Josef Seger

Aus Regiowiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Josef Seger (* 12. Juni 1908 in Karlsthal in Schlesien; † 3. Mai 1998 in Mödling) war Grafiker und Maler, und als dieser Schöpfer zahlreicher Geldnoten und Briefmarken.

Leben

Familiengrab am Hinterbrühler Friedhof

Josef Seger, der Sohn des Fürstlich liechtensteinischen Forstdirektors Adolf Seger und seiner Frau Hedwig (beide waren Liechtensteiner Abstammung, geborene Real ist an dem Dienstort seines Vaters in Schlesien geboren, wo er auch die Volksschule besuchte. Nach dem zweiten Weltkrieg kam er mit seiner Familie - er hatte noch zwei Geschwister - nach Mödling, nahe dem Schloss Liechtenstein.

Er konnte trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten seiner Familie zur Förderung seiner zeichnerischen Begabung die Grafische Lehr- und Versuchsanstalt in Wien besuchen. Schon nach einem Jahr, wo er eine Spezialausbildung in grafischen Techniken, Holzschnitt, Radierung und Kupferstich u.a. bei Alfred Cossmann absolvierte, konnte er an die Akademie der bildenden Künste wechseln, wo er direkt in die Meisterschule aufgenommen wurde.

In den Jahren 1935 bis 1970 unterrichtete er an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien. Zeitweise war er auch Direktor-Stellvertreter. Diese Zeit wurde allerdings unterbrochen, als er 1945 bis 1948 mit seiner Familie in Vaduz lebte. Als Künstler arbeitete er sehr vielseitig wie beispielsweise an Kirchenfenstern. Auch im öffentlcihen Raum findet man seine Werke, wie am Maria-Franc-Hof in Wien. Bekannt sind allerdings die Motive auf Banknoten, die sich sowohl auf Schillingbanknoten ebenfalls wie auf den Reichsmark befanden. Auch Liechtensteiner Briefmarken wurden von ihm erstellt. Über seine Tierzeichnungen schrieb Konrad Lorenz:

„Es gibt nur wenige gute Maler, vor allem wenige solche, die imstande sind, Anatomie und Dynamik des Körpers richtig darzustellen. Das ist heute unmodern geworden und viele der Modernen halten es für völlig unnötig, auch nur das Geringste von Anatomie zu wissen.“

KOnrad Lorenz[1]

Von der Stadt Wien erhielt er dreimal einen Auszeichnung für das Beste Plakat des Jahres.

Seger starb 1998 in Mödling. Begraben wurde er am Hinterbrühler Friedhof.

Einzelnachweise

  1. Josef Seger und Liechtenstein abgerufen am 6. April 2021

Weblinks

 Josef Seger – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons