Herlieb von der Mühle

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Herlieb (II.) von der Mühle (* im 13. Jahrhundert; † im 13. Jahrhundert, um / nach 1279), auch Herlibus de Molendino, war Adliger des Herzogtums Österreich[A 1] und Gefolgsmann der Herren von Lengbach.

Herkunft und Familie

Herlieb (II.) von der Mühle stammte aus einer Familie, die sich nach einem heute nicht mehr zu identifizierenden Ort in der Nähe von Neulengbach benannte, der sich vielleicht an der Großen Tulln befand. Ein gleichnamiger Vorfahre, Herlieb (I.) von der Mühle, ist im ersten Viertel des 13. Jahrhunderts im Gefolge der (edelfreien) Herren von Lengbach belegt. Ein weiterer Angehöriger der Familie war Propst Herlieb von Herzogenburg († 1340), der ein Seelgerät für seine Eltern Herlieb und Mechthild stiftete. Weitere Familienangehörige dürften außerdem Herlieb von Murstetten (belegt 1287-1301) und Herlieb von Burgstall, der sich nach einem Burgstall bei Maria Anzbach benannte, sein.[1]

Leben

Herlieb (II.) von der Mühle, der zu den engeren Gefolgsleuten von Friedrich von Lengbach gehörte, ist zwischen 1268 und 1279 belegt.[1]

Literatur

  • Günter Marian: Studien zum mittelalterlichen Adel im Tullnerfeld. (Forschungen zur Landeskunde von Niederösterreich. Hrsg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich. Band 39). St. Pölten, 2017. ISBN 978-3-901234-27-9[A 2]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 vgl. Günter Marian: Studien zum mittelalterlichen Adel im Tullnerfeld, 2017, S. 274

Anmerkungen

  1. Das Herzogtum Österreich war aus der Markgrafschaft Österreich, die ursprünglich zum Stammesherzogtum Baiern gehört hatte und 1156 von diesem gelöst worden war, entstanden. Damals erfolgte die Erhebung der Markgrafschaft Österreich zum eigenständigen Herzogtum Österreich. Das Herzogtum umfasste ursprünglich nur das heutige Bundesland Wien und einige Teile des heutigen Bundeslandes Niederösterreich sowie drei Siedlungen im heutigen Bundeslandes Oberösterreich. Im Spätmittelalter vergrößerte sich das Herzogtum Österreich um weitere Teile der späteren Bundesländer Niederösterreich und Oberösterreich. Erst 1417 kam die Stadt Steyr mit der gleichnamigen Herrschaft, die zuvor zum Herzogtum Steier gehört hatte, endgültig zum Herzogtum Östereich. Im 15. Jahrhundert spaltete sich das damalige Herzogtum Österreich in zwei Teilherzogtümer auf: Österreich ob der Enns (heute im Wesentlichen: Oberösterreich, ohne das Innviertel) und Österreich unter der Enns (heute im Wesentlichen: Niederösterreich, ohne Pitten und Wiener Neustadt)
  2. Publikation von Günter Marian: Studien zum mittelalterlichen Adel im Tullnerfeld. Dissertation, Universität Wien, 2015 digital