Heinrich II. (Österreich)

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Die im 19. Jahrhundert geschaffene Statue von Herzog Heinrich (I.) "Jasomirgott", unter dessen Herrschaft Wien Hauptsitz der Babenberger im Herzogtum Österreich wurde, befindet sich auf dem Platz vor dem Wiener Rathaus

Herzog Heinrich (II.) "Jasomirgott"[A 1] (* im 12. Jahrhundert; † 13. Jänner 1177, in Wien), auch Heinrich von Österreich oder Heinrich (XI.) von Baiern[A 2], herrschte über Gebiete in der heutigen Republik Österreich. Unter ihm wurde das Herzogtum Österreich gegründet, welches bis zum Ende der Zweiten Republik Österreich mit dem Beitritt zur EU als Herkunftsland der späteren Länder und Länderkomplexe mit Namen Österreich gilt. Er gilt außerdem als ein Gründer der Stadt Wien[A 3], die er zu seinem Hauptsitz machte. Damit begründete er langfristig ihre herausragende Stellung, welche sie als Hauptsitz, wichtiger Landstand des Herzogtums Österreich, vorübergehende Reichsstadt, Hauptstadt des Herzogtums Österreich und später des Habsburgerreiches und schließlich Hauptstadt der beiden Republiken Österreich und seit dem 20. Jahrhundert auch eigenes Bundesland seit Jahrhunderten bis in die Gegenwart halten konnte.

Herkunft und Familie

Heinrich Jasomirgott entstammte einer Herrscherfamilie, die heute als die Babenberger bezeichnet wird. Er war einer der Söhne von Markgraf Leopold "dem Heiligen" aus dessen Ehe mit Agnes, der Tochter von Kaiser Heinrich IV. Er war der ältere Bruder von Herzog Leopold von Baiern, Markgraf von Österreich.[1] Durch die erste Ehe seiner Mutter Agnes war Leopold ein Halbbruder von König Konrad III.. Durch die Ehen seiner Schwestern war er mit einer Reihe bedeutender Adelsfamilien aus dem Reich verwandt:

Heinrich (I.) Jasomirgott heiratete zweimal:

∞ in 1. Ehe Gertrud, die Tochter von Kaiser Lothar III. und Witwe von Herzog Heinrich "dem Stolzen". Sie war die Mutter von Herzog Heinrich "dem Löwen"[4]
  • Richardis ∞ mit dem Landgrafen Heinrich von Steffling[1], einem Verwandten der Burggrafen von Regensburg
∞ in 2. Ehe Theodora Komnena, einer Nichte des byzantinischen Kaisers Manuel (I.)[4]

Herzog von Baiern

Wappensiegel von Herzog Heinrich (II.) "Jasomirgott" nach einer Zeichnung von Karl von Sava aus dem 19. Jahrhundert

Heinrich Jasomirgott wurde 1140 zum Pfalzgraf am Rhein erhoben. Nach dem Tod seines Bruders Leopold (IV.) ist er im Jänner oder Februar 1142 erstmals als Markgraf von Österreich genannt. Nach dem Jänner und vor dem 18. April 1143 tritt er erstmals als Herzog Heinrich (XI.) von Baiern in Erscheinung[5]. Diese Position behauptete er bis 1156. Um Herzog von Baiern zu werden, legte er das einflussreiche Amt des Pfalzgrafen am Rhein nieder und verzichtete auf die rheinischen Hausgüter aus dem Besitz der Salier, die er von seiner Mutter geerbt hatte, zugunsten der Familie von König Konrad III.[6] Der viel versprechende Versuch, die Auseinandersetzung mit den Welfen um die Herrschaft über das Herzogtum Baiern durch seine Eheschließung mit der Kaisertochter Gertrud friedlich beizulegen, scheiterte an ihrem frühen Tod und dem Umstand, dass es aus dieser kurzen Ehe keine Sohn gab.[7] 1145/46 musste Herzog Heinrich einen Aufstand seiner österreichischen Ministerialen niederschlagen.[8] In den Folgejahren war er in erbitterte Kämpfe mit der Familie der Welfen verwickelt, von welchen auch die Markgrafschaft Österreich betroffen war, nicht zuletzt, da die Welfen durch den steirischen Markgrafen Otakar (III.), der über seine Mutter mit ihnen verwandt war, und einen ungarischen Thronanwärter unterstützt wurden. Zudem mischten sich auch der böhmische König und mehrere Bischöfe ein.[9] Nach seiner Rückkehr vom sogenannten "Zweiten Kreuzzug" konnte Herzog Heinrich jedoch seine Position im Herzogtum Baiern nochmals vorübergehend verbessern.[10] Sie verschlechterte sich sofort, als mit dem Herrschaftsantritt des späteren Kaisers Friedrich I. "Barbarossa" ein den Welfen nahestehender Herrscher an die Macht kam. Herzog Heinrich gelang es immerhin seine lehensrechtliche Stellung erfolgreich zu behaupten.[11] Außerdem konnte er während seiner Zeit als bairischer Herzog wichtige Beziehungen zum einigen dortigen Adelsfamilien herzustellen, die auch in seiner Zeit als österreichischer Herzog weiterbestanden.[12] Das betraf vor allem einige Adelsfamilien, die zwischen Ranshofen (heute Teil der Stadt Braunau und Reichersberg, am Inn oder an der Salzach begütert waren.[13]

Herzog von Österreich

Nach zähen Verhandlungen verzichtete Herzog Heinrich schließlich auf die bairische Herzogswürde. Als Gegenleistung für seinen Verzicht wurde die Markgrafschaft Österreich 1156 zu einem eigenständigen Herzogtum, von Baiern nun unabhängigen Herzogtum erhoben, welches er bis zu seinem Tod als Herzog von Österreich regierte. Dieses neu gebildete Herzogtum umfasste damals bereits große Teile des heutigen Bundeslandes Niederösterreich sowie im späteren Bundesland Oberösterreich gelegenen Grafschaften. Außerdem erhielt er als weitere Entschädigung gemeinsam mit seiner zweiten Ehefrau Theodora von Kaiser Friedrich I. "Barbarossa" mit dem "Privilegium minus" (1156) Sonderrechte verliehen, die für die weitere Geschichte seiner Familie und seines Herzogtums noch wichtig werden sollten.[14] Wem von den kirchlichen und weltlichen Reichsfürsten tatsächlich das Verdienst zukam, diese Lösung vermittelt oder angeregt zu haben, ist bisher nicht eindeutig geklärt werden. In der neueren Geschichtsforschung werden diesbezüglich folgende Personen diskutiert: die Bischofe Otto von Freising († 1158)[A 4] und Hartmann von Brixen († 1164)[A 5] sowie der spätere böhmische König Vladislav (II.) († 1174)[A 6].[15] Die Zeugenliste des "Privilegium minus" enthält im Wesentlichen jene Fürsten, Grafen, Edelfreie, Hochfreie und Ministeriale, die an einer Neuordnung im Südosten des Reiches Interesse hatten. Ungewöhnlich ist, dass als Zeugen hier einmal alle Bischöfe der bairischen Kirchenprovinz aufscheinen und neben dem Bischof von Bamberg, der von Kaiser Friedrich I. häufig bei schwierigen Verhandlungen zugezogen wurde, auch der Bischof von Trient und der Patriach von Aquileia. Weitere Zeugen sind enge Verwandte des Kaisers, unter diesen Herzog Welf VI., wohl als Garant der welfischen Partei, sowie Markgraf Albrecht (I.) von Brandenburg ("Albrecht der Bär").[16] Auffällig ist, dass unter den genannten Zeugen Markgraf Otakar (III.) von Steier fehlt.[17]

Das tatsächliche Ausmaß der im "Privilegium minus" verliehenen Sonderrechte ist in der Forschung wiederholt diskutiert worden. Feststeht, dass einige dieser Rechte als innovativ einzustufen sind, da sie bisher im Rahmen der Reichsverfassung nicht bekannt gewesen oder gestattet worden waren. Neben der Erbfolge von Töchtern beim Fehlen von erbberechtigten Söhnen war zum Beispiel ein Designationsrecht ("libertas affectandi") festgeschrieben, dass dem Herzog beim Fehlen von erbberechtigten Kinder eine Mitbestimmung bei der Nachfolgeregelung einräumte. Nach einer weiteren Bestimmung durfte jede Gerichtsbarkeit im Lande nur mit Genehmigung des Herzogs ("sine ducis consensu vel percessione") ausgeübt werden. Hinzu kamen noch die rechtliche Erlaubnis, nur mehr an den königlichen und kaiserlichen Hoftagen im Herzogtum Baiern teilnehmen zu müssen und dem König beziehungsweise Kaiser nur mehr auf dessen Kriegszügen in die dem Herzogtum benachbarte Länder Heerfolge leisten zu müssen. Diese verbrieften Rechten gaben dem Herzog mehr Möglichkeit, sich dem Ausbau seiner eigenen Landesherrschaft zu widmen. Er konnte sich so auch eine ganze Reihe von beträchtlichen Kosten ersparen, welche zum Beispiel die Reise zum Hoftag und der Aufenthalt dort für ihn und sein Gefolge bedeuteten, zudem er durchaus verpflichtet war, sich auf einem solchen auch im eigenen Interesse standesgemäß zu präsentieren. Die Eingrenzung der Heerfolge auf die Nachbarländer, konkret auf die Herrschaft von Friedrich Barbarossa bezogen, befreite den Herzog zum Beispiel von der Teilnahme an dessen zahlreichen Italienfeldzügen.[18] Allerdings sah sich der Herzog keineswegs dazu verpflichtet, die rechtlichen Möglichkeiten, die ihm im "Privilegium minus" eingeräumt worden waren, tatsächlich nutzen zu müssen. So begleitete Herzog Heinrich zum Beispiel den Kaiser 1158 und 1162 auf Italienfeldzuge, wobei er unter den angesehensten Reichsfürsten aufscheint.[19] Im den Auseinandersetzungen zwischen Kaiser Friedrich I. mit verschiedenen Päpsten, die zeitweilig zu einem Schisma führten, stand der Herzog gewöhnlich auf der Seite des Kaisers, wobei er allerdings gegenüber den Vertreter der Gegenseite eine gewisse Neutralität wahrte.[20]

Heinrich Jasomirgott und die Stadt Wien

Herzog Heinrich Jasomirgott an der Außenfassade des Wiener Schottenstiftes

1146 zog sich Herzog Heinrich Jasomirgott nach einer Niederlage gegen ein Heer der Magyaren nach Wien, das unter ihm erstmals als Stadt ("civitas") bezeichnet wird, zurück. Im Mai 1147 weihte Reginbert von Hagenau, damals Bischof von Passau, der sich als Teilnehmer des Kreuzzugs von König Konrad III. in Wien aufhielt, dort die Kirche St. Stephan, an der damals gebaut wurde.[21] Nach der Erhebung der Markgrafschaft Österreich zum Herzogtum machte Herzog Heinrich die "Burg am Hof" (heute: 1. Wiener Gemeindebezirk) zu seinem Herrschaftssitz. Mit seiner Ehefrau Theodora gründete er um 1155 das legendäre Wiener Schottenkloster.[4] 1165 hielt sich Kaiser Friedrich I. Barbarossa fast vierzehn Tage in Wien auf, wo Bischof Eberhard von Regensburg und Herzog Heinrich Jasomirgott den von ihm geforderten Eid auf Papst Paschalis III. (Guido von Crema) leisteten. Im Februar 1172 hielt sich Herzog Heinrich der Löwe auf seiner Reise ins Heilige Land mit prominenter Begleitung vorübergehend in Klosterneuburg und Wien auf.[22]

Dass sich die babenbergische Grundherrschaft unter Herzog Heinrich nicht nur auf den damaligen Ort Wien bezog, sondern auch auf Teile des heute zur Stadt Wien zugehörigen Umfeldes, ergibt sich aus der Nennung einer Reihe von seinen Ministerialen[A 7], welche dort Lehen besaßen, als Zeugen im Jahr 1156:[23]

Orte mit Bezug zu Herzog Heinrich (II.) "Jasomirgott" im heutigen Österreich

Oberösterreich

Steiermark

  • Admont: Um 1168/69 gelangte Herzog Heinrich (II.) in den Besitz der Vogtei über das Stift Admont.[26] Allerdings dürften einige Vogteirechte im Besitz der steirischen Markgrafen gewesen sein. Diese kamen erst mit dem Tod von Markgraf Otakar (IV.) († 1192) an die Babenberger.[27]

Erinnerungsstätten im heutigen Österreich

An Herzog Heinrich (II.) "Jasomirgott" erinnert der Freiheitsstein in Obritzberg aus dem Jahr 1148

Niederösterreich

  • Klosterneuburg: Hier befindet sich eine bis heute erhaltenen Abschrift des "Privilegium minus", dessen Originalurkunde, ausgestellt mit 17. September 1156, einschließlich der Urkundenbestätigung durch Kaiser Friedrich II. "Stupor Mundi" aus dem Jahr 1245, heute als verschollen gilt. Die Abschrift wurde um 1247 angefertigt. Das Original wurde vermutlich unter (Erz-)Herzog Rudolf (IV.) "dem Stifter" zerstört.[28]
  • Melk: Ein Historienbild von Herzog Heinrich (II.) Jasomirgott befindet sich in der "Babenberger-Galerie" in Stift Melk.
  • Mödling: In Mödling wurde nach Herzog Heinrich (II.) Jasomirgott, dessen Sohn auf der gleichnamigen Burg residierte, im Jahr 1872 die Jasomirgottgasse benannt.
  • Obritzberg-Rust: 1148 wurde der Ort Obritzberg zur selbständigen Pfarre erhoben. welcher Herzog Heinrich (II.) "Jasomirgott" das Recht verlieh, Verfolgten gegen Bezahlung einige Tage Kirchenschutz gegen Strafverfolgung zu gewähren. Deswegen ließ er am Kirchberg von Obritzberg einen Freiheitsstein setzen, der sich bis heute dort erhalten hat.[29]

Wien

  • Nach Heinrich Jasomirgott wurde 1876 im 1. Bezirk die Jasomirgottstraße benannt.[30]
  • Nach seinem Tod wurde der Herzog im Schottenkloster beigesetzt.[31] An der auf der Südseite gelegenen Außenwand der Stiftskirche befindet sich seit 1652 der Heinrich-Jasomirgott-Brunnen. Die dortige Statue des Herzogs ist ein Werk des Bildhauers Josef Breitner († 1930) aus dem Jahr 1893.
  • An den Herzog erinnert außerdem eine Statue des Bildhauers Franz Melnitzky († 1876) auf dem Wiener Rathausplatz, die dort Teil einer Figurengruppe mit Wien-Bezug ist.
  • Der Herzog gehört zu jenen historischen Personen, welche am 28. Februar 1863 von Franz Joseph I. in seine Liste der "berühmtesten, zur immerwährenden Nacheiferung würdiger Kriegsfürsten und Feldherren Österreichs" aufgenommen wurde. Die in die Liste aufgenommenen Personen wurden wenig später durch die Aufstellung von einer lebensgroßen Statue in der sogenannten Feldherrenhalle im Eingangsbereich des neu errichteten Heeresgeschichtlichen Museums in Wien postum geehrt. Die Marmor-Statue von Herzog Heinrich (II.) "Jasomirgott" stammt aus dem Jahr 1872 und ist ein Werk des Bildhauers Johann Pertscher († 1872). Sie zählt zu jenen dieser Statuen, für deren Herstellungskosten der Kaiser selbst aufkam.[32]

Heinrich Jasomirgott in Legende und Sage

Der Legende nach soll der Beiname des Herzogs darauf zurückgehen, dass der Herzogs gerne den Ausspruch getan hätte: joch sam mir got (helfe). Die tatsächliche Bedeutung dieses Beinamens ist bisher nicht eindeutig geklärt. Als relativ wahrscheinlich gilt, dass der Beiname mit Heinrichs Teilnahme am sogenannten "Zweiten Kreuzzug" zusammenhängt und auf die Verballhornung einer arabischen Bezeichnung für ihn zurückgeht. Überliefert ist der Beiname erst im 14. Jahrhundert.[33]

Literatur

  • Helmut Hanko: Herzog Heinrich II. Jasomirgott. Pfalzgraf bei Rhein – Herzog von Bayern – Herzog von Österreich. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt, 2012, ISBN 978-3-534-25605-1
  • Walter Kleindel: Österreich Chronik. Daten zur Geschichte und Kultur. Verlag Carl Ueberreuter, Wien / Heidelberg, 1978
  • Karl Lechner: Die Babenberger. Markgrafen und Herzoge von Österreich 976–1246. Böhlau Verlag, Wien / Köln / Weimar, 6. Auflage 1996. ISBN 3-205-98569-9
  • Georg Scheibelreiter: Die Babenberger. Reichsfürsten und Landesherren. Böhlau Verlag, Wien / Köln / Weimar, 2010. ISBN 978-3-205-78573-6

Literatur zu Teilaspekten

Weblinks

 Heinrich II. (Österreich) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 vgl. Walter Kleindel: Österreich Chronik. Daten zur Geschichte und Kultur, 1978, Stammtafel (im Anhang)
  2. vgl. Klaus Lohrmann: "Die Babenberger und ihre Nachbarn". Böhlau Verlag, Wien / Köln / Weimar, 2020. ISBN 978-3-205-20636-1 S. 295 und S. 296
  3. vgl. Georg Scheibelreiter: Die Babenberger, 2010, S. 226
  4. 4,0 4,1 4,2 vgl. Walther Krenn: Allgemeine Geschichte Europas und des nahen Ostens. Verlag Leitner & Co., Wels / Wunsiedel / Zürich, 3. Auflage 1955, S. 133
  5. vgl. Klaus Lohrmann: "Die Babenberger und ihre Nachbarn". Böhlau Verlag, Wien / Köln / Weimar, 2020. ISBN 978-3-205-20636-1 S. 257
  6. vgl. Georg Scheibelreiter: Die Babenberger, 2010, S. 194
  7. vgl. Georg Scheibelreiter: Die Babenberger, 2010, S. 195
  8. vgl. Klaus Lohrmann: "Die Babenberger und ihre Nachbarn". Böhlau Verlag, Wien / Köln / Weimar, 2020. ISBN 978-3-205-20636-1 S. 264
  9. 9,0 9,1 vgl. Georg Scheibelreiter: Die Babenberger, 2010, S. 197
  10. vgl. Georg Scheibelreiter: Die Babenberger, 2010, S. 200f.
  11. vgl. Georg Scheibelreiter: Die Babenberger, 2010, S. 201 und S. 202-205
  12. vgl. Klaus Lohrmann: "Die Babenberger und ihre Nachbarn". Böhlau Verlag, Wien / Köln / Weimar, 2020. ISBN 978-3-205-20636-1 S. 265
  13. vgl. Klaus Lohrmann: "Die Babenberger und ihre Nachbarn". Böhlau Verlag, Wien / Köln / Weimar, 2020. ISBN 978-3-205-20636-1 S. 266
  14. vgl. Felix Czeike (Hrsg.): Herzogtum Österreich. In: Historisches Lexikon Wien. Band 3, Kremayr & Scheriau, Wien 1994, ISBN 3-218-00545-0, S. 168.
  15. vgl. [w:Georg Scheibelreiter|Georg Scheibelreiter]]: Die Babenberger, 2010, S 214
  16. vgl. [w:Georg Scheibelreiter|Georg Scheibelreiter]]: Die Babenberger, 2010, S 214f.
  17. vgl. [w:Georg Scheibelreiter|Georg Scheibelreiter]]: Die Babenberger, 2010, S 215
  18. vgl. [w:Georg Scheibelreiter|Georg Scheibelreiter]]: Die Babenberger. Reichsfürsten und Landesherren. Böhlau Verlag, Wien / Köln / Weimar, 2010. ISBN 978-3-205-78573-6. S. 211ff.
  19. vgl. [w:Georg Scheibelreiter|Georg Scheibelreiter]]: Die Babenberger, 2010, S. 213
  20. vgl. [w:Georg Scheibelreiter|Georg Scheibelreiter]]: Die Babenberger, 2010, S. 220ff.
  21. vgl. Ferdinand Opll: Nachrichten aus dem mittelalterlichen Wien: Zeitgenossen berichten. Böhlau Verlag, Wien / Köln / Weimar, 1995, ISBN 978-3-205-98372-9, S. 18
  22. vgl. Ferdinand Opll: Nachrichten aus dem mittelalterlichen Wien: Zeitgenossen berichten. Böhlau Verlag, Wien / Köln / Weimar, 1995, ISBN 978-3-205-98372-9, S. 19
  23. vgl. Georg Scheibelreiter: Die Babenberger, 2010, S. 207
  24. vgl. Stiftungsurkunde von Stift Waldhausen, Monasterium.NET, abgerufen am 4. Dezember 2021
  25. vgl. Klaus Lohrmann: "Die Babenberger und ihre Nachbarn". Böhlau Verlag, Wien / Köln / Weimar, 2020. ISBN 978-3-205-20636-1 S. 259
  26. vgl. Georg Scheibelreiter: Die Babenberger, 2010, S. 223
  27. vgl. Klaus Lohrmann: "Die Babenberger und ihre Nachbarn". Böhlau Verlag, Wien / Köln / Weimar, 2020. ISBN 978-3-205-20636-1 S. 295
  28. vgl. Georg Scheibelreiter: Die Babenberger, 2010, S. 211
  29. vgl. [=recreation Obritzberg-Rust], Mostviertel.AT, abgerufen am 3. Dezember 2021
  30. vgl. Peter Autengruber: Lexikon der Wiener Straßennamen. Bedeutung, Herkunft, frühere Bezeichnungen. Wien: Pichler Verlag 2001 (4. Auflage), ISBN 3-85431-230-X, S. 114
  31. vgl. Ferdinand Opll: Nachrichten aus dem mittelalterlichen Wien: Zeitgenossen berichten. Böhlau Verlag, Wien / Köln / Weimar, 1995, ISBN 978-3-205-98372-9, S. 20
  32. vgl. Johann Christoph Allmayer-Beck: Das Heeresgeschichtliche Museum Wien. Das Museum und seine Repräsentationsräume. Kiesel Verlag, Salzburg, 1981. ISBN 3-7023-0113-5. S. 29
  33. vgl. Georg Scheibelreiter: Die Babenberger, 2010, S 213

Anmerkungen

  1. In der Literatur finden sich mehrere Bezeichnungen. Um Verwechslungen innerhalb der Dynastie der Babenberger, aber auch mit den Herzögen von Österreich aus dem Haus Habsburg zu vermeiden, wird in diesem Artikel der Beiname verwendet, zudem der "Familienname" Babenberger keineswegs für das Mittelalter belegt ist.
  2. Die Schreibweise des Landes Bayern mit y wurde erst einige Jahre nach dem Wiener Kongress im 19. Jahrhundert durch einen gesetzlichen Beschluss des damaligen Königs eingeführt. Da es um hier um das Stammesherzogtum geht, wird in diesem Artikel die Schreibung mit i verwendet.
  3. Die Stadt Wien war unter der Herrschaft der Babenberger seit Herzog Heinrich (II.) ("Heinrich Jasomirgott") Sitz des Herzogs von Österreich, war während des Interregnums eine Reichsstadt und gehörte später zu den wichtigsten Residenzen der Habsburger. Im 15. Jahrhundert behauptete Wien sich als Hauptstadt des Herzogtums Österreich "unter der Enns", aber erst im 17. Jahrhundert wurde es die Hauptstadt des "Habsburgerreiches". Bis Mitte des 19. Jahrhunderts umfasste die Stadt Wien im Wesentlichen jenen Stadtteil, der heute den ersten Bezirk bildet. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden durch Eingemeindung die Wiener Bezirke 2-9. Ende des 19. Jahrhunderts beziehungsweise in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstanden durch Eingemeindung die Bezirke 10-23.
  4. Bischof Otto von Freising wird unter den Zwischenträgern der Verhandlungen im Jahr 1155 genannt, die allerdings noch keinen Erfolg hatten. Zur Beilegung des politischen und gesellschaftlichen Konflikts besaß er ideale Voraussetzungen, außer der engen Verwandtschaft mit den beteiligten Akteuren, geistige Autorität und wohl auch eine Art theologisch fundierte staatsrechtliche Sicht
  5. Bischof Hartmann von Brixen stand der sogenannten "Reformkirche" nahe. In der neueren Forschung gilt er als einer der wichtigsten Berater von König beziehungsweise Kaiser Friedrich I. Barbarossa. Als früherer Propst von Klosterneuburg dürfte er zudem freundschaftliche Kontakte zu Herzog Heinrich (II.) "'Jasomirgott" gehabt haben
  6. Herzog beziehungsweise König Vladislav II. war der Schwager von Herzog Heinrich II. "Jasomirgott" und dürfte als direkter Nachbar großes Interesse an einer Klärung der dortigen Verhältnisse gehabt haben. Dass er mit der zeremoniellen Verkündigung des Fürstenspruches beauftragt wurde, wäre eine Indiz für seine Mitwirkung.
  7. Die Ministerialen, auch als "Dienstadel" bezeichnet, bildeten im Mittelalter innerhalb des "niederen" Adels eine eigene Gruppe. Ursprünglich "Unfreie", waren sie durch ein Dienst- oder Lehnsverhältnis in den "niederen" Adel aufgestiegen, im Unterschied zu den "edelfreien" oder "hochfreien" Adelsfamilien.
  8. Die Edelfreien oder Hochfreien waren innerhalb des Adels ein eigener landrechtlicher Stand. Als Edelfreie oder Hochfreie galten im Mittelalter Personen, die eine dynastische Herkunft aufweisen konnten und ihren Besitz als "freies Eigen" besaßen. Die Edel- und Hochfreien waren dem fürstenmäßigen hohen Adel gleichgestellt, rechtlich hatten sie eine Zwischenstellung zwischen den Personen, welche im Besitz der "wirklichen" alten Gaugrafschaften und Stammesherzogtümern waren und den nur ritterbürtigen Mittelfreien. Im Unterschied zu den Ministerialen verdankten sie ihren Adel nicht einem Dienst- oder Lehnsverhältnisses und waren somit keiner anderen Dynastien untergeordnet. Sie unterstanden nur dem König beziehungsweise dem Kaiser. Seit dem 11. Jahrhundert galten ihre Territorien daher als "reichsfrei", "königsfrei" oder "reichsunmittelbar". Sie führten gewöhnlich den Titel Herr oder Freiherr, im Spätmittelalter oder in der frühen Neuzeit gelang einigen der Aufstieg in den Grafenstand, während sich die meisten, nicht immer gegen ihren Willen, in die Lehensabhängigkeit mächtigerer Adelsfamilien gerieten.
VorgängerAmtNachfolger
Markgraf Leopold (IV.) der Freigiebige
(Herzog Leopold von Baiern)
Herrscher über die Mark Österreich
(bis 1156 als Markgraf, danach als Herzog)
Altösterreich Adalbert Babenberger Stammbaum.svg
1141-1177
Herzog Leopold (V.) der Tugendreiche
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