6:6 2
4 Wiener Hockey Verein 3 (1) - - 3 3:14 0 Absteiger Gruppe 3



Gruppe 3

  • Der Vorstand des OeEHV hat der Gruppe 3 nachstehende Vereine zugeordnet:
-Eislaufverein St. Pölten
-Währinger Jugendspiel-Verein
-Wiener Athletiksport Club II
-Wiener Bewegungssport Club


Eishockeyspiele
Platz Mannschaft Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte Bemerkungen
07. Jänner 1927 Wien, WBC - WAC II M 6:0 strafbeglaubigt
07. Jänner 1927 ohne WJV - St. Pölten M 0:6 strafbeglaubigt,später aufgehoben
30. Jänner 1927 Semmering, WJV - WBC M 1:0(0-0,1-0) s.u.
20. Februar 1927 Wien, WJV - WAC II M 3:0(2-0,1-0) s.u.
21. Februar 1927 St. Pölten WBC – St. Pölten M 6:0 s.u.
ohne Datum WAC II - St. Pölten M 0:0 s.u.

Spiel 07. Jänner 1927 WBC - WAC II M-Spiel

  • Schiedsrichter:
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen WBC und WAC II wurde mit 6:0 und 2 Punkten Vorbeglaubigt, da das Spiel nicht stattfand.


Spiel 07. Jänner 1927 WJV - St. Pölten M-Spiel

  • Schiedsrichter:
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen WJV und St. Pölten wurde vom Verband mit 0:6 und 2 Punkten vorbeglaubigt.


Spiel 20. Februar 1927 Währinger Jugendspiel-Verein - WAC II M-Spiel

  • Schiedsrichter: Willy Moser
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen dem Währinger Jugendspiel-Verein und dem WAC II endete mit 3:0(2-0,1-0) Toren. Die Tore für die Währinger erzielten Balka (2) und Voith.


Spiel 21. Februar 1927 WBC – St. Pölten M-Spiel

  • Schiedsrichter:
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen WBC und St. Pölten wurde mit 6:0 und zwei Punkten vorbeglaubigt, da das Spiel nicht stattfand.[4]


Spiel 30. Jänner 1927 WJV - WBC M-Spiel

  • Schiedsrichter:
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen WJV und WBC endete 1:0(0-0,1-0). Das Tor für den WJV schoss Fritz Hunjatschek. Beim WBC waren die besten Spieler Gesing, Fantl und Zimmermann. Die Mannschaft des WBC war heute mit den Spielern die bessere. Beim WJV leistete die Verteidigung gute Arbeit.


Spiel ohne Datum WAC II - St. Pölten M-Spiel

  • Schiedsrichter:
  • Das Meisterschaftsspiel zwischen WAC II und St. Pölten hat nicht stattgefunden. Der Verband nahm daher eine Strafbeglaubigung des Spiels von 0:0 vor. Punkte wurden für dieses Spiel nicht vergeben.[5]


Tabelle
Platz Mannschaft Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte ! Bemerkungen
1 Währinger Jugendspiel-Verein 3 (2) 3 - - 10:0 6 Gruppensieger
2 Wiener Bewegungssport Club 3 (1) 2 - 1 12:1 4
3 Wiener Athletiksport Club II 2 (1) - - 2 0:9 -
4 Eislaufverein St. Pölten 2 (0) - - 2 0:12 -


Anmerkung zur Tabelle: Nach der Vorbeglaubigung des Spiels am 7.1.1927 zwischen WJV und St. Pölten hat St. Pölten das Spiel mit 6:0 und 2 Punkten zugesprochen erhalten. Dieses ist auch noch in der Aufstellung der Meisterschaft am 14. Februar 1927 noch so in der Tabelle enthalten. In der endgültigen Tabelle geht das Spiel 6:0 und mit 2 Punkten an den WJV. Eine Erklärung hierfür konnte bisher nicht gefunden werden.



Ausschreibung der Meisterschaft 1926/27

Die Ausschreibung der Meisterschaft erfolgte in der Zeitschrift des Eishockeyverbandes "Der Eishockeysport" am 23. Oktober 1926.



§ 1 Teilnehmer
Der Österreichische Eishockeyverband schreibt für das Jahr 1926/27 die Meisterschaft im Eishockey zu folgenden Teilnahmebedingungen aus: Jeder Verbandsverein ist berechtigt ein oder zwei(Reserve) Mannschaften zur Meisterschaft anzumelden. Die erste Mannschaft hat die bestspielende Mannschaft des Vereins zu sein. Die Teilnahme an der Meisterschaft ist für die Verbandsvereine nicht obligatorisch.


§ 2 Austragung und Wertung
Die Meisterschaft wird nach dem System "Jeder gegen Jeden" ausgetragen, mit der Einschränkung, dass nur die in einer Gruppe vereinbarten Mannschaften gegeneinander spielen müssen.
Nach Nennungschluss werden die Mannschaften deren Nennung vom Verbande in Gruppen eingeteilt und zwar: in eine Liga-Gruppe und in weitere Gruppen.
Jeder Verein spielt in der Saison einmal gegen jeden anderen seiner Gruppe. Sieger ist, wer die meisten Punkte erzielt hat, wobei der Sieg zwei Punkte, unentschieden ein Punkt und Niederlage 0 Punkte zählt. Haben mehrere Vereine der Gruppe gleiche Punktzahl, so entscheidet die größere Zahl der Siege. Ist auch diese gleich, so entscheidet das bessere Torverhältnis. (Die Errechnung des Torverhältnisses erfolgt in der Weise, dass man die erzielten Treffer durch die Zahl der erhaltenen Tore dividiert. Je größer der Quotient, desto besser das Torverhältnis.) Die Platzwahl bei den ausgelosten Spielen wird nach Nennungschluss durch das Los bestimmt.


§ 3 Regeln und Schiedsrichter
Alle Spiele sind nach den Regeln des Österreichischen Eishockeyverbandes auszutragen und dürfen nur von Verbandsschiedsrichtern geleitet werden. Die Schiedsrichter für sämtliche Spiele werden vom Schiedsrichterkollegium des OeEHV bestimmt und müssen bedingungslos anerkannt werden.


§ 4 Nennung
Nennungen sind unter Beischluss des Nenngeldes bis zum 15. November 1926 an den OeEHV, I. Kohlmarkt 5, zu richten. Nenngeld S 5,--. Für diejenigen Vereine, welche in die Liga eingeteilt wurden S 5,-- Nachzahlung.
Der Verband behält sich vor, den Nennungschluss für die 2. und die anderen Gruppen zu verschieben.


§ 5 Spieltermine
Die einzelnen Spieltermine legt der Spielausschuss fest. Jeder Verein ist verpflichtet, seinen Gegner vor dem Spiel 10 Karten für die Spieler und Ersatzleute zugehen zu lassen. Von begründeten Absagen ist sowohl das Schiedsrichterkollegium als auch der Gegner mindestens 48 Stunden vorher zu verständigen.


§ 6 Schiedsrichter
Ist der nominierte Schiedsrichter nicht erschienen, oder der amtierende Schiedsrichter erkrankt, so ist das Spiel von einem anwesenden Verbandsschiedsrichter zu leiten. Sind mehrere Verbandsschiedsrichter anwesend, so ist vorerst einer zu wählen, der keinen der beteiligten Vereine angehört, ist kein solcher vorhanden, oder wird keine Einigkeit erzielt, so entscheidet unter den Anwesenden das Los. Ein Ablehnungsgrund steht den beteiligten Vereinen nicht zu. Der Ersatz-Schiedsrichter beginnt mit der 10. Minute der Wartezeit, die 15 Minuten beträgt, zu amtieren.


§ 7 Wettspielzeit
Die Meisterschaftsspiele dürfen in Wien nicht vor 8.00 Uhr früh und nicht nach 1|2 10 Uhr abends beginnen.


§ 8 Meister und Sieger
Der erstplacierte Verein der Liga erhält den Titel "Meister von Österreich", die ersten der Gruppe den Titel Gruppensieger, jedoch nur dann, wenn die betreffenden Mannschaften mindestens die Hälfte der Spiele ihrer Gruppe gespielt haben.


§ 9 Aufstieg, Abstieg
Aus jeder Gruppe steigt der erstplacierte Verein in die nächsthöhere Gruppe auf und der letztplacierte jeder Gruppe steigt in die nächtsttiefere Gruppe ab. Dieser Austausch findet nur dann statt, wenn der aufsteigende Verein mindestens die Hälfte der Kämpfe bestritten hat.


§ 10 Beglaubigung der Spiele, Vorverificierung
Die Beglaubigungen werden auf Grund der Spielberichte von der Moba vorgenommen. Spiele, die bis zum festgesetzten Termin nicht ausgetragen wurden, obwohl die Austragungsmöglichkeit bestand, werden gegen den schuldtragenden Verein vorbeglaubigt, dass heißt, das Spiel gilt für den Fall der Neuaustragung oder endgültigen Austragung, als noch nicht gespielt und als nicht verifiziert. Nur wenn kein Schuldtragender festgestellt werden kann, ist das Spiel (ohne Vorverifizierung) neu anzusetzen. Strafweise beglaubigte Spiele werden mit 2 Punkten und einem Torverhältnis von 6:0 für den schuldlosen Verein beglaubigt. Ein aus Verschulden beider Vereine strafbeglaubigtes Spiel wird ohne Punkte mit einem Torverhältnis von 0:0 beglaubigt. Die Beglaubigung von 6:0 hat jedoch nur dann Platz zu greifen, wenn der schuldlose Verein das tatsächlich erzielte Torverhältnis nicht für günstiger hält, als 6:0. In diesem Falle ist das tatsächliche Torverhältnis zu beglaubigen.


§ 11 Antreten der Mannschaft
Tritt eine Mannschaft 15 Minuten nach dem festgesetzten Wettspieltermin nicht an, verliert sie die Punkte. Eine Mannschaft gilt als angetreten, wenn die Spieler ihre Spielausweise dem Schiedsrichter übergeben haben und sich am Spielplatz aufhalten.


§ 12 Spielberechtigung
An Meisterschaftsspielen dürfen nur solche Spieler teilnehmen, welche für den betreffenden Verein ordnungsgemäß gemeldet sind, einen Spielerpass besitzen, ein Alter von 16 Jahren überschritten haben und gegen Sportunfall versichert sind.
Hat ein Spieler für eine Mannschaft Meisterschaft gespielt, darf er für keine andere Mannschaft in der Meisterschaft der gleichen Spielzeit tätig sein.


§ 13 Proteste
Meisterschaftsspiele unter Protest dürfen nicht ausgetragen werden. Der Grund des Protestes ist vor dem Spiel auf dem Spielbericht zu vermerken und vom Kapitän zu zeichnen. Ungerechtfertigte Proteste sind wie "Nichtantreten" zu behandeln.


§ 14 Einteilung der Mannschaften
Die Einteilung in die Gruppen werden vom Vorstande des OeEHV vorgenommen, gegen dessen Entscheidung kein Einspruch zulässig ist. Die genannten Mannschaften werden ihrer Spielstärke nach eingeteilt werden.


§ 15 Rücktritt von der Meisterschaft
Tritt ein Verein von der Meisterschaft zurück, so wird er in die nächst niedrigere Gruppe eingeteilt, ausgenommen in Fällen höherer Gewalt.


§ 16 Schlussbestimmungen
In allen in diesem Meisterschaftsstatut nicht vorgesehenen Fällen behält sich der Vorstand des Österreichischen Eishockeyverbandes das Recht vor, zu interpretieren und zu entscheiden.


Genehmigt mit Vorstandsbeschluss vom 15. Oktover 1926.



  • Nennschluss verschoben

Der Nennungsschluss für die Meisterschaft wurde auf den 4. Dezember 1926, 24.00 Uhr, verschoben. Nennungen von Mannschaften, welche noch nicht genannt haben, sind bis zu diesem Termin unter Beischluss des Nenngelder von S 5,-- schriftlich an den Verband, Wien I, Kohlbrink 5, zu richten.[6]


  • Auslosung der Meisterschaft "Liga"
1. Runde: VfB-CEV, WAC-WEV II, WEV-PSK, Endtermin 12. Dezember 1926,
2. Runde: VfB-WAC, WEV II-WEV, CEV-PSK, Endtermin 28. Dezember 1926,
3. Runde: WEV II-VfB, WAC-PSK, WEV-CEV, Endtermin 03. Jänner 1927,
4. Runde: VfB-WEV, PSK-WEV II, CEV-WAC, Endtermin 10. Jänner 1927,
5. Runde: PSK-VfB, WEV-WAC, WEV II-CEV, Endtermin 17. Jänner 1927,
Endtermin der 1. Runde ist der 12. Dezember 1926.
Nichtausgetragene Meisterschaftsspiele werden, falls beide Vereine an der Nichtaustragung schuldlos sind, gemäß der Auslosung nach der 5. Runde ausgetragen. gez. Födrich, gez. Moser,[7]


  • Auslosung 1, 2. udn 3. Gruppe
Endtermin 1. Gruppe:
20. Dezember 1926: Hertha-Stockerau, PSK II-CEV II,
07. Jänner 1927: PSK II-Hertha, CEV II-Stockerau,
17. Jänner 1927: Hertha-CEV II, Stockerau-PSK II,
Endtermine 2. Gruppe:
20. Dezember 1926: Korneuburg-FAC, WHV-ÖLehrer,
07. Jänner 1927: WHV-Korneuburg, ÖLehrer-FAC,
17. Jänner 1927: Korneuburg-ÖLehrer, FAC-WHV,
Endtermine 3. Gruppe:
20. Dezember 1926: St. Pölten-WBC, WJV-WAC II,
07. Jänner 1927: WJV-St. Pölten, WAC II-WBC,
17. Jänner 1927: St. Pölten-WAC II, WBC-WJV,
Platzwahl hat jeweils der erstgenanne Verein. Die festgesetzten Termine sind Endtermine, dass heißt, dass bis zu diesen Terminen bei Eisverhältnissen das betreffende Spiel ausgetragen sein muss. Vorverlegungen sind ohne weiteres gestattet, Rückverlegungen auf spätere Termine nur mit vorher eingeholter Zustimmung des Spielausschusses.(Siehe Meisterschaftsausschreibung § 2)




Einzelnachweise

  1. Der Eishockeysport 24. November und 8. Dezember 1926
  2. SportTagblatt 25. März 1927
  3. Der Eishockeysport 22. März 1927
  4. Der Eishockeysport 2. März 1927
  5. Der Eishockeysport 22. März 1927
  6. Der Eishockeysport 24. November 1926
  7. Der Eishockeysport 24. November 1926


Quellennachweise

Zeitschrift des österreichischen Eishockeyverbandes "Der Eishockeysport", Jahrgang 1926/27