Kunsteisbahn Engelmann

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Die Kunsteisbahn Engelmann wurde von dem Wiener Wachstuchfabrikanten und Realitätenbesitzer Eduard Engelmann gegründet. Die Kunsteisbahn hieß Wiener Kunsteisbahn, bis dann die Kunsteisbahn des WEV in Betrieb ging.

Wie es begann

  • Eduard Engelmann und Ehefrau Barbara lebten im Wiener Bezirk Hernals in der Alsgasse 8. Am 16. Jänner 1868 besuchte Engelmann noch einige seiner Läden in Wien. Auf dem Stephansplatz wurde er von einem Dienstmann angesprochen, der ihm Karten vom Auftritt des amerikanischen Eislaufkünstler jackson Heines verkaufen wollte. Nach einigem hin und her erwarb Engelmann zwei Billetts. Er ging nach Hause, um seinen Sohn zu holen und begab sich mit diesem zum Eisplatz. Hier waren bereits der Kaiser und die besten Namen der Wiener Gesellschaft versammelt, um den Darbietungen des Amerikaners zuzuschauen. Die Zuschauer waren begeistert. Sie schrien und klatschten langanhaltend in die Hände. Auch Engelmann war begeistert von der Vorführung.
  • Das Gründstück von Engelmann war groß und neben der Fabrik war auch ein großer Garten vorhanden. Bisher war der Garten noch keiner endgültigen Verwendung zugeführt worden. Er fand, das ein Eisplatz gut hineinpassen würde. Das Faktotum des Hauser, Schierhuber, stellte unter dem großen, alten Nussbaum eine Spritzeisfläche her. Engelmann nahm ein Stück Holz und versah es mit einer Messerklinge. So hatte er einen Schlittschuhersatz geschaffen. Nun versuchte er, es dem amerikanischen Eiskünstler nachzumachen. Im gefiel die Sache so gut, dass die ganze Familie Schlittschuhe erhielten. In die Eisfläche wurde auch der Weg um einen Hügel und eine Kegelbahn mit einbezogen. Angehörige aus dem weiteren Familienkreis kamen hinzu und auch die Familien Collin, Dr. Rufner, Lenz, Gesellmannund Winner sowie der Strohutfabrikant Hoffmann beteiligten sich an der Nutzung der Eisfläche. Der Winter verging und es kam der nächste. Rund 60 Personen aus der Familie Engelmann und den Hernalser Bürgerfamilien liefen auf dem jeweils angelegtem Natureisplatz. Eine Bauersfrau durfte Äpfel verkaufen und es gab eine Ablage für die Bekleidung. Es fehlte auch die Musik nicht. Wie gemütlich es zuging, kann man daran sehen, das Engelmann den Musikalienhändler Pick auf einem Sesselschlitten sitzend und mit einer Harmonika bewaffnet über das Eis schob. Der Strohhutfabrikant Hoffmann lief neben dem Stuhl Schlittschuh und spielte auf einer Gitarre. Manchmal war die Stimmung auch so ausgelassen, dass man in einem Schneeberg landete.
  • Auf dem Platz übte auch immer ein kleiner Junge das Eislaufen. Es war Eduard Engelmann jun. Man glaubte nicht an sein Talent, wurde später jedoch eines besseren belehrt, als er Europameister und viele andere Titel auf dem Eis erkämpfte.


  • In den Jahren 1870/71 war der Betrieb um den Nussbaum schon so groß, da ein weiteres Grundstücksteil der Eisfläche zugeschlagen wurde und er beantragte eine behördliche Genehmigung für den Betrieb der Eisfläche in Form eines Gewerbescheines.
  • Der Gewerbeschein Nr. 20.997-871 hatte folgenden Text:

Gewerbeschein

Vor- und Zuname: Eduard Engelmann
Alter: 36
Wohnort: Hernals, Alsgasse 8, neu
hat bei der gefertigten Bezirkshauptmannschaft am 30. November 1871 den Antritt der freien Beschäftigung: des Benützens einer Eisbahn in seinem Hausgarten in dem Standorte, Hernals, Alsgasse 8, neu
angemeldet, worüber ihm, nachdem diese Anmeldung in das Gewerberegister II, Post 840, eingetragen worden ist, zu seiner Beglaubigung dieser Gewerbeschein ausgefertigt wird.
Hernals, den 16. Dezember 1871
für den k.k. Bezirkshauptmann:
HRLICZKA
  • Somit wurde der Sportplatz Engelmann offiziell am 16. Dezember 1871 in Betrieb genommen.

Sportplatz Engelmann

1871

  • In dieser Saison wurde eine Eisbassin auf einer Fläche von 600 qm auf einem festen Tegelboden angelegt, dass bereits kurze zeit später auf eine Fläche von 880 qm vergrößert wurde.

1872

  • Aber nicht nur der bauliche Teil zum Eislaufen wurde immer wieder erweitert. Auch das Umfeld behielt Engelmann im Auge. Eine Drehorgel wurde 1872 beschafft und sorgte für die musikalische Untermalung beim Eislaufen. Dieses war der Beginn laufender Programmaktivitäten auf dem Sportplatz Engelmann.

1873

  • Es folgte ein weiteres Bassin von 600 qm Größe. Zwischen beiden Bassins befand sich ein Verbindungsgang, der auch "Suez-Kanal" genannt wurde. Da die Wachstuchindustrie schwächelte, wurde das Fabrikareal verkleinert und gleichzeitig der Eisbereich vergrößert. Der erste Platz erhielt eine größe von 1000qm.

1874/75

  • Die Saison lief vom 14. Dezember 1874 bis 16. Februar 1875 mit 40 Schleiftagen.
  • Ein leeres Fabrikgebäude zwischen den ersten beiden Plätzen wurde zu einem Restaurant ausgebaut.

1875/76

  • Die Saison lief vom 08. Dezember 1875 bis 16. Februar 1876 mit 58 Schleiftagen.
  • Es wurde eine einstöckige Südgalerie gebaut. Im Erdgeschoß befanden sich Logen für diejenigen, die nicht so in der Öffentlichkeit stehen wollten.

1876/77

  • Die Saison lief vom 20. Dezember 1876 bis 15. März 1877 mit 34 Schleiftagen.
  • Rollslchuhfahren wurde in den 70er Jahren immer beliebter und fand daher in der eisfreien Zeit auf dem Sportplatz statt. Rollschuhkorsos wurden in das Sommerprogramm aufgenommen. Programmbeispiel: 17.00 Uhr Militärkonzert mit Rollschuhlaufen der Klubmitglieder, 19.30 Uhr Kotillon auf Rollschuhen von 12 Spitzeneisläufern des Klubs in Kostümen, 20.30 Uhr Eduard Engelmann jun. mit einer Vorführung auf Rollschuhen, 21.00 Uhr Liedertafel des Hernalser Gesangvereins "Biedersinn" und um 23.00 Tanzkränzchen.

1877/78

  • Die Saison lief vom 12. Dezember 1877 bis 14. Februar 1878 mit 43 Schleiftagen.
  • Engelmann war nicht nur der Techniker. Er war auch Kaufmann. Das Publikum sollte seine Wünsche erfüllt bekommen und er ging daher mit der Zeit. Er arrangierte die Eiskotillons (Eistanz), die über Jahrzehnte dann zur Engelmannschen Eisbahn gehörten. Kostümfeste wurden fester Bestandteil der Jahresprogramme.

1878/79

  • Die Saison lief vom 12. Dezember 1874 bis 09. Februar 1879 mit 51 Schleiftagen.

1879/80

  • Die Saison lief vom 28. November 1879 bis 26. Februar 1880 mit 74 Schleiftagen.
  • Der Eisplatz wurde er mit Zementplatten ausgelegt und später asphaltiert. Danach wurde der zweite Platz auf 1100 qm erweitert und ebenso wie der erste ausgebaut.
  • Eine weitere Sensation war ab diesem Sommer das Rudern in Gigs und Kanus in den Bassins. Es gab winkelig geknickte Riemen, da die Wassertiefe nur 50 Zentimeter betrug. In den Monten Juni bis August war dieses möglich. Eine Stunde rudern kostete 20 Kreuzer, eine Dauerkarte 2 Gulden. Diese Aktion lief bis 1883.

1880/81

  • Die Saison lief vom 07. Jänner bis 05. März 1881 mit 56 Schleiftagen.
  • Welche Nachfrage bestand, kann man daran erkennen, das die Anlage um einen dritten Platz mit 800 qm erweitert werden musste. Dieser war über eine Holztreppe erreichbar. Engelmann befasste sich stark mit der Herstellung und Unterhaltung der Eisfläche. Da die Sonneneinstrahlung das Eis in der Qualität beeinträchtigte, wurden "Sonnenschutzplachen" errichtet, die immer weiter verbessert wurden. Später, bei den Erweiterungen, waren diese an hohen Masten angebracht. Wo es möglich war, wurden schief gestellte Bretter zum Schutz der Eisfläche angebracht. Engelmann sorgte für eine schwimmende, von den Wettereinflüssen möglichst unabhängige Kristalleisdecke. Er war selbst häufig auf dem Eis mit Gießkanne und Schieber unterwegs, um Risse im Eis sofort zu beseitigen und sich um Schäden zu kümmern und zu beseitigen. Dieses so erarbeitete Wissen über das Eis half ihm später auch, zu der so großen Kapazität von Kunsteisbahnen zu werden. Als der Wiener Neustädter Berndt den Eishobel erfand, probierte er ihn gleich auf seinem Eis aus und 1880 war er schon bei ihm im Einsatz.

1881/82

  • Die Saison lief vom 25. Dezember 1881 bis 16. Februar 1882 mit 50 Schleiftagen.
  • Haus und Sportplatz Engelmann beschrieb Hans Köhler für das Jahr 1881 wie folgt: [1]
"Es war ein Typus eines Vorstadthäuschens; zwei der Fenster im ersten Stockwerke gehören noch zur Gattung der mittlerweile fast gänzlich ausgestorbenen "Spione". Auf einer Stiege gelangte man von der Straße in den Laufgraben und durch einen weiteren Hausflur in den Hof. Dort stand man abermals vor einer hohen und ziemlich steilen Treppe, über die man in den Hausgarten gelangte, wo sich heute das Entree befindet. Durchschritt man den Garten in gerader Richtung, so erreichte man durch eine Öffnung oben auf der Galerie den ersten Platz. Dieser war mit dem gleichen Holzgitterwerk versehen, wie jetzt, nur hatte Engelmanns künstlerische Betätigung alle Nischen zwischen demselben mit gemalten, bunten Riesenbuketts auf dunklem Grunde geziert. Gegenüber dem zweiten - heute verlassenen - Musikpavillon schob sich die Restauration wie eine Halbinsel zwischen beide Plätze. Eine Verbindung der Bassins stellte der "Suez-Kanal" her; dieser war bis zum Jahre 1890 hallenartig überbaut und hatte an der Front zum ersten Platze eine Brücke, die die Zuschauer passierten. Die Läufer hingegen gingen unten durch, wenn sie den Platz wechselten. Die Halle war mit allerlei natürlichen und künstlichen Steinen und Stalaktiten als Grotte ausgestattet. Neben der Restauration befand sich die Garderobe auf der Halbinsel. Vom zweiten zum dritten Platz führte wieder eine Treppe empor, auf welcher man mit Schlittschuhen schneller hinab als hinauf kam. Es fehlte dem Ganzen nicht an einem gewissen pittoresken Zuge, der aber gerade jene Reize der Intimität und Gemütlichkeit ausübte, welche dazu beigetragen haben mochten, daß man sich bei Engelmann so ganz zu Hause fühlte."

1882/83

  • Die Saison lief vom 19. November 1882 bis 20. März 1883 mit 80 Schleiftagen.

1883/84

  • Die Saison lief vom 6. Dezember 1883 bis 24. Februar 1884 mit 31 Schleiftagen.

1884/85

  • Die Saison lief vom 23. November 1884 bis 4. März 1885 mit 69 Schleiftagen.

1885/86

  • Die Saison lief vom 18. November 1885 bis 19. März 1886 mit 100 Schleiftagen.

1886/87

  • Die Saison lief vom 23. Dezember 1886 bis 20. März 1883 mit 69 Schleiftagen.

1887/88

  • Die Saison lief vom 17. November 1887 bis 8. März 1883 mit 80 Schleiftagen.

1888/89

  • Die Saison lief vom 18. November 1888 bis 20. März 1883 mit 85 Schleiftagen.

1889/90

  • Die Saison lief vom 14. November 1889 bis 11. März 1890 mit 90 Schleiftagen.

1890/91

  • Die Saison lief vom 27. November 1890 bis 5. März 1891 mit 91 Schleiftagen.
  • Es wurde das neu erbaute Wohnhaus der Engelmanns am Sportplatz bezogen. Das alte Haus war abgerissen worden. Auch die Unterbrückung zwischen den beiden Eisplätzen verschwand.

1891/92

  • Die Saison lief vom 7. November 1891 bis 5. März 1892 mit 52 Schleiftagen.
  • Eduard Engelmann jun. wird als erster Österreicher Europameister im Eiskunstlauf. Er gehört somit zu den Gründern der Wiener Schule.

1892/93

  • Die Saison lief vom 19. November 1892 bis 20. Februar 1893 mit 86 Schleiftagen.
  • Eduard Engelmann jun. wird zweiter der Europameisterschaften im Eiskunstlauf.

1893/94

  • Die Saison lief vom 26. November 1893 bis 25. Februar 1894 mit 5786 Schleiftagen.
  • Eduard Engelmann jun. ist wieder Europameister im Eiskunstlauf.

1894/95

  • Die Saison lief vom 03. Dezember 1894 bis 15. März 1895 mit 91 Schleiftagen. Der Senior Engelmann zog sich zurück und der Junior trat an seine Stelle. Der Junior übernahm auch den Wahlspruch seines Vater, den Wienern das beste Eis am öftesten zu bieten.

1895/96

  • Die Saison lief vom 22. November 1895 bis 1. März 1896 mit 77 Schleiftagen.
  • Der Junior unternahm einen Versuch mit der Packeiserzeugung mit sogenannten Eisstützen. Die Verbauung der äußeren Bezirke von Wien schritt voran und es dauerte daher immer länger, bis der eintretende Frost den Hernalser Platz erreichte und damit die Kristallflächen zum Tragen zu bringen. Mit dem Versuch des Packeises wollte er längere Tauwetterperioden überwinden.Die Versuche liefen gut. In dieser Saison wurden auch die ersten elektrischen Lampen am Sportplatz angebracht. Diese lösten das Gaslicht ab und die Laternen, die bei Eintritt der Dämmerung mit Schlitten über das Eis geschleift wurden.
  • Das die Eisbahn Top war, bewies auch der Engelmannsche Eislklub, als er bei der Innsbrucker "Internationalen Ausstellung für körperliche Erziehung, Gesundheitspflege und Sport" die höchste Auszeichnung erhielt, das Ehrendiplom der Medaille mit der Goldkrone.
  • Engelmann jun. war Ingenieur. Das auf dem Platz alles in bester Ornung war, war ihm nicht genug. Er arbeitete an Plänen, damit der Eisplatz von der Witterung unabhängig würde. Er plante die künstliche Eisherstellung und die Erbauung einer Freiluftkunsteisbahn. 1896 trat er mit seinen Plänen an die Öffentlichkeit. Auf dem eigenen Sportplatz und anderen Eisplätzen wurden die Pläne diskutiert. Engelmann führte Gespräche mit österreichischen und deutschen Kältemaschinenfabriken. Die Besprechungen blieben ergebnislos. Auch bis zur Jahrhundertwende gab es noch nichts neues in der Sache.

1896/97

  • Die Saison lief vom 14. November 1896 bis 21. Februar 1897 mit 72 Schleiftagen.
  • Das 25jährige Bestehen des Sportplatzes wurde gefeiert. Der Winter meinte es nicht gut mit der Eisbahn. Man investierte in die Dritte Eisbahn. Sie wurde auf 900 qm vergrößert und man brache eine ein Zoll starke Portlandzement-Stampfbetonschicht auf. Dieser Untergrund erleichtete die Bereitung des Spritzeises. Die kleine Stiege zum Platz wurde durch eine große, bequemere Stiege ersetzt.

1897/98

  • Die Saison lief vom 11. November 1897 bis 14. Februar 1898 mit 57 Schleiftagen.
  • Am 6. November 1897 verstarb Senior Engelmann. Es wurden die Verbesserungen des Platzes fortgesetzt. Um den zweiten zusammen mit dem dritten Eisplatz eröffnen zu können, erhielt der zweite Platz einen frostfähigen Oberflächenüberzug. Der erste Platz erhielt eine Erhöhung der Betonwand, so dass eine höhere Wasserschicht aufgebracht werden konnte. So war eine raschere Bildung von tragfähigem Kristalleis möglich. Die Beleuchtung des Sportplatzes wurde an das Wiener Kabelnetz der öffentlichen Elektrizitätsgesellschaft angeschlossen. Beim Licht trat so auch eine weitere Verbesserung ein
  • Engelmann junior hatte aber weitere gute Ideen. Durch den Wegfall der Restaurantinsel konnte die Eisfläche zusammengeführt und auf 3300 qm vergrößert werden. Das neue Riesenbassin konnte mit einer abmontierbaren wasserdichten Trennwand versehen werden, Eine Hälfte des Platzes diente dann der Spritzeiserzeugung, die andere Hälfte der Kristalleisbildung. War die Kristalleisfläche tragend, so wurde das darunter befindliche Wasser abgelassen und die Eisfläche auf Grund gelegt. Das abgelassene Wasser wurde in das Spritzeisbecken geleitet. Nun war es möglich, innerhalb weniger Tage beide Teile des Bassins für den Eisbetrieb herzustellen, nachdem die Trennwand abgebaut war. Ein neuer Restaurantsaal mit Holzplafond wurde errichtet, neue Garderoben- und Kastelräume sowie die Zuschauergalerie verlängert. Der Sportplatz war auf die modernste Art hergerichtet und bot dem Publikum alles notwendige.

1898/99

  • Die Saison lief vom 21. Dezember 1898 bis 26. März 1899 mit 44 Schleiftagen.
  • 1899 beschloss der Training Eis Club eine Eishockeymannschaft zu gründen. Als Vereinsplatz wurde der Sportplatz Engelmann gewählt. Das erste Eishockeyspiel mit dem Ball (Bandyspiel) fand am 26. Dezember 1899 von zwei Mannschaften des TEC auf dem Engelmann-Platz statt. Bis Dezember 1914 blieb der TEC bei Engelmann.

1899/1900

  • Die Saison lief vom 22. November 1899 bis 15. März 1900 mit 66 Schleiftagen.
  • Engelmann führte seit 1896 Gespräche mit österreichischen und deutschen Kältemaschinenfabriken. :Die Besprechungen waren bis heute immer noch ergebnislos.

1900/01

  • Die Saison lief vom 04. Dezembere 1900 bis 9.März 1901 mit 80 Schleiftagen.
  • 8. Jänner 1901: Der Engelmannsche Eisclub teilt mit, dass das Eis jetzt eine Kristallstärke von 10 Zoll hat und die gesamten 3300 qm große Eisfläche genutzt werden kann. Die Bevölkerung kann dem Eisclub beitreten, um noch günstiger dem Eislaufen nachzugehen.

1901/02

  • Die Saison lief vom 18. Dezembere 1901 bis 15. März 1902 mit 41 Schleiftagen.
  • Nach einem Bericht des Deutschen Volksblattes hat der Engelmannschae Eisclub Hernals bereits am 25. November 1901 den großen Platz mit der Eisfläche geöffnet.

1902/03

  • Die Saison lief vom 04. Dezembere 1900 bis 9.März 1901 mit 80 Schleiftagen.

1903/04

  • Die Saison lief vom 04. Dezembere 1900 bis 9.März 1901 mit 80 Schleiftagen.

1904/05

  • Die Saison lief vom 15. November 1904 bis 22. Februar 1905 mit 53 Schleiftagen.
  • Der Eismeister Schierhuber feierte sein 40jähriges Dienstjubiläum in der Firma Engelmann. Erst war er in der Wachsturchfabrik und dann auf dem Sportplatz tätig. Eine vom Kaiser gestiftete Ehrenmedaille wurde Schierhuber überreicht und außerdem erhielt er das silberne Verdienstkreuz vom Kaiser. Familie Engelmann und die Mitarbeiter hatten Ehrengaben für den Jubiliar.

1905/06

  • Die Saison lief vom 18. November 1905 bis 24. Februar 1906 mit 44 Schleiftagen.
  • Trotz aller Rückschläge verfolgte Oberbaurat Ingenieur Eduard Engelmann jun. seine Pläne zur Errichtung einer Kunsteisbahn weiter. Auch negative Gutachten von anerkannten Autoritäten der Kälteerzeugungsbranche, wie die des Münchner Professors Linde, konnten Engelmann nicht entmutigen. Schließlich erhielt Engelmann Unterstützung durch den Wiener Vertreter der Augsburger Maschinenfabrik L,A. Rieslinger, deren Versuche zu gleichen Resultaten kamen, wie die von Engelmann. Jetzt bekamen die Pläne konkrete Formen. Immer mehr Persönlichkeiten konnten für die Ideen von Engelmann begeistert werden. Am 21. April 1906 fand im Eisrestaurant Engelmann eine Informationsveranstaltung zu den Themen Kälteerzeugungssystem, Finanzierung und Rentabilität der Freiluft-Kunsteisbahn Engelmann statt. Ein Komitee sollte die Gründung eines Vereins vorbereiten.

1906/07

  • Die Saison lief vom 16. November 1906 bis 16. März 1907 mit 53 Schleiftagen.
  • Der Bezirksvorsteher von Hernals, Josef Kretschek lud schließlich zu einer Besprechung am 26. November 1906 ein, in der man sich mit den Plänen von Engelmann und dem Gutachen der Augsburger Firma Rieslinger befasste. Man sah die Sache positiv und beschloß einen Verein zur Errichtung einer Freiluftkunsteisbahn auf dem Sportplatz Engelmann zu gründen.
  • Der Verein Kunsteisbahn am Sportplatz Engelmann erhielt ein vorbereitendes Komitee unter Leitung des Vizebürgermeisters der Stadt Wien Heinrich Hierhammer. Durch die Vorarbeiten des Komitees konnte eine konstituierende Generalversammlung am 25. Mai 1907 stattfinden. Die Aufgaben des Vereins Kunsteisbahn Engelmann bestanden darin, die Kunsteisbahn zu pachten und die technische Leitung lag in Händen des Vereins.

1907/08

  • Die Saison lief vom 24. November 1907 bis 16. Februar 1908 mit 49 Schleiftagen.
  • Die erste Sitzung des Verwaltungsrates des Verein Kunsteisbahn am Sportplatz Engelmann findet am 2. Dezember 1907 statt. Im Juni 1908 wurde die Satzung des Vereins genehmigt. Das Ministerium für öffentliche Arbeiten und die Gemeinde Wien erklärten die Bereitschaft, das Objekt Freiluft-Kunsteisbahn zu unterstützen. Die Presse berichtete positiv. Die Kunsteisbahn sei realisierbar und rentabel im Unterhalt. Ein Budget wurde aufgestellt. Es war daraus zu ersehen, dass das Anlagekapital sich gut verzinste und eine Amortisation in 10 Jahren möglich war. Eine gute Natureisbahn war vorhanden und die Miete des Platzes war kosengünstig. Das Anlagekapital sollte durch Anteilscheine und einen Barvorschuss zusammen kommen.

1908/09

  • Die Saison lief vom 07. November 1908 bis 19. März 1909 mit 105 Schleiftagen.
  • Die Zeichnung der Anteilsscheine lief schleppender als geplant. So musste die Natureisbahn auch in der Saison 1908/09 noch bestehen bleiben. Das Wetter meinte es gut mit Engelmann. Es wurde ein harter Winter und mit 105 Schleiftagen wurde ein Rekordbetrieb verzeichnet. Mit der Schließung der Natureisbahn am 21. März 1909 war dieses Kapitel des Sportplatzes Engelmann beendet.
  • Im Sommer 1909 wurde die Freiluft-Kunsteisbahn gebaut. Der Platz wurde aufgerissen, das Schlangenrohrsystem von 11 Kilometer Länge eingebaut, das Maschinenhaus wurde am Südende des Platzes errichtet. Weiterhin entstanden eine Kondensatorenanlage, das Gradierwerk, die Eingangshalle und das Komiteezimmer.
Die maschinelle Anlag umfasste:
Kälteerzeugungsanlage (Kohlensäurekompressionssystem) mit dem Kohlensäurekompressor, dem Berieselungskondensator mit der Schneeverwertungsanlage und der Kühlwasseranlage.
Kälteverteilungsanlage mit der Salzwasserzirkulation und der Gefrierplatte.

1909/10

  • Die Saison lief vom 10. November 1909 bis 12. März 1910 mit 118 Schleiftagen, davon 82 Tagen Kunst- und 36 Tagen Natureis.
  • Zu Saisonbeginn wird vom Verein Kunsteisbahn beschlossen, eine Sportsektion zu gründen. Im Oktober 1909 wurden die Maschinen angestellt. Der erwartete Frost kam nicht, die erwartete Raureifbildung blieb somit aus. Bei Engelmann setzte eine gewisse Verzagheit ein, aber Freund Hößlin spritze Wasser auf die Fläche und siehe da, das Kunsteis entstand. Bei den ersten Laufversuchen auf der Eisfläche hatte Engelmann Tränen der Freude in den Augen.
  • Am 10. November 1909 stand die Eröffnung der Kunsteisbahn an. Einige hundert geladene Gäste waren anwesend, unter Ihnen Vertreter der staatlichen und städtischen Behörden, des Eislaufverbandes, des WEV, des Landesverbandes des Fremdenverkehrs und der Presse. Wiener Eiskunstläufer zeigten ihr Können auf dem Kunsteis. Die gute Beschaffenheit des Eises wurde anerkannt. Die Eröffnungsansprache hielt der Ehrenpräsident des Vereins der Kunsteisbahn am Sportplatz Engelmann, Vizebürgermeister Hierhammer. Er überreichte dem Kunsteisbahnerbauer Engelmann einen Lorbeerkranz und brachte ein dreifaches Hoch aus. Die Feier fand bei 5 Grad Wärme statt. Nach dem Wasseraufspritzen war innerhalb von Minuten eine Eisfläche entstanden. Für den nächsten Tag war die Öffnung der Kunsteisbahn für die Öffentlichkeit vorgesehen. Mussten die Kunsteisläufer bisher zu Saisonbeginn auf andere Kunsteisbahnen im Ausland ausweichen, so war jetzt in Österreich erstmalig eine zeitgerechte Trainingsmöglichkeit gegeben. Die Bahn würde im Grunde immer einsatzbereit sein, außer bei Nebel und Regen.
  • Der Winter 1909/10 war mild und so war das Interesse an der Kunsteisbahn Engelmann besonders groß. Wegen des schlechten Wetters konnte der WEV am 22. und 23. Jänner 1910 ein geplantes Meeting auf seinem Platz nicht durchführen. Man wich auf die Kunsteisbahn Engelmann aus. Wiener, wie auch auswärtige Gäste der Veranstaltung waren von der Kunsteisbahn begeistert. Am Schluß der ersten Saison verzeichnete man 118 Schleiftage, davon 82 Kunsteis- und 36 Natureistage. Die Kunsteisbahn war nur an einem einzigen Nachmittag wegen starken Regens geschlossen. Als Kaiser Franz Josef die Jagdausstellung im Jahr 1910 in Wien besuchte, fand er dort eine Nachbildung der Kunsteisbahn Engelmann mit einer realen Eisplatte. Er ließ sich die Anlage ausführlich erklären. Auch bei dem II. Internationalen Kältekongreß in Wien befasste man sich eingehend mit de neuen Kunsteisbahn. Der Vortrag von Engelmann fand großen Beifall unter den Teilnehmern und es schloss sich dann noch eine Besichtigung der Eisbahn auf dem Sportplatz an.

1910/11

  • Die Saison lief vom 6. November 1910 bis 20. März 1911 mit 131 Schleiftagen, davon 89 Tagen Kunst- und 42 Tagen Natureis.
  • Das Niveau der Eiskunstläufer verbesserte sich durch die vermehrten Trainingsmöglichkeiten. Die Öffnungstage der Kunteisbahn waren fast doppelt so hoch, wie die Durchschnittsöffnungstage der Einsplätze von Wien in den letzten 40 Jahren. Der Verein Kunsteisbahn führte am 15. Mai 1911 seine Generalversammlung durch und beschloss auf dieser, die Kunsteisbahnfläche von 1100 auf 1900 qm zu vergrößern. Die Umbauarbeiten begannen sofort. Auch die Garderoben und Restauranträume wurden instandgesetzt. Eine zweite Zirkulationspumpe kam zur technischen Anlage hinzu.

1911/12

  • Die Saison lief vom 29. Oktober 1911 bis 10. März 1912 mit 134 Schleiftagen, davon 105 Tagen Kunst- und 29 Tagen Natureis.
  • Am 28. Oktober 1911 konnte nach den Umbauarbeiten die Kunsteisbahn Engelmann zum 40jährigen Bestehen des Sportplatzes Engelmann wieder pünktlich geöffnet werden. Um 19.00 Uhr hatte der Verein viele Gäste eingeladen. Nach dem Eislaufen traf man sich in der neuen Restauration, um noch einige gemütliche Stunden zu verleben. Das Hausorchester des Hernalser Männergesangsvereins Biedersinn unter Leitung seines Dirigenten Gustav Feix unterhielt die Gäste mit Musikdarbietungen[2]

Wintersportfest und Pelzkonkurrenz 7. und 8. Februar 1912

Die Verantstaltung auf der Kunsteisbahn Engelmann ist eine große Wohltätigkeitsveranstaltung zu Gunsten des "Hauses der Barmherzigkeit für unheilbar Kranke". Die Initiative ging von Prinzessin Hanna von und zu Liechtenstein aus. Die ersten Gesellschaftskreise in Wien sollten hier angesprochen werden. Alle die gekommen waren um der guten Sache zu dienen verlebten vergnügliche Stunden.
1. Tag: Die Kunsteisbahn bot ein festliches Bild. An der Längsseite war eine Tribühne errichtet worden und alles war festlich geschmückt. Um 15.00 begann die Veranstaltung mit der Auffahrt der Gäste. Zuerst traten Kunstläufer und Kunstläuferingen auf. Sie zeigten Solokunstlauf im bestechenden Stil. Es nahmen hier teil: Frl. Adele Thom, Frl. Mizzi Crousseau, Frl. Paula Zalandek vom TEC, Frl. Gisa Reichmann vom WEV, Ludwig Wrede vom TEC, Frl. Mizzi Welllenreiter, Frl. Jenny Herz, Dr. Richard, Alfons Richard, Karl Meystrik vom WEV und Ing. Kahler vom CEV. Es folgten erstklassige Darbietungen des Kürlaufens. Man sah die Paare Frl. Helene Engelmann - Karl Maystrik, Frl. Christa von Szabo - Leo Horwitz. Eine Spezialität aus dem Mutterland Norwegen schloss sich an: Gymkhanaspiele. Diese Vorführung zeigte eigenartige Kämpfe. Die Spiele zeigten unter anderem Rückwärtsfahren, ein Schlitteln, Tauziehen und Hindernislaufen. Die Zuschauer sahen auch hier begeistert zu.
In der Restauration folgte der Five o clock Tea. Baronin Dina Buschmann-Marecochia hatte hier zusammen mit dem Chef Herrn Priborsky die Verantwortung für den Ablauf. Das Künstlerquartett Fellner-Holfeld übernahm hier den müsiklischen Teil. Dann ging es auf dem Eis mit einem Kinderkostümfest weiter. Bei diesem Treiben der Kleinen in ihren Kostümen auf dem Eis traten auch die Kunstlaufparodisten Feix und Weiß mit ihren unübertrefflichen Einfällen auf. Für die Konzertmusik sorgten die Infantriekapellen Nr. 1 und Nr. 82.
Es schloss sich die Pelzkonkurrenz an. Sie bot eine Revue kostbarer Pelze und man konnte die hohe Leistungsfähigkeit der Wiener Mode erfahren. Die eingesetzte Jury wird es nicht leicht haben, diese Vielfalt und Pracht zu beurteilen. Die Pelzkonkurrenz wird morgen zusammen mit dem Wintersportfest fortgesetzt. Alles was in der Wiener Gesellschaft Rang und Namen hat, war an diesem Tag anwesend.
2. Tag: Das schöne Wetter lockte wieder die Gäste an. Sie kamen zur Fuß, im Wagen oder Auto. Am heutigen Solokunstlaufen nahmen teil: Ludwig Wrede, Frl. Paula Zaludek, Frl. Mizzi Wellenreiter, Frl. Jenny Herz, Alfons Richard, Karl Meystrik, und Fritz Kachler. Im Paarkunstlaufen traten wieder die Paare Frl. Helene Engelmann - Karl Meystrik und Frl. Christa von Szabo - Leo Horwitz auf. Es folgte ein spannendes Eishockeyspiel zwischen dem Training Eis Club und dem Wiener Sport Club. Es folgte der Five o clock Tea. Danach kam eine Kostüm-Elite- Kotillon von 12 Paaren der Kunsteisbahn und eine Pantomime: Überfall eines in Packeis geratenen Schiffes durch einen wilden Indianerstamm.
Wieder war auch die Jury für die Pelzkonkurrez am arbeiten. In der anschließenden Preisverleihung gab es eine lange Reihe wertvoller Preise, die von Geschäften und vom Adel gestiftet worden waren. Die 74 Teilnehmer des Programms erhielten schöne Emailabzeichen zur Erinnerung an dieses Fest.



1912/13

  • Die Saison lief vom 20. November 1912 bis 25. März 1913 mit 152 Schleiftagen, davon 116 Tagen Kunst- und 36 Tagen Natureis.
  • Bis zum Beginn des 1. Weltkrieges wurden keine weiteren Ausbauten vorgenommen.
  • Auf Grund einer Vereinbarung zwischen Engelmann und dem OeEHV konnten in der Saison 1912/13 die Wiener Vereine wie folgt ihr Training auf der Kunsteisbahn betreiben:
-Montag: TEC und Slovan,
-Dienstag: Akadem. SC und WSC,
-Mittwoch: TEC und Vienna,
-Donnerstag: TEC II und Akadem. SC,
-Freitag: TEC und WSC,
-Samstag: TEC II und Slovan
-Sonntag: WBC und Akadem. SC

1913/14

  • Die Saison lief vom 14. November 1913 bis 12. März 1914 mit 150 Schleiftagen, davon 101 Tagen Kunst- und 49 Tagen Natureis.
  • Im Dezember 1914 verlegte der Training Eis Club seinen Trainingsplatz vom Engelmann-Platz zum WEV-Platz.

1914/15

  • Die Saison lief vom 05. November 1914 bis 14. März 1915 mit 129 Schleiftagen, davon 94 Tagen Kunst- und 35 Tagen Natureis.
  • In der Kriegszeit wurde nur der vorhandene Elektromotor von 45 PS gegen einen von 45 PS ausgetauscht. Jetzt konntgen 220.000 Kalorien mit dem neuen Gerät erreicht werden. 1915 errichtete Engelmann auf Grund von Wünschen aus dem Approvisionierungsgewerbe und der Eishändler eine Kunsteiserzeugungsanlage. Zu Anfang gab es einen kleinen Eisgenerator mit 900 Zellen Inhalt. Die Anlage bestand aus einem hölzernem Gefäß, dass mit Eisenblech von 3 mm Stärke ausgekleidet war. Durch autogenes schweißen wurde die Bleche verbunden, damals ein Novum.

1915/16

  • Die Saison lief vom 14. November 1915 bis 15. März 1916 mit 120 Schleiftagen, davon 100 Tagen Kunst- und 20 Tagen Natureis.

1916/17

  • Die Saison lief vom 15. November 1916 bis 11. März 1917 mit 110 Schleiftagen, davon 54 Tagen Kunst- und 56 Tagen Natureis.
  • Im Februar 1917 wurde die Kunsteiserzeugung verboten. Einige Zeit später wurden Beheizung und Beleuchtung von Eisplätzen ebenfalls untersagt. Bei Einbruch der Dunkelheit musste die Kunsteisbahn gesperrt werden. Wieder einige Zeit später wurde die Beleuchtung wieder erlaubt, aber das elektrische Licht blieb verboten. Da Engelmann ein Tüftler war, überbrückte er die Verbotszeit mit Azetylenlampen. Das Kunsteis durfte Engelmann für das Approvisionierungsgewerbe weiter produzieren. Es kam schon mal vor, das vergessen wurde, die Tür zur Eisbahn bei de Kunsteisproduktion zu schließen. Die Kälte aus dem Türbereich half dann doch ein bißchen, zu Eis auf der Bahn zu kommen.

1917/18

  • Die Saison lief vom 05. Dezember 1917 bis 12. Februar 1918 mit 70 Schleiftagen, davon 0 Tagen Kunst- und 70 Tagen Natureis.
  • In der Kriegszeit entwickelte Engelmann auch ein Patent. Er erfand ein System, das durch direktes Einspritzen von flüssiger Kohlensäure in ein mit Salzsole gefülltes Röhrensystem Kältewirkung und Zirkulation erzeute.

1918/19

  • Die Saison lief vom 17. November 1918 bis 23. Februar 1919 mit 62 Schleiftagen, davon 0 Tagen Kunst- und 62 Tagen Natureis.
  • Am 30. Dezember 1918 fand die jährliche Generalversammlung des Vereins Kunsteisbahn am Sportplatz Engelmann statt. Oberbaurat Engelmann hatte dem Verein angeboten, das gesamte Inventar samt Dynamomaschine und das Rohrnetz käuflich zu erwerben. Obwohl der Kaufpreis nicht so hoch war, wie der Wert des Objektes, stimmte die Versammlung mit großer Mehrheit dem Vorschlag zu. Dieses geschah auch im Hinblick darauf, dass niemand anderes als Engelmann in der Lage wäre, die Kunsteisbahn richtig weiterzuführen. Der Kaufpreis reichte aus, die Anteilsscheine der Mitglieder im vollen Wert einzulösen. Jetzt lag die technische Führung des Betriebes wieder in den Händen von Engelmann alleine. Der Verein hatte aber weiterhin das Sagen in sportlicher und gesellschaftlicher Hinsicht.[3]

1919/20

  • Die Saison lief vom 18. November 1919 bis 22. Februar 1920 mit 46 Schleiftagen, davon 0 Tagen Kunst- und 46 Tagen Natureis.

1920/21

  • Die Saison lief vom 31. Oktober 1920 bis 03. März 1921 mit 109 Schleiftagen, davon 0 Tagen Kunst- und 109 Tagen Natureis.

1921/22

  • Die Saison lief vom 12. November 1921 bis 23. Februar 1912 mit 103 Schleiftagen, davon 23 Tagen Kunst- und 80 Tagen Natureis.
  • Das Verbot der Verwendung von Kunsteis für sportliche Zwecke wurde wieder aufgehoben. Schnell kam es wieder zu normalen Zuständen auf der Kunsteisbahn.


1922/23

  • Die Saison lief vom 12. November 1922 bis 04. März 1923 mit 110 Schleiftagen, davon 88 Tagen Kunst- und 22 Tagen Natureis.
  • 1922 wurde der Eishockeyverein Pötzleinsdorfer Sport Klub gegründet. Als Trainingsplatz und für die Spiele wählte man die Kunsteisbahn Engelmann. Edi Engelmann wurde Mitglied beim PSK und spielte auch aktiv in de Mannschaft mit. Durch die hervorragenden Trainingsmöglichkeiten wurde der Verein in kurzer Zeit der größte Gegner des Wiener Eislauf Vereins.

1923/24

  • Die Saison lief vom 11. November 1923 bis 23. März 1924 mit 134 Schleiftagen, davon 64 Tagen Kunst- und 70 Tagen Natureis.
  • Im Sommer 1924 wird die Vergrößerung der Eisfläche auf 2400 qm angegangen. Ein Schneeschwemmkanal wird errichet, um bei Schneefall diesen so schnell wie möglich in die Kanäle abführen zu können. Auch die Fabrik an der Eisbahn wurde in die Investitionen einbezogen. Ein neuer Eisgenerator mit 1800 Zellen Inhalt wurde aufgebaut, also eine Verdopplung der Kapazität. Da die Stromkosten trotz Sonderpreise zu hoch wurden, kam ein Dieselmotor. Es war ein liegender Einzylinder der Firma Hille mit 80 PS. Diese Änderung bewährte sich so gut, dass schon 1925 ein Austausch gegen einen modernen Dreizylinder-Dieselmotor von 150 PS mit luftloser Einspritzung der Firma Köln-Deutzer Maschinenfabrik erfolgte. Außerdem stellte man vom Kohlensäurebetrieb auf Ammoniakbetrieb um. Hierfür wurde eine neue Ammoniak-Kältemaschine der Firma Riedinger-MAN-Augsburg mit 480.000 Kalorien aufgebaut. Gleichzeitig kam es zur Vergrößerung des Eisgenerators auf 3000 Zellen á 25 kg.


1924/25

  • Die Saison lief vom 08. November 1925 bis 18. März 1925 mit 131 Schleiftagen, davon 71 Tagen Kunst- und 60 Tagen Natureis.
  • Da Engelmann allein das Sagen im technischen Bereich hatte, schmiedete er für die nächsten Jahre große Pläne. Im Sommer 1925 stand die Vergrößerung des Maschinenhauses an und ein Kondensatorengestell wurde erbaut. Da aber schon kurze Zeit ein zweites Kondensatorengestell benötigt wurde, kam es zu einem völlig neuen Umbau des Maschinenhauses. Der PS-Diesemotor von 150 PS wurde gegen einen von 200 PS getauscht.


1925/26

  • Die Saison lief vom 14. November 1925 bis 14. März 1926 mit 121 Schleiftagen, davon 81 Tagen Kunst- und 40 Tagen Natureis.
  • 14. November 1925: Bei der Eröffnung wird bekannt gegeben, dass noch die Erweiterung des Platzes zum Eingang hin vorgenommen werden soll.
  • 13. März 1926: Einen Schlußkirtag veranstaltet die Kunsteisbahn heute und trotzt damit dem herrlichen Frühlingswetter. Das Eis ist ausgezeichnet. Dunkler Anzug oder Alpenkostüm muss getragen werden. Es soll ein lustiges, ländliches Fest werden.
  • 14. März 1926: Schlußlaufen mit Musik und Schließung der Kunsteisbahn.


1926/27

  • Die Saison lief vom 12. November 1926 bis 13. März 1927 mit 122 Schleiftagen, davon 106 Tagen Kunst- und 16 Tagen Natureis.
  • Am zweiten Tag nach der Eröffnung verzeichnete man 18 Grad Celsius. Trotzdem gab es ein hervorragendes Eis und viele Wiener waren zum Eislaufen gekommen.
  • Es stand der Aufbau der Südtribüne aus Eisenbeton an. Mehrere tausend Zuschauer konnten nun die Aktivitäten auf dem Eis verfolgen. Der Musikpavillon hatte hier seinen neuen Platz und es gab eine Tagesgarderobe auf zwei Etagen. Die Garderobe wurde so groß angelegt, dass sie über viele Jahre ausreichte. Eine zweite Schneegrube wurde gebaut. Die Fabrik musste erweitert werden und so wurde ein Stockwerk aufgesetzt und das Generatorhaus wurde überbaut, damit ein zweiter Eisgenerator eingebaut werden konnte. Für die Erweiterung hatte Engelmann eine Eisenkonstruktion geplant, die während des Betriebes des ersten Generator aufgebaut werden konnte. Der neue Eisgenerator hatte 4000 Zellen á 25 Kilo Volumen. Somit waren jetzt 7000 Zellen vorhanden. 620.000 Kalorien Stundenleistung war vorhanden. Ein weiterer Vierzylinder-Dieselmotor vo n 480 PS mit luftloser Brennstoffeinspritzung und ölgesteuerten Ventilen, für die damalige Zeit etwas völlig neues, wurde geliefert. Die Platzbeleuchtung wurde durch eigene Stromerzeugung unabhängig von Dritten.
  • Die Schlußveranstaltung für diese Saison fand am (. März mit einem Walzer-Wettbewerb statt. Die hohe Themperatur machte die Herstellung der Eisfläche fast unmöglich. Trotzdem schafften es die Verantwortlichen, mit allen technischen Hilfsmitteln und Kniffen eine tadellose Spielgeleisfläche herzustellen. Die Eisbahn blieb noch einige Tage offen.
  • In den Sommermonaten des Jahres 1927 wurde wieder verschiedene Umbauarbeiten durchgeführt. Die Kunsteisfläche wurde verlänger. Ein zweigeschossiges Gebäude wurde neu gebaut, welches Anschnallräume, Schlittschuhdepots und eine bequeme Kleiderablage enthält. Über dem Obergeschoß dieses Gebäudes wurde eine Zuschauertribühne für 1600 Zuschauer errichtet, die den ganzen Platz übersehen können. Die Kastelräume wurden erweitert und von den Garderobenräumen getrennt. Dieses ist die 1. Etappe der anstehenden Renovierungsarbeiten. Auf Grund der bereits fertig gestellten Erweiterung der Eisfläche wird es in dieser Saison möglich sein, für die verschiedenen Gruppen von Eisläufern und Tänzern eigene Bereiche zu schaffen.[4]


1927/28

  • Die Saison lief vom 13. November 1927 bis 22. März 1928 mit 131 Schleiftagen, davon 107 Tagen Kunst- und 24 Tagen Natureis.
  • Da immer wieder der Wunsch nach einer früheren Öffnung der Kunsteisbahn geäußert worden war, wurde mit den Kunsteiswerken zusammen die Vergrößerung der Kälteanlage vorgnommen. Es können jetzt stündlich 1,1 Millionen Kalorien erzeugt werden. Auf Grund dieser Leistungssteigerung der Anlage ist es in der kommenden Saison möglich, schon am 30. Oktober 1928 die Kunsteisbahn zu öffnen. Auch bei höheren Themperaturen kann das Eis in bestem Zustand herhalten werden. Durch die Einrichtung einer eigenen elektrischen Lichtzentrale ist es möglich, die Platzbeleuchtung erheblich zu verbessern. In den nächsten Jahren ist jetzt die Verbreiterung der Eisfläche, sowie der Bau weiterer Tribühnen und Kastelräume vorgesehen.[5]

1928/29

  • Die Saison lief vom 30. Oktober 1928 bis 28. März 1929 mit 150 Schleiftagen, davon 82 Tagen Kunst- und 68 Tagen Natureis.
  • 26. November 1928: Eduard Engelmann verunglückt
Oberbaurat Eduard Engelmann, Besitzer der Kunsteisbahn in Hernals, ist in seiner Kanzler verunglückt. Er rutschte auf dem nassen Boden aus und zog sich einen Beckenbruch zu. Bis zu seiner Genesung wird es mehrere Wochen dauern.
  • Im Sommer 1929 standen weitere Umbauten an. Diesesmal wurde die Westtribüne erbaut. Sie hatte zwei Untergeschosse für den Garderobenkasten der Mitglieder und der Dauerkartenbesitzer. Das Restaurant war bisher im Untergeschoss der Westseite und kam jetzt neu in das alte Garderobenhaus, welches durchsaniert wurde. Ein Glassalon mit einem Verbindungsgang zwischen Süd- und Westtribüne, ein neues Komiteezimmer mit Blick auf die Syringgasse und anderes wurden erstellt. Auf 40 Meter wurde der Platz verbreitert, eine Zentralheizung mit Warmwasser für die Mitgliederräume, Garderobe, Glassalon und Komiteezimmer stand auf dem Investitionsprogramm.

1929/30

  • Die Saison lief vom 10. November 1929 bis 20. März 1930 mit 130 Schleiftagen, davon 96 Tagen Kunst- und 34 Tagen Natureis.
  • 9. November 1929: Intime Feier bei Engelmann
Der Besitzer der Kunsteisbahn Engelmann Oberbaurat Engelmann hatte einen kleinen intimen Kreis an Gästen geladen, damit sie Gelegenheit hatten, die Anlage nach einer Grundrenovierung zu besichtigen. Im Sommer waren zahlreiche Arbeiten vorgenommen worden. Der Platz wurde bedeutend vergrößert. Als einzigartig kann die Tribühnenanlage aus Eisenbeton bezeichnet werden. 4000 Besucher werden hier bequeme Unterkunft bei Veranstaltungen finden. Die Stirnseite kann später noch weiter ausgebaut werden. Die Kabinenräume für das Publikum, und die Umkleideräume für die Sportler sind großzügig angelegt. Gleiches gilt für die Duschanlagen, die auf das modernste ausgerüstet wurden. Gesellschaftsräume wurden geschaffen, die Restauration ausgebaut und die Beleuchtung verbessert.
Die Anlage gleicht bei voller Beleuchtung einem Palast. Beim samstäglichen Fest wurde auch eine Entdeckung gemacht: Es sind 20 Jahre her, dass die Kunsteisbahn Engelmann eröffnet wurde. Zuerst fand eine Führung durch die Neubauten durch den Oberbaurat Engelmann statt, der die notwendigen Erläuterungen gab. Danach ging es in den Festraum. Die Begrüßung erfolgte durch den Präsidenten des Vereins Kunsteisbahn Herrn Hofrat Dr. Schachner. Herr Direktor Löffler hielt dann eine Ansprache, bei der er auf die vergangenen 20 Jahre Kunsteisbahn Engelmann auf Grund seiner Erinnerung einging. Er erinnerte sich noch an den alten Engelmann, der mit der Gießkanne über den Platz ging, um jede Rille und jedes Loch zu schließen. Er erinnerte an die Zeiten, als noch der Hof und die Aristokratie sich auf der Eisbahn tummelten. 20 Jahre hat es gedauert, bis sich Engelmann jetzt am Ziel seiner Arbeit sieht, unterstützt durch seinen Sohn Engelmann jun. und seinen Schwiegersohn. Es wurden noch viele Gespräche geführt. Der Eishockeyspieler Spevak war auch der erste Läufer auf dem Kunsteis, mit welchem die Saison am Sonntag eröffnet wurde.[6]


  • Bis zur kommenden Saison wird ein Eintrittspavillon gebaut. Er beinhaltet fünf Kassen, so dass die Zuschauerströme schneller als bisher abgearbeitet werden können. 3000 Personen sollen dadurch innerhalb von 20 Minuten Einlass erhalten. Der Antrieb der kälteerzeugenden Salzsole wird zukünftig mit bis zu dreifacher Geschwindigkeit durch die Rohre gedrückt. Der elektrische Antrieb hat mehrere Stufen, so dass die Eiserzeugung wirtschaftlich gesteuert werden kann. Die bisher zeitweise aufgetretene Rauheit des Eises kann damit fast gänzlich abgestellt werden. Auf der Zuschauertribühne werden Klappsitze bei den Balkonplätzen eingebaut. Der Musikpavillon erhält einen Schallwinkel zur Südtribühne. Eiskonzerte sollen zukünftig täglich stattfinden. [7] Neu ist auch die Abtrennung eines Übungsplatzes für das Kindereishockey.
  • 20. März 1930: Als Abschlussveranstaltung der Kunsteisbahn Engelmann gibt es ein Schaulaufen aller aktiven des Vereins Kunsteisbahn auf dem Sportplatz Engelmann.

1930/31

  • Die Saison lief vom 02. November 1930 bis 31. März 1931 mit 148 Schleiftagen, davon 116 Tagen Kunst- und 32 Tagen Natureis.
  • Sommer 1931 stand die Errichtung der Nordtribüne und weiterer Ausbauten an. Ein Teil des Fabrikgrundstückes war verpachtet und "verschandelte" das Umfeld der Kunsteisbahn. Der Mieter war mit der Auflösung des Vertrages einverstanden und so konnten die Restarbeiten beginnen. Die Betoneinfassung der Eisbahn, die nach dem weiteren Ausbau 3000 qm umfasste, wurde auf drei Seiten geschlossen. In der Ecktribüne, die Verbindung zwischen Nord- und Westtribüne, wurde ein Sportbüffet und zahlreiche Nebenräume geschaffen. Die wesentlichen Arbeiten waren damit zum 60. Jubiläum pünktlich abgeschlossen.
  • Die Installierung einer Lautsprecheranlage hatte dafür gesorgt, dass die Eisläufer auch Musik hören konnten, wenn keine Musikkapelle konzertierte. Bei Veranstaltungen war eine klare Akustik vorhanden. Der Garten, wo einst alles begann, war hergerichtet worden und so kam man auf einem Betonweg durch einen gepflegten Garten auf den Platz. Eine moderne Telefonzentrale sorgte dafür, dass alle Teile der Kunsteisbahn angesprochen werden konnten. An der Nordwestseite war eine dritte Schneegrube angelegt worden und bei der Nordtribüne eine kleine Garage für den Schneetraktor geschaffen worden. Engelmann hatte Tribünen entwickelt, die auf der Eisfläche innerhalb kürzester Zeit aufgestellt werden konnten. 4000 Zuschauern boten diese Steh- und Sitzgelegenheit.


  • Da man immer am bauen war, konnte in den Sommermonaten nicht viel auf der Kunsteisbahn stattfinden. Hier und da wurde mal Tennis gespielt. Im Frühjahr 1931 verpachtete Engelmann die Kunsteisbahn für die Sommermonate an die Direktion Karl Lagler-Heinz Rudolf bis zum 1. Oktober 1931 als Freiluftarena. Boxkämpfe, Invalieden-Tombolas u.a. konnten vor großem Publikum durchgeführt werden. So fand auch die Europa-Meisterschaft im Mittelgewichtsboxen am 19. Juni 1931 in der Freiluftarena statt.
  • Kurz vor den Feierlichkeiten zum 60. Jahrestag des Sportplatzes Engelmann wurde dann noch ein Sechszylinder Dieselmotor mit 550 PS augestellt. Die zweite Hälfte des Doppelkompressors mit einer Stundenleistung vom 1.750.000 Kalorien wurde installiert. Und man sprach schon über einen möglichen Ausbau der Ostseite der Kunsteisbahn.



  • 26. März 1931: Zum Abschluss der Saison wurde auf dem Engelmann-Platz noch einmal ein reichhaltiges Programm geboten, nachdem gestern bereits 12.000 Schulkinder kostenlos ein Schaulaufen sehen konnten. Es beginnt mit einem Schlusslaufen mit Kotilloneinlagen. Welt- und Europameister Karl Schäfer ist wieder der Star des Abends. Es ist weiterhin aber auch alles vertreten, was Rang nund Namen bei Engelmann hat. Und dieses alles zum normalen Einlasspreis.
  • 27. März 1931: Engelmann hat sich entschlossen, die Eisbahn doch noch geöffnet zu lassen. Der Wetterumschwung ließ dieses zu.
  • 31. März 1931: Engelmann schließt die Kunsteisbahn für diese Saison.
  • 01. April 1931: Um die wirtschaftlichkeit der Kunsteisbahn zu gewährleisten und das Personal weiterzubeschäftigen, müssen in den Sommermonaten Veranstaltungen auf das Gelände geholt werden. Jetzt hat Engelmann einen Vertrag mit der Gruppe Karl Lagler-Heinz Rudolf geschlossen. In Zukunft können Boxveranstaltungen mit bis zu 7.500 Zuschauern stattfinden. Die Zuschauerplätze rings um die Kunsteisbahn sind ja vorhanden. Die Betonfläche für das Eis wird mit Zuschauerbänken um den Ring herum bestückt. Die Anlage hat den Vorteil, dass sie vor Wind geschützt ist. Selbst von den billigsten Zuschauerplätzen ist ein guter Blick auf den Boxring garantiert. Während des Sommers baut Engelmann bereits eine Betontribühne auf der Nordseite des Platzes für Boxkämpfe zusätzlich auf.


1931/32

  • Die Saison lief vom 4. November 1931 bis 22. März 1932 mit 140 Schleiftagen.


  • Am 28. Oktober 1931 fand im Festsaal der Kunsteisbahn Engelmann die feierliche Einweihung der neuen Fabrik- und Eisbahnanlagen durch den Prälaten, Bundeskanzler a.D. Dr. Ignaz Seipel, statt. Er wurde vom Präsidenten des Vereins Kunsteisbahn am Sportplatz Engelmann, Herrn Hofrat Dr. Karl Schachner begrüßt. Es war eine Veranstaltung im kleinsten Kreise. Dr. Seipel hielt eine längere Ansprache. Er brachte seine Genugtuung über den laufdenden Aufschwung des Unternehmens Engelmann und des Vereins Sportklub Engelmann zum Ausdruck.

Der Platz stehe in einem Bezirk, der so bodenständig sein, wie sonst wohl in keinem anderen Wiener Bezirk. Das Werk diene dazu, dass Volk gesünder und froher zu machen. Das Bestreben, den Menschen von Wien einige Stunden Erholung und Sport zu bieten verdiene Anerkennung und Gottes Segen. Dr. Seipel machte dann eine Rundgang über die Anlage und besichtigte die Maschinen-, Zuschauer- und Garderobenanlagen und in Verbindung mit der Geistlichkeit wurde die Anlage eingeweiht. Nach dem Rundgang hielt Oberbaurat Engelmann eine Ansprache, in der er den Dank des Vereins und seiner Familie zum Ausdruck brachte. Die Aktiven Läufer und Läuferinnen des Vereins wurden dann dem Ehrengast vorgestellt. An der Spitze befand sich der Welt- und Europameister Karl Schäfer.

  • 10. Dezember 1931: Kunsteisbahn Engelmann hat nach Umbau Bewährungsprobe bestanden
Am 6. und am 8. Dezember fanden die zwei Eishockeyspiele gegen den Lawn Tennis Club Prag auf der Kunsteisbahn Engelmann statt. Das SportTagblatt schreibt in seinem Kommentar hierzu: "Am deutlichsten war die Zweckmäßkeit der ganzen Einrichtung am Sonntag zu ersehen, da die Veranstaltung am Nachmittag, also im hellem Tageslicht, stattfand, so dass evtl. Mängel in der Einrichtung schonungslos aufgedeckt worden wären. Es gibt aber keine Mängel, denn die praktische Anlage der Tribühnen sorgt dafür, dass viele tausende Menschen gegen Wind und Wetter geschützt, das Spiel genau verfolgen können, volle Übersicht über das Spielfeld genießen und überdies das auch noch ohne Mühe die recht übersichtlich angelegten Plätze finden und ohne Drängelei den Platz verlassen können. Es ist also für die Zuschauer in glänzender Weise gesorgt und nicht minder für die Spieler, da auch das Kampffeld von ganz ausgezeichneter Beschaffenheit ist. Man hat auch an den Breitseiten der Spielfelder, die nach den internationalen Regeln vorgeschriebenen hohen Banden angebracht, Bretterwände von denen die Scheibe, wenn sie das Ziel verfehlt, immer wieder ins Feld zurück prallt, wodurch Unterbrechungen fast vollständig vermieden werden. Dadurch gestaltet sich das Spiel noch wechselvoller und aufregender, und die Spieler, insbesondere die Verteidigungskräfte, werden vor immer wieder überraschende Situationen gestellt. Was also von Seiten des Veranstalters getan werden konnte, ist geschehen, um die Veranstaltung glanzvoll und werbekräftig zu gestalten."[8]
  • 14. Dezember 1931: Jubiläumswoche 60 Jahre Sportplatz Engelmann

Die Jubiläumswoche wurde heute mit dem Eishockeyspiel Österreich gegen Polen auf der Kunsteisbahn Engelmann eröffnet (siehe Pötzleinsdorfer Sport Klub)

  • 15. Dezember 1931: Welt- und Europameister laufen vor 20.000 Schulkindern

Zwei Veranstaltungen für je 10.000 Kinder stehen heute auf dem Programm. Sie sind Gratisgäste des Oberbaurates Engelmann. Selbstverständlich sind Weltmeister Karl Schäfer und Europameisterin Fritzi Burger dabei. Weiterhin treten Helga Dietz, Illy und Olly Holzmann, die Herren Hartmann und Linhart, das Paar Rimml-Rosdol und die Volksschülerin Emmy Putzinger auf.

  • 15. Dezember 1931: Die Festschrift "60 Jahre Sportplatz Engelmann" ist erschienen und findet viel Anklang. In einer Radiosendung las der Verfasser auch bereits daraus vor.
  • 16. Dezember 1931: Schaulaufen mit allen prominenten Eisläufern des Vereins Kunsteisbahn. 5000 Besucher hatten sich eingefunden.
  • 24. März 1931: Einen Tag nach der Schließung der Kunsteisbahn hatte der Verein Kunsteisbahn am Sportplatz Engelmann die Funktionäre des Vereins und des Pötzleinsdorfer Sport Klubs zu einem gemütlichen Abendessen eingeladen. Oberbaurat Engelmann und Karl Schäfer waren die Ehrengäste, die in der letzten Vollversammlung auf Grund ihrer Verdienste um den Verein zu Ehrenmitgliedern ernannt worden waren. Es nahmen die Funktionäre und verdienten Mitglieder des Vereins an diesem Abend teil. Der Oberbaurat Engelmann hielt eine Rede und erinnerte an die Geschichte des Vereins und der Kunsteisbahn. Karl Schäffer, Fritzi Burger, Illy und Olly Holzmann, Papez-Zwack, Gaillart-Peiter, Otto Hartmann, Leopold Linhart, Emmy Puzinger, sämtliche Kottilonläufer, der Amateurclown Henhapel, der Preisrichter Grünauer, der Trainer Kutzer u.v.a. mehr erhielten wertvolle Geschenke. Direktor Löffler hielt eine Ansprache. Im Namen der Anwesenden dankte er Oberbaurat Engelmann für seine tatkräftige Förderung des Kunsteislaufs und des Eishockeysports. Der Redner erinnerte daran, dass sich vor wenigen Wochen zum fünfzigsten Mal der Tag jährte, an dem Engelmann zum ersten Mal an den Start ging, um zum vierzigsten Mal der Tag, an dem er der erste österreichische Europameister im Kunstlaufen war. Danach wurde zum Tanz aufgespielt. Bis in die späte Nacht spielte die verstärkte Jazz-Kapelle von Karl Schäfer. Karl Schäfer dirigierte, spielte Saxophon und Geige. Er fand zahlreiche Unterstützer unter den Gästen, wie Peppi Weiss, Josef Bernhauser, Leopold Linhart, Rudi Riedl, Decombe und zeitweilig sogar Fritzi Burger am Schlagzeug.


  • Ein Grund zum Feiern war auch das gerade angestandene 25 jährige Vereinsjubiläum.


  • 4. April 1932: Der Bundespräsident hat dem Oberbaurat Ing. Eduard Engelmann den Titel eines Hofrates verliehen.[9]
  • 15. April 1932: Oberbaurat Engelmann erhielt im Glaspalast der Kunsteisbahn Engelmann das Dekret des Bundespräsidenten über die Ernennung des Titels Hofrat überreicht.

1932/33

  • Die Saison lief vom 7. November 1932 bis 30. März 1933 mit 144 Schleiftagen.
  • Mit diesem späten Schließungstermin war Engelmann die am längsten geöffnete Kunsteisbahn in Europa in dieser Saison.
  • 01.10.1932: Zum ersten Mal seit der Sommerpause tritt der Verwaltungsrat des Vereins Kunsteisbahn Engelmann im Festsaal der Eisbahn zusammen. Hofrat Ing. Engelmann erstattet einen Bericht über die im Sommer geleisteten Arbeiten und die Vorbereitungen auf den Winter. Im Frühjahr wurde die auf der Ostseite gelegene neue Tribühne errichtet. Sie hat 1000 Plätze. Der Platz ist nun von allen Seiten umschlossen. Umfangreiche Adaptierungen und bauliche Veränderungen wurden in den Garderobenanlagen für die Gäste und der Kunstläufer fremder Vereine vorgenommen. Ebenso wurden die Umkleideräume der Eishockeyspieler und Boxer einer Adaptierung unterzogen. Das Sportcafe auf der Südseite wird zu einem Wärmeraum mit Bufettbetrieb ausgebaut. Es ist geplant, die Beleuchtungsanlage zu verstärken. Da die Eröffung, wie alle Jahre, um den 1. November herum erfolgen soll, ist der Abschluss der Bauarbeiten bis zu diesem Termin vorgesehen. Die Saisonkarten sollen auf Wunsch wieder auf Teilzahlung verkauft werden.
  • 4. November 1932: Die Kunsteisbahn Engelmann will auch in dieser Saison als erste Bahn in Europa die Saison eröffnen. Vier mal in der Woche wird ein Platzkonzert mit einem interessanten Dirigenten stattfinden. Weltmeister Karl Schäfer, der auch ein ausgezeichneter Musiker ist, hat eine Jazz- und Salonkapelle zusammengestellt, die im Restaurant spielen wird. Die Konzerte sind über die Lautsprecheranlage auf der Anlage zu hören.
  • Bekannt wurde jetzt auch, dass ein Wünschelrutengänger, der Hochschulprofessor ist, die Anlage begangen hat und die Möglichkeit der Bohrung eines Brunnens sieht. Damit wäre man zukünftig vom Bezug des Hochquellwasser unabhängig.


  • Drei Meetings, zwei Kostümfeste und ein Kinderkostümfest fanden statt.[10]

1933/34

  • Die Saison lief vom 4. November 1933 bis 18. März 1934 mit 135 Schleiftagen.
  • Die gesamte Kunstlaufelite vom Verein Kunsteisbahn am Sportpaltz Engelmann ist seit dem 4. November auf dem abgesperrten Teil der Kunsteisbahn beim Training zu sehen, angefangen von Karl Schäfer. Auch die Mitglieder des Eishockey Klub Engelmann sind morgen und abends zu den Trainingszeiten auf dem Eis. Da die Kunsteisbahn des WEV noch nicht geöffnet hat, trainieren auch deren Kunstläufer bei Engelmann. Die Kapelle Schäfer ist für diese Saison verpflchtet worden.
  • Die Betonfläche wurde vor der Saison an 60 Stellen erneuert.[11]
  • 6. Jänner 1934: Einige Stunden vor Beginn des Schaulaufens am 4. Jänner 1934 ist stürzte Hofrat Ingenieur Eduard Engelmann, der Nestor der österreichischen Kunstläufer, auf einer Stiege und zog sich eine Oberschenkelverletzung zu. Er wurde nach Behandlung in das Beamtenhospital des Goldenen Kreuzes eingeliefert.
  • 17. Jänner 1934: Anläßlich eines Besuches von Kardinal Innitzer im Beamtenhospital des Goldenen Kreuzes ging dieser auch zu Hofrat Engelmann ans Krankenbett. Man unterhielt sich auch über den Eislaufsport und der Kardinal sagte einen Besuch bei einem der nächsten Schaulaufen in Hernals zu
  • 14. März 1934: Nach zweimonatigem Aufenthalt im Spital konnte jetzt Hofrat Engelmann nach Hause zurück kehren und sich dort weiter pflegen lassen. Der Hofrat hatte einen Oberschenkelbruch erlitten, wird aber in Kürze wieder gehen können. In diesem Jahr feiert er seinen 70. Geburtstag.
  • 17. März 1934: Auf der Kunsteisbahn findet eine große "Kirta auf dem Eis" statt von 20.00 bis 24.00 Uhr statt. Alle Arten von Kostümen sind erlaubt.
  • 18. März 1934: Auf Grund des Regenwetters hat sich der Verein Kunsteisbahn Engelmann entschlossen, die Kunsteisbahn schon heute mit dem 135 Schleiftag zu schließen.

1934/35

  • Die Saison lief vom 10. November bis zum 21.März mit 132 Schleiftagen.
  • Am 10. November 1934 feiert die Kunsteisbahn Engelmann den 25jährigen Geburtstag. Die allgemeine wirtschaftliche Lage läßt es nicht zu, die ganze Saison lang zu feiern. Die Internationale Eislaufvereinigung hat Engelmann die Durchführung der Weltmeisterschaft im Kunstlaufen am 8. und 9. Februar 1935 übertragen. Es wird ein großes Schaulaufen mit Karl Schäfer und Fritzi Burger geben. Auch verschiedene erstklasseige Eishockeyspiele werden zu sehen sein.
Mitte November führt die Kunsteisbahn einige Neuerungen ein. Jeden Montag und Freitag wird die Kunsteisbahn um 18.00 Uhr geschlossen und das Eis gereinigt. Ab 19.00 Uhr ist wieder geöffnet und zwar neu bis 22.30 Uhr. Da Montag und Freitag Volkstage sind, kann man somit für 50g von 14 bis 18 Uhr oder von 19.00 bis 22.30 Uhr laufen. An den restlichen Tagen ist morgens von 8 bis 12.30 Uhr geöffnet und von 14.00 Uhr an. Dienstag, Mittwoch und Donnerstag ist abends um 21.30 Uhr geschlossen, am Freitag um 19.30 Uhr. Am Samstag und Sonntag um 20.30. Dieses Angebot ist eine Probe und soll zeigen, ob es von den Besuchern angenommen wird.
  • Eduard Zimmermann wird beim Verbandstag am 4. April 1935 in den Vorstand des Österreichischen Eishockeyverbandes gewählt und erhält dann das Amt des Vizepräsidenten.
  • 30. November 1934: Was Rang und Namen im Kunstlaufen hat, ist bei der Veranstaltung auf der Kunsteisbahn zum Jubiläum der Kunsteisbahn vertreten. 23 Punkte umfasst das Programm. Weltmeister Karl Schäfer ist natürlich der Mittelpunkt. Fritzi Burger, die Seniorenläuferinnen Illy und Olly Holzmann, Emmy Puzinger, Hedy Stenuf, Ilse Pausin und viele andere mehr.[12] In dieser Mammutveranstaltung fand die Ehrung des 70jährigen Hofrates ingenieur Eduard Engelmann statt. Gleichzeitig wurde der Präsident des Eislaufverbandes Regierungsrat Hans Pfeiffer zum 60. Geburtstag gefeiert. Pfeiffer ist selbst Kunstläufer und der Sportplatz Engelmann ist sein Eisplatz seit mehr als 50 Jahren. Auch Minister Stockinger war anwesend.
  • 10. Dezember 1934: Heute hätten die Spieler des Hockeyclubs Währing auf dem WEV trainieren sollen. Durch das Föhnwetter war das Eis auf dem WEV-Platz aber nicht mehr bespielbar. Ingenieur Engelmann bot darauf hin dem HCW an, aus seiner Eisbahn in Hernals das Training durchzuführne. Die Spieler fuhren nach Hernals und es gab ein Nachttraining [13]
  • 19. März 1935: Zum Abschluss der Jubiläumssaison wird die größte Eisrevue aufgeführt, die die Kunsteisbahn Engelmann je gesehen hat. Sie beginnt um 14.00 Uhr. 10.000 Besucher haben sich eingefunden. Das SportTagblatt spricht von einer großartigen, wohl auf der ganzen Welt nicht zu übertreffenden Schau. Sah man doch ziemlich alles, was das Kunstlaufen heute zu bieten hat, von den Anfängen bis zur höchsten Vollendung, vom Sport bis zur Kunst. Ebenso Akrobatik und Humor auf dem Eis. Alle Möglichkeiten, die das Eis dem Kunstläufer bietet, wurden inmeisterhafter. sogar unübertrefflicher Weise dargestellt. Die Zuschauer trieben mit ihrer Begeisterung die Aktiven zu Höchstleistungen an. Es traten auf:
  • Karl Schäfer und Hedy Stenuf im "Teufelstanz"
  • Olly Holzmann mit "Leichte Kavallerie"
  • Olly Holzmann in der "Parodie des Deutschmeistermarsches"
  • der tschechoslowakische Profi Otto Gold, Prag,
  • Dietl, der Stelzenläufer
  • ungarische Meisterin Nadinka Szilassy
  • ungarische Meister Dénes Pataky
  • Lilly Torscht
  • Emmy Putzinger
  • die ewschwister Erik und Ilse Pausin
  • Kianek-Rosdol
  • Erich Erdös
  • Leopold Linhart
  • Alfred Trenkler
  • Edi Rader
  • Tanzpaar Wagner-Stanek
  • Eishumorist Erich Henhapel
  • Die Allerjüngsten mit dem Tanz "Der Frühling verjagt die Schneeflocken"

In zwei Tagen soll die Veranstaltung wiederholt werden. [14]

  • 21. März 1935: Die größte Eisrevue des Vereins Kunsteisbahn Engelmann vom letzten Dienstag findet heute ihre Wiederholung. Es wird wieder das volle Programm geboten. Gleichzeitig ist die Veranstaltung der Abschluss der Saison 1934/35 der Kunsteisbahn Engelmann.

1935/36

  • Die Saison lief vom November 1935 bis zum März 1936 mit Schleiftagen.
  • Im zweiten Jahr wurde Ing. Eduard Engelmann durch die Verbandsversammlung des OeEHV am 5. April 1936 in den Vorstand gewählt und erhält wiederum das Amt des Vizepräsidenten. Am 17. September 1936 treten Engelmann und die Vorstandsmitglieder Eder und Sell von ihren Ämtern im OeEHV zurück.

1936/37

  • Die Saison lief vom 14. November 1936 um 17.00 Uhr bis zum 19. März 1937 mit 138 Schleiftagen.[15]
  • 9. Oktober 1936: In Kürze wird eine neue Sporthalle bei der Kunsteisbahn Engelmann fertiggestellt. Sie befindet sich auf dem Dach des Objektes in der Syringgasse. Das Objekt darunter hat eine Höhe von 5,50 Meter ab Straßenniveau. In dieser Höhe beginnt die Halle mit Ausmaßen von 19 x 32 Metern. Es wird somit eine Eisfläche von 600 Quadratmetern geschaffen. Der Platz reicht aus, dass z.B. acht Läufer ihre Pflichtübungen durchführen können. Die Pfeiler der Halle wurden bereits erstellt und die Betondecke gegossen. Die Wände werden aus imprägniertem Holz bzw. Heraklit hergestellt. Wegen dieses Materials können die Wände auch als Bande beim Eishockespiel genutzt werden. Die Zuschauerräume befinden sich im oberen Bereich, so dass 600 Personen Platz finden. Bei Boxveranstaltungen kann auch ein kleiner Ring aufgestellt werden. Dann können 1800 bis 2000 Personen aufgenommen werden. Die Halle erhält später einen eigenen Aufgang. Derzeit ist sie nur über den Glassalon erreichbar. Publikumsveranstaltungen sind derzeit aber noch nicht geplant. Es soll erst einmal das Training von Kunstläufern, Tanzpaaren und Eishockeyspielern hier stattfinden. Die Heizanlagen müssen noch gebaut werden. Die Halle soll aber bereits am 1. November 1936 in Betrieb genommen werden. Das Training ist damit zu jeder Zeit für den betroffenen Personenkreis möglich. Auf der Kunsteisbahn musste man bisher früh morgens oder spät abends das Training durchführen. Unter der Halle werden Büroräume, Wärmehallen, Garderoben und ein Pressezimmer eingerichtet. Der Glassalon im 1. Stock wird auf das doppelte vergrößert. Die Finanzierung erfolgt aus eigenen Mitteln des Vereins Kunsteisbahn am Sportplatz Engelmann.
  • 30. Oktober 1936: Mit dem gießen der Betonplatte für die Eisfläche wurde der Bau der Halle am Vortag fertiggestellt. Das Kanzleigebäude ist bereits fertig gestellt, an den Gesellschafts- und Restaurationsräumen wird noch mit Hochdruck gearbeitet. Man rechnet mit der Eröffnung der Kunsteisbahn in einigen Tagen.
  • 06. November 1936: Der vorgesehene Eröffnungstermin für diese Saison kann nicht gehalten werden. Alte Mauern werden derzeit noch auf dem Objekt abgerissen. Das Training in der neuen Halle für die Aktiven Sportler soll aber bereits ab dem 9. November möglich sein. Der Zugang zur Halle über den Glassalon hat einen halbtonnenförmiges Holzdach erhalten. Die Wände werden derzeit mit Heraklitplatten verkleidet.
  • 13. November 1936: Die Kunsteisbahn wird morgen geöffnet. Da sich die Bauarbeiten etwas länger hinzogen, war es nicht ehe möglich. Dafür ist in der neuen Eishalle voller Betrieb. Die Eishockeyspieler des EKE üben dort, Gäste aus Amerika, der Tschechoslowakei, Polen und anderen Bundesländern. Auch die Eishockeymannschaft des Wiener Eislauf Vereins hat bei Engelmann täglich eine Stunde in der Halle gebucht.
10. März 1937 Es sind 32 Mitglieder des Budapester Eislauf Vereins auf der Kunsteisbahn zu Gast. In farbenprächtigen ungarischen Nationalkostümen wird die Eislaufrevue gezeigt, die schon in Budapest einen Riesenerfolg hatte.
Zum Abschluß gab es eine Kirta-Veranstaltung. Die Kunsteisläufer siedeln in die Eishalle auf dem Engelmannschen Grundstück um.
  • Der Verbandstag des OeEHV am 4. April 1937 wählt Eduard Engelmann zum Rechnungsprüfer.

1937/38

  • Die Saison lief vom 9. November 1937 um 20.00 Uhr bis in den April 1938 mit ? Schleiftagen. Das genaue Schließungsdatum konnte bisher noch nicht ermittelt werden.


  • 9. November 1937: Als Auftakt der Kunsteisbahneröffnung findet die Eisrevue "Fest der Nationen" statt. Emmy Puzinger und Hanne Niernberger werden als Solotänzerinnen auftreteten. Die acht besten Läuferinnen des Vereins werden ein Eisballett tanzen. Auch die ungarische Meisterin Klari Erdös ist dabei. Sie tanzt einen Cardaz und einen Stepptanz. Auch die anderen Künstler des Vereins, wie die Geschwister Pausin, Martha Musilek, Helmut May und viele andere stehen auf dem Programm.[16]
Wegen des großen Erfolges wird die Eisrevue am 7. Dezember 1937 noch einmal aufgeführt. Es kommen auch einige neue Programmteile hinzu.
  • 28. November 1937: Es fand heute kein Eishockeyspiel statt. Dafür konnte man aber die Spieler des ÖWSC und von Bratislava ebenso trainieren sehen, wie auch die Spieler des neuen Eishockeyvereins Sportverein Straßenbahn [17]




Die Jahre 1938 bis 1945

Saison 1938/39

  • 03. November 1938: Um 18.00 Uhr öffnet die Kunsteisbahn für die Öffentlichkeit ihre Türen.


Saison 1939/40

  • 24. Oktober 1939: Auf Grund der kalten Witterung öffnet die Kunsteisbahn schon heute für die Bevölkerung.

Saison 1940/41

  • 18. November 1940: Die Kunsteisbahn wurde heute für die Öffentlichkeit frei gegeben.


Saison 1944/45

  • Am 31. Oktober 1944 verstarb Hofrat Ingenieur Eduard Engelmann. In den letzten Monaten des Krieges wurde die Kunsteisbahn mehrfach von Bomben getroffen und zerstört.

Die Jahre 1946-1972

1946 begann Familie Engelmann eine Natureisbahn auf dem Gelände der früheren Kunsteisbahn aufzubauen. Die Eisfabrik produzierte wieder. 30 Kilometer Rohre wurden verlegt. Anfang der 50er Jahre lief der Betrieb dann wieder richtig. Musikkapellen konnten nicht bezahlt werden, dafür wurden aber Schallplatten beim Eislaufen gespielt. Außerhalb der Winterzeit gab es wieder verschiedene Verwendungsmöglichkeiten für die Kunsteisbahn. Boxkämpfe und andere Veranstaltungen fanden statt. Ringkämpfe wurden das ein Zugpferd für den Zuschauerbesuch. 1954- 1964 konnte im Sommer ein Sportbad besucht werden. Das Becken war 20 x 33 Meter groß. Ein 10 m-Sprungbrett wurde errichtet. Auch Wasseballspiele gab es. Das Bad störte den Eislauf im Winter nicht, da das Becken abgedeckt wurde. Ab 1962 war auch eine Kegelbahn in Betrieb. Karl Schäfer unterstützte Familie Engelmann nach dem Kriege so gut es ihm möglich war. Seine Aufgabe war die Nachwuchsbetreuung. Der Cottage Eislauf Verein trainierte bei Engelmann. 1956 bis 1962 ging Karl Schäfer wieder nach Amerika. Nach seiner Rückkehr nahm er die alte Beschäftigung bei Engelmann wieder auf.

Die Jahre 1972 bis heute

1972 verkaufte Familie Engelmann die Rechte an der Sportstätte an einen Warenhauskonzern. Grund und Boden blieben im Besitz der Familie. Gebaut werden durfte auf dem Grundstück nur, wenn die Kunsteisbahn erhalten bliebe. Die alten Anlagen wurden abgerissen und zwei Jahre lang gab es kein Eislaufen mehr. 1974 wurde eine Kunsteisbahn auf dem Dach des errichteten Kaufhauses in Betrieb genommen. 2600 m² beträgt die Eisfläche. Die Betriebsleitung der neuen Kunsteisbahn hatte Hans Jaroschka, der Sohn von Helene Engelmann-Jaroschka bis 1988. 1989 bis 1996 zeichnete die ASKÖ für das Objekt verantwortlich. Ab Oktober 1996 ist die Betriebsleitung dann wieder beim Verein Kunsteisbahn Engelmann.

Einzelnachweise:

  1. Buch 40 Jahre Sportplatz Engelmann von Hans Köhler
  2. Der Fremdenverkehr 12. November 1911
  3. SportTagblatt vom 4. Jänner 1919
  4. SportTagblatt 26. Oktober 1927
  5. SportTagblatt 13. Oktober 1928
  6. SportTagblatt 11. November 1929
  7. SportTagblatt 18. Oktober 1930
  8. SportTagblatt 10. Dezember 1931
  9. SportTagblatt 4. April 1932
  10. SportTagblatt 13. Oktober 1933
  11. Wiener Zeitung 31. Oktober 1933
  12. SportTagblatt 29. November 1934
  13. SportTagblatt 12. Dezember 1934
  14. SportTagblatt 21. März 1935
  15. Wiener Zeitung 20. März 1937
  16. SportTagblatt 11. November 1937
  17. SportTagblatt 29. November 1937

Quellenangaben:

  • Broschüre 60 Jahre Kunsteisbahn Engelmann
  • SportTagblatt
  • Webseite des Vereins Kunsteisbahn Engelmann