Franz Josef Gilm

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Franz Josef Gilm (* im 18. Jahrhundert; † 1776[1]), auch Franz Josef Gilm von Rosenegg, war im 18. Jahrhundert Untervogt und Rentmeister der landesfürstlichen Herrschaften Bludenz und Sonnenberg. Ihm gelang der Aufstieg in den Adel.

Herkunft und Familie

Franz Josef Gilm stammte aus Bregenz. Verheiratet war er mit Maria Klara Seeger aus einer bekannten Bludenzer Patrizierfamilie.[2] Franz Josef Gilm wurde 1739 / 1741 mit dem Adelsprädikat "von Rosenegg" in den erbländisch-österreichischen Adelsstand erhoben. Die Namensgebung Rosenegg bezog er auf das ehemalige Schloss auf den Felsen über Bürs[A 1], womit er vielleicht einen Bezug zwischen sich und der Bürser Geschichte herzustellen versuchte.[3]

Franz Josef Gilm ist der Urgroßvater des Schriftstellers Hermann von Gilm zu Rosenegg († 1864) in Linz) und des Chemikers Hugo von Gilm (* 1831; † 1906).

Leben

Franz Josef Gilm war seit 1723 kaiserlicher Notar in Bludenz. Um 1732 fungierte er als Amtsschreiber des Freiherren Franz Andreas von Sternbach.[2] Als Folge der Kaufverhandlungen um die Mühle in Bürs (1732) zwischen diesem mit Christian Lorünser († 1759) dürfte er die landesfürstliche Paschgwiese und die Wiese in der Tschalenga erworben habe.[4] Bald danach wurde Franz Josef Gilm Rentmeister der landesfürstlichen Herrschaften Bludenz und Sonnenberg. 1739 löste er Franz Anton Zürcher als Untervogt dieser Herrschaften Bludenz und Sonnenberg ab. 1740 übernahm er außerdem die Funktion des Vogteiverwalters.[3] Im Januar 1763 leitete er als solcher das Gerichtsverfahren Raphael Antoni Pau.[5]

Literatur

  • Ernst Heinrich Kneschke: Neues allgemeines deutsches Adels-Lexicon. Verlag Voigt, Leipzig, 1861. Bd. 3 (Eberhard – Graffen). S. 524 digital
  • Manfred Tschaikner: Die Feste Bürs, die Balme Hohlenegg und das Schloss Rosenberg – zur Geschichte der Burgen von Bürs. In: Bludenzer Geschichtsblätter 2009, Heft 90+91, S. 3-27 digital

Einzelnachweise

  1. vgl. Manfred Tschaikner: Die Feste Bürs, die Balme Hohlenegg und das Schloss Rosenberg, 2009, S. 20
  2. 2,0 2,1 vgl. Manfred Tschaikner: Die Feste Bürs, die Balme Hohlenegg und das Schloss Rosenberg, 2009, S. 18
  3. 3,0 3,1 vgl. Manfred Tschaikner: Die Feste Bürs, die Balme Hohlenegg und das Schloss Rosenberg, 2009, S. 19
  4. vgl. Manfred Tschaikner: Die Feste Bürs, die Balme Hohlenegg und das Schloss Rosenberg, 2009, S. 17ff.
  5. vgl. Manfred Tschaikner: Der erste bekannte "Mohr aus Afrika" in Vorarlberg (1763). In: Thema Vorarlberg, Juli 2017 online, abgerufen am 2. Mai 2020

Anmerkungen

  1. Allerdings gibt es keine Belge dafür, dass diese Ruine, die damals bereits völlig verfallen war, jeweils den Namen Rosenegg gehabt hatte. Dieser findet sich vor dem 18. Jahrhundert zuvor nur einmal, nämlich im Amtsurbar von 1618. Bei dieser einmaligen Nennung einer Burg Rosenegg dürfte es sich um einen Schreibfehler gehandelt haben.