Caspar Bernhardt

Aus Regiowiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Caspar Bernhardt (* um 1595; † 22. Oktober 1648, in Wien)[1], auch Caspar Bernhardt der Ältere oder Caspar Bernhart war Bürgermeister der Stadt Wien[A 1].

Herkunft und Familie

Caspar Bernhardt war dreimal verheiratet,
∞ in 1. Ehe mit Anna († vor dem 11. März 1627), Witwe von Philipp Berner,
∞ in 2. Ehe mit Barbara († vor dem 28. November 1640), Witwe von Hanns Puecher,
∞ in 3. Ehe mit Maria, Tochter von Hanns Möstl. Sie heiratete nach seinem Tod Hilarius Feichtinger, Kriegsrat und "Obrister Mustermeister".[1]

Sein gleichnamiger Sohn Caspar Bernhardt (der Jüngere) war 1672-1692 Abt des Zisterzienserstifts Zwettl.[2]

Leben

Caspar Bernhardt trat um 1622 in den Dienst der Stadt Wien und gehört dort dem Äußeren Rat an. Er war Beisitzer des Stadtgerichts und später auch Mitglied des Inneren Rats und 1638 Oberkämmerer.[2] Er war kaiserlicher Rat und 1646-1648 Bürgermeister von Wien.[1] [1]

1646 Caspar Bernhardt ein Haus in Wien in den Tuchlauben (heute: 1. Wiener Gemeindebezirk, Tuchlauben 19) erworben, nachdem er zuvor den größten Teil seines früheren Realitätenbesitzes, darunter einen Anteil am "Kleinen Melker Hof" sowie Häuser auf dem Areal der Rotenturmstraße 1, im Tiefen Graben und unter den Tuchlauben (alle heute Teil des 1. Wiener Gemeindebezirks) veräußert hatte. Nach seinem Tod hinterließ er außerdem ein Sommerhaus mit Garten und eine Bibliothek. Als sein Sterbeort ist das Haus Wien 441 (1, Tuchlauben 19) belegt.[2][2]

Erinnerungen an Caspar Bernhardt (den Älteren)

Caspar Bernhardt wurde im rechten Seitenschiff des Wiener Stephansdoms beigesetzt.[2]

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 vgl. Bernhardt Caspar, Website Stadt Wien, eingesehen am 31. Jänner 2018
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 vgl. Felix Czeike (Hrsg.): Bernhardt Caspar. In: Historisches Lexikon Wien. Band 1, Kremayr & Scheriau, Wien 1992, ISBN 3-218-00543-4, S. 340.

Anmerkungen

  1. Wien war damals die größte Stadt im Herzogtum Österreich. Sie gehörte zu den Landständen des Herzogtums und behauptete sich im 15. Jahrhundert endgültig als Hauptstadt des Herzogtums Österreich "unter der Enns". Unter den Babenbergern war Wien seit Herzog Heinrich (II.) von Österreich ("Heinrich Jasomirgott") gewöhnlich der Sitz des Herzogs von Österreich. Wien gehörte zu den wichtigsten Residenzen der Habsburger, wurde aber erst im 17. Jahrhundert endgültig die Hauptstadt ihres Reiches.
VorgängerAmtNachfolger
Konrad BramberBürgermeister von Wien
1646-1648
Johann Georg Dietmayr