Heinrich II. von Neitberg

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Der Kapitelsaal von Stift Lilienfeld - hier. Hier befand sich im Mittelalter die "Neitberger" oder "Neuberger Kapelle", die für mehrere Mitglieder Familie der Neitberger die Grabkapelle war. Sie wurden von Gottschalk (IX.) und seinem Bruder Heinrich (II.) entsprechend gefördert.

Heinrich (II.) von Neitberg oder Neitperg (* im 14. Jahrhundert; † im 14. Jahrhundert, nach dem 24. Juni 1394 und vor dem 20. Jänner 1400)[A 1], auch Heinrich von Neuberg oder Heinrich von Nitberg, war ein angesehener Adliger des Herzogtums Steier, der sich meistens außerhalb von diesem und nördlich der Alpen aufhielt.

Herkunft und Familie

Heinrich (II.) von Neitberg entstammte der steirischen Ministerialenfamilie[A 2] der Neitberger. Er war einer der Söhne von Gottschalk (VIII.) von Neitberg († um 1360) aus dessen Ehe mit Margarete (II.) von Puchheim († 1343) und ein Bruder der Bischöfe Hans von Seckau († 1399) und Jörg (I.) von Chiemsee († um 1395).[1]

Heinrich (II.) von Neitberg war seit ca. 1363 mit Elsbeth, der Tochter von Hartnid von Losenstein, verheiratet.[2] Aus dieser Ehe hatte er mindestens zwei Kinder:

Leben

Heinrich (II.) von Neitberg, urkundlich genannt 1361-1394, ist 1361 erstmals als Schwager von Peter von Ebersdorf belegt, dem Ehemann seiner Schwester Anna. Um 1363 war er Hauptmann zu Salzburg. Etwa um diese Zeit schloss er seine Ehe mit Elsbeth von Losenstein, für deren Heimsteuer er am 31. Mai 1363 die Dörfer Rohr (Unterrohr) und "Rugersdorf" (St. Johann in der Haide) versetzte. Der Ehevertrag sah vor, dass diese Heimsteuer, wenn es keine "Leibeserben" geben sollte, nach ihrem Tod in den Besitz ihrer Verwandten übergehen würde.[4]

Heinrich (II.) von Neitberg hielt sich meistens nördlich der Alpen auf, so in Linz, in Salzburg, im Umfeld von St. Pölten und in Wien, wo er als Hausbesitzer belegt ist. Die Neuberger Lehen jenseits des Wechsel, die zur Ochsenburg (heute Teil von St. Pölten) gehörten, trat er 1385 an seinen Schwiegersohn Ulrich (IV.) von Wallsee ab. 1394 führte er mit anderen Familienmitgliedern einen Erbschaftsstreit der Familie der Puchheimer um das Erbe seiner Mutter Margarete. Urkundlich ist er zuletzt am 24. Juni 1394 in Wien belegt. Am 20. Jänner 1400 war er bereits gestorben.[4]

Literatur

  • Fritz Posch: Das steirische Ministerialengeschlecht der Nitberg-Neitberg (Neuberg), seine steirischen und österreichischen Besitzungen und seine Beziehungen zum Kloster Lilienfeld'. In: Herwig Ebner (Hrsg.): Festschrift für Friedrich Hausmann. Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Graz, 1977. ISBN 3-201-01040-5. S. 409-442

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 vgl. Fritz Posch: Das steirische Ministerialengeschlecht der Nitberg-Neitberg (Neuberg), 1977, S. 439
  2. vgl. Fritz Posch: Das steirische Ministerialengeschlecht der Nitberg-Neitberg (Neuberg), 1977, S. 418 und S. 439
  3. vgl. Fritz Posch: Das steirische Ministerialengeschlecht der Nitberg-Neitberg (Neuberg), 1977, S. 420 und S. 439
  4. 4,0 4,1 vgl. Fritz Posch: Das steirische Ministerialengeschlecht der Nitberg-Neitberg (Neuberg), 1977, S. 419

Anmerkungen

  1. Hinweise, vgl. Fritz Posch: Das steirische Ministerialengeschlecht der Nitberg-Neitberg (Neuberg), 1977, S. 419 und S. 439
  2. Die Ministerialen, auch als "Dienstadel" bezeichnet, bildeten im Mittelalter innerhalb des "niederen" Adels eine eigene Gruppe. Ursprünglich "Unfreie", waren sie durch ein Dienst- oder Lehnsverhältnis in den "niederen" Adel aufgestiegen, im Unterschied zu den "edelfreien" oder "hochfreien" Adelsfamilien.