Österreichische Eishockey-Meisterschaft 1937/38

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Eishockey in Österreich bis 1938
Österreichische Eishockey-Meisterschaft
1936/37   -   1937/38   -  
Spieltyp: Scheibe
Austragungsort: Wien und Niederösterreich
Dauer: 05.01. bis 01.03.1938
Veranstalter: Österreichischer Eishockeyverband, Wien
Teilnehmeranzahl: 4
Meister: Eishockey Klub Engelmann, Wien
Vizemeister:
Hinweise:
  • Für das Eishockey nach 1938 siehe den betreffenden Artikel Eishockey in der Wikipedia.
Hinweis: Eventuell können aufgrund unterschiedlicher Quellen für die Zeit bis 1938 die in diesem Projekt hier meistens sehr detailliert recherchierten Angaben von den oft deutlich allgemeineren Angaben in der Wikipedia etwas abweichen.
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Die Eishockey-Meisterschaft von Österreich 1937/38 war die vierte Staatsmeisterschaft des Österreichischen Eishockeyverbandes (OeEHV) mit der Scheibe und die 15. Meisterschaft mit der Scheibe insgesamt.


  • Um diese Meisterschaft ausspielen zu können, fanden im Vorfeld die
Wiener Eishockey-Meisterschaft 1937/38 und die
Österreichische Eishockey-Provinz-Meisterschaft 1937/38 statt.
Die Sieger aus diesen Wettbewerben kämpften dann, wie in diesem Artikel aufgezeichnet, um den Meistertitel auf Bundesebene.


Geschichte

  • 15 Eishockeyvereine spielen in Wien, die gleiche Anzahl in der Provinz.
  • Über die Ergebnisse dieser Eishockey-Saison 1937/38 fehlen teilweise Informationen. Nachdem die deutsche Wehrmacht am 12. März 1938 in Österreich einmarschierte, wurde der Österreichische Eishockeyverband (OeEHV) sofort aufgelöst und damit erscheint die Zeitschrift des Verbandes "Der Eishockeysport" nicht mehr. Einige Informationen kann man noch in anderen Tageszeitungen finden, sie sind aber dürftig. Das SportTagblatt muss sein Erscheinen im Laufe des Jahres noch einstellen und so gibt es keine richtige Sportzeitschrift mehr in Wien. Es muss viel über den deutschen Sport in den Medien berichtet werden, der österreichische Sport geht dabei zu einem großen Teil unter.


Meisterschaft von Österreich 1937/38

  • Mit der Ausschreibung der diesjährigen Meisterschaft kommt es zu einer Konfrontation zwischen der Sportfront und den beiden größten Eishockeyvereinen in Wien, dem Wiener Eislauf Verein und dem Eishockey Klub Engelmann. Beide haben keine Meldung für die diesjährige Meisterschaft abgegeben, dafür aber eine ganze Anzahl von internationalen Spielen beantragt. Da zum Ablauf der Nennungsfrist beide Vereine fehlen, wird dem EKE die Zustimmung der Sportfront zum nächsten Auslandsspiel verweigert. Die beiden Nennungen werden kurzfristig nachgereicht und die Probleme mit den verspäteten Meldungen bleiben unberücksichtigt. Die Sportfront fühlte sich von dem Verhalten der beiden Vereine brüskiert.
  • Da die Staatsmeisterschaft von den jeweils zwei besten Vereinen der Provinz und der Wiener Meisterschaft ausgetragen wird, stehen die beiden Vereine für diese Gruppe aus der Provinz bereits am Anfang der Saison fest, da dort in der Liga nur zwei Vereine spielen.
  • Die Staatsmeisterschaft kann noch ausgespielt werden. Hier wird der Eishockey Klub Engelmann (EKE) Österreichischer Eishockey-Meister 1937/38 vor dem Klagenfurter Athletiksport Club. Von den vorgesehenen Spielen werden acht durchgeführt. Durch den Sieg des Eishockey Klub Engelmann gegen die Eishockeysektion des Wiener Eislauf Verein am 1. März 1938 mit 3:2 auf dem Engelmann-Platz in Wien vor 800 Zuschauern steht der Meister des Jahres 1938 fest. In fünf Spielen konnte er vier Mal gewinnen und kann nicht mehr eingeholt werden. Da dieses Spiel gleichzeitig auch für den Verbandspokal 1938 gewertet wurde, holte der EKE auch diesen Titel


Teilnehmer

Eishockey Klub Engelmann (EKE)
Klagenfurter Athletiksport Club (KAC)
Deutscher Sportverein Leoben (Leoben)
Eishockeysektion des Wiener Eislauf Verein (WEV)


Eishockeyspiele

Datum Ort Vereine Art Ergebnis Zuschauer Bemerkungen
05. Jänner 1938 Wörthersee EKE - KAC SM 2:0(1-0,0-0,1-0) 2000 s.u.
08. Jänner 1938 Leoben EKE - Leoben SM 2:0(1-0,0-0,1-0) 350 s.u.
12. Jänner 1938 Klagenfurt KAC - Leoben SM 1:0(0-0,1-0,0-0) 1500 s.u.
19. Jänner 1938 Klagenfurt WEV - KAC SM 1:2(0-1,1-0,0-1) 2000 s.u.
28. Jänner 1938 Wien, Engelmann-Platz EKE - WEV SM 1:1(0-1,0-0,1-0) 2500 s.u.
02. Februar 1938 Wien, Engelmann-Platz EKE - KAC SM 5:0(1-0,3-0,1-0) 1200 s.u.
03. Februar 1938 Wien, WEV-Platz WEV - KAC SM + P 6:0(2-0,2-0,2-0) 600 s.u.
01. März 1938 Wien, Engelmann-Platz EKE - WEV SM 3:2(1-1,2-1,0-0) 800 s.u.



Spiel 5. Jänner 1938 EKE - KAC Staats-M

  • Schiedsrichter: Jahnke, Aigner
  • Team EKE: Tor: Josef Wurm, (Karl Oerdögh) Verteidiger: Franz Csöngei, Aribert Heim, Johann Gartner, 1. Sturm: Hubert Tschammler, Hans Tatzer, Hans Glück, 2. Sturm: Otto Voit, Franz Zehetmayer, Karl Proksch, Ersatz: Aribert Heim, Josef Hintermayer, Reiseleiter: Kurt Stuchly
  • Trotz einer Minusthemperatur von 19 Grad auf dem Wörthersee waren 2.000 Zuschauer gekommen. Im ersten Drittel fiel das Führungstor für den EKE schon nach 30 Sekunden der Spielzeit. Csöngei war durchgebrochen und hatte die Scheibe an Schneider abgegeben, der dann einschoss. Dieser schnelle Treffer irritierte die Klagenfurter doch etwas in den ersten Minuten des Spiels. In der achten Minute gab es einen erneuten Treffer des EKE, den der Schiedsrichter aber nicht anerkannte. Das zweite Drittel blieb torlos. Stertin und Egger hatten aber immer wieder angegriffen und Wurm hatte Mühe, dass Tor des EKE frei zu halten. Aber auch Tatzer und Schneider schafften es nicht, die Scheibe beim Klagenfurter Tormann ins Netz zu bringen. Russer war in sehr guter Form. Im letzten Drittel konnte Stertin ins Tor des EKE einschießen. Das Klagenfurter Publikum jubelte laut. Aber auch hier erkannte der Schiedsrichter das Tor nicht an. Es kam zu einer Spielunterbrechnung wegen der Proteste. Der Schiedsrichter blieb jedoch bei seiner Entscheidung. Kurz vor Schluss musste Csöngei auf die Bank. Da machte Glück vom EKE einen Alleingang und erzielte das Tor zum Endstand von 2:0(1-0,0-0,1-0). Bei den Klagenfurtern war der Torwart Russer der beste Mann auf dem Feld. Im Sturm spielten Stertin und Schneider ausgezeichnet. Beim EKE war Csöngei in Höchstform. Auch Tatzer und Schneider zeigten ausgezeichnetes Eishockey.



Spiel 8. Jänner 1938 EKE - Leoben Staats-M

  • Schiedsrichter: Jahnke, Aigner
  • Team EKE: Tor: Josef Wurm, (Karl Oerdögh) Verteidiger: Franz Csöngei, Aribert Heim, Johann Gartner, 1. Sturm: Hubert Tschammler, Hans Tatzer, Hans Schneider 2. Sturm: Otto Voit, Franz Zehetmayer, Hans Glück, Ersatz: Aribert Heim, Josef Hintermayer, Reiseleiter: Kurt Stuchly
  • Im Spiel um die Staatsmeisterschaft schlug der EKE den Deutschen Sportverein Leoben mit 2:0(0-0,1-0,1-0) Toren. Im ersten Drittel, das torlos verlief, waren beide Mannschaften gleichwertig. Im zweiten Drittel erhöhten die Wiener das Tempo und konnten durch Tschammler das Führungstor erzielen. Im letzten Drittel war Csöngei erfolgreich. Das SportTagblatt berichtet von einem harten, rassigen Kampf. Beim EKE zeichnete sich besonders der Tormann Josef Wurm aus, aber auch die Spieler Tatzer, Csöngei und Tschammler. Bei den Leobenern war der Torwart Widhof besonders gut, ebenso aber auch der frühere Innsbrucker Held und Willy Seidler.



Spiel 12. Jänner 1938 KAC - Leoben Staats-M. und Liga

  • Schiedsrichter: Kaunitzky (Leoben), Haberl (Klagenfurt)
  • Team Leoben: Tor: Dr. Franz Witthoff, Verteidiger: Willy Seidler, Ernst Zahlbruckner, 1. Sturm: Ing. Dr. Rudolf Schneider, Hans Zahlbruckner, Benedikt Oberbichler, 2. Sturm: Rudolf Held, Rudolf Pietschnig, Manfred Sternetz,
  • Team KAC: Tor: Robert Nusser, Verteidiger: Emmerich Nusser, Walter Eggenberger, 1. Sturm: Max Schneider, Hans Stertin, Hans Raunegger, 2. Sturm: Wolfgang Goßnig, Reinhold Egger, Rascher, Ersatz: Karl Prommer,
  • Vor 1500 Zuschauern gewann der Klagenfurter AC gegen den Deutschen Sportverein Leoben das Spiel um die Staatsmeisterschaft mit 1:0(0-0,1-0,0-0). Der KAC spielte leicht überlegen, konnte dieses aber nicht in Tore umwandeln. Sogenannte todsichere Chancen blieben bei beiden Mannschaften immer wieder ungenutzt. Torlos ging es in die erste Pause. Sofort zu Beginn des zweiten Drittels kommt vor das Leobner Tor, schießt aber daran vorbei. In der zweiten Minute kann Reinhold Egger dann das 1:0 für den KAC einschießen. Bei den Leobenern sind Willi Seidler und Rudolf Held, der aus Innsbruck zu Leoben gekommen war, immer wieder im Angriff zu finden. Auch in der letzten Spielzeit blieb das Tempo hoch. Walter Eggenberger wurde verletzt und musse für einige aus dem Spiel. Egger übernahm so lange seinen Platz in der Verteidigung. Ersatzmann Karl Prommer kam jetzt ins Spiel. Bis zuletzt versuchten beide Teams, noch einen Treffer zu landen. Heute war aber das Schußglück bei beiden nicht hoch.
Das Spiel galt auch zur Meisterschaft der Alpenländer. Es war dem Leobener Torwart zu verdanken, dass nicht mehr Tore eingeschossen wurden. Die Leobener griffen zwar auch das Tor des KAC an, waren hier aber kaum gefährlich. Beim KAC gefielen Reinhold Egger und Wolfgang Goßnig, der ein junges Talent im Kader der Klagenfurter ist.




Spiel 19. Jänner 1938 KAC - WEV Staats-M.

  • Schiedsrichter: Focke, Aigner,
  • Team KAC: Tor: Robert Nusser, Verteidiger: Emmerich Nusser, Walter Eggenberger, 1. Sturm: Hans Raunegger, Hans Stertin, Ing. Max Schneider, 2. Sturm: Rascher, Reinhold Egger, Wolfgang Goßnik,
  • Team WEV: Tor: Hermann Weiss, Verteidiger: Lambert Neumayer, Pawelka, 1. Sturm: Karl Kirchberger, Oskar Nowak, Friedrich Demmer, 2. Sturm: Walter Feistritzer, Walter Wasservogel, Hofbauer,
  • Die Klagenfurter schlugen den Wiener Eislauf Verein mit 2:1(1-0,0-1,1-0) im Spiel um die Staatsmeisterschaft. Unter den Ehrengästen befanden sich u.a. der deutsche Generalkonsul Freiherr von Hahn und der Landesportkommissär Graf Goess. Das Spiel wurde hart, aber fair geführt. Auf Seiten der Wiener waren Demmer und Nowak die herausragenden Spieler, bei den Klagenfurtern Reinhold Egger, Schneider und Hans Stertin. Im ersten Drittel gab es eine ganze Anzahl an Abseitsstellungen und einige Spieler erhielten von den Schiedsrichtern eine Auszeit. Der erste Sturm der Wiener zeigte ein erstklassiges Eishockey. Beim KAC schossen Egger und Schneider mehrfach scharf auf das Wiener Tor, Kurz vor der Pause konnte Max Schneider für den KAC das 1:0 mit einem schönen Weitschuss erzielen. Die Wiener protestierten gegen die Anerkennung des Tores, das sie die Meinung vertraten, dass die Scheibe nicht über die Torlinie hinaus gewesen sei. Die Schiedsrichter wiesen den Protest ab und es blieb beim Treffer für den KAC. Im zweiten Drittel kam es zu einem dummen Fehler beim KAC, der zum Ausgleichstreffer zum 1:1 für den WEV führte. Eggenberger gab die Scheibe vor das eigene Tor zurück, aber Egger, der die Scheibe annehmen sollte, war hinter das eigene Tor zurück gegangen. Karl Kirchberger stand in der Nähe, sah dieses, übernahm die Scheibe und schoss am Tormann des KAC vorbei zum Ausgleich ein. Beim KAC führte dieser Vorfall zu Unkonzentriertheiten. Das Spiel wurde schärfer. Die Schiedsrichter gaben zwei KAC-Leuten Strafzeiten, was dem Publikum nicht recht war. Danach gab es noch weitere Strafzeiten für beide Mannschaften. Die Maßnahmen der Schiedsrichter waren gerecht und so behielten sie das Spiel im Griff. Das einzig schöne bis zur nächsten Pause waren die schönen Vorstöße von Oskar Nowak, vom WEV. Im letzten Drittel war der KAC wieder voll bei der Sache. Hans Stertin schoss die Scheibe ins Tor der Wiener. Die Schiedsrichter erkannten das Tor aber nicht an, da Schneider off-siede gestanden hatte. Diese rief Unruhe unter den Zuschauern hervor. In der 8. Minute gab es dann einen Alleingang von Reinhold Egger, der mit einem schönen Schuss das 2:1 für die Klagenfurter erzielte.Mehrere Gegenangriffe des WEV blieben erfolglos. Bei den folgenden Zeitauschlüssen der Schiedsrichter murrte das Publikum. Dann konnte Stertin nach vorne kommen und wurde, als er schießen konnte, von dem Wiener Pawelka "hingemäht". Die todsichere Torchance war vorbei. Beide Mannschaften griffen unentwegt an und wollten einen weiteren Treffer erzielen. Kurz vor dem Ende des Spiels wurde Egger ausgeschlossen. Nowak gelang ein schöner Sololauf, scheieterte aber an Nusser im Tor des KAC. Die 2000 Zuschauer jubelten am Schluss ihrer Mannschaft zu und freuten sich über den Sieg. Walter Feistritzer wurde während des Spieles verletzt und konnte am nächsten Tag nicht mit antreten.



Spiel 28. Jänner 1938 EKE - WEV Staats-M.

  • Schiedsrichter: Ing. Langfelder, Loria,
  • Team EKE: Tor: Josef Wurm, Verteidiger: Franz Csöngei, Johann Gartner, 1. Sturm: Hubert Tschammler, Hans Tatzer, Hans Schneider 2. Sturm: Otto Voit, Franz Zehetmayer, Hans Glück, Ersatz: Johann Proksch.
  • Team WEV: Tor: Hermann Weiß, Verteidiger: Neumayer, Rudolf Vojta, 1. Sturm: Karl Kirchberger, Oskar Nowak, Friedrich Demmer, 2. Sturm: Feistritzer, Wasservogel, Hofbauer, Ersatz: Engel,
  • Das große Ortsderby fand vor 2500 Zuschauern auf der Kunsteisbahn Engelmann zwischen dem Eishockey Klub Engelmann und dem Wiener Eislauf Verein statt. Das Spiel endete 1:1(0-1,0-0,1-0) unentschieden. Beide Mannschaften zeigten sich in Höchtform und die Zuschauer sahen ein Spiel, wie es in den letzten Jahren nicht mehr zu sehen war. Bereits in der zweiten Minute des ersten Drittels musste der Torwart Josef Wurm vom EKE die Scheibe aus dem Tor holen. Kirchberger hatte einen harten Schuss auf das EKE-Tor abgegeben und Wurm konnte die Scheibe noch abwehren. Der anstürmende Nowak nahm diese Scheibe auf schoss sie ins Tor. Das Tempo, welches die beiden Mannschaften im Spiel vorlegten, war enorm. Das Publikum ging begeistert mit. Es erfolgt ein Ausschluss von Neumayer. Schammler wird auf eine Minute, Kirchberger auf zwei Minuten ausgeschlossen. Danach trifft auch Nowak der Gang zu Bank. Der Kampf geht auch im zweiten Drittel unvermindert weiter. Im letzten Drittel sah das Publikum zahlreiche Stürze. In der achten Minute gibt Schneider eine Flanke auf Csöngei und dieser trifft mit einem Volleyschuss ins Tor des WEV. Der Kampf der Mannschaften geht bis zum Ende weiter, es bleibt aber beim 1:1 Unentschieden. Im Spiel zeigte der WEV, dass er die besseren Läufer hat und der EKE, dass bei ihm die härteren Spieler sind. Beide Torhüter waren in ausgezeichneter Form. Die Verteidiger Csöngei und Vojta nahmen ihre Aufgabe besonders gut wahr. Beim WEV waren die Stürmer Demmer und Nowak, sowie Kirchberger herausragend und beim EKE war dieses Hans Tatzer.



Spiel 02. Februar 1938 EKE - KAC Staats-M./Pokal

  • Schiedsrichter: Loria, Focke,
  • Team EKE: Tor: Josef Wurm, Verteidiger: Franz Csöngei, Johann Gartner, 1. Sturm: Hubert Tschamler, Hans Tatzer, Hans Schneider 2. Sturm: Otto Voit, Franz Zehetmayer, Hans Glück, Ersatz: Johann Proksch,
  • Team KAC: Tor: Robert Nusser, Verteidiger: Emmerich Nusser, Walter Eggenberger, 1. Sturm: Ing. Max Schneider, Hans Stertin, Hans Raunegger, 2. Sturm: Rascher, Reinhold Egger, Wilhelm Gosnik,
  • Der Eishockey Klub Engelmann besiegte den Klagenfurter Athletiksport Club mit 5:0(1.0,3-0,1-0) im Spiel um die Staatsmeisterschaft. Schon in der ersten Minute des ersten Drittels geht der EKE in Führung. Ein Fehler des linken Verteidigers des KAC bringt Hans Tatzer in den Besitz der Scheibe und er schießt das Führungstor zum 1:0. Es folgt ein weiteres Tor durch Franz Csöngei, welches aber wegen off-side nicht anerkannt wird. Etwas später wird der Klagenfurter Spieler Ing. Max Schneider für eine Minute ausgeschlossen. In diesem ersten Drittel gab es noch zwei Situationen, in denen die Klagenfurter das Blatt hätten wenden können. Hans Stertin stand jeweils vor dem Tor des EKE, war aber so aufgeregt, dass er die Scheibe aus kürzester Distanz nicht mehr ins Tor brachte. Im zweiten Drittel kann der EKE sofort zu Beginn wieder ein Tor für sich verbuchen. Hans Tatzer gibt Hans Schneider eine Vorlage und dieser schießt zum 2:0 ein. Das Spiel wird jetzt härter. Kurz hintereinande wird Reihold Egger vom KAC für eine Minute ausgeschlossen und danach folgt ihm Walter Eggersberger für zwei Minuten auf die Bank. Die nächste Hinausstellung trifft wieder Reinhold Egger. Diese Situation nutzt der EKE aus und der Spieler Hans Glück trifft zum 3:0. Franz Zehetmayer startet später einen Sololauf und erhöht auf 4:0. Johann Gartner vom EKE wird für zwei Minuten ausgeschlossen. Im letzten Drittel ist der EKE weiter stark im Angriff. Ein Weitschuss von Hubert Tschamler führt zum 6:0. Hans Raunegger begeht ein schweres Foul und geht zwei Minuten auf die Bank. Walter Eggenberger wird durch die Scheibe verletzt und muss auf die Unfallstation gebracht werden. Es bleibt bis zum Schluss des Drittels bei diesem Ergebnis und dem Endstand von 5:0 für den EKE. Zwei Spieler aus Klagenfurt waren hervorragend; Ing. Max Schneider, der zu den größten Talenten des Eishockeysports zählt und der schussstarke Reinhold Egger. Der Tormann der Klagenfurter hatte heute nicht seinen besten Tag und seine beiden Verteidiger waren nicht immer schnell genug bei den Angreifern. Obwohl Hans Tatzer nicht ganz fit war, bot er zusammen mit Franz Csöngei eine erstklassige Leistung. Tormann Josef Wurm überbot sich selbst beim Spiel. Franz Zehetmayer zeigte sein außerordentliches Können bei der Stockarbeit. Hans Glück hat gute Anlagen für das Spiel, muss jedoch schneller nach vorne kommen. Johann Gartner ist der "wilde Mann", der meint, immer etwas härte spielen zu müssen.




Spiel 3. Februar 1938 WEV - KAC Staats-M.

  • Schiedsrichter: Ing. Langfelder, Aigner
  • Team WEV: Tor: Hermann Weiß, Verteidiger: Neumayer, Rudolf Vojta, 1. Sturm: Karl Kirchberger, Oskar Nowak, Friedrich Demmer, 2. Sturm: Feistritzer, Wasservogel, Kulka, Ersatz: Hofbauer,
  • Team KAC: Tor: Robert Russer, Verteidiger: Emmerich Russer, Walter Eggenberger, 1. Sturm: Ing. Max Schneider, Hans Stertin, Hans Raunegger, 2. Sturm: Rascher, Reinhold Egger, Wolfgang Gosnik,
  • Im ersten Drittel sahen 600 Zuschauer die Zeitstrafen gegen die Klagenfurter Spieler Stertin und Raunegger. Danach traf es Vojte vom WEV. Nach diesen Auszeiten gelang es Neumayer, das Führungstor für die Wiener zu erzielen. Später traf Kulka mit einem Weitschuss ins Klagenfurter Tor. Ein geschossenes Tor von Nowak wurde auf Grund des Protestes der Klagenfurter nicht anerkannt.[1] Im zweiten Drittel kamen die Klagenfurter weiter unter den Druck der Wiener Angriffe. Demmer schoss dann zum 3:0 ein. Dieses, aus einer Abseitsposition gesschossene Tor, wurde von den Schiedsrichtern anerkannt.[2] Stertin und Emmerich Russer mussten auf die Bank. In diesem Zeitraum erhöhte der Wiener Oskar Nowak der Ergebnis um ein weiteres Tor. In diesem Drittel musste Raunegger mit einer Gesichtsverletzung ausscheiden. Im letzten Drittel erhöhte der WEV noch einmal das Tempo. Auch die Verteidiger gingen zeitweise mit zum Angriff übern. Demmer bekam einen Pass von Kirchberger und schoss das fünfte Tor ein. Eggers schoss ein Tor, welches aber wegen off-side nicht anerkannt wurde. Nowak wurde verletzt und seine Position im ersten Sturm nahm Kulka ein. Trotz eines Ausschlusses von Feistritzer gelang es dann dem WEV durch Kulka mit einem Volleyschuss ein weiteres Tor zu erzielen. Dann musste Eggersberger noch auf die Strafbank. Mit dem Spielstand von 6:0(2-0,2-0,2-0) endete das Spiel für den Wiener Eislauf Verein. Der Torwart der Klagenfurter spielte heute besser, als gestern. Schneider und Egger spielten sehr gut. Es fehlte ihnen aber die notwendige Hilfe der anderen, um die notwendigen Tore erzielen zu können. Durch den Sieg gegen den KAC kann der WEV bei einem Sieg gegen die Leobener und den EKE noch Staatsmeister werden.


Spiel 1. März 1938 EKE - WEV Staats-M.

  • Schiedsrichter: Fred Revy, Hans Aigner
  • Team EKE: Tor: Karl Oerdögh, Verteidiger: Franz Csöngei, Johann Gartner, 1. Sturm: Hubert Tschammler, Hans Tatzer, Hans Schneider 2. Sturm: Otto Voit, Franz Zehetmayer, Hans Glück, Ersatz: Aribert Heim,
  • Team WEV: Tor: Hermann Weiß, Verteidiger: Neumayer, Rudolf Vojta, 1. Sturm: Karl Kirchberger, Oskar Nowak, Friedrich Demmer, 2. Sturm: Feistritzer, Wasservogel, Kulka, Ersatz: Hofbauer,
  • Im Entscheidungsspiel um die Staatsmeisterschaft 1938 siegt de Eishockey Klub Engelmann gegen den Wiener Eislauf Verein mit 3:2(1-1,2-1,0-0) Toren. Nur 800 Zuschauer waren gekommen. Durch seinen Sieg ist der EKE jetzt schon Staatsmeister im Eishockey 1938. Keine der anderen Mannschaften kann noch auf seine Punktzahl kommen. Im ersten Drittel kann Hans Tatzer bei einem schnellen Lauf die Verteidiger des WEV in der dritten Minute abschütteln und die Scheibe ins Tor des WEV einschießen. Der Verteidiger Gartner wirft sich mit dem Körper auf die Scheibe, um ein sicheres Tor der Wiener zu verhindern. Er wird auf eine Minute ausgeschlossen. Mehrfach kann Oerdögh Schüsse des Sturms des Eislaufvereins abwehren. Dann schießt Nowak zweimal auf Oerdögh, der aber abwehren kann. Beim weiteren Nachschuss gelingt Nowak dann das Ausgleichstor für den WEV. Jetzt wird Neumayer nach einem Foul ausgeschlossen. Demmer kann eine totsichere Chance nicht verwandeln. Jetzt muss Kulka für eine Minute von Eis. Im zweiten Drittel erkennt der Schiedsrichter sofort zu Beginn ein Tor für den EKE an. Der Schiedsrichter fragt beim Torrichter nach und erfährt, dass Weiß die Scheibe neben dem Tor gefangen hat. Er gibt das Tor jetzt doch nicht. Nowak gibt eine Vorlage an Demmer, der zum 2:1 für den Eislaufverein einschießt. Der EKE verstärkt jetzt seine Angriffe. Mit einem scharfen Schuss kann Voita den Ausgleich zum 2:2 herstellen und noch in der gleichen Minute gelingt Neumayer das 3:2 für den EKE. An den beiden letzten Toren hatten die Verteidiger des WEV zu vertreten, da ihnen schwere Fehler unterliefen. Im letzten Drittel geht der EKE mehr in die Verteidigung. Demmer und Tatzer haben sich verletz und werden durch Aribert Heim und Hofbauer ersetzt. Kurz vor Schluss des Spiels erhält auch Nowak noch eine Auszeit.[3] Das SportTagblatt stellt in seinem Rückblick auf das Spiel fest, dass sich der EKE erst nach dem Ausgleich und dann sogar der Führung aufraffte und den Gegner mit seinen Angriffen zermürbte. Der alte Tatzer steckte mit seiner Spiellust an und riss die Jungen mit. Der zweite Sturm mit Glück, Zehetmayer und Voit zeigte ein erstklassiges Zusammenspiel. Tschammler leistete sich leider einige Unsportlichkeiten. So gab er beispielsweise nach einem Tor die Scheibe nicht frei und verzögerte das Weiterspielen. Er wurde ausgeschlossen, durfte aber nach einer Entschuldigung weiterspielen. Oerdögh vertrat Wurm gut, der an einer Halsentzündung erkrankt war. Sektionsleiter Stuchly hatte alle Hände voll zu tun, die Spieler immer wieder zur Ruhe aufzufordern. Bei den Wienern zeigten Vojta und Neumayer immer wieder Unaufmerksamkeiten in der Verteidigung. Oskar Nowak, mit seinem ersten Sturm, spielte hervorragend. Immer wieder flitzte er nach vorn und schuf für seine Mitspieler einen freien Raum. Im zweiten Sturm konnte nur Feistritzer eine gleich gute Leistung zeigen. Die beiden Torrichter versahen ihre Aufgabe schlecht. Sie zeigten Tore an, die keine waren. Dabei haben sie hinter dem Tor im Drahtkäfig eine ausgezeichnete Sicht. Da sich das Publikum aufregte, übernahm Schiedsrichterreferent Focke schließlich eine der dieser beiden Positionen. Der EKE ist nun Staatsmeister 1938. Mit neun Punkten in fünf Spielen hat er seine beste Saison gespielt. Nach dem OeEHV werden die restlichen Spiele nicht mehr ausgetragen, da die Spiele gegen Leoben nur noch eine Auswirkung auf die Plätze der Mannschaften hinter dem Staatsmeister hätten. Leoben hat seit einem Monat kein Eis mehr und auch kein Training.[4]

Tabelle

Platz Mannschaft Spiele gew. unent. verl. Tore Punkte Bemerkungen
1 Eishockey Klub Engelmann 5 4 1 0 13:3 9
2 Klagenfurter Athletiksport Club 5 2 0 3 14:3 4
3 Eishockeysektion des Wiener Eislauf Verein 4 1 1 2 10:6 3
4 Deutscher Sportverein Leoben 2 0 0 2 0:3 0

Staatsmeister von Österreich im Eishockey 1938: Eishockey Klub Engelmann

  • Anmerkung: EKE und KAC haben beide fünf Spiele der Meisterschaft 1938 absolviert. Der KAC hat wie der EKE fünf Spiele absolviert. Der EKE liegt aber mit 9 Punkten vor dem KAC mit 4 Punkten unschlagbar vorn. WEV und KAC können beide noch Vizemeister werden. Durch den Einmarsch der deutschen Wehrmacht im März 1938 finden jedoch keine Spiele zur Meisterschaft mehr statt. Die Vizemeister-Position muss daher offen bleiben.




Bestimmungen zur Meisterschaft

Ausschreibung der Staatsmeisterschaft von Österreich im Eishockey 1937/38

Die Ausschreibung der Saison 1936/37 wird lt. Beschluss des Vorstandes vom 19. November 1937 für die Saison 1937/38 beibehalten.[5]


§ 1 Teilnehmer
An der Staatsmeisterschaft sind die Erst- und Zweitplacierten der Wiener- und der Provinz-Meisterschaft des vergangenen Verbandsjahres teilnahmeberechtigt.


§ 2 Austragungsort, Wertung
Jeder teilnehmende Verein spielt innerhalb eines alljährlich mit der Ausschreibung zu verlautbarenden Zeitraumes zweimal gegen jeden anderen.
Die Wertung erfolgt in der Weise, dass ein Sieg mit zwei Punkten für den Sieger und ein unentschiedenes Spiel mit einem Punkt für jede Partei gewertet wird; der Unterlegene erhält keinen Punkt. Sieger ist jene Mannschaft, die die meisten Punkte erzielt hat.
Haben zwei oder meherere Mannschaften die gleiche Punktzahl, so reiht jene Mannschaft, die mehr Tore erzielt hat, vor der anderen. Haben zwei oder mehr Mannschaften gleichviel Tore erzielt, so reiht jene Mannschaft, die weniger Tore erhalten hat, vor der anderen.
Für die Spiele der Provinz-Vereine gegeneinander zählen die Resultate der beiden Ligaspiele des vergangenen Verbandsjahres gleichzeitig als Resultate für die Staatsmeisterschaft.


§ 3 Meistertitel, Ehrenzeichen
Der Sieger der Staatsmeisterschaft erhält den Titel "Staatsmeister von Österreich im Eishockey 19..".
Der Staatsmeister von Österreich erhält für seine Spieler 10 vergoldete Medaillen, die mit der traditionellen Stanze für die Meisterschaftsmedaillen gestanzt wurden. Der Verein ist berechtigt, weitere Medaillen gegen Ersatz der Kosten vom Verbande anzusprechen, wenn er mit diesen 10 Medaillen nicht alle Spieler beteilen kann, die mindestens an der Hälfte der Meisterschaftsspiele in der Wiener- bzw. Provinz-Meisterschaft teilgenommen haben, um auch diesen Spielern Medaillen übergeben zu können.
Der in der Staatsmeisterschaft von Österreich siegreiche Verein erhält nicht die Ehrenzeichen für die von ihm gewonnene Wiener- bzw. Provinz-Meisterschaft.


§ 4 Nennung
Eine Nennung für die Staatsmeisterschaft ist nicht erforderlich, sondern die Nennung in der Wiener- bzw. Provinz-Meisterschaft gilt automatisch auch für die Staatsmeisterschaft.


§ 5 Platzwahl
Der gastgebende Verein hat für die Beistellung eines spielfähigen Platzes, von Umkleideräumen für die Gastmannschaft und für den (die) Schiedsrichter zu sorgen. Er hat auch beim Schiedsrichterreferate des OeEHV um Stellung eines oder zweier Schiedsrichter anzusuchen.


§ 6 Wettspieltermine
Die Vereine haben sich bis zu einem bestimmten Tage, der alljährlich mit der Ausschreibung verlautbart wird, bezüglich der Spieltermine zu einigen und diese dem OeEHV zur Kenntnis zu bringen. Kommt eine Einigung nicht zustande, werden die Termine vom Vorstand des OeEHV festgesetzt und längstens 14 Tage nach dem vorgenannten Einigungs-Endtermin verlautbart.
Kann ein Spiel in der Provinz ohne ein Verschulden der beiden beteiligten Vereine nicht ausgetragen werden, haben sich die Vereine innerhalb von 5 Tagen nach dem ursprünglichen Termin auf einen neuen Termin zu einigen und dem OeEHV hiervon Mitteilung zu machen. Kommt eine Einigung nicht zustande, hat der OeEHV spätestens 10 Tage nach dem ursprünglichen Termin einen Ersatztermin anzusetzen. Kann ein Spiel auch an dem Ersatztermin nicht ausgetragen werden, ist das Spiel am Platz des Wiener Vereines im Anschluss an das zweite (in Wien auszutragende) Meisterschaftsspiel zu absolvieren.
Im Übrigen wird auf die allfälligen Durchführungsbestimmungen verwiesen.


§ 7 Finanzielle Bestimmungen
Hinsichtlich der vom gastgebenden Verein zu leistenden Vergütungen wird auf die Durchführungsbestimmungen verwiesen.


§ 8 Regeln, Schiedsrichter
Die Spiele der Staatsmeisterschaft sind nach den Regeln und Vorschriften des OeEHV auszutragen.
Der (die) Schiedsrichter wird (werden) auf Grund der Anforderung des Veranstalters vom OeEHV entsendet. Zur Leitung der Spiele sind nur Verbandsschiedsrichter zu bestimmen oder Schiedsrichter, die in der Liste der internationalen Schiedsrichter von der LIHG geführt werden. Der (die) vom OeEHV entsandte (entsendete) Schiedsrichter muss (müssen) unbedingt anerkannt werden.
Der (die)Schiedsrichter erhält (erhalten) außer der normalen Schiedsrichtergebühr die Fahrtkosten von seinem (ihren) vom Wohnort zum Orte der Veranstaltung und freien Aufenthalt vom Veranstalter.
Ist einer der entsendeten Schiedsrichter nicht erschienen, oder erkrankt er plötzlich, so ist das Spiel von dem anderen Schiedsrichter zu leiten bzw. weiterzuleiten. Ist nur ein Schiedsrichter nominiert und erscheint dieser nicht oder es erkrankt der amtierende Schiedsrichter plötzlich, ist das Spiel von einem anwesenden Verbandsschiedsrichter zu leiten, bzw. weiterzuleiten. Sind mehrere Verbandsschiedsrichter anwesend, ist vorerst unter ihnen ein solcher zu wählen, der keinem der beiden Vereine angehört. Ist ein solcher nicht vorhanden oder wird keine Einigung erzielt, entscheidet unter den Anwesenden unanfechtbar das Los. Ist kein Verbandsschiedsrichter anwesend, haben sich beide Vereine auf einen Herrn zu einigen; kommt keine Einigung zu Stande, hat jeder Verein irgendeine Person vorzuschlagen und unter diesen beiden durch das Los unanfechtbar entscheiden zu lassen. Der durchführende Verein hat sich in diesem Falle um die Einsendung des Spielberichtes an den OeEHV zu bekümmern.


§ 9 Allgemeine Bestimmungen
In der Staatsmeisterschaft sind alle Spieler teilnahmeberechtigt, die zum Zeitpunkt der Austragung des Spieles für den betreffenden Verein spielberechtigt erscheinen und die Österreichische Staatsangehörigkeit besitzen.
Bezüglich der Beglaubigung der Resultate sind die diesbezüglichen Bestimmungen der Wiener- bzw. der Provinz-Meisterschaft in Geltung.
Der reisende Verein ist verpflichtet, dem Gegner rechtzeitig eine Telefonstelle bekannt zu geben, an die eine Absage aus Elementargründen (Tauwetter, besonders starker Schneefall) bis zu einer Stunde vor Abgang des Zuges, mit dem die Mannschaft reist und der gleichzeitig mit der Telefonstelle anzugeben ist, gerichtet werden kann und für die Entgegennahme der eventuell notwendig gewordenen Absage an dieser Stelle vorzusorgen. Ist aus technischen Gründen eine telefonische Absage unmöglich, so ist die Absage an die vorgenannte Stelle mittels Blitztelegramm bekannt zu geben, falls das Blitztelegramm aller Voraussicht nach den Gegner vor seine Abreise erreicht.


§ 10 Schlussbestimmungen
In allen, in diesen Bestimmungen nicht vorgesehenen Fällen steht dem Vorstand des OeEHV das alleinige und unanfechtbare Recht zu, zu entscheiden und auszulegen.
Diese Meisterschaftsausschreibung kann nur vom Vorstand des OeEHV abgeändert werden.
  • Beschlossen in der Vorstandssitzung vom 11. November 1936 und für die die Saison 1937/38 beibehalten lt. Beschluss des Vorstandes vom 19. November 1937


Durchführungsbestimmungen für die Staatsmeisterschaft und den Verbandspokal 1937/38[6]

  • § 1 Wettspieltermine
Die Vereine haben bis zum 13. Dezember 1937 dem OeEHV bekanntzugeben, auf welche Spieltermine sie sich geeinigt haben.
Die Spiele haben in der Zeit vom 19. Dezember 1937 bis 13. Februar 1938 stattzufinden.
Kann ein Staatsmeisterschaftsspiel in den Bundesländeren ohne Verschulden eines Vereines an dem angesetzten Termin nicht stattfinden, so ist ein allfällig am nächsten Tag stattfindendes Spiel gleichzeitig als Staatsmeisterschaftsspiel und als Pokalspiel auszutragen.
Kann das Verbandspokalspiel ohne Verschulden eines Vereines an dem angesetzten Termin nicht ausgetragen werden, so zählt das am Vortage ausgetragene Staatsmeisterschaftsspiel gleichzeitig als Pokalspiel.
Kann keines der beiden Spiele ausgetragen werden, so ist nach § 6 der Staatsmeisterschaft vorzugehen; wird einem solchen Falle ein Staatsmeisterschafsspiel in Wien ausgetragen, so zählt es gleichzeitig als Pokalspiel.


  • § 2 Finanzielle Bestimmungen
Die vom gastgebenden Verein zu leistenden Vergütungen betragen:
A) vom Provinzverein an den zu Gast weilenden Wiener Verein:
1. die Fahrtkosten III. Klasse D-Zug(mit 50%iger Ermäßigung in Barem für 11 Personen, ungeachtet der Zahl der tatsächlich reisenden Personen,
2. an sonstigen Vergütungen und zwar
a) falls zwei Spiel stattfinden:
S 130 für kleine Spesen + 200 S Aufenthaltsvergütung;
b) falls nur das für den 2. Tag festgesetzte Spiel stattfindet:
S 130 für kleine Spesen + S 200 Aufenthaltsvergütung;
c) falls nur das für den 1. Tag festgesetzte Spiel stattfindet:
S 100 für kleine Spesen + S 100 Aufenthaltsvergütung;
d) spielt ein Wiener Verein gegen KAC und Leoben auf ein und derselben Reise,
hat der DS Leoben die Vergütung für klein Spesen (S 130 bzw. S 100) nicht zu bezahlen.
B) vom Provinzverein an den zu Gast weilenden Provinzverein, bzw. vom Wiener Verein an den zu Gast weilenden Provinzverein:
1. die Fahrtkosten III. Klasse D-Zug(mit 50%iger Ermäßigung in Barem für 11 Personen, ungeachtet der Zahl der tatsächlich reisenden Personen,
2. an sonstigen Vergütungen und zwar
a) falls zwei Spiel stattfinden:
S 200 Aufenthaltsvergütung;
b) falls nur das für den 2. Tag festgesetzte Spiel stattfindet:
S 200 Aufenthaltsvergütung;
c) falls nur das für den 1. Tag festgesetzte Spiel stattfindet:
S 100 Aufenthaltsvergütung.
  • Beschlossen in der Vorstandssitzung vom 19. November 1937.


Einzelnachweise

  1. Das Kleine Blatt 4. Februar 1938
  2. Wiener Neueste Nachrichten 4. Februar 1938
  3. SportTagblatt 2. März 1938
  4. SportTagblatt 3. März 1938
  5. Der Eishockeysport 27. November 1937
  6. Der Eishockeysport 27. November 1937

Quellenangaben

+Zeitschrift des österreichischen Eishockeyverbandes "Der Eishockeysport", Jahrgang 1937/38

  • SportTagblatt Wien 1937/38