Lothar Fink

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Lothar Fink (* 14. November 1909 in Urfahr; † 1978 in Linz) war ein Maler und Kunstpädagoge, der in Linz lebte und arbeitete.

Leben und Wirken

Fink besuchte nach der Volksschule in Urfahr ab 1920 die Bundeserziehungsanstalt (BEA) in Wien, wo er 1928 maturierte. Anschließend die Kunstakademie in Wien bei Rudolf Jettmar und Hans Larwin besuchte und die Lehramtsprüfung für Zeichnen und Handarbeit ablegte.

In den Jahren 1933 und 1934 unterrichtete er am Bundesrealgymnasium in Linz und war dann vom Abbau der Mittelschullehrerschaft betroffen. Die freie Zeit nutzte er zur Weiterbildung in den Fächern Geographie und Turnen. Die Abschlussprüfungen absolvierte er in Innsbruck. 1938 wurde er an das Linzer Gymnasium als Professor für Kunsterziehung und Turnen berufen. Die Kriegsjahre verbrachte er ab 1940 als Soldat und nahm an Feldzügen in Frankreich, Russland und Afrika in vorderster Front teil. 1942 wurde er verwundet und 1943 geriet er in amerikanische Gefangenschaft.

Fink heiratete 1949 und war Vater von drei Kindern. Er starb 1978.[1][2]

Künstlerischer Werdegang

Fink begleitete in den 1920er-Jahren gemeinsam mit seinem Bruder den Vater fallweise bei seiner beruflichen Tätigkeit, die darin bestand, nach dem Ersten Weltkrieg die Grenzen zwischen der Tschechoslowakei und Österreich neu zu vermessen und zu markieren. Dabei entstanden Anfänge seiner Landschaftsbilder, die er in Skizzenbüchern festhielt. Erfasst wurde das Grenzland vom Plöckenstein bis zu den Waldviertler Bergen, vermehrt auch die Heimat Stifters mit Oberplan, Hohenfurth und Krumau und der Plöckensteinersee.

Während seiner Freizeit als Lehrer unternahm er Bergfahrten, Wanderungen und Reisen und verarbeitete seine Eindrücke in zahlreichen Aquarellen. Auch die Zeit der Gefangenschaft nutzte er zum Malen, zur Gestaltung von Gemeinschaftsräumen sowie durch kunsterzieherische Vorträge vor interessierten Kameraden. 1946 kehrte er aus der Gefangenschaft zurück und wurde nach einer Zwischenstation im Petrinum wieder an seine alte Schule zurück.

Seine künstlerische Tätigkeit beschränkte sich auch nach dem zweiten Weltkrieg weiterhin auf die Freizeit. Er war Mitglied der Mühlviertler Künstlergilde und eine Reihe seiner Grafiken und Malereien wurde den Mühlviertler Heimatblättern abgedruckt. Mehrere seiner Werke waren beispielsweise im Rahmen einer Gemeinschaftsausstellung "Fünf Jahre Mühlviertler Künstlergilde, 1956—1961, vom 22. Juli bis zum 30. September 1961 im Landesmuseum Linz ausgestellt. Vom 26. Jänner bis 18. Februar 1999 waren zu seinem Gedenken im Linzer Landeskulturzentrum Ursulinenhof in den Räumen der Mühlviertler Künstlergilde Ölbilder und Aquarelle von ihm zu sehen.[3]

Werke (Beispiele)

  • Frühling an der Rodl, Öl
  • Sommertag, Öl
  • Teich bei Wallern, Öl
  • Kirchschlag, Öl
  • Aus Alt-Urfahr, Öl
  • 3 Auqarelle aus der Zeit an der Front
  • März an der Donau, Aquarell
  • März in der Au, Aquarell
  • Heidelandschaft, Aquarell

Literatur

  • Josef Schnetzer: Prof. Lothar Fink - ein Urfahrer Künstler, in: Mühlviertler Heimatblätter, 3. Jg., Linz, 1963, S 193—194 online [PDF] auf ooegeschichte.at

Einzelnachweise

  1. Josef Humer: Prof. Lothar Fink gestorben, in: Jahresbericht des Bischöflichen Gymnasiums Kollegium Petrinum, 74. Jahrgang 1977/78, Linz, 1978, S 76
  2. Walter Dorninger: In memoriam Oberstudienrat Prof. Lothar Fink, Kunsterzieher und Maler, in: Jahresbericht 2. Bundesgymnasium, Linz, 1978, S 66
  3. Lothar Fink zum Gedenken, in: Mitteilungsblatt des Denkmalamtes, Jg. 29, 1999 bzw. Was ist los, 1999