Berthold von Frankenreith

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Berthold von Frankenreith (* im 14. Jahrhundert; † 14. Jahrhundert), auch Berthold von Frankenreith der Jüngere, genannt Berthold der Feuerschütz oder Berthold der Feuerschütz von Frankenreith, war Adliger des Herzogtums Österreich[A 1]. Er gehörte zu einer jener Adelsfamilien, welche die Herren von Atzenbrugg "beerbten".

Herkunft und Familie

Berthold von Frankenreith entstammte einer Ritterfamilie, die sich nach Frankenreith (heute Teil der Gemeinde Brunn an der Wild benannte. Er war der Sohn von Berthold von Frankenreith (dem Älteren) (belegt um 1343).[1]

Leben

Berthold von Frankenreith verlagerte seine Aktivitäten ins Tullnerfeld, wo bereits sein gleichnamiger Vater 1343 eine Burgrechtsgülte in Wilfersdorf (heute Teil der Gemeinde Tulbing) gekauft hatte. Dort erwarb er einen Hof in Atzelsdorf (heute Teil der Gemeinde Michelhausen, der um 1375 sein Wohnsitz war. Wenig später erwarb er weitere Besitzungen zwischen Sitzenberg und Sieghartskirchen.[1] Nach dem Tod von Alber(!) von Reiding (um 1392) erwarb er dessen Besitzungen, darunter einen Hof in Reidling, nachdem sich der Verstorbene benannt hatte.[2] Danach erwarb er von weiteren Standesgenossen, die in Sieghartskirchen ansässigen waren, landesfürstlichen Lehensbesitz in Gerersdorf.[1]

Literatur

  • Günter Marian: Studien zum mittelalterlichen Adel im Tullnerfeld. (Forschungen zur Landeskunde von Niederösterreich. Hrsg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich. Band 39). St. Pölten, 2017. ISBN 978-3-901234-27-9[A 2]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 vgl. vgl. Günter Marian: Studien zum mittelalterlichen Adel im Tullnerfeld, 2017, S. 308
  2. vgl. vgl. Günter Marian: Studien zum mittelalterlichen Adel im Tullnerfeld, 2017, S. 307f.

Anmerkungen

  1. Das Herzogtum Österreich war aus der Markgrafschaft Österreich, die ursprünglich zum Stammesherzogtum Baiern gehört hatte und 1156 von diesem gelöst worden war, entstanden. Damals erfolgte die Erhebung der Markgrafschaft Österreich zum eigenständigen Herzogtum Österreich. Das Herzogtum umfasste ursprünglich nur das heutige Bundesland Wien und einige Teile des heutigen Bundeslandes Niederösterreich sowie drei Siedlungen im heutigen Bundeslandes Oberösterreich. Im Spätmittelalter vergrößerte sich das Herzogtum Österreich um weitere Teile der späteren Bundesländer Niederösterreich und Oberösterreich. Erst 1417 kam die Stadt Steyr mit der gleichnamigen Herrschaft, die zuvor zum Herzogtum Steier gehört hatte, endgültig zum Herzogtum Östereich. Im 15. Jahrhundert spaltete sich das damalige Herzogtum Österreich in zwei Teilherzogtümer auf: Österreich ob der Enns (heute im Wesentlichen: Oberösterreich, ohne das Innviertel) und Österreich unter der Enns (heute im Wesentlichen: Niederösterreich, ohne Pitten und Wiener Neustadt]])
  2. Publikation von Günter Marian: Studien zum mittelalterlichen Adel im Tullnerfeld. Dissertation, Universität Wien, 2015 digital