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Johanna II. (Neapel)

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Johanna von Anjou, auch Johanna von Apulien oder Giovanna von Neapel-Durazzo (* um 1373, in Neapel; † 1435, in Neapel), seit 1414 als Johanna / Giovanna (II.) Herrscherin des Königreiches Neapels, war durch Heirat eine Herzogin von Österreich.

Herkunft und Familie

Johanna war eine Tochter von König Carlo (III.) von Neapel ("Karl dem Kleinen") († 1386) aus dessen Ehe mit Margherita di Durazzo († 1412). Sie war die Schwester von König Ladislaus von Neapel ("Ladislaus dem Großmütigen) († 1414). Sowohl ihr Vater als auch ihr Bruder beanspruchten die ungarische Krone.

Johanna war von 1403-1406 mit Herzog Wilhelm von Österreich verheiratet, der zuvor mit ihrer Verwandten, der polnischen Königin Hedwig (Jadwiga) verlobt (oder verheiratet) gewesen war.[1]

Leben - Ergänzung

Nach der "Kleinen Klosterneuburger Chronik" reiste Johanna 1403 nach Wien, wo ihre Hochzeit mit Herzog Wilhelm von Österreich gefeiert wurde. Geleitet wurde sie dorthin von einer Gesandtschaft, zu welcher Bischof Berthold von Freising, der Pfarrer Andreas von Grillenberg (der Offizial des Bischofs von Passau in der Stadt Wien) und der Wiener Bürger Niklas Vorlauf (vermutlich ein Verwandter des späteren Wiener Bürgermeisters Konrad Vorlauf) gehörten. Für ihren Einzug in die Stadt benutzte sie einen verglasten Wagen, der besonders beeindruckend war.[2] Nach der "Chronica Austriae" von Thomas Ebendorfer soll Johanna nach Wilhelms Tod bereits am 22. September 1406 Wien verlassen haben. Angeblich wurde sie im Unterschied zu ihrer Hochzeitsreise in keineswegs ehrenvoller Weise in ihre Heimat zurückgeleitet.[3]

Einzelnachweise

  1. vgl. Ferdinand Opll: Nachrichten aus dem mittelalterlichen Wien: Zeitgenossen berichten. Böhlau Verlag, Wien / Köln / Weimar, 1995, ISBN 978-3-205-98372-9, S. 92f., S. 96 und S. 109
  2. vgl. Ferdinand Opll: Nachrichten aus dem mittelalterlichen Wien: Zeitgenossen berichten. Böhlau Verlag, Wien / Köln / Weimar, 1995, ISBN 978-3-205-98372-9, S. 109
  3. vgl. Ferdinand Opll: Nachrichten aus dem mittelalterlichen Wien: Zeitgenossen berichten. Böhlau Verlag, Wien / Köln / Weimar, 1995, ISBN 978-3-205-98372-9, S. 112