Buddy Verein

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Buddy-Verein: Helferzellen & Buddy Projekt - Verein zur Förderung der

emotionalen Begleitung von Menschen mit HIV/AIDS
(Buddy Verein)

Zweck: Unterstützung von Menschen mit HIV
Vorsitz: Nikola Ljiljak
Gründungsdatum: 28.2.1991
Sitz: Wien
ZVR 297109487
Website: http://www.buddy-verein.org/

Der Buddy Verein in Wien wurde 1991 gegründet, aber schon ab 1986 waren Buddies ehrenamtlich im Rahmen der AIDS-Hilfe Wien tätig.

Der Begriff stammt aus dem Englischen und bedeutet ’’Kumpel’’ oder ’’Freund’’. Die Buddies des Vereins kümmern sich jeweils um einen Menschen, der mit HIV lebt. Sie besuchen ihren Patienten regelmäßig zu Hause oder im Spital – zum Zuhören und Reden, zu gemeinsamen Aktivitäten, wie Kaffeehaus- oder Kinobesuch. Der freundschaftliche Kontakt verhindert Vereinsamung und kräftigt den Lebenswillen. Oft ist der Buddy die einzige konstante Bezugsperson, stets steht er in emotionalen Krisen zur Seite. Dieses Konzept der emotionalen Begleitung von Menschen mit HIV und AIDS stammt aus den 1980er Jahren aus den Vereinigten Staaten und war damals – als noch massive Diskriminierung von AIDS-Kranken herrschte und die Kombinationstherapie noch nicht zur Verfügung stand – innovativ und richtungsweisend.

Das Helferzellen-Projekt wurde 1992 ins Leben gerufen. Helferzellen, benannt nach den Immunabwehrzellen, sind ebenfalls ehrenamtliche Mitarbeiter des Vereins, die sich allerdings um praktische Dinge kümmern, wie Reparaturen oder Einkäufe, die von den Betroffenen nicht mehr selbst erledigt werden können. Außerdem führen die Helferzellen Besuchsdienste auf Krankenstationen durch.

Gründer ist der Psychotherapeut Ernst Silbermayr. Der Verein wird von einem dreiköpfigen Vorstand geleitet, Koordinatorin des Buddy-Projekts ist die Psychoanalytikerin Nina Arzberger. Die Helferzellen werden von Gabriele Leuthner-List geleitet. In den Jahren 1993 bis 2008 wurde der Buddy Verein substantiell vom Life Ball gefördert, und zwar mit durchschnittlich 46.364,86 Euro pro Jahr.[1] Vom Verein bekommen Buddies und Helferzellen zuerst eine solide Einschulung, dann fortlaufend Supervision und einen Spesenersatz.

Der Verein hält einen Verbindungsdienst zu den beiden Wiener HIV-Stationen Annenheim am Otto-Wagner-Spital und Süd-B am AKH, kooperiert mit HIV-mobil und Aids-Hilfe Wien, nahm regelmäßig am zwischenzeitlich eingestellten Wiener AIDS-Stammtisch teil und hat die Forderungen der österreichischen AIDS-Community zur AIDS 2010 in Wien aktiv unterstützt.

Weblinks

Einzelnachweise