Albrecht von Ried

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Albrecht von Ried (* im 13. Jahrhundert; † im 14. Jahrhundert, um / nach dem Oktober 1367), auch Albrecht der Schenk von Ried oder Albrecht der Schenk, war Adliger des Herzogtums Österreich[A 1].

Herkunft und Familie

Albrecht von Ried war ein Nachfahre von Otto von Ried und Konrad von Tulln. Er war vermutlich der Sohn von Johann (I.) von Ried, obwohl er als solcher in den Quellen selbst nicht belegt ist.[1]

Albrecht von Ried war zweimal verheiratet,
∞ in 1.Ehe mit Kunigunde[1]
∞ in 2.Ehe mit Guta von Ellerbach, deren Familie aus der Reichslandschaft Schwaben ins Herzogtum Österreich eingewandert war.[2]

Er war der Vater von Johann (II.) von Ried.[3]

Leben

Albrecht, erstmals 1343 gemeinsam mit seiner Ehefrau Kunigunde urkundlich belegt, war 1357/66 "Pfleger" der landesfürstlichen Burg Weitenegg. 1358/59 war er für kurze Zeit der Hofmeister von Herzog Rudolf (IV.) von Österreich ("Rudolf dem Stifter", seit 1363 war er Forstmeister des Herzogtums Österreich. Unter [[Albrecht III. (Österreich)|Herzog Albrecht (III.) von Österreich ("Albrecht mit dem Zopfe") war er wieder Hofmeister.[4] 1366 soll er im August kurzfristig Leutold von Stattegg als Landmarschall des Herzogtums Österreich vertretet haben.[5]

Vermögensverhältnisse

Albrecht von Ried kaufte ein Haus vor dem Widmertor in Wien und einen Guthof in Hadersdorf (heute Teil des 14. Wiener Gemeindebezirks).[5]

Diverses

Albrecht von Ried ist nicht identisch mit Albrecht dem Schenk († um 1369), der seit 1359 als Kellermeister von Herzog Rudolf dem Stifter belegt ist.[5]

Literatur

  • Günter Marian: Studien zum mittelalterlichen Adel im Tullnerfeld. (Forschungen zur Landeskunde von Niederösterreich. Hrsg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich. Band 39). St. Pölten, 2017. ISBN 978-3-901234-27-9[A 2]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 vgl. Günter Marian: Studien zum mittelalterlichen Adel im Tullnerfeld, 2017, S. 348
  2. vgl. Günter Marian: Studien zum mittelalterlichen Adel im Tullnerfeld, 2017, S. 349f.
  3. vgl. Günter Marian: Studien zum mittelalterlichen Adel im Tullnerfeld, 2017, S. 350
  4. vgl. Günter Marian: Studien zum mittelalterlichen Adel im Tullnerfeld, 2017, S. 348f.
  5. 5,0 5,1 5,2 vgl. Günter Marian: Studien zum mittelalterlichen Adel im Tullnerfeld, 2017, S. 349

Anmerkungen

  1. Das Herzogtum Österreich war aus der Markgrafschaft Österreich, die ursprünglich zum Stammesherzogtum Baiern gehört hatte und 1156 von diesem gelöst worden war, entstanden. Damals erfolgte die Erhebung der Markgrafschaft Österreich zum eigenständigen Herzogtum Österreich. Das Herzogtum umfasste ursprünglich nur das heutige Bundesland Wien und einige Teile des heutigen Bundeslandes Niederösterreich sowie drei Siedlungen im heutigen Bundeslandes Oberösterreich. Im Spätmittelalter vergrößerte sich das Herzogtum Österreich um weitere Teile der späteren Bundesländer Niederösterreich und Oberösterreich. Erst 1417 kam die Stadt Steyr mit der gleichnamigen Herrschaft, die zuvor zum Herzogtum Steier gehört hatte, endgültig zum Herzogtum Östereich. Im 15. Jahrhundert spaltete sich das damalige Herzogtum Österreich in zwei Teilherzogtümer auf: Österreich ob der Enns (heute im Wesentlichen: Oberösterreich, ohne das Innviertel) und Österreich unter der Enns (heute im Wesentlichen: Niederösterreich, ohne Pitten und Wiener Neustadt)
  2. Publikation von Günter Marian: Studien zum mittelalterlichen Adel im Tullnerfeld. Dissertation, Universität Wien, 2015 digital