Gerhard Schönfeldinger

Aus Regiowiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Gerhard Schönfeldinger (* 7. Juni 1935 in Bernstein im Burgenland; † 28. Mai 2003 in Oberwart) war Musiker, Musikpädagoge und Hochschullehrer.

Leben

Schönfeldinger, der Sohn von Karl und Theresia, ist in Bernstein geboren. Schon von seinem Vater, sowie von einem Ortslehrer erhielt er den ersten Musikunterricht. Dabei lernte er Violine, Akkordeon und Klarinette. Einer seiner Geschwister war Herbert Schönfeldinger (1929-2020), ebenfalls Musiker.[1]

Für das letztgenannte Instrument legte er 1949 die Aufnahmeprüfung an der akademie für Musik und dartsellende Kunst in Wien ab. Seine Studien belegte er bei Leopold Wlach, Karl Österreicher und Rudolf Jettel. Finanziert hat er sich das Studium als Mitglied in der Kapelle des Vaters. Gleich im selben Jahr des Abschlusses 1957 begann Schönfeldinger als Soloklarinettist beim vom Österreicher Franz Litschauer gegründeten Symphonieorchester in Kairo. In Kairo erhielt er für das Schuljahr 1960/61 auch eine Lehrverpflichtung am dortigen Konservatorium.

Im Jahr 1961 kehrte er nach Österreich zurück und begann an der Musikschule in Oberwart zu unterrichten und übernahm die Leitung der Musikschule in Pinkafeld bis 1965.

Nach seiner Bekanntschaft mit Adolf Schäffer im Jahr 1962 wurde er auch in den Aufbau der späteren Expositur Oberschützen der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Graz mit einbezogen. Gleich nach der Gründung 1965 bekam er einen Lehrauftrag für Klarinette. Mit dem Auftieg der Expositur war auch sein Aufstieg bis zum Universitätsprofessor. Nach Adolf Schäffer übernahm Schönfeldinger im Jahr 1971 die Leitung der Expositur, die er bis ins Jahr 1991 innehatte. Nach dem Tod Schäffers im Jahr 1977 übernahm er auch die Leitung der Kulturvereinigung Oberschützen. Erster Präsident des von ihm gegründeten Vereins Komponisten und Interpreten im Burgenland (KIBu) war er ebenfalls.[2]

Auch die Blasmusik der Musikschule Oberschützen-Bad Tatzmannsdorf im Jahr 1979 geht auf seine Initiative zuürück.[3]

Schönfeldinger starb 2003 in Oberwart.

Literatur

  • Klaus Aringer: (Hrsg.): 50 Jahre Expositur und Institut Oberschützen. Dokumente-Erinnerungen-Bilder, 2015, Oberschützen, S.18f

Einzelnachweise

  1. Zum Tod von Herbert Schönfeldinger (1929-2020) vom 5. März 2020 abgerufen am 20. Oktober 2021
  2. Gerhard J. Winkler: KIBU. In: Oesterreichisches Musiklexikon. Online-Ausgabe, Wien 2002 ff., ISBN 3-7001-3077-5.
  3. Wie alles begann ... am Portal der Gemeinde Bad Tatzmannsdorf abgerufen am 20. Oktober 2021