Ausweichschule Fischbach

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Ausweichschule Fischbach
Dornbirn-Ausweichschule Fischbach-Fire ruin-11ASD.jpg
Schulform Volksschule und Neue Mittelschule
Gründung 2009[1]
Schließung 2020
Adresse

Fischbach 1

Ort Dornbirn
Bundesland Vorarlberg
Koordinaten 47° 25′ 19,3″ N, 9° 44′ 49,9″ O47.4220249.747181Koordinaten: 47° 25′ 19,3″ N, 9° 44′ 49,9″ O
Träger öffentliche Hand
Die zerstörte Ausweichschule, links der Schlauchturm der Feuerwehr Dornbirn, dazwischen fährt die Vorarlbergbahn
Der Brand der Schule, etwa 10 Minuten nach der Explosion, Blick von der Karrenseilbahn-Bergstation über eine Web-Cam von https://www.foto-webcam.eu/webcam/dornbirn/ (www.foto-webcam.eu-Dornbirn)

Die Ausweichschule Fischbach war eine Schule, welche bei Bedarf von Schulklassen über Monate und Jahre bezogen werden konnte, wenn das Schulgebäude dieser Klassen renoviert wurde (Ausweichquartier).

Gebäude

Das Gebäude der Ausweichschule stand im Ortsteil Markt der Stadt Dornbirn. Der Spatenstich fand am 4. September 2009 um 11:00 Uhr statt.[2] Das Gebäude wurde im Zeitraum November 2009 bis Juni 2010 errichtet[3] und war rund 50 Meter vom nordwestlich befindlichen Feuerwehrhaus der Stadt Dornbirn entfernt, getrennt durch die Bahnlinie der Vorarlbergbahn (ca. 18 Meter entfernt von der Schule). Nordostseitige, etwa 20 Meter entfernt, stehen mehrere Wohnhäuser und ein Geschäftshaus. Südostseitig, durch die Dr.-Anton-Schneider-Straße getrennt, steht der ehemalige Produktionsstandort der Fa. F. M. Hämmerle (Werk Fischbach), heute ein Gewerbepark.

Das Gebäude der Ausweichschule bestand aus einem Betonkern mit Holzriegelwerk und Holzverschalung und war nur dazu gedacht, für einige Jahre, solange der größte Sanierungsbedarf an Schulen in Dornbirn besteht, Klassen aufzunehmen. Das Gebäude war etwa 43 Meter lang und 18 Meter breit sowie etwa 12 Meter hoch. Es war von Südost nach Nordwest ausgerichtet (426 m ü. A.). Die Schule hatte eine Nutzfläche von rund 2300 m² und kostete ca. 3,5 Millionen Euro.[4]

Pädagogische Arbeit, Ausstattung und Angebote

Die Ausweichschule Fischbach hat entsprechend der Notwendigkeit eine entsprechende Klassenanzahl. Die Ausweichschule hatte keine Möglichkeit für den Schulsport (Turnhalle). Im Schuljahr 2020 waren die ersten Klassen der Schule des neuen Schulsprengels Forach und Teile der Musikschule Dornbirn untergebracht.[5]

Explosion und Brand

Am 18. Oktober 2020, zwischen 0:10 und 0:20 Uhr[6] explodierte in der Ausweichschule ein kritische Masse, deren Konsistenz noch nicht bekannt gegeben wurde. Gleich von Beginn an wurde gemutmaßt, dass es sich um eine Erdgasexplosion handelte.[7] Das Gebäude wurde bei der Explosion und dem damit verbundene Brand zerstört. Die Explosion war noch in zwei Kilometer Entfernung deutlich hör- und spürbar. Der Bahnverkehr musste unterbrochen werden. Es wurden zumindest zwei Menschen aus der Nachbarschaft leicht verletzt, weil sie von herumfliegenden Trümmern getroffen wurden. Bei den Gebäuden und Fahrzeugen in der unmittelbaren Nähe entstand erheblicher Sachschaden, Fenster wurden durch die Detonation zerstört und es enstanden auch am Gebäude der Dornbirner Feuerwehr Schäden.[5]

Die Explosion und der Brand hatten einen Großeinsatz zur Folge. Feuerwehren aus Dornbirn, Hohenems, Lustenau und die Betriebsfeuerwehr der ÖBB waren mit ca. 100 Einsatzkräften, die Rettung mit 30 Rettungskräften und fünf Notärzten sowie die Polizei mit 14 Streifenwagen und 30 Mitarbeitern vor Ort. Drei Mitarbeiter des Erdgasnetzbetreibers und Energieversorgers VKW sorgten für die Unterbrechung der Energiezufuhr.[7]

Weblinks

 Ausweichschule Fischbach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Einzelnachweise

  1. Turnen in der Zirkushalle auf meinbezirk vom 2. Oktober 2018, abgerufen am 18. Oktober 2020
  2. Pressetermine in Vorarlberg, Webseite: APA-OTS vom 22. September 2009.
  3. Elementbau, Webseite: ir-bauen.com.
  4. Klartext Nr. 7 2012, Webseite: Gruene.at
  5. 5,0 5,1 Explosion zerstörte Ausweichschule, Webseite: ORF.at vom 18. Oktober 2020.
  6. Gemäß Web-Cam von der Karrenseilbahn-Bergstation [1].
  7. 7,0 7,1 Explosion wahrscheinlich wegen Gasleck, Webseite: ORF.at.