Buzzonen (Familie)

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Die frühere Burg Straßburg, die von den Buzzonen für den Bischof von Gurk verwaltet wurde, ist heute ein eindrucksvolles Schloss.

Die Buzzonen waren eine Ministerialienfamilie[A 1] des Herzogtums Kärnten, die im 13. und 14. Jahrhundert als Dienstleute der Bischöfe von Gurk belegt ist. Sie gelten als die mächtigsten Ministerialien des Bistums Gurk.[1]

Die Familie

Die Familie wird erstmals 1212 mit Engelbert genannt. Dessen Bruder Buzzo war 1241 der Kastellan auf der Straßburg. Die Familie starb im 14. Jahrhundert aus.[2] Die Buzzonen waren Inhaber einer Reihe der Hofämter des Bistums Gurk.[2] Der Sitz der Buzzonen war ein Gebäude unterhalb von Schloss Straßburg, das später als der "Putzenhof" ("Puczenhof", erstmals in einer Urkunde vom 25. März 1408 genannt) bezeichnet wurde.[3]

Hartwig von Buzzo und seine Nachkommen

Hartwig von Buzzo war Vizedom[A 2] des Bistums Gurk. Während der Auseinandersetzungen, die das Bistum Gurk mit dem Erzbistum Salzburg führte, um sich aus seiner Abhängigkeit von diesem zu lösen, rebellierte er 1231 gegen Bischof Ulrich (I.) von Gurk und besetzte die Straßburg. Diese Rebellion gegen den Bischof fand 1247 durch seine Söhne Engelram und Engelbert eine Weiterführung. Sie besetzten nicht nur, wie bereits ihr Vater, die Straßburg, sondern raubten den Schatz des Bischofs und verwüsteten Güter des Bistums. Zur Lösung dieser Auseinandersetzung, die mit einer Aussöhnung endete[4], war Bischof Ulrich genötigt, den Papst um Hilfe zu bitten. Außerdem musste er den damaligen Markt Straßburg an Rudolf von Ras verpfänden, um so die durch die Auseinandersetzung entstandenen Schulden abzutragen.[2]

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. vgl. Werner Sabitzer: Land der Hemma, 2013, S. 182
  2. 2,0 2,1 2,2 vgl. Werner Sabitzer: Land der Hemma, 2013, S. 183
  3. vgl. Werner Sabitzer: Land der Hemma, 2013, S. 182f.
  4. vgl. Werner Sabitzer: Land der Hemma, 2013, S. 187

Anmerkungen

  1. Ministeriale waren ursprünglich unfreie Dienstleute der adeligen und geistlichen Grundherren, die zur meistens zur Verwaltung und Sicherung von deren Besitztümern eingesetzt wurden. Ab dem 13. Jahrhundert zählten sie zum niederen Adel, vgl. Werner Sabitzer: Land der Hemma, 2013, S. 182
  2. Der Vizedom war der oberste Verwalter der Güter des Bistums Gurk, vgl. Werner Sabitzer: Land der Hemma, 2013, S. 183