Abschuss einer Me 109 über Riedlingsdorf 1944

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Am 24. Mai 1944 wurde über Riedlingsdorf eine Messerschmitt Bf 109 durch den amerikanischen Oberleutnant Robert C. Curtis abgeschossen. Während das deutsche Flugzeug auf einem Feld im Ortsried Lampelfeld zwischen Riedlingsdorf und Pinkafeld zerschellte, konnte sich der Pilot mit dem Fallschirm retten. Dieser verfing sich in einem Baum und ein Bewohner bedrohte den hilflos baumelnden Flieger mit einem Gewehr, bis sich dieser als deutscher Pilot zu erkennen gab.[1] Curtis wurde für diesen Sieg im Luftkampf mit dem Distinguished Flying Cross ausgezeichnet.[2]

Robert C. Curtis gehörte der 52d Fighter Group an, welche die Aufgabe hatte, die Bomber der 15. US-Luftflotte vor den Angriffen der deutschen Jagdflugzeuge zu schützen. Diesen Auftrag hatte die Einheit von Curtis auch am 24. Mai zu erfüllen, als die amerikanischen Bomber wieder Ziele in Österreich angriffen. Dabei kam es, wie Robert C. Curtis in seinem Bericht schrieb, zu Luftkämpfen zwischen den deutschen Jagdflugzeugen der Reichsverteidigung und den amerikanischen Begleitjägern:[1]

„At about 1148 hours I saw ten ME 109s at about 12.000 feet flying north, parallel to and about 2.000 yards east of a formation of 20 B-17s. I told my flight that we would attack them and we dived on them from about 15.000 feet. I closed so rapidly that I only had time to fire a short burst. I saw fumes pour from the engine of the e/a. I pulled away, turned and saw the e/a going down in a slow turn, pouring dense black smoke and flaming slightly from the engine. It then disappeared into the clouds (Lt. Adams, who was in Lt.Curtis flight, later saw the ME 109 at 5/6.000 feet going straight down, out of control and enveloped in flames).“

Robert C. Curtis

„Um etwa 11.48 Uhr sah ich 10 ME 109 in etwa 12.000 Fuß Höhe (Anmerkung: ca. 4.000 Meter) in Richtung Norden fliegen, parallel zu und etwa 2.000 Yards (Anmerkung: ca. 1.800 Meter) östlich einer Formation von 20 B-17. Ich sagte meinem Flug, dass wir sie angreifen werden und wir stürzten uns auf sie aus etwa 15.000 Fuß (Anmerkung: ca. 4.500 Meter) . Ich erreichte sie so schnell, dass ich nur Zeit für einen kurzen Feuerstoß hatte. Ich sah Rauch aus dem Motor der Feindmaschine austreten. Ich zog weg, drehte und sah die Feindmaschine in einem langsamen Dreh niedergehen, dichten schwarzen Rauch ausstoßend und wenig Flammen vom Motor ausstoßend. Sie ist dann in den Wolken verschwunden (Leutnant Adams, der in Leutnant Curtis Flug war, sah die ME 109 später in einer Höhe von 5 bis 6.000 Fuß (Anmerkung: ca. 1.500 Meter) senkrecht niedergehen, außer Kontrolle und eingehüllt in Flammen).“

Über den abgeschossenen deutschen Piloten gibt es keine weiteren Informationen. Er gehörte vermutlich entweder der II./J.G.27 (2. Gruppe des Jagdgeschwaders 27) oder der II./J.G.53 an, welche sich im Luftraum über der Ostmark der amerikanischen Übermacht entgegenstellten.[3]

Robert C. Curtis beendete den Zweiten Weltkrieg mit 16 bestätigten Luftsiegen, die über Italien, Rumänien und der Ostmark erzielte.[4]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Luftkrieg über Riedlingsdorf, Webseite abgerufen am 2. Oktober 2014
  2. Military Times - Hall of Valor, Webseite abgerufen am 2. Oktober 2014
  3. www.airpower.at - Die Deutsche Luftwaffe in der Ostmark, Webseite abgerufen am 2. Oktober 2014
  4. www.acestory.elknet.pl - Robert C. Curtis and February 1944 fighter sweeps, Webseite abgerufen am 9. April 2016