Christian Varnschein

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Christian Varnschein (* 18. Dezember 1867 in Salzburg;† 20. April 1944 ebenda) war Mediziner und als dieser Funktionär bei Feuerwehr und Rettungsorganisationen.

Leben

Christian Varnschein, der Sohn von Ignaz und Maria, geborene Eisinger, ist in der Satdt Salzburg geboren. Der Vater war vorerst Kürschnermeister, später jedoch als Bademeister im städtischen Kurhaus beschäftigt. Christian maturierte am Akademisches Gymnasium und studierte an der Universität Wien. Im Jahr 1896 wurde er zum Doktor Medizin promoviert.

Als Arzt ordinierte er unmittelbar danach als Kassenarzt in Salzburg und wurde 1899 Bezirksarzt. Im Ersten Weltkrieg diente er als w:k.u.k. Sanitätsoffizier. Im Jahr 1920 heiratete er Franziska Pischinger mit der eine Tochter hatte.

Varnschein starb am 20. April 1944 in Salzburg. Bestattet wurde er in der Familiengruft am Salzburger Kommunalfriedhof.

Wirken im Feuerwehr- und Sanitätsbereich

Im Jahr 1901 wurde er bei der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Salzburg zum Korpsarzt gewählt und arbeitete mit an der Bildung der eigenständigen Rettungsabteilung der Feuerwehr mit, aus der im Jahr 1926 die Salzburger Freiwillige Rettungsgesellschaft hervorging. An dieser arbeitete er bis zur Auflösung nach dem Anschluss 1938 mit. Danach war er noch an der Kreisstelle des Deutschen Roten Kreuz tätig. Nicht gesichert ist eine Parteimitgliedschaft bei der NSDAP ab dem Jahr 1942.

Im Jahr 1913 war er Mitbegründer des Salzburger Samariter-Landes-Verbandes, wo er auch als Chefarzt gewählt wurde. Bei der Gründungsversammlung des Samariter-Reichsverbandes in Wien wurde er zum Kassier gewählt.

Von 1920 bis 1923 war Varnschein 1. Obmann-Stellvertreter des Salzburger Landesverbandes für Feuerwehr- und Rettungswesen, sowie 2. Vorsitzender-Stellverteter des Österreichischen Reichsverbandes für Feuerwehr- und Rettungswesen, wo er bereits in den Kriegsjahren 1917 und 1918 dem Rettungsausschuss angehörte. 1924 bis 1935 war dann Obmann der Abteilung für Rettungswesen des Salzburger Landesverbandes für Feuerwehr- und Rettungswesen und 1928 bis 1938 1. Vizepräsident des Österreichischen Zentralverbandes für Rettungswesen. Beim Österreichischen Verband für Feuerwehr- und Rettungswesen versuchte er eine Gleichberechtigung des Rettungswesen mit der Feuerwehr zu erreichen. Da ihm das aber nicht gelang, verzichtete er 1923 auf eine Wiederwahl im ÖRVFRw.

Das von ihm im Jahr 1929 eröffnete Rettungsmuseum an der Paris-Lodron-Straße war das erste Museum dieser Art Europas,[1] wurde jedoch im Jahr 1944 zerstört.

Auszeichnungen

  • Ehrenzeichen 2. Klasse vom Roten Kreuz mit der Kriegsdekoration, 1915
  • Medizinalrat, 1918
  • Silbernes Ehrenzeichen der Stadtgemeinde Salzburg, 1918
  • Obermedizinalrat, 1924
  • Silbernes Verdienstzeichen für Verdienste um die Republik Österreich, 1925
  • Ehrenbürger der Stadt Salzburg, 1928
  • Offiziersehrenzeichen vom Roten Kreuz, 1928
  • Benennung der Dr.-Varnschein-Gasse in Salzburg, 1937
  • Medaille für Volkspflege, 1940
  • Gedenktafel im Salzburger Rot Kreuz-Museum

Literatur

  • Christian Fastl: Die höchsten Funktionäre des österreichischen Feuerwehrwesens von 1889 bis 1938, im Tagungsband des CTIF 2018, S. 172f.

Einzelnachweise

  1. Seit 1929 das erste Rettungsmuseum in Europa auf der Seite des Roten Kreuzes-Salzburg abgerufen am 17. Dezember 2018

Weblinks