Alp Nova

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Alp Nova mit Schwarzkopf, Heimspitze, Valiserajöchli, Valisera, Silvretta im Hintergrund

Die Alp Nova (auch: Alpe Nova) ist ein Sömmerungsgebiet (Alm) mit Wirtschaftsgebäuden und sonstige Infrastruktur im Novatal, welches an der Nordflanke der Silvrettagruppe im Gemeindegebiet Sankt Gallenkirch im Montafon in Vorarlberg liegt.

Name

Alp Nova bedeutet neue Alpe (Rätoromanisch: nova = neue (hdt). Diese Alpe bzw. das hier befindliche Gebiet Nova war namensgebend für das Skigebiet Silvretta Nova. Eine Alpe Nova gibt es auch in Graubünden (1980 m.ü.M.) und eine untere und Obere Novaalpe in Raggal (Klostertal).

Lage, Infrastruktur und Ausdehnung

Die Alpe ist rund 3,5 Kilometer Luftlinie vom östlich befindlichen Dorf Gaschurn entfernt. Zum Dorfzentrum der Gemeinde Sankt Gallenkirch sind es rund fünf Kilometer Luftlinie und zum nordöstlich gelegenen Gortipohl rund 3,7 Kilometer. Die Alpe ist im Osten, Norden und Westen von Skiliften, Sessel- und Gondelbahnen umgeben (Teil des Skigebiets Silvretta Montafon). Zur östlich gelegenen Nova Stoba (großes Bergrestaurant), der Bergstation Versettlabahn II und der Nova Bahn sind es rund 800 Meter Luftlinie. Zu den nördlich gelegenen Talstationen der Nova Bahn, der Schwarzköpfle Bahn und Madrisella Bahn sind es etwa 850 Meter Luftlinie. Zur Talstation der westlich gelegenen Rinderhütte Bahn sind es rund 650 Meter Luftlinie.

Die Alp Nova liegt auf rund 1736 m ü. A. (Alpgebäude) und weist eine Gesamtfläche von etwa 300 ha und eine Weidefläche von etwa 84 ha auf.[1] Die Weideflächen ist überwiegend von Süden nach Norden ausgerichtet. Die Alpe ist von Mitte Juni bis Anfang September jeden Jahres bewirtschaftet. Zur Alpe führt ein gut ausgebauter Güterweg.

Alpwirtschaft im Bereich der Alpe Nova

Die Alpe ist mit 60 bis 70 Kühen, 6 Kälbern und 11 Schweinen, teilweise auch Ziegen bestossen.[2] (Stand 2021). Auf der Alpe wird im Alpsommer aus rund 80.000 Liter Milch gesennt und Sura Kees, Schnittkäse (ähnlich einem Tilsiter) und Sauerrahmbutter hergestellt.[1]

Naturschutz und Gewässer

Im nördlichen (hinteren) Bereich des Novatals, hinter der Alp Nova, liegen mehrere geschützte Biotope bzw. Weisszonen (Weißzone Valisera im Westen, das Vergalda im Süden und das Garneratal im Osten). Der Talschluss des Novatals ist einer der größten zusammenhängenden Naturräume Vorarlbergs.[3] Hier befindet sich die Weißzone Nova mit rund 3,9 km².[4]

Durch das Alpgebiet fließen eine Vielzahl von Bächen. Die Hauptentwässerung erfolgt über den Vermielbach, der weitgehend von Süd nach Nord fließt und diese zahlreichen Bäche aufnimmt und bei St. Gallenkirch in die Ill mündet. Der ökologische Zustand wird mit „gut“ bewertet. Es sind sich keine wasserwirtschaftlich relevanten Anlagen im Einzugsgebiet.[5]

Wandern

Von der Bergstation der Versettlabahn II (2010 m ü. A.) gelangt man in etwa 20 Minuten zur Alpe Nova (auch für gute Kinderwagen geeignet). Von hier kann z. B. über das Matschuner Joch (2390 m ü. A.) auf die Madrisella (2466 m ü. A.) gegangen werden. Von der Bergstation de Versettlabahn I sind es rund 1 ½ Stunden Wanderzeit.

Von der Bergstation der Garfrescha Bahn I zum Gantekopf (auch Gantakopf, 1958 m ü. A.) zur Nova Stuba dauert der Anmarsch etwa 1 ½ Stunden. Die Rundwanderung mit Rückgang durch das Tal dauert etwa 3 ½ Stunden.

Die Wanderwege im Bereich der Versettlabahn und die Weißzone Nova sind im Sommer und Winter stark frequentiert.

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Alpe Nova, Webseite: montafon.at.
  2. Bestoßen bezeichnet das Beziehen der Alpe mit einer bestimmten Anzahl von Tieren.
  3. 09 Nova - Weisszone, Webseite: vorarlberg.at, S. 71.
  4. 09 Nova - Weisszone, Webseite: vorarlberg.at, S. 73.
  5. 09 Nova - Weisszone, Webseite: vorarlberg.at, S. 77.

46.9769739.983241Koordinaten: 46° 58′ 37″ N, 9° 59′ 0″ O