Alfred Kolleritsch

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Alfred Kolleritsch
Widmung sehr herzlich Alfred Kolleritsch, Dezember 1992

Alfred Kolleritsch (* 16. Februar 1931 in Brunnsee, Südoststeiermark, † 29. Mai 2020 in Graz[1]) war ein steirischer Schriftsteller, Lyriker, Philosoph und Begründer einer der wichtigsten österreichischen Literaturzeitschriften manuskripte.

Leben und Wirken

Alfred Kolleritsch studierte an der Universität Graz Germanistik, Anglistik, Philosophie und später auch Geschichte. Er legte die Lehramtsprüfung für Geschichte, Philosophie und Germanistik 1955 ab und absolvierte anschließend ein Probejahr am Akademischen Gymnasium in Graz. Ab 1958 arbeitete er als Lehrer in Leibnitz, ab 1963/64 bis zu seiner Pensionierung mit Ende des Schuljahres 1992/93 am Akademischen Gymnasium in Graz. 1964 promovierte er zum Doktor der Philosophie.

1958 war Alfred Kolleritsch Mitbegründer und von 1968 bis 1995 Präsident des Forum Stadtpark in Graz. 1960 gründete er eine der wichtigsten österreichischen Literaturzeitschriften, die manuskripte, als literarische Plattform des Forum Stadtpark, in der er vor allem experimentellen Autoren eine Möglichkeit der Veröffentlichung bietet und die er nach wie vor gemeinsam mit Günter Waldorf herausgibt. Kolleritsch verhalf mit den manuskripten Autoren wie Oswald Wiener, Ernst Jandl oder Peter Handke zu Aufmerksamkeit.

1972 veröffentlichte Alfred Kolleritsch Die Pfirsichtöter. Seismographischer Roman. Trotz des regelmäßigen Schreibens eigener Texte für die manuskripte brachte er erst relativ spät selbstständige Publikationen heraus.

1973 zählte Kolleritsch mit anderen österreichischen Schriftstellerinnen und Schriftstellern wie Friederike Mayröcker, Ernst Jandl und Gustav Ernst zu den Gründungsmitgliedern der Grazer Autorenversammlung, die den Gegenpol zum Österreichischen P.E.N.-Club bildet.

Kolleritsch gilt als Kämpfer gegen die „Wiederkehr des Immergleichen“. In seinen eigenen Werken wendete er sich gegen die Einengung und Erstarrung des Lebens sowie gegen Totalitarismus und Faschismus.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Autor Alfred Kolleritsch gestorben. 29. Mai 2020, abgerufen am 29. Mai 2020.