Burg Rosenegg (Walgau)

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Die Burgruine Rosenegg, heute

Die Burg Rosenegg ist eine Ruine in Bürs. Sie dürfte mit der früheren Burg Burg Rosenberg ident sein.

Lage

Die Burgruine Rosenegg befindet sich auf der Schass in der Nähe des Dorfzentrums von Bürs.

Geschichte

Die Burgenruinen in Bürs

Im 17. Jahrhundert gab es auf der Schass in Bürs zwei Burgruinen, die beide im Mittelalter als Burgen errichtet worden waren.

  • Die Feste Bürs, eine frühere Höhenburg, gehörte den Grafen von Werdenberg-Heiligenberg und wurde vermutlich 1405 beim "Walgauer Burgenbruch" während der Appenzellerkriege zerstört und in der Folge wohl nicht mehr aufgebaut.
  • Die Balme Hohlenegg, ursprünglich eine Höhlenburg, gehörte den Grafen von Werdenberg-Sargans und dürfte im 15. Jahrhundert umgebaut worden sein. Zu dieser Zeit wird sie nicht mehr als Balme (Höhlenburg), sondern als Schloss oder Burg bezeichnet und wenig später in Rosenberg umbenannt. Sie bildete einige Zeit den Mittelpunkt einer nach ihr benannten Herrschaft, die dann Teil der Herrschaft Sonnenberg wurde und schließlich zu verfallen begann. Bereits im 17. Jahrhundert war sie ebenfalls eine Ruine.[1]

Für eine dieser beiden Burgruinen, vermutlich für die frühere Burg Rosenberg, dürfte sich Ende des 18. Jahrhunderts der Name Rosenegg durchgesetzt haben.

Der Name Rosenegg

Die Verhandlungen zum Verkauf der Bürser Mühle 1723 leitete Bartholomäus Anton Hinteregger von Grünholzegg, damals Verwalter der Vogtei der Herrschaft Bludenz. Ebenfalls an diesen Verhandlungen war auch Franz Josef Gilm beteiligt, dem um 1739/41 das Adelsprädikat "von Rosenegg" verliehen wurde[2].[3]

Sein Adelsprädikat "Rosenegg" führte Franz Josef Gilm auf ein ehemalige Schloss auf den Felsen über Bürs zurück. Möglicherweise wurde er dazu durch einen Eintrag im Amtsurbar von 1618 angeregt. Es handelt sich dabei um die einzige Nennung einer Burg Rosenegg vor Ende des 18. Jahrhunderts. Es dürfte sich dabei jedoch um einen Schreibfehler handeln, der die damalige Burg Rosenberg (früher Hohlenegg) betraf. Dafür, dass eine der beiden früheren Bürser Burgen im Volksmund den Namen Rosenegg hatte, gibt es keine Hinweise oder gar Belege. Ende des 18. Jahrhunderts setzte sich der Name Rosenegg für die Reste der heute noch erhaltenen Burganlage in Bürs durch.[2] 1898-1900 wurde der Bergfried von dieser im neugotischen Stil wieder aufgebaut. 1939 erfolgte ein Um- und Ausbau.[4]

Literatur

  • Manfred Tschaikner: Die Feste Bürs, die Balme Hohlenegg und das Schloss Rosenberg – zur Geschichte der Burgen von Bürs. In: Bludenzer Geschichtsblätter 2009, Heft 90+91, S. 3-27 digital

Weblinks

Einzelnachweise

  1. vgl. Manfred Tschaikner: Die Feste Bürs, die Balme Hohlenegg und das Schloss Rosenberg, 2009, S. 8
  2. 2,0 2,1 vgl. Manfred Tschaikner: Die Feste Bürs, die Balme Hohlenegg und das Schloss Rosenberg, 2009, S. 19
  3. vgl. Manfred Tschaikner: Die Feste Bürs, die Balme Hohlenegg und das Schloss Rosenberg, 2009, S. 18
  4. vgl. Manfred Tschaikner: Die Feste Bürs, die Balme Hohlenegg und das Schloss Rosenberg, 2009, S. 13
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47.1419959.80521Koordinaten: 47° 8′ 31″ N, 9° 48′ 19″ O