Freiwillige Feuerwehr Schölbing

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Freiwillige Feuerwehr Schölbing
Gemeinde Sankt Johann in der Haide
Feuerwehrhaus Schölbing hinten.jpg
Landesfeuerwehrverband Steiermark
Bereichsfeuerwehrverband: Bereichsfeuerwehrverband Hartberg
Abschnitt: VII
Gründungsdatum: 01.06.1925
Kommandant: HBI Martin Sommer
Mitglieder:
(Jugend/Aktiv/Reserve)
8 / 41 / 4 (01.12.2020)
Fahrzeuge: siehe Fuhrpark
Adresse: Schölbing 254
Koordinaten: 47° 16′ N, 16° 0′ O
FuB- Wehrnr.: 47027
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Die Freiwillige Feuerwehr Schölbing ist eine der 2 Feuerwehren der Gemeinde Sankt Johann in der Haide. Sie gehört dem Landesfeuerwehrverband Steiermark an. Die Feuerwehr ist eine der 46 Feuerwehren des Bereichsfeuerwehrverbands Hartberg. Der Feuerwehrabschnitt ist Abschnitt VII.

Die Feuerwehr heute

Einsatzgebiet

Das Einsatzgebiet der FF Schölbing umfasst hauptsächlich das Dorfgebiet Schölbing, jedoch auch den kompletten Abschnitt VII des Bereichsfeuerwehrverbandes Hartberg. Bei größeren Einsätzen oder Katastropheneinsätzen kann es auch zur Alarmierung in den Nachbarabschnitten kommen.

Standort

Das Rüsthaus der Feuerwehr Schölbing befindet sich zentral im Ort.

Nachbarfeuerwehren

FF Penzendorf FF Unterlungitz FF Markt Allhau
FF Hartberg Nachbargemeinden FF Wolfau
FF Buch-Geiseldorf FF Unterrohr

Fuhrpark

Bezeichnung Type Baujahr Aufbauer
TLFA-1000 Renault 2012 Walser
MTF Nissan 2005 Lohr

Ausrüstung

Zusätzlich zu der herkömmlichen Ausstattung einer Feuerwehr befindet sich in der Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehr ein hydraulisches Rettungsgerät, diverse Tauchpumpen und ein Stromerzeuger.

Geschichte

Die Freiwillige Feuerwehr Schölbing wurde am 1. Juni 1925 vom Bürgermeister der ehemaligen Gemeinde Altenberg-Schölbing Franz Gschiel gegründet. Der erste Feuerwehrhauptmann war Anton Berghofer. Bei ihrer Gründung hatte sie 41 ausübende und 120 unterstützende Mitglieder. Das Rüsthaus der Feuerwehr wurde in den Jahren 1926 und 1927 erbaut. 1927 wurde Anton Lechner zum zweiten Feuerwehrmann der Freiwilligen Feuerwehr Schölbing ernannt. 1929 wurde in Schölbing der Bezirksfeuerwehrtag abgehalten, bei dem rund 240 Wehrmänner teilnahmen. Im Jahr 1929 wurde Josef Koch dritter Feuerwehrhauptmann.[1] 1933 wurde eine neue Motorspritze TS 8 von der Firma Gugg angekauft. Im darauffolgenden Jahr wurde beim örtlichen Schmied ein Mannschaftswagen für Pferdegespann gekauft, der auch für den Transport der neuen Motorspritze diente.[2]

1938 wurde die Feuerwehr von den Nationalsozialisten übernommen, bis 1946 gibt es keine Protokollaufzeichnungen mehr. Feuerwehrhauptmann Koch tritt bei der Übernahme zurück und tritt als Ehrenmitglied in den Reservestand. Seine Position übernahm bis 1942 der ehemalige Feuerwehrhauptmannstellvertreter Franz Heschl. 1944 musste eine Mädchenlöschgruppe ausgebildet werden, da die meisten Wehrmänner in den Krieg ziehen mussten.[3]

Am 5. Mai 1946, nach Kriegsende, wurde auf Initiative des Bezirksfeuerwehrkommanden eine Vollversammlung abgehalten, bei der 15 neue Mitglieder aufgenommen wurden.
Im Jahr 1952 konnte bereits ein Mannschafts-LKW in den Besitz der Feuerwehr aufgenommen werden. Im Jänner 1953 wurde ein neues Löschaggregat der Marke RW25 von der Firma Rosenbauer angekauft. Am 3. Juli desselben Jahres wurde das Aggregat gesegnet. Drei Jahre später, im Jahr 1956, wurde der erste betonierte Löschwasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 30m3 in Schölbing errichtet.[4]

1960 wurde ein neues Kleinlöschfahrzeug (Ford FK 1250) von der Firma Rosenbauer gekauft.

Ein betonierter Löschwasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 53m3 wurde 1962 errichtet. 1963 wurde der Kauf einer Sirene für die Alarmierung der Wehrmänner beschlossen.[5]

Am 30. Mai 1965 wurde ein Bezirksfeuerwehrtag abgehalten, an dem 39 Wehren mit 434 Wehmännern teilnahmen.

Ab dem Jahr 1966 wurde mit dem Ausbau der Löschwasserversorgung begonnen. Bis 1997 wurden sieben betonierte Löschwasserbehälter mit je 53 m3 und drei Oberflurhydranten in Schölbing und Altenberg errichtet.[6]

1967 wurde eine neue Tragkraftspritze TS8 der Marke VW 75 von der Firma Rosenbauer gekauft.

1969 wurde eine neue Schmutzwasserpumpe der Marke WEDA gekauft und die Wehrmänner wurden mit grauen Sommerhemden ausgestattet.

Nach dem Ankauf eines zweiten Mannschaftswagens der Marke VW im Jahr 1971 musste das bisherige Rüsthaustor erneuert werden, da es nicht für 2 Fahrzeuge geeignet war.

1972 wurde die Freiwillige Feuerwehr Schölbing in das Bezirksfeuerwehrnetz einbezogen. Dafür wurden bis Ende 1973 drei mobile Funkgeräte und zwei Handfunksprechgeräte gekauft.[7]

Am Pfingstsonntag 1979 wurde das Kleinlöschfahrzeug Land Rover, welches Ende 1978 gekauft wurde, gesegnet.

1981 wurde das Rüsthaus komplett renoviert.[8]

Im Jahr 1983 konnte ein Kleinlöschfahrzeug (Marke VW LT 35) von der Firma Rosenbauer gekauft und gesegnet werden. Im gleichen Jahr wurde die Feuerwehr auch an das Netz der Funksirenensteuerung angeschlossen.

1984 wurde für die Feuerwehr ein hydraulisches Rettungsgerät mit Spreizer und Schere angekauft, Grund dafür war die Eröffnung des Autobahnteilstückes Hartberg - Gleisdorf.

Bei einer Sitzung am 13. Dezember 1985 wurde beschlossen, dass ein neues Grundstück in Schölbing gekauft und für den Bau eines neuen Rüsthauses dienen wird. Dadurch das das alte Rüsthaus nicht mehr den aktuellen Anforderungen entsprach, war dieser Schritt notwendig. Das neue Rüsthaus wurde in den Jahren 1987, 1988 und 1989 errichtet. Beim Bezirksfeuerwehrtag am 20. August 1989 wurde das neue Rüsthaus der Freiwilligen Feuerwehr Schölbing übergeben.[9]

1991 wurde ein Kleinrüstfahrzeug mit Bergeausrüstung der Marke Mercedes MB 310 bei der Firma Kröpfl in Hartberg gekauft. Dieses Rüstfahrzeug wurde im Jahr 1992 gesegnet und anschließend der Feuerwehr übergeben.

1994 wurde eine neue Tragkraftspritze TS 12 der Marke BMW-Fox bei der Firma Rosenbauer gekauft. Sie wurde 1995 in den Dienst gestellt.

Im September 1995 wurde beschlossen, drei neue Atemschutzgeräte anzukaufen. Dies konnte 1996 in die Tat umgesetzt werden.

1996 wurde der Zubau zum neuen Rüsthaus beschlossen. 1997 begann man mit den Bauarbeiten, nach zwei Jahren, im Jahr 1999, wurde das neue Rüsthaus fertiggestellt. Beim Frühschoppen am 4. Juli 1999 wurde das Rüsthaus vom damaligen Landeshauptmannstellvertreter Peter Schachner-Blazizek der Freiwilligen Feuerwehr Schölbing übergeben. Am 3. März 1999 wurde das alte Rüsthaus abgerissen, das es nicht mehr renovier fähig war.[10]

Bei einem Beschluss im November 2004 erfolgte der Ankauf eines neuen Mannschaftstransportfahrzeuges. Die Segnung des neuen MTF erfolgte am 25. September 2005.

Beim traditionellen "Schölbinger Sonntag" im Juli 2012 wurde das neu angekaufte TLF-A-1000 gesegnet.

Im Jahr 2017 wurde Martin Sommer zum 15. Hauptbrandinspektor gewählt.[11]

Regelmäßige Veranstaltungen

Die Freiwillige Feuerwehr Schölbing veranstaltet jedes Jahr am Faschingsfreitag das sogenannte "Feuerwehr Kränzchen", bei dem der Reinerlös für die Anschaffung von Ausrüstungsgegenständen verwendet wird. Das Kränzchen wird immer im Rüsthaus Schölbing abgewickelt. Weiters wird immer am ersten Sonntag im Juli ein Frühschoppen veranstaltet, bei dem auch ein Gottesdienst abgehalten wird. Nach dem Gottesdienst wird das Frühschoppen vor dem Rüsthaus (mit musikalischer Begleitung der Blasmusikkapelle Schölbing) abgewickelt. Die Freiwillige Feuerwehr organisiert jedes Jahr einen Tag der offenen Tür, bei dem unter anderem Kinder mit Feuerwehrautos mitfahren können, Übungen durchgeführt werden und Einblicke ins Feuerwehrhaus gegeben werden.

Einzelnachweise

  1. Manuskript Chronik FF Schölbing, S. 1
  2. Manuskript Chronik FF Schölbing, S. 1
  3. Manuskript Chronik FF Schölbing, S. 1f
  4. Manuskript Chronik FF Schölbing, S. 2
  5. Manuskript Chronik FF Schölbing, S. 3
  6. Manuskript Chronik FF Schölbing, S. 3
  7. Manuskript Chronik FF Schölbing, S. 3
  8. Manuskript Chronik FF Schölbing, S. 4
  9. Manuskript Chronik FF Schölbing, S. 4f
  10. Manuskript Chronik FF Schölbing, S. 5f
  11. Manuskript Chronik FF Schölbing, S. 7

Weblinks

 Freiwillige Feuerwehr Schölbing – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons


Htlpinkafeld.png Dieser Artikel wurde 2020/21 im Zuge des Schulprojektes der HTL Pinkafeld erstellt oder maßgeblich erweitert.