Andreas I. von Weißpriach

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Andreas (I.) von Weißpriach (* im 15. Jahrhundert; † im 15. Jahrhundert, um 1469), auch Andreas Weißpriacher oder Andreas von Weißbriach, war ein Adliger des Herzogtums Kärnten[A 1].

Herkunft und Familie

Andreas von Weißpriach stammte aus einer bedeutenden Adelsfamilie, die ursprünglich im Lungau ansässig war. Er war ein Cousin von Sigmund und Balthasar von Weißpriach und von Erzbischof Burkhard (II.) von Salzburg. Seine Schwester war mit Johann Witowec verheiratet.[1]

Leben

Andreas von Weißpriach stand 1444/45 im Dienst von (Erz-)Herzog Albrecht VI. von Österreich. 1457 war er Hauptmann von Ortenburg im Dienst des Grafen Ulrich von Cilli, als er von Kaiser Friedrich III. mit der Vogtei über die Holden der Brixener Kirche in der Grafschaft Ortenburg und im Gericht Gmünd belehnt wurde. Andreas von Weißpriach, der die Würde des Erbhofmeisters der Grafschaft Tirol innehatte, wurde nach der Niederlage der Grafen von Görz im Cillier Erbstreit 1459/60 zum "Pfleger" aller von den Grafen von Görz in die kaiserliche Verfügung übergegangenen Lehen ernannt. 1460 ünternahm er als Rat des Kaisers eine Gesandtschaftsreise an die Kurie. Ende des Jahres räumte der Kaiser ihm gemeinsam mit anderen Adligen die Verfügung über die Werkstätten der neuen "weißen" Münze in den Herzogtümern Kärnten und Krain ein.[1]

1462 kauft Andreas von Weißpriach seinem Schwager Johann Witowec die Stadt Lienz mit dem Schloss Bruck, welche Graf Johann (II.) von Görz im "Frieden von Pusarnitz (25. Jänner 1460) an den Kaiser hatte abtreten müssen. Nachdem er diese mit dem Schloss dem Grafen Leonhard von Görz hatte überlassen müssen, übernahm er 1463 die vom Erzstift Salzburg die Pflegschaft über Gmünd. Im selben Jahr soll er das Schloss Dornbach (heute Gemeinde Malta, seinen Hauptsitz, an sein Cousins Sigmund und Balthasar abgetreten haben.[1]


Literatur

  • Paul-Joachim Heinig: Kaiser Friedrich III. (1440–1493) in seiner Zeit. Studien zum 500. Todestag am 19. August 1493/1993 (= Forschungen zur Kaiser- und Papstgeschichte des Mittelalters. Bd. 12). Böhlau Verlag, Köln / Weimar / Wien, 1993, ISBN 3-412-03793-1, Bd. 1 (Rezension)

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 vgl. Paul-Joachim Heinig: Kaiser Friedrich III. (1440–1493) in seiner Zeit, 1993, Bd. 1, S. 225

Anmerkungen

  1. Das Gebiet des Herzogtums Kärnten umfasste damals große Teile des heutigen Bundeslandes Kärnten. Teile des heutigen Bundeslandes gehörten zwar damals bereits zum Herzogtum, standen aber zu dieser Zeit noch unter der Herrschaft des Erzstiftes Salzburg und dessen Suffraganbistum Gurk