Friedrich von Fladnitz

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Friedrich (I.) von Fladnitz (* im 14. Jahrhundert; † im 15. Jahrhundert) war ein Adeliger, der im Herzogtums Steier[A 1] wirkte. Unter ihm erlebte seine Familie ihren politischen Höhepunkt.

Herkunft und Familie

Friedrich (I.) von Fladnitz entstammte einer Adelsfamilie, die sich nach Fladnitz, nordöstlich von Horn, im Herzogtum Österreich[A 2] benannte.[1]

Friedrich von Fladnitz hatte mehrere Söhne, darunter Ulrich von Fladnitz.[1] Einer seiner Nachfahren war Veit von Fladnitz († um 1430), einer der Ehemänner von Barbara Baumkircher.

Leben

Friedrich (I.) von Fladnitz, dessen Lehen sich im Passail-Becken befanden, war Lehensmann des Landesfürsten, der Adelsfamilie Familie der Stubenberger, des Erzstiftes Salzburg und des Stiftes Seckau. Obwohl er somit keineswegs dem höheren Landadel zugehörig war, gelang ihm eine beachtliche Karriere. Er war Kammermeister von Herzog Leopold (III.) von Österreich ("Leopold dem Gerechten") und 1408-1412 unter Herzog Ernst (I.) von Österreich ("Ernst dem Eisernen") steirischer Landeshauptmann.[1] 1409 kaufte er den späteren Kastellhof in Graz, wo er als Landeshauptmann seinen Wohnsitz nahm.[2]

Literatur

  • Paul-Joachim Heinig: Kaiser Friedrich III. (1440–1493) in seiner Zeit. Studien zum 500. Todestag am 19. August 1493/1993 (= Forschungen zur Kaiser- und Papstgeschichte des Mittelalters. Bd. 12). Böhlau Verlag, Köln / Weimar / Wien, 1993, ISBN 3-412-03793-1, Bd. 1 (Rezension)

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 vgl. Paul-Joachim Heinig: Kaiser Friedrich III. (1440–1493) in seiner Zeit, 1993, Bd. 1, S. 202
  2. vgl. Robert Engele: Damals in Graz. Es war einmal ein Hof, Artikel, publiziert in der Kleinen Zeitung, zitiert auf Austria-Forum.ORG, eingesehen am 27. August 2018

Anmerkungen

  1. Das Herzogtum Steier(mark) umfasste damals Teile der heutigen Bundesländer Steiermark und Niederösterreich und des heutigen Staates Slowenien.
  2. Das Herzogtum Österreich umfasste im 15. Jahrhundert das heutige Bundesland Wien und Teile der heutigen Bundesländer Niederösterreich und Oberösterreich. Die politische Entwicklung in der zweiten Hälfte des 15.Jahrhunderts führte allmählich zur Teilung in zwei Herzogtümer Österreich, wobei die Enns die Grenze bildete.