Ernst der Eiserne

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Ernst der Eiserne, einer der schwarzen Manda in der Innsbrucker Hofkirche

(Erz-)Herzog Ernst (I.) von Österreich (* um 1377, vermutlich in Bruck an der Mur; † 1424, in Bruck an der Mur)[1], auch Ernst von Steier(mark) oder Ernst von Innerösterreich, später Ernst der Eiserne genannt, herrschte im 14. und 15. Jahrhundert über Teile der heutigen Republik Österreich. Er gilt als der Begründer von "Innerösterreich"[A 1], wo er die Landesherrschaft ausbaute, in dem er Städte und Klöster förderte und wirtschaftliche Maßnahmen (Eisenverarbeitung, Handel) begünstigte.[2][3]

Herkunft und Familie

Ernst der Eiserne stammte aus dem Leopoldinischen Familienzweig der Herzöge von Österreich (Habsburger)[A 2]. Er war einer der jüngeren Söhne von Herzog Leopold (III.) von Österreich († 1386) aus dessen Ehe mit Viridis Visconti, einer der Cousinen und Schwägerinnen von Gian Galeazzo Visconti, dem ersten Herzog von Mailand. Seine Brüder waren die Herzöge Wilhelm, Leopold (IV.) der Stolze und Friedrich (IV.) der Ältere von Österreich.

Ernst war zweimal verheiratet,
∞ in 1. Ehe (Eheschließung 14. Januar 1392[4]) mit Margarethe von Pommern-Stettin (* um 1366; † 30. April 1407, vermutlich in Bruck an der Mur)[5] aus der Familie der "Greifen", einer Tochter von Herzog Bogislaw (V.) von Pommern [A 3]; keine Kinder[A 4].[6]
∞ in 2. Ehe (Eheschließung 1412, angeblich in Bruck an der Mur) mit Herzogin Cimburgis von Masowien († 1429). Diese Ehe dürfte Teil eines Bündnisses mit dem polnischen König Władysław II. Jagiełło, einem Onkel der Ehefrau, gegen den späteren Kaiser Sigismund gewesen sein.[7]

Zu den Kindern aus dieser Ehe -> Cimburgis von Masowien#Herkunft und Familie.

Ernst der Eiserne begründete die "steirische" Linie der Herzöge von Österreich (Habsburger)[A 5] und gilt als einer der "Stammväter" des späteren Hauses Österreich / Habsburg. Unter seinem Sohn Friedrich (III.) und seinem Enkel Maximilian (I.), die beide als Könige und Kaiser über das Heilige Römische Reich herrschten, kam es nach dem Aussterben der übrigen Familienzweige und -linien zur Wiedervereinigung sämtlicher Herrschaftsgebiete.[5]

Herrschaften - Überblick

Ernst der Eiserne war 1402-1406 Mitregent seines älteren Bruders Wilhelm[A 6]. Nach dessen Tod herrschte er über die folgenden Territorien und Gebiete:

Anders als seinen Brüdern Wilhelm und Leopold gelang es Ernst nach dem Tod des Letzteren nicht, die Position des "Seniors" für beide Linien zu behaupten. Seit 1414 führte er offiziell den Titel Erzherzog von Österreich, was von einigen Reichsfürsten anerkannt wurde, obwohl der spätere Kaiser Sigismund und Herzog Albrecht (V.) ihre Zustimmung ausdrücklich verweigerten.[8] Ob es Ernst mit dieser Maßnahme nur um eine "Aufwertung" seiner "steirischen" Linie ging oder ob er darüber hinaus eine weitere politische Umsetzung der im Privilegium maius postulierten Rechte intendierte, ist in der Forschung bisher nicht geklärt.[9]

Orte mit Bezug zu Ernst dem Eisernen im heutigen Österreich

Kärnten

  • Ernst der Eiserne war der letzte Herzog von Österreich (Habsburger), der am 18. März 1414[10] auf dem Fürstenstein in Karnburg am Zollfeld als Herzog von Kärnten eingesetzt wurde.[5] Nach dieser Einsetzung nahm er den Titel des Erzherzogs von Österreich an. Da die Führung des Erzherzogstitels nach dem Privilegium maius auf das Amt eines "Reichsjägermeisters" zurückgeführt wird, das der Herzog von Kärnten einst innehatte, wird seine Annahme des Erzherzogstitel in der Forschung oft mit seiner Herrschaft über das Herzogtum Kärnten begründet.[11]

Niederösterreich

  • Nach der "Kleinen Klosterneuburger Chronik" soll Ernst seinen Cousin Albrecht (IV.) auf seinen Kriegszug gegen die Stadt Znaim im Sommer 1404 begleitet haben.[12]
  • 1411-1417 führte Ernst mit dem Adeligen Reinprecht (II.) von Walsee, der ein Vertrauter von Albrecht V. war, die Walseer Fehde.[13]
  • Himberg: Die Stadt Himberg dürfte zwischen 1406 und 1411 ein häufiger Aufenthaltsort des späteren Erzherzogs gewesen sein und ein wichtiger Ausgangspunkt für militärische Aktionen.[14]
  • Wiener Neustadt, das damals zum Herzogtum Steier gehörte, war neben der Stadt Graz die bevorzugte Residenz des Herzogs.[15]

Oberösterreich

  • 1417 eroberte Albrecht V. von Ernst die Stadt und Herrschaft Steyr, die daraufhin endgültig Teil des Herzogtums Österreich blieb und später zum Herzogtum Österreich ob der Enns gehörte.

Salzburg

Mit dem Erzbischof Eberhard (III.) von Salzburg, dem die meisten Bistümer in den Herzogtümern Steier, Kärnten und Krain unterstellt waren und dessen Herrschaft Teile des Herzogtums Kärnten umfasste, hatte Ernst der Eiserne, der versuchte, seine Landesherrschaft dort zu sichern, nach 1418 wiederholt schwere Konflikte auszutragen, die erst mit seinem Tod endeten.[16]

Steiermark

Unter der Herrschaft von Herzog Ernst dem Eisernen galt das Herzogtum Steier als das reichste der von ihm beherrschten "innerösterreichischen" Länder.[15] Ernst förderte hier besonders die Eisenproduktion und den Eisenhandel.[17]

  • Bruck an der Mur gehörte zu den bevorzugten Aufenthaltsorten von Herzog Ernst dem Eisernen. Es gilt als sein Geburts- und Sterbeort, hier soll er außerdem seine beiden Ehen geschlossen haben.[5]
  • Graz war neben Wiener Neustadt die Hauptresidenz von Herzog Ernst dem Eisernen.[15] Er errichtete hier eine Münzstätte.[18]
  • Leoben: 1415 schlossen sich die "Leobener" zu einer "Commune" zusammen, um das Eisen aus Innerberg und Vordernberg "auf gemeinsamen Pfennig und Nutzen" hin zu verarbeiten, zu kaufen und zu verkaufen. Diese "Commune" gilt als die älteste "Aktiengesellschaft" in der heutigen Republik Österreich. Mit dieser Maßnahme gelang es ihnen den bisherigen Eisenhandelsort Judenburg zu übertreffen. 1421 erneuerte Ernst diese "Commune" und privilegierte sie.[17][3]

Tirol

  • Ernst hielt sich einige Male in der Grafschaft Tirol auf.
  • Von ca. Juli 1415 bis Anfang des Jahres 1417 hatte er seinen Sitz in der Stadt Innsbruck, wo er während der "Ächtung" seines Bruders die Herrschaft seiner Familie gegen den späteren Kaiser Sigismund behauptete.[19]

Vorarlberg

  • Feldkirch: Im Juni 1416 brachte Ernst die Grafschaft Feldkirch, die Sigismund verpfändet hatte, wieder unter die Herrschaft der Herzöge von Österreich.

Wien

  • Die Stadt Wien war ein wesentlicher Schauplatz der kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Ernst dem Eisernen und Leopold den Stolzen (1406-1409 beziehungsweise 1411). Während sich Leopold auf den niederen Adel im Herzogtum Österreich und die ärmeren Bevölkerungsschichten in Wien sowie die Handwerker stützte, sympathisierten der Hochadel und die bürgerliche Oberschicht mit Ernst. Im November 1407 eskalierte der Konflikt zum Krieg, in dem die Wiener Stadtregierung zwischen die Fronten geraten sein dürfte. Nachdem der Wiener Bürgermeister Konrad Vorlauf im Jänner 1408 fünf Wiener Handwerker vermutlich im Auftrag von Ernst oder zumindest mit dessen Billigung enthaupten ließ, ehe Ernst mit Leopold am 14. Jänner 1408 einen Waffenstillstand schloss, ließ Leopold, angeblich unter dem Druck der Handwerker, Konrad Vorlauf und die Ratsherrn Konrad Ramperstorffer und Hans Rockh am 11. Juli 1408 hinrichten, wofür Ernst Rechenschaft forderte. In der Folge wurden die kriegerischen Auseinandersetzungen fortgesetzt. Am 13. März 1409 beendete ein Schiedsspruch des späteren Kaisers Sigismunds, nach dem Leopold und Ernst gemeinsam die Vormundschaft führen sollten, zumindest formal.[20]
  • Trotz seiner Konflikte mit Albrecht, die erst kurz vor seinem Tod zumindest formal beigelegt wurden, hat Ernst sich auch später mehrmals in Wien aufgehalten, so zum Beispiel während der Reichstage von König Sigismund. Dort residierte er gewöhnlich im Praghaus, das seinem Bruder Friedrich gehörte.

Diverses

  • Ernst (I.) gehört gemeinsam mit seinem Cousin Albrecht (IV.) und seinem Sohn Friedrich (III. / V.) zu jenen Habsburgern im Mittelalter, die eine Pilgerfahrt ins Heilige Land gemacht haben. Er reiste dorthin im Jahr 1414.[21]
  • Einer seiner Maßnahmen, die er außerhalb der heutigen Republik Österreich setzte, war die Erneuerung der Stadtschule in Laibach[21], das unter seinem Sohn Friedrich (III. / V.) einen Bischofssitz erhielt.
  • Auswirkungen auf die Geschichte und Entwicklung der heutigen Bundesländer Steiermark und Kärnten hatte der Aufstieg der mit König Sigismund verbündeten Grafen von Cilli. Ernst der Eiserne konnte noch ihre Erhebung zu Reichsgrafen verhindern, diese für seine Dynastie bedrohliche Entwicklung selbst aber nur mehr verzögern.[22] Erst nach seinem Tod stiegen die Grafen von Cilli zu Reichsgrafen aus, der Konflikt, den der spätere Kaiser Friedrich III. mit ihnen austrug, endete erst mit ihrem Aussterben und dem "Cillier Erbfolgekrieg".

Erinnerungsstätten in Österreich

Abbildung der Grabplatte, aus: Anthony von Siegenfeld: Das Landeswappen der Steiermark. Graz, 1900

Steiermark

  • Gratwein-Straßengel: Ernst der Eiserne ist gemeinsam mit seiner ersten Ehefrau Margarethe in der Stiftskirche des Zisterzienserstifts Rein beigesetzt.[5] Erhalten ist seine Grabplatte, auf der sich ein eindrucksvolles Porträt von ihm befindet. Auf dieser trägt er den Erzherzogshut, in der rechten Hand hält er das Szepter, in der linken Hand das Schwert.[10]

Tirol

Forschungslage bzw. Forschungsprobleme

Im Vergleich zu seinen beiden älteren Brüdern Wilhelm und Leopold (IV.) und seinem Cousin Albrecht (IV.) von Österreich ist Herzog Ernst (I.) wesentlich bekannter, was vielleicht damit zusammenhängt, dass es sein ältester Sohn und dessen Nachkommen waren, denen es gelang, eine König- und Kaiserdynastie zu etablieren, die sich mehr als drei Jahrhunderte behauptete. Er selbst steht allerdings im Schatten seines jüngeren Bruders Friedrich (IV.), auf dessen Kosten er gewöhnlich auf- oder auch abgewertet wird.

Die Herrschaft von Ernst dem Eisernen fällt in jenen Zeitraum der "Habsburgergeschichte" zwischen dem Vertrag von Neuberg an der Mürz (1379) und der Abdankung von Herzog Siegmund dem Münzreichen, der bis heute nicht besonders gut erforscht ist, und Ernst gehört außerdem zu jenen Habsburgern, die weder König noch Kaiser waren.[A 14] Bei Ernst kommt noch hinzu, dass die Geschichte der österreichischen Bundesländer Steiermark und Kärnten, auf deren Areal er gewirkt hat, im Vergleich zu der Geschichte der übrigen Bundesländer (ausgenommen der Sonderfälle Burgenland und Vorarlberg) wesentlich schlechter erforscht ist.

Die Informationen, die einschlägige Chroniken des Mittelalters zu Ernst dem Eisernen überliefern (die im Widerspruch zu einigen Sachquellen stehen), das bisher aufgearbeitete Quellenmaterial und die ältere Sekundärliteratur sind teils sehr stereotyp und ziemlich widersprüchlich. Eine entscheidende Rolle spielt dabei sicher auch, dass Ernst seine Herrschaft in einer Umbruchszeit ausübte, die zugleich für seine Dynastie eine besonders schwierige Zeit war. Da die historischen Rahmenbedingungen, unter denen er agierte, bis heute nicht umfassend erforscht sind, ist es schwer, seine Persönlichkeit und Herrschaft angemessen zu beurteilen. Eine seriöse und sachliche, ideologiefreie Aufarbeitung zu seiner Person und den historischen Bedingungen, unter denen er agierte, steht bisher noch aus.

Ernst der Eiserne in Legende und Sage

  • In den Chroniken des Mittelalters, die über ihn berichten, wird Ernst als ein tatkräftiger und ehrgeiziger Herrscher gesehen, der wie sein Bruder Leopold (IV.) Wert auf prunkvolles Auftreten legte, aber im Unterschied zu diesem sich auch durch eine besondere "constantia animi" ausgezeichnet haben soll, auf die angeblich sein Beiname Ernst der Eiserne zurückzuführen ist. Ernst ist dort ein in Waffen erprobter Kämpfer, dem neben körperlicher und verbaler Schlagfertigkeit eine gewisse Liebenswürdigkeit zugestanden wird.[21] Angeblich soll er aus der Familie seiner Mutter dunkle Haare und ein hitziges, "südländisches" Temperament geerbt haben.[3]
  • Um Ernst den Eisernen als Person haben sich keine Sagen gebildet, in denen es in erster Linie um seine Figur oder Herrschaft geht. Seine vorübergehende Teilhabe an der Herrschaft anderer Mitglieder seiner Familie über das Herzogtum Österreich und die Grafschaft Tirol hatte jedoch zur Folge, dass er in einigen dortigen Sagen als wichtige Figur im Hintergrund fungiert, wobei seine Rolle gewöhnlich negativ besetzt ist. In den niederösterreichischen und den Wiener Sagen ist er gemeinsam mit Leopold (IV.) für die schlimme Zeit verantwortlich, die erst mit der Übernahme der Herrschaft durch Albrecht (V.) ein Ende findet.[23] In Tirol agiert er gewöhnlich als Feind und Verfolger seines Bruders Friedrich, mit dem er sich stets am Ende wieder versöhnt.

Belletristik

  • Josephine von Kviatovska: Hedwiga und Cimburgis oder die starken Frauen. Ein historischer Roman aus dem 14. Jahrhundert. Mausberger, Wien 1820

Literatur

  • Günther Hödl: Habsburg und Österreich 1273-1493. Gestalten und Gestalt des österreichischen Spätmittelalters. Verlag Böhlau, Wien / Köln / Graz, 1988, ISBN 3-205-05056-8, S. 147-163, besonders S. 157-163
  • Karl-Friedrich Krieger: Die Habsburger im Mittelalter. Von Rudolf I. bis Friedrich III. Verlag W. Kohlhammer, Stuttgart, 2., aktualisierte Auflage 2004, ISBN 3-17-018228-5, S. 154-159[A 15]
  • Alois Niederstätter: Österreichische Geschichte 1278–1411. Die Herrschaft Österreich. Fürst und Land im Spätmittelalter. Verlag Ueberreuter, Wien, 2001, ISBN 3-8000-3974-5, besonders S. 197–200
  • Monika Schellmann: Zur Geschichte von Herzog Ernst des Eisernen (1386/1402-1424). Dissertation (ungedruckt), Universität Wien, 1966

Literatur zu Teilaspekten

  • Eva Bruckner: Formen der Herrschaftsrepräsentation und Selbstdarstellung habsburgischer Fürsten im Spätmittelalter. phil. Dissertation, Wien, 2009, S. 152–164 digital

Lexika-Artikel

Weblinks

 Ernst der Eiserne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Einzelnachweise

  1. Nach Felix Czeike (Hrsg.): Ernst der Eiserne. In: Historisches Lexikon Wien. Band 2, Kremayr & Scheriau, Wien 1993, ISBN 3-218-00544-2, S. 206., Günther Hödl: Habsburg und Österreich 1273-1493, 1988, S. 157 und Eva Bruckner: Formen der Herrschaftsrepräsentation, 2009, S. 178. Krieger und Brucker geben als Sterbetag den 10. Juni an, Czeike den 15. Juli
  2. vgl. Günther Hödl: Habsburg und Österreich 1273-1493, 1988, S. 156, S. 158 und S. 159f.
  3. 3,0 3,1 3,2 vgl. Karl-Friedrich Krieger: Die Habsburger im Mittelalter, 2004, 156
  4. Nach Eva Bruckner: Formen der Herrschaftsrepräsentation, 2009, S. 178 und Felix Czeike (Hrsg.): Ernst der Eiserne. In: Historisches Lexikon Wien. Band 2, Kremayr & Scheriau, Wien 1993, ISBN 3-218-00544-2, S. 206. Nach Czeike wurde die Ehe in Bruck an der Mur geschlossen, nach Brucker in Preßburg.
  5. 5,0 5,1 5,2 5,3 5,4 vgl. Felix Czeike (Hrsg.): Ernst der Eiserne. In: Historisches Lexikon Wien. Band 2, Kremayr & Scheriau, Wien 1993, ISBN 3-218-00544-2, S. 206.
  6. vgl. Monika Schellmann: Zur Geschichte von Herzog Ernst des Eisernen (1386/1402-1424), S. 241f.
  7. vgl. Günther Hödl: Habsburg und Österreich 1273-1493, 1988, S. 157 und S. 158f.
  8. vgl. Monika Schellmann: Zur Geschichte von Herzog Ernst des Eisernen (1386/1402-1424), S. 202ff.
  9. vgl. Klaus Brandstätter: Das Privilegium maius und Herzog Friedrich IV.. In: Johannes Gießauf - Rainer Murauer - Martin P. Schennach (Hrsg.): Päpste, Privilegien und Provinzen. Beiträge zur Kirchen-, Rechts- und Landesgeschichte. Festschrift für Werner Maleczek zum 65. Geburtstag. (= Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung. Ergänzungsband 55) Böhlau Verlag, Wien / Köln / Weimar, 2010, ISBN 978-3-205-78577-4, S. 48
  10. 10,0 10,1 vgl. Karl-Friedrich Krieger: Die Habsburger im Mittelalter, 2004, S. 162
  11. vgl. Klaus Brandstätter: Das Privilegium maius und Herzog Friedrich IV.. In: Johannes Gießauf - Rainer Murauer - Martin P. Schennach (Hrsg.): Päpste, Privilegien und Provinzen. Beiträge zur Kirchen-, Rechts- und Landesgeschichte. Festschrift für Werner Maleczek zum 65. Geburtstag. (= Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung. Ergänzungsband 55) Böhlau Verlag, Wien / Köln / Weimar, 2010, ISBN 978-3-205-78577-4, S. 48
  12. vgl. Ferdinand Opll: Nachrichten aus dem mittelalterlichen Wien: Zeitgenossen berichten. Böhlau Verlag, Wien / Köln / Weimar, 1995, ISBN 978-3-205-98372-9, S. 109
  13. vgl. Günther Hödl: Habsburg und Österreich 1273-1493, 1988, S. 158
  14. vgl. Ferdinand Opll: Nachrichten aus dem mittelalterlichen Wien: Zeitgenossen berichten. Böhlau Verlag, Wien / Köln / Weimar, 1995, ISBN 978-3-205-98372-9, S. 116 und 118
  15. 15,0 15,1 15,2 vgl. Günther Hödl: Habsburg und Österreich 1273-1493, 1988, S. 151
  16. vgl. Günther Hödl: Habsburg und Österreich 1273-1493, 1988, S. 158 und 160f.
  17. 17,0 17,1 vgl. Günther Hödl: Habsburg und Österreich 1273-1493, 1988, S. 161
  18. vgl. Günther Hödl: Habsburg und Österreich 1273-1493, 1988, S. 158
  19. vgl. Karl-Friedrich Krieger: Die Habsburger im Mittelalter, 2004, 157f.
  20. vgl. Ferdinand Opll: Nachrichten aus dem mittelalterlichen Wien: Zeitgenossen berichten. Böhlau Verlag, Wien / Köln / Weimar, 1995, ISBN 978-3-205-98372-9, S. 113-115
  21. 21,0 21,1 21,2 vgl. Günther Hödl: Habsburg und Österreich 1273-1493, 1988, S. 157
  22. vgl. Karl-Friedrich Krieger: Die Habsburger im Mittelalter, 2004, 157
  23. vgl. Das Räubermädchen, Sagen.AT

Anmerkungen

  1. Die Bezeichnung Innerösterreich für die Herzogtümer Steier, Kärnten und Krain findet sich erstmals in einem Schreiben von Kaiser Friedrich III. an den Propst von Seckau im Jänner 1447. Offizielle Verwendung fand dieser Begriff aber erst seit 1619, vgl. Günther Hödl: Habsburg und Österreich 1273-1493, 1988, S. 161f.
  2. Als Folge der 1379 im Vertrag von Neuberg an der Mürz vereinbarten Länderteilung hatten sich das Haus Österreich (Habsburg) in zwei (gleichberechtigte) Familienzweige aufgeteilt, die "Albrechtinische" und die "Leopoldinische" Linie.
  3. Margarethes ältere Halbschwester Elisabeth (* um 1345; † 1393) war die vierte Ehefrau von Kaiser Karl IV. und Mutter des späteren Kaisers Sigismund, vgl. Monika Schellmann: Zur Geschichte von Herzog Ernst des Eisernen (1386/1402-1424), S. 241f.
  4. Nicht geklärt ist, ob die Ehe überhaupt kinderlos blieb oder den Kindern aus dieser Ehe kein langes Leben beschieden war, vgl. Monika Schellmann: Zur Geschichte von Herzog Ernst des Eisernen (1386/1402-1424), S. 245
  5. Zusammen mit der "älteren" Tiroler Linie seines jüngeren Bruders Friedrich (IV.) bildete sie eine der beiden Linien, in den sich der "Leopoldinische Familienzweig" aufspaltete.
  6. Die Angaben in der Literatur, in welchen von Wilhelm beherrschten Gebieten, Ernst Mitregent war, sind nicht eindeutig. Relativ gesichert scheint seine Mitregentschaft in den Herzogtümern Kärnten und Krain, zum Herzogtum Steier gibt es widersprüchliche Angaben.
  7. Das Herzogtum Steier(mark) umfasste damals Teile der späteren Bundesländer Steiermark, wobei zu jenem Zeitpunkt, als Ernst dort die Herrschaft antrat, die Zugehörigkeit der im heutigen Bundesland Oberösterreich gelegenen Stadt und Herrschaft Steyr zwischen den Herzogtümern Steier und Österreich umstritten war.
  8. Das Herzogtum Österreich umfasste damals nur Teile der heutigen Bundesländer Niederösterreich, Oberösterreich und Wien
  9. Dieses Herzogtum Österreich, das sich in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts in die Herzogtümer Österreich ob der Enns und Österreich unter der Enns aufspaltete, wird in der Fachliteratur oft auch als "Donauösterreich" bezeichnet.
  10. Das Gebiet des Herzogtums Kärnten umfasste damals Teile des späteren Bundeslandes Kärnten dessen übrige Teile damals noch unter der Herrschaft des Erzstiftes Salzburg und dessen Suffraganbistum Gurk sowie der Albertinischen Linie der Grafen von Görz und Tirol (Grafen von Görz) waren.
  11. Die Herzogtümer Kärnten und Krain werden gemeinsam mit dem Herzogtum Steier oft unter dem Begriff "Innerösterreich" zusammengefasst. Ernst der Eiserne wird daher in der Fachliteratur oft auch als Herzog von Innerösterreich bezeichnet.
  12. Das Gebiet der Grafschaft Tirol umfasste neben dem heutigen Bundesland Tirol (ausgenommen den Städten Rattenberg, Kitzbühel und Kufstein sowie Osttirol) auch Südtirol
  13. Die tatsächliche Herrschaftsbeteiligung von Ernst dem Eisernen über Tirol und die Vorlande ist nach der Sekundärliteratur unklar. Ernst der Eiserne dürfte sich bereits vor 1415 immer wieder in die dortige Politik eingeschaltet haben. Im Juli 1415 übernahm er (zu Anfang jedenfalls offiziell in Vertretung für seinen jüngeren Bruder Friedrich) aufgrund der Geschehnisse des "Konzils von Konstanz" die Herrschaft über Tirol. Außerdem versuchte er, diese ebenfalls in den "Vorderen Landen" zu übernehmen, was ihm allerdings fast nicht gelang. Der Kampf um die von seiner Familie durch Kauf erworbene Grafschaft Feldkirch, die Sigismund 1415 als vorgebliches Reichsgut verpfändet hatte und die Ernst im Juni 1416 wieder unter die Herrschaft der Herzöge von Österreich brachte, dürfte eine erste Maßnahme zur Wiederherstellung der zu dieser Zeit prekären Herrschaft außerhalb des Arlbergs und des Fernpasses mit militärischen Mitteln gewesen sein. An weiteren solchen Aktionen könnte ihn der Konflikt mit seinem Bruder um die Herrschaft über Tirol nach dessen Rückkehr im Frühjahr 1416 gehindert haben. Nach den Verträgen von Kropfberg (1416) und Innsbruck (1417) wurde die Herrschaft über die Grafschaft Tirol und über die "Vorderen Lande" offiziell von beiden gemeinsam ausgeübt, wenn gleich der Eindruck entsteht, dass Ernst diese "de facto" wieder seinem Bruder überlassen haben dürfte.
  14. Die meisten relevanten Biographien der Habsburgerherrscher zwischen Rudolf I. und Friedrich III. sind aus dem 19. Jahrhundert, neuere Arbeiten befassen sich meistens nur mit Einzelaspekten. Hinzu kommt noch, dass von den Dynastien, die im Spätmittelalter Könige, Kaiser und Gegenkönige gestellt haben, bis heute fast nur diese Kaiser und Könige näher erforscht sind.
  15. Eine gute Überblicksdarstellung, der Schwerpunkt liegt allerdings auf den Habsburgern die römisch-deutsche Könige und Kaiser waren.
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