Leopold III. (Österreich)

Aus Regiowiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Markgraf Leopold (III.), Markgraf Leopold III. der Heilige, Statue aus dem Jahr 1520 von Jörg Kölderer und Stefan Godl (Guss), aufgestellt in der Innsbrucker Hofkirche: Leopold der Heilige, obgleich hier mit dem "Erzherzogshut" gekrönt, war nur ein Markgraf von Österreich. Unter den "Schwarzmandern" hält er die Stellung
Der Heilige Leopold in der Leopoldikapelle in der Pfarrkirche von Traismauer
Das Reitersiegel des Heiligen Leopolds nach einer Zeichnung aus dem Jahr 1880

Markgraf Leopold (III.) "der Heilige"[A 1] (* im 11. Jahrhundert, um 1075, vermutlich in Gars am Kamp oder Melk; † 15. November 1136, bei Klosterneuburg[A 2]), auch Leopold der Milde, Leopold der Fromme oder Markgraf Leopold III. von Österreich, herrschte über Gebiete in der heutigen Republik Österreich. Während seiner Herrschaft sind fast keine kriegerischen Ereignisse belegt. Zudem finden sich unter dieser erste Ansätze zu einer topographischen und wirtschaftlichen Verbesserung. Seine Politik war wohl auf die Durchsetzung und Erweiterung seiner Macht und einem vorteilhaften Ausgleich mit den Interessen der Kirche ausgerichtet.[1] Später wurde er aus politischen Gründen heilig gesprochen. Noch heute ist er als der Landespatron der Bundesländer Wien und Niederösterreich populär. Gemeinsam mit dem Heiligen Florian ist er außerdem der Landespatron des Bundeslandes Oberösterreich.

Herkunft und Familie

Leopold "der Heilige" entstammte einer Herrscherfamilie, die heute als die Babenberger bezeichnet wird. Er war der einzige Sohn von Markgraf Leopold "dem Schönen" aus dessen Ehe mit Itha und vermutlich zweimal verheiratet.[2]
∞ in 1. Ehe mit einer Adeligen, deren Identität nicht eindeutig gesichert ist

∞ in 2. Ehe (Eheschließung am 7. August 1106[3] ) mit Agnes († 1143), Tochter von Kaiser Heinrich IV. (1084–1105) (Salier), Witwe von Herzog Friedrich (I.) von Schwaben (Hohenstaufen)[2] Aus dieser Ehe soll er 18 Kinder gehabt haben, von denen sieben jung verstorben sind.[4]

Herrschaften

Leopold der Heilige herrschte 1095-1136 als Markgraf über die Mark Österreich. So weit es sich beurteilen lässt, dürfte er seinem Vater als Markgraf ohne größere Schwierigkeiten nachgefolgt sein.[6] Der Historiker Georg Scheibelreiter hält es für wahrscheinlich, dass der reibungslose Herrschaftsübergang damit zusammenhängt, dass sich Kaiser Heinrich IV. zu dieser Zeit mit dem Herzog von Bayern, dem jahrelange Hauptgegner im süddeutschen Raum, ausgesöhnt hatte. Er geht außerdem davon aus, dass der junge Markgraf zunächst durchaus Interesse an guten Beziehungen zum Kaiser gehabt haben wird. Markgraf Leopold (III.) "der Heilige" dürfte Heinrich IV. erstmals 1099 auf dessen Hoftag in Regensburg persönlich begegnet sein, wo auch die Eheschließung einer seiner Schwestern mit dem böhmischen Herzog Bořivoj (II.) beschlossen wurde.[7] Nach seinem Wechsel auf die Seite von Kaiser Heinrich V. war der Markgraf in den Jahren danach ein zuverlässlicher Verbündeter und Amtsträger seines nunmehrigen Schwagers.[8] Allerdings scheint er sich selbst nicht in die Reichspolitik eingebracht zu haben.[9]

Ein unablässiges Fortschreiten seiner Position in der territorialen Dominanz in der Mark zeigt sich durch seine Klosterstiftungen. Ein Kloster war zu seiner Zeit nicht nur eine fromme Stiftung, sondern für seinen Stifter auch ein Machtinstrument, mit dem er einen wichtigen Herrschaftsstützpunkt in einem Gebiet setzen und gleichzeitig die konkurrierende Familie dort auf Distanz halten konnte. Hinzu kommen noch die materiellen und kulturellen Gewinne, die eine Klosterstiftung bringen konnte. Als Markgraf Leopold (III.) seine Herrschaft antrat, gab es in der Markgrafschaft Österreich nur das Stift Melk, welches unter seinem Vater aus einem Kollegiatstift in ein Benediktinerkloster umgewandelt worden war, das Stift Göttweig, welches Bischof Altmann von Passau († 1091) gegründet hatte, und das Stift von St. Pölten, das vielleicht schon im 8. Jahrhundert gegründet worden war, aber offensichtlich nie von Bedeutung gewesen war. Ansonsten gab es nur den Klosterbesitz von bairischen und fränkischen Klöstern (Kremsmünster, St. Peter in Salzburg, Niederaltaich, Tegernsee, Herrieden), der sich vor allem in der Wachau befand. In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts ließ Bischof Ulrich (I.) von Passau in der Markgrafschaft "Österreich" außerdem ein Chorherrenstift an der Mündung der Traisen erbauen, welches 1244 nach Herzogenburg verlegt wurde. 1115 gründete der Hochfreie Reginbert von Hagenau († um 1130), gemeinsam mit seiner Ehefrau Helena und seinem Schwager Udalschalk das Chorherrenstift Seitenstetten, welches bald in ein Benediktinerkloster umgewandelt wurde.[10] Ausgangspunkt für die Klostergründungen von Markgraf Leopold (III.) war, das Stift Melk, welches bereits 1100 aus dem Hochstift Passau gelöst und direkt dem Papst unterstellt wurde. Einige Jahre später schenkte der Markgraf ohnehin umstrittene Einkünfte aus den Pfarrzehenten der Pfarren Mödling, Traiskirchen, Ravelsbach, Weikersdorf und Wullersdorf dem Stift anlässlich der Weihe neuer Klostergebäuden, womit er die Benediktinermönche zur entsprechenden Seelsorge verpflichtete.[11] In den Folgejahren stiftete er gemeinsam mit seiner Ehefrau Agnes das Augustiner Chorherrenstift Klosterneuburg, das Zisterzienserstift Heiligenkreuz und das Benediktinerstift Mariazell (später Kleinmariazell) (heute Teil der Gemeinde Altenmarkt an der Triesting).[12] Nach der neueren Forschung war das Stift Klosterneuburg, das dem Markgrafen auch als Residenz diente, keine originale Gründung, sondern dürfte bereits zuvor als Kollegiatstift existiert haben, welches durch eine Erbschaft oder Schenkung in den Besitz des Markgrafen gelangte und von diesem zu einem repräsentativen Wohnsitz mit Kloster umgebaut wurde.[13] Mit Stift Heiligenkreuz erhielten die Zisterzienser eine erste Möglichkeit, um in der Mark Fuß zu fassen. Dieses Stift entwickelte sich zu einem der bevorzugten Klöster der Babenberger und sollte weniger später das Mutterkloster für das zweite bedeutende Zisterzienserstift im heutigen Niederösterreich werden: Stift Zwettl.[14] Das Kloster Mariazell, das unter Kaiser Joseph II. aufgehoben wurde, erreichte dagegen nie die Bedeutung der beiden anderen Klosterstiftungen. Auch es dürfte keine originale Gründung des Markgrafen gewesen sein, wobei seine Entstehungsgeschichte zurzeit noch genauer erforscht wird.[A 3]

Unter seiner Herrschaft ist um 1120/22 mit dem Amt eines Truchsesses das erste der sogenannten Hausämter belegt, die gewöhnlich nur für Höfe der Herzöge und Könige charakteristisch sind.[15]

Leben

Der Heilige Leopold, Mosaik von Leopold Schmid aus dem Jahr 1936, Ecke Herrengasse-Leopold Figl-Gasse, Wien 1

Leopold soll 1104 die "Schwertleite" erhalten haben.[16] Für seine Karriere erwies es sich als äußerst vorteilhaft, dass er, gemeinsam mit seinem Schwager, dem böhmischen König, 1105 im Krieg zwischen Kaiser Heinrich IV. und seinem gleichnamigen Sohn, dem späteren Kaiser Heinrich V. vor der entscheidenden Schlacht am Fluss Regen von der Seite des Vaters auf die Seite des Sohnes wechselte.[17] Der Preis für diesen Seitenwechsel, der sich politisch für ihn auszahlen sollte, war die prestigeträchtige Ehe mit der verwitweten Kaisertochter Agnes.[18] Dieser Seitenwechsel, inklusive möglicher Ursachen, wurde in der Geschichtsforschung entweder entschuldigt, positiv umgedeutet oder auch kritisch gesehen.[19] In einem neueren Heiligenlexikon wird der Seitenwechsel unter dem Aspekt eines später "zur Ehre der Altäre Erhobenen" als Verhinderung eines Krieges nicht nur positiv gedeutet, sondern durch die Information ergänzt, dass Markgraf Leopold politische Konflikte weitgehend vermied und während seiner Herrschaft über die Markgrafschaft Österreich, die etwa 41 Jahre dauerte, selbst keinen einzigen Krieg von sich aus führte.[20]

Es war allerdings keineswegs erst die Ehe mit Agnes, welche Leopolds Familie eine angesehene Position unter den Reichsfürsten verschaffte. Bereits in der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts hatten seine Familie mit dem Erwerb des Herzogtums Schwaben und den Marken im bairischen Nordgau eine bedeutende Position im Süden des Reiches gehabt, die allerdings wieder verloren gegangen war. Nachdem seine direkten Vorfahren ihre Herrschaft in der Mark "Österreich" zunächst mit Unterstützung des Königs beziehungsweise des Kaisers und dann durch eine kluge Ehepolitik und eine Annäherung an den reformkirchlichen Adel gestärkt hatten, bedeutete die Ehe des Markgrafen Leopold (III.) "des Heiligen" mit Agnes eine erneute Stärkung der Beziehungen zum König beziehungsweise Kaiser, die aber nun keine einseitige Abhängigkeit von diesem mehr bedeutete, wie dies noch um die Mitte des 11. Jahrhunderts der Fall gewesen war. Als günstig sollte es sich zudem erweisen, dass die Nachkommen der Markgräfin aus ihren beiden Ehen in den nächsten Generationen gewöhnlich Verbündete und nicht Konkurrenten waren.[8]

Nachdem Kaiser Heinrich V. 1125 gestorben war, wurde Markgraf Leopold von den bairischen Adeligen als Nachfolgekandidat präsentiert, nachdem der bairische Herzog Heinrich (IX.) "der Schwarze" († 1126) sich nicht selbst zur Wahl stellte. Das spricht nicht nur für sein Ansehen im Reich, sondern dürfte auch ein Indiz dafür sein, dass er im Stammesherzogtum Bayern nach dem bairischen Herzog als der angesehenste Adlige galt. Zudem wäre der Markgraf mit Blick auf die beiden aussichtsreichsten Kandidaten ein guter Kompromisskandidat gewesen, war er doch einerseits ein Schwager des verstorbenen Kaisers und andererseits auch ein Mann er "Reformkirche" und somit wohl für viele akzeptabel. Allerdings ersuchte der Markgraf selbst, von seiner Wahl abzusehen.[21] Ob diese Entscheidung tatsächlich wegen seines "hohen" Alters und der großen Anzahl seiner Söhne geschah, wie überliefert ist, wird in der neueren Forschung hinterfragt. Über seine tatsächlichen Gründe beziehungsweise weitere Gründe kann jedoch nach der Quellenlage nur geschlussfolgert werden.[22] Deutungen aus der Geschichtsforschung des 19. und 20. Jahrhundert sind von der jeweiligen Geschichtssicht der Historikerin beziehungsweise des Historikers beeinflusst.[21]

In den Jahren nach der Königswahl hielt sich der Markgraf vorwiegend in seiner Mark auf und widmete sich fast ausschließlich dieser. Auf das Geschehen um das Königtum nahm er keinen Einfluss mehr, soweit sich das heute noch feststellen lässt. Über die Gründe lässt sich nur schlussfolgern. Vielleicht versuchte er eine offene Konfrontation mit dem neuen König König Lothar zu vermeiden. Die offene Gegnerschaft seiner Stiefsöhne Friedrich († 1147) und Konrad († 1152) zu diesem dürfte für ihn eine schwierige Lage bedeutet haben. Daneben wäre auch vorstellbar, dass er eine offene Konfrontation auch deswegen zu vermeiden trachtete, weil diese für ihn Probleme mit der "Reformkirche" gebracht hätte.[23]

In seinen letzten Lebensjahren erlebte Markgraf Leopold noch einen verheerenden Einfall aus dem ungarischen Königreich, nachdem es dort nach dem Tod von König Stephan (II.) (1131) zu einem Nachfolgestreit kam.[24] In der Forschung wird gewöhnlich davon ausgegangen, dass der Markgraf bei einem Jagdunfall starb.[25] Nach den Annalen des Klosters St. Peter in Erfurt soll er auf der Jagd getötet worden sein.[26] Ob der Markgraf tatsächlich ermordet wurde, wie die dort verwendete Formulierungen andeutet und wie in einigen seriösen Forschungsarbeiten behauptet wird, ist nicht eindeutig geklärt. Dazu, dass es sich um einen Mord oder zumindest einen Unfall gehandelt hat, gibt es keine Angaben in weiteren Quellen. Das päpstliche Trostschreiben an Markgräfin Agnes, indem Papst Innozenz II. ihr versichert, dass er dem Markgrafen postum die Absolution erteilt habe, deutet zwar auf einen plötzlichen Tod des Markgrafen hin, doch könnte dessen Ursache auch ein Schlaganfall oder ein Jagdunfall gewesen sein.[27] Die Gebeine des Markgrafen wurden 1936 genauer untersucht.[28] Das Ergebnis unterstützt keine Mordtheorie, allerdings fehlt ihm ein Stück im Unterkiefer.[29]

Forschungsprobleme

Einerseits gibt es zu Leopold (III.) "dem Heiligen" viele wissenschaftliche Arbeiten, und er ist auch heute noch in Österreich sehr präsent. Andererseits lassen die zeitgenössischen Quellen, auf die es ankommt, wenn es gilt, sich jenem Leopold anzunähern, der wirklich gelebt hat, nur wenig Individualität erkennen, sodass dieser keine wirkliche Gestalt gewinnt. In den zeitgenössischen Quellen wird er bei bedeutenden historischen Ereignissen gewöhnlich nur genannt, die Urkunden reduzieren ihn auf einen Amtsträger, der seine Rechtsgeschäfte tätigt. Vieles über ihn ergibt sich zudem erst aufgrund von späteren Auswirkungen.[30] Bei Markgraf Leopold "dem Heiligen" kommt noch hinzu, dass er von der Legendenbildung und seinem Nachleben stark vereinnahmt und zudem auch politisch von der Nachwelt genutzt wurde.

Heiligsprechung

Für die Heiligsprechung von Markgraf Leopold war entscheidend, dass die Dynastie der Habsburger, welche den Babenbergern im Herzogtum Österreich nachgefolgt war, diese als ihre Vorfahren interpretierten und daher großes Interesse an der Heiligsprechung ihres "Vorfahren" hatten. Versuche, ihn vom Heiligen Stuhl zur Ehre der Altäre erheben zu lassen, finden sich seit der Mitte des 14. Jahrhunderts, zunächst unter den Herzögen Albrecht "dem Lahmen" und "Rudolf dem Stifter".[31] 1358 beginnt Herzog Rudolf der Stifter einen Heiligsprechungsprozess für Leopold einzuleiten.[32] 1465 traten die Landstände des Herzogtums Österreich auf einem Landtag für die kirchliche Anerkennung des Leopoldikultes ein.[31] Kaiser Friedrich III. erreichte auf seinem "Zweiten Romzug" vom Papst die Zusage. Die feierliche Kanonisation wurde 1483 und 1484 eingeleitet. Der feierliche Akt der Heiligsprechung fand dann am Heiligkönigtag 1485 statt.[33] 1505 erfolgte dann die feierliche Übertragung seiner Reliquien.[34]

Nachdem die Verehrung des Heiligen Leopolds durch die Reformation wesentlich nachgelassen hatte, wurde sie in der Gegenreformation wesentlich wiederbelebt. 1593 wurde der Leopoldstag zum kirchlichen und weltlichen Feiertag erklärt.[35] 1663 erließ Kaiser Leopold I. ein offenes Patent, mit dem er den Heiligen Leopold zum Schutzpatron des gesamten Landes Österreich ernannte.[36] Heute ist Leopold der Landespatron von Niederösterreich und Wien und einer der Landespatrone von Oberösterreich sowie der Patron der Winzer.[20] Interessant ist, dass er sich auch in aktuellen Heiligenlexika noch immer findet.

Orte mit Bezug im heutigen Niederösterreich

  • Gars am Kamp: Leopold "der Heilige" hielt nach 1421/22 eine Zusammenkunft ("conventus") in Gars am Kamp ab, auf welcher er einen Besitzstreit schlichtete. An dieser Zusammenkunft, auf welcher vermutlich noch anderes verhandelt wurde, sind als Zeugen mehrere Adelige belegt, darunter Markgraf Otakar (II.) von Steier, Graf Gebhard von Poigen, Rudolf von Perg, Albero von Griesbach und Graf Werigand von Plain.[37]
  • Krems: In Krems, das zu dieser Zeit bereits ein wichtiger Handelsplatz an der Donau war, richtete Markgraf Leopold (III.) um 1130 eine Münzstätte ein, die eigene Silberpfennige prägte.[38]
  • Klosterneuburg: Leopold "der Heilige" hatte seine Hauptresidenz in der Pfalz in Klosterneuburg].[39][40] 1135 schloss er mit dem Bischof von Passau den Vertrag von Greifenstein.[41] Unter ihm ist in Krems um 1130 die erste Münzstätte der Markgrafschaft Österreich belegt.[15]
  • Tulln: Um 1099/1102 hielt Leopold "der Heilige" eine Versammlung in Tulln ab, an welcher der Burggraf von Regensburg, die Haderiche, Starkfried von Pötzleinsdorf-Ponsee, Reginger von Staatz-St. Pölten(?) und vermutlich auch amilien wie die Kuenringer und die Imbacher teilnahmen. Diese Versammlung gilt gewöhnlich als erster Landtaiding[A 4] im heutigen Niederösterreich.[42]
  • Wien: Seit Leopold III. (HRR) befand sich der damalige Ort Wien unter der Herrschaft der Babenberger. Unklar ist allerdings, ob der spätere Hauptsitz der Familie zuvor der Familie der Formbacher gehört hatte und über Leopolds Mutter Itha an seine Familie gekommen war oder ob er bereits früher im "Einflussbereich" der Babenberger lag.[24] Die Familie der Formbacher beherrschte im 11. und 12. Jahrhundert das Wiental.[43]

Erinnerungsstätten im heutigen Österreich

Heiligenstatuen finden sich in zahlreichen Kirchen, viele Kirchen sind außerdem dem Heiligen Leopold geweiht. Der 15. November, sein Gedenktag, ist in den Bundesländern Wien und Niederösterreich ein schulfreier Tag.

Niederösterreich

Bild des Heiligen Leopolds in der Pfarrkirche von Wiesmath
  • Gars am Kamp: Die Burgruine Gars am Kamp gilt als Geburtsort des Heiligen Leopolds.[44]
  • Altenmarkt an der Triesting: Leopold der Heilige stiftete das Benediktinerstift Klein-Mariazell[39], vermutlich gemeinsam mit seiner Ehefrau Agnes.
  • Heiligenkreuz: Leopold der Heilige stiftete am 11. September 1133 das Zisterzienserstift Heiligenkreuz, vermutlich gemeinsam mit seiner Ehefrau Agnes.[39] Angeregt wurde diese Stiftung vermutlich durch seinen Sohn Otto, welcher sich für einen Eintritt in diesen Orden entschieden hatte.[45] Leopold ist auf einer der Babenberger-Scheiben im Brunnenhaus des Stiftes dargestellt. Es handelt sich dabei um das älteste Bild des Markgrafen und als Briefmarkenmotiv bekannt geworden.[46]
  • Klosterneuburg: Leopold der Heilige und seine Ehefrau Agnes sind im Augustiner Chorherrenstift Klosterneuburg beigesetzt, als dessen Stifterpaar sie gelten. Hier werden beide noch heute als Stifterpaar gemeinsam verehrt.[39] Um 1330 entstanden im Kreuzgang des Stiftes Glasmalereien, auf denen der Markgraf dargestellt ist, hier zum ersten Mal mit dem Fünf-Adler-Schild, dem heutigen Landeswappen des Bundeslandes Niederösterreich. Im Stift werden außerdem Stücke eines Seidenbrokates aus der Zeit um 1260 aufbewahrt, die auf einem blauen Grund goldene Vögel zeigen. Sie wurden früher für die Reste eines Waffenrockes gehalten, den der Markgraf getragen haben soll.[46] Auf dem Turm der Stiftskirche befindet sich eine Steinstatue des Markgrafen. Hier ist er erstmals als hochgewachsener, bärtiger Mann dargestellt, der den Erzherzoghut trägt und in der Hand ein Modell der Kirche des Stiftes hält. Außerdem ist Leopold auch auf dem Babenberger-Stammbaum des Stiftes zu sehen, der 1489-1492 gemalt wurde.[47] Im Stift Klosterneuburg befindet sich außerdem eine Statue von Matthias Artner aus dem Jahr 1680, die als eine der schönsten Darstellung des Heiligen Leopold gilt.[48]
  • Melk: Eine für das Barock typische Darstellung des Heiligen Leopold zeigt die monumentale Statue am Eingang zum Stift, ein Werk von Lorenzo Mattielli.[48] Ein Historienbild von Markgraf Leopold dem Heiligen befindet sich in der "Babenberger-Galerie" in Stift Melk.
  • Persenbeug-Gottsdorf: In der Pfarrkirche Gottsdorf zum Heiligen Jakobus befindet sich ein Leopold-Altar.
  • Raxendorf: In der Pfarrkirche Raxendorf zum Heiligen Gotthard befindet sich ein Gemälde des Heiligen Leopolds auf dem rechten Seitenaltar.
  • Traismauer: Zur Pfarrkirche Traismauer zum Heiligen Rupert gehört auch eine Leopoldikapelle.
  • Wiesmath: In einem Glasfenster der Pfarrkirche St. Peter und Paul, das 1905 von der Raiffeisenkasse gewidmet wurde, ist der Heilige Leopold dargestellt.
  • Zwettl: Im nördlichen Teil des Kapellenkranzes der Stiftskirche von Stift Zwettl befindet sich ein Leopold-Altar mit einem Gemälde des Heiligen Leopold (1736) von Martino Altomonte mit den Statuen des Heiligen Heinrichs und des Heiligen Sigismund von Polen.

Tirol

Wien

Der Leopoldsaltar im Wiener Stephansdom
Der Heilige Leopold im Wappen der Leopoldstadt
  • Wien 1: 1936 wurde aus Anlass von Leopolds 800. Todestag am niederösterreichischen Landhaus in Wien ein Mosaik des Markgrafen angebracht.[50] Im Dommuseum des Wiener Stephansdoms befindet sich als Leihgabe der Pfarre St. Leopold ein silbernes Renaissance-Reliquiar, das aus dem Kaiserhaus in den Besitz von dieser kam.[51][48] Am Graben befindet sich der Leopoldsbrunnen mit einer Statue des Heiligen Leopold, ein Werk von Johann Martin Fischer.[52]
  • Wien 21: In der Leopoldau befindet sich eine Figur des Heiligen Leopolds, die als besonders originell gilt.[48]

Leopold in Chroniken und Annalen

Markgraf Leopold war der erste Markgraf, der sich auch selbst als solcher benannte.[24] Bald nach 1177 entstand das "Chronicon pii marchionis", das in einer Fassung der "Klosterneuburger Annalen" überliefert ist. Es handelt sich um eine Lebensbeschreibung von Markgraf Leopold (III.), und es ist die einzige Lebensbeschreibung eines Babenbergers.[53] In der Barockzeit brachte Hieronymus Pez, Benediktiner aus Melk, die "Historia S. Leopoldi" heraus, die 1756 von Martin Kropff übersetzt wurde.[36]

Leopold in Sage und Legende

Leopold und Agnes sind durch die Gründung des Stiftes Klosterneuburg und deren Verknüpfung mit der "Schleierlegende" Hauptfiguren einer sehr bekannten Sage, von der es mehrere Fassungen gibt.[54] In der Bildenden Kunst ist die Schleierlegende erstmals auf einem der acht Pergamentblätter aus dem Jahr 1491 dargestellt, welche als Geschichte der Babenberger von Ladislaus Sunthaym verfasst wurden.[47] Angeblich mussten in Klosterneuburg stets Jagdhunde gehalten werden, was ebenfalls auf die Schleierlegende zurückgeführt wird. Nach dieser waren es die Jagdhunde, welche den Schleier als erstes entdeckten und durch ihr Gebell den Markgrafen und seine Leute auf ihn aufmerksam gemacht haben.[55]

Leopolds Verehrung im heutigen Österreich

Um 1170 / 1180 gelobten die Chorherren des Stiftes Klosterneuburg den Todestag des Markgrafen als "Spendtag" zu feiern, an welchem an Gläubige bei einem Besuch des Grabes Geld und Lebensmittel ausgeteilt wurden.[53] Die eßbare Spende, zu der gewöhnlich Wein gereicht wird, ist unter den Namen "Prügelbrot" bekannt, dessen Hintergrund bisher nicht eindeutig geklärt werden konnte.[55] 1194 stiftete eine Agnes von Pfaffstetten ein Licht für das Grab des Markgrafen, es handelt sich dabei um die älteste urkundlich belegte Nachricht zur Verehrung des Markgrafen.[31] Seit 1584 wurden Leopoldipfennige geprägt.[48]

Literatur

  • Helene Grünn - Franz Oswald - Hans Gruber (Hrsg.): Leopold III. und die Babenberger'. Beiträge zur österreichischen Jahrtausendfeier. Verlag Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten, 1975. ISBN 3-85326-4176
  • Walter Kleindel: Österreich Chronik. Daten zur Geschichte und Kultur. Verlag Carl Ueberreuter, Wien / Heidelberg, 1978
  • Walther Krenn: Allgemeine Geschichte Europas und des nahen Ostens. Verlag Leitner & Co., Wels / Wunsiedel / Zürich, 3. Auflage 1955
  • Karl Lechner: Die Babenberger. Markgrafen und Herzoge von Österreich 976–1246. Böhlau Verlag, Wien / Köln / Weimar, 6. Auflage 1996. ISBN 3-205-98569-9
  • Georg Scheibelreiter: Die Babenberger. Reichsfürsten und Landesherren. Böhlau Verlag, Wien / Köln / Weimar, 2010. ISBN 978-3-205-78573-6
  • Bernadette Spitzer: Von Bischofsstab bis Besenstil. Mit 365 Heiligen durchs Jahr. Wiener Domverlag, Wien, 2020. ISBN 978-3-85351-294-4. S. 330

Weblinks

 Leopold III. (Österreich) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Einzelnachweise

  1. vgl. Georg Scheibelreiter: Die Babenberger, 2010, S. 179
  2. 2,00 2,01 2,02 2,03 2,04 2,05 2,06 2,07 2,08 2,09 2,10 2,11 vgl. Walter Kleindel: ‚Österreich Chronik. Daten zur Geschichte und Kultur. Wien / Heidelberg: Ueberreuter 1978, Stammtafel der Babenberger (im Anhang)
  3. vgl. Georg Scheibelreiter: Die Babenberger, 2010, S. 161
  4. vgl. Karl Lechner: Markgraf Leopold III., seine Stellung in Kirche, Reich und Land. In: Helene Grünn - Franz Oswald - Hans Gruber (Hrsg.): Leopold III. und die Babenberger. Beiträge zur österreichischen Jahrtausendfeier. Verlag Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten, 1975. ISBN 3-85326-4176. S. 22
  5. vgl. Karl Lechner: Markgraf Leopold III., seine Stellung in Kirche, Reich und Land. In: Helene Grünn - Franz Oswald - Hans Gruber (Hrsg.): Leopold III. und die Babenberger. Beiträge zur österreichischen Jahrtausendfeier. Verlag Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten, 1975. ISBN 3-85326-4176. S. 19
  6. vgl. Georg Wacha: Leopold III. als Symbol in Österreichs Geschichte. In: Helene Grünn - Franz Oswald - Hans Gruber (Hrsg.): Leopold III. und die Babenberger. Beiträge zur österreichischen Jahrtausendfeier. Verlag Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten, 1975. ISBN 3-85326-4176. S. 25
  7. vgl. Georg Scheibelreiter: Die Babenberger, 2010, S. 153
  8. 8,0 8,1 vgl. Georg Scheibelreiter: Die Babenberger, 2010, S. 162
  9. vgl. Georg Scheibelreiter: Die Babenberger, 2010, S. 163
  10. vgl. Georg Scheibelreiter: Die Babenberger, 2010, S. 168f.
  11. vgl. Georg Scheibelreiter: Die Babenberger, 2010, S. 170
  12. vgl. Georg Scheibelreiter: Die Babenberger, 2010, S. 170-175
  13. vgl. Georg Scheibelreiter: Die Babenberger, 2010, S. 170ff.
  14. vgl. Georg Scheibelreiter: Die Babenberger, 2010, S. 173 und S. 174
  15. 15,0 15,1 vgl. Karl Lechner: Markgraf Leopold III., seine Stellung in Kirche, Reich und Land. In: Helene Grünn - Franz Oswald - Hans Gruber (Hrsg.): Leopold III. und die Babenberger. Beiträge zur österreichischen Jahrtausendfeier. Verlag Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten, 1975. ISBN 3-85326-4176. S. 20
  16. Susanna Neukam: Schweigen ist Silber, Herrschen ist Gold. Die Babenbergerinnen und ihre Zeit. Amalthea Signum Verlag, Wien, 2013. ISBN 978-3-85002-822-6, S. 86
  17. vgl. Georg Wacha: Leopold III. als Symbol in Österreichs Geschichte. In: Helene Grünn - Franz Oswald - Hans Gruber (Hrsg.): Leopold III. und die Babenberger. Beiträge zur österreichischen Jahrtausendfeier. Verlag Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten, 1975. ISBN 3-85326-4176. S. 25
  18. vgl. Georg Scheibelreiter: Die Babenberger, 2010, S. 160f.
  19. vgl. Georg Scheibelreiter: Die Babenberger, 2010, S. 156-161
  20. 20,0 20,1 vgl. Bernadette Spitzer: Von Bischofsstab bis Besenstil, 2020, S. 330
  21. 21,0 21,1 vgl. Georg Scheibelreiter: Die Babenberger, 2010, S. 166
  22. vgl. Georg Scheibelreiter: Die Babenberger, 2010., S. 166ff.
  23. vgl. Georg Scheibelreiter: Die Babenberger, 2010, S. 175
  24. 24,0 24,1 24,2 vgl. Georg Scheibelreiter: Die Babenberger, 2010, S. 177
  25. vgl. Floridus Röhrig: Die Heiligkeit des Weltmannes. Gedanken über Leopold III. In: Helene Grünn - Franz Oswald - Hans Gruber (Hrsg.): Leopold III. und die Babenberger. Beiträge zur österreichischen Jahrtausendfeier. Verlag Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten, 1975. ISBN 3-85326-4176. S. 39
  26. vgl. Karl Lechner: Markgraf Leopold III., seine Stellung in Kirche, Reich und Land. In: Helene Grünn - Franz Oswald - Hans Gruber (Hrsg.): Leopold III. und die Babenberger. Beiträge zur österreichischen Jahrtausendfeier. Verlag Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten, 1975. ISBN 3-85326-4176. S. 21
  27. vgl. Georg Scheibelreiter: Die Babenberger, 2010, S. 178f.
  28. vgl. Floridus Röhrig: Der Heilige Leopold in der Kunst. In: Helene Grünn - Franz Oswald - Hans Gruber (Hrsg.): Leopold III. und die Babenberger. Beiträge zur österreichischen Jahrtausendfeier. Verlag Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten, 1975. ISBN 3-85326-4176. S. 49
  29. vgl. Georg Scheibelreiter: Die Babenberger, 2010, S. 178
  30. vgl. Georg Scheibelreiter: Die Babenberger, 2010, S. 152f.
  31. 31,0 31,1 31,2 vgl. Georg Wacha: Leopold III. als Symbol in Österreichs Geschichte. In: Helene Grünn - Franz Oswald - Hans Gruber (Hrsg.): Leopold III. und die Babenberger. Beiträge zur österreichischen Jahrtausendfeier. Verlag Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten, 1975. ISBN 3-85326-4176. S. 27
  32. vgl. Floridus Röhrig: Die Heiligkeit des Weltmannes. Gedanken über Leopold III. In: Helene Grünn - Franz Oswald - Hans Gruber (Hrsg.): Leopold III. und die Babenberger. Beiträge zur österreichischen Jahrtausendfeier. Verlag Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten, 1975. ISBN 3-85326-4176. S. 36
  33. vgl. Georg Wacha: Leopold III. als Symbol in Österreichs Geschichte. In: Helene Grünn - Franz Oswald - Hans Gruber (Hrsg.): Leopold III. und die Babenberger. Beiträge zur österreichischen Jahrtausendfeier. Verlag Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten, 1975. ISBN 3-85326-4176. S. 27f.
  34. vgl. Floridus Röhrig: Die Heiligkeit des Weltmannes. Gedanken über Leopold III. In: Helene Grünn - Franz Oswald - Hans Gruber (Hrsg.): Leopold III. und die Babenberger. Beiträge zur österreichischen Jahrtausendfeier. Verlag Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten, 1975. ISBN 3-85326-4176. S. 37
  35. vgl. Georg Wacha: Leopold III. als Symbol in Österreichs Geschichte. In: Helene Grünn - Franz Oswald - Hans Gruber (Hrsg.): Leopold III. und die Babenberger. Beiträge zur österreichischen Jahrtausendfeier. Verlag Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten, 1975. ISBN 3-85326-4176. S. 29
  36. 36,0 36,1 vgl. Georg Wacha: Leopold III. als Symbol in Österreichs Geschichte. In: Helene Grünn - Franz Oswald - Hans Gruber (Hrsg.): Leopold III. und die Babenberger. Beiträge zur österreichischen Jahrtausendfeier. Verlag Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten, 1975. ISBN 3-85326-4176. S. 30
  37. vgl. Roman Zehetmayer: Überregionale Versammlungen der Babenberger in der Mark Österreich. In: Claudia Fellner - Daniel Luger: Semper ad fontes. Festschrift für Christian Lackner zum 60. Geburtstag (= Veröffentlichungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung. Bd. 76). Böhlau Verlag, Wien, 2020. ISBN 978-3-205-21162-4. S. 436
  38. vgl. Georg Scheibelreiter: Die Babenberger, 2010, S. 176
  39. 39,0 39,1 39,2 39,3 Walther Krenn: Allgemeine Geschichte Europas und des nahen Ostens, 1955, S. 133
  40. vgl. Karl Lechner: Markgraf Leopold III., seine Stellung in Kirche, Reich und Land. In: Helene Grünn - Franz Oswald - Hans Gruber (Hrsg.): Leopold III. und die Babenberger. Beiträge zur österreichischen Jahrtausendfeier. Verlag Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten, 1975. ISBN 3-85326-4176. S. 16
  41. vgl. Greifenstein, GedaechtnisDesLandes.AT, abgerufen am 13. Juli 2019
  42. vgl. Roman Zehetmayer: Überregionale Versammlungen der Babenberger in der Mark Österreich. In: Claudia Fellner - Daniel Luger: Semper ad fontes. Festschrift für Christian Lackner zum 60. Geburtstag (= Veröffentlichungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung. Bd. 76). Böhlau Verlag, Wien, 2020. ISBN 978-3-205-21162-4. S. 435
  43. vgl. Georg Scheibelreiter: Die Babenberger. Reichsfürsten und Landesherren. Böhlau Verlag, Wien / Köln / Weimar, 2010. ISBN 978-3-205-78573-6. S. 206f.
  44. vgl. Ilse Schöndorfer: Steine und Sagen. Burgruinen in Niederösterreich. Verlag Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten / Wien, 1999. ISBN 3-85326-114-0. S. 88
  45. vgl. Georg Scheibelreiter: Die Babenberger, 2010, S. 173f.
  46. 46,0 46,1 vgl. Floridus Röhrig: Der Heilige Leopold in der Kunst. In: Helene Grünn - Franz Oswald - Hans Gruber (Hrsg.): Leopold III. und die Babenberger. Beiträge zur österreichischen Jahrtausendfeier. Verlag Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten, 1975. ISBN 3-85326-4176. S. 43
  47. 47,0 47,1 vgl. Floridus Röhrig: Der Heilige Leopold in der Kunst. In: Helene Grünn - Franz Oswald - Hans Gruber (Hrsg.): Leopold III. und die Babenberger. Beiträge zur österreichischen Jahrtausendfeier. Verlag Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten, 1975. ISBN 3-85326-4176. S. 44
  48. 48,0 48,1 48,2 48,3 48,4 vgl. Floridus Röhrig: Der Heilige Leopold in der Kunst. In: Helene Grünn - Franz Oswald - Hans Gruber (Hrsg.): Leopold III. und die Babenberger. Beiträge zur österreichischen Jahrtausendfeier. Verlag Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten, 1975. ISBN 3-85326-4176. S. 46
  49. vgl. Floridus Röhrig: Der Heilige Leopold in der Kunst. In: Helene Grünn - Franz Oswald - Hans Gruber (Hrsg.): Leopold III. und die Babenberger. Beiträge zur österreichischen Jahrtausendfeier. Verlag Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten, 1975. ISBN 3-85326-4176. S. 45
  50. vgl. Georg Wacha: Leopold III. als Symbol in Österreichs Geschichte. In: Helene Grünn - Franz Oswald - Hans Gruber (Hrsg.): Leopold III. und die Babenberger. Beiträge zur österreichischen Jahrtausendfeier. Verlag Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten, 1975. ISBN 3-85326-4176. S. 30f.
  51. vgl.Reliquiar Hl. Leopold, DomMuseum.AT, abgerufen am 27. November 2020
  52. vgl. Floridus Röhrig: Der Heilige Leopold in der Kunst. In: Helene Grünn - Franz Oswald - Hans Gruber (Hrsg.): Leopold III. und die Babenberger. Beiträge zur österreichischen Jahrtausendfeier. Verlag Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten, 1975. ISBN 3-85326-4176. S. 47
  53. 53,0 53,1 vgl. Georg Wacha: Leopold III. als Symbol in Österreichs Geschichte. In: Helene Grünn - Franz Oswald - Hans Gruber (Hrsg.): Leopold III. und die Babenberger. Beiträge zur österreichischen Jahrtausendfeier. Verlag Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten, 1975. ISBN 3-85326-4176. S. 26
  54. vgl. Der Markgräfin Schleier, Ein Schleier für Klosterneuburg oder Die Gründung von Klosterneuburg, Sagen.AT, abgerufen am 22. Dezember 2018
  55. 55,0 55,1 vgl. Leopold Schmidt: Volksglaube und Volksbrauch am Festtag des heiligen Leopolds. In: Helene Grünn - Franz Oswald - Hans Gruber (Hrsg.): Leopold III. und die Babenberger. Beiträge zur österreichischen Jahrtausendfeier. Verlag Niederösterreichisches Pressehaus, St. Pölten, 1975. ISBN 3-85326-4176. S. 55

Anmerkungen

  1. In der Literatur finden sich mehrere Bezeichnungen. Um Verwechslungen innerhalb der Dynastie der Babenberger, aber auch mit den Herzögen von Österreich aus dem Haus Habsburg zu vermeiden, wird in diesem Artikel der Beiname verwendet, zudem der "Familienname" Babenberger keineswegs für das Mittelalter belegt ist.
  2. Angaben nach Georg Scheibelreiter: Die Babenberger, 2010, S. 154
  3. Als Gründer gelten zurzeit die Herren von Schwarzburg-Nöstach, wobei die Rolle des Markgrafen höchst unterschiedlich gesehen wird. Während der Historiker Georg Scheibelreiter, dessen Arbeit auf eine kritische Auseinandersetzung mit den Babenbergern und ihren Mythos abzielt, davon ausgeht, dass sich der Markgraf dieser Klosterstiftung unter dem Vorwand von Erbschaftsansprüchen mit Gewalt bemächtigt und für sich vereinnahmt hat und diesem Kloster ohnehin keine wirkliche Bedeutung zubilligt, wird zurzeit auch die Möglichkeit diskutiert, dass der Markgraf das Kloster tatsächlich als Erbschaft übernahm oder es sich dabei eine Stiftung der Herren von Schwarzburg-Nöstach handelte, in welche der Markgraf, der tatsächlich mit dieser Familie verwandt gewesen sein dürfte, einbezogen war. Vgl. Benediktinerstift Kleinmariazell, Ordensgemeinschaften.AT, abgerufen am 29. November 2021, außerdem Georg Scheibelreiter: Die Babenberger, 2010, S. 174f. und Susanna Neukam: Schweigen ist Silber, Herrschen ist Gold. Die Babenbergerinnen und ihre Zeit. Amalthea Signum Verlag, Wien, 2013. ISBN 978-3-85002-822-6. S. 221
  4. Taiding oder Landestaiding findet sich im Mittelalter als Bezeichnung für Thing in den Gebieten des heutigen Österreich. Mit Thing wurden damals Volksversammlungen und Gerichts­versammlungen bezeichnet, die regelmäßigen an einem bestimmten Ort abgehalten wurden. Sie dienten vor allem der Erhaltung des Rechtsfriedens, wobei besonders die Stellung der Grundherrschaft als ordnende Obrigkeit in ihrem Herrschaftsbereichen gestärkt wurde. Auf dem Gebiet des heutigen Österreichs haben sich aus dem ausgehenden Mittelalter und der frühen Neuzeit schriftlich ausformulierte Taidingordnungen für die Herrschaften Steyregg oder Lustenfelden (heute Teil der Stadt Linz) erhalten.
VorgängerAmtNachfolger
Markgraf Leopold (II.) der SchöneHerrscher über die Markgrafschaft Österreich
Altösterreich Adalbert Babenberger Stammbaum.svg
1095-1136
Markgraf Leopold (IV.) der Freigiebige
Wikipedia logo v3.svg
Überregionale Aspekte dieses Themas werden auch in der Wikipedia unter dem Titel Leopold III. (Österreich) behandelt.
Hier auf RegiowikiAT befinden sich Informationen sowie Ergänzungen, die zusätzlich von regionaler Bedeutung sind (siehe Mitarbeit).
Wikipedia logo v3.svg
Zu diesem Artikel gibt es in den folgenden Sprachversionen der Wikipedia weitere Informationen:
اللُّغَة العَرَبِيّةاللغه المصريةБеларуская моваБългарски езикCatalàČeský jazykΝέα ελληνικάEnglishEsperantoEspañolSuomiFrançaisHrvatskiMagyarBahasa indonesiaItaliano日本語NederlandsJęzyk polskiPortuguêsLimba românăРусскийSrpskohrvatski jezikSlovenčinaСрпскиSvenskaУкраїнська мова汉语