Konrad Eisenbeutel der Jüngere

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Konrad (V.) Eisenbeutel (* im 13. Jahrhundert, vor 1312; † 14. Jahrhundert, nach 1334), auch Konrad Eisenbeutel der Jüngere, Konrad von Osterburg oder Konrad Eisenbeutel zu Osterburg, war Adeliger des Herzogtums Österreich[A 1].

Herkunft und Familie

Konrad (V.) Eisenbeutel entstammte einer Ministerialienfamilie. Er war der Sohn von Konrad (IV.) Eisenbeutel zu Osterburg (dem Älteren).[1] Konrad (V.) war mit Agnes von Atzenbrugg († 1347), einer Tochter von Ortolf (III.) von Atzenbrugg, verheiratet.[1] Aus dieser Ehe hatte er zwei Töchter:

  • Anna Eisenbeutel von Osterburg (belegt um 1347)[2]
∞ in 1. Ehe mit Konrad von Scheuernberg
∞ in 2. Ehe mit Hans Schenk von Dobra
  • Agnes Eisenbeutel von Osterburg (belegt um 1347)[2]
∞ mit Marchart von Tiernstein, Besitzer eines Drittels der Burg Atzenbrugg[3]

Leben

Um 1314 verkaufte Konrad (V.) Eisenbeutel mit der Zustimmung seiner beiden Schwestern Adelheid und Kunigunde und ihrer Ehemänner Friedrich (I.) von Atzenbrugg und Otto von Eckartsau seinen Anteil am Burgstall zu Eckartstein (heute: eine abgekommene Burg nordwestlich von Raxendorf bei Pöggstall). Mit seinem Schwager Friedrich von Atzenbrugg bürgte er außerdem für den ungestörten Besitz. Bei einem Weingartenverkauf von Kadold von Eckartsau, dem Bruder von seinem Schwager Otto, waren dieser, Friedrich von Atzenbrugg und er ebenfalls eingebunden.[4]

Literatur

  • Rudolf Büttner: Das Ministerialengeschlecht der Eisenbeutel und das Besitztum der Grafen von Schaunberg im Viertel ober dem Wienerwald. In: Jahrbuch für Landeskunde von Niederösterreich 38, 1970, S. 243-282 digital

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 vgl. Günter Marian: Studien zum mittelalterlichen Adel im Tullnerfeld. (Forschungen zur Landeskunde von Niederösterreich. Hrsg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich. Band 39). St. Pölten, 2017. ISBN 978-3-901234-27-9, S. 290
  2. 2,0 2,1 vgl. Rudolf Büttner: Das Ministerialengeschlecht der Eisenbeutel, 1970, S. 283, Stammtafel
  3. vgl. Günter Marian: Studien zum mittelalterlichen Adel im Tullnerfeld. (Forschungen zur Landeskunde von Niederösterreich. Hrsg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich. Band 39). St. Pölten, 2017. ISBN 978-3-901234-27-9, S. 306
  4. vgl. Günter Marian: Studien zum mittelalterlichen Adel im Tullnerfeld. (Forschungen zur Landeskunde von Niederösterreich. Hrsg. vom Verein für Landeskunde von Niederösterreich. Band 39). St. Pölten, 2017. ISBN 978-3-901234-27-9, S. 291

Anmerkungen

  1. Das Herzogtum Österreich war aus der Markgrafschaft Österreich, die ursprünglich zum Stammesherzogtum Baiern gehört hatte und 1156 von diesem gelöst worden war, entstanden. Damals erfolgte die Erhebung der Markgrafschaft Österreich zum eigenständigen Herzogtum Österreich. Das Herzogtum umfasste ursprünglich nur das heutige Bundesland Wien und einige Teile des heutigen Bundeslandes Niederösterreich sowie drei Siedlungen im heutigen Bundeslandes Oberösterreich. Im Spätmittelalter vergrößerte sich das Herzogtum Österreich um weitere Teile der späteren Bundesländer Niederösterreich und Oberösterreich. Erst 1417 kam die Stadt Steyr mit der gleichnamigen Herrschaft, die zuvor zum Herzogtum Steier gehört hatte, endgültig zum Herzogtum Östereich. Im 15. Jahrhundert spaltete sich das damalige Herzogtum Österreich in zwei Teilherzogtümer auf: Österreich ob der Enns (heute im Wesentlichen: Oberösterreich, ohne das Innviertel) und Österreich unter der Enns (heute im Wesentlichen: Niederösterreich, ohne Pitten und Wiener Neustadt]])